Cover-Bild Solange wir lieben
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4,99
inkl. MwSt
  • Verlag: Lübbe
  • Themenbereich: Belletristik - Liebesroman: Zeitgenössisch
  • Genre: Romane & Erzählungen / Erzählende Literatur
  • Ersterscheinung: 01.11.2019
  • ISBN: 9783732567164
Liv Thomas

Solange wir lieben

Wahre Liebe überwindet alles.

Julia und Konstantin sind seit drei Jahren ein Paar. Doch obwohl sie sich innig lieben, drohen sie sich zu verlieren. Als dann ein Brief ihrer ersten großen Liebe eintrifft, ist Julia zutiefst erschüttert: Tom ist todkrank und wird schon bald sterben. Ein letztes Mal möchte er die Menschen sehen, die ihm in seinem Leben wirklich wichtig waren. Das Wiedersehen berührt Julia in ihrem Innersten und macht sie zugleich tieftraurig. Sie möchte nicht, dass dies ein Abschied für immer war und beschließt, Tom seinen letzten Wunsch zu erfüllen: noch einmal nach Florenz zu reisen.

Gemeinsam mit Tom, seiner Schwester Helke und seiner Exfreundin Elsa begibt sie sich auf eine melancholische, aber auch heitere, letzte Reise. Und je näher sie Italien kommen, desto bewusster wird Julia, worauf es im Leben wirklich ankommt.

Ein bewegender Roman, der ans Herz geht, zu Tränen rührt und im Gedächtnis bleibt.

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.11.2019

Ein bisschen zu viel des Guten

3

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Wahre Liebe überwindet alles.

Julia und Konstantin sind seit drei Jahren ein Paar. Doch obwohl sie sich innig lieben, drohen sie sich zu verlieren. ...

Mehr auf: https://xobooksheaven.wordpress.com/

Inhalt:

Wahre Liebe überwindet alles.

Julia und Konstantin sind seit drei Jahren ein Paar. Doch obwohl sie sich innig lieben, drohen sie sich zu verlieren. Als dann ein Brief ihrer ersten großen Liebe eintrifft, ist Julia zutiefst erschüttert: Tom ist todkrank und wird schon bald sterben. Ein letztes Mal möchte er die Menschen sehen, die ihm in seinem Leben wirklich wichtig waren. Das Wiedersehen berührt Julia in ihrem Innersten und macht sie zugleich tieftraurig. Sie möchte nicht, dass dies ein Abschied für immer war und beschließt, Tom seinen letzten Wunsch zu erfüllen: noch einmal nach Florenz zu reisen.

Gemeinsam mit Tom, seiner Schwester Helke und seiner Exfreundin Elsa begibt sie sich auf eine melancholische, aber auch heitere, letzte Reise. Und je näher sie Italien kommen, desto bewusster wird Julia, worauf es im Leben wirklich ankommt.
Quelle: luebbe.de

Meinung:

Loslassen zu können gehört nicht unbedingt zu meinen Stärken.

Das Cover finde ich ziemlich hübsch, es strahlt schon Liebesroman und Trauer aus, wie ich finde und passt daher wirklich gut zur Geschichte. Ich mag dieses Düstere, untermalt mit den Lichterketten, das schafft eine ganz eine Atmosphäre.

Der Schreibstil hat mir die größten Probleme bereitet. Ich kam zwar gut weiter, aber die Gefühle blieben bei mir nicht wirklich hängen, da einige Gespräche zu gestellt wirkten und der Stil selbst manchmal zu distanziert war. Vielleicht empfinden es andere Leser so als perfekt, aber für mich passte es einfach nicht zu Stimmung in dem Buch. Geschrieben ist es aus Sicht von Julia.

Zu Beginn lernt man Julia und Konstantin kennen, die eine gute Beziehung führen. Als Julia einen Brief von einem Ex-Freund bekommt, der bald sterben wird, beschließt sie sich mit ihm zu treffen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, man wird zuerst mit dem Alltag von Julia und Konstantin vertraut gemacht und kann sich an die beiden gewöhnen. Auch die Nebencharaktere Sebastian und Lea werden eingeführt und man hat als Leser schon eine Ahnung von den Figuren. Dennoch habe ich mich gefragt, wo denn nun der Roadtrip aus dem Klappentext ist. Nach dem Lesen kann ich sagen, dass dieser einfach viel zu viel verrät, denn die Reise passiert erst im letzten Viertel. Was passiert also das restliche Buch über?

Es geht hier wirklich um die Liebe und dass man nicht so einfach aufgeben sollte, wenn es einmal schwer wird. Dafür hat uns die Autorin gleich zwei Pärchen gegeben, die keine leichte Zeit durchmachen und zwei, die erst zueinander finden. Ein Paar ist offensichtlich, Konstanin und Julia. Er arbeitet zu viel und sie kann keine Verantwortung abgeben, er ist fast nie da und sie stört es nicht. Eine solche Konstellation kann es auch im echten Leben geben und wie auch hier, muss es nicht immer gut gehen. Wie die Autorin die beiden zuerst auf unterschiedliche Wege und dann den gleichen gebracht hat, fand ich wirklich toll, das hat sie auch mit dem zweiten Paar, Sebastian und Lea geschafft. Ihre Geschichte fand ich oftmals sehr übertrieben, aber dennoch zeigt sie, dass die wahre Liebe alles überwinden kann.

Fast die Hälfte des Buches geht ohne Tom vorbei. Bis er dann seinen Brief schreibt und Julia und er sich wieder anfreunden, ist man schon bei der Hälfte angelangt. Dafür, dass es eigentlich um ihn und seine Reise gehen sollte, kommt er sehr spät dazu. Das fand ich dann doch schade. Tom leidet an ALS, im Laufe des Buches geht es ihm immer schlechter und wie die Autorin dieses Thema verpackt hat und die Krankheit beschrieben hat, war toll. Ich konnte mir Tim gut vorstellen, aber auch all die Menschen, die ihn komisch ansehen, oder nicht wissen, wie sie ihm helfen sollen.

Das hätte als wichtiges Thema auch völlig ausgereicht, aber es kommen noch andere, schwere Krankheiten ins Spiel. Manche von ihnen wurden nur ein bisschen angeschnitten, andere mehr und ich glaube, dass die Autorin einfach darauf aufmerksam machen wollte und zeigen wollte, dass es jeden von uns treffen kann. Leider wurde den verschiedenen Themen aber nicht genug Raum gelassen, wodurch alles sehr gekünstelt dramatisiert wurde. Ich hätte mir gewünscht, dass sie sich entweder ein bis zwei Themen ausgesucht hätte und diese in dem Roman behandeln würde, als alle nur so ein bisschen.

Ich muss auch sagen, dass das Buch im MIttelteil etwas langwierig war. Es passiert nicht wirklich was, viel wiederholt sich und künstliches Drama soll für Spannung sorgen. im letzten Drittel wird es dann wieder besser, wobei man schon weiß, was passieren wird, wenn man den Klappentext gelesen hat. Man wird wissen, wer mit Tom nach Florenz fährt, wodurch der Geschichte Spannung genommen wird und man kann sich dann auch schon denken, was dort noch passieren wird.

Florenz war sicher mein liebster Abschnitt in dem Buch. Hier ging es dann wirklich um Freundschaft, die wieder gefundene Liebe und Versöhnung. Ich bekam immer wieder eine Gänsehaut, weil die Autorin hier wirklich alles richtig gemacht hat. Alle Figuren bekamen ihren Part, jedes Thema wurde nochmal angesprochen und der Titel des Buches wurde zum Motto der Protagonisten gemacht. Ein schöneres Ende hätte ich mir nicht wünschen können.

Fazit:

Der Schreibstil hat mir ein bisschen das Buch verdorben, da man noch so viel mehr ausholen hätte können. Mit Julia wurde ich auch nicht ganz war, da sie manchmal schon ein bisschen komisch ist, aber ansonsten hat mir die Geschichte recht gut gefallen. Man könnte noch vieles verbessern oder ausbauen, aber ein Thema wurde hier groß angesprochen und das ist auch schon gut. Ich gebe dem Buch 3 Sterne.

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Veröffentlicht am 27.11.2019

Gefühlvoll und trotzdem zum Teil etwas oberflächlich

2

Julia und Konstantin leben in Berlin. Sie hat eine Apotheke, er arbeitet viel im Ausland. Julia und Konstantin lieben sich und sind eigentlich sehr glücklich miteinander, allerdings haben beide nur wenig ...

Julia und Konstantin leben in Berlin. Sie hat eine Apotheke, er arbeitet viel im Ausland. Julia und Konstantin lieben sich und sind eigentlich sehr glücklich miteinander, allerdings haben beide nur wenig Zeit und stellen die Arbeit oft über ihre Beziehung und ihre Bedürfnisse. Eines Tages bekommt Julia einen Brief von ihrem Jugendfreund Tom, der inzwischen an der tödlichen Krankheit ALS erkrant ist. Sie trifft ihn und begleitet ihn auf seiner letzte Reise...

Im Großen und Ganzen hat mir das Buch gut gefallen. Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil, so dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Ich finde es toll, dass sie sich der Krankheit ALS annimmt und mehr auf die tödliche Erkrankung aufmerksam macht!
Auch die Charaktere, vor allem Julia und Tom, sind mir sympathisch. Die Geschichte der Beiden hätte einen eigentlich zu Tränen rühren können und trotzdem hat mich das Buch leider nicht so sehr gepackt, wie erhofft... Hier und da hätte ich mir noch mehr Tiefgang gewünscht. Die Gespräche waren mir zum Teil etwas zu oberflächlich und die Beschreibungen zu detailliert.

Fazit: Ein nettes Buch für lange Herbsttage. Zum Teil jedoch meiner Meinung nach zu oberflächliche und zu langgezogene Dialoge der Charaktere, die dem Buch leider ein wenig Tiefgang nehmen

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Veröffentlicht am 16.12.2019

Liebe und Trauer

1

Julia ist Apothekerin und sie hat erst vor kurzem eine eigene kleine Apotheke in Berlin übernommen. Sie ist seit drei Jahren mit Konstantin zusammen, der ein Workaholic ist, wobei auch Julia viel arbeitet. ...

Julia ist Apothekerin und sie hat erst vor kurzem eine eigene kleine Apotheke in Berlin übernommen. Sie ist seit drei Jahren mit Konstantin zusammen, der ein Workaholic ist, wobei auch Julia viel arbeitet. Berufsbedingt ist Konstatin ständig vereist, weshalb die Beziehung schwierig ist. In dieser Phase bekommt sie einen Brief von ihrer ersten Liebe Tom, der an ALS, einer nicht heilbaren degenerativen Erkrankung des motorischen Nervensystems, leidet. Tom schreibt Julia, dass er bald sterben wird und die Menschen, die ihm etwas in seinem Leben bedeutet haben, noch einmal treffen will. Julia verabredet sich mit Tom und besucht mit ihm viele Museen in Berlin. Konstatin scheint deswegen eifersüchtig zu sein. Zunächst dachte ich, dass Julia und Tom sich wieder ineinander verlieben. Gegen Ende des Romans organisiert Julia für Tom eine Reise nach Florenz.

Das Buch ist aus Julias Sicht geschrieben und der Schreibstil ist flüssig. Die Figur von Tom ist am besten ausgearbeitet, trotz seiner schweren Erkrankung hat er seine Lebensfreude nicht verloren. Außerdem möchte er solange wie möglich selbstständig bleiben. Julia ist sympathisch, engagiert und herzlich. Gut getroffen ist auch die Schwester von Tom. Mit den weiteren Nebenfiguren wurde ich nicht so ganz warm. Die Szenen in der Apotheke, die erwähnten Krankheiten und die Reise nach Florenz sind gut recherchiert und lebendig beschrieben. Dabei kommt, trotz des ernsten Hintergrunds, der Humor nicht zu kurz. Es hat mir zu lange gedauert, bis Julia Tom wiedergetroffen hat. Der Schluss, mit der Reise nach Florenz, hätte mehr ausgearbeitet werden können. Dennoch ist das Ende emotional und zeigt ein sehr schwieriges ethisches Dilemma auf.

Dass die Autorin das Thema ALS behandelt, finde ich großartig. Die Erkrankten haben kaum eine Lobby, im Vergleich mit anderen Krankheiten. Manche Leser könnte es stören, dass viele Krankheiten erwähnt werden. Dies war für mich nicht so schlimm, da ich aus dem medizinischen Bereich komme. Viele der ernsten Themen wurden nur angeschnitten und meiner Meinung nach, hätte eine Vertiefung auch nicht in die Geschichte gepasst. Die Moral, dass Arbeit im Leben nicht alles ist, wurde sehr deutlich.

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Veröffentlicht am 03.12.2019

Roman mit großem Potential, das leider nicht ganz ausgeschöpft wird

1

Julia ist in Berlin Apothekerin mit Leib und Seele, auch ihr Freund Konstantin lebt für die Arbeit. Die beiden führen eine Wochenendbeziehung, da Konstantin die Woche über beruflich in der ganzen Welt ...

Julia ist in Berlin Apothekerin mit Leib und Seele, auch ihr Freund Konstantin lebt für die Arbeit. Die beiden führen eine Wochenendbeziehung, da Konstantin die Woche über beruflich in der ganzen Welt unterwegs ist. Während Konstantin noch überlegt, ein äußerst lukratives Jobangebote in Singapur anzunehmen, erhält Julia einen Brief von ihrer Jugendliebe Tom. Er leidet im Endstadium an der tödlichen Krankheit ALS und möchte Julia noch einmal treffen. Bei dem einmaligen Treffen bleibt es nicht, Julia und Tom nähern sich wieder an. Schließlich begleitet sie ihn, seine Schwester Helke und Toms ehemalige Freundin Elsa noch auf eine Reise nach Florenz, den Ort, an dem Tom früher so glücklich war und den er unbedingt noch einmal sehen will.
Toms Krankheit macht Julia klar, wie zerbrechlich das Leben ist, wie wichtig gute Freunde und eine funktionierend Beziehung sind und worauf es für sie im Leben wirklich ankommt. Dabei überdenkt sie auch die Liebe zu Workaholic Konstantin.

Liv Thomas Roman behandelt hochemotionale Themen. Da geht es um Toms schlimme tödliche Krankheit und darum, wie er mit der Gewissheit umgeht, dass ihm nur noch sehr wenig Zeit bleibt. Auch Julia und Konstantins Beziehung steht im Fokus, die hauptsächlich dadurch definiert ist, das Konstantin mehr Wert auf beruflichen Erfolg und weniger auf das Zusammensein mit Julia legt.
Darf angesichts der Zerbrechlichkeit des Lebens der beruflicher Erfolg eines Partners in einer Beziehung über allem anderen stehen? Kann eine derart ungleiche Beziehung überhaupt funktionieren, ohne dass die Beteiligten leiden? Sollten sie nicht vielmehr im Hier und Jetzt leben, anstatt auf eine Zukunft zu setzen, die vielleicht niemals kommt? Wieviel Geduld ist in einer Beziehung nötig, wann ist die Grenze des Zumutbaren erreicht?


Die Fragen und Themen, um die sich die Geschichte dreht, sind existenziell und wichtig. Ihre Umsetzung im Roman ist meiner Meinung nach nicht ganz ideal gelungen.
Der Schreibstil wirkt stellenweise (auch durch den Gebrauch des Präsens) weniger locker und flüssig, sondern vielmehr hölzern und gestelzt. Auch mit den Figuren hatte ich meine Schwierigkeiten, sie werden mir oft zu klischeehaft, einseitig und eindimensional dargestellt. Julia ist zwar sympathisch, aber für mich nicht ganz nachvollziehbar, sie setzt sich und ihre Interessen für meinen Geschmack viel zu wenig durch und lässt sich zu viel gefallen. Konstantin, der getriebene Karrieretyp, ist für mich deutlich zu überzeichnet. Toms Schwester Helke und Lea, eine Freundin Julias, sind beide sehr ähnlich, haben nach außen eine harte Schale, sind aber verletzlich, während Julias guter Freund Sebastian stark an eine männliche Variante von Julia erinnert. Insgesamt hätten die Figuren wesentlich differenzierter und ausgefeilter charakterisiert werden können. So verkommen Julias eigentlich wichtige Gedanken über den Sinn des Lebens zu Plattitüden. Wenn ich „ Solange wir lieben“ z.B. mit Jojo Moyes Roman „Ein ganz halbes Jahr“ vergleiche, der sich ebenfalls mit einer tödlichen Krankheit befasst und darum, wie der Patient damit umgeht, schneidet Liz Thomas Roman deutlich schlechter ab. Moyes Geschichte hat mich gefesselt. Hier wird der Leser an das Thema herangeführt, betroffen gemacht, aber nicht richtig mitgezogen. Vielleicht, weil die Figuren zu blass bleiben und das Ende fast kitschig wirkt? Ich habe den Roman recht schnell gelesen, habe kurz darüber gegrübelt, weiter nachwirken wird er aber trotz des ernsten und schockierenden Themas wohl nicht.

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Veröffentlicht am 02.12.2019

Ein bewegendes, zu wenig hinterfragtes Thema

1

Das Thema dieses Romans hat mich tief bewegt, so ist ALS erst durch die Eisbucket-Challenge bekannt geworden und doch viel zu selten hinterfragt worden. Was steht hinter der Krankheit? Diese Frage beantwortet ...

Das Thema dieses Romans hat mich tief bewegt, so ist ALS erst durch die Eisbucket-Challenge bekannt geworden und doch viel zu selten hinterfragt worden. Was steht hinter der Krankheit? Diese Frage beantwortet Liv Thomas mit diesem Roman und verpackt es in ein Erlebnis, dass zum Nachdenken anregt.

Zum Inhalt: Die Hauptprotagonistin Julia lebt in einer Wochenendbeziehung mit ihrem Freund Konstantin, welcher ein richtiger Workaholic ist. Eines Tages findet sie einen Brief in ihrem Briefkasten. Er stammt von ihrer Jugendliebe Tom, welcher sie noch einmal treffen möchte, bevor er an ALS sterben wird. Julia erfüllt Tom seinen Wunsch und zwischen den beiden entwickelt sich eine zarte Freundschaft. Sie begleitet ihr durch diese schwere Zeit, hilft ihm seine letzen Träume zu verwirklichen und begleitet ihn bis zum Ende seiner Reise.

Das Cover des Romans ist wirklich schön, strahlt allerdings weniger die Melancholie und Trauer die in diesem Roman vorherrscht aus. Für mich hätte es besser zu einer typischen Liebesgeschichte gepasst, aber an sich finde ich es wirklich wunderschön - immerhin ist es ein Eyecatcher!

Der Schreibstil hat mir manchmal einige Probleme bereitet. Ich mochte manche Dialoge nicht so gerne, da sie gezwungen und irgendwie gestellt wirkten. Da konnten bei mir die Gefühle und die Stimmung nicht wirklich aufkommen. Andererseits mochte ich den Humor des Protagonisten sehr gerne und konnte in diesen Momenten lachen.

Besonders gefallen haben mir die vielen Details der einzelnen Passagen. Ich konnte mit Orte und Personen unheimlich gut vorstellen.

Der Einstieg in den Roman ist mir gut gelungen und ich konnte mich schnell in Julias Leben einfinden. Es war interessant ihren Beruf kennenzulernen, doch mit Konstantin konnte ich mich nicht wirklich arrangieren. Seinen Charakter mochte ich von Anfang an nicht und ich weiß auch nicht woran es lag, aber die Sympathie ist auch nie aufgekommen.

Generell habe ich nach dem ich den Klappentext und die Leseprobe gelesen habe einfach etwas anderes erwartet. Ich dachte, dass Julia und Tom mehr verbinden wird als eine Freundschaft. An sich finde ich es nicht schlimm, dass es letztendlich nicht so war, allerdings hat es eben meine Erwartungen verletzt. Dafür haben wir mit der Liebesgeschichte zwei Pärchen (wenn nicht sogar viel mit den Nebencharakteren) bekommen, die letztendlich auf ihre Weise zueinander gefunden haben. Der Weg ist das Ziel und das kann ich durch dieses Buch nur wieder bestätigen. Beide Pärchen haben keine leichte Zeit hinter sich und werden immer wieder vor Probleme oder Herausforderungen gestellt. Einige von diesen sind überwindbar - andere nicht.
Ich fand es toll mitzuerleben, wie diese Charaktere vielleicht erst andere Wege gehen mussten aber am Ende doch zueinander gefunden haben. Das beweist wieder einmal: Viele Wege führen nach „Rom“.

Leider fand ich es sehr schade, dass Tom als Hauptcharaktere erst so spät eingeführt wurde. Er war meine liebste Person in diesem Buch und hat am meisten Gefühle für mich transportiert. Auch die Reise hätte für mich noch etwas mehr hergeben können. Doch die Beschreibung des Krankheitsverlaufs hat mir gut gefallen. Ich habe sehr mit ihm mitgelitten und konnte es mir bildlich vorstellen.

Elsa hingegen konnte auch keine Sympathiepunkte bei mir sammeln. Ihr Charakter war etwas platt für mich und auch ihre eigene Krankheitsgeschichte war etwas unausgereift. Ich hätte mir hier gewünscht, dass sie etwas mehr Raum bekommt und so wie auch die gesamte Reise schon früher im Roman aufgetreten wäre.

Die Reise nach Florenz hat mir mit Abstand am besten gefallen. Hier wurde weniger dramatisiert und auch die Dialoge wurden besser. Besondere Themen wie Liebe, Freundschaft, Loslassen und Familie wurden zelebriert und ich musste doch bei seinem Abschiedsbrief ein Tränchen verdrücken. Hier wurde meiner Meinung nach alles richtig gemacht! Das Ende, wenn auch kein richtiges Happy-End für alle, so doch ein wirklich schönes hat mich umgehauen.

Fazit:
Ein wirklich interessantes, viel zu wenig hinterfragtes Thema bekommt hier Raum und wird beleuchtet. Der Schreibstil hat manchmal für mich nicht gepasst und auch mit einigen Charakteren konnte ich nicht warm werden. Doch das Ende und Toms Humor konnten das wieder herausreißen!
Deshalb 4 Sterne von mir.

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