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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.12.2019

Liebe in den Highlands

Die englische Lady und der Rebell
1

Die Pfarrerstochter Prudence will zu ihrem Onkel, der als Reverend in Schottland unterrichtet, reisen. Sie ist Lehrerin und möchte ihn in seiner Schule unterstützen. Ihre Verwandten warnen sie vor den ...

Die Pfarrerstochter Prudence will zu ihrem Onkel, der als Reverend in Schottland unterrichtet, reisen. Sie ist Lehrerin und möchte ihn in seiner Schule unterstützen. Ihre Verwandten warnen sie vor den Gefahren der Reise und den barbarischen Highlandern. Der Roman spielt im Jahr 1747. Ein Jahr vorher war die Schlacht bei Culloden, bei der die Engländer die Schotten vernichtend geschlagen haben. Während der Reise erkrankt Prudence ernsthaft und ist, durch hohes Fieber, beinahe ohne Bewusstsein. Ihre Reisebegleiter lassen sie zurück, daraufhin wird sie von einer Schottin, die kein englisch kann, gesund gepflegt. Ein Mann, der sich dort häufig aufhält, verdächtigt Prudence als Spionin. Damit sie ihm das Gegenteil beweisen kann, will er sie zu ihrem Onkel bringen. Auf der Reise kommen sie sich näher und in gefährliche Situationen.

Der Roman wird aus Prudence Sicht erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und passend zum historischen Hintergrund. Die Charaktere sind gut beschrieben, sie hätten aber noch besser ausgearbeitet werden können. Prudence konnte ich mir nicht gut vorstellen, während Lachann in meiner Vorstellung Jamie aus Outlander ähnelte. Die Landschaften der Highlands kommen sehr gut zur Geltung. Die Dialoge und die Missverständnisse zwischen Prudence und Lachann sind zu Beginn witzig, aber als sie immer mehr über die Verbrechen der Engländer hört, wird es ernster. Das Ende ist sehr spannend und durch den Epilog hat die Geschichte einen schönen Abschluss.

Das Buch hat mich an die Outlander Saga erinnert, deshalb war es nicht wirklich etwas Neues. Trotzdem kann ich „Die englische Lady und der Rebell“ Fans von historischen Liebesromanen empfehlen.

  • Gefühl
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.12.2019

Authentisch und Liebenswert

Legal Love – An deiner Seite
1

Der Roman „Legal Love - An deiner Seite“ war mein erstes Buch der Autorin und hat mich sofort begeistert. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und wirkte realistisch. Die Protagonisten waren sympathisch ...

Der Roman „Legal Love - An deiner Seite“ war mein erstes Buch der Autorin und hat mich sofort begeistert. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen und wirkte realistisch. Die Protagonisten waren sympathisch und liebenswert. Doch nicht nur Nora und David, sondern auch die Nebenfiguren waren interessant und authentisch. Sogar über den verstorbenen William erfährt man viel, sodass ich ihn verstand und mochte. Ebenso fand ich die Handlung und die Hintergründe nachvollziehbar und gut dargestellt. Der einzige kleine Kritikpunkt, den ich habe ist, dass man nicht viel über Davids Leben in Australien erfährt. Mehr kann ich über das Buch nicht sagen, ohne zu sehr auf die Geschichte einzugehen, doch ich werde auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin Ausschau halten.

  • Gefühl
  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.12.2019

Liebe und Trauer

Solange wir lieben
1

Julia ist Apothekerin und sie hat erst vor kurzem eine eigene kleine Apotheke in Berlin übernommen. Sie ist seit drei Jahren mit Konstantin zusammen, der ein Workaholic ist, wobei auch Julia viel arbeitet. ...

Julia ist Apothekerin und sie hat erst vor kurzem eine eigene kleine Apotheke in Berlin übernommen. Sie ist seit drei Jahren mit Konstantin zusammen, der ein Workaholic ist, wobei auch Julia viel arbeitet. Berufsbedingt ist Konstatin ständig vereist, weshalb die Beziehung schwierig ist. In dieser Phase bekommt sie einen Brief von ihrer ersten Liebe Tom, der an ALS, einer nicht heilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, leidet. Tom schreibt Julia, dass er bald sterben wird und die Menschen, die ihm etwas in seinem Leben bedeutet haben, noch einmal treffen will. Julia verabredet sich mit Tom und besucht mit ihm viele Museen in Berlin. Konstatin scheint deswegen eifersüchtig zu sein. Zunächst dachte ich, dass Julia und Tom sich wieder ineinander verlieben. Gegen Ende des Romans organisiert Julia für Tom eine Reise nach Florenz.

Das Buch ist aus Julias Sicht geschrieben und der Schreibstil ist flüssig. Die Figur von Tom ist am besten ausgearbeitet, trotz seiner schweren Erkrankung hat er seine Lebensfreude nicht verloren. Außerdem möchte er solange wie möglich selbstständig bleiben. Julia ist sympathisch, engagiert und herzlich. Gut getroffen ist auch die Schwester von Tom. Mit den weiteren Nebenfiguren wurde ich nicht so ganz warm. Die Szenen in der Apotheke, die erwähnten Krankheiten und die Reise nach Florenz sind gut recherchiert und lebendig beschrieben. Dabei kommt, trotz des ernsten Hintergrunds, der Humor nicht zu kurz. Es hat mir zu lange gedauert, bis Julia Tom wiedergetroffen hat. Der Schluss, mit der Reise nach Florenz, hätte mehr ausgearbeitet werden können. Dennoch ist das Ende emotional und zeigt ein sehr schwieriges ethisches Dilemma auf.

Dass die Autorin das Thema ALS behandelt, finde ich großartig. Die Erkrankten haben kaum eine Lobby, im Vergleich mit anderen Krankheiten. Manche Leser könnte es stören, dass viele Krankheiten erwähnt werden. Dies war für mich nicht so schlimm, da ich aus dem medizinischen Bereich komme. Viele der ernsten Themen wurden nur angeschnitten und meiner Meinung nach, hätte eine Vertiefung auch nicht in die Geschichte gepasst. Die Moral, dass Arbeit im Leben nicht alles ist, wurde sehr deutlich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 20.10.2019

Liebe und Haute Cuisine

The Difference Between Us
2

Molly plant eine Verlobungsfeier für ihre beste Freundin Vera. Da Vera Köchin ist, will Molly in einem bestimmten Restaurant feiern, deshalb muss sie sich mit dem Besitzer Ezra treffen. Dieser ist sehr ...

Molly plant eine Verlobungsfeier für ihre beste Freundin Vera. Da Vera Köchin ist, will Molly in einem bestimmten Restaurant feiern, deshalb muss sie sich mit dem Besitzer Ezra treffen. Dieser ist sehr streng, er wirkt auf Molly arrogant. Ezra ist sehr gut organisiert, besitzt mehrere Restaurants und arbeitet sehr viel. Ezra ist mit Veras Verlobten Kilian, der auch Koch ist, befreundet. Molly arbeitet in einer Werbeagentur als Grafikdesignerin. In ihrer Freizeit malt sie Bilder und ist eher chaotisch. Trotz der Unterschiede verlieben sich Molly und Ezra. An ihrem Arbeitsplatz wird Molly von ihrem Vorgesetzten und Sohn des Chefs sexuell belästigt.

Das Buch ist flüssig geschrieben. Zum Teil gab es Längen. Insbesondere die Monologe, da es aus Mollys Sicht geschrieben ist, könnten kürzer sein. Das Chaotische an Molly hat mir gefallen, sie ist dadurch gleich sympathisch. Da sie gegenüber Ezra sehr widerspenstig ist, hat es mich gewundert, dass sie sich gegen ihren Vorgesetzten, wegen der sexuellen Übergriffe, zu Beginn nicht wehrt. Ezra habe ich am Anfang nicht einschätzen können. Es gibt lustige Szenen und bei den Essen im Restaurant oder bei Vera habe ich richtig Hunger bekommen. Allerdings wird ein sehr ernstes Thema, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, angesprochen. Persönlich finde ich das sehr gut. Die Lösung des Problems hat mir nicht so zugesagt.

Das Buch eignet sich für Leser von Liebesromanen, die problematische Themen und gutes Essen mögen.

  • Cover
  • Geschichte
  • Figuren
  • Gefühl
  • Stimmung
Veröffentlicht am 11.09.2019

14. Band der Reihe Miss Fishers mysteriöse Mordfälle

Tod am Strand
1

Australien in den 20er Jahren. Mit zwei Adoptivtöchtern, einer pfiffigen Assistentin und einem Butler mit Frau lebt Phryne Fisher in einem gefährlichen Viertel von Melbourne. Sie hat eine bewegte Vergangenheit. ...

Australien in den 20er Jahren. Mit zwei Adoptivtöchtern, einer pfiffigen Assistentin und einem Butler mit Frau lebt Phryne Fisher in einem gefährlichen Viertel von Melbourne. Sie hat eine bewegte Vergangenheit. Sie ermittelt sehr gerne in Mordfällen. Phryne ist ihrer Zeit, als Frau, weit vor raus. Sie fährt Auto und kann ein Flugzeug fliegen. Nun will sie helfen, die höheren Töchter in die Gesellschaft einzuführen. Sie soll als Blumenkönigin bei einer Parade mit den Mädchen auftreten. Ein Mädchen verschwindet und dann noch ihre Adoptivtochter Ruth. Besonnen, mutig und flexibel löst Miss Fisher den Fall.

Die Personen sind sehr gut und detailliert beschrieben. Die Szenerie ist so ausgearbeitet, dass der 20 er Jahre - Flair zu spüren ist. Die Autorin schildert sehr genau, wie die Kleider und die Dekoration aussehen. Das historische Ambiente hat mir gefallen. Dies ist in der Serie toll umgesetzt. Der Deutsche Titel ist irreführend. Für einen Krimi hat es mir zunächst an Spannung gefehlt. Es ist mir schwergefallen den roten Faden nicht zu verlieren. Ab der Mitte des Romans wird es spannender. Gewundert hat mich, dass Miss Fisher, beim Verschwinden ihrer Adoptivtochter, sehr ruhig bleibt. Die Nebengeschichte, die in Briefen beschrieben wird, hat mich verwirrt. Gegen Ende ist einiges klarer.

Vielleicht hatte ich zu hohe Erwartungen. Die Serie habe ich kaum gesehen. Das Buch ist geeignet für Fans der Serie, die mehr über die Hintergründe erfahren wollen. Eigentlich müsste man mit dem ersten Band anfangen. Leider wurden nicht alle Bände auf Deutsch übersetzt. Die Verfilmung als Serienepisode weicht sehr vom Roman ab. Personen, die gerne historische Erzählungen mit ein bisschen Krimiflair lesen, könnten den Roman mögen. Für klassische Krimileser ist der Roman nicht zu empfehlen.