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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.01.2026

Liebevoll illustrierter Adventskalender mit gemütlicher Lovestory

Mistletoe Letters
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Gemütliche Bücher und Lea Melcher sind einfach ein eingespieltes Duo. Und natürlich gibts hier auch wieder cute Tiere (Pudding!!). Plus super schöne Illustrationen, also optisch ist das Buch wirklich eine ...

Gemütliche Bücher und Lea Melcher sind einfach ein eingespieltes Duo. Und natürlich gibts hier auch wieder cute Tiere (Pudding!!). Plus super schöne Illustrationen, also optisch ist das Buch wirklich eine 11/10, und ich supporte die Autorin als Self Publisherin gerne weiter <3.
Ich hab das Buch als Adventskalender gelesen und fand, das die Kapitel eine angenehme Länge hatten. Aber ich hätte das Buch auch gut in einem Rutsch durchschmökern können :D.

Die Spannung bezüglich der Story hält sich in Grenzen, weil vieles vorhersehbar ist (aber das gehört ja auch irgendwie zu diesem Genre der Weihnachtsbücher?). Nur weiß ich nicht so ganz, wie gut ich dieses "verliebt in den Verlobten der Schwester" finde...

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Veröffentlicht am 30.01.2026

Was dich nicht umbringt, macht dich zu einem Überlebenden

This Story Might Save Your Life
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Danke an Vorablesen und Rowohlt Polaris, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Wow, was ein Buch. Ein großartiger Genre-Mix aus Mystery/Thriller, ...

Danke an Vorablesen und Rowohlt Polaris, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Wow, was ein Buch. Ein großartiger Genre-Mix aus Mystery/Thriller, aber irgendwie auch Roman mit Rom-Com Elementen und mixed media Aspekten – ich versuche das mal aufzuschlüsseln. Es geht um Benny und Joy, die sich mit Mitte 20 kennenlernen, zu besten Freunden werden und mit einem gemeinsamen Survival-Podcast durchstarten. Wir begleiten die beiden aus zwei Perspektiven. Aus Joys Sicht können wir durch Auszüge ihres unveröffentlichten Manuskriptes alles über die Vergangenheit der beiden erfahren, vom ersten Aufeinandertreffen, ihren Beziehungen und der Weg zu ihrem Podcast-Erfolg. Diese Kapitel wechseln sich mit denen von Benny aus der heutigen Zeit ab, in der Joy und ihr Mann Xander von einen Tag auf den anderen spurlos verschwunden sind. Dadurch, dass die Kapitel fast immer in einem Cliffhanger enden, bleibt es spannend und man will immer weiterlesen. Denn sowohl in Joys Manuskript als auch bei Benny im Hier und Jetzt ergeben sich ständig neue Dinge, die einen die Charaktere in einem neuen Licht sehen lassen.

Weitere wichtige Personen für die Handlung sind Luna, Bennys Frau und Anwältin, die Producerin des Podcasts und gleichzeitig auch Xanders Schwester Mallory und ihre Frau Quinn, Joys Nachbarn Emil und Carlotta sowie Bennys Nachbar Ted sowie die beiden Detectives Keller und Price. Es ist ein sehr überschaubarer Cast und für mich genau die perfekte Menge. Alle hatten irgendwie was miteinander zu tun und waren in die Geschichte verstrickt. Und es gab noch zwei Hunde! Das ist immer ein Pluspunkt.

„Ich hatte befürchtet, uns würden irgendwann die Themen ausgehen, aber wie sich herausstellt, nehmen auf dieser Welt die Schrecken kein Ende. Dass das Überleben der gemeinsame Nenner der Menschen ist, stimmt mich demütig. Vielleicht haben wir alle überlebt, um unsere jeweilige Geschichte erzählen zu können. Wir sind alle Survivors. Das wiederum erfüllt mich mit Hoffnung.“

Was mir besonders gut gefallen hat neben den Spannungselementen waren die Szenen zum Podcast. In This Story Might Save Your Life geht es um Überlebensgeschichten und -strategien in absurden Gefahrensituationen, nach dem Motto „what doesn’t kill you makes you a survivor“. Außerdem haben Benny und Joy einfach eine sehr gute Dynamik, sodass es sehr viel Humor und Witz gibt. In der ersten Folge besprechen die beiden das Thema „Wie man einen Narkolepise-Anfall überlebt“ und der Podcast geht direkt viral.

