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Veröffentlicht am 04.05.2021

Konnte mich nicht überzeugen

All The Broken Pieces And You
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Nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin Tami ist Ashley zutiefst erschüttert und weiß nicht, wie sie mit ihrem Leben weitermachen soll.
Das einzige, was sie noch vorantreibt, ist die Suche nach Tamis ...

Nach dem Selbstmord ihrer besten Freundin Tami ist Ashley zutiefst erschüttert und weiß nicht, wie sie mit ihrem Leben weitermachen soll.
Das einzige, was sie noch vorantreibt, ist die Suche nach Tamis Zwillingsbruder, mit der Tami sie beauftragt hat. Auf dieser Suche lernt sie auch Jake kennen, der ihr Leben auf den Kopf stellt…

Ich bin mir sicher, dass diese Geschichte sehr viel Potenzial hat, leider muss ich aber sagen, dass mich die Umsetzung nicht überzeugen konnte.
Dies lag meiner Meinung nach hauptsächlich am Schreibstil, mit dem ich leider gar nicht zurecht gekommen bin. Mir fehlten die Variation in der Sprachwahl und treffende und ausführliche Beschreibungen, durch die mir Charaktere und Handlung sicher näher gekommen wären.

Auch mit den Charaktere wurde ich nicht wirklich warm, da alle eher blass auf mich wirkten und ich vor allem bei Jake das Gefühl hatte, das er zu nett ist und deswegen zum Teil leider nicht interessant.

Zudem muss ich zugeben, dass ich Jakes Perspektive leider unnötig und auch langweilig fand und es sich für mich nur wie eine nicht notwendige Streckung der Geschichte angefühlt hat. Ich hätte mir gewünscht, dass der Fokus wirklich auf Ashley und ihrer Gefühlen liegt.
Hieran schließt sich auch ein weiterer Kritikpunkt an, denn mir ging vor allem zu Beginn alles zu schnell und einfach, wodurch das ganze auf mich zu gewollt wirkte.
Außerdem habe ich generell ein Problem mit der Darstellung von Alkoholkonsum in (New Adult) Bücher und auch hier hat mir dieses Thema wieder sauer aufgestoßen.

Letztendlich muss ich sagen, dass ich mich wegen all dieser Dinge wahrscheinlich gar nicht erst auf die Geschichte einlassen konnte.
Wem der Schreibstil gefällt und wer kein Problem mit exzessivem Alkoholkonsum hat, dem wird die Geschichte sicher gefallen, da an sich sehr emotionale Themen angesprochen werden, die mich aber leider nicht erreicht oder berührt haben.

Alles in allem war das Buch einfach nicht mein Geschmack, da ich mit dem Schreibstil nicht zurecht kam und mir Emotionen fehlten.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.04.2021

Eine bezaubernde Geschichte

Winters zerbrechlicher Fluch
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Prinzessin Mary soll Kronprinz Duncan heiraten. Aber auf dem Ball, auf dem die Verlobung bekannt gegeben werden soll, taucht plötzlich die mysteriöse Cinderella auf, die Duncan verzaubert.
Während Duncan ...

Prinzessin Mary soll Kronprinz Duncan heiraten. Aber auf dem Ball, auf dem die Verlobung bekannt gegeben werden soll, taucht plötzlich die mysteriöse Cinderella auf, die Duncan verzaubert.
Während Duncan fanatisch nach Cinderella sucht, bleibt Mary als verschmähte Braut zurück…

Erst einmal muss ich sagen, dass ich vor dem Lesen gar nicht wusste, was mich bei diesem Buch erwartet. Um so überraschter war ich, wie leicht ich beim Lesen in die Geschichte reinkam und wie gut mir Band 1 letztendlich gefallen hat.

Erzählt wird die Geschichte aus Sicht vieler verschiedener Charaktere, wobei Marys Part aus der Ich-Perspektive und der aller anderen Figuren im personalem Erzählverhalten erzählt wird. An diesen Wechsel musste ich mich erst einmal gewöhnen, da es mich zu Beginn doch etwas verwirrt hat.
Die vielen Perspektiven haben mir aber ansonsten sehr gut gefallen, da so die Rolle der einzelnen Figuren noch nicht wirklich klar wurde. Hierdurch war die Handlung, die eigentlich eher ruhig verlief, durchweg spannend und ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Einziger Nachteil hiervon war leider, dass man auch die Protagonistin Mary noch nicht gut kennengelernt hat. Deswegen ist sie mir bisher auch noch nicht wirklich sympathisch geworden; sie wirkte auf mich sehr einfältig und ichbezogen.
Generell blieb in diesem Band noch vieles im Unklaren und man wusste nie so wirklich, was Schein und Sein ist. Dieser Umstand hat mir an sich wirklich gut gefallen, aber ich hätte mir doch ein paar mehr Infos über den Handlungsort und die handelnden Personen gewünscht.
Ansonsten habe ich mich als totaler Märchen-Fan immer wieder über die häufigen Anspielungen auf andere Märchen gefreut. Ich bin einfach verzaubert wie großartig all die Erzählungen hier zu einer großen Geschichte zusammengefügt wurden.
Zudem war auch der Schreibstil einfach märchenhaft, weswegen ich mich schon sehr auf die Folgebände freue.

Alles in allem eine bezaubernde Geschichte, die so viel mehr als ein bloßes Cinderella Retelling ist.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.04.2021

Fehlende Authentizität

Fly & Forget
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Um ihren Abschluss machen zu können, muss Liv für die Zeitung ihres Colleges einen Artikel darüber schreiben, wie man einen „Fuckboy“ bekehrt.
Perfekt also, dass ihr ehemals bester Freund Noah, der seit ...

Um ihren Abschluss machen zu können, muss Liv für die Zeitung ihres Colleges einen Artikel darüber schreiben, wie man einen „Fuckboy“ bekehrt.
Perfekt also, dass ihr ehemals bester Freund Noah, der seit dem Tod ihres Bruders aus ihrem Leben verschwunden ist, einer ihrer neuen Mitbewohner ist und durch sein Verhalten das perfekte Testobjekt darstellt.
Ungünstig nur, dass Liv ihre Gefühle für Noah nie überwinden konnte…

Mein liebster Charakter war Anthony, der beste Freund von Noah, da er Noah wirklich immer unterstützt hat und ich das Gefühl hatte, ihn auch wirklich kennengelernt zu haben.
Dieses Gefühl des Vertrautheit und Authentizität hätte ich mir so auch bei den anderen Charaktere - inklusive der Protagonisten Liv und Noah - gewünscht, die im Vergleich irgendwie eher blass auf mich wirkten.

Im Bezug auf die Handlung hätte ich mir auch etwas mehr gewünscht, denn meiner Meinung nach wurde das Potenzial der Geschichte nicht hundertprozentig ausgeschöpft.
Den Einstieg mochte ich eigentlich recht gerne, auch wenn es mir am Anfang vielleicht doch etwas zu schnell ging.
An sich nicht schlimm, aber der Rest der Handlung verlief im Vergleich zum packenden Start dann doch eher ruhig und ich hätte mir mehr aktionsreiche Szenen gewünscht, durch die man die Charaktere dann bestimmt auch besser hätte kennenlernen können.
Die Idee hinter der Liebesgeschichte mochte ich eigentlich gerne, da Friends-to-Lovers total mein Ding ist, aber in diesem Fall wirkte es mir teilweise zu konstruiert, da mir irgendwie die Funken zwischen den Protagonisten gefehlt haben.
Thematisch spricht das Buch ansonsten eigentlich wichtige Themen an, diese wurden aber leider wirklich nur angesprochen und nicht behandelt. Hierdurch fehlte mir an einigen Stellen die Tiefe und wegen der teilweise leichten Abfertigung von z.B. Drogenmissbrauch wirkte der Umgang mit diesen Themen auf mich auch in Teilen leicht problematisch.
Überzeugen konnte mich dafür der Schreibstil, der sich flüssig lesen ließ und mich das ein oder andere Mal auch zum Schmunzeln gebracht hat.
Deswegen freue ich mich auch auf den 2. Band, in dem es um meinen Liebling Anthony geht.

Alles in allem eine Geschichte, die sich zwar gut lesen ließ, mich wegen teils fehlender Spannung und eher ungünstigem Umgang mit ernsten Themen aber nicht immer mitreißen konnte.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Eine nette Geschichte für Zwischendurch

Darf ich dich jetzt behalten?
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Nachdem Lil von ihrem Ex-Freund für eine andere verlassen wird, versucht sie sich mit anderen Dingen abzulenken und lernt so auch Max kennen, mit dem sie eine gemeinsame Nacht verbringt.
Obwohl sie die ...

Nachdem Lil von ihrem Ex-Freund für eine andere verlassen wird, versucht sie sich mit anderen Dingen abzulenken und lernt so auch Max kennen, mit dem sie eine gemeinsame Nacht verbringt.
Obwohl sie die Zeit mit Max genossen hat, ist ihr schnell klar, dass sie ihn nicht wiedersehen wird, da er sich nicht wieder bei ihr meldet. Ungünstig nur, dass sie einen Monat später feststellen muss, dass sie ein Kind von ihm erwartet..

Die Protagonistin Lil ist eine ziemlich verpeilte und kindisch Lehrerin, in deren chaotischen Leben in einer WG eigentlich so gar kein Platz für ein Baby ist. Durch ihre Unsicherheiten und ihre Ehrlichkeit ist sie mir im Verlauf der Geschichte aber doch irgendwie ans Herz gewachsen.
Max hingegen spielte im ganzen Buch irgendwie keine große Rolle. Er ist Bergsteiger und deshalb sowieso kaum zu Hause und wenn, dann benimmt er sich leider wie ein Arsch.

Der Einstieg in die Geschichte ist mir wirklich leicht gefallen, da der Schreibstil sehr schön locker war und auch die Handlung in einem sehr gemächlichen Tempo voranschritt.
So habe ich die erste Hälfte wirklich gerne gelesen, da es eigentlich nur um Lil, ihre Freunde und ihr alltägliches Leben ging. Als dann jedoch Max in der Geschichte auftauchte, hatte ich leider immer weniger Freude am Lesen.
Hier hat mich vor allem gestört, dass Max eigentlich kaum eine Rolle spielt und mehr durch Abwesenheit glänzt - was für mich eigentlich gut zur Geschichte gepasst hat - die Geschichte am Ende dann aber doch krampfhaft als Liebesgeschichte verkauft wurde. Ich glaube, das Buch wäre auch gut ohne diese ausgekommen.
Ein wenig gestört hat mich auch der Humor, der sowohl auf der Vor- als auch Rückseite angepriesen wird, mir aber insgesamt zu großen Teile zu aufdringlich und flach war.

Alles in allem eine nette Geschichte für Zwischendurch, die aber auch gut ohne die Liebesgeschichte ausgekommen wäre.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.04.2021

Der Inhalt erscheint zweitrangig

Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben
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Ich finde es immer sehr schade, wenn ich ein Buch abbrechen muss, aber manchmal ist es dann doch unvermeidlich, wenn man keinen Zugang zur Geschichte findet. So erging es mir leider auch bei diesem Buch.

Nachdem ...

Ich finde es immer sehr schade, wenn ich ein Buch abbrechen muss, aber manchmal ist es dann doch unvermeidlich, wenn man keinen Zugang zur Geschichte findet. So erging es mir leider auch bei diesem Buch.

Nachdem das Buch schon vor dem Erscheinen so gelobt worden war, hatte ich natürlich auch einige Erwartungen, die leider aber nicht erfüllt werden konnten.
Mein Problem begann leider schon mit dem Schreibstil. Für mich laß sich das Buch wie ein nicht endendes modernes Gedicht, was auf Dauer dann doch ziemlich anstrengen war. Sprachlich wirkte alles sehr gestellt und Emotionen kamen bei mir leider nicht an.
Durch diesen eher speziellen Schreibstil war für mich irgendwie auch keine Handlung erkenntlich. Auf mich wirkte es so, als ginge es mehr um nette Formulierungen als wirklich um den Inhalt. Die Charaktere trafen wahr los aufeinander, führten inhaltslose Gespräche und waren dann plötzlich verliebt.
Im Nachhinein kann ich leider weder sagen, worum es im Buch gehen sollte, noch was die Charaktere ausgemacht hätte, weswegen ich es dann auch letztendlich nach der Hälfte abgebrochen habe.
Das Buch war wohl einfach nichts für mich.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere