Platzhalter für Profilbild

MarieausE

Lesejury Star
offline

MarieausE ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit MarieausE über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2021

Rätselhaft bis zum Ende

Die Frau vom Strand
0

Rebecca, Lucy und ihr kleine Tochter sind eine glückliche kleine Familie. Bis Rebecca eines Tages am Strand eine Frau kennenlernt, mit der sie sich anfreundet. Ab dann überschlagen sich die Ereignisse ...

Rebecca, Lucy und ihr kleine Tochter sind eine glückliche kleine Familie. Bis Rebecca eines Tages am Strand eine Frau kennenlernt, mit der sie sich anfreundet. Ab dann überschlagen sich die Ereignisse - und nicht zum Guten.

Das Buch ist als Thriller kategorisiert - ich würde es eher in die Krimischublade schieben. Was mir sehr gut gefallen hat, es ist nicht fürchterlich brutal, aber trotzdem spannend.
Ich mochte eigentlich alles, angefangen vom Ermittlungsteam, in dem es menschelt. Junge Vorgesetzte, nicht wertgeschätzte langjährige Kollegen, das war schön lebensnah.
Dann spielt die Handlung im Umfeld von Computerspielentwicklern, das hat es jetzt zwar keine allzu großen Einfluss auf die Handlung, war aber trotzdem schön, dass die Ermittlerin auch gewisses Suchtpotential diesbezüglich aufweist.
Ausschlaggebend ist aber natürlich die Handlung und die war spannend bis zum Schluss. Viele Fäden, von denen mir nie klar war, wie sich diese verbinden sollen und mit einem nochmal überraschenden Schluss-Aspekt. Wow, dachte ich zum Buchabschluss.


Für mich kein Thriller, bei dem ich richtiggehend durchhetzen musste, aber sehr spannende und unterhaltsame Krimikost, die man auch gut lesen kann, ohne Nächte durchmachen zu müssen. Dafür hat man ja nicht immer Zeit.

Veröffentlicht am 24.02.2021

Spannender Auftakt

Leichenblume
0

Der neue skandinavische Star am Krimi-Himmel? Ganz schön viele Vorschuss-Lorbeeren, die der Titel hier erhält, allerdings hat er wohl in Skandinavien sogar Jo Nesbø und Jussi Adler-Olsen auf den Bestsellerlisten ...

Der neue skandinavische Star am Krimi-Himmel? Ganz schön viele Vorschuss-Lorbeeren, die der Titel hier erhält, allerdings hat er wohl in Skandinavien sogar Jo Nesbø und Jussi Adler-Olsen auf den Bestsellerlisten überholt.

Schon mal vorab: ja, nicht zu viel versprochen, hatte alles, was ich von einem ausgezeichneten Thriller erwarte.

Ungewöhnlich war der Aufbau, denn eine gesuchte Mörderin hat Kontakt zu einer dänischen Journalistin aufgenommen. Das wäre doch ein wenig sehr einfach, wenn schon gleich zu Beginn die Täterin feststeht, dachte ich mir. Stets war ich am zweifeln, wie konnte das alles nur zusammenhängen? War e so, wie es schien?

Spannend - und dann noch mit den großen Themen Rache und Gerechtigkeit.
Raffinierte Wendungen und ein wunderbares Ende - ich bin angefixt und will auf jeden Fall mehr über die Journalistin Heloise Kaldan und Kommissar Erik Schäfer lesen. Die Lorbeeren sind verdient.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Dancing with myself

Hard Land
0

Sam ist fünfzehn im Sommer 1985 und einsam. Der beste Freund ist weggezogen, die Mutter krank, der Vater seit jeher distanziert.
Das Leben in einer Kleinstadt ist auch alles andere als romantisch, es ist ...

Sam ist fünfzehn im Sommer 1985 und einsam. Der beste Freund ist weggezogen, die Mutter krank, der Vater seit jeher distanziert.
Das Leben in einer Kleinstadt ist auch alles andere als romantisch, es ist geprägt vom Schließen einer Fabrik, die zugleich Hauptarbeitgeberin war.

Und doch - es ist Sommer und es sind Ferien!

Das Buch schafft es wunderbar, einen zurückzuversetzen in die Zeit der eigenen Jugend. Gerade wenn man selbst in den 80ern Teenie war, dann ist das eine Zeitreise, die mit dem Soundtrack der Jugend sofort Melodien im Kopf und Stimmungsbilder in der Seele aufruft.

Die Kombination aus Schwermut, Trauer, Einsamkeit, Herzklopfen, Verliebtheit, Freundschaft, Abschied und Aufbruch - das hat das Buch für mich ausgemacht.
Auch gab es immer wieder einzelne Szenen, die mich sehr berührt haben, beispielsweise gegen Buchende die "Holztiergeschichte" (ich will nicht spoilern, deshalb hier so kryptisch).

