Ein Dschinn zum Verlieben
Bezaubernder DschinnKlappentext: Sarah ist nicht sonderlich begeistert, als sie nach dem Tod ihrer Mutter einen Dschinn erbt, der ihre Wünsche lesen kann, noch bevor sie diese äußert. Sie hat doch alles, was sie braucht: ...
Klappentext: Sarah ist nicht sonderlich begeistert, als sie nach dem Tod ihrer Mutter einen Dschinn erbt, der ihre Wünsche lesen kann, noch bevor sie diese äußert. Sie hat doch alles, was sie braucht: eine geräumige Dachgeschosswohnung und ausreichend Aufträge als freischaffende Künstlerin, die ihr einen vollen Kühl- und Kleiderschrank ermöglichen. Auch Nathan ist nicht gerade angetan von seiner neuen Meisterin, die sicher nicht weniger materialistisch und egoistisch als ihre Vorgänger ist. Kein Wunder also, dass er ihre Wünsche etwas uminterpretiert. Die Stimmung zwischen den beiden heizt sich auf – jedoch auch aufgrund der Anziehungskraft, die weder Sarah noch Nat lange leugnen können. Denn sie landet immer wieder in nicht ganz jugendfreien Tagträumen und er. liest nach wie vor ihre Gedanken mit. Als die beiden einander schließlich näherkommen, muss Nat jedoch eine Entscheidung zum Schutz seiner Meisterin treffen, die alles zu zerbrechen droht.
Meine Meinung:
Der Schreibstil der Autorin ist locker-leicht und flüssig und angenehm zu lesen. Erzählt wird die Geschichte hauptsächlich aus der Sicht der Hauptprotagonistin Sarah, so dass ich mich problemlos in sie reinversetzen konnte. Aber auch aus Nathans Perspektive bekommt man mehrmals etwas zu lesen, was ich wirklich schön fand, denn so konnte ich auch ihn gleich viel besser kennenlernen.
Sarah ist ein sehr netter und natürlicher Charakter, wodurch sie mir direkt sympathisch war. Und dann ist da noch der sympathische und echt süße Dschinn Nathan, den man einfach gern haben muss. Zusammen waren die beiden einfach unschlagbar und unterhaltsam.
Die Grundidee an sich ist ja eigentlich nichts neues, doch hat mir gerade die Umsetzung von Johanna Lark richtig gut gefallen. Da ist zum einen der Dschinn, der es absolut nicht mag, materialistische Wünsche zu erfüllen und sich daher beim Erfüllen einen gewissen Spielraum lässt, was seine Meisterin natürlich ärgert. Diese kleinen Neckereien gestalteten die Handlung amüsant und unterhaltsam, so dass ich oft schmunzeln musste. Zum anderen gibt es etwa zur Mitte hin eine Wendung, die noch etwas Abwechslung und Spannung hineinbrachte. So gab es eine interessante Mischung, die das ganze zu einer wirklich schönen Liebesgeschichte machten.
Das einzige, was mir nicht so gut gefallen hat, waren die plötzlichen Szenenwechsel. Um ein Beispiel zu nennen: Sarah entschloss sich dazu, mit ihren Freunden auszugehen und im nächsten Absatz kam sie schon wieder nach Hause. Diese zeitlichen Lücken haben mir nicht so ganz zugesagt. Da es sie aber zum Glück nur das ein oder andere Mal in der ersten Hälfte gab, war das jetzt auch nicht wirklich schlimm und hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan.
Am Ende gibt es noch einen schönen Epilog, der die Geschichte rund und zufriedenstellend abschließt.
Fazit:
Mit „Bezaubernder Dschinn“ hat Johanna Lark eine zauberhafte und unterhaltsame Liebesgeschichte zu Papier gebracht, die ich sehr gerne gelesen habe und insgesamt einfach richtig schön war. Von mir gibt es daher 4,5 bis 5 Sterne.