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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2020

Emotionaler Abschluss der Reihe - GROSSARTIG

Unendlich still
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Nun ist es schon so weit, Teil 6 der Endlich-Reihe "Unendlich still" ist da. Da es sich um den letzten Teil der Endlich-Reihe von Inken Ibsen handelt, freute ich mich einerseits auf die liebgewonnen Lonstruper, ...

Nun ist es schon so weit, Teil 6 der Endlich-Reihe "Unendlich still" ist da. Da es sich um den letzten Teil der Endlich-Reihe von Inken Ibsen handelt, freute ich mich einerseits auf die liebgewonnen Lonstruper, andererseits war ich aber auch wehmütig, weil man weiß, dass es kein "Wiedersehen-/lesen" geben wird.

In jedem Fall zeigt sich auch bei "Unendlich still" ein altbekanntes Phänomen, wenn ich die Bücher von Inken Ibsen lese - ich kann das Buch kaum aus den Händen legen.

Man hat ein angenehmes Lesegefühl und es fühlt sich an wie nach Hause kommen.


Direkt nach den ersten gelesenen Seiten bin ich gedanklich sofort wieder mitten im Geschehen in Lonstrup angekommen. Es fühlt sich an, als wäre man nie weg gewesen und treffe auf alte Bekannte.
Der empathische und mitreißende Schreibstil lässt mich mit den liebenswerten Protagonisten mitfühlen. Und mitgefühlt habe ich wirklich sehr, da musste schon mal das ein oder andere Taschentuch herhalten.

Was mir richtig gut gefallen hat, war, dass man trotz einiger Turbulenzen immer den Zusammenhalt von Inken und ihren Freunden gespürt hat. Sie verlieren die wichtigen Dinge nicht aus den Augen, sind dennoch aber immer bereit, auch neue Menschen aufzunehmen und abzuschätzen, was für alle die richtige Entscheidung ist.
Tatsächlich habe ich in diesem Buch Pelle und Lasse noch mehr ins Herz geschlossen, auch Nisse war mir, bis auf eine Handlung, sehr sympathisch.

Der Titel lässt ja ein paar Rückschlüsse auf die Handlung zu und tatsächlich passiert, was ich befürchtet habe. Was soll man sagen, so ist der Lauf der Dinge, alles hat seine Zeit, die Erinnerungen bleiben... . Auch die traurigen Momente werden von der Autorin so authentisch beschrieben, so dass in meinen Augen wirklich alles passt.

Ich bin wirklich überwältigt, was für ein tolles, wenn auch trauriges Ende die Endlich-Reihe genommen hat. Überrascht war ich, wie emotional "Unendlich still" geworden ist. Das hatte ich ehrlicherweise gar nicht so erwartet.
Den Epilog fand auch wahnsinnig schön, wenngleich auch hier viel Wehmut mitschwingt. Aber so ist die Reihe wirklich toll abgerundet.

Für alle die bereits Teile aus der Endlich-Reihe kennen, ist "Unendlich still" natürlich ein absolutes MUSS!
All denjenigen, die die Endlich-Reihe noch nicht kennen, empfehle ich, sich von Band 1 an begeistern zu lassen.

Absolute Kauf-und Leseempfehlung mit 5 Sternen.

Nun warte ich gespannt auf neue Werke der Autorin!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.09.2020

Es gibt immer Platz für neue Pflanzen... welcom to the jungle ;-)

Plant Tribe: Vom glücklichen Leben mit Pflanzen
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Zunächst einmal muss ich unbedingt auf das wahnsinning schöne und dekorativ gestaltet Buchcover hinweisen. Mein erster Eindruck, als ich das Buch in den Händen hielt, war einfach nur -WOW-! Ein absoluter ...

Zunächst einmal muss ich unbedingt auf das wahnsinning schöne und dekorativ gestaltet Buchcover hinweisen. Mein erster Eindruck, als ich das Buch in den Händen hielt, war einfach nur -WOW-! Ein absoluter Hingucker in jeder Wohnung, sehr hochwertig und eindrucksvoll gestaltet.

In diesem Buch geht es nicht, wie in anderen Bücher, um die ausschließliche Pflege von Pflanzen, sondern um die Integration von Pflanzen und die Wertschätzung jener.

Man erhält viele Ideen und praktische Tipps, welch positive Wirkung Pflanzen auf das menschliche Wohlbefinden, aber auch das Raumklima haben können.

Ein Kapitel beschäftigt sich z.B. mit dem Thema Pflanzen und Haustiere, ein weiteres mit Pflanzen und Kristallen, aber auch das Thema Umtopfen und Schädlinge sowie die Vermehrung von Pflanzen wird behandelt. Darüber hinaus gibt es Informationen, welche Topfmaterialien sind ideal, welche eher weniger. Und nicht zu vergessen, einige Pflanzentipps für jedes Zimmer. So kann man gleich mal schauen, ob die eigenen Pflanzen tatsächlich geeignet sind für die Räumlichkeiten in denen sie stehen. Zu guter Letzt gibt es ein paar Tipps, wie Pflanzen die Urlaubszeit gut überstehen.

