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Lysithea

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2020

Atmosphärisch, detailreich... einfach wunderbar!

Vicious - Das Böse in uns
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Cover: Ich liebe es! Das Cover zeigt perfekt die düstere Atmosphäre des Buches wieder und bleibt auch den typischen Farben der Autorin treu (rot-schwarz-weiß.)
Den Charakter auf dem Cover kann man sofort ...

Cover: Ich liebe es! Das Cover zeigt perfekt die düstere Atmosphäre des Buches wieder und bleibt auch den typischen Farben der Autorin treu (rot-schwarz-weiß.)
Den Charakter auf dem Cover kann man sofort erkennen. Es ist Victor mit seinem weißblondem Haar und seinem typischen Mantel. Es wurde sich also viel dabei gedacht als man das Cover gezeichnet hat! Gefällt mir, sieht man nicht oft.
Den Untertitel "Das Böse In Uns" hätte ich nicht gebraucht, aber die Deutschen Verlage haben Untertitel anscheinend sehr gerne. Allerdings muss ich zugeben, dass er auch zu der Geschichte passt.
Mit der Aufmachung bin ich mehr als zufrieden! Ich wüsste nichts, was ich verändern würde.


Charaktere: Victor: ist mehr oder weniger der Hauptcharakter, denn die meisten Kapitel drehen sich um ihn. Dabei ist er gar nicht der, der die Idee mit dem Experiment hatte. Seine Lieblingsbeschäftigung ist es, die Bücher seiner Eltern schwarz anzustreichen und nur das wichtigste herauszufiltern.
Eli: ist genial und er weiß das auch. Er fordert gerne seine Professoren heraus, indem er verrückte Projekte vorschlägt. Er ist nachtragend und für ihm spielt Religion eine wichtige Rolle.
Serena: mein Lieblingscharakter, deswegen steht sie auch in dieser Liste, obwohl sie erst später im Buch eine wichtige Rolle spielt. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber ihr Schicksal ist sehr tragisch!
Sydney: ist die Schwester von Serena und steht auf Victors Seite, nachdem dieser sie verletzt gefunden hat. Sie ist noch ein Kind, hat aber eine außergewöhnliche Gabe, die sehr nützlich ist. Sie hat keine Angst und will überall dabei sein.

Alle Charaktere haben absolut menschlich gehandelt und hatten ihre Ecken und Kanten. Es gab absolut niemanden, der perfekt oder wie ein Vorbild wirkte. Sie hatten auch alle ganz besondere Interessen und Hobbys, wie zum Beispiel das Wörterschwärzen von Victor. Alles ist echt gut durchdacht!


Setting: Der Name der Stadt wird nie genannt, man weiß eigentlich nicht, ob dieses Buch überhaupt in unserer Welt spielt, oder in einem Universum, das sehr ähnlich ist. Es handelt sich vermutlich um einer Großstadt, da sich viele Szenen auf hohen Dächern oder in teuren Hotels abspielen.
Mehr kann man nicht dazu sagen, aber das Setting ist bei diesem Buch echt das unwichtigste.


Beginn: Dass die erste Szene des Buches auf einem Friedhof spielt, beschreibt die Atmosphäre des Buches gut! Zuerst ist man etwas verwirrt, da die Geschichte so anders als der Inhalt ist. Allerdings wird einem schnell klar, dass ein Teil der Geschichte in der Vergangenheit spielt. Der Beginn ist also noch ziemlich verwirrend, man darf aber auf keinem Fall aufgeben! Denn wenn man mal drinnen ist, ist es einfach zu lesen und man kann die wunderbare Geschichte genießen.


Schreibstil: V. E. Schwab beschreibt alles bis ins kleinste Detail. Allerdings wirkt das bei ihr nicht überflüssig, denn es gibt einem neue Informationen über den Charakter, oder das Detail stärkt die Atmosphäre. Sie weiß ganz genau, wie sie Details einsetzen kann und wo sie unwichtig sind.

