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Veröffentlicht am 09.03.2020

Ein solider "Abschluss"

Faded - Wenn alles stillsteht
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Zwei Jahre sind vergangen seitdem Ryder Felicitys Herz gebrochen hat. Zwei Jahre in den Felicity sich erfolgreich der Öffentlichkeit entzogen hat. Doch jetzt droht ihrer Vergangenheit sie wieder einzuholen…


Inhalt:

Zwei ...

Zwei Jahre sind vergangen seitdem Ryder Felicitys Herz gebrochen hat. Zwei Jahre in den Felicity sich erfolgreich der Öffentlichkeit entzogen hat. Doch jetzt droht ihrer Vergangenheit sie wieder einzuholen…


Inhalt:

Zwei Jahre sind vergangen seitdem Ryder Felicitys Herz gebrochen hat. Zwei Jahre konnte Felicity sich erfolgreich der Öffentlichkeit und auch Ryder entziehen, doch bei der Beerdigung ihrer Oma Bethany Hayes machen die Anwälte ihres Plattenlabels sie ausfindig; Felicity soll ihren Vertrag erfüllen und mit der Band auf Tour gehen. Schweren Herzens entscheidet sie sich dafür, da sie keinen Ausweg sieht; Auch wenn das bedeutet, dass sie Ryder wiedersehen muss. Felicity begegnet Ryder mit großer Distanziertheit, da sie ihr Herz nicht noch einmal riskieren will. Doch schon bald muss sie sich fragen, ob Abstand zu Ryder wirklich das ist was sie will, oder ob ihre Sehnsucht nach ihm doch zu stark ist. Ryder für seinen Teil hat nicht vor Felicity auf zu geben. Doch selbst wenn sie sich wieder annähernd können, gibt es Geheimnisse, die alles wieder zerstören können.


Cover und Schreibstil:

Das Cover sieht dem des ersten Bandes sehr ähnlich, weswegen sie gut zusammen passen. Das Farbspiel gefällt mir wieder sehr gut.
Der Schreibstil gefällt mir eindeutig besser als im ersten Band. Er ist weniger anstrengend und dadurch um einiges verständlicher.


Charaktere:

Felicity konnte mich auch im zweiten Teil zu weiten Teilen überzeugen. Zu Beginn ist sie sehr distanziert, da sie sich wieder in dem Leben wiederfinden, dass sie doch eigentlich für immer hinter sich lassen wollte. Zudem ist sie nach dem Verlust ihres todgeborenen Kindes und der kürzlichen Beerdigung auch emotional am Ende. Durch diese Verluste ist sie zum Teil sehr verbittert und erinnert nicht mehr an das süße Mädchen, dass wir in Teil 1 kennengelernt haben. Einen Großteil des Romans über hat sie wieder die üblichen Vertrauensproblem, wodurch sie sich nicht sofort wieder auf Ryder einlässt, was auch gut so ist. Jedoch ist sie irgendwann so stark, dass sie sich ihrem Vater stellen kann und sogar beginnt das Leben auf der Bühne zu genießen. Für mich hat Felicity eine tolle Entwicklung durchgemacht.

Ryder ist und bleibt mir wie in Band 1 in großen Teilen des Romans unsympathisch. Ich habe es wieder nicht geschafft einen Draht zu ihm aufzubauen, wodurch ich natürlich auch sein Handeln nicht nachvollziehen konnte. In den zwei Jahren scheint es Ryder nicht gut ergangen zu sein. Das erste ja über hatte er viele Probleme mit Drogen und großen Zeitungsskandalen. Zu beginn des Romans lebt er auf Hawaii. Er ist jetzt seit 6 Monaten clean, nimmt also weder Drogen noch trinkt er Alkohol. Trotzdem lebt er in seiner eigenen Blase, aus der er erst ausbricht, als er von Felicitys Rückkehr erfährt. Mit Aiden und Lincoln hatte er in letzter Zeit nichts zu tun. Was positiv an Ryders Entwicklung in diesem Band war ist, dass er merkt, das das Leben was er führt doch nicht so toll ist wie er denkt. Er merkt, dass er mehr braucht als die Musik, wodurch sein Band zu seinen Freunden, Felicity und seiner Familie neu geknüpft wird.
Als Ryder wieder auf Felicity trifft will er sie angeblich umbedingt wieder haben, aber irgendwie tut er nicht dafür. Die beiden schweigen sich die meiste Zeit einfach nur an, was zum Teil aber auch an Felicity liegt. Für mich kam es einfach nicht wirklich so rüber, als würde Ryder Felicity wirklich so lieben, wie es dargestellt werden soll. Als Ryder dann Felicitys drogensüchtige Mutter kennenlernt hilft ihm das auch nicht dabei Felicity zu verstehen. Irgendwie ist er die ganze Zeit nicht wirklich einsichtig. Auch drängt er Felicity bis zum Schluss ein Leben auf, dass sie so doch eigentlich gar nicht führen wollte. Für mich bleibt Ryder leider ein unsympathischer Charakter.

Carly war für mich eine der wichtigsten Figuren in der Geschichte. In den zwei Jahren, in denen Felicity untergetaucht ist hält sie Kontakt mit ihr und unterstütz sie somit in der schwersten Zeit ihres Lebens. Auch als Felicity Carly bittet sie auf ihre Tour zu begleiten ist sie sofort mit von der Partie um sie zu unterstützen.
Außerdem ist Carly auch in emotionaler Hinsicht eine wichtige Stütze. Beim Thema Ryder hört sie Felicity zu und bietet ihr die Möglichkeit zum Austausch. Hierbei hört sie nicht nur stumpf zu sondern bringt durch ihre andere Ansicht wichtige Aspekte auf, die es Felicity ermöglichen langsam zu Ryder zurück zu finden.

Nun zu den anderen Band Mitgliedern.
Aiden ist im Roman eine wichtige Konstante für Ryder. Er unterstütz ihn und versteht seine Entscheidungen. Zudem findet er schnell neuen Kontakt zu Felicity, sodass er ihr einen leichten Einstieg ermöglicht, da sie wirklich nicht noch mehr Probleme gebrauchen kann.
Lincoln bleibt mir leider wie in Band 1 unsympathisch. Zu beginn versucht er sogar Ryder wieder dazu zu bringen Alkohol zu trinken und lässt sich über Felicity aus. Zwar kommt dies aus seinem Frust, jedoch ist es ihm immer noch nicht möglich an jemand anderen als an sich selbst zu denken.

Alle Charaktere zusammen haben jedoch eine tolle Dynamik. Sie bilden ein große Familie, in der jeder auf jeden achtet.


Meinung und Kritik:

Am meisten gestört hat mich leider die Entwicklung von Ryders und Felicitys Beziehung. Mir war das meiste einfach nicht glaubwürdig genug und es gab zu viele Zeitsprüunge.
Als Ryder wieder auf Felicity trifft will er sie angeblich umbedingt wieder haben, aber irgendwie tut er nichts dafür. Die beiden schweigen sich die meiste Zeit einfach nur an, was zum Teil aber auch an Felicity liegt. Wobei ich mir aber denke; wenn er Felicity umbedingt zurück wollte, wieso hat er ihr dann nicht die Wahrheit erzählt? Als Felicity dann in einem Interview meint, dass sie nur mit ihm befreundet sein will, gibt er sofort auf. Ehrlich gesagt weiß ich garnicht mehr wie es, dann überhaupt dazu kommen konnte, dass die beiden zusammen kommen. Irgendwie will Ryder dann wieder mit Felicity zusammen sein, aber sie ist der Meinung, dass sie ihm noch nicht vertrauen kann, woraufhin Ryder sie wieder mal wochenlang anschweigt. Sowas hat mich einfach genervt. Klar verstehe ich, dass Ryder genervt ist, aber ich dachte er liebt Felicity? Aber eigentlich verbringt er die Hälfte das Romans damit wütend auf Felicity zu sein. Als er dann merkt, dass Felicity ein Geheimnis vor ihm hat, denkt er nicht einmal darin sie darauf privat an zu sprechen; nein er konfrontiert sie mit diesem Thema auf wirklich höchst unsensible weise auf der Bühne. Dies zeigt für mich eigentlich, dass er Felicity nicht genug vertraut oder sogar liebt um mit ihr eine Beziehung ein zu gehen, auch wenn er schnell merkt, dass er einen riesigen Fehler gemacht hat. Für mich wirkten die Figuren in diesem Band einfach viel kindischer als in Band 1, obwohl dauernd betont wird wie erwachsen sie jetzt sein.

Noch etwas was für mich sehr unverständlich war, war die Stellung der Figuren zum weiterbestand der Band. Zu beginn will Felicity so schnell wie möglich aus dem Rampenlicht und bis zu letzt hasst sie das ganze und dann plötzlich will sie das die Band bestand hat und sie noch ein neues Album aufnehmen? Das hat für mich leider gar keinen Sinn ergeben vor allem weil dann Ryder derjenige war, der eigentlich gar nicht mehr das Leben führen wollte, dass sie als Band führen.

Auch die angedeuteten Spannungen zwischen Carly und Aiden konnte ich leider nicht wirklich nachvollziehen, da sie nur sporadisch auftauchten und nichts zur Handlung beitrugen. Weder sprachen die Frauen darüber noch erwähnte Aiden das Thema den Jungs gegenüber. Wahrscheinlich lief mal etwas zwischen den beiden, dass sie nicht vernünftig geklärt haben; Aber trotzdem habe ich den Sinn dahinter nicht verstanden, da es auch in Teil 1 keine Andeutungen gab. Das einzige was ich mit vorstellen könnte wäre, dass aus Carly und Aiden eine eigene Geschichte für einen eigenen Roman entstehen soll auch wenn dafür, dann doch zu wenig Infos kamen; Aber anders kann ich mir das ganze nicht erklären.

Leider ging mir das auch in anderen Bereichen der Geschichte so, dass ich ihren Beitrag zur Geschichte nicht verstanden haben. Es gab viele Handlungsstränge die kurz angesprochen wurden und von denen ich dachte sie sein wichtig, die dann aber nie wieder aufgegriffen wurden. Dadurch fühlt sich der 2. Teil sich garnicht wie ein Abschluss an, da vieles ungeklärt bleibt. Auch wurden wichtige Themen, die eigentlich mehr Aufmerksamkeit gebraucht hätten unter den Tisch geschlagen und auf wenigen Seiten abgehandelt; So wurde Ryders Drogensucht kaum erwähnt, damit dass er sie überwunden hätte war das ganze Thema dann auch schon beendet. Genauso tauchte Felicitys Vater nur für ungefähr 5 Seiten auf damit sie ihm einmal drei Sätze sagen kann und dann war er auch schon wieder weg. Dafür wurden meiner Meinung nach unwichtige Themen in die Breite getreten.

Trotz vieler Kritikpunkte hat mir Band 2 um einiges besser gefallen als Band 1. Die Charaktere finden zu einer ganz neuen Dynamik, in der sie zu einer Familie aufsteigen und somit Felicity den nötigen Halt im Leben geben. Auch Ryder finden in diesem Band in ein geordnetes Leben zurück, in dem ihm bewusst wird, was ihm wirklich wichtig ist.
Alles in allem werden in diesem Roman also wichtige Werte vermittelt, die den Roman trotz vieler Kritik, lesenswert machen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.03.2020

Wichtige Thematik, schlechte Umsetzung

Faded - Dieser eine Moment
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Ich habe mich so gefreut als ich dieses Buch endlich in einer Buchhandlung entdeckt habe, weil ich so viel positives darüber gehört habe und Rockstar Geschichten einfach liebe… Leider hat mich das ganze ...

Ich habe mich so gefreut als ich dieses Buch endlich in einer Buchhandlung entdeckt habe, weil ich so viel positives darüber gehört habe und Rockstar Geschichten einfach liebe… Leider hat mich das ganze eher enttäuscht als begeistert.

Inhalt:

Felicity ist neu in Nashville, da sie vor ihrer Vergangenheit fliehen möchte. Sie will sich hier ein neues Leben fernab von ihrem „zuhause“ auf bauen. Schnell findet sie im Nightingale eine Stelle als Kellnerin. Das Nightingale ist für Auftritte aufsteigender Stars bekannt und jeden Abend treten verschiedene Bands auf. Felicity ist auch Musikbegeistert will aber nicht auf der Bühne stehen, da sie ersten Angst hat von ihrer Vergangenheit eingeholt zu werden und sie zweitens weiß was unweigerlich aus Ruhm resultiert.
Einer derjenigen, die im Nightingale auftreten ist Ryder, der zusammen mit Lacey, Lincoln und Aiden eine Band hat. Als Felicity Ryders Stimme hört ist sie sofort begeistert von ihm, doch sie hat sich geschworen nie etwas mit einem Musiker anzufangen, da sie weiß, dass dies nicht gut endet kann. Trotz Felicitys Zweifeln kann sie sich Ryders Anziehungskraft nicht entziehen und auch Ryder findet gefallen an ihr. Doch Ryders größter Wunsch ist ein Plattenvertrag und auch seinen Bandkollegen geht es nicht anders. Als Lacey die Band verlässt und Felicity für einen Song mit den Jungs zusammen auf der Bühne steht, scheint sich deren Wunsch zu erfüllen; Ein Label will sie unter Vertrag nehmen, aber nur mit Felicity.
Aus Angst Rider zu verlieren stimmt Felicity Allem zu, obwohl sie dieses Leben niemals führen wollte. Und das zu recht, denn bald erfüllen sich Felicitys schlimmste Befürchtungen; Sie verliert nicht nur sich selbst sondern auch Rider.

Cover und Schreibstil:

Das Cover finde ich sehr ansprechend. Es erinnert mich etwas an die Cover der „The Last Ones To Know“-Reihe von Jamie Shaw und weniger an die übliche Cover vom Lyx-Verlag.
Den Schreibstil hingegen fand ich eher anstrengend, da die Sätze oft so lang waren, dass ich am Ende garnicht mehr wusste worum es am Anfang eigentlich ging. Ich musste wirklich konzentriert lesen und habe deswegen leider relativ schnell Kopfschmerzen bekommen. Außerdem wirkten die Charaktere durch die Schreibstil nicht wie 18 bzw. 22 sondern eher wie Ende 20/ Anfang 30. Das hat mich leider etwas verwirrt.

Charaktere:

Felicity war mir von Anfang an sympathisch. Sie hatte eine schwere Kindheit, da ihre beiden Eltern drogenabhängig sind. Ihre einzige Bezugsperson war ihre Oma, Bethany Hayes, von der sie großgezogen wurde. Als Felicity nach Nashville kommt ist sie sehr introvertiert und lässt sich noch viel von ihrer Angst leidet, wodurch sie sehr verunsichert ist. Dies hat sie mir vor allem sympathisch gemacht, denn im laufe der Zeit schafft sie es Vertrauen zu fassen und sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Außerdem ist Felicity ein sehr aufopfernder Mensch. Für Ryder und seine Freunde nimmt sie einen Vertrag an, der ihr ein Leben gibt, dass sie nie führen wollte. Sie liebt Ryder so sehr, dass sie sozusagen ihr Leben für ihn opfert. Sie macht alles mit, dass sie wegen ihm durchmachen muss ohne nur einmal etwas zu sagen. Es ist also auch eine Schwäche von ihr, da sie sich so nicht ihr erhofftes selbstbestimmtes Leben aufbauen kann. Auch Vorher stellt sie Ruders Glück über ihr eigenes indem sie ihn unterstütz sie zu verlassen um allein einen Plattenvertrag zu bekommen. Schon da hätte ihr eigentlich klar sein müssen, dass er nicht die Konstante ist, die sie in ihrem Leben braucht.

Ryder war mir leider gar nicht sympathisch. Zu Beginn ist er ein extravertierter Arsch, der alles für seinen Traum einen Plattenvertrag zu bekommen und aus Nashville wegzuziehen tun würde. Er spielt in einer Band mit seinen besten Freunden Lincoln und Aiden, und mit Lacey, die eigentlich niemand leiden kann. Als Lacey und er einen Vertrag angeboten bekommen lässt er ohne groß darüber nachzudenken seine Freunde im Stich und verlässt Felicity, nur um in einer Band mit einer Person zu sein, die er hasst und die er für untalentiert hält? Zwar überlegt er sich dies doch noch anders aber dieser Charakterzug macht ihn einfach zu keinen guten Freund und zu niemandem, der mit sympathisch wäre.
Als die drei Jungs schließlich mit Felicity die Band „Wildwood“ gründen wird Ryder noch unsympathischer; Er beginnt Drogen zu nehmen und lässt Felicity den ganzen Tag (und auch die Nacht) allein im Hotel zurück, während er mit den Jungs feiern geht. Auch ist er an manchen Tage so verkatert, dass Felicity allein zu Interview muss, obwohl er weiß, dass sie diesen ganzen Kram hasst. Auch, dass Felicity von diesem ungewollten Leben erdrückt wird, fällt ihm garnicht auf oder interessiert ihn vielleicht sogar garnicht! Zu diesem Zeitpunkt ist er einfach nur ein arroganter Arsch, der Felicity garnicht verdient hat. Dass er Felicity verliert geschieht ihm nur recht, da er sie zerstört.

Carly war für mich der wichtigste Nebencharakter. Sie ist für Felicity eine wahre Freundin, denn die hatte Felicity auch bitter nötig, und unterstütz sie in all ihren Lebenslagen.

Die anderen Bandmitglieder Lincoln und Aiden waren für mich auch arrogante Mistkerle. Lincoln ist die ganze Zeit auf Drogen und stiftet Ryder sogar dazu an auch Drogen zu nehmen. Er wirft ihm vor langweilig geworden zu sein, nur weil er nicht mehr jeden Tag mit ner anderen im Bett landet und jede x-beliebige Droge konsumiert. So jemand ist einfach kein Freund für mich. Er denkt die ganze Zeit an sich selbst und setz auch Felicity unter Druck als es ihr offensichtlich nicht gut geht.
Aiden ist hierbei der harmlosere von beiden. Er sieht ein, dass sie Felicity mit ihren Eskapaden zusetzen und weiß, dass sie Mist gebaut haben, als sie Drogen genommen haben. Ansonsten bekommt man von ihm nicht viel mit, da er eher zurückhaltend und still ist. Vielleicht ist er gerade deswegen mir der liebste von den drei Jungs.

Meinung:

Die Idee hinter dem Buch finde ich toll. Nur leider hapert es mal wieder etwas an der Umsetzung. Vor allem der Einstieg in die Liebesgeschichte ist für mich ziemlich unglaubwürdig. Ryder und Felicity sehen sich drei mal bevor Ryder sie entjungfert und nach L.A. verschwindet; beim ersten Mal beleidigt er sie, beim zweiten sehen sie sich und besuchen danach ihre Oma und beim dritten mal landen sie dann auch eigentlich schon miteinander im Bett und Ryder haut ab. Das ist für mich einfach zu unglaubwürdig vor allem dafür, dass Ryder Felicity als Grund dafür sieht seinem Traum (zuerst) nicht nachzugehen. Auch die Entwicklung von Riders Drogensucht war für mich nicht präzise genug, vor allem da dies so ein wichtiger Handlungsstrang ist; Rider nimmt bekommt ominöse Pillen geschenkt und nimmt sie einfach so. Das geht dann irgendwie im Hintergrund so weiter und plötzlich hält er es keine Stunde mehr ohne die Dinger aus und wird wegen ihnen sogar aggressiv gegenüber Felicity. Rider ist so selbstfokussiert, dass ihm Felicity regelrecht egal zu sein scheint; er zwingt sie zu einem Leben, dass sie nie wollte und lässt sie dann auch noch die ganze Zeit allein. Eine Geschichte, die einen so unfassbar selbstsüchtigen Hauptcharakter hat kann für mich leider nicht gut sein; vor allem, da der Rest der Band auch so extrem bescheuert ist.
Was mir gut gefallen hat, war dass der Ruhm hier nicht als etwas absolut positives dargestellt wird; Im Gegensatz zu anderen Bücher dieser Art wird er hier regelrecht verteufelt. Eigentlich wird nämlich nur negativer über Ruhm vermittelt.
Alles in allem hat mich der Roman leider enttäuscht. Die Thematik ist zwar extrem wichtig, jedoch funktioniert eine Geschichte, in der eine Hauptfigur so unsympathisch ist einfach nicht. Ich konnte mich schwer in die Personen hineinversetzen und kaum eine Handlung nach voll ziehen. Es wäre besser gewesen Ryder zumindest etwas aufzuwerten, damit man ihn zumindest im Ansatz versteht so ist und bleibt er einfach nur ein selbstsüchtiger Arsch, der Felicitys Leben ruiniert. So kann ich mir kaum vorstellen wie daraus in Band zwei noch eine intakte Beziehung werden soll. Felicity wäre ohne Ryder eindeutig besser dran! Teil zwei werde ich natürlich trotzdem lesen, da die Geschichte an sich ja nicht schlecht ist. So überzeugt der Roman zwar nicht mit starken Charakteren oder einem tollen Schreibstil, behandelt aber eine wichtige Thematik wodurch er trotz vieler Kritik doch lesenswert ist, da er die Illusion von einem glorreichen, zufriedenen Leben als Star zerstört!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.03.2020

Kein Muss aber auch kein Fehlkauf

Finding Back to Us
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Da mir das Cover der Neuauflage so gut gefallen hat, musste ich es mir natürlich kaufen. Leider konnte es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden.

Inhalt:

Callies Mutter starb in ihrer frühen Kindheit. ...

Da mir das Cover der Neuauflage so gut gefallen hat, musste ich es mir natürlich kaufen. Leider konnte es meinen Erwartungen nicht ganz gerecht werden.

Inhalt:

Callies Mutter starb in ihrer frühen Kindheit. Als Callie 10 ist lernt ihr Vater eine neue Frau kennen, die einen Sohn Namens Keith hat, der 2 Jahre Älter als sie ist. Schon damals spüren die beiden eine starke Verbindung zueinander. Doch als Callies Vater bei einer Fahrstunde mit Keith stribt ist eines für Callie klar; Zwischen ihr und Keith wird es nie so sein, wie es einmal war. Als Keith dann auch noch zu seinem Vater zieht, beschließt Callie, dass sie Keith nie wieder sehen will.
7 Jahre später fährt Callie in den Semesterferien zurück nach hause, da sie den Sommer mit ihrer Schwester verbringen will. Was ihre Schwester ihr jedoch verheimlicht hat; auch Keith kehrt nach hause zurück! Sofort flammt der aufgestaute Hass in Callie auf, jedoch kommen auch die Gefühle von früher wieder zurück. Für Callie stellt sich die Frage: Kann sie Keith jemals verzeihen?


Cover und Schreibstil:

Das Cover gefällt mir unglaublich gut. Durch das sortiere Chaos aus Grün- und Goldtönen wird Callies Zerrissenheit schon auf dem Cover dargestellt. Durch das Design passt das Roman außerdem gut zu „Falling Fast“ und „Flying High“. Die neueren Romane der Autorin sehen also auch zusammen super aus.
Auch Bianca Iosivonis Schreibstil ist angenehm. Der Schreibstil ist sehr flüssig wodurch man gut durch dem Roman geführt wird.


Charaktere:

Callie war mir von Beginn an sehr sympathisch. Mit ihrer Schwester und ihrer Stiefmutter geht sie sehr liebevoll um, nur mit Keith hat sie so ihre Probleme. Vor allem, dass sie ihn attraktiv finden macht ihr sehr zu schaffen. Für mich war Callies Wut auf Keith sehr verständlich, da er damals einfach verschwunden ist und sie dadurch nie die Chance hatte die Geschehnisse auf zu arbeiten, vor allem da Keith damals nach ihrem Vater ihre wichtigste Bezugsperson war. Gestört hat mich jedoch, dass sie Keith, der eindeutig nichts für den Unfall konnte, wie einen Mörder dargestellt hat, der ihren Vater mutwillig getötet hat.
Keith hat mich am Anfang ziemlich genervt. Er war so arrogant im Umgang mit Callie. Statt ihr beim Verarbeiten ihres Traumas zu helfen, hat er ihr unter die Nase gerieben, dass sie den „Mörder“ ihres Vaters attraktiv findet. Das war zwar eventuell einfach nur Selbstschutz, da er nicht anders mit Callies Hass und seinen Gefühlen für sie umgehen konnte aber trotzdem einfach nicht in Ordnung. Zur Mitten hin wurde er dann aber auch schnell sympathisch. Vor allem sein Umgang mit Callies Schwester hat ihm bei mit ordentliche Pluspunkte eingebracht.


Meinung:

Was mir am Roman überhaupt nicht gefallen hat war, dass es eigentlich keine Nebencharaktere sondern eher sowas wie „Statisten“ gab. Auf keinen, außer vielleicht Callies Schwester, wurde genauer eingegangen. Auch Parker, über den ja sogar noch ein Roman erschienen ist, wurde nur ganz oberflächlich angesprochen, obwohl er angeblich Callies bester Freund ist. Durch dieses Fehlen von interessanten Nebencharakteren, zog sich der Roman in großen Teilen, da einfach nichts passierte.
Gefallen hat mir vor allem wie gut der Titel die Handlung der Geschichte wiedergibt. Auf jeden Fall passender als „Was auch immer geschieht“.
Alles in allem mochte ich zwar die Hauptcharaktere, jedoch fehlten mir einfach andere interessante Personen. Auch die Geschichte war jetzt nicht umbedingt was neues, dafür aber relativ gut umgesetzt. Somit ist das Ganze zwar nicht neues aber trotzdem für zwischendurch gut geeignet. Kein Muss aber trotz kleinerer Schwächen auch kein Fehlkauf.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2020

Liebesroman mit einem Hauch von Mittelalter und Action

Vertrauen und Verrat (Kampf um Demora 1)
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Inhalt:

Im Reich Demora ist es Brauch, dass junge Frauen durch eine Kupplerin mit zum Teil ihnen völlig unbekannten Männern verheiratet werden.
Für die 16 jährige Sage ist dies unvorstellbar, da sie vom ...

Inhalt:

Im Reich Demora ist es Brauch, dass junge Frauen durch eine Kupplerin mit zum Teil ihnen völlig unbekannten Männern verheiratet werden.
Für die 16 jährige Sage ist dies unvorstellbar, da sie vom Kuppeln nichts hält und auch noch nie verliebt war. In ihrem Dorf ist sie eine geächtete, da ihre Mutter ihren Stand verließ um aus Liebe zu heiraten. Da Sages Eltern beide Tod sind, wohnt Sage bei ihrem Onkel, der sie schnellst möglich verheiraten will.
Um dem zu entgehen versucht Sage eine Lehre anzutreten. Jedoch bietet nur die Kupplerin ihres Dorfes ihr eine Lehre an. Sie soll mit der Kupplerin zum Concordium, dem Verkupplungsball für die vielversprechendsten Mädchen, reisen. Zudem ist ihre Aufgabe über all ihre Mitreisenden passende Profile zu erstellen, die beim Verkuppeln helfen sollen.
Jedoch braut sich in Debora ein Krieg zusammen. Schon bald findet Sage sich zwischen den Fronten wieder. Zudem geschieht das für sie unglaubliche, die die sie nie heiraten wollte, verliebt sich.


Cover und Schreibstiel:

Das Cover finde ich sehr ästhetisch und ist auch mal etwas andere im Vergleich zu den Gesichter, die sich oft auf Covern wiederfinden.
Der Schreibstiel an sich war für mich sehr angenehm. Erzähl wurde die Geschichte aus 3 „Perspektiven“ bzw. man ist drei Charakteren gefolgt, da das Buch aus der Er-/Sie-Perspektive geschrieben ist. Dies hat mich zum Teil etwas gestört, da man keinen wirklichen Eindruck in die Gefühlswelt der Protagonisten bekommen hat, weswegen es ziemlich abrupt kam, als sie dann plötzlich von Liebe sprachen. Davor war mir nicht einmal aufgefallen, dass die beiden sich mögen. :D


Charaktere:

Sage ist für mich von Beginn an ein sehr starker Charakter gewesen. Sie lässt sich weder von ihrem Onkel, noch von der Kupplerin einschüchtern und passt sich schnell ihren neuen Lebensumständen an. Außerdem ist sie sehr mutig und sorgt sich um die, die ihr am Herzen liegen.
Alex war am Anfang eher eine verschlossene Person, was aber auch an seinem Auftrag lag. Ihn konnte ich am Anfang nur schwer einschätzen. Zum Ende hin wurde er mir jedoch richtig sympathisch.


Meinung:

Wie gesagt kam für mich die Liebesgeschichte zwischen Sage und Alex sehr abrupt; ne ganze Zeit reden sie kaum mit einander und dann sagt Alex Sage, dass er sie liebt? Das hat mich dann doch etwas verwirrt, denn erst als Alex von Liebe spricht wird wirklich auf die Gefühle der beiden eingegangen.
Die Idee hinter der Geschichte ist interessant und auf jeden Fall mal was neues. Zudem ist es eher so eine Art „historische Roman“ als Romantasy, da es keine typischen Fantasy Elemente gab. Es spielt halt einfach in nem fiktiven Land vor unserer Zeit.
Alles in allem hat mir die Geschichte relativ gut gefallen, vor allem da auch die Nebencharktere alle sympathisch waren und es niemanden gab, der irgendwie genervt hat. Eine Empfehlung für alle, die auf Liebesgeschichten mit einem Hauch von Mittelalter und Action stehen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.02.2020

Ein Buch mit Stärken und kleinen Schwächen

Captain Love
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„Ich hänge für dich den Mond auf“ (Captain Love)


Inhalt:

Tessa ist neu in Seattle und bekommt besuch von ihrer besten Freundin Charlotte aus L.A. Da Tessa dem Dating seit ihrem letzten Freund abgeschworen ...

„Ich hänge für dich den Mond auf“ (Captain Love)


Inhalt:

Tessa ist neu in Seattle und bekommt besuch von ihrer besten Freundin Charlotte aus L.A. Da Tessa dem Dating seit ihrem letzten Freund abgeschworen hat, verlangt Charlotte von ihr, dass sie eine ihrer Flugbegleiterinnen Uniform trägt und für einen Abend mal nicht sie selbst ist. Sie soll einfach mal einen lockeren Flirt haben. Doch dann Trift sie in der „Pine Box“ auf Ryan und sie spürt sofort, dass Ryan etwas ganz besonderes ist. Auch Ryan ist von Tessa fasziniert. Doch dann taucht plötzlich Ryans Ex in der Bar auf. Tessa fühlt sich hintergangen und verlässt die Bar.
Da Ryan Tessa umbedingt wieder sehen will versucht er sie zu finden. Doch ist es wirklich Liebe auf den ersten Blick?


Cover und Schreibstil:

Das Cover ist nicht besonderes und sag auch nicht viel über die Geschichte aus. Tatsächlich erinnert es mich ziemlich an die Cover der „After-Reihe“. Aber gerade wegen der Schlichtheit gefällt mir das Cover sehr gut.
Der Schreibstil ist super angenehm zum Lesen gewesen. Ich bin gerade zu durch die Seiten geflogen. Vor allem die humorvolle Art hat mir sehr gefallen.


Charaktere:

Ryan war für mich der Hauptcharakter der Geschichte. Er war einfach super sympathisch und zur Abwechslung auch kein totaler Playboy. Ihm war von Anfang an klar, dass er Kinder will und auch als er Tessa trifft weißt er sofort, dass sie die Frau für’s Leben ist.
Auch der Rest der Morgan Familie ist super witzig und sympathisch. Die Dynamik zwischen ihnen hat mich echt wünschen lassen, dass ich auch ein Teil dieser Familie wäre! Vor allem, dass sie alle Spitznamen für einander haben fand ich super.
Tessa war für mich jetzt kein besonderer Charakter. Sie war irgendwie einfach da und konnte leider nicht wirklich rausstechen und mich von sich überzeugen. Ihre Kapitel hatten leider auch nicht viel mehr über sie verraten. Für mich hat sie das eher zu einem Nebendarsteller als zum Hauptcharakter gemacht. Auch, dass man so gut wie niemanden aus Tessa Leben kennenlernt fand ich eher Schade.


Meinung zur Story:

Die Idee hinter der Story hat mir super gefallen. Nur leider hab ich nicht ganz verstanden wieso Tessa einen falschen Namen benutzen musste, schließlich hätte Ryan sie auch mit richtigem Vornamen nicht finden können. Das Ryan dachte Tessa wäre irgendeine Psychopatin nur weil sie einen falschen Namen gennant hat fand ich auch etwas seltsam, vor allem weil sie gleich miteinander geschlafen haben. Aber wie sich die Geschichte dann weiter entwickelt hat, hat mir wirklich gefallen. Vor allem das Ende war wirklich niedlich. :)


Fazit:

Die ersten 100 Seiten fand ich einfach toll, was vor allem daran lag, dass fast alles aus Ryan Sicht war. Tessas Kapitel waren leider etwas inhaltslos. Aber darüber konnte man dank Ryan hinweg schauen :D. Gut fand ich auch, dass die Sex-Szenen relativ authentisch waren und nicht so zum fremd schämen wie es in vielen Büchern des Genres der Fall ist.
Alles in allem hat mich das Buch trotz kleiner Schwächen gut gefallen und ich würde es auch anderen Leser weiterempfehlen. Auch die weiteren Bücher der Reihe werde ich wohl dem nächst lesen. :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere