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Lysithea

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Veröffentlicht am 11.12.2019

Bringt einem wunderbar andere Kulturen näher!

Wie du mich siehst
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Cover: Das Cover gefällt mir echt gut. Es ist zwar einfach und minimalistisch gehalten, hat jedoch eine starke Aussagekraft.
Auf den ersten Blick erkennt man, dass die beiden Protagonisten sehr unterschiedlich ...

Cover: Das Cover gefällt mir echt gut. Es ist zwar einfach und minimalistisch gehalten, hat jedoch eine starke Aussagekraft.
Auf den ersten Blick erkennt man, dass die beiden Protagonisten sehr unterschiedlich sind. Ocean hat blondes, kurzes Haar - Shirin trägt ein Kopftuch. Ocean ist hellhäutig - Shirin dunkelhäutig. Dadurch wird sofort das zentrale Thema des Buches klar. Auf dem Cover stehen die Farben "weiß" und "schwarz" klar im Vordergrund, das weist ebenfalls auf die Themen des Buches hin. Mir gefällt, dass man am Cover erkennen kann, um was es in dem Buch geht.
Es werden sehr wenige Farben verwendet. Eigentlich nur drei verschiedene, denn das Rot sowie das Grau wird in verschiedenen Tönen wiederholt (Oceans rote Schuhe - Shirins rotes T-Shirt.)
Im Großen und Ganzen wirkt es stimmig und die klare Struktur spricht mich persönlich an.
Wenn ihr schon ein paar Rezensionen von mir gelesen habt, wisst ihr, dass ich ganz gerne das englische und das deutsche Cover miteinander vergleiche. So auch jetzt: Sie unterscheiden sich vollkommen. Auf dem englischen ist der Titel in zwei verschiedenen Schriften abgebildet. Mir gefällt die deutsche Version besser! Und das sag ich echt selten... Aber man weiß einfach sofort um was es geht, außerdem ist es strukturierter und klarer.


Charaktere: Von Tahereh bin ich besseres gewöhnt...
Shirin: sie hat klare Ansichten und ist sehr dickköpfig. Die rassistischen Kommentare treffen sie zwar, aber sie kann ihren Schmerz gut überspielen. Positiv ist, dass sie eine klare "Stimme" im Buch hat, denn sie verwendet gerne Schimpfwörter. Man kann ihre Charaktereigenschaften zwar nachvollziehen, aber wegen ihrer negativen Einstellung konnte ich mich nicht mit ihr anfreunden.
Ocean: ihn kann ich so gar nicht einschätzen. Ganz anders als Shirin hat er keine klaren Ansichten oder sie kommen im Buch nicht hervor. Ich weiß nur, dass er am liebsten aus dieser Kleinstadt hinaus will. Ich kann ihm keine Eigenschaften zuordnen, denn die schienen im Buch immer gewechselt zu haben?


Setting: Schon in den ersten Seiten erfährt man, dass Shirin in eine kleine, amerikanische Stadt gezogen ist. Die Umgebung spielt eine wichtige Rolle in der Geschichte, denn die meisten Leute dort haben sehr konservative Ansichten. Jemand wie Shirin - ein junges Mädchen, das Kopftuch trägt - ist ihnen also fremd und sie wissen nicht, wie sie darauf reagieren sollen.


Beginn: Man erfährt sofort, dass die Familie der Protagonistin oft umzieht. Ich finde, das erklärt ihren Charakter sehr gut. Das Buch beginnt damit, dass sich Shirin in ihrer neuen Schule zu Recht finden muss. Man lernt zuerst ihre Familie und ihre Umgebung kennen, dann erst Ocean.


Schreibstil: Wie schon erwähnt, mag ich den Schreibstil der Autorin. Sie kann Gefühle wunderbar malerisch beschreiben. Dieses Genre hat dafür wunderbar gepasst, denn ich habe mich selbst so gefühlt, als wäre ich zum ersten Mal verliebt. Unglaublich, dass sie diese Gefühle mit so unsympathischen Charaktere erzeugen konnte...
Etwas, das mir nicht so gefallen hat, ist, dass die Breakdance Beschreibungen zu ausführlich und mit zu vielen Details/Fachbegriffe geschmückt waren. Es zeigt zwar, dass sich die Autorin damit beschäftigt hat, aber ich fand diese Textstellen eher langweilig und ich habe mich ein paarmal dabei erwischt, wie ich sie einfach nur überflogen habe.


