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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.04.2022

DAS Buch für alle Kuscheltierfans - mit passenden Stickern!

Die Stoffis - Auf plüschigen Sohlen (Band 1)
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Es waren einmal sechs Stofftiere, die schon etwas in die Jahre gekommen waren. Ihre Besitzer waren nun groß, erst wurden sie auf den Dachboden gebracht und dann irgendwann landen sie am Straßenrand. In ...

Es waren einmal sechs Stofftiere, die schon etwas in die Jahre gekommen waren. Ihre Besitzer waren nun groß, erst wurden sie auf den Dachboden gebracht und dann irgendwann landen sie am Straßenrand. In einem Karton, zum Mitnehmen.

Was für ein Abenteuer! Wer ihnen wohl ein neues Zuhause geben würde?
Wie groß das Abenteuer dann wirklich werden würde, das ahnten die plüschigen Gesellen noch gar nicht.

Ich kannte das Buchkonzept "Vorlesen!" noch nicht, finde es aber total gelungen.
Eine spannende Geschichte zum Vorlesen, schöne Illustrationen und für jedes Kapitel gibt es einen Sticker, den man - wenn man mag - nach Vollendung des Kapitels einkleben. Dafür gibt es extra eine Seite im Buch.
Wobei man bei dem Buch eigentlich keine zusätzliche Vorlese-Motivation braucht, man will hier ohnehin wissen, wie es weitergeht.
Dazu gibt es noch ein Lesebändchen und im Buch kann man eintragen, wer es gelesen hat ("Dieses Buch lesen...."). Ein stabiles Hardcover macht das Buch zu einem langlebigen Begleiter.

Die Geschichte an sich ist berührend, zeitlos, und eine feine Mischung aus Spannung, Abenteuer, ein Hauch Magie und natürlich Happy End. Letzteres auch noch überraschend anders!

Insgeheim ist ja wohl jedes Kind davon überzeugt, dass sein Lieblingskuscheltier lebendig ist. Und hier haben wir nun den buchgewordenen Beweis dafür.

Empfohlen wird das Buch ab fünf Jahren und darunter würde ich zum Vorlesen auch nicht gehen. Es ist schon relativ viel Text und sprachlich auch etwas anspruchsvoller. Kleinere Kinder könnten da unter Umständen noch Probleme haben.

Fazit: Für alle Kuscheltierfans ein wunderschönes Buch, ob man sich allerdings als Eltern damit einen Gefallen tut? Gegen das Aussortieren hat das Kind nun ein neues Argument (-:

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Ein Krimi im Krimi

Der Tote aus Zimmer 12
0

Nicht wirklich wichtig, aber einfach so gelungen, dass ich trotzdem ein paar Worte darüber verlieren muss: ich bin Coverkäuferin und hier hatte mich das Cover sofort. Nach dem Lesen kann ich auch noch ...

Nicht wirklich wichtig, aber einfach so gelungen, dass ich trotzdem ein paar Worte darüber verlieren muss: ich bin Coverkäuferin und hier hatte mich das Cover sofort. Nach dem Lesen kann ich auch noch sagen, dass es nicht nur sehr hübsch ist, sondern hervorragend zur Geschichte passt.

Susan lebt mit ihrem Freund auf Kreta und führt dort ein kleines Hotel. Das Geld ist knapp und so sagt sie nicht nein, als sie einen Auftrag in England bekommt. Sie soll das Verschwinden einer jungen Frau beleuchten.
Denn diese verschwand nach dem Lesen eines Buches, das Susan in ihrem früheren Leben als Lektorin betreut hat. Und die Eltern der Vermissten sind sich sicher, es muss einen Zusammenhang geben!

Das Buch ist im Stil der guten alten englischen Kriminalromane geschrieben und erinnert an Agatha Christie.
Gediegene englische Landgüter, Klassenunterschiede, alles dabei.
Auch viele unterschiedliche Charaktere, manchmal habe ich hier leicht den Überblick verloren, wer denn nun wer war.

Besonderen Spaß hat es gemacht, dass man hier ein Buch im Buch liest. Das von Susan lektorierte Werk nimmt viel Raum ein, eine Handlung in der Handlung.
Witzigerweise war ich anfangs irritiert, ich wollte doch wissen, wie es weitergeht und kein Buch lesen, völlig vergessend, dass ja auch Handlung eins "nur" ein Buch ist.

Schöne gediegene Krimi-Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 15.04.2022

Es ist Zeit!

New Moms for Rebel Girls
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Ich habe - als das Kind klein war -sehr gerne den Blog der Autorin gelesen.

Das Buch hier ist aber deutlich anspruchsvoller zum Lesen. Damit will ich nicht sagen, dass die Blogbeiträge anspruchslos sind, ...

Ich habe - als das Kind klein war -sehr gerne den Blog der Autorin gelesen.

Das Buch hier ist aber deutlich anspruchsvoller zum Lesen. Damit will ich nicht sagen, dass die Blogbeiträge anspruchslos sind, sie sind aber u. a. sprachlicher einfacher zu lesen.

Das Buch gliedert sich in vier Bereiche.
Eins: Warum es immer noch keine Gerechtigkeit gibt
Zwei: Was wir unseren Töchtern mitgeben
Drei: Väter, Töchter, Brüder, Söhne
Vier: Wie wir Mädchen heute stärken

Dazu noch u. a. Begriffserklärungen, die für mich sehr hilfreich waren.
Ich komme weder aus der Pädagogik, noch bin ich bin ich mit den ganzen Begriffen vertraut gewesen. Interessanterweise nehme ich sie jetzt aber - nach der Buchlektüre - ständig in Berichterstattungen wahr. Insofern war das schon einmal ein großer Gewinn für mich.

Das Buch hat mich sensibilisiert, hat mir mit Situationen aufgezeigt, die ich bislang nicht unter dem Blickwinkel betrachtet habe.
Das Layout gefällt mir sehr gut, es ist klar und gliedert schön.

Die Inhalte werden mit Praxisbeispielen und Reflexionsmöglichkeiten immer wieder ergänzt.

Sprachlich wie bereits erwähnt nicht ganz ohne für mich, definitiv kein Buch, das ich mal so eben nach einem langen Arbeitstag nebenbei lesen konnte.

Der für mich wichtigste Teil, nämlich wie wir Mädchen stärken können, kam mir ein wenig zu kurz.

Insgesamt aber ein aufschlussreiches Buch.
Oder wie die Autorin sagt: "Lass uns die Rebellion beginnen."

Veröffentlicht am 10.04.2022

Grimmig, grantig, grässlich

Die schreckliche Adele 02
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O.k., meine Überschrift ist etwas hart, aber nachdem das Buch mit "grimmig, grandig, grandios" beworben wird, konnte ich nicht anders.

Ich habe Adele wirklich eine Chance gegeben, es ist jetzt schon der ...

O.k., meine Überschrift ist etwas hart, aber nachdem das Buch mit "grimmig, grandig, grandios" beworben wird, konnte ich nicht anders.

Ich habe Adele wirklich eine Chance gegeben, es ist jetzt schon der zweite Band, den ich lese, aber wir werden einfach nicht warm miteinander.

Adele ist wirklich schrecklich, der Buchtitel verspricht nicht zu viel.

Empfohlen wird der Comic schon ab sieben Jahren und das passt für mich gar nicht.
Adele will ständig ihre Haustiere umbringen, malt Galgenmännchen an ihre Kinderzimmerwand und der Humor ist tiefschwarz und böse.
Eigentlich mag ich so etwas ja, aber hier bin ich nur mittelmäßig begeistert.
Ja, manche Stellen fand ich dann tatsächlich lustig, ich gestehe, aber halt nicht für kleine Kinder ab sieben Jahren.

Im Unterschied zu Band eins fand ich die Eltern diesmal ja sehr cool. Sie bekommen keinen Nervenzusammenbruch angesichts ihrer Tochter, sondern kontern trocken.
Beispielsweise als Adele auf die Frage nach Obstsalat mit "Igitt, nein" antwortet und die Mutter dann fragt "wer möchte gehäckselte Feen"? Klar, dass Adele da nicht nein sagt.
Solche Szenen fand ich schon lustig - aber ob das Siebenjährige verstehen und bzw. oder witzig finden? Hm hm hm.
Bei der Zwölfjährigen hier ist das Buch jedenfalls durchgefallen.

Fazit: Adele ist schon speziell. Wenn man bitterbösen Humor mag, kann das eine spaßige Lektüre werden, ob Kinder mit der Art Humor etwas anfangen können, bezweifle ich aber.

Veröffentlicht am 10.04.2022

Willkommen zurück, John Adderley

Die andere Schwester
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John Adderley ist zurück, es gibt einen zweiten Band. Doch nicht nur mit ihm gibt es ein Wiederlesen, sondern auch mit weiteren Charakteren aus Band eins wie Trevor, dem Agentenfreund und Mona von der ...

John Adderley ist zurück, es gibt einen zweiten Band. Doch nicht nur mit ihm gibt es ein Wiederlesen, sondern auch mit weiteren Charakteren aus Band eins wie Trevor, dem Agentenfreund und Mona von der Landeskriminalpolizei.

Dieses Mal ermittelt John im Mordfall einer jungen Frau, die Geschäftsführerin einer neuen Dating App ist.
Aber auch seine Vergangenheit holt ihn ein, wie oben schon erwähnt, ist auch Trevor wieder mit an Bord.

Ich habe das Buch wieder atemlos (naja, natürlich nur gefühlt atemlos) durchgelesen, da es wieder sehr spannend war.

Hier war neben dem eigentlichen Fall sowohl die Rahmenhandlung mit der Dating App (wieviel wollen wir von uns preisgeben) und noch viel mehr die inneren Konflikte Adderleys so nachdenklich stimmend bzw. aufwühlend.
Er muss viel durchmachen und Entscheidungen treffen, die sein Leben verändern.

Für mich ist es das, was die Reihe ausmacht. Für mich stehen John und sein Leben im Zeugenschutzprogramm und der eigentliche Fall gleichwertig nebeneinander.
Freunde von geradlinigen Krimis ohne viel Privatleben und Drumherum der Ermittelnden werden hier vermutlich nicht glücklich.
Alle anderen finden hier sehr gute Krimiunterhaltung.