Cover-Bild Run Like A Girl
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16,00
inkl. MwSt
  • Verlag: Dragonfly
  • Genre: keine Angabe / keine Angabe
  • Seitenzahl: 384
  • Ersterscheinung: 23.12.2025
  • ISBN: 9783748802976
  • Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Amaka Egbe

Run Like A Girl

Girl Power: Inspirierender Jugendroman über eine ehrgeizige Läuferin, die mutig ihren Weg bestreitet | Süße Slow-Burn-Romance ohne Kitsch und Klischees
Henriette Zeltner-Shane (Übersetzer)

Mit Girl Power auf der Zielgeraden

Für die 17-jährige Dera ändert sich alles, als an ihrer neuen High School keine Leichtathletik für Mädchen angeboten wird. Nichts darf zwischen ihr und ihrem Ziel, bei den Olympischen Spielen anzutreten, stehen, und so erkämpft sie sich einen Platz im Lauf-Team der Jungs. Doch die sind alles andere als begeistert, erst recht, als sie sich von Deras Bestzeiten bedroht fühlen. Täglich ist sie in der Schule und online Mobbing ausgesetzt. Unter den wenigen, die zu ihr halten, ist der stille Gael, der ihr Herz nicht nur beim Training schneller schlagen lässt. Nur ihm zeigt sie ihre verletzliche Seite. Dera kann vor ihren Problemen nicht davonlaufen – kann sie dem Druck standhalten und ihren Traum verwirklichen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

Mut kennt kein Geschlecht

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Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an ...

Die 16-jährige Dera steht plötzlich vor einem kompletten Neuanfang: neue Stadt, neue Schule und ein Vater, der jahrelang kaum eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat. Als wäre das nicht genug, gibt es an der neuen Highschool kein Leichtathletik-Team für Mädchen. Ein herber Rückschlag für jemanden, der von Olympia träumt. Doch Dera gibt nicht auf. Sie kämpft sich in das Jungen-Team, trotzt Vorurteilen, Anfeindungen und offenem Mobbing und muss sich gleichzeitig mit familiären Spannungen und ersten Gefühlen auseinandersetzen.

Dera ist eine Protagonistin, die sofort hängen bleibt. Ihr Durchhaltevermögen, ihr Trotz und ihre Entschlossenheit wirken glaubwürdig und inspirierend. Sie rebelliert, stolpert, steht wieder auf, und genau das macht sie so nahbar. Besonders stark ist der Umgang mit dem Thema Mobbing, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht. Statt belehrend zu wirken, zeigt der Roman, wie verletzend Ausgrenzung sein kann und wie wichtig es ist, nicht zu schweigen. Der sportliche Aspekt verleiht der Handlung Tempo, während die Konflikte mit dem Vater und die leise Romanze mit Gael für emotionale Tiefe sorgen. Gael bildet mit seiner ruhigen Art einen schönen Gegenpol zu Deras kämpferischem Wesen. Der Schreibstil ist dabei einfach, modern und passend auf ein jüngeres Publikum zugeschnitten. Kleinere Wiederholungen fallen auf, stören den Lesefluss aber kaum. Insgesamt wirkt die Geschichte authentisch, aktuell und motivierend.

Run Like A Girl ist ein ermutigender Jugendroman über Mut, Selbstbehauptung und den Willen, sich nicht kleinmachen zu lassen. Die Geschichte von Dera zeigt eindrucksvoll, dass Träume kein Geschlecht kennen und Rückschläge kein Ende bedeuten müssen. Emotional, relevant und besonders für junge Leser eine starke, inspirierende Lektüre.

Veröffentlicht am 26.02.2026

Eine mutige Sportsromance

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In „Run like a Girl“ geht es um Dera, die unfreiwillig zu ihrem Vater ziehen muss. Weil es an ihrer neuen Schule kein Laufteam für Mädchen gibt, schließt sie sich dem Jungsteam an, um ihren Traum von Olympia ...

In „Run like a Girl“ geht es um Dera, die unfreiwillig zu ihrem Vater ziehen muss. Weil es an ihrer neuen Schule kein Laufteam für Mädchen gibt, schließt sie sich dem Jungsteam an, um ihren Traum von Olympia weiterverfolgen zu können. Im Team wird sie jedoch alles andere als herzlich aufgenommen …

Wie bereits bekannt sein sollte, liebe ich Sportsromance. Auch für „Run like a Girl“ habe ich mich vorrangig aufgrund des Sportaspekts interessiert, jedoch hat dieses Buch noch so viel mehr zu bieten. Neben der Leichtathletik geht es um Freundschaft, Kampfgeist, Entfremdung und intersektionelle Diskriminierung.

Die Protagonistin Dera ist eine echte Kämpferin. Obwohl sie vor allem zu Beginn stark angefeindet wird, denkt sie nie ans Aufgeben. Es war berührend, zu lesen, wie sie langsam Teil der Gruppe wird – dabei bleibt die Geschichte jedoch realistisch, denn obwohl Dera Anschluss findet, ist sie weit davon entfernt, von allen anerkannt zu werden.

Die Charakterentwicklung von Deras hat mir insgesamt gut gefallen, jedoch hätte es sogar noch mehr Potenzial gegeben. Den überwiegenden Teil der Geschichte ist Dera ziemlich ich-bezogen und blind gegenüber der Tatsache, dass auch ihre Mitmenschen Probleme haben. Am Ende des Buches wird ihr dies auch von einer anderen Figur vorgeworfen, jedoch hätte das Thema gerne früher aufkommen können, um ihm mehr Raum zu geben.

Zwei wichtige Nebenfiguren sind Liam und Gael, die wie Dera beide im Laufteam sind. Vor allem Liam habe ich aufgrund seines herzlichen Verhaltens und seiner Unvoreingenommenheit ins Herz geschlossen. Auch Gael, der Loveinterest von Dera, konnte mich mit seiner ruhigen Art von sich überzeugen. Beide sind im Umgang miteinander ziemlich unbeholfen, was für einige süße Szenen sorgt, die ich mit einem Grinsen im Gesicht gelesen habe.

Alles in allem eine mutige Sportsromance, die nicht nur eine süße Liebesgeschichte liefert, sondern auch viele gesellschaftlich relevante Themen anschneidet.

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Veröffentlicht am 23.01.2026

Toller YA-Read - nur Dera war nicht so meins 🙈

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"Run Like a Girl" startet direkt mit viel Energie und trägt eine starke, aktuelle Botschaft mit sich - dennoch hat mich dieser YA-Read mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Aber der Reihe nach.

Im Mittelpunkt ...

"Run Like a Girl" startet direkt mit viel Energie und trägt eine starke, aktuelle Botschaft mit sich - dennoch hat mich dieser YA-Read mit gemischten Gefühlen zurückgelassen. Aber der Reihe nach.

Im Mittelpunkt steht Chidera (= Dera), ein Mädchen mit einem großen Traum: Sie will es über den Sport aufs College und bis zur Olympiade schaffen. Leichtathletik ist ihr Halt, ihr Ziel, ihr Antrieb. Als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie vorübergehend zu ihrem entfremdeten Vater nach Texas ziehen muss, bricht für Dera eine Welt zusammen. Vier Stunden entfernt, in einer schicken Villa in Harmony Hills, trifft sie auf einen Vater, den sie kaum kennt … und auf eine völlig neue Realität.

Was mir von Anfang an unglaublich gut gefallen hat, ist der lebendige, moderne, flüssige, wirklich gelungene, rundum mitreißende Schreibstil. Das Buch liest sich locker und leicht, schnell und gleichzeitig auch mit Tiefe - genau so, wie man es sich von einem zeitgemäßen Jugendroman wünscht. Auch das peppig gestaltete Cover mit seinem comicartigen Stil passt perfekt zur Geschichte und spiegelt ihre Energie wunderbar wider.

In Harmony Hills stellt Dera schnell fest, dass es für Mädchen kein Laufteam gibt. Also trainiert sie fortan mit den Jungs - und stößt damit bei vielen auf Misstrauen oder direkte Ablehnung. Was in Bezug auf Deras Wesen zunächst nach Mut und Durchhaltevermögen klingt, wird schnell zu einem täglichen Spießrutenlauf: Konfrontationen, Gerüchte, Neid und offenes Mobbing begleiten sie auf jedem Schritt.

Hier setzt der Roman an vielen wichtigen Stellen an: Er thematisiert Diversity, kulturelle Unterschiede, Rassismus, Body-Themen wie Körperbau, Haare, etc., Zugehörigkeit und Ausgrenzung. Das geschieht auf eine sehr zugängliche, greifbare Weise, ohne belehrend zu wirken. Besonders das Thema Mobbing wird ernst genommen und zeigt, wie verletzend und zerstörerisch Worte und Taten sein können.

Dera selbst ist eine Kämpferin. Sie gibt nicht auf, sie läuft weiter, sie glaubt an sich, auch wenn alles gegen sie zu sprechen scheint … das hat mich beeindruckt. Und doch war genau SIE für mich der Knackpunkt dieses Romans. - So nachvollziehbar ihre Gedanken und Ängste auch geschildert werden - als Figur blieb sie mir emotional fern. Dera ist sehr ichbezogen, oft enorm egozentrisch und stellt ihre eigenen Bedürfnisse fast immer über alles andere. (Das wird sogar im Buch mehrfach von anderen Charakteren angesprochen.)

Besonders schwierig fand ich ihren Umgang mit dem Thema Mobbing. Dass sie sich wehrt, ist absolut richtig. Doch die Art, wie sie es tut - z.B. indem sie ihrer Widersacherin die Haare abschneidet - wirkte auf mich problematisch und hat bei mir ein ungutes Gefühl hinterlassen Gerade weil sie selbst weiß, wie schmerzhaft so eine Erfahrung ist, hätte ich mir hier eine andere, stärkere, vorbildlichere, sensiblere Lösung gewünscht.

Was ich wiederum sehr mochte, war die intensive Schilderung der Familien-Dynamik. Die Beziehung zu ihrem Vater, die langsame, vorsichtige Annäherung, die unausgesprochenen Verletzungen zwischen ihnen allen (Dera & ihrem Vater, ihrem Vater & ihrer Mutter) - all das las sich emotional und glaubwürdig. Mein Highlight: Joyce, die neue Freundin ihres Vaters - so liebenswert, warmherzig, unterstützend und voller Licht. Ohne sie hätte dieses Buch ein Stück Seele verloren.

𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein wichtiger, dynamisch-kraftvoller Jugendroman mit aktuellen Themen, viel Herz und einem großartigen Schreibstil. Für mich hätte er ein echtes Herzensbuch werden können, wenn ich mich der Hauptfigur emotional näher gefühlt hätte. So bleibt es ein gutes, berührendes Buch mit Luft nach oben, das ich gerne weiterempfehle.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Dera lässt sich nicht unterkriegen

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„Run Like A Girl“ von Amaka Egbe erzählt die Geschihte der 16jährigen Dera. Als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie zu ihrem Vater ziehen muss, ist das schon schlimm genug, denn ihr Vater hat sie und ihre ...

„Run Like A Girl“ von Amaka Egbe erzählt die Geschihte der 16jährigen Dera. Als ihre Mutter ihr eröffnet, dass sie zu ihrem Vater ziehen muss, ist das schon schlimm genug, denn ihr Vater hat sie und ihre Mutter verlassen, als Dera noch klein war. Doch als sie erfährt, dass es an ihrer neuen High Schook kein Leichtathletik-Team für Mädchen gibt, ist sie am Boden zerstört. Wie soll sie so ihr absolutes Ziel, bei den Olympischen Spielen anzutreten, erreichen?
Doch Dera lässt sich nicht unterkriegen: Sie erkämpft sich einen Platz im Lauf-Team der Jungs. Die sind natürlich nicht gerade begeistert von einem Mädchen im Team – obwohl oder gerade weil dieses Mädchen Bestzeiten läuft.
Deras Schulalltag ist die Hölle, sie wird gemobbt und auch mit ihrem Vater ist der Alltag ein Kampf. Nur der ruhige Gael aus ihrem Team lässt ihr Herz schneller schlagen ...
Wird Dera es schaffen, Gaels Herz zu erobern, sich mit ihrem Vater auszusöhnen und ihrem Traum von Olympia näherzukommen?

Dera hat mir als Protagonistin sehr gut gefallen; auch die anderen Charaktere waren sehr sympathisch, vor allem Roz, Gael und Liam.
Das eine oder andere Klischee war wohl unvermeidbar, aber insgesamt ist das Buch leicht lesbar und sehr unterhaltsam.

Ein ermutigender Jugendroman über Mobbing, familiäre Probleme und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.

Vielen Dank an den Dragonfly Verlag und Netgalley für das Rezensionsexemplar!

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Girl Power auf der Laufbahn

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In diesem Buch werden sich mit so vielen wichtigen Themen auseinandergesetzt, was auch super umgesetzt wurde. Von Mobbing und Neid bis hin zur Selbsterkenntnis wird in diesem Buch geschrieben, und ich ...

In diesem Buch werden sich mit so vielen wichtigen Themen auseinandergesetzt, was auch super umgesetzt wurde. Von Mobbing und Neid bis hin zur Selbsterkenntnis wird in diesem Buch geschrieben, und ich fand es einfach so toll, zu sehen, wie die Protagonistin an sich wächst und ihre Problemchen regelt. Das steht eigentlich im Mittelpunkt des Buches.
Und das alles auf der Laufbahn in der Leichtathletik - leider wurde über dieses Thema nicht gerade viel geschrieben, wenn mal, wurde nur beschrieben, wie schnell die Hauptprotagonistin läuft.
Die Hauptprotagonistin an sich war einesteils sehr nachvollziehbar, man hat absolut mitgefühlt und mitgefiebert. Doch sie war, selbst für ihr Alter, teilweise sehr unreif und übertrieben egozentrisch, was sie sehr unsympathisch gemacht hat -, jedoch besserte es sich wieder Stück für Stück am Ende. Es gibt im Buch spannende Konflikte, die an Tiefe, Spannung und Nervenkitzel bestehen und toll gelöst werden. Die Dialoge sind besonders tiefgehend und ich bin ihnen gerne gefolgt. Oft ist mir nur aufgefallen, dass alle Probleme, spannende Momente, die alle einfach etwas komplizierter und unangenehmer zu schreiben sind, jedoch fürs Leseerlebnis absolut nötig gewesen wären, einfach ausgelassen oder stark gekürzt wurden. Das hat mich leider sehr enttäuscht.
Es geht jedoch auch um eine Liebesbeziehung und Freundschaft. Das empfand ich auch als sehr gekürzt und deswegen hatte es leider nicht an großer Tiefe. Das Ende ist jedoch gut gelungen und alles wurde gut gelöst.
Trotz diesen Punkten ein gutes Buch mit einer starken Hauptprotagonistin, die sich trotz Vorteilen und Hürden durchschlägt und für ihre Träume kämpft und einer Geschichte, die einen mitfiebern lässt, auch für jüngere Leser*innen.

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