Meinung:
Mir hat es gut gefallen, dass das Buch etwas in der Vergangenheit spielt. Nicht viel, nur ein paar Jahre. Meistens merkt man es gar nicht, aber es hatte Auswirkung auf die Kommunikation zwischen Ocean und Shirin, denn ohne der Technik, die wir heute haben, ist das etwas schwierig. Ich schätze allerdings, dass das nicht der Hauptgrund dafür ist, dass das Buch nicht in 2019 spielt, denn so konnte man die Auswirkungen von 9/11 auf die Menschen bemerken.

Ich fand es gut, dass der deutsche Titel eine wichtige Rolle im Buch spielt. Er ist also nicht einfach ausgedacht, sondern kommt so im Buch vor. Ich will allerdings nicht zu viel verraten. Ob es in der englischen Version auch so ist, kann ich nicht beantworten, denn die Titel sind schon sehr unterschiedlich.

Am meisten hat mir jedoch gefallen, dass ich so viel über eine für mich fremde Kultur gelernt habe. Es werden wichtige Themen angesprochen und das auf eine leichte Art und Weise.


Fazit:Die Protagonistin und noch weniger Ocean, konnten mich leider nicht überzeugen.
Allerdings kann man das Buch sehr schnell lesen, die Gefühle sind wunderschön beschrieben und es bringt einem fremde Kulturen näher.

Ein gut durchdachtes Buch, das wegen den Charakteren keine fünf Sterne bekommt.
Also: 4 Sterne (in Richtung 3)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.11.2019

Süßer als Vanillekipferl!

10 Blind Dates für die große Liebe
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Cover: Das Cover ist leider nicht wirklich mein Fall. Ich mag es zwar, wenn der Inhalt kitschig ist, aber ich hätte lieber ein Cover, das weniger mädchenhaft ist. Außerdem kommt es nicht gut heraus, dass ...

Cover: Das Cover ist leider nicht wirklich mein Fall. Ich mag es zwar, wenn der Inhalt kitschig ist, aber ich hätte lieber ein Cover, das weniger mädchenhaft ist. Außerdem kommt es nicht gut heraus, dass es ein Weihnachtsroman ist. Man sieht zwar Schnee, aber das könnten auch Sterne sein...
Auf Goodreads kann man die Cover anderer Länder ganz gut sehen. Wie sieht 10 Blind Dates für die große Liebe also in anderen Verfassungen aus?

Das englische Originalcover gefällt mir persönlich viel besser. Der Titel und das Bild sind miteinander verknüpft und wegen dem Mistelzweig und dem grünen, gestrickten Pullover erinnert es an Weihnachten.
Am besten gefällt mir jedoch das polnische Cover. Der Titel ist wie bei dem Original, aber das Mädchen sieht winterlicher aus!


Charaktere:
Sophie: ist nach ihrer Trennung natürlich am Boden zerstört, der Typ war anscheinend ihr ganzes Leben... Aber sie kann sich nicht in ihrem Zimmer zurückziehen und sich die Augen ausheulen, denn sie wird bei ihren Großeltern erwartet. Sie ist mir nicht gut in Erinnerung geblieben, da sie sehr selten beschrieben wurde und ihre Charaktereigenschaften schlecht herauskamen.

Das gilt für fast alle Charaktere, sie hätten besser beschrieben werden können, denn ich habe sie ziemlich schnell vergessen. Es kamen sehr viele Nebencharaktere vor, logisch - Sophie geht immerhin auf 10 verschiedene Dates und sie hat auch viele Familienmitglieder. Die Namen aller langweiligen Charaktere zu behalten war teilweise etwas schwierig.


Setting: Das Setting ist das A und O für gelungene Weihnachtsbücher. Wenn kein Weihnachtsgefühl aufkommt, dann fällt es für mich durch.
Meist ergibt sich dieses Gefühl durch eine schöne Winterlandschaft, hier war das komplett anders: durch die große, verrückte Familie, die sich all im Esszimmer versammeln kommt Weihnachtsgefühl auf!

Leider wurde die Stadt kaum beschrieben, davon hätte ich mir etwas mehr gewünscht.
Ansonsten liebe ich das Setting!


Beginn: Es beginnt damit, dass Sophies Eltern zu ihrer hochschwangeren Schwester fahren. Sophie fährt nicht mit, weil sie die Zeit mit ihrem Freund verbringen und vielleicht einen nächsten Schritt wagen will. Nun ja..., dass das nicht so lief wie geplant muss ich euch ja nicht sagen.


