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Veröffentlicht am 16.04.2020

Mona Kasten enttäuscht nie

Save Me
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Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war früher es sei denn, mir stand gerade die Laune nach etwas Schnulzigem - kein grosser Fan von Liebesromanen, dafür hat mir meine Schwester von klein auf zu oft die Ohren ...

Ich muss ganz ehrlich sagen, ich war früher es sei denn, mir stand gerade die Laune nach etwas Schnulzigem - kein grosser Fan von Liebesromanen, dafür hat mir meine Schwester von klein auf zu oft die Ohren damit vollgeredet. Aber dennoch hat es dieses Buch irgendwie geschafft mich zu verzaubern.


Zugegeben, es ist voll von Klischees - genau wie ich es erwartet habe - doch überraschenderweise verleiht das dem Buch das gewisse Etwas. Die Wendepunkte sind zwar vorhersehbar, aber sie entwickeln sich trotzdem nicht so, wie man es erwartet.


Ein weiterer Punkt, der mir sehr gefallen hat, war Rubys Streben nach Oxford zu kommen. Es ist ihr Lebensziel, sie zieht es durch und lässt sich von nichts davon abbringen und es ist inspirierend, dass sie schon so weit gekommen ist. Mir persönlich imponiert das auch, da ich schon immer davon geträumt habe, mal dort zu studieren und im Buch wird mir ein kleiner Einblick darin gegeben.
Ruby ist stark und selbstbewusst, wirkt dabei aber nicht abgehoben oder nervig, sondern humorvoll und einfühlsam. Mona Kasten hat es geschafft ihr eine dominante Persönlichkeit zu vergeben, ohne dass unsere Heldin uns auf die Nerven geht. Auch ihr Organisations-Tick macht sie nur noch sympathischer. Mit ihrer kleinen Schwester Ember, die ebenfalls eine Inspiration für junge Leserinnen ist, pflegt sie ein herzerwärmendes und realitätsgetreues (es hat mich tatsächlich etwas an meine Beziehung zu meiner Schwester) Verhältnis.


James hingegen hat mich von Zeit zu Zeit ziemlich aufgeregt. Klar, er wurde von seinem nicht sehr tollen Umfeld geformt und wir wissen alle, dass er im Herzen ein Softie ist, aber ich konnte es gegen Ende gar nicht mehr aushalten, wie sehr seine Entscheidungen Ruby verletzten. Jaja, ich weiss er kennt es gar nicht anders und ja, ich weiss auch, dass er sich in den folgenden Bändern vermutlich bessern wird und ich sehne diesen Moment schmerzlichst herbei.


Ich erhoffe mir für die Fortsetzung vor allem, dass der Charakter von James' Zwillingsschwester Lydia und ihre Freundschaft zu Ruby (Freundschaft? Ich hoffe es jedenfalls) weiter ausgebaut wird. Sie könnte eine sehr interessante Persönlichkeit entwickeln.


Save Me ist das erste Buch von Mona Kasten, das ich gelesen habe und der Schreibstil hat mich vollkommen überzeugt. Er ist flüssig und der Perspektivwechsel zwischen den beiden Hauptcharakteren macht das Buch abwechslungsreicher, aber es ist trotzdem noch übersichtlich.


Fazit: Alles in allem ein gelungenes Buch, vor allem für Romantik- und Klischeeliebhaber. Diejenigen von euch, die diese Art von Büchern überhaupt gar nicht mögen, sollten lieber die Finger davon lassen, aber für jene, die sich mal in diesem Genre versuchen wollen, ist dies einen sehr gute Option. Tatsächlich war es das Buch, das mich zu einem LYX-Fan gemacht hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.04.2020

Ein Roman wie kein anderer!

A Wish for Us
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Der neue LYX-Roman der britischen Autorin Tillie Cole hat es, genauso wie in unzählige andere, auch in mein Bücherregal geschafft. Aber ist dieser Hype überhaupt gerechtfertigt?


Cromwell Dean ist der ...

Der neue LYX-Roman der britischen Autorin Tillie Cole hat es, genauso wie in unzählige andere, auch in mein Bücherregal geschafft. Aber ist dieser Hype überhaupt gerechtfertigt?


Cromwell Dean ist der erfolgreichste Musiker Europas. Mit gerade einmal neunzehn Jahren liegt ihm die Welt zu Füssen - doch seine Musik bedeutet ihm insgeheim nichts. Um sein Talent nicht weiter zu verschwenden, beginnt er ein Musikstudium in den USA, wo er Bonnie Farraday kennenlernt. Ehrgeizig und von Musik begeistert könnten das Mädchen aus einfachen Verhältnissen und Superstar Cromwell unterschiedlicher nicht sein. Doch als sie für ein Kompositionsprojekt zusammengesetzt werden, regen sich nicht nur Gefühle in Cromwell, die er noch nie gespürt hat, sondern auch eine alte Sehnsucht, die mit aller Macht vergessen bleiben muss. Auch wenn es ihn seine Liebe zu Bonnie kosten könnte ...


