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Veröffentlicht am 22.09.2017

Tolle Atmosphäre, leider zu wenig Spannung

Die Bibliothek der flüsternden Schatten - Bücherstadt
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Sam will sein Leben als Dieb hinter sich lassen, als er sich der Palastwache anschließt. Ernüchtert muss er feststellen, dass er als Anfänger aber noch keine großen ruhmreichen Aufgaben übernehmen darf. ...

Sam will sein Leben als Dieb hinter sich lassen, als er sich der Palastwache anschließt. Ernüchtert muss er feststellen, dass er als Anfänger aber noch keine großen ruhmreichen Aufgaben übernehmen darf. Als er eines Tages bei einem Angriff mysteriösen Wesen begegnet, erkennt er, dass es viel mehr in der alten Bibliothek gibt, als nur endlos viele Bücher …

Dieses Buch war mein erstes des sympathischen Autors und ich war recht gespannt, was mich erwarten würde. Ein Buch, das wieder Bücher thematisiert, kann ja irgendwie immer punkten, oder?

Als Leser fühlte ich mich direkt in die Handlung hineingeworfen, kam aber von Anfang an ziemlich gut mit. Der Einstieg ins Buch war also gelungen und Sam war mir von Beginn an sympathisch mit seiner frechen Art und seinem Durchsetzungsvermögen. Ich ließ mich also gerne von Sam in die Welt von Paramythia entführen und war ebenso überrascht wie er von dem, was er dort vorfand.

Auch die weiteren Figuren waren zum größten Teil sehr interessant. Mit einigen habe ich mich wirklich sehr schnell anfreunden können, wie zum Beispiel Jacobus, der allerdings leider nur eine untergeordnete Rolle spielte.
Kani spielt ebenso wie Sam eine größere Rolle im Buch, bei ihr war ich zunächst zwar skeptisch, was sich aber schnell gelegt hatte.
Lange Zeit habe ich das Geheimnis um Sabah und Layl überhaupt nicht begriffen, aber das war wohl Absicht und auch eine tolle Idee.

Generell hat Akram El-Bahay hier total tolle Ideen verarbeitet und eine super tolle Welt erschaffen, die vor allem Bücherfreunde schnell ins Herz schließen werden. Auch die Atmosphäre war super beschrieben. Vor allem die Teile, in der die Figuren sich in Paramythia versuchen zurecht zu finden haben mir besonders gefallen und ich fühlte mich schon beinahe, als wäre ich ebenfalls in dieser Welt unterwegs. Wieso also dann nur 3 Sterne?

Mein Problem war, dass ich mich ständig neu motivieren musste weiter zu lesen. Die Spannung blieb für mich ein wenig auf der Strecke und ich denke, dass die vor allem der Tatsache geschuldet ist, dass dieser Band der Einstieg in eine Reihe ist und hier ganz viel Weltenaufbau getrieben wurde. Dafür bleibt aber leider die Spannung ein wenig auf der Strecke und so habe ich teils ziemliche Längen empfunden, obwohl das Buch ja nun wirklich nicht allzu dick ist.
Ich gehe aber ganz stark davon aus, dass es im zweiten Teil rasanter und actionreicher zugehen wird, weil das Setting ja nun bekannt ist und weniger umschrieben werden muss. Jedenfalls würde ich mir das wünschen.

Fazit

Akram El-Bahay hat mit der Bücherstadt eine tolle Welt erschaffen, die sehr atmosphärisch war! Leider ist die Spannung aber ein wenig auf der Strecke geblieben, aber das hat man ja häufig bei Reihenauftakten, deswegen denke ich, dass uns im zweiten Band eine viel ausgewogenere Mischung aus Spannung und Weltenaufbau erwarten wird!

Veröffentlicht am 11.06.2017

Leider nicht so überzeugend wie Teil 1

Das Herz des Verräters
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Lia und Rafe befinden sich in der Gewalt des Königreichs Venda und deren Oberhaupt, dem Komizar. Von Rafes tatsächlicher Identität wissen sie allerdings nichts und das muss auch unbedingt so bleiben, denn ...

