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Veröffentlicht am 30.07.2026

Gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes

Wycherleys - Die Debütantin
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In Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für ...

In Band 1 von „Wycherleys“ geht es um Aurelia, die aufgrund eines Familienfluches ihre Magie zu verlieren droht. Um dies zu verhindern, tut sie sich ausgerechnet mit Jules zusammen, dessen Familie für den Fluch verantwortlich ist…

Im Deutschen wird „Wycherleys“ unter anderem mit Verweis auf Bridgerton beworben und tatsächlich hat mir die Geschichte durchaus ähnliche Vibes gegeben. Anstatt eine geeignete Partie zu machen, versuchen junge Hexen hier auf Bällen und anderen Veranstaltungen ein Pendant zum Wirken von Magie zu finden. Passend dazu ist die Handlung über weite Strecken eher cozy und unaufgeregt, für mich aber zu keinem Zeitpunkt langweilig. Spannung kommt vor allem gegen Ende auf, auch wenn der finale Kampf für meinen Geschmack ein paar mehr Seiten hätte füllen dürfen.

Aurelia ist eine Protagonistin, die aufgrund ihres Fluches so behandelt wird, als hätte sie eine ansteckende Krankheit. An ihr habe ich geschätzt, dass sie sich davon nicht unterkriegen lässt und aktiv nach einer Lösung sucht. Jules ist hingegen etwas weniger nahbar und verhält sich zu Beginn so, als wäre er etwas Besseres.
Angesichts der widrigen Umstände ihres Aufeinandertreffens und der zuerst vorherrschenden Abneigung hätte ich mir gewünscht, dass sich die Liebesgeschichte etwas langsamer entwickelt, bin aber gespannt, wie ihre Beziehung im zweiten Band vertieft wird.

Was den Handlungsverlauf betrifft, steht die Suche nach einer Lösung für Aurelias Problem merklich im Fokus, wodurch andere Aspekte etwas in den Hintergrund treten. Vom zweiten Band erhoffe ich mir deshalb, mehr Informationen zum Magiesystem zu erhalten, da ich beim Lesen das Gefühl hatte, mir viel selbst zusammenreimen zu müssen. Vor allem der Konflikt zwischen Hexen und Nicht-Magischen bietet sicher viel Potenzial, bleibt in diesem Band aber noch vage.

Alles in allem eine gemütliche Romantasy mit Bridgerton-Vibes, die zwar in einigen Aspekten noch eher oberflächlich bleibt, insgesamt aber Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Sehr besonderes Setting

Born of Salt and Storm
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In „Born of Salt and Storm“ geht es um die Speerfischerin Tavi, die ein magisches Seeglas findet und sich dadurch einige Feinde macht. Auf ihrer Flucht steht ihr ausgerechnet der Wellengeborene Eero zur ...

In „Born of Salt and Storm“ geht es um die Speerfischerin Tavi, die ein magisches Seeglas findet und sich dadurch einige Feinde macht. Auf ihrer Flucht steht ihr ausgerechnet der Wellengeborene Eero zur Seite, der den Menschen ansonsten misstraut …

„Born of Salt and Storm“ hat mich in vielerlei Hinsicht positiv überrascht. Obwohl mit gängigen Tropes gearbeitet wird, unterscheidet sich die Geschichte aufgrund des besonderen Settings von anderen Büchern, die ich in letzter Zeit gelesen habe, und wir mir deshalb noch länger im Gedächtnis bleiben. Zwar hatte ich ein paar Startprobleme, weil es zuerst kein eindeutiges Ziel gibt, auf das die Handlung zusteuert, dafür konnte mich die Geschichte in der zweiten Hälfte umso mehr in ihren Bann ziehen.

Die Dynamik zwischen Tavi und Eero ist von Beginn an sehr spannungsgeladen. Beide haben sich von den widrigen Umständen ihres Aufwachsens nicht unterkriegen lassen, sehen zuerst aber vor allem ihre Unterschiede und nicht die Gemeinsamkeiten. Ich mochte die langsame Entwicklung von ‚Feinden‘ hin zu Vertrauten, anhand der aufgezeigt wird, dass die Frage nach gut und böse auch immer eine der Perspektive ist.

Obwohl beide Protagonisten sehr interessante Figuren sind, blieb Eero im Gegensatz zu Tavi für mich bis zum Ende nicht ganz greifbar. Im Handlungsverlauf macht er in seinem Verhalten eine 180-Grad-Wendung, wobei in diesem Band noch unklar bleibt, wie viel davon echt und wie viel der Wirkung des Seeglases zuzuschreiben ist. Entsprechend bin ich gespannt, ihn und seine Handlungsmotive im zweiten Teil noch besser kennenzulernen.

Neben den Protagonisten gibt es noch einige interessante Nebencharaktere aus Tavis altem und neuem Leben. Aufgrund des Endes habe ich das Gefühl, dass aus den Figuren eine richtig coole Truppe werden könnte, weshalb ich gespannt auf Band 2 und die gemeinsame Reise zu den Mer bin.

Alles in allem ein Fantasybuch mit eindrucksvollem maritimen Setting, bei dem sich das Dranbleiben trotz Startschwierigkeiten gelohnt hat.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Liebesgeschichte mit atmosphärischem Setting und kleineren Schwächen

The French Escape - Love & Lavender, Band 1
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In „The French Escape“ geht es um die Schauspielerin Amber, die eine Fakebeziehung mit Timothée, dem Erben einer Parfümdynastie, eingeht, um ihren Ex-Freund endgültig zu vertreiben …

Die Protagonistin ...

In „The French Escape“ geht es um die Schauspielerin Amber, die eine Fakebeziehung mit Timothée, dem Erben einer Parfümdynastie, eingeht, um ihren Ex-Freund endgültig zu vertreiben …

Die Protagonistin Amber mochte ich von Beginn an aufgrund ihrer bodenständigen Art und des liebevollen Umgangs mit ihrer Crew sehr. Einen besonderen Eindruck hat bei mir zudem ihr Kampf gegen die Abhängigkeit von ihrem übergriffigen Ex-Freund hinterlassen, denn ihre Selbstzweifel und Ängste werden sehr einfühlsam geschildert.
Auch Timothée ist insgesamt ein interessanter Protagonist. Zwar verhält er sich zum Teil etwas kindisch und wirkte auf mich deshalb jünger als Mitte zwanzig, dafür hat mich seine Leidenschaft für Parfüms überzeugt.

Während ich die Protagonisten für sich genommen gerne mochte, habe ich die Anziehung zwischen den beiden nicht immer gespürt. Obwohl sich die Handlung eher langsam entfaltet, besteht zwischen den beiden schnell eine Vertrautheit, die zwar für die Handlung nötig ist, für mich aber nicht ganz zu Ambers Lage gepasst hat.
Im Verlauf hatte ich zudem das Gefühl, dass die Entwicklung der Beziehung etwas zurückstecken musste, weil andere Themen in den Vordergrund getreten sind. Zwar war es interessant, Ambers Kampf gegen John zu verfolgen und über den Verbleib von Timothées Mutter zu rätseln, jedoch hätte ich mir im Nachhinein gewünscht, dass der Liebesgeschichte etwas mehr Raum zugestanden worden wäre. Gleichzeitig machen die Nebenhandlungen Lust auf mehr, weshalb ich schon gespannt auf die Geschichte von Timos Bruder Gabriel bin.

Alles in allem eine Liebesgeschichte mit atmosphärischem Setting, bei der ich mich trotz kleinerer Schwächen auf den Folgeband freue.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

Ein sommerliches Jugendbuch mit Höhen und Tiefen

Last Kiss of Summer
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In „Last Kiss of Summer“ geht es um die Kindheitsfreunde Luke und Sera, die beide mit einem Herzfehler geboren wurden. Nach zwei Jahren ohne Kontakt treffen die beiden wieder aufeinander …

Die erste ...

In „Last Kiss of Summer“ geht es um die Kindheitsfreunde Luke und Sera, die beide mit einem Herzfehler geboren wurden. Nach zwei Jahren ohne Kontakt treffen die beiden wieder aufeinander …

Die erste Hälfte von „Last Kiss of Summer“ hat bei mir beim Lesen ziemlich gemischte Gefühle ausgelöst. Während mir die ersten Kapitel wirklich gut gefallen haben, war ich zunehmend von der Protagonistin Sera genervt. Obwohl sie ständig davon spricht, keine Zeit mehr verschwenden zu wollen, dauert es bis zur Hälfte des Buches, bis sich Sera und Luke endlich aussprechen und das Missverständnis klären. Für mich gab es im Mittelteil deshalb einige Längen.

Die zweite Hälfte des Buches konnte mich hingegen deutlich mehr überzeugen. Ich mochte, wie Sera und Luke miteinander umgehen, und habe die Kapitel genossen, die von ihrer Zeit als Paar handeln. Um ihre Verbindung noch besser zu verstehen, hätte ich gerne noch einige Kapitel mehr aus der Perspektive von Luke gelesen. Auch über ein paar Einblicke in die gemeinsame Kindheit der beiden hätte ich mich gefreut.

Angesichts dessen, dass das Buch als „Ugly Cry“ beworben wird, hatte ich mich schon darauf eingestellt, dass die Handlung nicht nur sommerliche Gefühle verbreiten wird. Meiner Meinung nach wurden die schweren Themen jedoch so eingebunden, dass die leichte Sommerstimmung nicht verloren geht, denn die düsteren Töne überwiegen erst auf den letzten Seiten. Tatsächlich hätte es für meinen Geschmack noch etwas emotionaler werden können, denn das Ende wird dann doch relativ schnell abgehandelt.

Alles in allem ein sommerliches Jugendbuch, das zu Beginn einige Längen hat, mich jedoch aufgrund einer stärkeren zweiten Hälfte insgesamt gut unterhalten konnte.

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Veröffentlicht am 30.06.2026

An vielen Stellen zu oberflächlich

Coach - Gegen alle Regeln
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In „Coach“ geht es um Millie, deren Jugendliebe Ford nach mehreren Jahren ohne Kontakt wieder in ihr Leben tritt. Trotz Fords Bemühungen ist Millie unsicher, ob sie ihr Herz – und ihren Job – ein weiteres ...

In „Coach“ geht es um Millie, deren Jugendliebe Ford nach mehreren Jahren ohne Kontakt wieder in ihr Leben tritt. Trotz Fords Bemühungen ist Millie unsicher, ob sie ihr Herz – und ihren Job – ein weiteres Mal riskieren kann …

Von „Coach“ hatte ich mir eine süße Second-Chance-Romance mit signifikantem Football-Anteil erhofft. Diese Erwartungen konnten leider nur in Teilen erfüllt werden, da der Sport kaum eine Rolle spielt und ich mit dem Protagonisten Ford nicht warm geworden bin. Mein größtes Problem war sein übergriffiges und eifersüchtiges Verhalten: Obwohl er derjenige ist, der Millie damals ohne Wort verlassen hat, verhält er sich so, als hätte er ein Anrecht auf ihre Zuneigung.
Mit der Protagonistin Millie bin ich besser zurechtgekommen. Ich konnte ihre Vorsicht gegenüber Ford angesichts der Ereignisse aus der Vergangenheit gut nachvollziehen. Im weiteren Verlauf hat mich ihr sprunghaftes und kindisches Verhalten jedoch zunehmend gestört.

Auch die Entwicklung der Beziehung zwischen Millie und Ford konnte mich nicht wirklich überzeugen. Für jeden Schritt, den die beiden aufeinander zugehen, entfernen sie sich wieder zwei voneinander. Dafür, dass zwischen ihnen so viel Ungesagtes steht, reden die beiden zudem erstaunlich wenig miteinander – und wenn, dann nur über unwichtige Dinge. Angesichts dessen hat sich mir nicht erschlossen, was die beiden ineinander sehen, weil sie keine Anstalten machen, sich neu kennenzulernen.

Da dieses Buch Auftakt einer Reihe ist, hätte ich mir des Weiteren präsentere Nebencharaktere gewünscht. Ähnlich wie die Liebesgeschichte bleiben auch sie eher oberflächlich. Besonders Fords Ex-Frau Sienna konnte ich als Figur nicht ernst nehmen, weil sie so überzeichnet und klischeehaft dargestellt wurde.

Alles in allem konnte mich „Coach“ leider nicht überzeugen, weil Handlung und Figuren an vielen Stellen zu oberflächlich bleiben.

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