Gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes
Wycherleys - Die DebütantinIn Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für ...
In Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für den Fluch verantwortlich ist…
Im Deutschen wird „Wycherleys“ unter anderem mit Verweis auf Bridgerton beworben und tatsächlich hat mir die Geschichte durchaus ähnliche Vibes gegeben. Anstatt eine geeignete Partie zu machen, versuchen junge Hexen hier auf Bällen und anderen Veranstaltungen ein Pendant zum Wirken von Magie zu finden. Passend dazu ist die Handlung über weite Strecken eher cozy und unaufgeregt, für mich aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Spannung kommt vor allem gegen Ende auf, auch wenn der finale Kampf für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten hätte füllen dürfen.
Aurelia ist eine Protagonistin, die aufgrund ihres Fluches so behandelt wird, als hätte sie eine ansteckende Krankheit. An ihr habe ich geschätzt, dass sie sich davon nicht unterkriegen lässt und aktiv nach einer Lösung sucht. Jules ist hingegen etwas weniger nahbar und verhält sich zu Beginn so, als wäre er etwas Besseres.
Angesichts der widrigen Umstände ihres Aufeinandertreffens und der zuerst vorherrschenden Abneigung hätte ich mir gewünscht, dass sich die Liebesgeschichte etwas langsamer entwickelt, bin aber gespannt, wie ihre Beziehung im zweiten Band vertieft wird.
Was den Handlungsverlauf betrifft, steht die Suche nach einer Lösung für Aurelias Problem merklich im Fokus, wodurch andere Aspekte etwas in den Hintergrund treten. Vom zweiten Band erhoffe ich mir deshalb, mehr Informationen zum Magiesystem zu erhalten, da ich beim Lesen das Gefühl hatte, mir viel selbst zusammenreimen zu müssen. Vor allem der Konflikt zwischen Hexen und Nicht-Magischen bietet sicher viel Potenzial, bleibt in diesem Band aber noch vage.
Alles in allem eine gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes, die zwar in einigen Aspekten noch eher oberflächlich bleibt, insgesamt aber Lust auf mehr macht.