Realistisch, roh und schmerzhaft echt
Der letzte Sommer vor dem Rest unseres LebensDer letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens ist ein tiefgründiges, realistisches Young Adult Buch, dass sich mit Freundschaft, dem Erwachsenwerden und der ersten großen Liebe beschäftigt.
Inhalt
Mina ...
Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens ist ein tiefgründiges, realistisches Young Adult Buch, dass sich mit Freundschaft, dem Erwachsenwerden und der ersten großen Liebe beschäftigt.
Inhalt
Mina und Caplan sind seit der dritten Klasse unzertrennlich. Dabei könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein, Mina, ein schüchterner Bücherwurm und Caplan der Golden Boy der Highschool. Die Highschool, für Mina ein Albtraum, für Caplan der Höhepunkt seines Lebens. Diesen Sommer stehen die beiden besten Freunde kurz vor ihrem Highschoolabschluss. Und damit vor einem der wichtigsten Abschnitte ihres Lebens. Und all diese neuen Entscheidungen und Unsicherheiten bezüglich ihrer Zukunft, stellt auch die Verbindung zwischen Caplan und Mina auf die Probe.
Setting und Story
Das Setting der Buches ist vielleicht nicht besonders spektakulär oder außergewöhnlich. Aber darum geht es bei dieser Geschichte auch gar nicht. Stattdessen ist es realistisch und gibt der Geschichte von Mina und Caplan den perfekten Raum, um ihre Unsicherheiten während des Erwachsenwerden darzustellen. Die Highschool, der See, Minas und Caplans Straße, alle Kernorte der Handlung bekommen mit der Zeit Farbe und lassen dennoch Platz, um sie sich selbst auszumalen.
Positiv
Ich habe lange kein Buch gelesen, dass mir derart aus der Seele gesprochen hat. Das Gefühl als junger Mensch nicht so richtig einzupassen und auf der Suche nach sich selbst alles zu hinterfragen ist super realistisch umgesetzt worden. Auch meine Ängste und Erfahrungen konnte ich teilweise in Mina und Caplan wiederfinden. Junge Menschen sind in Daisy Garrisions Buch nicht hysterisch und unverständlich dargestellt, wie in so manchem Film. Ihre Lebensrealität bekommt eine Bühne geboten.
Dazu gehört auch Minas Naivität viel zu einfach zu verzeihen, um Anschluss bei Menschen zu finden, die sie früher schlecht behandelt haben. Es mag zuerst nervig und unverständlich wirken, aber genau so können Entscheidungen mit 17 eben auch sein. Das ist mir auch bei Caplan aufgefallen, der deutlich macht, dass man während des Erwachsenwerden auch irrationale Fehler macht.
Aber auch Erfahrungen, die leider viele jungen Menschen machen müssen, wie Panikattacken oder sexuelle Übergriffe finden einen Platz in "Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens".
All diese Aspekte machen diese Geschichte vielleicht zu keiner einfachen, dennoch zu einer realistischen und wichtigen Geschichte. Sie zeigt, wie junge Menschen sich häufig fühlen.
Kritik
Leider hatte das Buch dennoch kleine Längen und ein paar Themen waren mir viel zu schnell abgearbeitet. Minas Trauma hätte an dieser Stelle viel mehr Spielraum verdient, genauso wie das Ende der Geschichte von Mina und Caplan.
Fazit
"Der letzte Sommer vor dem Rest unseres Lebens" schafft, was viele Bücher nicht können. Das Erwachsenwerden so darstellen, wie es wirklich ist. Leider hat es an einigen Stellen kleine Schwächen.
UNBEDINGT DIE TRIGGERWARNUNG VOR DEM LESEN BEACHTEN!