Lia und Rafe befinden sich in der Gewalt des Königreichs Venda und deren Oberhaupt, dem Komizar. Von Rafes tatsächlicher Identität wissen sie allerdings nichts und das muss auch unbedingt so bleiben, denn sonst droht im der Tod. Lia scheint das falsche Spiel mitzuspielen, tatsächlich versucht sie sich aber einen Plan zur Flucht zurecht zu legen, was gar nicht so einfach scheint. Als schließlich endlich Rafes Männer kommen um die beiden aus Venda heraus zu holen, eskaliert die Situation …

Nach dem wirklich tollen Einstieg in diese Reihe, war ich nun total gespannt auf die Fortsetzung. Der Cliffhanger des letzten Bandes zu diesem war ja nun mal wirklich gemein, so dass ich wirklich froh war, dass wir gar nicht so lange warten brauchten um zu erfahren, wie es nun weiter gehen würde.
So ganz zufrieden war ich mit dieser Fortsetzung allerdings nicht, denn für meinen Geschmack ist viel zu wenig passiert. Tatsächlich weiß ich jetzt eigentlich gar nicht, was ich da auf über 500 Seiten gelesen habe …

Der Beginn war ähnlich, wie ich es mir schon gedacht hatte. Lia und Rafe wurden gefangen genommen – klar. Womit ich nicht gerechnet hatte, das war, was danach kam, denn für Gefangene konnten sich beide im Laufe der Geschichte doch ziemlich ungeniert in Venda bewegen. Das hat mir nicht so richtig zugesagt, denn ich fand es ziemlich unglaubwürdig, auch wenn Rafe sich als Botschafter des Prinzen von Dalbreck ausgegeben hat. Mir ging das eindeutig zu schnell, woher das Vertrauen kam, konnte ich nicht nachvollziehen. Mit Lia war es ähnlich. Sie wird von den Stämmen Vendas vom ersten Moment an verehrt und es scheint etwas mit der Prophezeiung zu tun zu haben, wie sich im Laufe der Geschichte zeigt. Ich fand es zwar sehr spannend, dass sich endlich ein wenig mehr um diese Prophezeiung drehte, die bestimmt etwas mit den titelgebenden ‚Chroniken der Verbliebenen‘ zu tun hatte, aber trotzdem konnte ich nicht so wirklich durchschauen, wie nun überhaupt alles zusammen hängt. Das fand ich ein wenig unbefriedigend.

Überrascht war ich auch von der Offenbarung um Kadens Herkunft und Vergangenheit. Die Idee an sich finde ich zwar großartig, aber sie an dieser Stelle im Buch anzubringen, ohne dass es zuvor Anhaltspunkte dazu gab – immerhin war dies vorher ebenfalls schon Thema gewesen – fand ich dann doch ein wenig zu gewollt und auch nicht mehr so wirklich glaubhaft. Ein wenig schade, das hätte man meiner Meinung nach doch eleganter lösen können.

Von der Geschichte her hat sich nicht allzu viel getan. Wir erfahren ein wenig was von der Vergangenheit Vendas und es gibt zahlreiche Anspielungen auf Zusammenhänge und Herkünfte, aber so recht befriedigend war dies alles für mich nicht. Man merkt diesem zweiten Band einfach an, dass es ein Mittelteil ist und irgendwie kein Anfang und kein Ende hat.

Obwohl ich die Lektüre schon genossen und gerne gelesen habe, empfand ich sie schon als zu lang. Ein paar Kürzungen hätten der Geschichte eher gut getan oder zumindest ein paar klarere Offenbarungen. So will ich nun zwar doch wissen, wie es mit Lia, Rafe und Kaden weiter gehen wird, aber so richtig gespannt bin ich nicht mehr, denn dafür habe ich zu wenig bekommen und das Gefühl, dass ich mit diesem Band, trotz der über 500 Seiten gar nicht so wirklich mit der Geschichte voran gekommen bin.

Fazit

Mit Das Herz des Verräters konnte Mary E. Pearson mich nicht mehr so begeistern, wie noch mit dem ersten Band. Für mich ist hier einfach zu wenig passiert, ich hatte das Gefühl, dass die Handlung kaum voran gekommen ist. Ich will zwar immer noch wissen, wie es mit Lia, Rafe und Kaden weiter geht, aber die Spannung ist doch etwas zum erliegen gekommen. Schade.

  • Cover
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 30.03.2017

Winzige Kritikpunkte, ansonsten absolut TOP!

Die Flut
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Etwas überraschend war es schon, dass Julia und Michael von einem Kollegen Michaels, den er jedoch kaum kannte, direkt eingeladen wurde mit ihm und seiner Frau Urlaub in deren Ferienhaus auf Amrum zu machen. ...