Schreibstil: Der Schreibstil fällt beim Lesen nicht groß auf, es gibt keine Ausschweifungen oder Metaphern. Für dieses Genre passt das auch vollkommen!
Das Buch ist sehr angenehm zu lesen und man kann es auch in kurzer Zeit beenden (perfekt für die stressige Weihnachtszeit)

Teilweise wurden Sachen etwas zu viel erklärt - der Leser kann sich doch viel selbst zusammenreimen! Das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt für den Schreibstil.


Meinung:
Ein paar wichtige Sachen möchte ich noch ansprechen:

Es waren ein paar kleine Logikfehler drinnen, die die Geschichte zwar nicht gestört haben, mir aber trotzdem beim Lesen aufgefallen sind. Dabei handeln es sich allerdings um Kleinigkeiten, wie zum Beispiel, dass sie sich das Handy von jemanden ausborgt und die Nachricht trotzdem ihren Namen zeigt.

Apropos Textnachrichten... Die Nachrichten, die Sophie von ihrer Schwester bekommen hat, waren sehr... interessant. Meistens ging es um dasselbe: ihre dicken Zehen und Finger. Meiner Meinung nach hätten diese weggelassen werden können.

Wäre ich ihre Großmutter, würde ich ihr keine 10 Dates besorgen, sondern sie unterstützen. Man muss doch nicht ständig in einer Beziehung sein.

Die Dates waren alle sehr lustig! Am Anfang war ich etwas skeptisch, ob die Dates mit der Zeit nicht etwas langweilig werden - aber nein, jedes war einzigartig und echt zum Lachen!


Fazit: Ein lustiges Buch, dass Weihnachten mit einer großen Familie ganz gut darstellt. Es hat mich an Stellen zum Lachen gebracht, die Dates waren abwechslungsreich und verrückt. Für mich ein sehr gelungener Weihnachtsroman, obwohl die Charaktere etwas langweilig und nicht einzigartig waren.

4 Sterne!

Veröffentlicht am 23.10.2019

Unerwartet spannend

Follow Me Back
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Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ...

Cover: Das Cover ist sehr schlicht gehalten, leider ist es etwas nichtssagend, man hätte mir daraus machen können. Das Buch behandelt viele verschiedene Elemente, ein paar davon (Twitter, Stalking) hätte ich mir auch auf dem Cover gewünscht.
Aber ich soll nicht meckern, im Vergleich zum Englischen ist es ein schönes Cover. Es ist zwar noch Luft nach oben, aber der LYX Verlag hat sich Mühe gegeben und es sticht einem ins Auge.


Charaktere: Tessa: ist ein sehr interessanter Charakter, der mit vielen verschiedenen Problemen zu kämpfen hat. Sie verlässt ihr Zimmer nicht, gegen Ende erfahren wir dann endlich warum. Dann hat sie auch einen Fan Account, der plötzlich wegen eines Hashtags viel Aufmerksamkeit bekommt.
Eric: ist ein Star, der seine Fans heimlich hasst. Eigentlich möchte er nur Musik machen und sich damit ausdrücken, aber um berühmt zu sein, muss man auch das richtige Aussehen haben. Eric ist paranoid und hält von seinen Fans nur das Schlechteste... bis er einen Fan Account heimlich anschreibt und bemerkt, dass sie nicht jeder Fan ein krankes Fangirl ist.

Die Charaktereigenschaften stechen in der Geschichte nicht wirklich heraus, es geht eher mehr um die Probleme der Person. Obwohl ich es natürlich liebe, wenn Charaktere auch einen Charakter haben, passierte in dieser Geschichte so viel anderes, dass das gar nicht so auffiel.


Setting: Das Setting ist in dieser Geschichte eher unwichtig. Irgendwann erfährt man zwar, dass Tessa irgendwo mitten im Nirgendwo wohnt, aber für die Story spielt das keine Rolle.
Eventuell hätte ich mir mehr von Eriks Welt gewünscht. Wo wohnt er? Wohin reist er? Und noch mehr so Fragen...


Beginn: Als ich das Interview zwischen dem Ermittler und Erik gelesen habe, war ich sofort von der Aufmachung des Buches begeistert. Außerdem stellt man sich sofort die Frage, was eigentlich passiert ist. Diese Ermittlungen kommen immer wieder im Buch vor und halten die Spannung aufrecht.


Schreibstil: Der Schreibstil an sich war nichts Besonderes, aber in Verbindung mit der spannenden Geschichte und den Interviews der Ermittler... ich konnte das Buch nicht mehr weglegen.
Mir hat gefallen, dass nicht alles ganz genau beschrieben worden ist, so konnte man seine Fantasie etwas spielen lassen und natürlich das Buch schnell lesen. Ein komplizierter Schreibstil hätte zu dem Genre einfach nicht gepasst und schon gar nicht zu der Story.
Manchmal ist weniger einfach mehr, das hat die Autorin richtig erkannt.


Meinung: Eigentlich habe ich schon fast alles gesagt, es gibt nur mehr ein paar Punkte, die ich erwähnen möchte.

Man merkt, dass sich die Autorin mit vielen verschiedenen Themen auseinandergesetzt hat und es sehr gut dargestellt hat. Natürlich war es teilweise nicht ganz so realistisch, aber es ist viel besser als in anderen Büchern teilweise.

Mir hat nicht so gefallen, dass der "Bösewicht" dieser Geschichte erst gegen Ende hin erwähnt wurde. Vielleicht war das für manche ein Plottwist, aber ich wollte das Buch nur wegen den Mystery Aspekten lesen und war deswegen etwas enttäuscht. Ich hätte gerne von Anfang an gerätselt, wer das ist.

Oh, und das Ende... Ich habe mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Aber ich bin froh, dass es einen zweiten Band gibt (der auch bald erscheint!!!)


Fazit: Das Buch hat mich gefesselt, die Aufmachung machte die Geschichte noch spannender und wertet die Geschichte sogar auf und es wurden wichtige Themen behandelt.
Ich hoffe, dass ich im nächsten Band mehr von den Charakteren (vor allem von Erik) erfahren werde und dass Tessas Vergangenheit besser und näher erklärt wird.

Eine spannende Wattpad Geschichte, die als Buch ihren Platz/Druck verdient hat. 4 Sterne.

Veröffentlicht am 21.10.2019

Ein sehr ausladender Schreibstil

Im Schatten des Fuchses
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Cover: Ich liebe, liebe, LIEBE es!
Es hat diesen minimalistischen Stil, der mir sehr gut gefällt, aber erzählt auch, um was es in dieser Geschichte geht. Man weiß auch sofort, dass japanische Mythologie ...

Cover: Ich liebe, liebe, LIEBE es!
Es hat diesen minimalistischen Stil, der mir sehr gut gefällt, aber erzählt auch, um was es in dieser Geschichte geht. Man weiß auch sofort, dass japanische Mythologie eine wichtige Rolle in diesem Buch haben. Der Fuß ist süß, die Kirschblätter künstlerisch und die sanften, hellblauen Wellen im Hintergrund runden alles perfekt ab. Wer auch immer das designt hat, hat einen Preis verdient... oder zumindest einen kräftigen Applaus. klatsch
Wenn ich jetzt kein Buch vergesse, ist es bis jetzt mein Lieblingscover 2019... wow.


Charaktere: Von den Charakteren hätte ich mir ehrlich gesagt mehr gewünscht.

Yumeko: ist Halb-Kitsune und Halb-Mensch. Sie ist in einem Kloster bei Mönchen aufgewachsen, nachdem sie als kleines Kind mit einem Zettel dort abgegeben worden ist. Yumeko spielt oft mit ihrer Fuchsmagie, was im Kloster nicht gern gesehen wird. Generell macht sie sich bei den Mönchen nicht gerade beliebt: Sie spielt gerne Streiche und hört den Weisheiten der Brüder nur mit halben (Fuchs)ohr zu.
Tatsumi: ist ein Schattenkrieger, also ein Samurai, der im Verborgenen und mit weniger Ehre kämpft. Er hat schon gegen zahlreiche Monster gewonnen, eine große Hilfe dabei ist sein Schwert namens Göttestöter, denn dort wird ein uralter Dämon gefangen gehalten. Tatsumi muss seine Gefühle verbergen, denn wenn er nicht aufpasst, ergreift der Dämon besitz von ihm. Schafft Yumeko es, seine Fassade zum Bröckeln zu bringen?
Okame: ist ein ehemaliger Samurai, ein Ronin, den die beiden auf ihrer Reise treffen. Tatsumi ist nicht sonderlich begeistert davon, dass Okame sie begleitet, zu Recht, den er bringt etwas Chaos in die Truppe.

