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Veröffentlicht am 10.10.2020

Tolle Story - schwierige Charaktere

Wenn Liebe eine Farbe hätte
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Everly wohnte seit dem Tod ihrer Eltern mit ihrer Nana Olivia zusammen. Als ihr langjähriger Freund David und sie endlich das Zusammenleben angehen wollen, macht Nana Platz und zieht in eine luxuriöse ...

Everly wohnte seit dem Tod ihrer Eltern mit ihrer Nana Olivia zusammen. Als ihr langjähriger Freund David und sie endlich das Zusammenleben angehen wollen, macht Nana Platz und zieht in eine luxuriöse Altersresidenz mit allen möglichen Freizeitaktivitäten. Blöd nur, das Eve plötzlich alleine da steht und dringend Geld oder einen neuen WG Mitbewohner braucht um die Wohnung ihrer Eltern halten zu können. Über seltsame Zufälle gerät sie an Wes, der ihr schon zu Schulzeiten die Hölle heiß gemacht hat. Aber Zufälle sind es keine und das Weston Eve nicht die Wahrheit sagen darf, und Olivia Kupplerin unter üblen Umständen spielt, macht den Verlauf heftiger als gedacht.

Beginnen wir mit den Protagonisten. Everly ist eine wahnsinnig gutmütige Person. Bis ihr die Hutschnur platzt, muss schon einiges passieren. Allerdings hat das seine Vor- und Nachteile. Ich konnte mich mit Everly nicht gut identifizieren, einiges zwar akzeptieren, vieles aber einfach nicht nachvollziehen. Eve lässt meiner Meinung nach, ihre Kämpfe oft von anderen austragen und das fand ich nicht gut. Sie weicht den Dingen aus oder vergräbt sich in Selbstmitleid. Auch, wenn sie gut zu Wes ist. So richtig kommt sie nicht aus ihrer Haut.

Weston ist ein Fall für sich. Seine Entwicklung ist im Buch die Größte und ich finde ea stark, wie er es nach und nach schafft, über seiner Schatten zu springen. Vorerst unterbewusst, aber das macht nichts, da Taten meist mehr sagen, als Worte. Ich finde, er greift zu oft nach Alkohol ohne die Konsequenzen richtig zu spüren, was kein gutes Bild wirft, aber zur Bewältigungsstrategie passt.

Wenn es um die beste Freundin Jules geht, muss ich meine Gedanken und Worte echt zügeln. Diese Frau ist mir sowas von unsympathisch und ich kann nicht verstehen, was Everly und sie verbindet. Da hilft nur noch der Satz: Wenn man solche Freunde hat, braucht man keine Feinde mehr. Ich hätte ihr Dampf gemacht, aber das war eben schwer für unsere Protagonistin. Wobei ich ihre eine Situation zu Gute halte

Leonie Lastella hat einen schön flüssigen Schreibstil und immer wieder auch zauberhafte Satzgebilde, die die Emotionen aufrühren. Auch was die Leidenschaft oder Wut angeht, hat sie mich vollkommen überzeugen können. Oft war die Atmosphäre wunderschön und die Bühne für ihre Worte perfekt aufgebaut.

Aber eine Sache hat mich ein wenig gestört. Ich hatte manchmal das Gefühl, das jedes sinnvolle Gespräch oder eine harmlose Tätigkeit zu körperlicher Ertüchtigung führen musste. Ehrlich, das war manchmal so viel, dass ich mich schon fragte, ob die noch was anderes tun, als zu vö…ln. Irgendwie ging mir das Gefühl, dass sie sich verliebt haben, unter. Es wurde beschrieben, aber es kam nicht so richtig rüber und das war schade. Das Knistern war da, aber die Tiefe hat mir in den Emotionen gefehlt.

Ich muss auch leider sagen, ich tue mich mit der Lüge der Oma und der plötzlichen Wende etwas schwer, aber das ist rein subjektiv betrachtet und stört andere wahrscheinlich weniger.

Im Großen und Ganzen fliegt man über die Seiten. Ich mag das Setting und die Atmosphäre zwischen Eve und Wes, und ich habe Miles total ins Herz geschlossen. Er ist der beste Freund von Wes und verdient einen Orden. Es gab also auch einige positive Dinge, vor allem so manche gedankliche Passage war sprachlich toll formuliert. Es ist keine leichte Kost, lässt sich aber aufgrund des Schreibstils der Autorin schnell lesen

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Ich liebe es

Hiding Hurricanes
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Auf den 3. Band der “Fletcher University” – Reihe habe ich mich irre gefreut. Schon im vorherigen Teil lüftet sich das Geheimnis für uns Leser, wo Lenny James arbeitet. Das gerade die unscheinbare, mürrische ...

Auf den 3. Band der “Fletcher University” – Reihe habe ich mich irre gefreut. Schon im vorherigen Teil lüftet sich das Geheimnis für uns Leser, wo Lenny James arbeitet. Das gerade die unscheinbare, mürrische Eleanor die stadtbekannteste Stripperin Daisy ist, hat mich vollends umgehauen. Ich wollte unbedingt wissen, wie Creed darauf reagieren wird, vor allem jetzt, wo sein Berufswunsch eine Überraschung für den Freundeskreis sein wird.

Creed ist mir im ersten Band schon aufgefallen. Sein optimistisches Wesen, seine sonnige Art und immer einen Spruch auf den Lippen – er hat mich in den Bann gezogen. Dabei ist es bewundernswert, dass dieser junge Mann so ist, wie er ist. Auch wenn man bei Creed ein bisschen weniger Handlung in Bezug auf seine Vergangenheit liest, ist sie nicht weniger tragisch. Seine Kindheit ist mit Ches und Maxx verbunden. Von denen erfährt man noch mehr und die Autorin schlägt hier gleich eine Brücke zum nächsten möglichen Buch. Auf dieses ungleiche Pärchen wäre ich ja sofort wieder gespannt. Aber zurück zu Creed. Er ist ein wenig blind und schwer von Begriff, was Lenny angeht, aber er meint es nur gut und das hab ich Creed zu gute gehalten. Er ist einfach rawwrrr.

Lenny ist eine Kämpferin. Dafür, dass sie so schlimm behandelt wurde, und jetzt auch noch ein Doppelleben führen muss, damit niemand erfährt, wie sie wirklich ist, hat sie eine wahnsinnig starke Persönlichkeit. Natürlich macht sie ihre Fehler, was ich gleich noch authentischer finde und Lenny nahbar macht, aber sie besitzt auch Eigenschaften, die Len weicher wirken lassen. Sie möchte so hart und abgeklärt wirken, dabei sehnt sich Lenny nach mehr Normalität, Freundschaft und Liebe.

Tami Fischer hat einen schön flüssigen und leichten Schreibstil. Sie greift kritische Probleme auf, zeigt den Vorbehalt der Gesellschaft gegenüber manchen künstlerischen Berufen auf, aber eben genauso, dass man gegen alle möglichen Menschen Vorurteile haben kann, egal was derjenige tut. Wenn man jemanden nicht mag, findet sich immer ein Grund. Lenny hat da einiges zu bewältigen und auszuhalten.

Witzig war, wie lange die zwei umeinander rum geschlichen sind. Das hätte ein Blinder mit einem Krückstock gesehen, was mit Creed und Lenny los ist. Nut die zwei eben nicht. Es kommt zu richtig umständlichen Situationen, die uns Lesern dafür ordentlich Drama bringen. Allerdings war es nicht zu viel und fühlte sich natürlich an.

Ich bin so gespannt auf die anderen Mädels und noch den ein oder anderen Kerl. Ich hoffe es gibt mehr Bücher zu der Clique. Ich mag diese Gruppe einfach.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Schade

A is for Abstinence
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Nachdem der erste Band der Dilogie so unterschiedliche Meinungen hervor gerufen hat, war ich ziemlich gespannt auf “A is for Abstinence”. Nicht zuletzt auch, weil das Buch ausschließlich aus der Sicht ...

Nachdem der erste Band der Dilogie so unterschiedliche Meinungen hervor gerufen hat, war ich ziemlich gespannt auf “A is for Abstinence”. Nicht zuletzt auch, weil das Buch ausschließlich aus der Sicht von Kyle erzählt wurde. Ich habe “V is for Virgin” vergöttert.

Ich muss leider sagen, ich wurde wahnsinnig enttäuscht.

Normalerweise finde ich immer etwas Positives in den Büchern, die ich lese, aber hier fällt mir das echt schwer. Wer sich also lieber selbst eine Meinung bilden möchte, sollte hier lieber aufhören zu lesen. Diese Rezension hat SPOILER INNE.

Ich fürchte, das Beste am Buch war, das Val standhaft geblieben ist, und sich die Charaktere wenigstens noch ihre Liebe gestanden haben, und der flüssige Schreibstil von Kelly Oram. Da ist aber leider auch schon Schluss.

Im Großen und Ganzen geht es in dem Buch nur darum, dass dem kleinen Rockstar Kyle nach 4 Jahren, und einer gescheiterten Verlobung, klar gemacht wird, dass er nur Valerie will. Obwohl er sich sicher ist, nie in sie verliebt gewesen zu sein. Diese Erkenntnis kam übrigens nicht direkt von ihm, sondern böser Exverlobter und Freunden.
Dann kommt der Zeitraffer schlechthin, in dem Kyle sogar Abstinenz für insgesamt 10 Monate heuchelt, sie beide in den letzten 6 Wochen dieser enthaltsamen Zeit eine Beziehung führen und Kyle Valerie zum Schluss doch rum kriegt. Es war vielleicht schön zu sehen, wie intensiv er seine Val liebt und das er endlich versteht, dass sie die Einzige für ihn ist, aber der Rest hat mich einfach nur wütend gemacht.

Zum Beispiel erklärt Kyle Valerie gleich beim ersten Date, dass er abstinent ist, was Gelegenheitssex angeht, dass er das in einer Beziehung aber auf keinen Fall will und das jetzt nur durch hält, weil Val das so will. Es ist süß, dass er sagt, sie sei ihm das Warten wert, aber das macht das Kraut auch nicht mehr fett. Er hat sie mir zu oft zu sehr unter Druck gesetzt und tut das im Laufe der Handlung noch öfters. Er hat den Sinn hinter Val´s Abstinenzentscheidung überhaupt nicht verstanden und ich kann auch nicht verstehen, warum die Autorin genau diese Gründe, die mich Band 1 haben verteidigen lassen, jetzt mit Füßen tritt.

Genau das machte Valerie so unglaubwürdig. Sie hat Kyle kein Kontra mehr gegeben. Klar, in 4 Jahren, nach so vielen Enttäuschungen, ist sie nicht mehr diese selbstbewusste, starke Person, aber ich kann mich nur wiederholen… 6 bis 8 Wochen Beziehung, obwohl beide sich nicht richtig kennen und sich nicht einschätzen können, und das von seiner Seite aus sogar betont wird!!!

Es war eine Katastrophe und ich habe das Buch nur bis zum Schluss gelesen, weil ich so gehofft hatte, das Besondere aus Band 1 nochmal wieder zu finden.
Ich fand es nicht.
Die Emotionen konnten mich nicht erreichen, im Gegenteil,
ich war oft eher abgestoßen davon.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Sehr spannend

New York Bastards - In deiner Schuld
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Wieder erschüttert eine Mordserie New York City. Erst drei Jahre ist es her, dass ein anderer Serienkiller die Stadt heimsuchte – und das Leben von Nathan Tucson. Eigentlich hatte er vor, mit den Ereignissen ...

Wieder erschüttert eine Mordserie New York City. Erst drei Jahre ist es her, dass ein anderer Serienkiller die Stadt heimsuchte – und das Leben von Nathan Tucson. Eigentlich hatte er vor, mit den Ereignissen von damals abzuschließen und sich seiner kleinen Detektei zu widmen, als die Vergangenheit ihn einholt. Skylar Havering fällt in seine Kanzlei ein und hat einen Auftrag dabei, der die Erinnerungen erschreckend schnell zurück an die Oberfläche bringen. Denn auch dieses Mal steht Lissiana Cohen im Fokus, und Nathan muss widerwillig die alten, begrabenen Kontakte nutzen, um sie zu schützen.

Skye ist als eiskalte Journalistin verschrien. Polizisten verachten sie, Detectives meiden sie, und ein Killer hat sie auf seiner Abschussliste. Warum er es auf sie abgesehen hat, weiß Skye nicht, aber als ihr bewusst wird, in welcher Gefahr sie und auch ein paar Freunde schweben, bleibt Skylar nichts anderes übrig, als dem einzigen Bullen ihr Vertrauen zu schenken, den sie jemals auch nur halbwegs annehmbar gefunden hat – dem Expolizisten Nathan Tucson.

Dieser hat ein ziemliches Problem. Verräter nennen sie ihn, seit er den Dienst quittiert hat und lieber eine eigene Detektei führt. Dabei haben sie nicht ganz Unrecht. Wenngleich seine Gründe ehrenhaft waren, hat er Prinzipien und den Ehrenkodex über Bord geworfen. Letztendlich steht Nathan doch erneut vor der Frage, für welche Seite er sich entscheidet. Nutzt er die Hilfe der Mafia für seinen neuen Auftrag, verkauft dabei seine Seele und behält Lissiana in seinem Leben, oder geht er das Risiko ein, alles zu verlieren und dafür seinen moralischen Geboten wieder mehr Raum zu geben? Die Autorin macht es ihm nicht leicht und wir begegnen seinen Zweifeln mehr als einmal. Ich konnte seine Bedenken sehr gut nachvollziehen, da beide Seiten ihre Vor- und Nachteile hatten.

Nach den ersten beiden Bänden über John und Brian Cohen, wusste ich nicht, wie ich darauf reagieren sollte, mich nun Nathans Geschichte annehmen zu müssen. Ich mochte die Brüder und ihre Frauen. Nate ist zwar durch den Polizeidienst früher stark mit Lissiana verbunden, doch ich fand ihn zunächst unsympathisch, weil seine Halsstarrigkeit sie und John beinahe … Das solltet ihr in Band 1 selbst lesen, falls ihr das noch nicht getan habt. Auf jeden Fall wäre es fast übel ausgegangen.


Jetzt, wo K. C. Atkin mir seine Vergangenheit nahe gebracht hat, stehe ich dem Ex-Polizisten mit dem riesigen Gerichtigkeitsempfinden aber ganz anders entgegen. Ich verstehe ihn, kann mich rein versetzen und bin erschrocken, was der junge Afroamerikaner alles sehen musste. Unsere Entscheidungen prägen nun mal das Leben, das wir führen – auch das von Nathan. Er wurde greifbarer, authentischer und das ging mir nahe.

Skylar hat sich nach dem Verlust ihrer Freundin Morgan von jedem ferngehalten. Sie ist eine Kämpferin, möchte sich auf niemanden stützen und ihre Probleme selbst bewältigen. Das irgendwann der Tag kommt, an dem sie das nicht mehr alleine schafft, wird uns Lesern schnell klar, aber Skye braucht ihre Zeit. Ich finde, Frau Atkin hat Skylars Charakter sehr echt wirken lassen. Außerdem war es faszinierend, wie der jungen Frau im Verlauf des Buches gezeigt wird, dass nicht alles nur in schwarz und weiß eingeteilt werden kann. Auch Menschen, die augenscheinlich Böses tun, können liebevoll und beschützend sein, oder eine Familie haben, für die sie alles tun würden.

Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau des Spannungsbogens. Im ersten Kapitel wird man gleich in eine grausige Szene geworfen. Ich bin eigentlich kein Thriller-Leser. Ich mag es lieber, wenn man klar weiß, jetzt kommt gleich der Moment eines schrecklichen Leichenfunds und der Autor spielt mit einer unheimlichen Atmosphäre, statt mit Schockmomenten. Das kann K. C. Atkin richtig gut. Auch im späteren Verlauf wechseln wir nur zwischen dem spannenden und dem hyperspannenden Gefühl. Entweder die Indizien sind schwer zu verdauen, oder das Kapitel aus der Sicht des Folterers treibt das Adrenalin hoch, genauso wie die nächsten Leichenfunde.

Dazu kommt, dass die Mafiafamilien im Hintergrund weiter ihre Spielchen treiben. Wir erfahren mehr über die Einflüsse der verschiedenen Clans und Wow, da fehlen mir schon die Worte. Es gibt noch viel Potenzial für die Geschichten der anderen Mitglieder der großen Zehn des Cohen-Clans. Ich hoffe wirklich es geht bald damit weiter.

Das einzige, das ich dieses Mal kritisiere, sind die Emotionen zwischen den Loveinterests. Ich mag die Protagonisten einzeln gern, und ich finde ihre charakteristischen Eigenschaften durchaus authentisch und greifbar. Wie sich die Liebesgeschichte anbahnt kann ich verstehen, aber genau das ist das Problem. Ich sehe sie handeln, fühle sie aber nicht. Gerade in der Anfangszeit sollte man als Leser wenigstens ein gewisses Knistern spüren. In der Szene der großen Explosion hätte ich mir das sehr gewünscht. Einfach diese Dringlichkeit genau jetzt zusammen sein zu müssen. Meiner Meinung nach hatten sich Skye und Nate bis zu dem Zeitpunkt noch nicht mal sexuell wahrgenommen. In einer späteren Sequenz war das dann besser, aber da der gesamte Anfang der schwierigen Liebesgeschichte emotional lau war, konnten sie mich am Ende damit leider nicht mehr abholen.

Im Großen und Ganzen war das ein spannender dritter Band, der nervenaufreibend und adrenalingeladen daherkam. Es lohnt sich auf jeden Fall, in der irren Welt der Mafiosi mitten in New York einzutauchen. Man wird überrascht sein, wie familiär und liebevoll sie auf ihre Art sein können.

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Veröffentlicht am 10.10.2020

Mein Herz zerbrach

Hades' Hangmen - Flame
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Erst beschützt er ihr Leben, dann geht sie mit ihm durch die Hölle…

Von außen betrachtet gibt es kein ungleicheres Paar als Flame und Maddie. Absolut niemand hätte sich je vorstellen können, dass sich ...

Erst beschützt er ihr Leben, dann geht sie mit ihm durch die Hölle…

Von außen betrachtet gibt es kein ungleicheres Paar als Flame und Maddie. Absolut niemand hätte sich je vorstellen können, dass sich zwischen den beiden eine Liebesgeschichte anbahnen könnte.

Maddie ist die jüngste der verfluchten Schwestern. Trotzdem musste sie in der Gemeine des falschen Propheten das Schlimmste erleben. Daher hat sie große Angst, verlässt das Apartment bei dem Hangmen nie und wirkt so verloren, dass es mir beim Lesen weh tat. Das in ihr aber eine Löwin steckt, die bis zum letzten Atemzug kämpfen würde, hätte ich nicht erwartet. Aber für ihn würde Magdalene Berge versetzen!

Flame ist der furchteinflößendste Kerl unter den Hangmen. Sein ganzer Körper ist voller Tattoos und Piercings. Niemand darf ihn berühren. Er redet fast nichts und er drückt seine Wut durch seine Messer aus. Messer, die seine Haut ständig zum bluten bringen, und das einzige Lächeln, dass er zustande bringt ist eine Grimasse, die das tätowierte Wort “Schmerz” auf seinem Zahnfleisch zeigt. Doch als seine Vergangenheit ihn einholt, der Wahnsinn ihn augenscheinlich übermannt und nichts mehr zu ihm durch dringt, ist sie da. Seine Maddie.

Der dritte Band ist unbeschreiblich. So viel Leid, Schmerz, Gewalt, Misshandlung, Blut und Psychoterror habe ich in noch keinem anderen Buch dieses Genre gelesen. Ich musste Pausen machen, weil es mich aufs
Tiefste erschüttert hat, was sowohl Maddie als vor allem auch Flame zugestoßen ist. Das hat mich fertig gemacht und meine Emotionen gingen mit mir durch. Ich kann gar nicht beschreiben, wie fassungslos ich war.

Dann zu sehen wie die zwei sich ergänzen, sich stützen und halten, war unglaublich schön. Es ist, als wäre jeder eine kaputte Seele – eine Hälfte – und zusammen ergaben sie ein Ganzes, dass jeder Widrigkeit zu trotzen vermag. Vielleicht hat die Autorin es ab und zu ein bisschen zu wunderlich ausklingen lassen, aber ganz ehrlich: Sche..ß drauf! Ich war so froh, wie sich die Verbindung entwickelt hat. Das war Balsam für meine Seele und so gesehen, ist der Rest ziemlich echt dargestellt.

Die Nebencharaktere lernen wir langsam besser kennen, und auch zwei drei Neue kommen schon dazu. Ich bin sowas von gespannt auf deren eigene Geschichten, da die Andeutungen von Tillie Cole fein aber interessant sind.

Eine Entwicklung mit Prophet Cain hat mich dann am Ende sogar noch überzeugen können, Riders Geschichte eine Chance zu geben. Bisher konnte ich ihn echt nicht leiden, aber das wundert sicher niemanden, der die ersten drei Bände kennt.

Ich lese weiter!

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