Wie vorhin schon erwähnt spielt dieses Buch in zwei verschiedenen Zeit - Vergangenheit und Gegenwart - man braucht also eine Weile, bis man sich daran gewöhnt. Bei einem anderen Autor wäre das vermutlich unübersichtlich und verwirrend geworden, aber Schwab hat es ganz genau geplant und strukturiert. Ein interessantes Leseerlebnis und viel spannender, als wenn es zeitlich geordnet wäre! Nur manchmal, wenn in einer Zeit etwas Aufregendes passiert ist, hat es mich gestört, wenn ein Kapitel dazwischen war.


Meinung: Ich glaube, dass meine Meinung schon deutlich hervorgekommen ist... es ist eines meiner Lieblingsbücher! Allerdings habe ich zwei Punkte, die ich noch kurz erwähnen möchte. Und wenn ich kurz sage, dann meine ich ausnahmsweise auch kurz.

Die Autorin hat echt viel Recherchearbeit geleistet! Die Geschichte wirkte tatsächlich realistisch! Vor allem haben mir die medizinischen Details gefallen. Es muss bestimmt schwer sein über Charaktere zu schreiben, die so viel mit Medizin zu tun haben, wenn man selber keine Ahnung hat.

Das Ende ist der einzige Kritikpunkt, den ich habe. Es war nicht schlecht, aber nachdem die restliche Geschichte so wahnsinnig gut gewesen ist, habe ich mir mehr erwartet. Aber es ist ja nur Teil 1, ich freue mich schon so auf den zweiten Teil! Am 29. April kommt "Vengeful" heraus, es ist schon in meinem Kalender eingetragen.


Fazit: Eine gut durchdachte Story mit vielen kleinen Details! Am Anfang ist es vielleicht verwirrend, aber man gewöhnt sich schnell an die Zeitsprünge.
Ich kann es jedem empfehlen, dem der Inhalt zusagt. Man muss auch kein Superheldenfan sein um Vicious zu mögen.

Natürlich volle 5 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2019

Die reinste Achterbahnfahrt!

A Good Girl’s Guide to Murder
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Cover:
Ich persönlich finde so ein einfaches, in wenig Farben gehaltenes Cover viel ansprechend als eines, das mit allen möglichen Farben, Formen und Schriften überladen ist. Obwohl es so simpel gehalten ...

Cover:
Ich persönlich finde so ein einfaches, in wenig Farben gehaltenes Cover viel ansprechend als eines, das mit allen möglichen Farben, Formen und Schriften überladen ist. Obwohl es so simpel gehalten ist, ist es mir sofort ins Auge gefallen, denn der sehr interessante Titel steht im Mittelpunkt und wirft mehrere Fragen auf.

Die hellblauen strichlierten Kreise beschreiben den Andie-Bell-Fall, um den es ja in dem Buch geht, perfekt. Denn unsere Detektive läuft im Kreis um der Wahrheit herum, manchmal kommt sie ihr näher, dann driftet sie wieder ab.

An dem Cover stört mich etwas, dass der Name der Autorin nicht in der Mitte ist. Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber so wirkt er fehl am Platz, denn alles andere ist mittig zentriert.

Über die englische Version des Buches bin ich schon oft darüber gestolpert, aber ich fand das Cover nicht ansprechend genug, um mir den Inhalt durchzulesen oder es zu kaufen. Auch wenn dieses am ersten Blick den Inhalt besser widerspiegelt, konnte es mich nicht überzeugen und es ist auch nicht in meinem Kopf hängen geblieben.