Manchmal liest man auch Kapitel, die aus der Sichtweise einer anderen Person geschrieben ist. Das hat mich am Anfang etwas verwirrt, aber irgendwann habe ich mich damit zurechtgefunden. Woran ich mich allerdings nur schwer gewöhnen konnte, waren die vielen verschieden Namen. Vor allem zu Beginn war es viel auf einmal. Es kann auch daran liegen, dass ich japanische Texte kaum gewöhnt bin. (Ich nehme mir für 2020 vor, mehr Geschichten aus fremden Ländern zu lesen - bitte erinnert mich daran)


Setting: Das Setting in diesem Buch war wunderbar. Ich mag die japanische Kultur einfach, nur teilweise waren mir Begriffe etwas zu wenig erklärt. Es gibt zwar ein Glossar hinten, aber ich fing an Begriffe zu verwechseln oder ich konnte sie mir gar nicht merken.
Aber zurück zum Setting, das war nämlich großartig beschrieben. Über Julie Kagawas Schreibstil rede ich später noch, aber für mich hat der für Settings gut funktioniert. Die Fantasyworld konnte man sich vorstellen, eine Karte wäre gar nicht nötig gewesen.


Schreibstil: Der Schreibstil von Julie Kagawa ist sehr ausladend. Sie beschreibt wirklich jedes Detail... und die Details dieses Detail. Zu diesem Genre ist es auch passend, aber ich bin High Fantasy nicht so gewöhnt, das war erstmal ein Sprung ins kalte Wasser.
Die japanischen Begriffe, die ich vorhin schon angesprochen habe, haben den Lesefluss etwas gestört. Ich konnte "Im Schatten des Fuchses" nicht in einem Zug lesen (bzw. im Bus... okay dieser Wortwitz war echt schlecht)


Meinung:Es liegt einfach an mir.
Dadurch, dass ich dieses Buch nicht schnell lesen konnte, kam auch keine Spannung auf. Die Geschichten und vor allem die Hintergrundgeschichten am Anfang kamen mir etwas sinnlos vor und ich wusste nicht, was für das Ende wichtig sein wird und was nicht.

Die japanische Kultur und Mythologie wurde wunderbar beschrieben und hat mich echt Neugierig gemacht. Ich würde gerne mehr Bücher lesen, die dieses Thema behandeln.

Mir persönlich kam auch die Liebesgeschichte ein bisschen zu kurz, aber es ist ja der Auftakt einer Trilogie, da wird bestimmt noch mehr kommen.


Fazit: Für High Fantasy Fans kann ich dieses Buch empfehlen. Es erschafft eine Welt, die zwar magisch, aber dennoch gut vorstellbar war.

Allerdings konnte mich dieses Buch nicht wirklich begeistern. Es waren allerdings sehr schöne Formulierungen drinnen, die Charaktere waren interessant (ich hätte mir nur mehr von deren Persönlichkeit gewünscht) und das Cover ist ein absoluter Traum.

Für mich ein mittelmäßiges Buch, weder hasse ich es, noch liebe ich es. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass ein anderer Leser davon begeistert ist.
3 Sterne.

Veröffentlicht am 15.10.2019

Wo ist die Ella aus Band 1 hin?

Cinder & Ella
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Cover: Das Cover finde ich süß und passend zum 1. Band.
Mehr hab ich da auch nicht zu sagen... Es ist simpel gehalten, was mir ganz gut gefällt. Das Wortspiel Cinderella sieht man auch auf den ersten Blick, ...

Cover: Das Cover finde ich süß und passend zum 1. Band.
Mehr hab ich da auch nicht zu sagen... Es ist simpel gehalten, was mir ganz gut gefällt. Das Wortspiel Cinderella sieht man auch auf den ersten Blick, da das "&" klein in der Mitte ist.
Von außen gefällt mir das Buch immerhin.


Charaktere: Ella: Mit ihr bin ich gar nicht zurechtgekommen. Sie wurde im Buch oft als "witzig", "cool" und "schlagfertig" bezeichnet. Im ersten Band konnte ich dem noch zustimmen, aber hier passte das überhaupt nicht. Sie hat ein fast perfektes Leben und viele Leute, die hinter hier stehen, dennoch meckert sie die ganze Zeit über Kleinigkeiten und wie schwer alles für sie ist.
Cinder: Mit den Nachrichten, die er Ella geschickt hat, hat er mich im 1. Band sofort begeistern können. Sein Humor ist noch immer derselbe, jedoch passierte in seinen Kapiteln nichts Spannendes.

Mit den anderen Charakteren habe ich auch ein Problem. Oder besser gesagt mehrere.
Bevor man mit dem Lesen der Reihe anfängt, soll man sich bewusst sein, dass in diesem Buch sehr sehr viele Stereotype verwendet wurden. Wem so etwas aufregt, soll Cinder & Ella besser nicht lesen.
Außerdem kamen in vielen unwichtigen Szenen noch unwichtigere Charaktere vor, dessen Namen ich mir nur schwer merken konnte. Wenn Ella einen neuen Star kennenlernt, wird meist nur der Name gelernt, keine Beschreibungen des Aussehens oder Charakters...
Schon im 1. Band waren die Charaktere sehr überzogen, aber da das Buch aus Ellas Blickwinkel erzählt wird, ergab das noch halbwegs Sinn. Jetzt haben sie am Ende des 1. Bandes alle Frieden geschlossen und die Charaktere werden noch immer so beschrieben...?


Setting: Über das Setting erfährt man eher weniger, aber das ist auch nicht wichtig für diese Geschichte. Manchmal führt Brian zwar Monologe darüber, wie Hollywood die Leute zerstört, aber ich hätte mir einen genaueren Blick in die Welt der Stars gewünscht.


Beginn: Der Beginn war richtig süß und definitiv der beste Teil des Buches. Man wird an die Internetfreundschaft der Beiden erinnert, aber auch, dass die zwei nun ein glückliches Paar sind. Außerdem wurde am Anfang der erste Band ganz gut zusammengefasst, was für mich eine große Hilfe war.
Die Leseprobe konnte mich auch richtig begeistern, allerdings wurde die Geschichte immer schlechter und schlechter.


Schreibstil: War der Schreibstil im 1. Band auch so schlecht? Ich weiß es nicht mehr...

Die Dialoge sind sehr frei geschrieben, das heißt man kann schnell den Faden verlieren und weiß nicht mehr welche Person gerade redet. Ein kurzes "flüsterte sie" hätte doch nicht geschadet und die Geschichte lebendiger gemacht.... Allerdings kann man dadurch das Buch sehr schnell lesen.

Generell hatte ich ein Problem mit den Beschreibungen. Die Dialoge werden zu wenig beschrieben und der Rest zu viel. Der Leser ist nicht dumm, der kann sich vieles zusammenreimen. (Denke ich zumindest...)

Auch die Sprache der Charaktere hat mich gestört. Jugendliche reden nicht wie Jugendliche und die Erwachsenen reden nicht wie Erwachsene. Am Ende konnte ich "Jaah" gar nicht mehr sehen... Es wurde so oft benutzt! Wirklich jeder hat das gesagt!


Meinung: Ein kleiner Punkt, den ich trotzdem erwähnen möchte, ist die Formatierung des E-Books. Bei den Textnachrichten konnte man nicht unterscheiden, wer was sagt. Sie heben sich zwar vom normalen Text ab, indem sie fett gedruckt sind, allerdings schauen sie auch nicht wie Texte aus. Alles stand auf einer Seite und man konnte den Wechsel schlecht verfolgen. Das gedruckte Buch habe ich nicht gelesen, vielleicht ist es da auch so.

Die Intention des Buches verstehe ich schon. Es geht um Body Positivity und Perfektheit in der Welt der Stars und auf Magazinen. Man hätte diese wichtige Message aber viel schöner verpacken können, mit einer packenden Geschichte und interessanten Charaktere.


Fazit: Wenn euch der 1. Band gefallen hat und ihr nun diesen hier lesen wollte, geht noch mal kurz in euch und überlegt, warum euch Band 1 gefallen hat.

Wenn ihr die Story und die Märchenelemente mochtet, aber sonst nicht, dann ist dieses Buch nichts für euch. Aber wenn ihr die Charaktere cool findet und ihr mehr über ihre Beziehung erfahren wollte, dann ist dieser Folgeband perfekt für euch!

Für mich war es leider nichts. Die Charaktere waren überzogen und nervig, mit dem Schreibstil konnte ich auch wenig anfangen.

Deswegen gibt es nur 2 Sterne von mir.