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Veröffentlicht am 09.04.2020

Große Idee, kleine Schwächen in der Umsetzung

Ezlyn. Im Zeichen der Seherin
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Inhalt
In dem Buch "Ezlyn" geht es um eine gleichnamige Todesseherin, die durch die Berührung der Hände einer Person deren Tod vorhersagen kann.

Durch diese Gabe ist Ezlyn dazu bestimmt, am Hof eines ...

Inhalt


In dem Buch "Ezlyn" geht es um eine gleichnamige Todesseherin, die durch die Berührung der Hände einer Person deren Tod vorhersagen kann.

Durch diese Gabe ist Ezlyn dazu bestimmt, am Hof eines reichen Lords zu dienen, um ihn, seinen Sohn und seine Bediensteten zu beschützen.

Am Hof trifft sie auch auf Dorian, einen Schattenkrieger, der ihr laut ihrer Vorhersage das Leben nehmen soll. Und obwohl sie ihn fürchten sollte, ist sie fasziniert von seiner geheimnisvollen Art.

Im Laufe der Story erkennt Ezlyn, was es wirklich mit ihrer besonderen Gabe und den Angriffen der Rebellen auf sich hat, sodass ihre Welt ziemlich ins Wanken gerät und sie sich entscheiden muss, wofür sie kämpfen will.



Meinung


Noch während ich das Buch gelesen habe, war ich irgendwie unschlüssig, was genau ich davon halten sollte. Aber ich fange mal von vorne an.



Das Buchcover zeigt Ezlyn, die Hauptfigur. Durch die Farben und Muster wirkt es geheimnisvoll und hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.

Ebenfalls ist ein Auge abgebildet. Es ist das Symbol der Seherinnen und wird auch im Laufe der Geschichte hin und wieder einmal aufgegriffen.



Nun zum Inhalt selbst...

Der Beginn des Buches war wirklich vielversprechend. Man lernt Ezlyn als "Schülerin" kennen, die auf ihr künftiges Leben am Hofe eines Lordes vorbereitet wird. Dabei wird auch erwähnt, dass sie heimlich das Kämpfen trainiert, um sich gegen den Schattenkrieger zu verteidigen, der sie umzubringen versuchen wird. An dieser Stelle wirkte es, als hätte Ezlyn einen einstarken Charakter und und wäre jederzeit bereit, gegen ihr Schicksal zu kämpfen.

Und ich muss auch sagen, rein von der Handlung her hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Es war spannend, es gab viele Wendungen in der Geschichte, die mich überrascht, schockiert und verzaubert haben. Es wurde nie langweilig und die Welt, in der Ezlyn lebt, hat mich ganz in ihren Bann gezogen, sodass ich das Buch kaum weglegen konnte, wenn ich es erstmal in der Hand hatte.

Aber an vielen Stellen fehlte mir einfach die Tiefgründigkeit.

An vielen Stellen wurden Ezlyns Gefühle nur leicht oder fast gar nicht beschrieben, sodass es etwas schwerfiel, ihre Gedanken zu verstehen. Und die im Klappentext so groß angekündigte Lovestory entstand erst im letzten Viertel des Buches so richtig und kam ein bisschen plötzlich. Natürlich waren hier und da ein paar Andeutungen, aber am Ende ging es dann viel zu schnell ich hätte mir im Voraus deutlich mehr Einblicke in Ezlyns Gefühlswelt gewünscht.

Zudem kam Ezlyn entgegen meiner Erwartungen eher naiv und gutgläubig rüber. An vielen Stellen im Buch wirkte es, als handle sie einfach aus dem Bauch heraus und schaffte sich dadurch Probleme, die sie sich hätte sparen können.

Auch auf die Hintergründe bezogen blieben viele Fragen offen. Man lernt zwar den Kaiser kennen, der irgendwie das Land regiert. Und natürlich die Lords. Aber das war es dann auch schon. Es werden noch andere Städte und Orte erwähnt, aber gerade für das Ende des Buches wäre es wichtig gewesen, das Regierungssystem oder allgemein die Lebensweise zu erklären. Auch zu den Schattenkriegern, Schicksalssehern und Feuervögeln erfährt man zwar, dass es sie gibt, aber das war es dann auch schon.



Allgemeinvom Schreibstil der Autorin bin ich sehr angetan. Die Sätze sind weder zu lang noch zu kurz und man kann der Geschichte locker folgen. Auch die Strukturierung der Kapitel fand ich genau richtig. Sie waren jeweils lang genug, um ausreichend erzählen zu können und kurz genug, um immer wieder "nur noch ein Kapitel" lesen zu wollen.



Fazit


Ich finde es wirklich schade, dass viele Stellen so oberflächlich gehalten wurden. Natürlich muss das Buch keine Tausend Seiten an Erklärungen haben, aber ein paar mehr Hintergrundinformationen hätten nicht geschadet.

Was die Spannung und die Idee betrifft, würde ich das Buch trotzdem weiterempfehlen. Klar, ich habe vieles kritisiert, aber die unerwarteten Wendungen, die die Geschichte hatte, haben sehr viel Spannung aufgebaut. Das Buch hat also ein großes Potenzial und ich hoffe, dass es eine Fortsetzung geben wird, in der mehr erklärt wird.

Deshalb bekommt "Ezlyn" von mir 3 von 5 Sternen

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.02.2020

Leider eine Enttäuschung

Spiel der Ehre (Die Schatten von Valoria 2)
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Inhalt
Kestrel ist mit dem Prinzen Valorias verlobt und soll die künftige Imperatrix werden. Damit ist es ihr natürlich nicht möglich, weiterhin mit Arin zusammen zu sein. Was dieser jedoch nicht weiß: ...

Inhalt


Kestrel ist mit dem Prinzen Valorias verlobt und soll die künftige Imperatrix werden. Damit ist es ihr natürlich nicht möglich, weiterhin mit Arin zusammen zu sein. Was dieser jedoch nicht weiß: Kestrel ist die Verlobung nur eingegangen, um ihn zu beschützen.
Unterdessen verstrickt sich Kestrel am königlichen Hof immer weiter in Verschwörungen und versucht, hinter die Geheimnisse des Königreiches zu kommen.

Meinung


Nachdem mir "Spiel der Macht" ganz gut gefallen hatte und auch das Ende spannend war, hatte ich mich sehr auf den zweiten Teil gefreut.
Anfangs hat mir die Geschichte auch gut gefallen, vor allem der Schreibstil ist flüssig lesbar und man kommt gut durch das Buch.

Ab einem gewissen Punkt hatte ich aber das Gefühl, dass rein gar nichts in diesem Buch passiert. Die Handlung trat irgendwie auf der Stelle, die Charaktere entwickelten sich kaum, und manche Handlungsstränge machten gar keinen Sinn. Z.B. Jess, Kestrels Freundin, die plötzlich abhaut und nicht mehr mit Kestrel spricht, weil sie ihre Kette zerstört hat.
Oder als Arin und Roshar ewig mit einem Boot fahren, bei der Ankunft von einem Tiger angegriffen werden, sein Junges nehmen und dann zurückfahren... Immer wieder werden so viele Seiten für irrelevante Inhalte verbraucht.

Das ganze Buch über kam wirklich nur selten Spannung auf. Ein paar gute Szenen gab es natürlich, aber ich fand es sehr schade, dass das Potenzial des Buches nicht ansatzweise ausgenutzt wurde.

Fazit


Von der Handlung her fand ich das Buch größtenteils schlichtweg langweilig. Zum Ende hin hab ich auch Teil überflogen und hatte nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben.
Ich gebe dem Buch trotzdem noch 2 Sterne, denn der Schreibstil gefällt mir wirklich gut und auch die Charaktere und die Handlungsorte hätten ein großes Potential gehabt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.01.2020

Ein Liebesoman mit großem Unterhaltungswert

Mister Romance
3

Inhalt
Max Riley ist Mister Romance - der Mann, dem die Frauen New Yorks zu Füßen liegen. Ob erfolgreicher CEO oder Bad Boy mit einem Herz aus Gold: Wenn der Preis stimmt, lässt er für seine Klientinnen ...

Inhalt


Max Riley ist Mister Romance - der Mann, dem die Frauen New Yorks zu Füßen liegen. Ob erfolgreicher CEO oder Bad Boy mit einem Herz aus Gold: Wenn der Preis stimmt, lässt er für seine Klientinnen jeden Wunsch in Erfüllung gehen - fast jeden. Denn Sex ist strikt ausgeschlossen. Genauso wie Fragen zu seiner Person, denn seine wahre Identität hält er streng geheim. Journalistin Eden Tate will hinter sein Geheimnis kommen und lässt sich auf ein gefährliches Spiel ein: drei Dates. Hat sie sich danach nicht in Max verliebt, gibt er ihr das ersehnte Interview, das ihren Job retten könnte. Wenn doch, ist ihre Karriere für immer vorbei ...

Meinung


Zuerst muss ich zugeben, dass ich eigentlich nicht allzuviele Bücher lese, in denen es vordergründig um Liebe geht, da ich oft das Gefühl habe, "dass sie eh alle gleich sind". Trotzdem versuche ich, möglichst vielen Büchern eine Chance zu geben. Und im Falle "Mister Romance" habe ich es nicht bereut.

Schon zu Beginn des Romans lernen wir Eden, die Hauptfigur, recht gut kennen. Sie ist in jeder Hinsicht ziemlich direkt und spricht offen über ihre Wünsche und Sorgen. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch und habe mich sofort in den lustig-lockeren Schreibstil der Autorin verliebt.
Dieser war auch einer der Gründe, weshalb ich das Buch unbedingt lesen wollte, obwohl es eigentlich nicht ganz mein Genre ist.

Ein weiterer Grund war die Idee, die Leisa Rayven in dem Buch umgesetzt hat. Obwohl die meisten Liebesromane letztendlich dann doch sehr ähnlich enden, war es spannend, die vielen verschiedenen Rollen kennenzulernen, die Mister Romance dargestellt hat. Genau wie bei Eden war auch bei mir oft die Frage, was davon nun der echte Max Riley ist und was davon nur Schauspiel ist.
Anders als Eden konnte ich mich aber auf die Rollen einlassen und habe die gespielten Charaktere akzeptiert. Eden hat mich dann immer ein bisschen aus der Handlung gerissen, wenn sie zwischendurch in Gedanken daran gezweifelt hat, dass er eine andere Person ist. Er war zwar auch keine andere Person, aber eben ein anderer Charakter. Das hat Eden ein kleines bisschen kaputtgemacht.

Durch diese "gespielten" Dates und die vielen Regeln, die das ganze erschwert haben, hatte ich lange Zeit das Gefühl, dass die Autorin nun doch mal etwas völlig Anderes geschaffen hat. Das hat sich zum Ende hin jedoch gewendet und es wandelte sich leider doch noch in eine "Standard"-Liebesgeschichte. Das fand ich persönlich etwas schade.
Die spannenden Nebenhandlungen konnten da zum Glück noch was rausholen und es wurde der wunderbare Schreibstil beibehalten, sodass die Seiten wie im Flug vergingen.

Fazit


Eigentlich ist dieses Genre recht neu für mich, aber das Buch hat mich positiv überrascht. Vor allem hatte ich das Gefühl, dass Leisa Rayven sich etwas sehr Kreatives ausgedacht hat und nicht die typischen Figuren verwendet.
Am besten fand ich den witzigen und direkten Schreibstil, mit dem das Buch wirklich nie langweilig wurde.

  • Atmosphäre
  • Gefühl
  • Cover
  • Charaktere
  • Handlung
Veröffentlicht am 26.11.2019

Eine etwas andere Weihnachtsgeschichte

Ein Geschenk von Bob
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Inhalt
In dem Buch "Ein Geschenk von Bob" berichtet der Straßenmusiker und Zeitungsverkäufer James Bowen von seinem Leben mit dem Kater Bob zur Weihnachtszeit.
Diese ist besonders schwierig zu bewältigen, ...

Inhalt


In dem Buch "Ein Geschenk von Bob" berichtet der Straßenmusiker und Zeitungsverkäufer James Bowen von seinem Leben mit dem Kater Bob zur Weihnachtszeit.
Diese ist besonders schwierig zu bewältigen, wenn man seinen Lebensunterhalt auf der Straße verdient. Und im Jahr 2010, in dem die Erzählung spielt, kommen noch erschwerte Bedingungen aufgrund des kalten Wetters hinzu.

Meinung


Auch in diesem Teil der Bob-Reihe nimmt James Bowen den Leser mit in sein Leben und gibt viele persönliche Einblicke in seinen Alltag.Diesmal liegt hierbei der Fokus auf den Tagen rund um Weihnachten.

Dabei ist der Text eine Mischung aus verschiedenen Zeiten. Es ist ein Rückblich auf das Jahr 2010, in dem immer wieder Bezug auf die Vergangenheit und die Zeit vor Bob genommen wird. Hier und da finden sich auch Anspielungen auf die ersten Erlebnisse, die die beiden gemeinsam hatten, nachzulesen in dem Buch "Bob der Streuner".

Durch die vielen Rückblicke auf die Zeit, in der James noch drogenabhängig war und auf der Straße lebte, erhält man einen einmaligen Blick in das Leben obdachloser Menschen und die harte Winterzeit, die man auch ohne Dach über dem Kopf überstehen muss.

Interessant war auch die Entwicklung, die James mit der Zeit gemacht hat. Er hat es geschafft, von den Drogen wegzukommen und hat eine eigene Wohnung. Und zusammen mit seinem roten Kater wird das Weihnachtsfest 2010 endlich eines, das er genießen kann und an das er sich wahrscheinlich noch lange erinnern wird.

Fazit


Auch der dritte Teil über das Leben des Straßenmusikers und seinem Kater ist sehr zu empfehlen. Die Einblicke in das Leben der Menschen auf der Straße öffnen einem die Augen und regen zum Nachdenken an.

Veröffentlicht am 09.11.2019

Etwas schwächer als der erste Teil

Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit
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Inhalt

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund ...

Inhalt

Drei Tage ist es her, seit die Ken mithilfe der ferngesteuerten Ferox-Soldaten unzählige Altruan umgebracht haben. Drei Tage, seit Tris’ Eltern starben. Drei Tage, seit sie selbst ihren Freund Will erschossen hat – und aus Scham und Entsetzen darüber schweigt. Mit den überlebenden Altruan haben Tris und Tobias sich zu den Amite geflüchtet – doch dort sind sie nicht sicher, denn der Krieg zwischen den Fraktionen hat gerade erst begonnen. Wieder einmal muss Tris bestimmen, wo sie hingehört – selbst wenn es bedeutet, sich gegen die zu stellen, die sie am meisten liebt …



Meinung

Obwohl die Handlung gleich an den ersten Teil anschließt und ich die Bücher direkt hintereinander gelesen habe, konnte ich mich zunächst irgendwie nicht so gut in die Geschichte hineinfinden. Ich weiß nicht, ob es am Schreibstil oder am Inhalt lag, es fiel mir einfach etwas schwer am Anfang. Das legte sich jedoch nach einer Weile wieder und ich konnte der Handlung gut folgen.

Ebenso wie im ersten Band war die Handlung der Geschichte (meistens) spannend und es gab viele unerwartete Wendungen. Vor allem bei den Charakteren und ihren Entscheidungen erlebt man die eine oder andere Überraschung. Zwischendurch, vor allem am Anfang, zog Sich die Handlung jedoch etwas lange hin.

Auf die Stadt von "Die Bestimmung" bezogen hat sich die Autorin wieder vieles einfallen lassen und trotzdem eine glaubwürdige Welt erschaffen. Das Buch spielt dieses mal weniger im Hauptquartier der Ferox sondern auch in anderen Stadtgebieten. Zwischendurch fand ich es persönlich etwas schwierig, mich mit den vielen schauplätzen zurechtzufinden.

Die meisten Charaktere waren schon aus dem ersten Teil bekannt und man lernt viele von ihnen nun besser kennen. Es kommen aber auch einige neue Personen dazu, zum Beispiel die totgeglaubte Mutter von Four, aber an dieser Stelle möchte ich natürlich nicht zu viel verraten



Fazit

Mit "Tödliche Wahrheit" hat Veronica Roth eine gute Fortsetzung zum ersten Teil geschrieben und es gab einige unerwartete Wendungen, allerdings kommt das Buch meiner Meinung nach nicht ganz an den ersten Teil heran. Trotzdem würde ich es weiterempfehlen, weil mich das Thema und die Figuren wirklich begeistern.