Leider eine Enttäuschung von Anfang bis Ende
Summer TidesIch bin leider ziemlich enttäuscht von der Geschichte. Selten habe ich mich über so eine unsympathische, nervige und naive Protagonistin geärgert. Ich dachte wirklich, Scarlett würde sich im Verlauf ändern ...
Ich bin leider ziemlich enttäuscht von der Geschichte. Selten habe ich mich über so eine unsympathische, nervige und naive Protagonistin geärgert. Ich dachte wirklich, Scarlett würde sich im Verlauf ändern oder bessern, dem ist aber nicht so. Es ist unerträglich, wie sie sich ständig von Eric einlullen lässt. Der Höhepunkt ist der Streit im Auto, als sie völlig kopflos agiert und am Ende wieder bemitleidet wird. Jonah ist zwar angenehmer zu lesen, lässt sich aber oft auf Scarletts Niveau runterziehen. Sein Problem konnte ich nicht nachvollziehen und wirkt zu sehr aufgebauscht. Zudem habe ich keine Chemie zwischen den beiden gespürt und verstehe nicht, was sie aneinander finden. Überhaupt ist die Geschichte einfach nur langweilig und plätschert vor sich hin. Zweidrittel der Handlung bestehen aus den immerselben Diskussionen zwischen Scarlett und ihrem Ex Eric und das letzte Drittel ist ein leidiges Hin und Her mit Jonah und als Leser rollt man nur mit den Augen. Ein hitziger Handlungsstrang wird einfach nicht fortgesetzt und verpufft. Schade, denn da hätte man mal Spannung reinbringen können! Der Schreibstil ist stellenweise ebenfalls nervig, vor allem wegen der englischen Begriffe, die nicht zum deutschen passen. Wer sagt bitte ständig committen oder easy? Ein Lichtblick sind die Beschreibungen von St. Ives und das wunderschöne Cornwall. Überhaupt haben mir die Nebencharaktere mehr gefallen, ob die aber ein Grund sind die Reihe weiter zu verfolgen, weiß ich allerdings noch nicht.
Summer Tides ist eine sehr schwache Liebesgeschichte mit unausstehlichen Hauptcharakteren. Ich habe keinerlei Funken gespürt und bin von der gesamten Handlung enttäuscht und gelangweilt. Einzig die Nebenprotagonisten haben mich das Buch nicht abbrechen lassen.