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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.08.2021

Fesselnder, eher ruhiger Thriller!

Mohnblumentod
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Mohnblumentod ist für mich das erste Buch der Autorin Lina Bengtsdotter. Das Cover sowie der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover spiegelt die Stimmung des Buches ganz gut wieder, eher ...

Mohnblumentod ist für mich das erste Buch der Autorin Lina Bengtsdotter. Das Cover sowie der Klappentext haben mich direkt angesprochen. Das Cover spiegelt die Stimmung des Buches ganz gut wieder, eher ruhig und doch spannend und fesselnd.

Was für eine grauenhafte Vorstellung, ein kleines Kind verschwindet und die Eltern bangen, denn es gibt weder eine Spur noch eine Lösegeldforderung. Wie gut, dass Charlie Lager, eine erfolgreiche Kommissarin, mit dem Fall betraut wird.

Die Geschichte wird langsam aufgebaut und die Spannung steigt langsam an.

Als Leser kann man jeden kleinen Ermittlungsschritt mitverfolgen. Das muss man natürlich mögen und kann ggf. etwas langweilig werden, sollte man auf die schrittweise Ermittlungsarbeit keinen großen Wert legen. Für mich waren diese Schilderungen jedenfalls nicht langweilig, sondern haben mir eher ein umfassendes Bild vermittelt und mich mitten ins Geschehen gebracht.

Die Protagonisten sind authentisch und mit einer gewissen Tiefe beschrieben. Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass Charlie eine tolle Ermittlerin ist, aber ein paar persönliche Schwächen hat, die auf die eigene Vergangenheit zurückzuführen sind.
Manche Reaktionen der Protagonisten und die Zurückhaltung von Informationen haben mich zunächst irritiert, erklären sich aber zum Ende hin.

Obwohl Mohnblumentod bereits der dritte Band der Charlie Lager Reihe ist, hatte ich nicht das Gefühl, dass mir Informationen fehlen.

Die zwei Handlungsstränge, die die Story aufweist werden geschickt miteinander verflochten. Der Fall ist schon recht verzwickt und ist nicht direkt durchschaubar. Ich habe das Ende jedenfalls so gar nicht kommen sehen und wurde dazu noch überrascht. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

Den Schreibstil der Autorin habe ich als wirklich angenehm empfunden, sehr fließend und leicht zu lesen. Ich habe immer gerne weitergelesen und jede freie Minute genutzt.

Ich vergebe 4 Sterne und eine Leseempfehlung an alle, die es gerne etwas ruhiger, dennoch spannend und fesselnd mögen. Die Story sowie deren Umsetzung haben mir sehr gut gefallen und machen Lust auf die Vorgängerbände, die jetzt bereits auf meiner Wunschliste stehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2021

Spannend bis zum Schluß

Böse Seele: Thriller
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Nicht nur der Klappentext, auch das Cover haben mich direkt angesprochen und Frage aufgeworfen.
Ein Kommissar, der einen Serienmörder als Vater hat und diesen in aktuelle Fälle einbindet, klingt nicht ...

Nicht nur der Klappentext, auch das Cover haben mich direkt angesprochen und Frage aufgeworfen.
Ein Kommissar, der einen Serienmörder als Vater hat und diesen in aktuelle Fälle einbindet, klingt nicht nur spannend, es ist auch so.

Für mich war es das erste Buch der Autorin und ich wurde nicht enttäuscht.
Durch einen aufreibenden Prolog wird man direkt ins Geschehen gezogen und hat kaum Zeit durchzuatmen. Denn es bleibt nicht nur bei einer Leiche....

Milla Rostow und ihr Kollege Martyn Becker haben mir sehr gut gefallen. Sie sind realistisch beschrieben und haben jeder für sich eine eigene dunkle Vergangenheit, die die Charaktere noch interessanter macht.
Ich hätte mir zwar teilweise gewünscht, noch mehr über ihre Geheimnisse zu erfahren und etwas mehr Hintergrundwissen zu Martyn´s Vater, dem Serienkiller zu bekommen, aber das ist nur mein Empfinden, tut der Story an sich aber keinen Abbruch.

