Profilbild von Luna0501

Luna0501

Lesejury Star
offline

Luna0501 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luna0501 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.03.2018

Überraschung pur, ich liebe es!

Blood Destiny - Bloodfire
0

Mack, auch Red genannt wegen ihrem feurigen Temperament und den roten Haaren, lebt seit klein auf bei Gestaltwandlern. Sollte rauskommen, dass ein Mensch bei dem Rudel wohnt, wird es verheerende Strafen ...

Mack, auch Red genannt wegen ihrem feurigen Temperament und den roten Haaren, lebt seit klein auf bei Gestaltwandlern. Sollte rauskommen, dass ein Mensch bei dem Rudel wohnt, wird es verheerende Strafen geben und doch kann keiner etwas verraten. Als der Rudelführer plötzlich ermordet wird, ruft diese Brutalität die Bruderschaft auf den Plan. Es erfordert schon so einige Tricks um das neue Oberhaupt Lord Corrigan hinters Licht zu führen, wobei Mack das mit ihrer großen Klappe auch nicht wirklich schafft sich bedeckt zu halten und der Lord anfängt skeptisch zu gucken. Seltsame Angriffe, Sichtungen von Wesen der Anderwelt und einige andere Vorkommnisse zwingen die Bewohner zu handeln. Doch wenn Mack sich zu sehr einmischt, fliegt sie auf. Tut sie es nicht, könnten noch mehr Freunde verletzt werden. Auch vom Feuer in ihrem Blut sollte möglichst niemand erfahren... Fragen über Fragen und fantastische Wege werden sich auftun....

Zuerst muss ich ja mal gestehen, dass ich in letzter Zeit gerade um Vampir- und Gestaltwandlerbücher einen großen Bogen gemacht habe. Es war einfach nicht meins. Aber der Klappentext zu "Bloodfire" hat mich wirklich neugierig gemacht. Vor allem weil Mack ja nicht gleich als Gestaltwandlerin auftritt. Aber nun bin ich so froh, dass ich diese Reihe angefangen habe. Ich würd am liebsten sofort den zweiten Teil lesen.

Mackenzie ist loyal, freundlich und sensibel. Sie wirkt gefestigt, trotz ihrer Vergangenheit, ist stark und klug, etwas zu temperamentvoll und unglaublich frech. Sie weiß, was sie kann und vertritt ihre Ansichten oft sehr energisch. Aber in ihr steckt auch ein weiches Herz. Der Wunsch angenommen zu werden und nach ein bisschen heimeliger Wärme ist tief in ihrem Herzen versteckt. Als die Zufälle sich häufen und John stirbt muss Mack das Problem selbst in die Hand nehmen, wodurch sie sich nicht  nur einmal in eine verdammt brenzlige Lage befördert...

Wäre da nicht Corrigan. Und jetzt kommt das echt geniale an diesem Buch:
Es gibt quasi im ersten Teil keine Liebesgeschichte. BÄM! Ja ich weiß ihr denkt euch jetzt... Was ? Wieso? Das darf nicht sein, aber glaubt mir wenn ich sage: ES IST GENIAL!
Corrigan ist natürlich unglaublich attraktiv. Seine grünen Augen verzaubern, sein muskulöser Körper bringt das nötige Knistern in die Geschichte und die schlagfertigen Auseinandersetzungen bringen uns zum schmunzeln. Man spürt das Feuer, spürt wie sich etwas aufbauen könnte, aber im ersten Teil finden wir nichts genaues in der Richtung.

Und das braucht es auch nicht! Wow, ich hab wirklich schon länger kein Buch mehr gelesen, dass so vielfältig, so trocken witzig ist und so viele coole Überraschungen betreffend neuer Wesen aus der Anderwelt bereit hält, und trotzdem ohne Kitsch oder Romantik auskommt. Wir lernen ganz tolle Familienbande innerhalb des Rudels kennen. Wir treffen einzigartige liebe wie auch fiese Charaktere. Jeder wurde toll beschrieben und bekam eine wichtige Rolle im Buch, was die Story einfach super abrundet. 

Dazu diese total unvorhersehbare Handlung mit vielen Spannungspitzen, schockierenden Aufdeckungen und liebevoll gestaltetem Setting. Ich war so fasziniert. Am liebsten, neben Corrigan, mag ich Alex. Den Magier. Er hat einfach absolut Stil und seine Art sich zu artikulieren ist einfach verrückt. Ich kann es nicht besser beschreiben. Er ist eine Mischung aus Hippiezauberer und klugem Kopf.

