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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.04.2025

Gut erzählt mit spannendem Twist

Middletide – Was die Gezeiten verbergen
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Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mit den verschiedenen Zeitebenen und musste öfter zurückblättern, um den Überblick zu behalten. Doch sobald ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, konnte ...

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten mit den verschiedenen Zeitebenen und musste öfter zurückblättern, um den Überblick zu behalten. Doch sobald ich mich in die Geschichte eingefunden hatte, konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen!

Besonders spannend fand ich die vielen offenen Fragen, die mich durch die Handlung begleitet haben: Was ist mit der Ärztin passiert? Welche Rolle spielt Elijah in all dem? Nach und nach verdichteten sich die Ereignisse, und die zunächst losen Handlungsstränge fügten sich immer mehr zusammen.

Elijahs Entwicklung hat mich besonders fasziniert – wie er die Hütte renoviert und ein fast autarkes Leben führt. Und natürlich die Frage, wann er endlich Nakita wiedersieht.

Je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr stieg die Spannung. Wem konnte man glauben – Erins Tagebucheinträgen oder Elijahs eigener Darstellung der Ereignisse? War es wirklich Mord oder doch Selbstmord, der nur wie ein Verbrechen inszeniert wurde? Auch die komplizierte Beziehung zwischen Elijah und Erin warf viele Fragen auf ...

Meine Vermutung, wer hinter allem steckt, wurde schließlich bestätigt...

Das Finale war packend, vor allem die Gerichtsverhandlung und deren Ausgang haben mir sehr gut gefallen! Die letzten Seiten waren mir persönlich etwas zu kitschig, aber insgesamt hat mir das Buch wirklich super gefallen. Eine fesselnde Geschichte mit überraschenden Wendungen und einer komplexen Erzählweise – absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Eindringlicher Roman über Hoffnung, Verzweiflung und gesellschaftliche Hürden

Achtzehnter Stock
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Mit "Achtzehnter Stock" ist der Autorin ein eindringlicher Roman gelungen, der mit einem starken Einstieg fesselt und bis zum Schluss nachhallt. Die Geschichte zieht die Leser:innen sofort in ihren Bann, ...

Mit "Achtzehnter Stock" ist der Autorin ein eindringlicher Roman gelungen, der mit einem starken Einstieg fesselt und bis zum Schluss nachhallt. Die Geschichte zieht die Leser:innen sofort in ihren Bann, nicht zuletzt durch den eindrucksvollen Schreibstil, der mit wenigen Worten lebendige Bilder erschafft.

Die Protagonistin steht im Zentrum eines Lebens zwischen prekären Verhältnissen und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Besonders eindrücklich wird ihr Kampf für ihr krankes Kind dargestellt – ein Gefühl der Hilflosigkeit und Verzweiflung, das sich wohl viele Eltern (oder auch Nicht-Eltern) gut vorstellen können. Das gesellschaftliche Problem, dass Frauen oft nicht ernst genommen werden, wenn sie auf Missstände hinweisen, schwingt hier ebenso mit wie die Ungerechtigkeit der Care-Arbeit, die allein an ihnen hängenbleibt, während die Männer sich ihrer Verantwortung entziehen.

Auch die Frauen im Hochhaus sind stark gezeichnete Figuren, deren Lebensrealität sich zwischen Resignation und der Sehnsucht nach Veränderung bewegt. Der Wunsch der Protagonistin, diesem Milieu zu entfliehen, ist mehr als nachvollziehbar – ebenso wie ihre Zweifel daran, ob es ihr wirklich gelingt. Der Roman schildert eindrucksvoll, wie soziale Herkunft und Chancen miteinander verknüpft sind, und wie schwer es ist, sich aus bestimmten Lebensumständen zu befreien.

Parallel dazu wird die Welt der Filmbranche beleuchtet – eine Welt, die von Beziehungen, Opportunismus und wenig Rücksichtnahme geprägt ist. Dass sich die Protagonistin in ihr behaupten muss, während sie gleichzeitig für ihr Kind da sein will, stellt einen weiteren inneren Konflikt dar. Die Entwicklung der Figur ist spannend, wenn auch nicht immer sympathisch. Im Laufe der Handlung verliert sie zunehmend ihre anfängliche Bodenständigkeit und rutscht in eine Art Antiheldinnen-Rolle, was das Buch umso realistischer macht.

Das Ende lässt ambivalente Gefühle zurück. Der Roman beginnt mit voller Kraft, verliert dann vielleicht ein wenig an Fokus, bleibt aber dennoch durchweg fesselnd. Die Mischung aus Sozialkritik, persönlichem Drama und stilistischer Feinfühligkeit macht "Achtzehnter Stock" zu einem intensiven Leseerlebnis, das nachdenklich stimmt und im besten Sinne unbequem bleibt.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Konnte mich leider nicht abholen

Das Dinner – Alle am Tisch sind gute Freunde. Oder?
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Der Klappentext des Buchs klang super, leider konnte mich die Umsetzung der Idee gar nicht überzeugen. Fünf Freunde treffen sich fünf Jahre nach dem Tod einer gemeinsamen Freundin in einem abgelegenen ...

Der Klappentext des Buchs klang super, leider konnte mich die Umsetzung der Idee gar nicht überzeugen. Fünf Freunde treffen sich fünf Jahre nach dem Tod einer gemeinsamen Freundin in einem abgelegenen Restaurant in der Eifel, um ein Krimidinner zu spielen. Klingt schon mal makaber, aber anscheinend war es ein gemeinsames Hobby der Freundesgruppe.

Geschrieben wird abwechselnd aus der Perspektive aller fünf Freund:innen, was den Einstieg erstmal herausfordernd gestaltet, weil man als Leser:in ja noch niemanden kennt. Dann kommen auch noch die jeweiligen Charaktere innerhalb des Krimispiels UND die "Damals"-Perspektive aller Freund:innen hinzu, die auf dem Festival vor fünf Jahren spielt, wo die Freundin verschwunden ist. Also sehr viele Namen und Perspektiven, die sich ständig abwechseln. Irgendwann stellen die Freund:innen fest, dass das Spiel Parallelen zu den damaligen Ereignissen aufweist, die kein Zufall sein können ... hat jemand von ihnen Maria umgebracht?

Leider konnte mich die Story nicht überzeugen, das Buch las sich über weite Strecken recht zäh. Zudem waren mir alle fünf total unsympathisch, was ich schade fand, weil man als Leser:in überhaupt nicht "mitfiebern" konnte und es eigentlich egal war, wer es am Ende war. Die Auflösung war mir dann auch etwas zu sehr konstruiert und unglaubwürdig.

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Am Ende geht es doch ums Geld

Heiress Takes All
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Mir hat die Idee des Buchs gefallen, auch die Gestaltung ist sehr schön und sticht heraus. Leider konnte mich aber der Inhalt nicht überzeugen.

Olivia möchte sich an ihrem steinreichen Vater rächen. Er ...

Mir hat die Idee des Buchs gefallen, auch die Gestaltung ist sehr schön und sticht heraus. Leider konnte mich aber der Inhalt nicht überzeugen.

Olivia möchte sich an ihrem steinreichen Vater rächen. Er hat ihre Mutter betrogen und diese plus Tochter (nachdem sie ihn mit der anderen Frau erwischt hat und nicht decken wollte) aus dem riesigen Anwesen geworfen. Jetzt muss Olivia (schlimm, schlimm) ein "normales" Leben führen, auf eine öffentliche Schule gehen und einem Nebenjob nachgehen. (Hier erstmal fraglich. Es gab wohl keinen Ehevertrag, aber Unterhalt müsste er ja trotzdem zahlen, was bei einem Millionär nicht wenig sein dürfte. Aber nein, stattdessen muss ihre Mutter, statt den ganzen Tag zu malen, plötzlich drei Jobs machen.)

Um ihren Vater (auf dessen Hochzeit mit Ehefrau Nr. 3) um ein paar Millionen zu erleichtern, stellt Olivia eine "Gang" zusammen, die ihr bei ihrem Coup helfen soll. Im Prinzip spielt die gesamte Handlung in den wenigen Stunden auf der Hochzeit und man erfährt teilweise kurze Einblicke, warum Olivia die anderen überzeugen konnte, ihr bei dem wahnwitzigen Plan zu helfen (bspw. Deonte, der eine Million braucht, um eine Konditorei zu eröffnen, oder ein ehemaliger Lehrer, der sich an ihrem Vater rächen möchte, wegen dem er gekündigt wurde).

Natürlich geht allerhand schief, immer wieder kommt der Gang etwas dazwischen und am Ende (die einzige Passage mit etwas Spannung) kommt ein kleiner Plot Twist, der aber die teils recht langatmige und vorhersehbare Handlung auch nicht mehr rumreißen kann.

Am meisten genervt hat mich aber die Liebesgeschichte, die nur so vor Klischees strotzt. Olivia hat aufgrund eines Screenshots mit ihrem Freund Jackson Schluss gemacht, der ihn angeblich des Fremdgehens überführt, ohne auch nur einmal mit ihm zu sprechen und seine Version der Geschichte anzuhören. Aus irgendwelchen Gründen ist Jackson auch auf der Hochzeit, plötzlich sogar Trauzeuge, und natürlich der netteste und bestaussehendste Junge der Welt.

Das Ende ist dann übertrieben kitschig, ja, Freundschaft ist toll, aber auf das viele Geld wollte trotzdem niemand verzichten. Olivia behält sogar (wow) ihren Job, obwohl sie nicht mehr MÜSSTE, ganz selbstlos. Irgendwie passt es überhaupt nicht zusammen, dass sie ihren Vater so sehr hasst, aber trotzdem auf sein schllnes Geld natürlich nicht verzichten möchte, weil es ihr (wie immer wieder betont wird) als ERBIN zusteht. Einerseits verachtet sie ihren dafür, das Geld seines Vaters auszugeben, aber andererseits macht sie überhaupt nichts anderes.

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Veröffentlicht am 11.02.2025

Spannend und atmosphärisch

Still ist die Nacht (Ein Fall für Maya Topelius 2)
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Nachdem ich den ersten Band der Reihe sehr gut fand, musste ich natürlich auch den zweiten lesen. Statt im tiefsten Schnee befinden wir uns jetzt auf einer Insel im Sommer, wo die Kommissarin Maya Topelius ...

Nachdem ich den ersten Band der Reihe sehr gut fand, musste ich natürlich auch den zweiten lesen. Statt im tiefsten Schnee befinden wir uns jetzt auf einer Insel im Sommer, wo die Kommissarin Maya Topelius ein Yoga-Retreat macht, um sich endlich mal zu erholen.

Es ist schon hilfreich, den ersten Band zu kennen, sonst hätte man bei einigen Dingen Schwierigkeiten, diese zu verstehen.

Doch wie sollte es anders sein, wird ausgerechnet an Mittsommar, was in Schweden ein sehr großes Fest ist, ein Mann tot aufgefunden ...

Mehr will ich gar nicht zum Inhalt schreiben, schon der Prolog ist mega spannend und man versteht erst rückblickend die Ausmaße.

Ich fand es gut, dass man jetzt eine weitere Freundin besser kennenlernt, die auch im ersten Band schon am Rande vorkam. Auch die Naturbeschreibungen sind sehr treffend, man hat das Gefühl, vor Ort zu sein.

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