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Lysithea

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Veröffentlicht am 23.10.2019

Unerwartet spannend

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Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ...

Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ich mir auch auf dem Cover gewünscht.
Aber ich soll nicht meckern, im Vergleich zum Englischen ist es ein schönes Cover. Es ist zwar noch Luft nach oben, aber der LYX Verlag hat sich Mühe gegeben und es sticht einem ins Auge.


Charaktere: Tessa: ist ein sehr interessanter Charakter, der mit vielen verschiedenen Problemen zu kämpfen hat. Sie verlässt ihr Zimmer nicht, gegen Ende erfahren wir dann endlich warum. Dann hat sie auch einen Fan Account, der plötzlich wegen eines Hashtags viel Aufmerksamkeit bekommt.
Eric: ist ein Star, der seine Fans heimlich hasst. Eigentlich möchte er nur Musik machen und sich damit ausdrücken, aber um berühmt zu sein, muss man auch das richtige Aussehen haben. Eric ist paranoid und hält von seinen Fans nur das Schlechteste... bis er einen Fan Account heimlich anschreibt und bemerkt, dass sie nicht jeder Fan ein krankes Fangirl ist.

Die Charaktereigenschaften stechen in der Geschichte nicht wirklich heraus, es geht eher mehr um die Probleme der Person. Obwohl ich es natürlich liebe, wenn Charaktere auch einen Charakter haben, passierte in dieser Geschichte so viel anderes, dass das gar nicht so auffiel.


Setting: Das Setting ist in dieser Geschichte eher unwichtig. Irgendwann erfährt man zwar, dass Tessa irgendwo mitten im Nirgendwo wohnt, aber für die Story spielt das keine Rolle.
Eventuell hätte ich mir mehr von Eriks Welt gewünscht. Wo wohnt er? Wohin reist er? Und noch mehr so Fragen...


Beginn: Als ich das Interview zwischen dem Ermittler und Erik gelesen habe, war ich sofort von der Aufmachung des Buches begeistert. Außerdem stellt man sich sofort die Frage, was eigentlich passiert ist. Diese Ermittlungen kommen immer wieder im Buch vor und halten die Spannung aufrecht.


Schreibstil: Der Schreibstil an sich war nichts Besonderes, aber in Verbindung mit der spannenden Geschichte und den Interviews der Ermittler... ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Mir hat gefallen, dass nicht alles ganz genau beschrieben worden ist, so konnte man seine Fantasie etwas spielen lassen und natürlich das Buch schnell lesen. Ein komplizierter Schreibstil hätte zu dem Genre einfach nicht gepasst und schon gar nicht zu der Story.
Manchmal ist weniger einfach mehr, das hat die Autorin richtig erkannt.


Meinung: Eigentlich habe ich schon fast alles gesagt, es gibt nur mehr ein paar Punkte, die ich erwähnen möchte.

Man merkt, dass sich die Autorin mit vielen verschiedenen Themen auseinandergesetzt hat und es sehr gut dargestellt hat. Natürlich war es teilweise nicht ganz so realistisch, aber es ist viel besser als in anderen Büchern teilweise.

Mir hat nicht so gefallen, dass der "Bösewicht" dieser Geschichte erst gegen Ende hin erwähnt wurde. Vielleicht war das für manche ein Plottwist, aber ich wollte das Buch nur wegen den Mystery Aspekten lesen und war deswegen etwas enttäuscht. Ich hätte gerne von Anfang an gerätselt, wer das ist.

Oh, und das Ende... Ich habe mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Aber ich bin froh, dass es einen zweiten Band gibt (der auch bald erscheint!!!)


Fazit: Das Buch hat mich gefesselt, die Aufmachung machte die Geschichte noch spannender und wertet die Geschichte sogar auf und es wurden wichtige Themen behandelt.
Ich hoffe, dass ich im nächsten Band mehr von den Charakteren (vor allem von Erik) erfahren werde und dass Tessas Vergangenheit besser und näher erklärt wird.

