Viel Mythologie, viel Potenzial – aber etwas zu unübersichtlich
Loki − Her Twisted HeartAuch wenn mich die Grundidee sofort angesprochen hat, war Loki – Her Twisted Heart für mich ein Buch, bei dem der Einstieg etwas holprig war. Die Geschichte an sich fand ich gut und interessant, aber ich ...
Auch wenn mich die Grundidee sofort angesprochen hat, war Loki – Her Twisted Heart für mich ein Buch, bei dem der Einstieg etwas holprig war. Die Geschichte an sich fand ich gut und interessant, aber ich habe eine Weile gebraucht, um wirklich reinzukommen.
Was mir grundsätzlich gefallen hat: Gleich zu Beginn wird klar gemacht, dass die Götter hier nicht so dargestellt werden, wie man sie aus klassischen Mythen kennt, und dass verschiedene Mythologien miteinander vermischt werden. Dieser Hinweis war tatsächlich hilfreich und hat mir ein bisschen Orientierung gegeben. Die Umsetzung an sich hat mich auch nicht gestört – die Idee finde ich sogar ziemlich spannend.
Mein größtes Problem war allerdings die schiere Menge an Namen und Figuren. Ich hatte oft Schwierigkeiten, den Überblick zu behalten und einzuordnen, wer jetzt wer ist. Das hat meinen Lesefluss leider immer wieder ausgebremst und es hat entsprechend gedauert, bis ich wirklich in der Geschichte angekommen bin.
Mit Harlow als Protagonistin bin ich ebenfalls nicht ganz warm geworden. Ihre Motivation war zwar nachvollziehbar, aber emotional blieb sie für mich oft auf Distanz. Das Gleiche gilt für Loki: interessant angelegt, ja – aber der große Funke wollte zwischen uns einfach nicht überspringen. Die Dynamik der beiden hatte Potenzial, konnte mich aber nicht wirklich umhauen.
Insgesamt ist Loki – Her Twisted Heart ein solides Buch mit einer spannenden Idee und einem besonderen Mythologie-Mix, das für mich aber etwas an Tiefe und Klarheit verloren hat.