Profilbild von Minka_Grey

Minka_Grey

Lesejury-Mitglied
offline

Minka_Grey ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Minka_Grey über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.09.2019

Mein Lieblingsbuch

Staub & Flammen
0

„Übe dich in Geduld, Livia. Denke daran, dass wir unserem Ziel Zentimeter für Zentimeter näher kommen. Auch ein steter Tropfen höhlt den Stein. Wir werden Erfolg haben, einfach weil wir nicht aufgeben.“ ...

„Übe dich in Geduld, Livia. Denke daran, dass wir unserem Ziel Zentimeter für Zentimeter näher kommen. Auch ein steter Tropfen höhlt den Stein. Wir werden Erfolg haben, einfach weil wir nicht aufgeben.“ (S. 245)

Geduld. Ja, da muss ich gestehen, das Geduld auch nicht unbedingt meine Stärke ist. Deswegen habe ich dem Erscheinungstag dieses Buches so sehr entgegen gefiebert, dass ich die gesamte Nachbarschaft mitten in der Nacht zusammen geschrien hatte als ich sah, dass es zu Staub & Flammen eine Leserunde geben würde. Ja, meine Nachbarn wissen Bescheid, dass ich einen mächtig an der Waffel habe. Natürlich hatte ich dann die Nacht, wo die Bewerbungsphase begann sekündlich die Website von lesejury.de aktualisiert bis ich dann meine Bewerbung abschicken konnte. Die anschließende Ungeduld könnt ihr euch sicherlich denken. Tja, und dann kam die erlösende Mail. Ich war dabei! Und wie ich dabei war! Als das Manuskript kam, hatte ich es dem Postboten förmlich aus der Hand gerissen. Nach dem Cliffhanger im ersten Teil konnte ich es also gar nicht mehr erwarten weiter zu lesen. Danke an die Lesejury, dass ich an dieser supertollen Leserunde teilnehmen durfte!

„Wir sind Feuer und Feuer, Enko. Das mit uns würde niemals gutgehen.“ „Ja, klar. Und du und Maél seid ein Traumpaar?“ Ich sah ihn fest an. „Wir sind Licht und Schatten. Wir existieren nicht ohne einander.“ (S. 211)

Das Cover ist ähnlich aufgebaut wie das des ersten Bandes. Zusehen ist wieder Livia und ich finde, dass das Bild auch die Wandlung Livias im Buch widerspiegelt. Auch die Dunkelheit und Schwärze ist wieder sehr präsent. Es ist einfach ein großer Blickfang und animiert auf jeden Fall zu Kauf. Das trifft zu 100% auf Coverkäufer wie mich zu. An diejenigen, die den ersten Teil noch nicht gelesen haben: Lest zuerst Gold & Schatten! Wie schon beim ersten Teil, habe ich das Cover einfach nur angestarrt. Wochenlang war das Manuskript mein täglicher Begleiter. Ich hatte es wirklich überall mit hingenommen. Ich habe es nicht bereut!

„Sag mal, was bist du eigentlich?“ (…) „Schütze“, erwiderte Ödipus trocken. „Kopfmensch mit einem Herzen aus Gold. Rätselliebhaber. Ein Fan von Karos. Charmant, aber ein wenig mysteriös.“ (S. 378)

Obwohl ich im Februar den ersten Teil gelesen hatte, kam ich ohne Probleme wieder in die Geschichte rein. Kiras Schreibstil macht es einem aber auch echt leicht. Er ist fluffig wie eine flauschige Wolke und flüssig wie das Wasser in der Seine. Es gibt keinen Schreibstil, der mir mehr gefällt als der von Kira Licht. Selbst in schwierigen Situationen hat sie den Humor perfekt eingefädelt und es wurden alle Fragen bis zum Ende hin geklärt. Generell fand ich es echt faszinierend wie aus diesen vielen kleinen Fädchen eine so tolle Geschichte wurde. Teilweise waren die Lösungen schon im ersten Teil eingebaut, was ich persönlich ja echt krass finde. So etwas hätte ich nie hinbekommen.

„Die Liebe ist nur eine Leihgabe, Livia. Sie wird uns genommen. Durch das Schicksal, durch Hände anderer, durch den Tod. Ich hätte es wissen müssen. Und doch…“ Er brach ab.“ (S. 353)

Die Charaktere waren wieder einmal der helle Wahnsinn. Von Enko hat man dieses Mal eine etwas andere Seite gesehen, auch wenn es nur relativ kurz war. Die Geschichte rund um Hermes und Remi war einfach traumhaft schön. Ich bin mit dem Happy End für Hermes total zufrieden. Er hat es einfach verdient! Jemma und Gigi waren auch dieses Mal wieder mit von der Partie. Zugegeben, ohne Gigi und Jemma wäre die Geschichte nicht ganz so wundervoll. Beide sind Livia die besten Freundinnen, die man sich wünschen kann. Sie haben nicht einmal an Livia gezweifelt und da muss man sagen, dass es nicht viele Menschen gibt, die einen nicht gleich in die Klapse stecken wollen. Livia macht im zweiten Teil total viel durch und es ist mega interessant mitzuerleben wie sie sich sozusagen neu kennenlernt. Zu Maél kann ich nicht viel sagen, außer: Er ist ein Traum! Ich will auch einen Maél haben! Eine meiner neusten Lieblingscharaktere ist Ödipus mit seiner Hühnersuppe. Ihm zu Liebe werde ich mal auf meine Hühnersuppenabneigung pfeifen und sein Rezept nachkochen. Doch mein absoluter Liebling ist und bleibt einfach Evangéline! Ich liebe das kleine Mottchen einfach über alles und hätte gerne auch eine Evangéline. Hinzu kommen noch ein paar neue Charaktere, aber da verrate ich nichts. Findet es selbst heraus.

„Vielleicht sollten wir eine Pause machen“, schlug Maél vor. „Danach besprechen wir, ob und wie wir weiter vorgehen wollen.“ „Wir könnten Hühnersuppe essen“, schlug Ödipus vor. Ich ignorierte ihn.“ (S. 374)

Wie man merkt, ich habe an dem Buch eigentlich gar nichts auszusetzen, da es für mich so perfekt ist, wie es ist. Es hätte nicht anders sein dürfen. Alle meine Erwartungen wurden erfüllt, sogar mehr als das und hat mich abschalten lassen. Egal wo ich war, ich konnte sofort abschalten und in der Geschichte versinken. Ehrlich gesagt vermisse ich Paris und ihre göttlichen Bewohner schon jetzt und bin mir ganz sicher, dass ich sie bald wieder besuchen werde. Die Götter Dilogie gehört auf jeden Fall zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Danke, liebe Kira, für diese beiden Schätze!

„Ich danke dir. Ich danke dir für alles, (…). Ich bin so stolz auf dich.“ (S.597)

Veröffentlicht am 28.07.2019

Begründeter Hype; Ja oder Nein?

Someone New
0

Vor ein paar Tagen habe ich das Buch „Someone New“ von Laura Kneidl beendet. Das Buch kam im Januar 2019 heraus und wurde sofort gehypt. Teilweise sogar so schlimm, dass einige Buchblogger sich sogar nicht ...

Vor ein paar Tagen habe ich das Buch „Someone New“ von Laura Kneidl beendet. Das Buch kam im Januar 2019 heraus und wurde sofort gehypt. Teilweise sogar so schlimm, dass einige Buchblogger sich sogar nicht getraut haben etwas kritisches über das Buch zu schreiben, da es Menschen gab, die daraufhin beleidigend geworden sind. Nun stelle ich mir die Frage, ob der Hype begründet ist. Die Antwort findet ihr am Ende meiner Rezension.

In der Geschichte geht es um Micah, die aus reichem Hause stammt, und um Julian, der wegen Micah seinen Job verloren hatte. Wenige Wochen später trifft sie wieder auf Julian, der nun ihr Nachbar ist. Sie fühlt sich wegen der Kündigung schrecklich, besonders deswegen, weil Julian abweisend und kalt ihr gegenüber ist. Sie will ihn kennenlernen und findet dabei heraus, das er nicht nur zu ihr so kühl und abweisend ist, sondern zu allen Mitmenschen ebenfalls.
In die Figuren habe ich mich verliebt und zwar in jeden einzelnen Charakter. Besonders Micah hat mich persönlich sehr überrascht. Als ich damals die Leseprobe auf lesejury.de gelesen hatte, hatte sie mich nicht ganz überzeugen können. Klar, ich fand es gut, dass sie sich so für ihren Zwillingsbruder eingesetzt hatte. Ich denke, das würde jeder für seine Zwillingsgeschwister tun, weil einem dann ein Teil fehlt, wenn der andere Zwilling plötzlich nicht mehr da ist. Aber mit der Zeit habe ich angefangen sie zu lieben. Micah ist in meinen Augen eine Kämpferin. Sie kämpft für ihren Zwillingsbruder Adrian, für Julian und für die Liebe zwischen ihren Nachbarn. Sie ist eine mutige Person und sie hat mich überzeugt mit ihrer Art, besonders, weil sie mir teilweise sehr ähnlich ist. Zu Julian kann ich sagen, das ich seine Angst verstehe. Ich verstehe, warum er die Menschen auf Abstand hält, weil nicht alle Menschen mit ihm umgehen können. Meiner Meinung nach sind die Menschen, die Julian in dieser schweren Zeit alleine gelassen und/oder verstoßen haben, es nicht wert. Er kann ja nichts dafür und so wie er jetzt lebt so geht es ihm jetzt besser. Derjenige, der es nicht akzeptieren kann, ist es nicht wert. Ich bin #TeamJulian. Ich habe ihn einfach so unglaublich ins Herz geschlossen.