Eine spannende Wattpad Geschichte, die als Buch ihren Platz/Druck verdient hat. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Ein sehr ausladender Schreibstil

Im Schatten des Fuchses
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Cover: Ich liebe, liebe, LIEBE es!
Es hat diesen minimalistischen Stil, der mir sehr gut gefällt, aber erzählt auch, um was es in dieser Geschichte geht. Man weiß auch sofort, dass japanische Mythologie ...

Cover: Ich liebe, liebe, LIEBE es!
Es hat diesen minimalistischen Stil, der mir sehr gut gefällt, aber erzählt auch, um was es in dieser Geschichte geht. Man weiß auch sofort, dass japanische Mythologie eine wichtige Rolle in diesem Buch haben. Der Fuß ist süß, die Kirschblätter künstlerisch und die sanften, hellblauen Wellen im Hintergrund runden alles perfekt ab. Wer auch immer das designt hat, hat einen Preis verdient... oder zumindest einen kräftigen Applaus. klatsch
Wenn ich jetzt kein Buch vergesse, ist es bis jetzt mein Lieblingscover 2019... wow.


Charaktere: Von den Charakteren hätte ich mir ehrlich gesagt mehr gewünscht.

Yumeko: ist Halb-Kitsune und Halb-Mensch. Sie ist in einem Kloster bei Mönchen aufgewachsen, nachdem sie als kleines Kind mit einem Zettel dort abgegeben worden ist. Yumeko spielt oft mit ihrer Fuchsmagie, was im Kloster nicht gern gesehen wird. Generell macht sie sich bei den Mönchen nicht gerade beliebt: Sie spielt gerne Streiche und hört den Weisheiten der Brüder nur mit halben (Fuchs)ohr zu.
Tatsumi: ist ein Schattenkrieger, also ein Samurai, der im Verborgenen und mit weniger Ehre kämpft. Er hat schon gegen zahlreiche Monster gewonnen, eine große Hilfe dabei ist sein Schwert namens Göttestöter, denn dort wird ein uralter Dämon gefangen gehalten. Tatsumi muss seine Gefühle verbergen, denn wenn er nicht aufpasst, ergreift der Dämon besitz von ihm. Schafft Yumeko es, seine Fassade zum Bröckeln zu bringen?
Okame: ist ein ehemaliger Samurai, ein Ronin, den die beiden auf ihrer Reise treffen. Tatsumi ist nicht sonderlich begeistert davon, dass Okame sie begleitet, zu Recht, den er bringt etwas Chaos in die Truppe.

Manchmal liest man auch Kapitel, die aus der Sichtweise einer anderen Person geschrieben ist. Das hat mich am Anfang etwas verwirrt, aber irgendwann habe ich mich damit zurechtgefunden. Woran ich mich allerdings nur schwer gewöhnen konnte, waren die vielen verschieden Namen. Vor allem zu Beginn war es viel auf einmal. Es kann auch daran liegen, dass ich japanische Texte kaum gewöhnt bin. (Ich nehme mir für 2020 vor, mehr Geschichten aus fremden Ländern zu lesen - bitte erinnert mich daran)


Setting: Das Setting in diesem Buch war wunderbar. Ich mag die japanische Kultur einfach, nur teilweise waren mir Begriffe etwas zu wenig erklärt. Es gibt zwar ein Glossar hinten, aber ich fing an Begriffe zu verwechseln oder ich konnte sie mir gar nicht merken.
Aber zurück zum Setting, das war nämlich großartig beschrieben. Über Julie Kagawas Schreibstil rede ich später noch, aber für mich hat der für Settings gut funktioniert. Die Fantasyworld konnte man sich vorstellen, eine Karte wäre gar nicht nötig gewesen.