In den Plant Tribe Stories lernt man viele unterschiedliche Menschen sowie ihr Leben mit Pflanzen kennen. Was unheimlich interessant, informativ und inspiriend für mich war. So erhält man ganz nebenbei wertvolle Tipps, die man direkt umsetzen kann (z.B. Pflanzen-Gruppenbildung, Dochtbewässerung,...), aber es gesellen sich durchaus auch neue Pflanzen auf den Wunschzettel.

"Plant Tribe" zeichnet sich zudem durch eine wundervolle Bebilderung aus, die einen immer wieder einlädt, das Buch in die Hand zu nehmen und wieder und wieder darin zu lesen und zu blättern.

Mich hat das Buch wirklich begeistert und ich sehe meine Pflanzen schon jetzt mit anderen Augen und achte besser auf sie.
Bereits während des Lesens bin ich immer wieder aufgestanden, losgelaufen und habe begonnen, umzudekorieren etc.. Das hat wirklich Spaß gemacht.

Da das Buch einen zentralen Platz bekommen hat, ist es auch immer wieder in den Händen von Freunden/Besuchern zu finden. Es zieht irgendwie magisch an.

Ich hätte mir eine Gesamtübersicht aller gezeigten Pflanzen am Ende des Buches gewünscht, einfach um sie mal nachschlagen oder auf den Einkaufszettel schreiben zu können.

Alles in allem ein wirklich eindrucksvolles und gelungenes Buch, was ich sehr gerne weiterempfehle. 5 Sterne von mir.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.09.2020

Leichter Sommerroman, der vor traumhafter Kulisse spielt!

Küsse im Aprikosenhain
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Für mich war es das erste Buch der Autorin. Es wird aber sicherlich nicht das Letzte bleiben, soviel sei gleich zu Anfang gesagt.

Das Cover hat mich direkt angesprochen, es wirkt sommerlich frisch und ...

Für mich war es das erste Buch der Autorin. Es wird aber sicherlich nicht das Letzte bleiben, soviel sei gleich zu Anfang gesagt.

Das Cover hat mich direkt angesprochen, es wirkt sommerlich frisch und die Farbkombination ist toll gewählt. Da die Aprikosen eine elementare Rolle spielen, passt das Cover perfekt zur Story.

Persephone Haasis versteht ihr Handwerk, gekonnt natürlich und flüssig entführt die Autorin die Leser in die Provence.
Das Buch ist mit viel Liebe zum Detail und sehr bildlichen Beschreibungen durchzogen, so dass ich schon noch wenigen Seiten ein ganz tolles, klares Bild vor Augen hatte.
Ich konnte beim Lesen völlig abtauchen zwischen Aprikosenhainen, Lavendel und einer herzerwärmenden Geschichte um die Protagonisten Nathalie und Felix.
Nicht nur die Protagonisten kommen sehr authentisch rüber, nein, auch die Nebencharaktere haben eine tolle Präsenz und sind wirklich rundum gelungen.
Alles fühlt sich schnell sehr vertraut an, so dass man meinen könnte, die Charaktere/Umgebung zu kennen. Die Warmherzigkeit ist förmlich spürbar.

In "Küsse im Aprikosenhain" werden Themen wie Trennung, Neuanfang, Selbstverwirklichung, Freundschaft & Liebe behandelt.
Die Handlung war durchweg abwechslungsreich gestaltet, so dass keine Längen entstanden sind.

Hin und Wieder werden einige Ausschnitte aus einem alten Kräutertagebuch wiedergegeben, welche ich immer sehr gerne gelesen habe, weil hier ein zweiter Handlungsstrang geschaffen wurde, der sich perfekt in die Geschichte einwebt.

Das Ende war zwar vorhersehbar, was mich aber überhaupt nicht gestört hat, denn den Ausgang hätte ich mir genauso gewünscht.

"Küsse im Aprikosenhain" wird mir noch lange in Erinnerung bleiben.
Ich vergebe 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Eine wundervolle Geschichte die zum Träumen einlädt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.08.2020

#SocialMedia

Der Fahrer
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Bereits die Vorankündigungen zum neuen Buch von Andreas Winkelmann haben mich neugierig gemacht. Allein das Cover fand ich direkt anziehend und nach dem Lesen des Klappentextes war ich umso gespannter, ...

Bereits die Vorankündigungen zum neuen Buch von Andreas Winkelmann haben mich neugierig gemacht. Allein das Cover fand ich direkt anziehend und nach dem Lesen des Klappentextes war ich umso gespannter, was es mit MyDriver auf sich hat und wer/warum den Tod findet.

Der Autor versteht es, den Leser mit seinem mitreißenden Schreibstil direkt in seinen Bann zu ziehen. Die Kapitel wie immer eher kürzer, z.T. mit Cliffhangern, was natürlich absolut zum Weiterlesen animiert.

Kerner und Oswald haben mir wirklich gut als Ermittler gefallen, auch das man Einblicke in ihr Privatleben erhält.

In "Der Fahrer" geht es nicht nur um einen Serienmöder, der sein Unwesen treibt. Nein, es ist nichts wie es scheint und die Einbeziehung der sozialen Medien finde ich absolut zeitgemäß und lässt die Geschichte noch authentischer wirken.

Andreas Winkelmann versteht es, die Geschicht gut aufzubauen und den Leser zu verwirren.
Allerdings muss ich leider sagen, dass die Spannung zwischendrin kurzzeitig etwas abflaut, dann aber glücklicherweise zum Ende wieder aufgebaut wird.

Das Ende kam meiner Meinung nach etwas abrupt, so dass kaum Zeit für große Enthüllung und etwas ausführlichere Erklärung stattgefunden hat. Der Aha-Effekt zum Täter und den Morden blieb in diesem Buch leider aus.

Dennoch hat mich "Der Fahrer" wirklich gut unterhalten. Ein solider Thriller, der Lust auf weitere Fälle mit Kerner und Oswald macht.
Gerne vergebe ich eine Leseempfehlung und 4 Sterne.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2020

Mysteriöse Familientragödie

Kalte Nacht
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"Kalte Nacht" ist der zweite Teil um den Tom Skagen, Ermittler der Sondereinheit Skanpol. Dieses Mal führt ihn sein Weg nach Hultsjö in Schweden, wo sich eine mysteriöse Familientragödie zugetragen hat.

Nachdem ...

"Kalte Nacht" ist der zweite Teil um den Tom Skagen, Ermittler der Sondereinheit Skanpol. Dieses Mal führt ihn sein Weg nach Hultsjö in Schweden, wo sich eine mysteriöse Familientragödie zugetragen hat.

Nachdem mich der erste Teil "Kalter Strand" bereits total begeistert hat, stand schnell fest, dass ich auch den zweiten Teil lesen wollte.
Und auch hier wurde ich nicht enttäuscht. Im Gegenteil, "Kalte Nacht" steht dem ersten Band in nichts nach.

Wieder fesselte mich die Geschichte von Beginn an und ich hätte das Buch am Liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt.
Die Autorin schreibt sehr fließend, lebendig, detailreich und arbeitet mit tollen bildlichen Elementen, so dass ich mir Personen, Orte und Umgebungen sehr gut vorstellen konnte.

Die Geschichte ist wirklich durchweg spannend geschrieben. Der Spannungsbogen wird durch immer neue Ermittlungsfortschritte/ Vermutungen/Ereignissen aufrecht gehalten.
Trotz der düsteren Ereignisse versprüht dieser Thriller auch eine gewisse schwedische Atmosphäre.

Seit dem ersten Fall bin ich ein Fan des Ermittlers Tom Skagen. Mir gefällt seine Art, die Herangehensweise und der unermüdliche Drang, den Fall aufzuklären.
Ausserdem fand ich sehr positiv, dass man noch mehr über Tom´s Vergangenheit erfährt.
Auch seine Chefin Jette sowie die schwedische Kommissarin Maja wirkten sehr authentisch beschrieben und haben mir in ihren Rollen wirklich super gefallen.
Desweiteren muss ich unbedingt noch die Dorfbewohner erwähnen, die undurchsichtiger und verschlossener nicht hätten sein können. Sie wurden ebenfalls klasse beschrieben und haben die Ermittlungen jedenfalls nicht vorangetrieben.

Anne Nordby arbeitet kapitelweise mit Rückblenden, so dass der Leser nach und nach erfährt, was sich vor den Ereignissen in Hultsjö ereignet hat.
Dennoch bleibt die Story bis zum Schluss undurchsichtig, was mir sehr gut gefallen hat, da ich keine Ahnung hatte, wie die Geschichte ausgehen würde und ich so wunderbar miträtseln konnte.
Das Ende hat mich auf jeden Fall überrascht, aber auch entsetzt... .

Zu guter letzt sei noch das tolle Cover erwähnt. Es passt perfekt zum Buch und strahlt diese gewisse düstere Stimmung aus, die bei den Vorkommnissen in Schweden ebenfalls spürbar war.

"Kalte Nacht" ist sicherlich auch ohne Vorkenntnisse aus dem ersten Teil lesbar und gut verständlich. Allerdings würde ich jedem empfehlen zunächst "Kalter Strand" zu lesen, um die Charaktere und ihre Vergangenheit noch besser zu verstehen.

Alles in allem bin ich auch von diesem Teil absolut begeistert und kann es kaum erwarten, mehr von Tom Skagen zu lesen!!

Ich vergebe 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung für alle Thrillerfans (oder die, die es werden wollen ).

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere