Der Laden in der Mondlichtgasse
Der Laden in der MondlichtgasseDie Autorin Hiyoko Kurisu hat mit „Der Laden in der Mondlichtgasse“ den Auftakt ihrer Romanreihe geschrieben. Daher lässt sich dieses Buch ohne Vorkenntnisse lesen.
Klappentext:
Die Mondlichtgasse ist ...
Die Autorin Hiyoko Kurisu hat mit „Der Laden in der Mondlichtgasse“ den Auftakt ihrer Romanreihe geschrieben. Daher lässt sich dieses Buch ohne Vorkenntnisse lesen.
Klappentext:
Die Mondlichtgasse ist ein geheimnisvoller Ort: Zwischen Vollmond und Neumond ist sie geöffnet und nur Menschen, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind, können sie betreten. Wie die Schülerin Kana, die sich einsam fühlt und an ihrer Beziehung zweifelt, oder der Immobilienmakler Koguma, der glaubt, wegen seines Äußeren nicht ernst genommen zu werden. In der Confiserie verkauft ihnen der rätselhafte Kogetsu eine traditionelle japanische Süßigkeit, die scheinbar ihre Probleme löst. Anschließend beobachtet Kogetsu ungesehen, wie sich das Leben seiner Kunden zum Besseren verändert. Denn Kogetsu ist ein Fuchsgeist, der verstehen will, was es bedeutet, ein Mensch zu sein …
Ich persönlich fand den Klappentext hier ziemlich vielversprechend und habe mir ein fantastisches, vielleicht ein leicht märchenhaftes Buch erhofft, welches gut in die Herbststimmung passt.
Schon die Gestaltung des Buches finde ich sehr gelungen, der haptische Effekt ist gelungen und ich finde die Darstellung des kleinen Ladens auf dem Cover recht ansprechend. Positiv möchte ich auf jeden Fall noch das Glossar am Ende des Buches erwähnen. In diesem wird auf die japanischen Begriffe eingegangen. Auch auf die traditionellen japanischen Süßigkeiten, welche in dem Roman ihren Raum finden, wird hier näher eingegangen, sodass man sich als Leser diese besser vorstellen kann.
Der Schreibstil ist eher leicht, dafür aber sehr liebevoll. Beim Lesen kommt eine cozy Atmosphäre auf, sodass man sich in diesem Werk gut fallen lassen kann. Dieses Buch ist nicht so zu anspruchsvoll, es ist eher ein leichtes Wohlfühlbuch mit einem leicht märchenhaften Einschlag, ohne dabei allzu aufdringlich zu sein. Der Roman ist in sechs Kapitel unterteilt. In diesen steht immer eine andere Person im Vordergrund mit einem ganz individuellen Problem oder eigenen Gedanken. Verbunden sind diese einzelnen Kapitel durch einen gemeinsamen Charakter – der Fuchsgeist Kogetsu. Die einzelnen Kapitel sind quasi abgeschlossene kleine Geschichten, welche ein wenig an Fabeln erinnern. In den einzelnen Episoden steckt immer eine kleine Botschaft oder Weisheit verborgen, ohne dabei allzu belehrend oder aufdringlich zu sein. Dies hat mir persönlich gut gefallen und ich fand die Umsetzung hier gelungen. Was meinen Lesefluss ein wenig gestört hat, waren die Wortwiederholungen. Besonders bei der jeweiligen Beschreibung der Mondlichtgasse, welche in jedem Kapitel stattfindet, wurden immer die selben Wortgruppen verwendet und der Fokus lag größtenteils auf genau denselben Aspekten dieser historisch anmutenden, leicht heruntergekommen und verlassenen Gasse. Dies fand ich spätestens nach der dritten Wiederholung eher störend. Ich persönlich hätte es gelungener gefunden, wenn vielleicht jede Person eine andere Besonderheit entdeckt hat oder hier einen anderen Fokus gehabt hat. Teilweise wird hier auch versucht, den Schwerpunkt auf einen anderen verlassenen Laden zu lenken, nur um dann doch wieder dieselben Details zu betonen. Dies fand ich leider nicht so gelungen.
Der rote Faden in „Der Laden in der Mondlichtgasse“ ist quasi der Charakter Kogetsu. Dieser ist ein Fuchsgeist und der Ladenbesitzer mit den traditionellen japanischen Süßigkeiten, welche einen magischen Effekt hervorrufen. Diese Idee und auch die Umsetzung fand ich persönlich gelungen. Mir hat es gefallen, wie Kogetsu erst lernt wie man mit den Kunden, also den Menschen in seinem Geschäft umzugehen. hat Es hat mir Freude bereitet zu lesen, welchen Effekt die Süßigkeiten haben. Am jeweiligen Kapitelanfang bekommt man hier schon mal einen kleinen Vorgeschmack, der Titel des Kapitels heißt nach der jeweiligen Süßigkeit und eine kleine Illustration dieser ist ebenfalls beigefügt. Aber auch die Menschen, welche im jeweiligen Kapitel im Fokus stehen, waren liebenswert und ihre Sichtweise und Probleme konnten mich überzeugen. Nur zu gerne habe ich ihre Story gelesen und habe überlegt, wie die Süßigkeit ihren Sorgen entgegenwirken könnte. Im letzten Kapitel lernen wir Kogetsu besser kennen. Wir erfahren mehr über ihn und seine Gedankengänge und auch seine Beweggründe. Der Leser bekommt einen kleinen Einblick in seine Vergangenheit und wie er auf die Idee gekommen ist, dieses Süßwaren- Laden in der Mondlichtgasse zu eröffnen. Auch was es mit seinen Öffnungszeiten auf sich hat, erfahren wir. Allgemein hat es mir gefallen, dass der Leser endlich mehr über Kogetsu erfährt. Aber leider fand ich persönlich das Ende und damit die Aufklärung von seinem Problem nicht so gelungen. Mich hat dies etwas melancholisch zurückgelassen. Dies ist natürlich Geschmackssache, aber ich fand die Auflösung seiner Sorgen nicht zufriedenstellend.
Insgesamt konnte mich Hiyoko Kurisu mit ihrem Roman „Der Laden in der Mondlichtgasse“ gut unterhalten, mir hat hier die Atmosphäre richtig gut gefallen. Die einzelnen Kapitel fand ich ebenfalls gelungen. Lediglich das Ende des Buches hat mir persönlich nicht leider gar nicht gefallen. Daher bin ich auf die Weiterführung gespannt, welche magischen Süßigkeiten Kogetsu noch in seinem Laden verbirgt. Daher möchte ich 3,5 Sterne vergeben.