Schreibstil: Der Schreibstil von Julie Kagawa ist sehr ausladend. Sie beschreibt wirklich jedes Detail... und die Details dieses Detail. Zu diesem Genre ist es auch passend, aber ich bin High Fantasy nicht so gewöhnt, das war erstmal ein Sprung ins kalte Wasser.
Die japanischen Begriffe, die ich vorhin schon angesprochen habe, haben den Lesefluss etwas gestört. Ich konnte "Im Schatten des Fuchses" nicht in einem Zug lesen (bzw. im Bus... okay dieser Wortwitz war echt schlecht)


Meinung:Es liegt einfach an mir.
Dadurch, dass ich dieses Buch nicht schnell lesen konnte, kam auch keine Spannung auf. Die Geschichten und vor allem die Hintergrundgeschichten am Anfang kamen mir etwas sinnlos vor und ich wusste nicht, was für das Ende wichtig sein wird und was nicht.

Die japanische Kultur und Mythologie wurde wunderbar beschrieben und hat mich echt Neugierig gemacht. Ich würde gerne mehr Bücher lesen, die dieses Thema behandeln.

Mir persönlich kam auch die Liebesgeschichte ein bisschen zu kurz, aber es ist ja der Auftakt einer Trilogie, da wird bestimmt noch mehr kommen.


Fazit: Für High Fantasy Fans kann ich dieses Buch empfehlen. Es erschafft eine Welt, die zwar magisch, aber dennoch gut vorstellbar war.

Allerdings konnte mich dieses Buch nicht wirklich begeistern. Es waren allerdings sehr schöne Formulierungen drinnen, die Charaktere waren interessant (ich hätte mir nur mehr von deren Persönlichkeit gewünscht) und das Cover ist ein absoluter Traum.

Für mich ein mittelmäßiges Buch, weder hasse ich es, noch liebe ich es. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein anderer Leser davon begeistert ist.
3 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Wo ist die Ella aus Band 1 hin?

Cinder & Ella
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Cover: Das Cover finde ich süß und passend zum 1. Band.
Mehr hab ich da auch nicht zu sagen... Es ist simpel gehalten, was mir ganz gut gefällt. Das Wortspiel Cinderella sieht man auch auf den ersten Blick, ...

Cover: Das Cover finde ich süß und passend zum 1. Band.
Mehr hab ich da auch nicht zu sagen... Es ist simpel gehalten, was mir ganz gut gefällt. Das Wortspiel Cinderella sieht man auch auf den ersten Blick, da das "&" klein in der Mitte ist.
Von außen gefällt mir das Buch immerhin.


Charaktere: Ella: Mit ihr bin ich gar nicht zurechtgekommen. Sie wurde im Buch oft als "witzig", "cool" und "schlagfertig" bezeichnet. Im ersten Band konnte ich dem noch zustimmen, aber hier passte das überhaupt nicht. Sie hat ein fast perfektes Leben und viele Leute, die hinter hier stehen, dennoch meckert sie die ganze Zeit über Kleinigkeiten und wie schwer alles für sie ist.
Cinder: Mit den Nachrichten, die er Ella geschickt hat, hat er mich im 1. Band sofort begeistern können. Sein Humor ist noch immer derselbe, jedoch passierte in seinen Kapiteln nichts Spannendes.

Mit den anderen Charakteren habe ich auch ein Problem. Oder besser gesagt mehrere.
Bevor man mit dem Lesen der Reihe anfängt, soll man sich bewusst sein, dass in diesem Buch sehr sehr viele Stereotype verwendet wurden. Wem so etwas aufregt, soll Cinder & Ella besser nicht lesen.
Außerdem kamen in vielen unwichtigen Szenen noch unwichtigere Charaktere vor, dessen Namen ich mir nur schwer merken konnte. Wenn Ella einen neuen Star kennenlernt, wird meist nur der Name gelernt, keine Beschreibungen des Aussehens oder Charakters...
Schon im 1. Band waren die Charaktere sehr überzogen, aber da das Buch aus Ellas Blickwinkel erzählt wird, ergab das noch halbwegs Sinn. Jetzt haben sie am Ende des 1. Bandes alle Frieden geschlossen und die Charaktere werden noch immer so beschrieben...?


Setting: Über das Setting erfährt man eher weniger, aber das ist auch nicht wichtig für diese Geschichte. Manchmal führt Brian zwar Monologe darüber, wie Hollywood die Leute zerstört, aber ich hätte mir einen genaueren Blick in die Welt der Stars gewünscht.


Beginn: Der Beginn war richtig süß und definitiv der beste Teil des Buches. Man wird an die Internetfreundschaft der Beiden erinnert, aber auch, dass die zwei nun ein glückliches Paar sind. Außerdem wurde am Anfang der erste Band ganz gut zusammengefasst, was für mich eine große Hilfe war.
Die Leseprobe konnte mich auch richtig begeistern, allerdings wurde die Geschichte immer schlechter und schlechter.


Schreibstil: War der Schreibstil im 1. Band auch so schlecht? Ich weiß es nicht mehr...

Die Dialoge sind sehr frei geschrieben, das heißt man kann schnell den Faden verlieren und weiß nicht mehr welche Person gerade redet. Ein kurzes "flüsterte sie" hätte doch nicht geschadet und die Geschichte lebendiger gemacht.... Allerdings kann man dadurch das Buch sehr schnell lesen.

Generell hatte ich ein Problem mit den Beschreibungen. Die Dialoge werden zu wenig beschrieben und der Rest zu viel. Der Leser ist nicht dumm, der kann sich vieles zusammenreimen. (Denke ich zumindest...)

Auch die Sprache der Charaktere hat mich gestört. Jugendliche reden nicht wie Jugendliche und die Erwachsenen reden nicht wie Erwachsene. Am Ende konnte ich "Jaah" gar nicht mehr sehen... Es wurde so oft benutzt! Wirklich jeder hat das gesagt!


Meinung: Ein kleiner Punkt, den ich trotzdem erwähnen möchte, ist die Formatierung des E-Books. Bei den Textnachrichten konnte man nicht unterscheiden, wer was sagt. Sie heben sich zwar vom normalen Text ab, indem sie fett gedruckt sind, allerdings schauen sie auch nicht wie Texte aus. Alles stand auf einer Seite und man konnte den Wechsel schlecht verfolgen. Das gedruckte Buch habe ich nicht gelesen, vielleicht ist es da auch so.

Die Intention des Buches verstehe ich schon. Es geht um Body Positivity und Perfektheit in der Welt der Stars und auf Magazinen. Man hätte diese wichtige Message aber viel schöner verpacken können, mit einer packenden Geschichte und interessanten Charaktere.


Fazit: Wenn euch der 1. Band gefallen hat und ihr nun diesen hier lesen wollte, geht noch mal kurz in euch und überlegt, warum euch Band 1 gefallen hat.

Wenn ihr die Story und die Märchenelemente mochtet, aber sonst nicht, dann ist dieses Buch nichts für euch. Aber wenn ihr die Charaktere cool findet und ihr mehr über ihre Beziehung erfahren wollte, dann ist dieser Folgeband perfekt für euch!

Für mich war es leider nichts. Die Charaktere waren überzogen und nervig, mit dem Schreibstil konnte ich auch wenig anfangen.

Deswegen gibt es nur 2 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 28.09.2019

Eine wunderbare Mischung aus Jugend- und Erwachsenenbuch

Love to share – Liebe ist die halbe Miete
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Cover:
Das Cover hat mich nicht wirklich angesprochen. Der Titel nimmt mit großen, rot und pinken Buchstaben den meisten Platz ein. Rot und Pink nebeneinander ist eine sehr mutige Kombi, in diesem Fall ...

Cover:
Das Cover hat mich nicht wirklich angesprochen. Der Titel nimmt mit großen, rot und pinken Buchstaben den meisten Platz ein. Rot und Pink nebeneinander ist eine sehr mutige Kombi, in diesem Fall gefällt es mir allerdings ganz gut. Außerdem kann man auf dem Cover noch die beiden Hauptcharaktere, Tiffy und Leon, erkennen. Die rosa Wirbeln, die sich um den Titel schlängeln, verstehe ich nicht wirklich.

Generell hat das ganze Cover wenig mit der Story zu tun. Bei so einem interessanen Konzept hätte man viele Designs machen können. Dieses hier hätte zu vielen Geschichten passen können.

Vergleicht doch mal die englische Version mit der deutschen...
Das englische Cover hat viel mehr Charakter und man kann erahnen, um was es in dem Buch geht. Um ehrlich zu sein, finde ich das deutsche langweilig und unkreativ.

Allerdings soll man ein Buch ja nie nach dem Cover beurteilen.


Charaktere:
Tiffy: sticht sofort mit ihrer bunten und mutig kombinierten Kleidung heraus. Sie hat einen Job als Lektorin, für den sie viel zu wenig bezahlt bekommt. Momentan arbeitet sie an einem Häckelbuch. Sie braucht eine neue Wohnung, weil sie von ihrem Ex wegkommen will. Tiffy kann viel reden, backt gerne und hat einige gute Freunde.

Leon: ist das Gegenteil von Tiffy, schüchtern und sparsam mit seinen Worten. Er arbeitet Nachtschichten in einem Krankenhaus, dort freundet er sich mit vielen Patienten an und tut dem ein oder anderen sogar Gefallen. Zum Beispiel sucht er nach einem lang verschollenen Freund eines Patienten.

Die Nebencharaktere waren auch alle besonders und einzigartig. Am Anfang war es etwas schwer Tiffys Freunde auseinanderzuhalten und die ganzen Namen zu behalten.


Setting:
Das Buch spielt in London, wobei man dank den Hauptcharakteren verschiedene Aspekt der Stadt vorgestellt bekommt.

Tiffy genießt das Nachtleben, geht gerne mit Freunden etwas trinken oder ist auf verschiedenen Ausflügen wegen ihrer Arbeit.

Leon ist die meiste Zeit daheim, aber an den Wochenenden reist er durch ganz England, um den Freund des Patienten zu finden.

Allerdings spielt das Setting in diesem Buch keine große Rolle. Es geht eher um die Beziehungen der Charaktere und wie sie mit ihren Problemen umgehen.


Schreibstil:


Die Geschichte wird aus der Sicht beider Charaktere erzählt.

Es ist selten, dass man in einem Buch den Schreibstil der zwei Charaktere unterscheiden kann. Ich freue mich immer wahnsinnig, wenn das der Fall ist. Bei Love to share ist der Unterschied extrem.

Tiffy beschreibt alles detailreich, ihre Nachrichten sind viel länger als Leons und sie endet diese immer mit "xx".

Leon ist am Anfang viel zurückhaltender und höflicher. Seine Nachrichten sind kurz und weniger persönlich, außerdem beendet er sie mit "Leon" ohne Küsschen. Außerdem fällt an seiner Erzählweise sofort auf, dass er kaum Personalpronomen benutzt. Seine Sätze sind einfach aufgebaut und lesen sich eher wie Stichworte.

Man weiß also immer wessen Kapitel man gerade liest.


Meinung:
Was mich etwas gestört hat, ist die Offenheit der Charaktere (außer Leon). Warum erzählt Tiffy ihm sofort von ihrem Ex und ihren anderen Problemen? Ich habe mich einfach damit abgefunden, dass das ihre Art ist damit umzugehen. Aber warum hat es dann so lange gedauert, bis sie sich professionelle Hilfe geholt hat? Ein anderes Beispiel dafür ist Richie, Leons Bruder, der im Gefängnis sitzt. Gleich beim ersten Telefonat mit Tiffy wollte er ihr seine ganze Geschichte erzählen...

Man muss auch erwähnen, dass das Buch sehr viele verschiedene Storylines hat. Da gibt es Leons Suche nach alten Freund eines Patienten, Richies Geschichte und Verhandlung, wie Tiffy über ihren Ex hinwegkommt, die Erfolgsstory eines Häckelbuches...
Das Buch ist also sicher nicht langweilig. Dennoch bin ich mir nicht ganz sicher, ob mir das gefallen hat. Einerseits bleibt das Buch so spannend und abwechslungsreich, andererseits kann man sich nicht auf einen Strang der Geschichte konzentrieren. Da muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er das mögen wird oder nicht.

Und jetzt kommt der Grund, warum ich das Buch so liebe. Es geht um zwei junge Erwachsene, die versuchen sich ein Leben aufzubauen und zum ersten Mal mit Erwachsenenprobleme umgehen müssen. Allerdings ist es nicht so wie in New Adult, der Fokus liegt nicht auf Sex und sexueller Spannung.
Love to share fühlte sich für mich einfach nach einer perfekten Mischung zwischen Jugendbuch und Erwachsenenbuch an! Ich möchte unbedingt mehr solcher Bücher lesen, also wenn ihre Empfehlungen habt, schreibt es mir.


Fazit:
Ich mag das Buch. Es hat wunderbare Charaktere, die gut miteinander harmonieren, und doch das Gegenteil voneinander sind. Man weiß immer, wer gerade was schreibt, da der Erzählstil der Protagonisten so unterschiedlich ist.

Es gibt auch kleine Sachen, die ich zu bemängeln habe, wie das Cover oder, dass keine Storyline im Vordergrund steht.

Love to share, Liebe ist die halbe Miete von Beth O'Leary ist für mich ein gelungenes Buch für Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene! 4 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 25.09.2019

Gute Idee - Schlechte Umsetzung

Everlasting Love - Gefährliches Schicksal
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Cover: Das Cover ist nicht so schlimm wie der Inhalt, man erkennt nur fast nichts. Die Lichter unten am Buch finde ich ganz süß und traumhaft. Die Farben passen gut zusammen und ich finde es sogar schön ...

Cover: Das Cover ist nicht so schlimm wie der Inhalt, man erkennt nur fast nichts. Die Lichter unten am Buch finde ich ganz süß und traumhaft. Die Farben passen gut zusammen und ich finde es sogar schön wie sie sich ineinanderblenden und verwischen. Es ist halt nichts besonderes, Cover wie dieses gibt es wie Sand am Meer. Ich hasse es nicht, werde es aber sofort wieder vergessen. Was mir sehr gefällt, ist wie der Titel aufgebaut ist. Der Titel, Autorenname und Untertitel sind schön miteinander verbunden

Charaktere: Lila Black: Mit der Protagonistin kam ich gar nicht klar. Ich fand sie absolut nervig und unlogisch... Sie hat einen ganzen Sommer lang E-Mails ignoriert, nur um dann bei Cupid schwach zu werden? Glaubt sie jetzt an Seelenpartner die füreinander bestimmt sind oder nicht? Ich habe das ganze Buch gelesen - das sind über 400 Seiten - und ich kann keine einzige Eigenschaft nennen , geschweige denn ein Hobby von ihr. Wie verbringt sie ihren Tag? In welchem Umfeld ist sie aufgewachsen? Ich brauche Infos und einzigartige Charaktere, die die Geschichte vorantreiben!
Cupid: Verstehe ich auch nicht. Er ist zwar ein junger Liebesgott, hat aber gar keine Macht. Von einem Gott habe ich mir etwas mehr erwartet! Dafür, dass er tausende Jahre alt ist, hat auch er überraschend wenig Substanz.
Auch die Nebencharaktere sind nervig, handeln unlogisch oder sind für die Geschichte gar nicht wichtig. Es ist selten, dass ich in einem Buch gar keinen Charakter finde, der mir nicht sympathisch ist, aber Everlasting Love hat es geschafft.