Den Schreibstil habe ich als sehr flüssig und leicht verständlich empfunden. Die Kapitel sind eher kurz gehalten und schließen des öfteren mit einem Cliffhanger ab, der einen natürlich zum Weiterlesen animiert.

Das Ende hat mich überrascht und war m.M. nach nicht vorhersehbar. Es war schlüssig und die entscheidenden Fragen wurde beantwortet.

Ich hätte Lust, weitere Fälle mit Milla und Martyn zu lesen und empfehlen "Böse Seele" gerne weiter. Das Buch bekommt 4 Sterne von mir.

Veröffentlicht am 18.07.2021

Grandioser Schreibstil & Spannung pur!

Der böse Mann: Thriller
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Catherine Shepherd entwickelt sich mehr und mehr zu einer Lieblingsautorin von mir.

Sie hat wirklich einen grandiosen Schreibstil, der mich direkt von der ersten Seite an packt. Fast unbemerkt baut sich ...

Catherine Shepherd entwickelt sich mehr und mehr zu einer Lieblingsautorin von mir.

Sie hat wirklich einen grandiosen Schreibstil, der mich direkt von der ersten Seite an packt. Fast unbemerkt baut sich eine kontinuierliche Spannung, die durch "gemeine" Cliffhanger am Ende der Kapitel noch verstärkt wird.

Das Ermittlerteam, Laura und Max wirken wahnsinnig realistisch. Sehr menschlich beschrieben empfinde ich u.a. die Beziehungen-/probleme, die mit diesem Job einhergehen.
Die Situationsbeschreibungen sind ebenso gelungen wie die Schilderungen der Ermittlungsarbeit. Als LeserIn kann man mitfiebern und ermitteln, obwohl, soviel sei gesagt, sich die Autorin geschickt nicht in die Karten schauen lässt.
Es werden diverse Fährten gelegt und man ist hin und hergerissen, welche wohl die alles Entscheidende ist.

Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht und ich bin mit dem Ausgang sehr zufrieden. Ich hoffe, dass es weitere Fälle mit Laura und Max geben wird. Sie sind immer wieder ein Genuß.

Für mich haben die Thriller und auch gerade "Der böse Mann" wirklich Potenzial verfilmt zu werden. Ganz klare Bewertung: 5 Sterne und eine Leseempfehlung für alle Thrillerfans.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.07.2021

Ein gelungener Thriller, der mit verschiedenen Handlungssträngen und Sichtweisen besticht.

Die Karte
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Wer kennt sie nicht, die Fitnesstracker, die gerne von Joggern genutzt werden. Doch wie sinnvoll oder eben nicht sinnvoll es ist, diese zu verwenden und ständig seine Daten zu posten, sei dahin gestellt ...

Wer kennt sie nicht, die Fitnesstracker, die gerne von Joggern genutzt werden. Doch wie sinnvoll oder eben nicht sinnvoll es ist, diese zu verwenden und ständig seine Daten zu posten, sei dahin gestellt und wird hier zu einem elementaren Thema im neusten Thriller von Andreas Winkelmann.

Die Ermittler sind mir bereits aus den vorherigen Bänden der Kerner/Oswald Reihe bekannt. Das macht es einem leicht, in die Gegebenheiten einzusteigen.
Aber auch LeserInnen, die noch keinen Teil der Reihe kennen, sind keinerlei Vorkenntnisse notwendig. Die Bücher können unabhängig voneinander gelesen werden.

Realistisch dargestellt fand ich die Ermittlungsarbeiten, hier und da eine Sackgasse und auch mal eine Fehlentscheidung oder Einschätzung.

Die Karte konnte mich von Beginn an fesseln, die Spannung wurde durchgängig aufrecht erhalten und ich mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen.
Andreas Winkelmann beendet die Kapitel gerne mal mit einem Cliffhanger, was einen natürlich zum weiterlesen animiert. Einfach ein super flüssiger und in sich stimmiger Schreibstil.