Ich möchte unbedingt ganz schnell mehr lesen. Die Schreibweise ist sehr fesselnd und leicht, locker und flüssig. Ein richtiger Pageturner. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb 24 h durch gesuchtet. Helen Harper hat mich in ihre Welt mitgenommen und ich freu mich auf den nächsten Teil!!! Ich muss mehr haben und kann es super weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Amüsant für Zwischendurch

Mr Undateable
0

Heute mal kurz und knapp, denn ich denke der Klappentext sagt schon Einiges aus.

Andrea hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann ihr Gegenüber innerhalb von Minuten einschätzen und liest aus der Mimik ...

Heute mal kurz und knapp, denn ich denke der Klappentext sagt schon Einiges aus.

Andrea hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann ihr Gegenüber innerhalb von Minuten einschätzen und liest aus der Mimik und wenigen Details in einem Gespräch ob der jenige die Wahrheit sagt, was für Absichten dahinter stecken oder ob derjenige vielleicht sogar etwas zu verbergen hat. Doch nicht jeder nutzt ihr Talent für gutes und so ist sie seit ein paar Monaten arbeitslos. Als ihre Schwester die Anzeige von Blake Donovan im Internet findet, ist das zuerst der letzte Job den Andy annehmen möchte, denn dieser arrogante, überhebliche Chauvinist sucht im Prinzip einen Roboter getarnt als Ehefrau. Still, fügsam und Hausfrau sollte sie sein.
Es ist köstlich der armen Matchmakerin dabei zu zu sehen, wie sie eine Frau mit spezifischen Eigenschaften für den attraktiven Millionär finden soll und dabei immer mehr seine harte Schale knackt, sich aber auch ein bisschen selbst verliert....

Blake würde sich nie eine Frau wie Drea suchen. Laut, ungehorsam, frech und mit einer Vorliebe für Diskussionen, dass ihm nur so die Ohren schlackern. Sein Leben besteht aus geradlinigen Wegen, jeder hört auf ihn und seine Ausstrahlung macht ihm  zum typischen Boss. Dabei hat er kleine "Schwächen" zu verbergen, die ihn so viel sympathischer und auch menschlicher machen.

Was passiert, könnt ihr euch in etwa vorstellen und verrate nichts. Leider war es wirklich ab und zu etwas zu vorhersehbar und emotional hat mir die Autorin nicht sooo viel geboten. Dafür waren die leidenschaftlichen Szenen ungeheuer heiß und die neckenden und frotzelnden Dialoge zwischendurch zum weg lachen. 

Die Schreibweise ist leicht und locker, nicht sehr komplex und angenehm zu lesen. Gefehlt hat mir etwas die Feinheit in den Nebencharakteren. Außer der Schwester von Andrea erschienen die anderen sehr blass und ungenau.

Alles in allem ist es aber ein unterhaltsames sexy Buch für Zwischendurch und ich hatte für ein paar Lesestunden meinen Spaß.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Ein gelungener Abschluss

Eine Krone aus Herz und Asche
0

Achtung!!! Dies ist eine Rezension zum 3. Teil Spoiler zu den ersten Bänden möglich!

Bücher von Laura Labas haben mich bisher immer beeindruckt. Erst letztens, als ich Mitte der Geschichte war und mich ...

Achtung!!! Dies ist eine Rezension zum 3. Teil Spoiler zu den ersten Bänden möglich!

Bücher von Laura Labas haben mich bisher immer beeindruckt. Erst letztens, als ich Mitte der Geschichte war und mich darüber unterhalten habe, ist mir wieder aufgefallen, was für eine enorme Vorstellungskraft diese Autorin haben muss. In ihrer Reihe im Alison und Gareth bekommt ihr nicht nur eine Geschichte, die sich durch das ganze Buch zieht, erzählt und fertig. Im Prinzip sind es eine große und mindestens fünf Nebenhandlungen, die so fein aufeinander abgestimmt sind, das einem beim Lesen schon echt der Kopf rauchen kann.

Jede Figur nimmt einen ausgeklügelten Platz ein, reagiert immer aus kalkulierten Motiven, schon ab dem ersten Teil der Reihe. Kam es in den ersten beiden Bänden sogar manchmal nur zu hauchzarten Berührungen der einzelnen Stränge, ist es Laura Labas gelungen am Ende alle Wege miteinander zu verschlingen und sie zu einem großen Ganzen zusammen zuführen. Jede Aktion, jede Verbändelung, jegliche Emotion machte plötzlich Sinn. Und ich ziehe absolut meinen imaginären Hut vor so viel Talent.

Der letzte Band hat eine sehr düstere Stimmung. Es gibt viele Kämpfe, viele schockierende Momente und echt traurige Vorkommnisse. Ständig wird man von neuen Situationen überrascht und auch reißen die Handlungen oft noch auseinander, bevor sie sich am Ende wieder fügen. Es ist manchmal ein etwas anstrengendes Hin- und Her gewesen.


Ich empfand die Spannung im Buch durch die Ausgangsposition sowieso schon ziemlich hoch und konnte daher nicht unbedingt noch mehr Aufbau feststellen. Momente, die mir so wichtig gewesen wären, sind so schnell vorbei gegangen und andere waren dafür so erdrückend lang. Ich hatte manchmal das Gefühl erschlagen worden zu sein, von den vielen Handlungssträngen, die zusammen geführt werden mussten. Es kamen ja auch noch neue Freunde, andere Intrigen oder neue Machtkämpfe dazu und da verlor sich für mich irgendwie die Leichtigkeit im Buch. Dafür hatte man eine wirklich umfangreiche Handlung mit vielen ausgeklügelten Situationen, die mich dafür schon sehr beeindruckt haben.

Was mich aber leider am meisten enttäuscht hat, waren die positiven Emotionen. Gerade zwischen unseren Hauptcharakteren gab es vorher so eine intensive Verbindung, die mir Gänsehaut auf die Arme getrieben hat. In ihren Berührungen, ihren Blicken, überhaupt ihrem Verhalten zueinander hat immer so eine starke Ausstrahlung gesteckt. Die ging hier irgendwie verloren. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber durch den ständigen Zeitdruck des Geschehens, fühlte es sich oft so nebensächlich an. Das war unglaublich schade, da man Aly's Verzweiflung fast greifen konnte. Die Liebe war da, und gegen Ende wieder mehr, aber zwischendurch empfand ich die Stimmung sehr bedrückend. Natürlich ist das in so einem Band auch gewollt aber ich hätte mir gewünscht, dass die kurzen Momente, in denen sie Zeit füreinander hatten, positiver gestrahlt hätten, das ihre frotzelten Dialoge aufleben, ein paar freche Kommentare mehr eingewoben würden, ein bisschen mehr Leichtigkeit das bedrückende Geschehen aufgelockert hätte.

Außerdem geht das auch die anderen Charaktere an. Es stirbt natürlich bei so einem großen Kampf nicht nur eine geliebte Person, aber über den Tod eines Charakters war ich total schockiert. Nicht weil er stirbt, sondern weil ihm, seinem Tod und der ganzen Situation kein Raum gegeben wird. Das war so lieblos. Bumm... Zack. Tot. Ich konnte das gar nicht begreifen. Die Art wie das geschrieben wurde hat mich mehr verletzt, als der Tod an und für sich.

Und trotzdem ist es alles in allem ein gelungener Abschluss mit ein paar genialen Streichen, einem etwas unerwartetem Ende und absolut empfehlenswert. Die Reihe ist sonst so mitreißend und genial geschrieben. Versteht mich nicht falsch, natürlich habe ich meine negativen kleinen Anmerkungen, aber hier geht es nur noch um die Suche nach den Feinheiten, den Nadeln im Heu, die mich stören. Im Ganzen ist "Eine Krone aus Herz und Asche" wirklich genial geschrieben und das muss man Laura Labas einfach lassen. Talent hat sie und gefesselt war ich die meiste Zeit trotzdem!

Veröffentlicht am 14.03.2018

Sehr empfehlenswert!

Jane & Miss Tennyson
0

Tja. Was erzähle ich euch über Devon. Eigentlich ist sie die meiste Zeit ziemlich normal, zumindest hält sie sich selbst für nichts Außergewöhnliches. Sie hat kein großes Talent und muss jetzt auch noch ...

Tja. Was erzähle ich euch über Devon. Eigentlich ist sie die meiste Zeit ziemlich normal, zumindest hält sie sich selbst für nichts Außergewöhnliches. Sie hat kein großes Talent und muss jetzt auch noch mit der Tatsache klar kommen, dass ihr 14-jähriger Cousin eine zeitlang bei ihr und ihren Eltern leben soll. Foster ist ein bisschen verschroben, ziemlich ehrlich und er betrachtet in seinem Alter die Welt einfach etwas anders. Kein Wunder bei dem was er durch gemacht hat. Ich glaube aber es ist auch zum großen Teil einfach seine Persönlichkeit so zu reagieren, wie er es tut. Dev versucht ihren Platz zu finden, oder ihren besonderen Kurs um ihre Collegebewerbung aufzubessern, aber das bringt ihr auch nur das Halten einer Kameraausrüstung oder ein seltsames Interview mit dem Starfootballer Ezra ein. Zu dem schließt Foster eine wirklich ungewöhnliche Freundschaft und er, mit seiner Unfähigkeit zu kommunizieren und der junge Foster im Paket treiben Devon bald noch leicht in die Krise.
Dabei wollte Dev doch nur weiter in ihrer Blase mit ihrem besten Freund Cas versumpfen...

Ich bin einfach mal wieder entzückt. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber Bücher des Königskinder Verlag sind einfach mehr! Sie zeigen uns so viel zwischen den Zeilen, versteckte Botschaften und tiefgründige Erkenntnisse, ohne so überzogene dramatische Situationen herauf beschwören zu müssen. Und trotzdem passiert etwas. Die Bücher sind so liebevoll geschrieben, mit malerischen Beschreibungen, mit der Liebe zum Detail und zu den Figuren. Man kriegt einfach keine platte Liebesgeschichte vor gesetzt, sondern erfährt die Lebensumstände zu den Personen und auch ihre Eigenarten. Dadurch sind sie so sympathisch und wirken viel echter. Hinter jedem Charakter steckt eine Botschaft, eine Geschichte, ein versteckter Hinweis auf das Gesamtbild und wenn du am Ende von "Jane & Miss Tennyson" ankommst hast du dieses warme Gefühl im Bauch und möchtest dich nicht von der Geschichte trennen. Ich hab das Buch mitsamt den Personen einfach ins Herz geschlossen.

Devon mit ihrer kalkulierten Art, den ehrlichen Feststellungen und trotzdem einem so sensibel empathischem Herzen.

Cas, der Sunnyboy, mit einer liebevollen aber auch sehr überheblichen Seite.

Foster, ein Junge mit tieferen Gräben, als man sich das in so einem Alter nur vorstellen kann.

Ezra, der Kerl ohne Worte, der doch so viel zu sagen hat und hinter dem so viel mehr steckt, als man anfangs auch nur erwarten würde.

Und dazu einige verrückte oder auch liebevolle Mädchen, die auf den ersten Blick vielleicht sogar total drüber wirken, und doch am Ende einen wichtigen Grund besetzen.

Ich konnte nicht anders, als es an einem Stück zu verschlingen und die Schreibweise von Emma Mills hat mich auch hier wieder so dermaßen mit gerissen und verzaubert, das es einfach leicht war, dem Ruf des Buches zu folgen. Die Mischung aus kleineren Highschool Problemen, einer coolen Footballmaschinerie und Lebensumständen, die verbindend aber zum Glück einfach echt dar gestellt sind, machen die Story einzigartig.

Erzählt wurde aus der Sicht von Devon und das war perfekt, da die Autorin es doch ihre phänomenale Art schafft, jede Emotion auch der anderen Figuren so gut einzufangen, dass man sich in jeden rein versetzen konnte. Ob Trauer, Angst, Vertrauen, Freundschaft oder sogar einen zarten Hauch von Liebe. Es war alles dabei!

Am Ende ließ sie mich zurück, mit einem glücklichen Herzen, mit der Mahnung die Menschen nicht voreilig in Schubladen zu stecken und mit dem Wunsch auch mehr zu sein.

Absolutes Herzensbuch!

Veröffentlicht am 11.03.2018

Ein Must-Read!

Nicht nur ein Liebesroman
0

Sloane ist etwas anders, als ihre Mitschüler. Als ein Mensch, der die Wahrheit jedem an den Kopf knallt ohne einen Filter zu verwenden, hat sie es oft nicht so leicht im Leben. Doch Sloane stört das auch ...

Sloane ist etwas anders, als ihre Mitschüler. Als ein Mensch, der die Wahrheit jedem an den Kopf knallt ohne einen Filter zu verwenden, hat sie es oft nicht so leicht im Leben. Doch Sloane stört das auch nicht wirklich, da sie mit der Fähigkeit Menschen in den schlimmsten Momenten zum Lachen zu bringen, sowieso einen Art Schutzpanzer um sich errichtet hat. So kann die 17-Jährige zwar keine Bindungen eingehen, aber auch nicht verletzt werden. Dabei ist sie direkt und hart, aber meint es nie böse. In New York war das in Ordnung, aber in Florida soll sich nun einiges verändern, auch wenn ihr das noch nicht bewusst ist...

"Nicht nur ein Liebesroman" ist so ein tiefgehendes, schönes Buch, dass mir direkt ins Herz ging. Ich habe es sehr schnell gelesen und mich in diese zarte Geschichte verliebt.
Alle Charaktere sind so detailliert, so liebevoll gestaltet, mit eigenen Hintergrundgeschichten, dass man jeden Einzelnen auf eine besondere Art kennen lernt und sie einem im Kopf bleiben.

Vera ist der temperamentvolle Wirbelwind mit großem Herzen, einnehmenden Wesen und einer zarten Seite, die ein tiefgründiges Ereignis noch nicht richtig verarbeitet hat. Um glücklich zu sein, muss sie sich dar stellen und sich bemerkt man noch etwas anderes.

Gabe ist der Kerl mit der harten Schale, der für "seine Leute" alles tun würde und dem das doch niemand zu traut. Er ist da, hört zu, urteilt nicht und lässt Gesagtem einfach Raum. Dazu verarbeitet er auch ein Erlebnis, dass ihn stark in seiner Gefühlswelt beeinträchtigt. Gabe ist ausdrucksstark und fiel mir ab der ersten Begegnung auf, auch wenn er nicht der einfache Typ ist, der einem sofort das Herz stiehlt. Eher auf unbemerkten Weg und doch ist es plötzlich da, diese Verbundenheit zu dem jungen Mann.

Remy und Aubrey haben sogar ihre eigene Geschichte. Und während Aubrey Sloane augenscheinlich nicht so wohl gewonnen ist, hat Remy eine praktische Vereinbarung mit der Neuen, die sie schnell zu Freunden werden lässt.

Frank ist mein heimlicher Favorit. Er ist der Spaßvogel im Buch und meint man erst, er wäre nur dazu da, um den reichen Partyveranstalter zu spielen, merkt man doch recht schnell, welch großherzige Person sich dahinter versteckt.

In jedem Freund wohnt eine besondere Eigenschaft, eine Fähigkeit oder eine Persönlichkeit, ohne dessen das Buch nicht so zauberhaft wäre, wie es nunmal ist.

Selbst die Eltern und Schwester Laney haben mich vereinnahmt, da auch sie einen wichtigen Teil zur Handlung beitragen. Gerade die Verbindung von Papa und Sloane ist einzigartig.

Es ist nicht nur die Handlung sondern vor allem das, was zwischen den Zeilen passiert.

Wie ein Mädchen versucht Nähe auszudrücken, ohne Worte benutzen zu müssen und sich dessen erst gar nicht bewusst ist...

Wie ein Vater versucht seinem Beruf gerecht zu werden ohne sich selbst zu verlieren...

Wie eine junge Frau versucht einen Platz im Leben zu finden, obwohl ihr etwas Wichtiges genommen wurde, dass man nicht ersetzen kann...

Und wie ein junger Mann versucht, sich auf andere zu verlassen ohne dabei schwach zu wirken...

Von Liebe, Freundschaft, Mut, aber auch Missverständnissen, Forderungen und einem Wunsch, der sich erst offenbart, als man schon gar nicht mehr damit rechnet.

Erzählt wurde "Nicht nur ein Liebesroman " aus der Sicht von Sloane. Ich habe mich vollkommen in sie rein versetzen können und manchmal ihre Wandlung bemerkt, bevor sie es selbst konnte. Es war wirklich mitreißend.

Die Schreibweise von Emma Mills ist kreativ und wortgewandt, leicht und flüssig. Ich wurde von ihren Worten so gefesselt, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. "Nicht nur ein Liebesroman" entspricht zu 100% dem Titel und ist eben wirklich nicht nur ein Liebesroman. Die zarte Liebesgeschichte verläuft eher hintergründig und dadurch so viel intensiver - wenn man auf die Details achtet. Ich liebe es, wie die Personen aufeinander wirken und wie Sloane eine sehr wichtige Sache lernt - und daran wächst.

Aber mehr werde ich euch nicht verraten. Dieses Buch ist ein Must-Read !