Setting: Ich glaube, dass das eine typische, amerikanische Kleinstadt sein sollte. Warum fallen dann ein paar unmenschliche Wesen und eine Dating Agentur, die keine Kunden annimmt, nicht auf? Und warum treiben sich ausgerechnet dort Cupids herum? Eine Hintergrundgeschichte oder etwas mehr Information wäre schön gewesen. Die Stadt ist für meinen Geschmack zu wenig beschrieben worden, ich konnte mir sie gar nicht richtig vorstellen. Den Namen habe ich auch sofort vergessen...

Beginn: Es beginnt damit, dass Lila in den Laden kommt, um zu sagen, dass sie mit den E-Mails aufhören sollen. Im Brief wird allerdings erwähnt, dass diese Agentur im Hintergrund arbeitet, fällt ein großes Gebäude mitten in der Stadt da nicht auf?

Schreibstil: Ich bin wirklich nicht anspruchsvoll, mir reichen ein paar Wortspiele, Redewendungen, oder etwas ähnliches und sofort mag ich den Schreibstil. Das hier war einfach nur grauenvoll. Kurze Sätze, unnötige Beschreibungen, unrealistische Dialoge und die Wiederholungen! Immer wieder wurden Phrasen wiederholt, wiederholt und wiederholt... Spannung ist auch nie aufgekommen. In der ersten Hälfte des Buches ist nichts passiert und in der zweiten habe ich mich nicht mehr wirklich dafür interessieren können. Positiv ist, dass man das Buch relativ flott liest. Zumindest fühlt es sich so ein, weil... nun ja, die meisten Kapitel haben gerade mal 5 Seiten.

Meinung: Es gibt viele Punkte die ich noch ansprechen will. Leider sind keine davon positiv. Ein großer Teil des Buches soll die Mythologie sein, am Anfang ist die aber sehr nervig und eintönig. Es gibt verschiedene Arten von Pfeilen, die alle eine andere Wirkung haben. Natürlich hängt diese Wirkung auch von der Person ab. Und wenn der Mars und der Saturn in einer Vollmondnacht am 27. Jänner um 22:33 normal zueinander stehen, hat der Pfeil natürlich eine ganz andere Wirkung als zuvor. Das ist jetzt natürlich ein dummes, übertriebenes Beispiel von mir, aber so hat es sich angefühlt. Es wird auch gesagt, dass die Pfeile altmodisch sind und die Agentur sie nicht mehr benutzt... Warum sind sie dann ein großer Teil der Geschichte und kommen in jeder Kampfszene vor? Zum Ende hin wird die Mythologie etwas besser, aber ganz überzeugen konnte sie mich nicht. Schade eigentlich. Der wichtigste Part der Geschichte ist, dass ein Cupid gar keinen Match haben darf. Warum? Steht so im Gesetz. Das ist die Erklärung. Warum das im Gesetz steht fragt natürlich niemand... Die Liebesgeschichte ist für mich überhaupt nicht nachvollziehbar. Es fühlt sich so an, als würden einfach 100 Seiten im Buch fehlen... Logikfehler gibt es noch mehr. Ich will nicht spoilern, aber das was mit Lilas Freundin passiert, macht für mich gar keinen Sinn... Vielleicht lese ich in letzter Zeit etwas zu viel Science Fiction, aber ich hätte mich echt gefreut, wenn zumindest die neuen Technologien, die die Agentur benutzt, besser erklärt wären. Wieder einmal konnte ich mir nur wenig darunter vorstellen.

Fazit: Ich dachte, wir hätten Twilight in den 2000er Jahre gelassen... Leider wurde eine gute Idee mit viel Potenzial so schlecht umgesetzt. Schlechte Charaktere ohne Inhalt, ein sich wiederholender Schreibstil, zusammenhangsloser Inhalt und tausende Logikfehler. Aber wenn du auf Charaktere und Schreibstil keinen Wert legst und dir Twilight gefallen hat, dann ist das das perfekte Buch für dich... Mich konnte es nicht überzeugen und ich hasse es wirklich das zu sagen, aber... es gibt nur einen Stern von mir.