Das Narkolepsie-Thema kommt nicht von irgendwo her, sondern von der eigenen Erfahrung von Joy, die unter dieser Krankheit leidet. Auch das fand ich sehr gut und realistisch umgesetzt, besonders im Memoir die Kapitel zu ihrer Teenagerzeit, die zeigen, wie chronisch kranke Jugendliche mit alltäglichen Dingen struggeln und was so eine Diagnose eigentlich für den Lebensentwurf heißt.

Ich bin ehrlich: das Mystery-Element ist ab einem gewissen Punkt nicht mehr überraschend. Ab ca. der Hälfte habe ich geahnt, worauf es hinauslaufen wird. Das Buch behandelt definitiv einige Triggerthemen, die gleichzeitig riesige Spoiler für die Lösung des Rätsels sind, sodass ich die hier in der Rezension nicht explizit nennen will – aber wer auf Themen sensibel reagiert, sollte da vielleicht reingucken. Die letzten 30 Seiten habe ich mit einem leichten Augenrollen gelesen, weil da wirklich nochmal alles bis ins kleinste Detail erklärt wurde, und ein kitschiger „1 Jahr später“ Epilog folgt. Für mich hätte das gar nicht mal noch so glatt auslaufen müssen, ich hätte gerne zum Ende hin ein mini bisschen mehr What the Fuck Momente gehabt.

Trotzdem: den Großteil der Story, also über 400 Seiten lang, war ich gefesselt, konnte das Buch kaum aus der Hand legen und habe mit Benny und Joy mitgefiebert. Und so gibt es von mir 4,5 Sterne und ich empfehle allen dieses Buch, die auf spannende Romane und Thriller stehen. Das deutsche Cover sieht schon extrem doll nach Thriller aus, und es ist definitiv auch ein Thriller. Aber gleichzeitig geht es halt auch viel um den Podcast und die Freundschaft und Liebe und Familie, und zwar mehr als ich das sonst von Thrillern kenne. Irgendwie lustig, dass das englische Cover so ganz anders aussieht; das zeigt nämlich eine Häusersiedlung in den Hollywood Hills und wirkt viel mehr nach dramatischem Roman.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

die schmerzhafte Realität von Liebe

Keep it like a Promise
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Danke an NetGalley und den Reverie-Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Mit Keep it like a promise veröffentlicht Katharina ...

Danke an NetGalley und den Reverie-Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Mit Keep it like a promise veröffentlicht Katharina Katz den 3. Band einer Reihe von interconnected standalones in Brighton. In Band 1 lag der Fokus auf Musik und Backen, in Band 2 auf Sportler-Fake Dating und hier im 3. Band geht es um ein Hotel, eine Social Media Kampagne und einen Barkeeper.

Ich mag Hotel Settings echt gerne, und auch das Thema Social Media in Büchern finde ich spannend. Ich fand hier beides gut umgesetzt und fand es echt cool, dass am Ende des Buches Rezepte von vielen der erwähnten (alkoholfreien) Cocktails vorgekommen sind. Das eröffnet bei mir im Leseerlebnis immer noch eine neue Ebene, und ich mag solche Details!

„Manchmal bedeutet Liebe, dass man Hilfe holt. Auch wenn der andere sie nicht will.“

Wie alle Bücher aus dem Healthy Romance Bereich von GU/Reverie wird auch hier wieder ein wichtiges Thema rund um mentale Gesundheit betrachtet, in diesem Fall Alkoholsucht. Ich habe die Darstellung als sehr realistisch, und dadurch auch als sehr schmerzhaft empfunden. In dieser Hinsicht beweist die Protagonistin Lucy sehr viel Mut und Stärke, als sie für sich selber einsteht. Nicht alle werden diese Entscheidung gutheißen und nachvollziehen können – als Person die so etwas schonmal durchmachen musste und ähnlich wie Lucy entschieden hat, kann ich nur sagen: ich wünsche so eine Entscheidungen niemandem.

Wie gesagt ist Lucy an sich mutig und stark, gleichzeitig ist sie aber Anfangs noch nicht bereit für eine Beziehung, und so gibt es viel hin und her zwischen ihr und Kobe. Auch Misskommunikation und abweisendes Verhalten werden gezeigt, sodass es dauert, bis die Lovestory ins Laufen kommt.

Bei Workplace Romances mag ich es ehrlich gesagt auch mehr, wenn die Personen sich erst platonisch kennenlernen und dann eine romantische Beziehung daraus gehend entwickeln, weil ich finde dass die Konsequenzen einer Trennung am Arbeitsplatz schon nicht ohne sind und ich mir besonders in solchen Büchern mit Fokus auf mentale Aspekte diesbezüglich ein wenig Reflexion gewünscht hätte.

Kobe kommt im 2. Band schon vor, und dementsprechend kamen auch in diesem Buch die Protagonisten der anderen Bände vor. Das ist jetzt ein Mini-Spoiler, aber wir erfahren hier, dass eins der Paare aus der Reihe sich mittlerweile getrennt hat. Das habe ich bei Romance tatsächlich noch nie erlebt, und ich fand es eine mutige, und hier auch komplett passende Entscheidung. Es werden auch die Trennungsgründe erklärt – und ich sehe Potential für eine Second Chance Romance bei den beiden. Aber manchmal passt es bei einer Beziehung zu einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr, und auch wenn das schmerzt, ist das halt die Realität.

Fazit: wie der Rest der Reihe eine Geschichte, die extrem stark mit Themen von psychischer Gesundheit umgeht und auch vor möglicherweise polarisierenden Entscheidungen nicht zurückscheut. Die Lovestory an sich ist mir jetzt nicht besonders hervorgestochen, aber schlecht war sie auch nicht. Somit bekommt dieses Buch von mir 3,5 von 5 Sternen.

Auch wenn Band 1 dieser Reihe für mich definitiv der stärkste bleibt, kann ich die Bücher von Katharina Katz euch wirklich empfehlen. Geschichten voller Emotionen und Realität, mit spannenden Themen und Charakteren, und Entwicklungen, die selbst erfahrene Romance-Leser*innen wie mich noch überraschen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Tode auf Morning House

Death at Morning House
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Danke an NetGalley und den Dragonfly Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Nachdem ich die ersten drei Bände der Truly Devious Reihe ...

Danke an NetGalley und den Dragonfly Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon unabhängig.

Nachdem ich die ersten drei Bände der Truly Devious Reihe der Autorin schon sehr gerne mochte, habe ich mich gefreut, dass ihr neustes Standalone übersetzt wird. Ein Mysterybuch perfekt für den Sommer: bei einem Haus-Sitting Job kommt es zu einem Unfall und Protagonistin Marlowe lässt das Haus niederbrennen. Nun braucht sie einen neuen Ferienjob und dadurch kommt sie nach Morning House: ein in den 1920ern erbautes Anwesen auf einer Insel, auf dem ein Arzt mit seinen Adoptivkindern gelebt habt – bis tragische Tode die Familie zum Verlassen der Insel gedrängt haben. Während der Touren für die Touristen kommen Marlowe und die anderen Guides der Wahrheit immer näher… was passierte damals wirklich mit den Toden auf Morning House?

Der Klappentext klang richtig gut, und ich mag einfach Geschichten mit zwei Zeitebenen. In der Vergangenheit sind wir nämlich in der Perspektive der Ralston-Familie, hauptsächlich der ältesten Tochter Clara, in den Wochen und Tagen bevor Clara und der jüngste Sohn Max ums Leben kommen. Was ich in der historischen Perspektive sehr spannend fand, war das Thema der Eugenik. Dr. Ralston ist nämlich in seinen Ansichten stark von dieser rassistischen Strömung beeinflusst und versucht dementsprechend auch seine Kinder danach zu erziehen. Die historische Perspektive hat mir am besten gefallen; ich fand es total spannend zu sehen, wie in dieser verschrobenen Welt der Reichen die Kinder sich gegen ihren Vater wehren – oder auch nicht.

In der Gegenwart begleiten wir Marlowe, deren Hauptproblem am Anfang es ist, dass sie durch den Brand die Ferien nicht mit dem Mädchen auf das sie steht verbringen kann. Marlowe hat auch Angst, dass Akilah sich in jemand anderen verliebt, und generell denkt sie nur an ihren Crush. Das war schon etwas anstrengend zu lesen.

Was die Reihe stark von den anderen Büchern der Autorin unterscheidet, ist dass die Protagonistin eigentlich gar nicht ermitteln WILL. Sie hat kein Interesse an Mystery oder Cold Cases. Doch als ihre Betreuerin auf der Insel verschwindet und nicht mehr zu finden ist, tun sich die Teenager zusammen und suchen nach Belinda – und dabei entdecken sie Dinge, durch welche die Ralston-Tode in einem ganz neuen Licht erscheinen.

Alles, was dann bei den Ermittlungen rauskommt, ist super spannend. Aber davor? Es ist eher slow burn und die Mystery-Elemente stehen wenig im Vordergrund und es hat etwas gebraucht, bis ich reingekommen bin. Die Kapitel der Vergangenheit habe ich verschlungen, während mich Marlowes Perspektive aufgrund des Fokus auf die Lovestory eher irritiert hat und ich nicht ständig unbedingt weiterlesen wollte. Ich komme somit auf 3,5 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Für junge Zielgruppe und Fantasy-Einsteiger

The Cursed Melodies
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Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich von Connie Glynn die Rosewood ...

Danke an NetGalley und den Fischer Sauerländer Verlag, die mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung ist davon jedoch unabhängig.

Nachdem ich von Connie Glynn die Rosewood Chronicles Reihe rund um Prinzessin Undercover richtig gerne gelesen habe, war ich echt gespannt auf ihre neue Fantasy-Jugendbuch-Reihe. Das Buch wird ab 14 Jahren empfohlen, wobei ich ehrlich gesagt fand, dass es sich deutlich jünger liest. Es hat mich vom Schreibstil und Vibe oft an Keeper of the Lost Cities erinnert, was ja ab 10 Jahren empfohlen wird.

Es geht um die Zwillinge Jonas und Astrid, die Pflanzen sprechen hören können und durch ein Aufeinandertreffen mit Gwen alles über die Gesellschaft für Magische Studien und den Erhalt der Magischen Welt, sowie magische Melodien erfahren. Das Magiesystem mit der Musik hat mir richtig gut gefallen; es war wie V.E. Schwabs „Dieses wilde, wilde Lied“ – nur deutlich weniger düster und für eine jüngere Zielgruppe gedacht.

Und so toll ich das Konzept fand, die Umsetzung hat mir nicht sonderlich imponiert. Wie von der Autorin gewohnt ist viel casual queerness vorhanden, also dass Charaktere nicht hetereosexuell sind und das aber zu keiner großen Sache gemacht wird (was ich für Jugendbücher auch richtig und wichtig finde). Gleichzeitig zieht sich dieser Aspekt mit „es liest sich jünger“ durch alles durch. Die Beziehung zwischen Jonas und Astrid wird nur darüber charakterisiert, dass sie Zwillinge sind und die halt zusammenhalten müssen. Grenzen der Welt und der Magie werden nicht wirklich klar definiert und man darf die Handlung nicht zu sehr hinterfragen, wenn man keine Lücken entdecken will. Es passiert insgesamt nichts wirklich Bahnbrechendes, und an mehreren Stellen erinnern Dinge an die Harry Potter Bücher (z.B. die Schlawiner, die man auch einfach Rumtreiber hätte nennen können).

So gibt es von mir insgesamt 3 von 5 Sternen. Die neue Reihe von Connie Glynn kann bei mir einfach nicht an die Story von Lottie und Ellie anknüpfen, und ich muss mal schauen, ob ich Band 2 lesen werde. Es gab zwar einen fiesen Cliffhanger, aber wirklich interessiert wie es mit den Charakteren weitergeht bin ich grade nicht.

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