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Lissanna

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2017

Satz mit x - das war wohl nix

For 100 Days - Täuschung
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Klappentext:
Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan - die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt ...

Klappentext:
Drei Monate Housesitting in einem Luxus-Apartment in Manhattan - die Künstlerin Avery Ross kann ihr Glück kaum fassen, schlägt sie sich doch gerade so mit ihrem Kellnerjob durch. Avery betritt eine Welt der Dekadenz, die ihr den Atem raubt - die Welt von Dominic Baine: reich, arrogant und absolut unwiderstehlich. Der Milliardär, der das Penthouse im selben Gebäude bewohnt, erweckt ungeahnte geheime Sehnsüchte in ihr. Doch die Schatten ihrer Vergangenheit drohen Avery schon bald einzuholen und jegliche Hoffnung auf eine Zukunft mit Nick zu zerstören ...
Schreibstil und Charaktere:
Der Schreibstil präsentiert sich, wie von Lara Adrian gewohnt, sehr flüssig und angenehm zu lesen. Man taucht direkt in die Geschichte ein, auch wenn der Präsens als Erzählzeit für mich immer ein wenig ungewohnt und irritierend ist. Sehr gut hingegen finde ich, dass die Geschichte aus der Ich-Perspektive erzählt wird und nicht wie es häufiger der Fall ist zwischen mehreren Personen wechselt. So erhält man zwar nur Einblick in die Gedankenwelt von Avery, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch. Leider war es das aber auch schon fast an Lob, was ich für das Buch finden kann. Die Charaktere sind mir leider zu klischeebehaftet geraten. Avery, deren interessanteste Eigenschaft ihr großes Geheimnis zu sein scheint, gibt sich zwar den Anschein tough zu sein, verfällt aber bei der erst besten Gelegenheit in den „Schmacht und ich werde alles für dich tun Nick“ Modus, schrecklich. Sie gibt ihre Arbeit und ihre Ideale auf, um mit einem Mann eine zunächst rein auf Sex basierende „Beziehung“ einzugehen. Dieser Mann, Nick, ist für mich bereits nach kurzer Zeit auf der Liste der Arschlöcher in Büchern ganz weit nach oben geklettert, allein für die Aussage, er nehme sich einfach was er wolle, hätte ich in das Buch hineinspringen mögen und ihn ohrfeigen wollen. Übertroffen wird er darin nur in Arverys Arbeitgeber, weshalb es sich im Nachhinein als ganz gut herausstellt, dass sie gekündigt hat. Trotzdem hätte man hier aus den Protagonisten und ihren Geheimnissen deutlich mehr herausholen können, den Ansatz bieten sie auf jeden Fall.
Story:
Mit der Story sieht es leider ganz ähnlich aus, diese beginnt zunächst vielversprechend, entwickelt sich jedoch schnell zu einem „wir bespringen uns wie die Karnickel, wann und wo es möglich ist“, dabei werden dann auch munter fröhlich S&M Anklänge eingebaut, welche leider so gar nicht hineinpassen und aufgezwungen wirken. Wo die Story, was dies betrifft, voranprescht, tut sich leider mit der eigentlichen Erzählung zunächst wenig, erst gegen Ende kommen einige interessantere Handlungselemente zum Vorschein. Es wird zwar immer wieder von dem großen Geheimnis Averys gesprochen, so richtige Spannung mag aber nicht aufkommen, es interessiert schlicht nicht was ihr Geheimnis ist. Da es sich um den ersten Teil einer Reihe handelt endet das Buch offen und lässt hoffen, dass die folgenden Teile ein wenig mehr Substanz aufweisen.
Meine Meinung:
Leider wirkt das Buch für mich wie ein Zusammenschnitt aus verschiedenen sehr populären anderen Büchern und den aktuell äußerst beliebten Genres bzw. Themen. Die Charaktere waren für mich unsympathisch und vor allem Averys Verhalten für mich absolut nicht nachvollziehbar. Das Motiv der „damsel in distress“ drängt sich immer wieder auf und zwar mit dem Holzhammer, bei den bereits zuvor erwähnten S&M Einflechtungen wirkt es, als wären diese nur da, weil sie halt aktuell in jedem zweiten Buch verwurstet werden und kürzt man einmal sämtliche Sexszenen heraus, bleiben vielleicht noch traurige 100 Seiten Buch übrig, welche auch eher weniger Handlung aufweisen. Ich hatte mir wirklich sehr viel erhofft von diesem Buch, da Lara Adrian bisher zu meinen Lieblingsautor/innen gehört und ich ja weiß, dass sie es besser und vor allem einfallsreicher kann. Hier jedoch weiß ich nicht so recht was ich davon halten soll. Ob ich der Serie noch eine Chance gebe, werde ich wohl mit Erscheinen des zweiten Bandes entscheiden müssen, bisher jedoch sieht es eher düster aus.

Veröffentlicht am 22.04.2017

Erschreckend, Gefühlvoll

Crushed - Zersprungene Gefühle
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Klappentext:
Haven Dedrick hat Schreckliches hinter sich. Alles, was sie sich jetzt wünscht, ist, ein normales Leben zu führen - ohne Schmerz und ohne Leid. Doch als sie auf Crisis, der Bassisten der Band ...

Klappentext:
Haven Dedrick hat Schreckliches hinter sich. Alles, was sie sich jetzt wünscht, ist, ein normales Leben zu führen - ohne Schmerz und ohne Leid. Doch als sie auf Crisis, der Bassisten der Band "Tear Asunder", trifft, steht ihre Welt von Neuem völlig auf dem Kopf. Denn Crisis ist alles andere als normal: Er ist gefährlich, anziehend und genau das, wovon Haven sich unbedingt fernhalten sollte, wenn ihr ihr Seelenheil lieb ist. Aber er ist auch der Einzige, der die starken Mauern, die sie um sich herum errichtet hat, durchbrechen kann...
Schreibstil und Charaktere:
Die Geschichte, welche aus der Ich-Perspektive erzählt ist, wechselt immer wieder zwischen den Hauptcharakteren Haven und Crisis hin und her. Gelegentliche Rückblenden in Havens Vergangenheit, teils als extrem nervenaufreibende Flashbacks von Haven, werden immer wieder eingeflochten. Die ganze Geschichte lässt sich sehr flüssig lesen, die Sätze sind klar strukturiert, jedoch nicht hölzern kurz. Dies macht das Eintauchen in die Geschichte einfach, ebenso wie die sehr detaillierte Charakterdarstellung. Haven und Crisis werden in ihrer Gefühlswelt genau abgebildet, dabei fällt der Leser gemeinsam mit in den Abgrund, wenn Haven einen ihrer Flashbacks während einer Panikattacke hat. Sie ist unheimlich verletzlich und gleichzeitig doch von einer enormen Stärke. Auch Crisis, der zunächst wie der typische Playboy wirkt, weißt eine selten so gut dargestellte Charaktertiefe auf. Hier hat die Autorin ganze Arbeit geleistet den Leser wirklich mitfühlen zu lassen.
Story:
Auch die Story weiß zu überzeugen, und das obwohl sie in ähnlicher Form schon zig Mal da war. Einfach weil hier unglaublich gefühlvoll die Geschichte einer sich langsam entspinnenden Liebe erzählt wird. Auch gibt es hier keine Schonung, Haven hat Schreckliches erlebt und ist gezeichnet, doch anstatt dies platt abzuhandeln nimmt die Geschichte sich Zeit den Leser heranzuführen, einzutauchen und mit Haven gemeinsam zu leiden und auch das Lachen wieder zu lernen. Sehr positiv hervorzustellen ist der sehr sparsame Einsatz von Sexszenen, das hätte schlicht und ergreifend nicht gepasst. Einzig das Ende wirkt ein wenig gehetzt und es überschlägt sich auf den letzten 50 Seiten alles ein wenig, hier wären noch ein paar Seiten mehr besser gewesen.
Meine Meinung:
Bis auf das etwas überhastete Ende bin ich wirklich begeistert, keine platten Sprüche, keine immer wiederkehrenden Sexszenen, sondern wirkliches Gefühle Erleben. Auch wenn es teils sehr schockierend war zu lesen was Haven alles durchmachen musste, es war einfach wunderbar mitzuerleben wie ihre Wunden langsam heilten, sie sich Crisis Stück für Stück geöffnet hat und durch ihn zu nichts gezwungen war. Zwar handelt es sich bei dem Buch bereits um den dritten Band der Reihe, aber Schwierigkeiten mich hineinzufinden hatte ich keine und ich werde wohl die anderen beiden Bände auch noch lesen müssen. Sicherlich das Rad neu erfunden hat die Geschichte nicht, aber trotzdem war sie herrlich erfrischend, was vor allem an den wirklich toll dargestellten Charakteren und deren Entwicklung lag.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Zeitreise mal anders

Forever 21
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Klappentext:
Wenn die Unsterblichkeit zum Fluch wird - ein Zeitreiseroman um viele kleine romantischen Geschichten und die eine große Liebe. Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld ...

