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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.08.2025

Der womöglich letzte Sommer in der Ritterburg

Nach dem Sommerregen
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Danke an NetGalley und den Fischer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Dies war mein drittes Buch der Autorin, und auch wenn ...

Danke an NetGalley und den Fischer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Dies war mein drittes Buch der Autorin, und auch wenn mir ihre anderen beiden Geschichten nochmal besser gefallen haben, so hatte ich auch mit diesem Buch eine gute Zeit.

„Man muss das Leben noch ein bisschen mit Leben füllen, solange es geht.“

In nach dem Sommerregen begleiten wir Familie Ritter – ja, alle Familienmitglieder – über einen Zeitraum von mehreren Monaten. Die Eltern und alle drei erwachsenen Kinder haben so ihre Päckchen zu tragen, das Buch ist sehr vielschichtig und abwechslungsreich. Erwachsensein und das Leben als erwachsene Person sind hier zentrale Themen. Neue Beziehungen, Trennung, es nochmal versuchen. Kinder kriegen, Kinder haben, plötzlich Stiefelternteil. All das begegnet einem hier in diesem Buch.

Zentraler Schauplatz ist dabei „die Ritterburg“, das alte Ferienhaus an der Mühle. Ein Ort voller Erinnerungen, und vielleicht ein Ort ohne Zukunft? Da die Eltern sich trennen und das Haus verkaufen wollen. Die Geschwister werden mit ihrer Vergangenheit konfrontiert – und der Klappentext beschreibt es eigentlich schon sehr gut: „Zwischen Loslassen und Festhalten, im Versuch, sich als Familie neu zu finden“.

Im Grunde hat mir das Buch gut gefallen. Ich mochte die Familie und wie sie ihre Konflikte ausgetragen haben. Das hat sich alles sehr real angefühlt. Allerdings fand ich, dass das Buch für den großen Zeitraum der Geschichte etwas zu kurz war. Knapp 320 Seiten sind nicht super wenig, aber bei so vielen Personen und Konflikten hätte ich mir mehr Zeit und an manchen Stellen mehr Tiefe gewünscht.
Zudem sind die Kapitel mit Telefonaten bzw. Anrufbeantworter-Aufnahmen voneinander getrennt, was irgendwie eine schöne stilistische Idee war, aber gleichzeitig an manchen Stellen den Flow bei mir unterbrochen hat, sodass es teilweise fragmentiert gewirkt hat.

Nichtsdestotrotz eine schöne Familiengeschichte, nicht ganz so sommerlich wie die anderen Bücher der Autorin, aber gut zu lesen.

An dieser Stelle kann ich auch nur das Hörbuch empfehlen. Es wird von Leonie Landa gesprochen und mit ihrer wandelbaren Stimme ist sie für mich die perfekte Sprecherin für dieses Buch, bei dem es so viele Perspektiven und unterschiedliche Personen gibt, denen sie alle eine unverkennbare Klangfarbe verleiht.

Abschließend komme ich bei dem Buch auf 4 Sterne und freue mich auf weitere (Sommer-)Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Joan träumt von den Sternen - und der Liebe

Atmosphere
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Ich bin jedes Jahr auf neue gespannt, mit welcher Geschichte Taylor Jenkins Reid uns überraschen wird. Die Frau hat einfach ein Talent dafür, spannende Themen und Schauplätze zu finden, die bis dahin ...

Ich bin jedes Jahr auf neue gespannt, mit welcher Geschichte Taylor Jenkins Reid uns überraschen wird. Die Frau hat einfach ein Talent dafür, spannende Themen und Schauplätze zu finden, die bis dahin eher selten in Büchern eine Rolle gespielt haben.

Atmosphere entführt uns in die 1980er zur NASA und zu einer Frau, die von den Sternen träumt. Auf zwei Zeitebenen lernen wir vor allem unsere Protagonistin Joan kennen, wie sie als Astrophysikerin ihre Astronautinnen-Karriere bei der NASA startet, ihre Kolleginnen zu Freundinnen werden, sie die Liebe ihres Lebens trifft. Und wie sie dann, in der 2. Zeitebene als Missionskontrolle auf der Erde sitzt, während ein Shuttle mit ihren Freund*innen in ein Unglück verwickelt wird.