Was mich des Öfteren an New-Adult-Romanen irritiert, ist die Vorhersehbarkeit, die scheinbar vorprogrammiert ist. Zwei komplett verschiedene Personen treffen sich, streiten sich meist zuerst ein bisschen, stellen aber nach einiger Zeit, dass der Ausdruck «was sich liebt, das neckt sich» auch bei ihnen zutrifft. Das, oder die Protagonisten mögen sich gleich von Anfang an, dürfen jedoch aus irgendeinem dramatischen Grund nicht zusammen sein. Häufig ist es eine Mischung aus beidem. Dazu kommt noch eine Prise magischer Anziehungskraft, massenhaft komplett zufälliger Begegnungen und selbstverständlich ein Sixpack für den Protagonisten. «A Wish for Us» ist da anders.

Ja, es ist immer noch klar als New-Adult-Roman klassifizierbar. Und doch unterscheidet es sich deutlich von anderen Romanen dieses Genres. Zum einen hat es vor allem zum Ende hin wirklich überraschende Plottwists, was eher ein seltener Fall ist. Tatsächlich ist die Anzahl an Plottwists auf den letzten hundert Seiten an der oberen Grenze, sodass man kaum Zeit hat über jeden von ihnen zu staunen, aber das macht sie nicht weniger überraschend und durchdacht.

Auch die Charaktere unterscheiden von anderen Romanen. So hält sich Bonnie mit oberflächlichem Schwärmen in Grenzen und man merkt ihr eher echte Gefühle an. Sie ist eine starke, unabhängige Frau, ohne so zu wirken, dass sie alles daran setzt genau das zu sein. Cromwell rutscht da schon etwas mehr ins Klischee hinein, vor allem an Anfang des Buches. Aber er reisst sich relativ schnell zusammen und wird zu einem liebenswürdigen Protagonisten, über den man sich kaum aufregen muss. Daneben hat es nur wenige wichtige Nebencharaktere, sodass man sich voll und ganz auf diese Persönlichkeiten konzentrieren kann.

Das ist aber nicht alles, was dieses Buch ausmacht. An erster Stelle steht für mich die Leidenschaft zur Musik. Von der ersten Seite an fällt es auf, zunächst nur bei Bonnie, später auch bei Cromwell. Sowohl diese Leidenschaft als auch die besondere Haltung, die die Protagonistin zur Musik hat. So sagt Bonnie selber: «Ich denke, dass Musik eine Geschichte erzählen sollte. Ich denke, dass in den Noten und Melodien eine Art Bedeutung liegen sollte. Musik sollte einen auf eine Reise schicken, vom Herzen ihres Schöpfers gestaltet.» (S. 251). Es ist beeindruckend, wie gut Tillie Cole so tiefgreifende Emotionen in Worten ausdrücken kann, sodass sie so inspirierend wirken, dass ich mich gleich selber ans Klavier setzen will.

Des Weiteren bringt die Autorin auch einen wissenschaftlichen Aspekt hinein, ohne das Leseerlebnis zu verkomplizieren und den flüssigen Schreibstil zu unterbrechen. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, nur folgendes: Dadurch wird die Handlung viel logischer und glaubwürdiger. Auch macht es alles um einiges spannender, denn dieses Element habe ich noch nie in einem Buch gesehen, ich habe nicht einmal zuvor davon gehört. Genau zu diesem Aspekt (ich versuche immer noch, Spoiler zu vermeiden) passt das Cover ideal, jedoch ist es nicht so, dass man es gleich bemerkt – jedenfalls war es bei mir nicht der Fall. Erst als ich die letzte Seite unter Tränen fertiggelesen und das Buch zugeklappt hatte, erst da fiel es mir wie Schuppen von den Augen und trieb mir gleich wieder ein Lächeln ins Gesicht.

Alles in allem kann ich nur sagen, dass «A Wsh for Us» alles ist, was ein Buch sein sollte. Es ist spannend, abwechslungsreich und neu und an erster Stelle berührt es den Leser zutiefst. Ich wünschte, ich könnte die Gefühle, die dieser Roman hervorruft, so in Worte fassen, wie Tillie Cole es tut, aber da das kaum möglich ist, werdet ihr es wohl selber herausfinden müssen.

Kleiner Tiipp: Haltet dabei ein Taschentuch bereit :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere