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Veröffentlicht am 15.03.2026

Innovativer Mythologiemix mit Schwächen

Loki − Her Twisted Heart
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In „Loki“ geht es um Harlow, die gemeinsam mit anderen Kriegerinnen das Portal zur Götterwelt bewacht. Als immer mehr ihrer Kameradinnen von einer mysteriösen Krankheit befallen werden, muss sie sich unfreiwillig ...

In „Loki“ geht es um Harlow, die gemeinsam mit anderen Kriegerinnen das Portal zur Götterwelt bewacht. Als immer mehr ihrer Kameradinnen von einer mysteriösen Krankheit befallen werden, muss sie sich unfreiwillig mit dem Gott Loki zusammentun, um ein Heilmittel zu finden …

Ich konnte mich von Beginn an gut in Harlow hineinversetzen. Sie ist es leid, von den anderen aufgrund ihrer Herkunft ausgeschlossen zu werden und dass Kämpfen ihr einziger Lebensinhalt sein soll. Im Verlauf der Handlung muss sie auf harte Weise lernen, dass ihr isoliertes Dasein sie weder auf das Leben noch auf echte Kämpfe vorbereitet hat.

Im Gegensatz zu Harlow bleibt der Chaosgott Loki in diesem Band noch ein Mysterium, da er sich selten in die Karten schauen lässt. In jedem Fall nutzt er Harlows Naivität in vollen Zügen aus. Ich hoffe, dass es im zweiten Band noch ein paar mehr Kapitel aus seiner Perspektive gibt.

Obwohl ich beide Protagonisten für sich genommen interessant fand, habe ich mir von der Liebesgeschichte etwas mehr erhofft. Harlow und Loki fühlen sich von Beginn an zueinander hingezogen, jedoch wurde es im Verlauf etwas versäumt, das Ganze zu vertiefen. Vor allem angesichts des kurzen Handlungszeitraums habe ich den beiden ihre Gefühle nicht ganz abgenommen.

Was die Handlung betrifft, haben mir vor allem der Anfang und das letzte Drittel gefallen. Aufgrund der Quest-Struktur gab es im Mittelteil meinem Empfinden nach einen kleinen Durchhänger, weil es außer den Protagonisten bisher wenige ausgearbeitete Figuren gibt. Dies ist aber wie gesagt der Handlungsstruktur geschuldet, weshalb ich denke, dass es im zweiten Band noch mehr Eindrücke in die Welt und die Figurenbeziehungen geben wird. Das Ende war aufgrund von Lokis Kapiteln zwar absehbar, macht aber trotzdem neugierig darauf, wie der Konflikt im zweiten Band gelöst wird.

Alles in allem ein innovativer Mythologiemix mit interessanten Protagonisten. Von Band 2 erhoffe ich mir eine Vertiefung der Liebesgeschichte sowie stärker ausgearbeitete Nebenfiguren.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Anders als Band 1

Prinzessin der tausend Diebe – Chosen
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In Band 2 von „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Jia, die in die Vergangenheit reist, um ihre Schwester Sora zu retten. Das Buch schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an, könnte meinem Empfinden ...

In Band 2 von „Prinzessin der tausend Diebe“ geht es um Jia, die in die Vergangenheit reist, um ihre Schwester Sora zu retten. Das Buch schließt nahtlos an die Ereignisse aus Band 1 an, könnte meinem Empfinden nach aber tatsächlich unabhängig gelesen werden.

Jia war für mich schon im ersten Band die interessanteste Figur, weshalb ich positiv überrascht war, dass es in diesem Band um sie geht. Es war schön, mitzuerleben, wie sie sich nach und nach von ihrer lieblosen Erziehung lösen kann und beginnt, sich auf andere Menschen zu verlassen. Besonders gut hat mir die aufkeimende Freundschaft zu Danwon und Geungjae gefallen.

Auch der Protagonist Sin war mir im Großen und Ganzen sympathisch, auch wenn er den Großteil der Handlung über ein ziemliches Mysterium darstellt. Aufgrund der vielen Geheimnisse, die zwischen den beiden Protagonisten stehen, fiel es mir zudem schwer, die Gefühlsentwicklung nachzuvollziehen.

Etwas Probleme bereitet hat mir, dass Jia überhastet und ohne Plan in die Vergangenheit reist, weshalb bei mir einige Logikfragen aufgekommen sind. Damit einhergehend konnte auch meinem Wunsch, das Worldbuilding sowie die Beziehung zwischen Sora und Ran zu vertiefen, nicht wirklich entsprochen werden. Im Nachhinein hätte ich mir mehr Berührungspunkte zu Band 1 gewünscht.
Außerdem hatte ich mir vom Ende etwas anderes erhofft, da Fragen offen bleiben und einiges zu gewollt wirkte. Meiner Meinung nach hätten ein paar Seiten mehr nicht geschadet.

Alles in allem liefert auch Band 2 gute Unterhaltung, jedoch wurde der Zeitreiseaspekt für mich nicht befriedigend umgesetzt.

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  • Fantasy
Veröffentlicht am 09.03.2026

Eine bunte Mischung

Der stille Freund
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Mit „Der stille Freund“ liefert Ferdinand von Schirach seinen dritten Erzählband, der insgesamt 14 Kurzgeschichten und Beobachtungen enthält. Die Themen sind breit gestreut und umfassen unter anderem Sicherheit, ...

Mit „Der stille Freund“ liefert Ferdinand von Schirach seinen dritten Erzählband, der insgesamt 14 Kurzgeschichten und Beobachtungen enthält. Die Themen sind breit gestreut und umfassen unter anderem Sicherheit, den Sinn des Lebens und den Umgang mit dem Tod. Zwischendurch geht es auch immer wieder um historische Persönlichkeiten und Begebenheiten.

Wie gewohnt erzählt Schirach einfach und präzise. Mich konnten besonders Geschichten wie „Spiegelstrafe“ und „Ornament mit Verbrechen“ überzeugen, in denen es um moralische Dilemmata und menschliche Abgründe geht. Diese erinnern sehr an Schirachs Stories und sind teilweise wirklich keine leichte Kost.

Auch die anderen Geschichten beinhalten im Großen und Ganzen interessante Gedanken, die bei mir aber nicht so sehr nachgehallt haben. Ich muss zugeben, dass es auch einzelne Geschichten gab, bei denen ich nicht ganz verstanden habe, welche Intention hinter ihnen steckt. Trotzdem ließ sich jeder Eintrag gut lesen.

Alles in allem eine bunte Mischung an Geschichten, die um die typischen Themen des Autors kreisen und mal mehr, mal weniger zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 07.03.2026

Fehlende Spannung

Seven Deadly Thorns – Ein Herz so schwarz wie Ebenholz
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In „Seven Deadly Thorns“ geht es um Viola, die ihre Schattenmagie um jeden Preis verbergen muss. Als die Königin Violas Geheimnis auf die Spur kommt, setzt sie ihren Sohn Roze auf sie an. Doch Roze bietet ...

In „Seven Deadly Thorns“ geht es um Viola, die ihre Schattenmagie um jeden Preis verbergen muss. Als die Königin Violas Geheimnis auf die Spur kommt, setzt sie ihren Sohn Roze auf sie an. Doch Roze bietet Viola einen Deal an: Wenn sie ihm hilft, den Tod seines Vaters aufzuklären, wird er sie verschonen …

Der Beginn von „Seven Deadly Thorns“ war ziemlich vielversprechend. Trotz des hohen Tempos habe ich gut in die Handlung gefunden. Auch die kurzen Zusammenfassungen der Abschnitte im Märchenstil haben mir sehr gefallen. Im Mittelteil hat die Geschichte jedoch leider an Tempo verloren.

Der Fokus der Handlung liegt auf den Ermittlungen von Roze und Viola, die nur schleppend vorankommen. Zudem arbeiten die beiden eher aneinander vorbei als zusammen, wodurch sich die fehlenden Fortschritte erklären lassen. Nach Beenden des Buches wurde zwar deutlich, wieso die Handlung so ablaufen musste, jedoch hätte ich mir dann einen anderen Handlungsfokus gewünscht, da meiner Meinung nach zu wenig passierte. Tatsächlich hätte ich ein Buch über die angedeutete Geschichte der Eltern wahrscheinlich interessanter gefunden.

Ein weiteres Problem ist der relativ kurze Handlungszeitraum von nur sieben Tagen. Hierdurch gab es wenig Zeit, die Liebesgeschichte zu entwickeln. Generell wirkten die Charaktere auf mich noch unausgereift und die Nebenfiguren waren eher Werkzeuge und keine relevanten Charaktere. Ähnliches gilt für das Worldbuilding, das – wie in Märchen üblich – auch nur angedeutet wurde.

Alles in allem eine interessante Grundidee, die mich in der Umsetzung aufgrund der fehlenden Spannung leider nicht überzeugen konnte.

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Veröffentlicht am 03.03.2026

Ein gelungenes Debüt

Hazel sagt Nein
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In „Hazel sagt Nein“ geht es um die Familie Blum, die aus finanziellen Gründen in eine neue Stadt zieht. Das Familienleben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als Hazel die unerwünschte Annäherung ihres ...

In „Hazel sagt Nein“ geht es um die Familie Blum, die aus finanziellen Gründen in eine neue Stadt zieht. Das Familienleben wird jedoch auf den Kopf gestellt, als Hazel die unerwünschte Annäherung ihres Schuldirektors abblockt und eine Kette von Ereignissen in Gang setzt …

„Hazel sagt Nein“ gehört zu der Art von Büchern, die ich eher selten lese, weshalb ich nicht wirklich wusste, was mich erwartet. Entsprechend war ich positiv überrascht, dass mich die Handlung von Beginn an in ihren Bann gezogen hat. Dies liegt meiner Meinung nach vorrangig am nüchternen und präzisen Erzählstil von Jessica Berger Gross, der den Leser zum stillen Beobachter macht. Vor allem Hazels Reaktion auf das Angebot und ihre Gedankengänge werden sehr eindrücklich geschildert.

Eine weitere Stärke des Romans liegt in seiner Alltäglichkeit. Neben der Perspektive von Hazel, gibt es auch Kapitel, die ihrem Bruder Wolf sowie den Eltern Gus und Claire folgen. Alle vier haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Hier zeigt sich, dass sich Belästigung nicht nur auf das Opfer, sondern auf das gesamte Umfeld auswirkt und das ganze weitere Leben beeinflusst.

Während die erste Hälfte des Romans durch seine Authentizität und den Fokus auf die negativen Auswirkungen überzeugt, schwenkt die Handlung im zweiten Teil ins andere Extrem um. Plötzlich geschehen viele positive Dinge, unter denen die Glaubwürdigkeit und Übertragbarkeit auf das reale Leben meinem Empfinden nach leider etwas gelitten haben. Das Ende hat mir dafür wieder gut gefallen, auch wenn es noch etwas weniger rund hätte sein dürfen.

Alles in allem ein gelungenes Debüt, das ein wichtiges Thema – trotz kleinerer Schwächen in der zweiten Hälfte – eindrucksvoll umsetzt.

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