Charaktere:
Pip: ist ein sehr logisch denkendes, schlaues Mädchen und außergewöhnlich mutig für ihr Alter. Während dem Lesen ist sie mir sehr ans Herz gewachsen, ihr Charme kommt perfekt rüber. Ich liebe einfach ihre Witze und spöttischen Bemerkungen zwischendurch, sie konnte mich tatsächlich zum Lachen bringen! Mir gefällt auch, dass sie sehr klare Ansichten hat und ihre Meinung auch gerne zeigt - auch wenn das in einer kleinen, konservativen Stadt schwierig ist. Meistens denkt sie sehr rational, aber wenn es um Familie und Freunde geht, zeigt sie durchaus Gefühle.
Ravi: ist der Bruder des angeblichen Mörders. Logischerweise ist er, als er von Pips Ermittlungen erfährt, begeistert, denn auch er will, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Deswegen unterstützt er Pip bei ihren Ermittlungen und hilft, wo er nur kann.
Andie: ist vor einigen Jahren als vermisst gemeldet worden, die Leiche ist noch immer nicht aufgetaucht. Im Laufe des Buches erfährt man immer mehr von ihrem Charakter, aber keine Sorge - ich werde euch nicht spoilern. Sie liebt Drama und Geheimnisse, ist beliebt an der Schule und macht nichts ohne einen gewissen Grund.
Sal: soll der Mörder sein, doch alle seine Freunde bezeichnen ihn als einen Menschen, der durch seine Präsenz den Raum erhellt. Sal lachte viel und hatte immer gute Laune. Kann so jemand wirklich ein Mörder sein?

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich. Die Autorin hat sich zwar an verschiedenen High-School Klischees bedient, allerdings hat sie jeder Person eigene Ticks und Tiefe verliehen.

Die Nebencharaktere waren teilweise zu klischeehaft, das hat mich aber nicht sonderlich gestört, da man sie nicht näher kennengelernt hat.


Setting:
Little Kiltorn wird als kleines Städtchen in England beschrieben, in dem sich Gerüchte sehr schnell verbreiten. Die Leute sind sehr konservativ und haben viele Vorurteile. Im Buch befindet sich sogar eine kleine Karte von Little Kiltorn, die dem Leser bei der Orientierung sehr hilft.

Mir hat nicht so gefallen, dass gefühlt jede zweite Person in dieser Stadt ein größeres Geheimnis hat. Die Stimmung hat mich sehr an Pretty Little Liars erinnert. Die Liste der Verdächtigen ist also sehr schnell sehr groß geworden - aber darauf komm ich später noch mal zurück.


Beginn: Das Buch beginnt damit, dass Pip vor dem Haus des angeblichen Mörders steht, um seinen Bruder um ein Interview zu bitten. Man wird nicht sofort in die Geschichte hineingeworfen, zuerst wird das Haus und die Umgebung genau beschrieben und dann auch noch das Aussehen der Protagonistin. Es ist also ein langsamer Einstieg, aber keine Sorge, die Geschichte geht flott weiter.


Schreibstil: Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Es gab viele lange, verschachtelte Sätze, die durch kurzen Sätzen zwischendurch aufgelockert werden. Je spannender es wurde, desto kürzer wurden allerdings die Sätze, was die Spannung steigerte.

Das Buch hat zwei verschiedene Erzählperspektiven, die sich abwechselten. Pips Alltag und ihre Spurensuche wurden in der 3. Person erzählt, die Interviews und Hinweise wurden von Pip selbst in ihrem Protokoll festgehalten. Ich persönlich fand das überhaupt nicht verwirrend.

Die Protokolle sind sehr realistisch gestaltet mit Quellenangabe in der Fußnote (die Seiten existieren leider nicht wirklich.) Ich liebe diese liebe zum Detail! Genau das, finde ich, macht einen guten Kriminalroman aus: viele Details und ein stimmiges Gesamtbild. Außerdem findet man in dem Buch auch Chatverläufe, kleine Zeichnungen,... die dabei helfen den Überblick nicht zu verlieren.


Meinung:
Es waren mir zu viele Verdächtige! Gefühlt jede Person, die Pip interviewt hat, landet früher später auf der immer länger und länger werdende Liste. Für mich war es schwer da den Überblick zu behalten, obwohl das Buch einige Hilfen wie kleine Zusammenfassungen drinnen hat.

