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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.07.2025

Gut zu lesen

Perfect Day
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Dies war mein erstes Buch von Romy Hausmann. Über die beiden Vorgänger habe ich bzgl. "Liebes Kind" extrem viel Gutes gehört (ist auf dem TBR), über "Marta schläft" eher negative Stimmen, sodass meine ...

Dies war mein erstes Buch von Romy Hausmann. Über die beiden Vorgänger habe ich bzgl. "Liebes Kind" extrem viel Gutes gehört (ist auf dem TBR), über "Marta schläft" eher negative Stimmen, sodass meine Erwartungen gemischt waren.
Den Schreibstil fand ich sehr gut, ich bin schnell in die Geschichte hineingekommen - es passiert ja auch auf den ersten Seiten bereits sehr viel. Im Laufe des Buches konnte diese anfängliche Spannung aber leider nicht aufrecht erhalten werden. Ann möchte ja beweisen, dass ihr Vater unschuldig im Gefängnis sitzt und in den letzten 14 Jahren nicht ein Dutzend kleiner Mädchen umgebracht hat. Hartes Thema und der Plot klingt zunächst gut - die Entwicklung ging dann aber in eine andere Richtung als ich gedacht habe. Mit Ann bin ich nicht so richtig warm geworden, Eva mochte ich hingegen - schade, dass sie nur kurz dabei war. Ann verrennt sich regelrecht in ihre fixen Ideen, ist (verständlicherweise) überhaupt nicht rational dabei und trifft eine Kurzschlusshandlung nach der nächsten.
Die Ereignisse in Schergel haben einen nochmal gut in die Irre geführt, aber dieses "Thriller-Gefühl" kam auch da leider nicht auf. Die Einschübe der "Wir"-Kapitel, des Interviews und der "Gefühlsbeschreibungen" fand ich auch gute Stilmittel. Das Ende war zum Teil vorhersehbar, aber mit ein paar unerwarteten Komponenten.
Ich habe das Buch gerne gelesen, ein richtiger Page Turner war es aber nicht. Vor allem die Seiten nach der Auflösung fand ich etwas mühsam, da der Fall ja aufgeklärt war. Natürlich möchte Ann nur verstehen und Antworten haben, die Erklärung war (auf eine wahnsinnige Art) auch sinnvoll, hätte aber auch kürzer abgehandelt werden können.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Kommt langsam in Fahrt, in sich stimmig

Gestehe
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In Henri Fabers Thriller „Gestehe“ geht es um eine Welt voll Korruption und Intrigen. Die Geschichte folgt dem Ermittler Jo, genannt „Jacket“, der nach einem spektakulären Fall, in dem er quasi im Alleingang ...

In Henri Fabers Thriller „Gestehe“ geht es um eine Welt voll Korruption und Intrigen. Die Geschichte folgt dem Ermittler Jo, genannt „Jacket“, der nach einem spektakulären Fall, in dem er quasi im Alleingang einen Organhändlerring zerschlagen hat, zum Presseliebling und Aushängeschild der Polizei geworden ist, sowie dem zweiten Hauptprotagonisten Mo, dem einzigen Polizisten (mit Migrationshintergrund), der sich als kompetent erweist, während seine Kollegen durch Inkompetenz und Rassismus auffallen.

Die Handlung ist geteilt, einerseits aus Mos Perspektive, andererseits aus der Sicht von Jacket, und schließlich kommt ab und zu ein ominöser Dritter zu Wort, der immer zu wissen scheint, wer als nächstes stirbt. Das Perfide an der Sache: Es ist die Stimme aus Jackets neuem Roman, in dem er offenbar schon geschrieben hat, was geschehen ist – bevor es wirklich passiert.

Leider blieb die Spannung lange Zeit auf der Strecke, ich empfand die ersten zwei Drittel des Buches als sehr langatmig, erst auf den letzten 150 Seiten wird es rasanter. Die Geschichte an sich ist aber gut durchdacht, eventuell hätte man etwas Komplexität rausnehmen können, damit es spannender wird. Neben ihren persönlichen Problemchen muss das Team nun also herausfinden, wer in Wien Menschen ausweidet. Vor allem Jacket nimmt hier gerne mal den unkonventionellen Weg und fragt sich zunehmend, ob er langsam verrückt wird.