Klappentext:
Wenn die Unsterblichkeit zum Fluch wird - ein Zeitreiseroman um viele kleine romantischen Geschichten und die eine große Liebe. Ava ist 21 Jahre alt. Für immer. Sie hat eine schwere Schuld auf sich geladen und wurde zur Strafe mit einem dunklen Fluch belegt. Nun muss sie immer wieder durch die Zeit reisen, an immer neue Orte, in unterschiedliche Situationen. Nur ihre Aufgabe ändert sich nie: Sie muss zwei Seelenverwandten helfen, zueinanderzufinden. Dazu hat sie jedoch nie viel Zeit. Ihr Blut ist wie Säure, und wenn sie sich nicht beeilt, ihre Aufgabe zu erfüllen, leidet sie unsagbare Schmerzen. Dann lernt sie in einem der Sprünge Kyran kennen. Und auf einmal ist alles anders. Doch haben die zwei eine Zukunft, wenn Ava die Zeit und den Ort, an dem Kyran lebt, wieder verlassen muss?
Schreibstil und Charaktere:
Ein durchaus fesselnder Schreibstil begleitet den Leser mit Ava auf ihren Sprüngen durch die Zeit. Einmal mit lesen begonnen gleitet der Text flüssig dahin. Grundsätzlich sind die Beschreibungen nicht zu ausufernd, einzig wenn Ava wieder in einen neuen Körper springt, entdeckt man gemeinsam mit ihr Umgebung, Zeit und Menschen. Und das immer wieder aufs Neue, dies wird jedoch nie langweilig, da es so unterschiedliche Situationen und Menschen sind und diese sich immer wieder neu präsentieren. Genau darin liegt zumindest jedoch für die Charaktere ein Problem, außer Ava lernen wir niemanden näher kennen, denn man erfährt auf Grund der Plötzlichkeit und kurzen Zeitspanne nur sehr wenig über die Menschen. Über Ava hingegen erfährt man mit jedem Sprung ein wenig mehr. Warum gerade ihr das passiert, bleibt zwar zunächst im Dunklen, doch von ihrem Charakter und ihrem Naturell und wie diese sich durch ihre Aufgaben verändern bleibt auch nach dem Lesen noch etwas haften. Kyran wirte zunächst ein wenig flach, doch auch er gewinnt im Verlaufe der Geschichte und seine Beharrlichkeit Ava zu folgen lassen ihn einem schnell ans Herz wachsen.
Story:
Die Story klang von Beginn an faszinierend und kann sich dank der häufigen Orts- und Charakterwechsel nicht in Langatmigkeit verlieren, ganz im Gegenteil man ist häufig ebenso überfordert wie auch Ava es wohl ist durch die sich teils fast schon überschlagenden Ereignisse. Trotzdem gelingt es Crowe, den Leser nicht vollends verwirrt dastehen zu lassen und mit Ava einen roten Faden durch die verschiedenen Schicksale zu ziehen. Da dieses Buch erst den Auftakt einer Serie bildet ist natürlich noch nicht die gesamte Geschichte erzählt und das Ende lässt einen gespannt auf den zweiten Teil.
Meine Meinung:
Ein wirklich spannender Auftakt zu einer neuen Jugendbuchreihe, war ich zwischenzeitlich ein wenig skeptisch, ob mir dieses Buch tatsächlich gefällt, haben mich schon die nächsten Seiten umgestimmt und das Buch konnte mich in seinen Bann ziehen. Diese Geschichte um Liebesgeschichten ohne, dass die Hauptcharaktere Ava und Kyran darin die Hauptrolle spielen, hat mich fasziniert. Doch auch die hintergründige, subtile Geschichte um Ava und Kyran selbst fesselt und so freue ich mich schon jetzt auf den nächsten Teil, denn ich möchte unbedingt erfahren was nun mit den beiden geschieht und in welche Zeiten und an welche Orte es Ava noch verschlagen mag.