Wer Hamburg als Stadt kennt, wird die Orte sicherlich erkennen bzw. bildlich vor Augen haben. Die Umgebung wird gut beschrieben, der Autor verliert sich glücklicherweise nicht im Detail.

Begeistert haben mich außerdem die verschiedenen Handlungsstränge und Sichtweisen, die der Autor nach und nach in die Geschichte einfließen lässt. Als LeserIn bekommt man ein gutes Gesamtbild, was sich aber erst später wie ein Puzzle zusammensetzt.

Das Ende hat mich zum Einen überrascht, zum Anderen gibt es einen kleine Kritikpunkt. Leider wurden für mich zum Ende hin, einzelne Fragen/offene Punkte leider nicht beantwortet bzw. einfach nicht deutlich genug dargestellt.

Ansonsten bin ich aber absolut begeistert, wurde sehr gut unterhalten und verwirrt. Hatte Spaß beim Rätseln und verbinden der einzelnen Handlungsstränge.

Das Cover ist natürlich perfekt auf die Story abgestimmt und passt auch von der Farbgebung und dem Layout zu den Vorgängerbänden.

Ich vergebe 4,5 Sterne und empfehle "Die Karte" sehr gerne weiter. Hoffentlich wird es weitere Fälle mit Kerner und Oswald geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.05.2021

Gelungener Plot - Welche Farbe trägt das Vergessene?

Die Farbe des Vergessens
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Die Farbe des Vergessens... ist ...? Rot, gelb, blau oder vielleicht lila?...

Was mich neben dem vielversprechenden Klappentext sofort angesprochen hat, ist das wirklich schöne Cover. Es wirkt auf mich ...

Die Farbe des Vergessens... ist ...? Rot, gelb, blau oder vielleicht lila?...

Was mich neben dem vielversprechenden Klappentext sofort angesprochen hat, ist das wirklich schöne Cover. Es wirkt auf mich schlicht und edel, was sich auch in der Innenaufmachung wiederspiegelt. Diese phänomenal grünen Augen und die vielen Sommersprossen der jungen Frau sind ein Hingucker und machen neugierig. Welche Geschichte hat sie zu erzählen?

Zu Beginn des Buches musste ich kurz schlucken, denn der Leser wird direkt Zeuge einer recht detailreich beschriebenen Sektion einer toten Frau. Die, wie die Präparatorin Juli mit Erschrecken feststellen muss, ihr wie aus dem Gesicht geschnitten ähnlich sieht. Doch wer ist die Frau? Sieht niemand der Anwesenden die Ähnlichkeit? Spielt Juli´s Fantasie ihr einen Streich oder kehren lang verdrängte Erinnerungen zurück?

Schnell wird man in den Sog der Geschichte gezogen, erlebt Juli´s Gefühls-und Gedankenchaos hautnah mit und fragt sich ständig, was ist Wahn und was Realität ist?!

Die Autorin hat die unterschiedlichen Charaktere sehr detailreich und vielschichtig gezeichnet. Nicht nur die Protagonisten reißen den Leser emotional mit und lassen diesen miträtseln. Nein, auch Nebencharaktere bekommen direkt ein Gesicht und haben trotz der eher kurzen Auftritte ihren Platz in der Geschichte fest verankert.

Durch die vielen unvorhersehbaren Wendungen ergibt sich eine konstante Spannung, die einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Dieses Buch ist gleichzeitig verwirrend, spannend und emotional. Wirklich mitreißend und mit gelungenem Plot!

"Die Farbe des Vergessens" wird mir noch lange im Kopf bleiben und gehört auf jeden Fall zu meinen Lesehighlights, die ich natürlich gerne weiterempfehle.

Hätte ich mehr als 5 Sterne zu vergeben, würde ich sie diesem gelungenen Buch sehr gerne geben.

Ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher der Autorin.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere