Wichtige Geschichte mit leichten Startschwierigkeiten
Keep it like a PromiseIn „Keep it like a Promise“ geht es um Lucy, die in eine neue Stadt zieht, um sich dem Einfluss ihrer alkoholkranken Mutter zu entziehen. Bei der Arbeit lernt sie den Barkeeper Kobe kennen, der immer wieder ...
In „Keep it like a Promise“ geht es um Lucy, die in eine neue Stadt zieht, um sich dem Einfluss ihrer alkoholkranken Mutter zu entziehen. Bei der Arbeit lernt sie den Barkeeper Kobe kennen, der immer wieder versucht, ihre Fassade einzureißen …
Ich habe bereits ein paar Bücher aus der „Healthy Romance“-Sparte von Reverie gelesen, wobei ich es sehr bewundernswert finde, dass die Autoren sich der herausfordernden Aufgabe widmen, Romance und schwierige Themen miteinander zu verbinden. Auch bei diesem Roman hat mir der sensible Umgang mit Alkoholismus gefallen, jedoch hätte ich mir tatsächlich gewünscht, dass die Liebesgeschichte noch etwas mehr in den Hintergrund tritt.
Zu Beginn hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten mental noch nicht bereit für eine Beziehung sind. Ich bin beim Lesen einfach das Gefühl nicht losgeworden, dass sich Kobe vorrangig aufgrund seines Helfersyndroms zu Lucy hingezogen fühlt. Mitreißen konnte mich die Liebesgeschichte erst in der zweiten Hälfte des Romans, als Lucy und Kobe beginnen, ihre Probleme wirklich in Angriff zu nehmen. Ich glaube, mir hätte die Entwicklung der Beziehung noch besser gefallen, wenn sich die beiden erst auf rein platonischer Ebene näher gekommen wären.
Vielleicht hatte ich auch deshalb Startschwierigkeiten mit der Liebesgeschichte, weil es etwas gedauert hat, bis ich mich mit Lucy angefreundet habe. Am Anfang verhält sie sich ziemlich dreist und unprofessionell, weshalb ich gut nachvollziehen konnte, dass Kobe zunächst genervt von ihr ist.
Positiv aufgefallen ist mir die Art und Weise, wie die anderen Paare in die Handlung eingebunden sind, obwohl ich Band 1 und 2 bisher nicht gelesen habe. Besonders gefallen hat mir ein Twist, den ich in Liebesromanen eher selten lese, der die Handlung aber näher an die Realität rückt, in der eben nicht jedes Happy-End für immer hält.
Alles in allem erzählt der Roman taktvoll von den Auswirkungen von Alkoholismus auf Angehörige, jedoch hat es etwas gedauert, bis ich mit der Liebesgeschichte warm geworden bin.