Das Buch beginnt also direkt sehr spannend und emotional, der Wechsel zwischen den Zeitebenen ist schlau gewählt und animiert zum Weiterlesen. Gleichzeitig ist das Buch aber auch slow burn – sowohl die Liebesgeschichte, als auch die Astronauten-Handlung bewegen sich nur sehr langsam vorwärts, und wie der Titel es verrät: es ist ein sehr atmosphärisches Buch. Man spürt ganz viel Sehnsucht und Verzweiflung, und das drohende Unglück erdrückt einen fast.

Nach der Hälfte hat für mich etwas die Spannung nachgelassen, da war es mir für kurze Zeit doch zu viel Atmosphäre und zu wenig Handlung.

Insgesamt hat mir das Buch aber gefallen. Neben dem Thema des Astronauten-Daseins und des Weltalls (was gerne noch mehr Platz hätte einnehmen können!), geht es auch um die 1980er Jahre, queere Beziehungen zu dieser Zeit und die Bedeutung von Familie. Mir hat die Geschichte um Joan, ihre Schwester Barbara und deren Tochter Frances fast noch besser gefallen als die Love Story.

Das Ende des Buches lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Einerseits habe ich auf den allerletzten Seiten geweint, und war richtig gefesselt, und gleichzeitig… wenn ich das so in mir nachwirken lasse, bin ich etwas unbefriedigt. Ich kann nur nicht genau sagen, woran es liegt.

Atmosphere kriegt von mir 4 von 5 Sternen – meine liebsten Bücher der Autorin bleiben Evelyn Hugo und Carrie Soto, aber ich bin trotzdem sehr froh, Joan und ihre Träume für eine kurze Zeit begleitet haben zu dürfen.

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Veröffentlicht am 11.08.2025

Der Versuch, den eigenen Mord aufzudecken

Not Quite Dead Yet
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Danke an NetGalley und den Lübbe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich bin generell Fan der Autorin, habe bis auf den 3. ...

Danke an NetGalley und den Lübbe Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Ich bin generell Fan der Autorin, habe bis auf den 3. Band von A Good Girls Guide to Murder all ihre Bücher gelesen, und hatte sehr hohe Erwartungen an ihr Debüt in einer erwachsenen Alterskategorie.

In dem Buch geht es um Jet, die nach einem Angriff aufgrund eines Aneurysmas, das zu platzen droht, nur noch wenige Tage zu leben hat. Ihr Ziel ist es, herauszufinden, wer es auf sie abgesehen hatte und sie tot sehen will. Und so beginnt ein Wettrennen gegen die Zeit, in der Jet mithilfe ihres Kindheitsfreundes Billy ihren Mörder finden will – denn noch ist sie nicht tot.

Ich bin ehrlich: ich fand es schwierig, in die Geschichte reinzukommen. Da waren am Anfang so viele Namen und Beziehungskonstellationen, die ich schlecht einordnen konnte. Außerdem ist mir der Schreibstil doch etwas holprig vorgekommen. Ein Blick ins Original zeigte mir dann, dass es nicht nur an der Übersetzung lag, sondern auch im Englischen bereits etwas schiefe Wörter (v.a. Verben) genutzt worden sind. Ganz vorne lag da das Wort „schniefen“, was wirklich super oft an unpassenden Stellen vorkam. Das fand ich schade.

Ansonsten gibt es relativ viele detailreiche Beschreibungen, die mir besonders in dem medizinischen Kontext von Jets Aneurysma fast etwas zu detailreich waren… also falls ihr nicht gut mit so etwas umgehen könnt, überspringt vielleicht ein paar Stellen im Buch.

Das Buch ist an vielen Stellen spannend und lädt auch zum Mitraten ein. Es gibt viele mögliche Verdächtige, und durch Jets Erkrankung gibt es auch eine zeitliche Frist, die Druck auf die Ermittlungen aufbaut.

Trotzdem würde ich insgesamt sagen, dass das hier das schwächste Buch der Autorin ist. Das Ende fand ich sehr unbefriedigend und gehetzt, zwischendrin war das Buch fast sogar langweilig. Und das für mich relevanteste: dieses Adult Buch unterscheidet sich quasi gar nicht von ihren Young Adult Büchern, was das Verhalten und den Ton angeht – bis auf, dass hier deutlich mehr geflucht wird. Die Geschichte hätte vom Prinzip her genauso gut mit 16–18-jährigen Protagonisten funktioniert.

Insgesamt lande ich bei 3.25-3.5 Sternen. Das Konzept ist einzigartig und spannend, aber so richtig umgehauen hat mich das Erwachsenendebüt der Autorin leider nicht.

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Veröffentlicht am 03.08.2025

Healthy Romance über Chaos im Kopf und Selbstakzeptanz

Braver Than Ever
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Kurzmeinung: Band 1 mochte ich zwar lieber, aber auch das hier ist ein richtig tolles Buch. Es geht um Mut und Selbstakzeptanz, und neben einer Beziehung gibts auch wieder einen investigativen Fall für ...

Kurzmeinung: Band 1 mochte ich zwar lieber, aber auch das hier ist ein richtig tolles Buch. Es geht um Mut und Selbstakzeptanz, und neben einer Beziehung gibts auch wieder einen investigativen Fall für die London Lens, in dem es um Klimaschutz geht!

Danke an Lovelybooks, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem Stronger than Ever für mich letztes Jahr ein richtiges Jahreshighlight war, habe ich mich sehr gefreut, wieder zur London Lens zurückzukommen. Die chaotische Protagonistin Alice kennt man schon als beste Freundin von Josie, aber hier hatten wir die Chance, mal hinter das Chaos zu gucken und sie als Person kennenzulernen. Denn in ihrem Leben läuft vieles grade nicht so rosig. Im Verlauf des Buches lernt sie Josh kennen, der als Fotograf immer mal wieder mit ihrer Redaktion zusammenarbeitet. Josh, der sein Chaos besser im Griff hat – seit er die Diagnose ADHS hat.

Dieses Buch wird als „Healthy Romance“ beschrieben, und wie schon bei den Problemen von Josie und Ryan können sich Alice und Josh auf die Expertise der Unternehmenspsychologin Mrs. White stützen, und mit ihren Problemen (und der Verdachtsdiagnose ADHS) in einem sicheren Rahmen zu ihr kommen.

Die Stellen, in der psychologische Beratung relevant wird, wurden von der Psychologin Pia Kabitzsch begleitet, was für eine sehr realistische Darstellung sorgt. In meinen Augen wird auch keine Angst gemacht, sondern handfeste Tipps gegeben, sodass betroffene Leser*innen sich hoffentlich selbst besser verstanden und aufgehoben fühlen. Die Hilfsangebote bzlg. ADHS am Ende des Buches runden das Ganze auch nochmal ab.

Zudem hat das Buch noch einen kleinen Spannungsmoment, da das Magazin London Lens – der Arbeitgeber unserer Protagonisten – in einen neuen investigativen Recherchefall startet, bei dem es um die Marke Evergreen geht, die angeblich Kleidung aus Müll aus Afrika macht und sich gleichzeitig um Aufforstung kümmert. Angeblich, da es Vermutungen gibt, dass irgendwas an der Sache faul ist & die Charaktere im Buch gehen dem Ganzen nach. Das ähnelt Band 1, in dem es um einen Lebensmittelhersteller ging, bei dem auch irgendwas komisch war. Ich finde es toll, wie unaufgeregt die Autorin noch die Themen von Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Konsum (von Kleidung) mit in die Geschichte integriert.

Ansonsten hat mir vieles gut gefallen. Ich bin durch den tollen Schreibstil von Larissa Schira nur durch die Kapitel geflogen und habe besonders mit Alice richtig gut mitfühlen können. An den ersten Band kommt dieses Buch aber nicht so ganz für mich ran. Mir bleibt Josh etwas blass, und zum Ende hin wurde mir die Geschichte einfach viel zu schnell abgehandelt.

Trotzdem ein wirklich gutes Buch, mit einer sehr realistischen und Mut-machenden Darstellung von ADHS. Ich vergebe 4 Sterne und freue mich auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Brennende Reifen und Slow Burn Liebesgeschichte

Crushing Souls (Driven Dreams-Dilogie, Band 1)
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Ich liebs, wie die Autorin all ihre Reihen hier verknüpft: Karla und Henning aus Vielleicht, und die Royals aus Crumbling Hearts. Endlich kommt eine Dilogie nur übers Racing/Formel 1.
Ich hätte mir bei ...

Ich liebs, wie die Autorin all ihre Reihen hier verknüpft: Karla und Henning aus Vielleicht, und die Royals aus Crumbling Hearts. Endlich kommt eine Dilogie nur übers Racing/Formel 1.
Ich hätte mir bei der Beziehung etwas mehr Knistern gewünscht, und bei den Parts zum Rennfahren war ich manchmal etwas lost weil ich keine Ahnung von dem Sport habe. Aber es war trotzdem ein echt gutes & unterhaltsames Buch.

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