Etwas überraschend war es schon, dass Julia und Michael von einem Kollegen Michaels, den er jedoch kaum kannte, direkt eingeladen wurde mit ihm und seiner Frau Urlaub in deren Ferienhaus auf Amrum zu machen. Dennoch versuchen sich die beiden Pärchen zusammen zu raufen, doch schnell wird klar, dass zwischen Andreas und Martina etwas nicht zu stimmen scheint, wodurch auch Julia und Michael in Streit geraten. Total durcheinander wird ihr gemeinsamer Urlaub jedoch, als auf der Insel ein grausamer Mord verübt und Michael zum Tatverdächtigen wird …

Auf die Thriller von Arno Strobel freue ich mich eigentlich immer, aber nachdem mir dar letzte Roman „Das Dorf“ so gar nicht gefallen hatte, wollte ich auch „Die Flut“ erst einmal nicht lesen. Kurz vor Veröffentlichung seines neusten Romans habe ich „Die Flut“ jetzt aber doch zur Hand genommen und mich diesem Insel-Thriller hingegeben, in der Hoffnung, dass er mich wieder so begeistern kann, wie Strobels erste Thriller.

Der Roman wird hauptsächlich aus der Sicht der Protagonistin Julia erzählt. Eine weitere Perspektive ist die des Mörders. Von ihm erfahren wir auch direkt im Prolog bereits, dass es sich um eine hochintelligente, wenn auch total gestörte Persönlichkeit handelt, die sich dessen bewusst ist, dass sein Handeln von der Gesellschaft nicht akzeptiert wird und der gelernt hat sich entsprechend anzupassen.
So interessant wie dieser Prolog auch war, so fand ich auch, dass er eigentlich schon ein wenig zu viel verraten hat. Ich habe direkt von Anfang an auf versteckte Hinweise geachtet und nach einer Figur Ausschau gehalten, die sich einfach nur verstellt. Natürlich war das Absicht des Autors, dennoch hat es mir ein wenig Freude an der Geschichte genommen, weil ich ständig und immerzu alles hinterfragt habe und am Ende mit meiner Vermutung auch richtig lag. Hätte der Autor zu Beginn nicht so dick aufgetragen, dann wäre ich sicherlich eher überrascht gewesen.

Die Geschichte an sich ist allerdings schon spannend. Es gibt nur recht wenig agierende Personen in der Geschichte und demnach auch wenige potentielle Täter. Von daher war es auch für den Leser eine tolle Jagd und alles andere als langweilig. Wirklich gelungen fand ich den merkwürdigen Kommissar, den ich trotz seiner Geschichte, die dann irgendwann zum Vorschein kam, aber dennoch nicht so recht nachvollziehbar fand. Hier hätte ich mir vielleicht ein gaaaaanz klein wenig mehr Sympathien für diesen Mann gewünscht.

Generell waren aber alle Figuren recht interessant dargestellt und die meisten von ihnen haben vom Autor auch eine sehr interessante Persönlichkeit verpasst bekommen.

Ich denke, vor allem, weil ich so viele und so gerne Psychothriller lese, habe ich die Story irgendwann einfach durchschaut, obwohl das ganze Konstrukt doch ziemlich perfide erdacht war. Hier hat Arno Strobel auf jeden Fall eine wirklich gute Geschichte abgeliefert.

Fazit

Arno Stroblel konnte mich mit Die Flut trotz kleinerer Kritikpunkte wirklich begeistern! Ich habe diesen Roman mit großer Spannung verfolgt und wollte unbedingt wissen, wer nun der Täter ist. Dabei habe ich die toll herausgearbeiteten Figuren vielleicht etwas zu sehr unter die Lupe genommen und lag am Ende mit meiner Vermutung auch richtig. Das tat der Spannung aber keinen Abbruch, ein wirklich toller und spannender Thriller!

Veröffentlicht am 30.03.2017

Etwas schwächer als der erste Teil!

Perfect – Willst du die perfekte Welt?
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Celestine, die als fehlerhafteste Person des Landes bekannt, befindet sich immer noch auf der Flucht und die Gilde ist ihr dicht auf den Fersen. Zumindest ist sie mittlerweile nicht mehr alleine, denn ...

Celestine, die als fehlerhafteste Person des Landes bekannt, befindet sich immer noch auf der Flucht und die Gilde ist ihr dicht auf den Fersen. Zumindest ist sie mittlerweile nicht mehr alleine, denn Carrick ist nun bei ihr. Zusammen überlegen sie, wie sie der Gilde entkommen und Richter Crevan sogar stürzen könnten. Mit dem Beweis in Celestines Hand sollte dies sogar möglich sein …

Bereits der erste Band dieser ersten Jugendbuch-Dilogie von Bestsellerautorin Cecelia Ahern konnte mich unglaublich begeistern und ich war total gespannt, wie es weiter gehen würde.
Die Idee hinter dieser Geschichte, dass eine neue Institution sich um die moralischen Fehltritte unserer Gesellschaft kümmern soll, fand ich schon super spannend und ist irgendwie auch immer ein brandaktuelles Thema, denn wie oft wird nach Gerechtigkeit geschrien, wenn man ein gefälltes Rechtsurteil mal wieder als zu milde empfindet.

Der erste Band konnte mich noch mit so philosophischen Fragestellungen faszinieren, nach dem was richtig und was falsch ist und danach, wer so etwas beurteilen darf und ob dieser sich nicht ebenso fehlerhaft verhält, wenn er jemanden bestraft und damit Leid über diese Person bringt.
Im zweiten Band wird dieses Thema natürlich nicht ausgeblendet, aber nun geht es doch eher um die Geschichte an sich. Es geht generell actionreicher zu, es geht mehr um die Handlungen.

Celestine ist immer noch eine sehr sympathische Protagonistin und ich fand es sehr interessant auch weiterhin ihre Gedanken mitverfolgen zu können und damit auch nachzuvollziehen, aber durch ihre zeitweilige Unentschlossenheit hat sie mich auch hin und wieder mal genervt.
Dadurch gab es in der Handlung auch gar nicht mal allzu viele Überraschungen. Die Pläne waren allesamt vorherbestimmt oder zumindest klar ersichtlich. Zwar hat sich die Autorin einige Wendungen überlegt, die mich allerdings auch nicht wirklich überraschen konnten, weil sie an Stellen vorkamen, wo man sich einfach schon denken konnte, was zwischenzeitlich geschehen sein musste.

Schön fand ich hier die Überlegungen und Ausführungen zum Thema Perfektion. Cecelia Ahern beweist in ihren Büchern fast immer ein absolutes Händchen dafür, komplizierte Gedankengänge total einfach darzulegen und den Leser in eine bestimmte Richtung zu lenken. Das mag ich wirklich und diesen Gedanken gebe ich mich dann auch gerne hin. Hier haben mir auch besonders die kurzen Ausführungen zum Thema Frauen und ihr Bedürfnis perfekt zu sein, auch hinsichtlich ihrer Optik, gefallen.

Generell mag ich den Stil von Cecelia Ahern sehr. Lediglich die vielen Wiederholungen haben mich in diesem Band etwas genervt. Weniger wäre da auch okay gewesen, diese Ausführlichkeit hätte es meiner Meinung nach nicht gebraucht und das nicht nur, weil ich mich noch super an die Geschehnisse aus dem ersten Band erinnern konnte, sondern auch, weil das meiste einfach selbsterklärend war.

Fazit
Cecelia Ahern konnte mich mit Perfect – Willst du die perfekte Welt? nicht so bedingungslos begeistern wie noch der erste Teil. Die überraschende und total gut ausgeführte Thematik der Perfektion ist mir hier ein wenig auf der Strecke geblieben. Dennoch hat mir dieser Reihenabschluss wirklich gut gefallen!

Veröffentlicht am 30.03.2017

Diese Mischeung aus Fantasy und Mythologie konnte super unterhalten!

Götterfunke
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Als Jess mit ihren besten Freunden ins Sommercamp fährt, freut sie sich eigentlich auf eine spannende und unbeschwerte Zeit in der sie ihre Fechtkünste vertiefen und ihre Griechisch-Kenntnisse verbessern ...

Als Jess mit ihren besten Freunden ins Sommercamp fährt, freut sie sich eigentlich auf eine spannende und unbeschwerte Zeit in der sie ihre Fechtkünste vertiefen und ihre Griechisch-Kenntnisse verbessern möchte. Schon auf der Fahrt hat sie einen merkwürdigen Traum, in dem ein Junge vorkommt, den sie später im Camp tatsächlich real trifft. Damit aber nicht genug. Sie fühlt sich von diesem Jungen, Cayden, wie magisch angezogen und das auch noch, als ihr langsam dämmert, dass mit ihm etwas ganz und gar nicht zu stimmen scheint. Als sie sich auch noch mit ihrer besten Freundin wegen dieses Jungen verkracht scheint das Camp für sie ein Desaster zu werden…

Mit Götterfunke erscheint der erste Band einer neuen Jugendbuch-Reihe der Selfpublishing-Autorin Marah Woolf in einem Verlag! Ich war also gleich in mehrerlei Hinsicht sehr gespannt auf diese Geschichte! Zum einen wollte ich natürlich wissen, was Marah Woolf uns hier mit Hilfe des Dressler-Verlags abliefern würde und dann war ich natürlich auch total auf diese Geschichte gespannt, die mich vom ersten Augenblick an bereits angesprochen hat.

Bei GötterFunke handelt es sich um eine phantastische Geschichte für Jugendliche, die in unserer heutigen Zeit spielt, die allerdings viele fantastische Elemente beherbergt. So spielt die griechische Mythologie eine große Rolle, denn schließlich geht es um ihre Götter. Und um das Göttergeschlecht der Titanen. Allerdings wäre es ja kein Jugendbuch aus unserer Zeit, wenn es Götter wären, wie wir sie uns vorstellen. Hier hat die Autorin viel Fantasie und Einfallsreichtum besessen und bettet altbekannte Figuren aus alten überlieferten Geschichten der griechischen Mythologie in ein neues Setting: einem Jugendcamp!

Hört sich interessant an, oder? Ist es auch! Absolut! Ich war von den ersten Seiten an gefesselt. Die Geschichte beginnt mit einem Unfall, bei dem es einige mysteriöse Vorfälle gibt, die man aber zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig zuordnen kann. Und dann geht es erst einmal ins Jugendcamp, das auf dem ersten Blick stinknormal wirkt. Ein Sommercamp mit tollen Angeboten, hübschen Jungs, Betreuern, zickige Mädchen – alles was dazu gehört. Zumindest bis man erfährt, wer sich da tatsächlich zwischen die Jugendlichen und Betreuer gemischt hat.

Um das Chaos perfekt zu machen, mischen die Götter die Menschen nicht nur aus Spaß auf, sondern haben eine Aufgabe zu erfüllen. Genauer gesagt ist es Prometheus, der die Aufgabe hat ein Mädchen ernsthaft und mit allen Mitteln zu umwerben, ohne dass diese sich ihm tatsächlich hingibt. Eine unmögliche Aufgabe für ihn, denn als Gott liegt ihm jedes Mädel zu Füßen. Das wird allerdings zum Problem, wenn er sich selbst tatsächlich und ernsthaft verlieben würde …

Natürlich geht es nicht nur um Liebe und Verliebtheit und läppische Wetten. Die Geschichte der Götter ist nämlich noch lange nicht zu Ende erzählt und so wie es aussieht, will zumindest einer Rache an den Göttern nehmen und nebenbei auch noch das gesamte Menschengeschlecht auslöschen.

Es klingt nicht nur spannend, diese Geschichte ist auch wirklich sehr spannend! Marah Woolf hat hier interessante Figuren entworfen. Allen voran unsere Protagonistin Jess aus deren Sicht wir die Geschichte auch miterleben dürfen. Die Götter und Titanen sind ebenfalls sehr gut gelungen und gliedern sich zum einen gut in die Welt ein, haben zum anderen aber allesamt auch typische und unverkennbare Züge. Die Mischung ist hier wirklich gelungen.

Leider, leider müssen wir jetzt noch einige Zeit bis zum Herbst auf den zweiten Band der Reihe warten. Das ist eigentlich auch schon mein einziger Kritikpunkt. Ansonsten habe ich dieses Buch wirklich sehr genossen und war begeistert. Nur dieser böse, böse Cliffhanger …

Fazit

Marah Woolf konnte mich mit Götterfunke 1: Liebe mich nicht absolut begeistern! Die Verflechtung aus unserer Welt mit der griechischen Mythologie und deren Sagengestalten ist total gelungen und hat einfach nur Spaß gemacht! Mein größter Kritikpunkt ist der Cliffhanger am Schluss! Ich will den nächsten Band!!!