Die Figuren sind facettenreich beschrieben, insbesondere Jacket, der anfangs maximal unsympathisch wirkt und am Ende eine erstaunliche (aber eher unrealistische) Wandlung durchmacht.

Die Storyline bietet einige überraschende Wendungen, die teils jedoch konstruiert wirken, am Ende aber zu einer schlüssigen Auflösung führen (mit der:m Täter:innen konnte ich mich nur so semi anfreunden - ohne zu viel verraten zu wollen mag ich dieses Element der "Lösung" in Thrillern/Krimis nicht so gerne).

Der Schreibstil von Henri Faber ist angenehm und der Roman lässt sich gut lesen. Trotz einiger überraschender Wendungen und actionreicher Szenen kann „Gestehe“ meiner Meinung nach jedoch nicht vollständig als Thriller klassifiziert werden. Die gesellschaftspolitischen Themen, die im Buch angesprochen werden, verleihen der Geschichte eine zusätzliche Tiefe, aber es dauert zu lange, bis die Spannung an Fahrt gewinnt. Wer einen eher gediegeneren Thriller mit ein paar packenden Momenten sucht, ist hier richtig.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Tolles Buch

Paare
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Dies war mein zweites Buch von Claire Douglas und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Frankies beste Freundin Sophie ist vor 18 Jahren ertrunken und wurde nie erfunden - jetzt wurden Überreste angeschwemmt ...

Dies war mein zweites Buch von Claire Douglas und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Frankies beste Freundin Sophie ist vor 18 Jahren ertrunken und wurde nie erfunden - jetzt wurden Überreste angeschwemmt und sie kehrt zurück in den Ort ihrer Kindheit, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Gemeinsam mit Sophies Bruder Daniel begibt sie sich dazu auf eine Reise in die Vergangenheit. Doch dann passieren immer mehr merkwürdige Dinge : anonyme Briefe, nächtliches Geschrei, jemand scheint sie zu verfolgen.

Einen Teil der Auflösung habe ich irgendwann geahnt, aber am Ende konnte die Autorin nochmal mit einer richtig guten (und für mich) sehr überraschenden Wendung punkten.

Es ist kein Thriller, bei dem man permanent Gänsehaut hat, aber ein gut durchdachtes und geschriebenes Buch, das sich angenehm lesen lässt und nie langweilig wird.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Solider Thriller

Missing - Niemand sagt die ganze Wahrheit
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Dies war mein zweites Buch von Claire Douglas und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Frankies beste Freundin Sophie ist vor 18 Jahren ertrunken und wurde nie erfunden - jetzt wurden Überreste angeschwemmt ...

Dies war mein zweites Buch von Claire Douglas und es hat mir wieder sehr gut gefallen. Frankies beste Freundin Sophie ist vor 18 Jahren ertrunken und wurde nie erfunden - jetzt wurden Überreste angeschwemmt und sie kehrt zurück in den Ort ihrer Kindheit, um herauszufinden, was damals wirklich geschah. Gemeinsam mit Sophies Bruder Daniel begibt sie sich dazu auf eine Reise in die Vergangenheit. Doch dann passieren immer mehr merkwürdige Dinge : anonyme Briefe, nächtliches Geschrei, jemand scheint sie zu verfolgen.

Einen Teil der Auflösung habe ich irgendwann geahnt, aber am Ende konnte die Autorin nochmal mit einer richtig guten (und für mich) sehr überraschenden Wendung punkten.

Es ist kein Thriller, bei dem man permanent Gänsehaut hat, aber ein gut durchdachtes und geschriebenes Buch, das sich angenehm lesen lässt und nie langweilig wird.

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Veröffentlicht am 27.07.2025

Sehr sperrig

Fahr zur Hölle
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Ich bin überhaupt nicht in das Buch reingekommen, weder die Story noch der Schreibstil konnten mich packen. Der Klappentext klang eigentlich sehr spannend, die Umsetzung war aber leider so gar nicht mein ...

Ich bin überhaupt nicht in das Buch reingekommen, weder die Story noch der Schreibstil konnten mich packen. Der Klappentext klang eigentlich sehr spannend, die Umsetzung war aber leider so gar nicht mein Fall. Ich habe das Buch abgebrochen, was ich wirklich nur äußerst selten mache. Schade ...

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