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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2019

Klare Leseempfehlung

Falling Fast
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Es gibt Bücher, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Falling Fast gehört für mich definitiv zu dieser Art von Büchern.

Das Cover des Buches ist einfach der Hammer. Ich liebe die Farbkombi und die Schrift ...

Es gibt Bücher, die einen sofort in ihren Bann ziehen. Falling Fast gehört für mich definitiv zu dieser Art von Büchern.

Das Cover des Buches ist einfach der Hammer. Ich liebe die Farbkombi und die Schrift des Titels. Zudem passt der Titel wirklich gut zum Inhalt des Buches. In der Buchhandlung hätte ich das Buch auf jeden Fall in die Hand genommen und näher betrachtet.

Bianca Iosivonis flüssiger und lockerer Schreibstil lässt den Leser mühelos in die Geschichte eintauchen. Sie erzählt die Story ohne unnötige und übertriebene Ausschmückungen des Handlungsortes sowie der Protagonisten, was das lesen sehr angenehm macht und den Spannungsbogen stetig aufrechterhält.

Die beiden Hauptprotagonisten, Chase und Hailee machen es einem wirklich nicht leicht, das Buch für eine Pause aus der Hand zu legen. Man möchte einfach wissen, wie sich die Beziehung zwischen ihnen beiden entwickelt und noch dazu muss ich sagen, dass ich die Handlung um die beiden dadurch regelrecht verschlungen habe und unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht.
Zudem finde ich die Figuren, egal ob Hauptprotagonisten oder Nebenprotas allesamt sehr deutlich ausgearbeitet. Sie alle sind mir im Laufe des Buches sehr ans Herz gewachsen.

Falling Fast ist für mich ein Buch, welches sich aufgrund der Thematiken, mit der sich die Geschichte beschäftigt, auf jeden Fall eine Empfehlung wert ist.
Auch das Setting des Buches war einfach hinreißend, sodass ich am liebsten selbst auf der Stelle die Koffer packen würde und zu Chase und Hailee reisen möchte.

Ich bin jetzt auch mega gespannt, wie es wohl in Band zwei weiter geht und kann es schon kaum erwarten, endlich weiterzulesen.

Veröffentlicht am 26.03.2019

Todenhöfers bisher stärkstes Werk

Die große Heuchelei
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Ein Buch als Plädoyer für den Frieden in der Welt, welches definitiv in jedes Bücherregal gehört.

„Die große Heuchelei“ ist mittlerweile schon das dritte Buch, welches ich von dem Autor gelesen habe. ...

Ein Buch als Plädoyer für den Frieden in der Welt, welches definitiv in jedes Bücherregal gehört.

„Die große Heuchelei“ ist mittlerweile schon das dritte Buch, welches ich von dem Autor gelesen habe. Bereits durch „Du sollst nicht töten“ hat mich Jürgen Todenhöfer durch seine Reisen in sämtliche Krisenländer der Erde und seiner stetigen Suche nach der Wahrheit beeindruckt.
Mit „Inside IS“ vermittelt er durch seine Begegnung mit der Terrororganisation in deren errichteten Staat ein lebhaftes und meiner Meinung nach einzigartiges, klares Bild des IS.
„Die große Heuchelei“ schließt sich an die aufklärenden und kritischen Vorgänger von Jürgen Todenhöfer an und ist meiner Meinung nach das bisher stärkste und aufschlussreichste Buch des Autors.

Das Cover des Buches und der Titel sind reißerisch. Wohlmöglich gewählt, um zu polarisieren und die Aufmerksamkeit des Lesers auf sich zu ziehen. Da ich Todenhöfers Bücher bereits kenne, hätte mir auch ein dezenteres Cover gereicht. Allerdings verfehlt das Buch mit seiner Aufmachung definitiv nicht seine Wirkung. Und die sollte alle Menschen erreichen!

Das Buch enthält einen sehr umfangreichen Inhalt.
Todenhöfer geht auf die Ursachen vieler Konflikte im mittleren Osten und das Erstarken von Terrorgruppen ein – auf Kriege, meist geführt durch den „Westen“. Besonders umfangreich befasst er sich mit den Gründen für die Auslösung eines Krieges und die Interessen, die dabei zwangsläufig immer vertreten werden. Die Frage ist nur, welche das tatsächlich sind. Und diese Frage ist auch ausschlaggebend für den Titel des Buches, denn in der Tat stehen hinter vielen erklärten Kriegsgründen (Werte, Demokratie, Frieden!) ganz andere Interessen, welche wesentlich schwerer wiegen.
Die von Todenhöfer aufgestellten Thesen sind dabei keineswegs an den Haaren herbeigezogen, sondern stützen sich immer auf Fakten, wie auch das umfangreiche Quellenregister am Ende des Buches zeigt.
Genau diese Tatsache machen die Bücher des Autors für mich einzigartig und glaubwürdig. Stets belegt er seine Behauptungen.

