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Lin8208

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.04.2025

Geschichte mit Tiefgang

Great Big Beautiful Life
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Von der Leseprobe war ich überzeugt, vom Verlauf der Geschichte teils etwas enttäuscht, vom Ende bin ich überwältigt. Aber fangen wir vorne an. Schon nach wenigen Kapiteln war für mich klar, dass sowohl ...

Von der Leseprobe war ich überzeugt, vom Verlauf der Geschichte teils etwas enttäuscht, vom Ende bin ich überwältigt. Aber fangen wir vorne an. Schon nach wenigen Kapiteln war für mich klar, dass sowohl Setting, Charaktere als auch der Aufbau des Buchs durch und durch stimmig sind. Das ist für mich Kriterium Nummer eins für ein gelungenes Buch. Im Verlauf der Geschichte wurde zudem deutlich, dass die Autorin es erfolgreich schafft, Emotionen zu übermitteln. In einem Buch werden zwei Geschichten erzählt - was sage ich - eigentlich deutlich mehr als zwei. Man folgt zwei Strängen, der Gegenwart und der Vergangenheit. Dabei findet man sich so sehr in die Erzählung ein, dass man meinen könnte, man sei ein Bestandteil von dieser. Die Spannung nimmt im Verlaufe mal zu, mal ab. Und ich muss zugeben, dass ich mir zwischenzeitlich nicht sicher war, ob das Ende einen höheren Zweck hat als den, welchen man zu Beginn ziemlich schnell herauskristallieren kann. So kommt es, dass die ungelesenen Seiten weniger und weniger werden. Dabei ändert sich inhaltlich jedoch mehr und mehr, und dabei kam mein Herz fast nicht hinterher. Ganz ohne zu Spoilern kann ich sagen, "Great big beautiful life" ist eine Liebesgeschichte, die es Wert ist, gelesen zu werden. Fühlt was die Charaktere fühlen und lasst euch ein Stückchen heilen.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Überzeugt!

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
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Der Schreibstil ist äußerst angenehm, was für Bücher dieser Art essenziell wichtig für mich ist, damit die Gedanken nicht abschweifen, sondern inhaltlich vollends ergriffen sind. Der Aufbau des Buchs gefällt ...

Der Schreibstil ist äußerst angenehm, was für Bücher dieser Art essenziell wichtig für mich ist, damit die Gedanken nicht abschweifen, sondern inhaltlich vollends ergriffen sind. Der Aufbau des Buchs gefällt mir zudem ebenfalls sehr gut. Die einzelnen Kapitel sind untergliedert, mit Definitionen geschmückt und mit Zitaten belegt. Inhaltlich kann man ebenso nicht klagen. Anhand von Beispielen, typischen Verhaltensmustern etc. wird jede Situation genau dargelegt und Verbesserungsoptionen aufgezeigt. Dabei sind nicht nur die Tipps zur Gesprächsführung relevant, es werden auch grundlegende Informationen angeführt, damit man auch die Hindergründe für bestimmte Verhaltensweisen zu verstehen lernt. Wie lernen Kinder? Wann und wie lange können sie aufmerksam sein? Was bedeutet Mut? Das sind Fragen, die man sich definitiv stellen sollte, aber eben auch "wie würde ich selbst in einer ähnlichen Situation reagieren?". Das Buch dient in gewisser Weise auch der Selbstreflexion. Im Gesamten gibt es einen tollen Überblick über Sprache, aber auch über das Verhalten, bzw. die Beziehung zwischen Eltern und Kind.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Die helfende Hand...

Unbedingt lesen, wenn ...
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Das Buch ist klar und strukturiert aufgebaut, was mir persönlich sehr zusagt. Jedes Kapitel beginnt mit „Mein Brief an dich“, in dem die Autorin das jeweilige Thema direkt anspricht. Sie schildert einfühlsam ...

Das Buch ist klar und strukturiert aufgebaut, was mir persönlich sehr zusagt. Jedes Kapitel beginnt mit „Mein Brief an dich“, in dem die Autorin das jeweilige Thema direkt anspricht. Sie schildert einfühlsam Probleme und Szenarien, sodass man das Gefühl bekommt, sie würde direkt vor einem sitzen und mit einem sprechen.
Im Anschluss folgt das Toolkit, das verschiedene Herangehensweisen aufzeigt, um mit den jeweiligen Situationen umzugehen. Dabei werden erste Impulse bereits im Brief angerissen und später ausführlicher behandelt – für meinen Geschmack manchmal etwas knapp. Den Abschluss eines Kapitels bilden eine kompakte Zusammenfassung sowie ein Zitat, das die Thematik auf den Punkt bringt und zugleich Mut schenkt. Die Zusammenfassung mag auf den ersten Blick nicht nötig erscheinen, da die Kapitel nicht allzu lang sind, doch zum Nachschlagen ist sie äußerst hilfreich.
Besonders berührt hat mich die persönliche Ansprache in den Briefen. Hierbei bekommt man die Chance eigene Erfahrungen wiederzufinden. Man wird erstmal mit einer unangenehmen Situation konfrontiert, fühlt sich zugleich aber auch verstanden. Der Schreibstil selbst ist angenehm und vermittelt genau die Art von Zuwendung, die Selbstzweifel oder Trauer entgegenwirkt.
Das Buch wirkt insgesamt sehr stimmig. Einzelne Kapitel, die für mich weniger relevant waren, habe ich übersprungen, was dank der klaren Struktur problemlos möglich ist. Wer gezielt Rat in kurzen, prägnanten Kapiteln sucht, wird hier fündig. Wer jedoch eine ausführlichere, erzählerische Auseinandersetzung mit den Themen erwartet, wird möglicherweise nicht ganz auf seine Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 13.02.2025

Beeindruckend

Das Leben ist ungerecht
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Miriam Holler ist eine beeindruckende Frau. Das meinte mein Papa zu mir, als ich ihm erzählt habe, ich möchte "Das Leben ist ungerecht" lesen. Und damit hat er Recht behalten. Nicht nur die Frau ist zutiefst ...

Miriam Holler ist eine beeindruckende Frau. Das meinte mein Papa zu mir, als ich ihm erzählt habe, ich möchte "Das Leben ist ungerecht" lesen. Und damit hat er Recht behalten. Nicht nur die Frau ist zutiefst eindrucksvoll, sondern auch ihre Geschichte, wie sie damit umgegangen ist und was sie uns Lesern mit auf den Weg geben möchte. Von Anfang an stellt sie klar, dass dies weder Autobiografie noch wissenschaftlich belegte Literatur ist. Es geht viel mehr darum, sie auf ihrem Weg zu begleiten, daraus zu lernen und zu verstehen. Letzteres ist dabei ganz wichtig. Man soll sich selbst verstehen lernen. Vielleicht denkt man im ersten Moment, dass man sich selbst ja wohl am Besten kennt, einen nichts aus der Bahn werfen kann, man viel Zeit hat. Doch das Leben spielt nach seinen eigenen Regeln und plötzlich ist nichts mehr wie es vorher war. In "Das Leben ist Ungerecht - Und das ist auch gut so" fängt man an zu grübeln, Verhaltensmuster zu erkennen, die auf einen selbst zutreffen, einem wird der Spiegel vorgehalten und man konfrontiert sich sich selbst auf leichte Weise mit Miriams Erfahrungen und früheren Ansichten. Inhaltlich punktet dieses Buch bei mir auf allen Ebenen.
Der Schreibstil ist ebenfalls sehr angenehm und lässt mich direkt in Miriam einfühlen. Ich würde diesen als warm und menschennah beschreiben. Sie könnte auch direkt neben einem sitzen und von sich erzählen, während man liest. Miriam erzählt Teile ihrer Vergangenheit und switscht in jenen Kapiteln immer zwischen der gemachten Erfahrung, neuen Feststellungen und Erkenntnissen, die sie zu dieser Zeit erlangt hat. Mittels eines roten Fadens lotst sie uns 13 Etappen bis ans Ende des Buchs, jedes Kapitel auf seine eigene Weise spannend und nahbar. Wer eine starke Frau sucht, die kurz zerbrochen war, und sich wieder hochgekämpft hat, sollte zu diesem Buch greifen und sich in ihr vielleicht selbst irgendwo wiederfinden und inspirieren lassen. 

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Veröffentlicht am 22.11.2024

Schöne Idee - Ist die Umsetzung gelungen?

Dynasty of Hunters, Band 1: Von dir verraten (Atemberaubende, actionreiche New-Adult-Romantasy)
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Den Charakteren hat mir zu Beginn die nötige Tiefe und Vielschichtigkeit gefehlt, sodass ich mir diese kaum als wirkliche Personen vorstellen konnte. So waren die Nebencharaktere erst sehr oberflächlich ...

Den Charakteren hat mir zu Beginn die nötige Tiefe und Vielschichtigkeit gefehlt, sodass ich mir diese kaum als wirkliche Personen vorstellen konnte. So waren die Nebencharaktere erst sehr oberflächlich und hatten kaum wiederekennungswert. Nur Laelia konnte im Ansatz anständig charakterisiert werden. Die Grundidee der Geschichte gefällt mir hingegen von Anfang an sehr gut, eine Gesellschaft, die in einem System gefangen ist, bei dem junge Menschen Jagdspiele antreten müssen. Durch Kontraste, wie arm vs. reich, Bürgerliche vs. Adel, und Jäger vs. Gejagter, wird Spannung erzeugt. Laelias Los, eine Gejagte zu sein, scheint das Schicksal zu besiegeln, dass ihre große Liebe sie jagen müsse. Grenzen verschwimmen und neue Chancen eröffnen sich. Vor allem Laelia, die ihren bürgerlichen Mitstreitern zuerst misstrauisch gegenübersteht, beginnt sich zu öffenen und sich auf die anderen einzulassen. Gleichzeitig erfährt sie von einem großen Verrat, der sie ihr ganzes Leben anzweifeln lässt. Gemeinsam versucht sie mit ihren Verbündeten die Zukunft zu ändern, um alle Menschen gleichermaßen zu retten, egal ob Adel öder Bürgerlicher, und Gleichheit zu schaffen. 
Die Jagdspiele zeigen die wahren Seiten der Spieler und verstärken die Entschlossenheit und den Ehrgeiz von Laelia und ihrer Truppe, die aktulle Gesellschaft, in der sie gerade leben, zum Wandel anzuregen.
Der Schreibstil zeigt sich als äußerst angenehm, sodass mir das Buch mit einer sehr interessanten thematischen Idee zugesprochen hat. Ein Buch, um Liebe und Freundschaft, um Verrat und Treue und einem Wettstreit ohne ersichtliches Ende. Ob ich Band 2 jedoch unbedingt brauche (auch wenn der erste mit einem Cliffhanger endet) weiß ich zum jetzigen Standpunkt noch nicht.

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