Ich mochte den ersten Teil und ich mochte den Schluss, aber in der Mitte hat sich das Buch in die Länge gezogen. Es ist einfach nichts Spannendes passiert! Pip interviewt die Personen, forscht nach, findet etwas und schon ist ein neuer Name auf der Verdächtigenliste. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Geschichte in der Mitte nur im Kreis gedreht hat - frustrierend!

Aber das Ende macht alles wett... wow. Nur selten habe ich ein so actionreiches Ende gelesen. Natürlich werde ich es euch nicht verraten, dafür müsst ihr das Buch selber lesen, aber es waren sehr viele Wendungen! Fast schon zu viel für mich.


Fazit: Nur zu empfehlen! Man kann selbst Detektiv spielen und die wildesten Theorien aufstellen, es ist abwechslungsreich mit den verschiedenen Erzählweisen und das Ende wird einem nicht enttäuschen (außer man mag keine Wendungen.)

Klar hat es einige Schwachpunkte und man kann schnell den Überblick verlieren, aber die Autorin hat versucht das zu vermeiden mit kleinen Zusammenfassungen mitten drinnen.

Wenn du Kriminalromane für Jugendliche magst, dir One Of Us Is Lying gefallen hat oder wenn du ein Fan von Pretty Little Liars bist, wirst du dieses Buch, das mit allen möglichen Geheimnissen vollgepackt ist, lieben.


5 Sterne.

  • Spannung
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2019

Bringt einem wunderbar andere Kulturen näher!

Wie du mich siehst
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Cover: Das Cover gefällt mir echt gut. Es ist zwar einfach und minimalistisch gehalten, hat jedoch eine starke Aussagekraft.
Auf den ersten Blick erkennt man, dass die beiden Protagonisten sehr unterschiedlich ...

Cover: Das Cover gefällt mir echt gut. Es ist zwar einfach und minimalistisch gehalten, hat jedoch eine starke Aussagekraft.
Auf den ersten Blick erkennt man, dass die beiden Protagonisten sehr unterschiedlich sind. Ocean hat blondes, kurzes Haar - Shirin trägt ein Kopftuch. Ocean ist hellhäutig - Shirin dunkelhäutig. Dadurch wird sofort das zentrale Thema des Buches klar. Auf dem Cover stehen die Farben "weiß" und "schwarz" klar im Vordergrund, das weist ebenfalls auf die Themen des Buches hin. Mir gefällt, dass man am Cover erkennen kann, um was es in dem Buch geht.
Es werden sehr wenige Farben verwendet. Eigentlich nur drei verschiedene, denn das Rot sowie das Grau wird in verschiedenen Tönen wiederholt (Oceans rote Schuhe - Shirins rotes T-Shirt.)
Im Großen und Ganzen wirkt es stimmig und die klare Struktur spricht mich persönlich an.
Wenn ihr schon ein paar Rezensionen von mir gelesen habt, wisst ihr, dass ich ganz gerne das englische und das deutsche Cover miteinander vergleiche. So auch jetzt: Sie unterscheiden sich vollkommen. Auf dem englischen ist der Titel in zwei verschiedenen Schriften abgebildet. Mir gefällt die deutsche Version besser! Und das sag ich echt selten... Aber man weiß einfach sofort um was es geht, außerdem ist es strukturierter und klarer.


Charaktere: Von Tahereh bin ich besseres gewöhnt...
Shirin: sie hat klare Ansichten und ist sehr dickköpfig. Die rassistischen Kommentare treffen sie zwar, aber sie kann ihren Schmerz gut überspielen. Positiv ist, dass sie eine klare "Stimme" im Buch hat, denn sie verwendet gerne Schimpfwörter. Man kann ihre Charaktereigenschaften zwar nachvollziehen, aber wegen ihrer negativen Einstellung konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden.
Ocean: ihn kann ich so gar nicht einschätzen. Ganz anders als Shirin hat er keine klaren Ansichten oder sie kommen im Buch nicht hervor. Ich weiß nur, dass er am liebsten aus dieser Kleinstadt hinaus will. Ich kann ihm keine Eigenschaften zuordnen, denn die schienen im Buch immer gewechselt zu haben?