Zudem unternimmt er selbst zahlreiche Reisen in die Krisenländer dieser Welt. Auch in diesem Buch erzählt er von seinen Besuchen, u.a. im Jemen, in Saudi-Arabien, in Gaza oder im Iran.
Diese Kapitel zeigen am deutlichsten auf, welches Leid die Kriege in den betroffenen Ländern verursachen. Er gibt den Opfern von Raketen und Kugeln eine Stimme.

Außerdem gibt er einen interessanten geschichtlichen Einblick in die Entstehung und Ausbreitung des Islam und schneidet dabei auch die anderen Weltreligionen an.

Das neue Buch von Todenhöfer ist nicht immer leicht zu lesen. Es ist keine seichte Literatur für Zwischendurch, sondern eher eine knallharte Abrechnung mit dem vom Westen verursachten Leid in so vielen Ländern der Erde. Todenhöfer ist dafür bekannt, bei seiner Recherche immer versucht zu sein, mit beiden Seiten („Gut“ und „Böse“) zu sprechen. Aus diesem Grund hat das Buch einen enormen Mehrwert an Objektivität und kommt mit seinen Schilderungen noch am ehesten an die „Wahrheit“ ran.

Für mich auf jeden Fall eine ganz klare Leseempfehlung.
Um uns eine Meinung bilden zu können, müssen wir die Hintergründe eines Sachverhalts kennen.
Todenhöfer liefert uns diese auf eindrucksvolle Art und Weise.

Veröffentlicht am 23.06.2019

Ein so so wichtiges Buch

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
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Ein Buch mit Tiefgang und ernsten Themen, erzählt in einer berührenden Geschichte über Freundschaft und Liebe.


Das Cover des Buches ist einfach nur wunderhübsch. Ich liebe die satten grünen Farbtöne ...

Ein Buch mit Tiefgang und ernsten Themen, erzählt in einer berührenden Geschichte über Freundschaft und Liebe.


Das Cover des Buches ist einfach nur wunderhübsch. Ich liebe die satten grünen Farbtöne und die weiße, auffallende Schrift. In der Buchhandlung hätte ich mir dieses Buch auf jeden Fall einmal näher angeschaut.

Das Buch selbst ist in verschiedene Kapitel unterteilt, welche jeweils aus Lenis oder Mattis Sicht erzählt werden. Total süß und umwerfend finde ich die zusätzlichen, selbstgeschriebenen und selbstgestalteten Tagebucheinträge von Leni. Die sind definitiv ein richtiger Blickfang und bereichern das Buch sehr.

Die Charaktere des Buches sind allesamt liebenswürdig und sehr gut ausgearbeitet. Gerade Leni, um die es mit ihren Panikattacken und Depressionen hauptsächlich geht, ist ein sehr authentischer Protagonist. Ava Reed erzählt mit ihrem flüssigen Schreibstil die Geschichte von ihr auf sehr einfühlsame Weise.
Ein Mädchen was durch anfängliche Prüfungs- und Zukunftsangst in eine schwere Depression fällt? Leider gar nicht so selten. Ava spricht durch Leni so viele an, die ähnliches durchmachen mussten und die täglich einen Kampf mit sich führen.

Aber auch durch Matti, der eine unheilbare Krankheit hat, bekommt man eine andere Sichtweise auf manche Dinge. Etwa wie selbstverständlich viele Dinge für einen selbst sind.

Bei dem Abenteuer, welches beide gemeinsam erleben, war ich hin- und hergerissen zwischen: super, ganz toll und ob das wirklich so gut für die beiden ist. Natürlich ist es aber nur eine Geschichte, die Geschichte von Matti und Leni und ich fand es an dieser Stelle und so gesehen sehr passend.

Insgesamt hat mich das Buch trotz der ernsten Themen gut unterhalten und ich finde es ist einfach so wichtig, diese Dinge anzusprechen, denn leider betreffen sie mehr Leute als man manchmal denkt. Auf jeden Fall eine Leseempfehlung :)

Veröffentlicht am 08.06.2019

Lust auf einen Inselurlaub?

Nachts schweigt das Meer. Ein Krimi auf den Scilly-Inseln
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Spannender Inselkrimi im Süden Englands.

Das Cover ist wirklich toll gestaltet. Ich liebe die verschiedenen Blautöne. Sie harmonieren toll mit der gelben Schrift des Titels.

Kate Penrose Schreibstil ...

Spannender Inselkrimi im Süden Englands.

Das Cover ist wirklich toll gestaltet. Ich liebe die verschiedenen Blautöne. Sie harmonieren toll mit der gelben Schrift des Titels.

Kate Penrose Schreibstil ist flüssig und sehr beschreibend. Ich konnte mir ein richtig gutes Bild von der Insel und ihren Bewohnern machen. Trotz der vielen Inselbewohner und damit auch der vielen potentiellen Täter gelang es mir durch ihre eingehenden Beschreibungen, alle auseinanderzuhalten und somit den Überblick über das Geschehen zu bewahren.

Während der Suche nach dem Täter wird der Leser immer wieder auf verschleierte Fährten gelockt. Es bleibt bis zum Schluss ein Rätsel, wer letztendlich schuld an Lauras Tod ist – ein großer Pluspunkt für das Buch.
Auch der Hauprotagonist Ben Kitto konnte mich mit seiner kühlen, kontrollierten Art für sich gewinnen. Er wahrte stets eine gewisse Neutralität gegenüber den Inselbewohnern, obwohl er bereits die meisten seit seiner Kindheit kannte und damit eigentlich auch ein Stück weit befangen war.
Neben den eigentlichen Handlungsstrang um Mord und um dessen Ermittlung verwebt sich noch eine zarte Liebesgeschichte in die Story. Sie lockert das ganze etwas auf und trägt zur Unterhaltung des Lesers bei. Ich fand sie ziemlich gut platziert.

Alles in allem hat das Buch definitiv Lust auf einen Strandurlaub gemacht. Vielleicht nicht unbedingt auf einer Insel mit nur knapp neunzig Einwohnern, aber trotzdem :D
Einziger Minuspunkt ist für mich die Länge des Buches. Es hätte für mich gerne etwas kompakter sein können, da ich zwischenzeitlich die Handlung als etwas unnötig in die Länge gezogen empfand.
Ansonsten auf jeden Fall für Krimifans zu empfehlen.

Veröffentlicht am 23.05.2019

Charlotte und Trenton

EXTENDED trust
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Ein Buch mit einem prickelnden Unterton, vielen Gefühlen aber mit einem leider etwas faden Beigeschmack.

Ich bin ja echt ein bekennender Fan von Sarahs Büchern. Ihr Schreibstil ist super flüssig und rührt ...

Ein Buch mit einem prickelnden Unterton, vielen Gefühlen aber mit einem leider etwas faden Beigeschmack.

Ich bin ja echt ein bekennender Fan von Sarahs Büchern. Ihr Schreibstil ist super flüssig und rührt den Leser zu jeder Menge Gefühlen. Umso mehr habe ich mich natürlich über die Ankündigung zu ihrem neuen Buch „Extended Trust“ gefreut.

Vorweg muss ich sagen, pink ist ja so wirklich gar nicht meine Farbe. Man kennt mich ja eher als der dunklere Typ – schwarz ist halt auch einfach toll :D. Aber Sarah, dieses Cover ist einfach wunderhübsch. Die Farben harmonieren super mit der Schrift und im Laden hätte ich dieses Buch auf jeden Fall in die Hand genommen.

Der Klappentext des Buches verspricht jede Menge Herzrasen und prickelnde Liebesszenen, worauf ich mal wieder richtig Lust hatte.
Und was soll ich sagen? Charlotte und Trenton sind eigentlich einfach hinreißend. Sie als eher zurückhaltende junge Frau und er als Besitzer eines Erotikclubs – das ist mehr als eine spannende Kombination.
Warum aber eigentlich? Einfach weil ich leider, und ich meine wirklich leider finde, dass diese beiden Hauptfiguren im Laufe der Geschichte immer mehr in den Hintergrund rücken.

Die erste Hälfte des Buches hat mich regelrecht gefesselt. Ich konnte das Buch gar nicht aus den Händen legen, doch dann beschlich mich das Gefühl, dass sich die emotionsgeladene Story um die beiden irgendwie allmählich verflüchtigt. Andere Dinge treten in den Vordergrund, die anfangs noch ganz unterhaltsam, nach und nach aber meiner Meinung nach viel zu viel Raum eingenommen haben.
Alleine die Handlung um Deborah war viel zu dominant und hat die eigentliche Liebesgeschichte zwischen Charlotte und Trenton gerade zum Schluss hin sehr belastet. Nicht, dass ich das grundsätzlich falsch finde, aber ich hätte einfach viel lieber viel mehr von Charlotte und Trenton gelesen.
Auch Ellas Auftritt war mir im letzten Drittel des Bandes etwas zu einnehmend. Ich kann verstehen, dass sie als Teil der Reihe vorgestellt werden soll. Jedoch hätten es dazu meiner Meinung nach zumindest auch weniger Zeilen getan.
Zum Schluss ging dann alles ziemlich schnell und ich habe mich deshalb als Leser nicht wirklich abgeholt gefühlt, da das Hauptthema des Buches so rasch abgeschlossen wurde.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich nach wie vor ein Fan von Sarahs Büchern bin. Ich liebe auch das Setting des Buches und die Idee mit dem „Extended“. In der Danksagung ist von einigen Unterbrechungen während des Schreibprozesses zu lesen, die unter anderem auch dafür gesorgt haben, der Geschichte eine andere, eine eigene Richtung zu geben und damit auch die Schwerpunkte anders zu setzen.
Ich kann das voll und ganz nachvollziehen, leider konnte mich diese Richtung nur nicht ganz überzeugen, was ich wirklich sehr schade finde.
Dennoch freue ich mich schon auf den zweiten Band der Reihe und natürlich auf weitere Bücher der Autorin.