Veröffentlicht am 16.04.2017

Heiß!

The Rough - Dunkle Symphonie
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Gleich vorab, dieses Buch dreht sich um eine sich anbahnende S&M Beziehung, es wird sehr explizit und detailliert beschrieben, für wen das nichts sein sollte und wer eine Liebesgeschichte mit gelegentlichen ...

Gleich vorab, dieses Buch dreht sich um eine sich anbahnende S&M Beziehung, es wird sehr explizit und detailliert beschrieben, für wen das nichts sein sollte und wer eine Liebesgeschichte mit gelegentlichen Kuschelsexszenen erwartet, sollte die Finger davon lassen.
Klappentext:
Jeder weiß, dass Ricki Hamilton in einer milliardenschweren Villa hoch oben in den Hollywood Hills lebt. Aber nur wenige wissen, dass Ricki auch die Herrin von LAs exklusivstem privaten Club ist. Ein Ort, wo keine Fantasie verboten ist und den niemand unbefriedigt verlässt - außer Ricki. Die würde dieses Geschäft gerne hinter sich lassen - Bis sie auf den sexy Rockstar Axel trifft. Zum ersten Mal weiß Ricki genau, was sie will. Sie muss es sich nur nehmen.
Schreibweise und Charaktere:
Das Buch liest sich sehr flüssig, der Schreibstil ist klar und ohne unverständliche Satzkonstrukte, jedoch auch nicht zu einfach gestaltet. Die Erzählweise wechselt dabei immer wieder zwischen Ricky und Axel um beide Sichtweisen zu erhalten. Dies ist auch wichtig, da es sich um eine Geschichte zwischen einem Dom und einer Sub handelt und man so Einblick in beide Rollen erhält. Dabei werden beide Sichtweisen in Form eines Ich-Erzählers dargestellt, was einen tieferen Einblick ermöglicht und so vor allem Ricky sehr widerstreitende Gefühle besser verdeutlicht. An der ein oder anderen Stelle wird sogar die dritte Wand durchbrochen, und der Leser direkt angesprochen, was ein sehr interessantes stilistisches Mittel darstellt.
Wo Schreibstil und Erzählweise punkten können, kann es die Charakterdarstellung für mich leider nicht so sehr. Während die beiden Hauptcharaktere noch halbwegs Tiefe aufweisen, sind die Nebencharaktere leider recht austauschbar. Dabei ist die Tiefe der Charakterdarstellung keineswegs auf einem sehr hohen Niveau, was aber auch nicht stört, denn meines Erachtens nach geht es nur zweitrangig um die Charaktere und ihre Entwicklung.
Story:
Auch die Story ist, so scheint es, eher Beiwerk, damit nicht das gesamte Buch nur aus Sex besteht. Denn sobald Ricky und Axel aufeinandertreffen geht es heiß her, sind sie alleine versucht Ricky herauszufinden was ihre neuentdeckte sexuelle Neigung zu bedeuten hat und Axel entdeckt Gefühle in sich, die er seinen Partnerinnen, oder nennen wir sie eher Gespielinnen, gegenüber noch nie empfunden hat. Das war es dann aber auch schon an Story, und das ist auch gar nicht schlimm. Denn die Beschreibung der Praktiken, die Aufgaben, Rechte und Pflichten von Dom und Sub werden sehr gut und keineswegs platt dargestellt. Es wird jedoch auch nichts romantisiert, es geht einzig um die Lust und die spürt man damit auch als Leser.
Meine Meinung:
Wie ich bereits Eingangs erwähnt habe ist das Buch nicht unbedingt für Romantiker, wer aber einen Einblick haben möchte, wie S&M WIRKLICH funktioniert, was für Regeln und Verpflichtungen damit zusammenhängen und auch welchen Stigmata Anhänger dieser Praktiken noch immer unterworfen sind, der ist hier genau richtig. Leider habe ich keine Vergleichswerke, empfinde dieses Buch jedoch im Gegensatz zu der stark romantisierten Version, welche vor einigen Jahren von Millionen Menschen verschlungen haben und sich dann einbildeten man könne ohne großartige Regeln und Absprache einfach Gewalt ausüben und damit auch die S&M Szene in Verruf gebracht hat, sehr viel realistischer. Auch wenn Story und Charakterdarstellung noch ausbaufähig sind, handelt es sich hier um ein Buch, welches ich mit Vergnügen gelesen habe, jedoch auch zugeben muss, dass ich in dem Moment Lust auf diese Lust haben musste und es keineswegs ein Buch ist um in einem Rutsch durchgelesen zu werden. Vielmehr muss man hier nach jeder Begegnung Pause machen um diese aus sich wirken zu lassen, dann entfaltet das Buch seine ganze Magie.

Veröffentlicht am 14.04.2017

Nett für den kleinen Lesehunger zwischendurch

Verführte der Dämmerung
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Klappentext:
Der Atlantis-Krieger Zael ist ein Einzelgänger, der sich von seinem Volk abgewandt hat. Die Bedrohung durch einen grausamen Feind bringt ihn jedoch dazu, sich mit dem Orden der Vampire zu ...

Klappentext:
Der Atlantis-Krieger Zael ist ein Einzelgänger, der sich von seinem Volk abgewandt hat. Die Bedrohung durch einen grausamen Feind bringt ihn jedoch dazu, sich mit dem Orden der Vampire zu verbünden. So trifft er auf die Stammesvampirin Brynne, die all seine Sinne in Aufruhr versetzt. Doch Brynnes grausame Vergangenheit hat tiefe Narben in ihrer Seele hinterlassen. Wie kann sie einem Unsterblichen vertrauen, dessen Volk am Rande eines Krieges mit dem ihren steht?

Schreibstil und Charaktere:
Der Schreibstil ist, wie man es von Lara Adrian gewohnt ist sehr flüssig, eingängig, jedoch nicht zu flach. Insgesamt wirkt der Schreibstil sehr dynamisch, etwas was ich schon immer an den Büchern von Lara Adrain geschätzt habe.
Die Figuren hingegen wirken leider allzu flach und ein wenig lieblos, ihre Handlungen zu vorhersehbar und insgesamt zu austauschbar. Zwar ist es schön immer wieder auch Charaktere aus vorangegangenen Büchern zu treffen und so das Gefühl zu haben diese nicht ganz verloren zu haben. Leider jedoch verhalten sich die Charaktere immer gleich, welche Namen sie nun tragen ist recht egal. Zael und Brynne verhalten sich sehr stereotyp, sie hat ihr kleines, schmutziges Geheimnis, wegen dem sie meint Liebe nicht verdient zu haben. Zael ist der festen Überzeugung, dass dem nicht so ist. Das wäre ja ganz nett, wenn nicht in den vergangenen 13 Bänden eben diese Charaktereigenschaften man beim männlichen, mal beim weiblichen Part anzutreffen gewesen wären.
Story:
Ebenso verhält es sich leider mit der Story, diese ist zwar leichtgängig und ist auch durchaus nicht unspannend, plätschert aber leider zu seicht dahin. Leider passiert auch im gesamten Buch eher wenig und das Ende ist doch recht abrupt, ohne einen richtigen Höhepunkt vorweisen zu können. Das ist schade, aber wohl der schieren Länge dieser Reihe zu verschulden, man merkt leider allzu oft, dass hier auf Teufel komm raus noch mehr Story hineingepackt werden soll, wo diese doch eigentlich schon abgeschlossen war. Und so kommen eben immer wieder neue Widersacher hinzu.
Meine Meinung:
Lange nicht gesehen und doch wiedererkannt. Ganz nach diesem Sinnspruch ging es mir direkt zu Anfang. Obwohl ich etliche Bände zwischendrin ausgelassen habe, war ich direkt wieder in der Story, zwar kannte ich de Atlantiden bisher noch nicht, aber da anderen bereits bekannte Charaktere mitmischen ist das gar nicht so tragisch. Leider viel mir im Verlauf der Handlung aber wieder auf, warum genau ich eigentlich aufgehört habe die Bücher zu lesen. Es ist einfach immer wieder das Gleiche und die Rahmenhandlung wurde mir leider von Buch zu Buch flacher. Das ist wirklich schade, da mir damals die Charaktere so lieb waren. Trotzdem war das Buch angenehm und leicht zu lesen, was wohl an Adrians eingängigem Schreibstil liegt. Für Zwischendurch ist die Geschichte allemal nett und Vorwissen ist auch nicht unbedingt nötig. Für mich jedoch war dies wohl eine einmalige Rückkehr zu den Vampiren des Ordens.