Setting: Schon in den ersten Seiten erfährt man, dass Shirin in eine kleine, amerikanische Stadt gezogen ist. Die Umgebung spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, denn die meisten Leute dort haben sehr konservative Ansichten. Jemand wie Shirin - ein junges Mädchen, das Kopftuch trägt - ist ihnen also fremd und sie wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen.


Beginn: Man erfährt sofort, dass die Familie der Protagonistin oft umzieht. Ich finde, das erklärt ihren Charakter sehr gut. Das Buch beginnt damit, dass sich Shirin in ihrer neuen Schule zu Recht finden muss. Man lernt zuerst ihre Familie und ihre Umgebung kennen, dann erst Ocean.


Schreibstil: Wie schon erwähnt, mag ich den Schreibstil der Autorin. Sie kann Gefühle wunderbar malerisch beschreiben. Dieses Genre hat dafür wunderbar gepasst, denn ich habe mich selbst so gefühlt, als wäre ich zum ersten Mal verliebt. Unglaublich, dass sie diese Gefühle mit so unsympathischen Charaktere erzeugen konnte...
Etwas, das mir nicht so gefallen hat, ist, dass die Breakdance Beschreibungen zu ausführlich und mit zu vielen Details/Fachbegriffe geschmückt waren. Es zeigt zwar, dass sich die Autorin damit beschäftigt hat, aber ich fand diese Textstellen eher langweilig und ich habe mich ein paarmal dabei erwischt, wie ich sie einfach nur überflogen habe.


Meinung:
Mir hat es gut gefallen, dass das Buch etwas in der Vergangenheit spielt. Nicht viel, nur ein paar Jahre. Meistens merkt man es gar nicht, aber es hatte Auswirkung auf die Kommunikation zwischen Ocean und Shirin, denn ohne der Technik, die wir heute haben, ist das etwas schwierig. Ich schätze allerdings, dass das nicht der Hauptgrund dafür ist, dass das Buch nicht in 2019 spielt, denn so konnte man die Auswirkungen von 9/11 auf die Menschen bemerken.

Ich fand es gut, dass der deutsche Titel eine wichtige Rolle im Buch spielt. Er ist also nicht einfach ausgedacht, sondern kommt so im Buch vor. Ich will allerdings nicht zu viel verraten. Ob es in der englischen Version auch so ist, kann ich nicht beantworten, denn die Titel sind schon sehr unterschiedlich.

Am meisten hat mir jedoch gefallen, dass ich so viel über eine für mich fremde Kultur gelernt habe. Es werden wichtige Themen angesprochen und das auf eine leichte Art und Weise.


Fazit:Die Protagonistin und noch weniger Ocean, konnten mich leider nicht überzeugen.
Allerdings kann man das Buch sehr schnell lesen, die Gefühle sind wunderschön beschrieben und es bringt einem fremde Kulturen näher.

Ein gut durchdachtes Buch, das wegen den Charakteren keine fünf Sterne bekommt.
Also: 4 Sterne (in Richtung 3)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2019

Süßer als Vanillekipferl!

10 Blind Dates für die große Liebe
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Cover: Das Cover ist leider nicht wirklich mein Fall. Ich mag es zwar, wenn der Inhalt kitschig ist, aber ich hätte lieber ein Cover, das weniger mädchenhaft ist. Außerdem kommt es nicht gut heraus, dass ...

Cover: Das Cover ist leider nicht wirklich mein Fall. Ich mag es zwar, wenn der Inhalt kitschig ist, aber ich hätte lieber ein Cover, das weniger mädchenhaft ist. Außerdem kommt es nicht gut heraus, dass es ein Weihnachtsroman ist. Man sieht zwar Schnee, aber das könnten auch Sterne sein...
Auf Goodreads kann man die Cover anderer Länder ganz gut sehen. Wie sieht 10 Blind Dates für die große Liebe also in anderen Verfassungen aus?

Das englische Originalcover gefällt mir persönlich viel besser. Der Titel und das Bild sind miteinander verknüpft und wegen dem Mistelzweig und dem grünen, gestrickten Pullover erinnert es an Weihnachten.
Am besten gefällt mir jedoch das polnische Cover. Der Titel ist wie bei dem Original, aber das Mädchen sieht winterlicher aus!


Charaktere:
Sophie: ist nach ihrer Trennung natürlich am Boden zerstört, der Typ war anscheinend ihr ganzes Leben... Aber sie kann sich nicht in ihrem Zimmer zurückziehen und sich die Augen ausheulen, denn sie wird bei ihren Großeltern erwartet. Sie ist mir nicht gut in Erinnerung geblieben, da sie sehr selten beschrieben wurde und ihre Charaktereigenschaften schlecht herauskamen.

Das gilt für fast alle Charaktere, sie hätten besser beschrieben werden können, denn ich habe sie ziemlich schnell vergessen. Es kamen sehr viele Nebencharaktere vor, logisch - Sophie geht immerhin auf 10 verschiedene Dates und sie hat auch viele Familienmitglieder. Die Namen aller langweiligen Charaktere zu behalten war teilweise etwas schwierig.


Setting: Das Setting ist das A und O für gelungene Weihnachtsbücher. Wenn kein Weihnachtsgefühl aufkommt, dann fällt es für mich durch.
Meist ergibt sich dieses Gefühl durch eine schöne Winterlandschaft, hier war das komplett anders: durch die große, verrückte Familie, die sich all im Esszimmer versammeln kommt Weihnachtsgefühl auf!

Leider wurde die Stadt kaum beschrieben, davon hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Ansonsten liebe ich das Setting!


Beginn: Es beginnt damit, dass Sophies Eltern zu ihrer hochschwangeren Schwester fahren. Sophie fährt nicht mit, weil sie die Zeit mit ihrem Freund verbringen und vielleicht einen nächsten Schritt wagen will. Nun ja..., dass das nicht so lief wie geplant muss ich euch ja nicht sagen.


Schreibstil: Der Schreibstil fällt beim Lesen nicht groß auf, es gibt keine Ausschweifungen oder Metaphern. Für dieses Genre passt das auch vollkommen!
Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und man kann es auch in kurzer Zeit beenden (perfekt für die stressige Weihnachtszeit)

Teilweise wurden Sachen etwas zu viel erklärt - der Leser kann sich doch viel selbst zusammenreimen! Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt für den Schreibstil.


Meinung:
Ein paar wichtige Sachen möchte ich noch ansprechen:

Es waren ein paar kleine Logikfehler drinnen, die die Geschichte zwar nicht gestört haben, mir aber trotzdem beim Lesen aufgefallen sind. Dabei handeln es sich allerdings um Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass sie sich das Handy von jemanden ausborgt und die Nachricht trotzdem ihren Namen zeigt.

Apropos Textnachrichten... Die Nachrichten, die Sophie von ihrer Schwester bekommen hat, waren sehr... interessant. Meistens ging es um dasselbe: ihre dicken Zehen und Finger. Meiner Meinung nach hätten diese weggelassen werden können.

Wäre ich ihre Großmutter, würde ich ihr keine 10 Dates besorgen, sondern sie unterstützen. Man muss doch nicht ständig in einer Beziehung sein.

Die Dates waren alle sehr lustig! Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob die Dates mit der Zeit nicht etwas langweilig werden - aber nein, jedes war einzigartig und echt zum Lachen!


Fazit: Ein lustiges Buch, dass Weihnachten mit einer großen Familie ganz gut darstellt. Es hat mich an Stellen zum Lachen gebracht, die Dates waren abwechslungsreich und verrückt. Für mich ein sehr gelungener Weihnachtsroman, obwohl die Charaktere etwas langweilig und nicht einzigartig waren.

4 Sterne!

Veröffentlicht am 23.10.2019

Unerwartet spannend

Follow Me Back
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Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ...

Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ich mir auch auf dem Cover gewünscht.
Aber ich soll nicht meckern, im Vergleich zum Englischen ist es ein schönes Cover. Es ist zwar noch Luft nach oben, aber der LYX Verlag hat sich Mühe gegeben und es sticht einem ins Auge.


Charaktere: Tessa: ist ein sehr interessanter Charakter, der mit vielen verschiedenen Problemen zu kämpfen hat. Sie verlässt ihr Zimmer nicht, gegen Ende erfahren wir dann endlich warum. Dann hat sie auch einen Fan Account, der plötzlich wegen eines Hashtags viel Aufmerksamkeit bekommt.
Eric: ist ein Star, der seine Fans heimlich hasst. Eigentlich möchte er nur Musik machen und sich damit ausdrücken, aber um berühmt zu sein, muss man auch das richtige Aussehen haben. Eric ist paranoid und hält von seinen Fans nur das Schlechteste... bis er einen Fan Account heimlich anschreibt und bemerkt, dass sie nicht jeder Fan ein krankes Fangirl ist.

Die Charaktereigenschaften stechen in der Geschichte nicht wirklich heraus, es geht eher mehr um die Probleme der Person. Obwohl ich es natürlich liebe, wenn Charaktere auch einen Charakter haben, passierte in dieser Geschichte so viel anderes, dass das gar nicht so auffiel.


Setting: Das Setting ist in dieser Geschichte eher unwichtig. Irgendwann erfährt man zwar, dass Tessa irgendwo mitten im Nirgendwo wohnt, aber für die Story spielt das keine Rolle.
Eventuell hätte ich mir mehr von Eriks Welt gewünscht. Wo wohnt er? Wohin reist er? Und noch mehr so Fragen...


Beginn: Als ich das Interview zwischen dem Ermittler und Erik gelesen habe, war ich sofort von der Aufmachung des Buches begeistert. Außerdem stellt man sich sofort die Frage, was eigentlich passiert ist. Diese Ermittlungen kommen immer wieder im Buch vor und halten die Spannung aufrecht.


Schreibstil: Der Schreibstil an sich war nichts Besonderes, aber in Verbindung mit der spannenden Geschichte und den Interviews der Ermittler... ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Mir hat gefallen, dass nicht alles ganz genau beschrieben worden ist, so konnte man seine Fantasie etwas spielen lassen und natürlich das Buch schnell lesen. Ein komplizierter Schreibstil hätte zu dem Genre einfach nicht gepasst und schon gar nicht zu der Story.
Manchmal ist weniger einfach mehr, das hat die Autorin richtig erkannt.


Meinung: Eigentlich habe ich schon fast alles gesagt, es gibt nur mehr ein paar Punkte, die ich erwähnen möchte.

Man merkt, dass sich die Autorin mit vielen verschiedenen Themen auseinandergesetzt hat und es sehr gut dargestellt hat. Natürlich war es teilweise nicht ganz so realistisch, aber es ist viel besser als in anderen Büchern teilweise.

Mir hat nicht so gefallen, dass der "Bösewicht" dieser Geschichte erst gegen Ende hin erwähnt wurde. Vielleicht war das für manche ein Plottwist, aber ich wollte das Buch nur wegen den Mystery Aspekten lesen und war deswegen etwas enttäuscht. Ich hätte gerne von Anfang an gerätselt, wer das ist.

Oh, und das Ende... Ich habe mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Aber ich bin froh, dass es einen zweiten Band gibt (der auch bald erscheint!!!)


Fazit: Das Buch hat mich gefesselt, die Aufmachung machte die Geschichte noch spannender und wertet die Geschichte sogar auf und es wurden wichtige Themen behandelt.
Ich hoffe, dass ich im nächsten Band mehr von den Charakteren (vor allem von Erik) erfahren werde und dass Tessas Vergangenheit besser und näher erklärt wird.

Eine spannende Wattpad Geschichte, die als Buch ihren Platz/Druck verdient hat. 4 Sterne.