Lediglich gegen Ende hatte das Buch für mich etwas einen Durchhänger - es zog sich etwas und insgesamt war mir Sam ein klein wenig zu tough für das, was er in dem Sommer alles erlebt hat.
Das sind aber nur Mini-Kritikpünktlein, insgesamt hat es das Buch geschafft, mich zurück in das Jahr 1985 zu katapultieren, mitten in die US-Kleinstadt.

Unbedingt vor dem Lesen den am Ende verfügbaren Soundtrack ansehen und zum oder nach dem Lesen abspielen, das ist das I-Tüpfelchen (auch als Spotify Playlist oder bei youtube verfügbar).

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.02.2021

Superprimibus

Maxi von Phlip (1). Vorsicht, Wunschfee!
0

Paula will eigentlich nur eine alte Flasche entsorgen, da entdeckt sie darin ein kleines Wesen. Nein, keinen Schmetterling, trotz Flügel, sondern eine waschechte Fee. Naja, mit kleinen Einschränkungen ...

Paula will eigentlich nur eine alte Flasche entsorgen, da entdeckt sie darin ein kleines Wesen. Nein, keinen Schmetterling, trotz Flügel, sondern eine waschechte Fee. Naja, mit kleinen Einschränkungen - denn Flaschenfeen sind beurlaubte Wunschfeen.
Und mit Maximeralda Feodora Dilara Nima von Phlip zieht das Chaos in Paulas Leben ein!

Das Buch ist für junge Leserinnen und Leser ab 7 Jahren empfohlen und das passt prima. Die Schrift ist schön groß, der Zeilenabstand auch und die manchmal etwas schwieriger zu lesenden Wörter der Feensprache wie "superprimibus" oder "Zippo-zappo-klärchen" sind farblich sogar abgehoben und extra lesbar dargestellt.
Das Highlight sind aber die Illustrationen. In Farbe und auf jeder Seite lockern sie schön auf und passen wunderbar zur Geschichte, so macht Lesen gleich noch viel mehr Spaß.

Die Geschichte an sich gefällt uns auch sehr gut; sie ist lustig und Maxi, die Fee ist echt der Knüller. Eigentlich ein volles fünf Sterne Buch, wenn nicht das Ende holterdipolter über uns gekommen wäre. Das Buch endet gefühlt mittendrin - zwar nicht mit einem üblen Cliffhanger, aber doch so, dass wir uns ungläubig und auch grummelig gefragt haben, was das jetzt soll.

Ganz klar, es wird einen weiteren Teil geben, aber die immer mehr um sich greifende Unsitte, keinen vernünftigen Abschluss einzelner Bände bei Reihen zu bringen, vermiest uns immer mehr das Lesevergnügen. Deshalb auch ein Stern Abzug.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.02.2021

Hätte etwas mehr Drive haben können

Das dunkle Dorf
0

Die Mafia macht auch vor dem romantischen Grödnertal in den Dolomiten nicht Halt und so muss Kommissar Grauner samt seinem Team mit gefährlichen Ermittlungen beginnen.

Es dauert, bis der Krimi an Fahrt ...

Die Mafia macht auch vor dem romantischen Grödnertal in den Dolomiten nicht Halt und so muss Kommissar Grauner samt seinem Team mit gefährlichen Ermittlungen beginnen.

Es dauert, bis der Krimi an Fahrt aufnimmt. Für meinen Geschmack hat es nach einem spannendem und temporeichen Auftakt doch ziemlich lange vor sich hingeplätschert.

Was mit aber die ganze Zeit gut gefallen hat, war das Drumherum, das Lokalkolorit, die Beschreibung der Charaktere und die treffenden Sprüche, die stets eingestreut waren, wie z. B. "Die Skifahrer sind die Bademeister der Alpen".

Im letzten Buchteil kam ich dann aber auch krimiseitig voll auf meine Kosten. Das Ganze hat Dynamik bekommen und wurde richtig actionreich. Dazu eine Wendung, die ich überhaupt nicht vermutet hatte, ja, das hat mir sehr gut gefallen.

Ich glaube ja fast, dass meine anfangs fehlende Euphorie auch ein wenig durch den Quereinstieg kam (ich kenne bislang noch keinen anderen Band der Reihe). Auch wenn der Fall in sich abgeschlossen ist und ich eigentlich häufig problemlos quereinsteige, hätte es mir hier bestimmt gut getan, die Entwicklung chronologisch aufzubauen. Nur so ein Gefühl - ich kann mich auch täuschen.

Insgesamt ein schöner, kurzweiliger Ausflug in die verschneiten Dolomiten mit kleinen Einschränkungen bezüglich des Spannungsbogens.