Des weiteren habe ich in einer Rezension auf Amazon letztens gelesen, das die Leserin sich nicht mit Micah identifizieren kann. Natürlich gibt es Situationen, wo man sich nicht mit der Hauptfigur „anfreunden“ kann. Ein Grund, weshalb die Leserin sie nicht mochte, war: Micah hat ein paar Grenzen überschritten. Die Stelle, welche sie genannt hatte, habe ich auch ein wenig so empfunden, aber ich denke, dass jeder Mensch einmal Grenzen übertritt. Man drängt manchmal auch ganz unbewusst Mensch zu etwas. Ich habe es auch schon getan und in meiner Familie ist das auch schon ein paar Mal passiert. Ich finde, dass so etwas Menschlich ist. Jeder macht Fehler und diese Situation, wo Micah ganz deutlich eine Grenze bei Julian übertritt, ist zwar auch falsch, aber im Nachhinein finde ich es menschlich. Mag sein, das er nicht unsicher war in dem Moment, aber Micah hat es so verstanden. Solche Missverständnisse gibt es und zwar haufenweise. Auch die extreme Reaktion darauf fand ich nicht künstlich dramatisiert, sondern real. Es gibt immer Menschen, die gerne aus einer Fliege einen Elefanten machen. Warum also dürfen Julian und Micah es nicht?

Ebenso habe ich oft gelesen, dass viele Themen gleichzeitig genutzt wurden. Ja, das stimmt, aber das hat mich ehrlich nicht gestört. Ich fand es gut, dass alles mal angesprochen wurde und dadurch fand ich die Personen auch echter, da jeder sein Problem zu tragen hatte. So ist es im wahren Leben schließlich auch. Ich sitze im wahren Leben an der Kasse und sehe täglich mehrere hundert Menschen. Jeden Tag bin ich mit den in „Someone New“ beschriebenen Themen und Problemen in Kontakt, daher konnte ich da jetzt keinen großen Kritikpunkt sehen. Für mich wurde da die Realität beschrieben. So ist die Realität nun Mal. Im wahren Leben geht es doch auch nicht nur um ein bestimmtes Thema. Warum sollte es in einem Buch dann so sein? Ich finde es gut, wie das Buch geschrieben ist. Was ich allerdings traurig fand, ist der Moment, wo Julian Micah die Wahrheit sagt. Ich finde, es hätte früher sein können und weniger hektisch. Die Situation fand ich auch nicht passend. Das hätte wirklich besser sein können.

Was mich allerdings auch gestört hat, waren die vielen Andeutungen auf Serien. So fast alle Zitat aus Serien, die genutzt wurden, die habe ich nicht verstanden, da ich diese ganzen Serien nie gesehen habe und irgendwann hatte es mich schon etwas gestört, da es mit der Hauptthematik nichts mehr zu tun hatte. Ein paar Zitate aus Games of Thrones kannte ich nur, weil meine beste Freundin es mir mal vor ein paar Monaten erklärt hatte oder weil andere Buchblogger es mal erwähnt hatten. Ansonsten hätte ich sämtliche Anspielungen nicht verstanden.
Ehrlich gesagt war „Someone New“ mein allererstes Buch von Laura Kneidl. Allerdings wird es wahrscheinlich nicht mein letztes Buch von ihr sein. Ich liebe ihren Schreibstil. Es ist flüssig und einfach zu lesen. Laura hat wundervolle, für mich, sehr authentische Charaktere erschaffen mit einem nicht perfekten Leben und vielen Problemen mit denen jeder Mal in Berührung kommt.
Zu dem Cover von dem Buch kann ich sagen, dass es einfach der Hammer ist. Ich liebe dieses bunte Farbenspiel. Ich habe die Special Edition und kann sagen, dass ich die Bilder, zum Einband und auch während der Geschichte einfach der Hammer waren. Teilweise haben die Bilder aber auch gespoilert, auch wenn es erst ein, zwei Seiten später zu dem Punkt kam. In den „normalen“ Büchern sind die Bilder allerdings nicht, was ich allerdings sehr schade fand.

Zu dem Punkt am Anfang, ob der Hype gerechtfertigt ist oder nicht, kann ich sagen, dass ich ganz dafür bin. Es ist ein klasse Buch mit vielen wichtigen Themen und Problemen. Es ist ein Must – Have für jedes Bücherregal, selbst wenn es euch vom Inhalt her nicht gefallen sollte, so macht das Cover schon viel her, so dass es trotzdem ein Eyecatcher ist. Für mich war das Buch perfekt und ich kann es kaum erwarten Band 2 „Someone Else“ nächstes Jahr erscheint.

PS.: Mein heimlicher Lieblingscharakter ist Laurence ? Ich finde ihn so goldig! ? Wem geht es genauso?

Veröffentlicht am 28.07.2019

Eine Geschichte die Herzen und Augen öffnet

Alles. Nichts. Und ganz viel dazwischen.
0

„Die Geschichte ist erfunden, genau wie Leni und Matti. Ihre Krankheiten, Sorgen und Probleme sind es nicht.“ (S.6)

Diese Worte findet man direkt am Anfang der Geschichte. Man findet sie in Ava Reeds ...

„Die Geschichte ist erfunden, genau wie Leni und Matti. Ihre Krankheiten, Sorgen und Probleme sind es nicht.“ (S.6)

Diese Worte findet man direkt am Anfang der Geschichte. Man findet sie in Ava Reeds Vorwort. Diese Worte haben mich umgehauen und sie haben mich bei jedem Satz begleitet. Zwei Sätze, die im Kopf sind und bis zum Ende bleiben. Die bei Lenis Geschichte immer und immer wieder aufgerufen werden. Aber wie real ist Lenis Krankheit in unserer Welt?

„Wieso haben dich die Glühwürmchen so glücklich gemacht?“, frage ich leise. Leni bewegt sich nicht, aber sie antwortet. „Weil sie mich an bessere Zeiten erinnern.“ (S. 219/220)

Ich habe mich von der ersten Seite an in Leni verliebt. Es gibt einige Momente, wo es mir ähnlich ging wie ihr. Auch konnte ich mir vorstellen wie es Leni in der Zeit ging. Sie ist eigentlich ein glückliches Mädchen mit wilden Locken und Sommersprossen. Sie liebt Pfefferminztee und hasst Erdbeeren. Aber sonst ist sie ein normales Mädchen, welches in ihrem letzten Abi Jahr ist. Doch plötzlich verändert sie sich. Sie bekommt Panikattacken und wird trauriger, dabei weiß sie nicht mal warum. Ihre Eltern und Emma wissen nicht was mit ihr los ist und Leni kann ihnen es auch nicht sagen, weil sie es selbst nicht versteht. Bis sie die Diagnose Depressionen bekommt. Damit bekommt ihr seltsames Verhalten einen Namen. Doch dann lernt sie Matti kennen, der ein ganz anderes Päckchen zu tragen hat als sie und gemeinsam begeben sich beide auf eine sehr wichtige Reise.

„Niemand ist weniger oder mehr wert als ihr. Er ist höchstens anders. Anders ist nichts Schlimmes. Merkt euch das. Jeder hat andere Talente, Wünsche und Interessen. Intelligenz ist vielfältig. So wie ihr. Vergesst das nicht.“ (S. 24)

Diese Worte sind so wahr und sie spiegeln sich in der gesamten Geschichte wieder. Avas Schreibstil lässt einen komplett in die Geschichte eintauchen. Diese Geschichte hält einen unglaublich fest und ich habe mich einfach so sehr in dieses Buch verliebt. Sie hat so authentische und starke Charaktere erschaffen. Eine Geschichte, emotional und so unendlich wichtig. Sie ist so stimmig und überzeugend. Die Handgeschriebenen Tagebucheinträge waren einfach der Hammer. Es hat das Buch einfach so persönlich gemacht und, liebe Ava, du hast eine wunderschöne Handschrift und kannst unglaublich gut zeichnen.

„Mein Körper ist schwer, damit kann ich umgehen, aber all das in mir drin – das ist es was mich fertigmacht. Die Schmerzen, die man nicht sieht, die Risse, die keiner erkennt, die endlose Schwere und Frustration. Ich will aufstehen, ich will glücklich sein. Aber ich kann nicht. Ich habe nicht genug Kraft…“ (S.105)

Ich habe dieses Zitat ausgewählt, da es meiner Meinung nach am Besten zeigt wie es in einem Menschen mit Depressionen aussehen kann. Ich denke, das sehr viele Menschen gar nicht wissen, was es bedeutet an Depressionen zu leiden. Ich habe eine Freundin, die auch mal an starken Depressionen gelitten hat. Inzwischen ist es sehr viel besser geworden. Aber meine Klassenkameraden haben immer gesagt, dass sie sich nicht so anstellen soll. „So schlimm ist es doch gar nicht“, sagten sie. Meine Freundin sagte nur: „Woher wollt ihr das wissen?“ Auch ich musste mir eingestehen, das ich keinen blassen Schimmer hatte, was sie durchgemacht hatte. Dieses Buch konnte mir die Augen öffnen. Ich kann nun besser nachvollziehen, was sie durch machen musste und ich bin froh, dass ich sie nie fallen gelassen habe. Es war nie eine Option für mich und ich denke, dass man genau dann merkt, wer deine wahren Freunde sind, denn die, die dich in der Situation nicht ernst nehmen, die haben deine Freundschaft nicht verdient.

„Es waren nur Glühwürmchen, aber für Emma und mich wurden sie zu einem Symbol unserer Freundschaft. Dafür, dass Sterne auch noch leuchten, wenn sie gefallen waren.“ (S.267)

Das Cover liebe ich total. Bevor ich das Buch angefangen habe, da habe ich mir das Cover genau angesehen und habe mich gefragt, was die Zweige mit den Lichterketten und den Gläsern gefüllt mit Lichtern mit der Geschichte zu tun haben und Anfangs habe ich es, zugegeben, nicht verstanden. Als ich das Buch beendet hatte, da habe ich es verstanden. Es sind Glühwürmchen und das Licht nachdem Leni in ihrer Dunkelheit sucht. Es ist einfach ein wundervoll und passt so gut zu der Geschichte. Ich habe mich in dieses Cover einfach verliebt.

„Ich will damit sagen, dass du hier bist und dass es besser werden kann, aber nur, wenn du es wirklich willst. Wenn du mit aller Macht ein Licht in der Dunkelheit finden und ihm auch folgen willst.“ „Und was, wenn da keines ist?“ (S.167)

Aber wie real ist jetzt Lenis Krankheit in unserer Welt? Ich kann sagen, dass es immer häufiger wird. Ich habe eine Ausbildung als Sozialassistentin gemacht und bin dadurch schon ein paar Mal ans Thema gekommen. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) waren 2015 rund 322 Millionen Menschen weltweit von Depressionen betroffen. Alleine für Deutschland schätzte die WHO 4,1 Millionen Menschen mit Depressionen und 4,6 Millionen Menschen die mit Angststörungen lebten. Es sind also eine ganze Menge Menschen betroffen und es kann genauso auch jeden von uns treffen. Daher finde ich dieses Buch auch so wichtig und ich finde, das Ava Reed es in diesem Buch einfach perfekt umgesetzt hat. Danke, Ava, für dieses ausgezeichnete Buch!

„Außerdem kommt diese Geschichte nicht mit heftigen Wendungen oder Actionszenen um die Ecke. Das soll sie auch nicht. Aber sie soll, falls möglich, Augen und Herzen öffnen und mit etwas Glück hilft sie jemanden da draußen. Irgendwie.“ (S.7; Vorwort)

Veröffentlicht am 28.07.2019

Auftakt einer großartigen Reihe

Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1
0

Zu Beginn muss ich gestehen, dass ich noch nie von Rose Snow gehört hatte, bevor ich auf dieses Buch gestoßen war. Es stand wirklich sehr lange in meinem Regal, da ich mich nicht aufraffen konnte, dieses ...

Zu Beginn muss ich gestehen, dass ich noch nie von Rose Snow gehört hatte, bevor ich auf dieses Buch gestoßen war. Es stand wirklich sehr lange in meinem Regal, da ich mich nicht aufraffen konnte, dieses Buch zu lesen. Gefühlt genauso lange habe ich nun für diese Rezension gebraucht. Aber nun möchte ich beginnen und starte mit der Frage für die Rezension. Wenn ich mich entscheiden müsste, welchen Bruder würde ich nehmen: Preston oder Blake?
Ich bin eigentlich ein reiner Coverkäufer, das muss ich wirklich ehrlich zu geben. Wenn mir ein Cover überhaupt nicht gefällt, sei es der Name oder einfach nur das Design, dann würde ich es mir auch niemals kaufen. Wenn es nicht in mein „Kopfregal“ passt, dann hat es in meinem Bücherregal auch nichts zu suchen. Dann wird nicht mal der Klappentext gelesen. Wenn mir Klappentext und Cover verdammt gut gefällt, dann gibt es keinen Zweifel, das es zu mir will. So war es zu 100% bei „Ein Augenblick für immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit“. In das Cover habe ich mich vom ersten Augenblick an verliebt. Ich liebe ja die Farbe Rosa und dieses Buch hat von Anfang an einen sehr hochwertigen Eindruck gemacht. Es ist ein Hardcover, was mich ebenfalls zum Kauf animiert hatte. Ich habe lieber Hardcover als Taschenbücher, das ein gebundenes Buch keine auffälligen Leserillen bekommen kann. Dieses Buch werde ich nie wieder hergeben! Das Gebäude steht für Green Manor. Es ist ein riesiges Schloss und Junes Zuhause solange sie ihr Austauschjahr absolviert. Ich finde das Bild einfach nur beeindruckend. Am schönsten finde ich allerdings die Schriftart des Titels. Es ist für mich immer sehr wichtig wie der Titel geschrieben ist und bei diesem Buch ist es einfach fantastisch.

Ich habe jeden einzelnen Charakter des Buches ins Herz geschlossen, besonders Grayson, Lilly und June bekomme ich nicht mehr aus dem Kopf. Gut, klar, Preston und Blake sind auch nicht schlecht, aber nichts geht über eine echte Freundschaft. Die drei zusammen haben mein Herz immer und immer wieder erwärmt, wenn ich mich über die Zwillinge aufgeregt hatte. Auch Junes Onkel ist mir sehr sympathisch. Meiner Meinung nach sind die Charaktere einfach authentisch und ich konnte von allen die Handlungen nachvollziehen (sogar die von Blake und der hat mich immer wieder zum Verzweifeln gebracht).

Zum Schreibstil muss ich sagen, das er mir gut gefällt, auch wenn ich ihm zu Anfang des Buches nicht gut folgen konnte. Erst am Anfang von Kapitel 3 konnte ich mich richtig auf das Buch einlassen und habe mich in die Handlung verliebt. Wer keine Klischees mag, derjenige sollte dieses Buch besser nicht lesen. Alleine die ersten Kapitel sind so vollgestopft mit Klischees, das ihr das Buch sofort zur Seite legen würdet. Es hat seine Schwächen, aber Nobody is perfect. Ich habe mich in diese Geschichte verliebt und kann es kaum noch erwarten bis das Buch zu kaufen ist.

Zu meiner Frage am Anfang: Ehrlich gesagt, habe ich Blake in den ersten Kapiteln gar nicht leiden können. Er hat sich wie der letzte Mensch auf Erde verhalten und war mir daher mega unsympathisch. Besonders wenn man als Vergleich den charmanten Preston hat, der mich eigentlich sofort um den Finger gewickelt hatte. Doch im Laufe des Buches hat sich alles gedreht und ich habe mich immer mehr in Blake verliebt, der sich zwar immer noch wie ein Arsch verhält, man ihn aber sehr gut versteht, warum er so ist wie er ist. Preston hingegen wurde mir gegenüber unsympathischer. Teilweise ging Preston mir richtig auf die Nerven, genauso auch der Streit zwischen den Brüdern. Trotzdem gibt es für mich eine Kaufempfehlung für die, die Klischees mögen und auf eine magische Geschichte im schönen Cornwall aus ist. Auch wenn der Einstieg etwas schwer ist, lohnt es sich wirklich dieses Buch zu lesen. Tut mir leid, dass diese Rezension so „kurz“ ist und ich nicht genauer auf die Protagonisten bzw. die Handlung eingegangen bin, aber ich hatte das Gefühl zu viel zu verraten. Der Klappentext ist hervorragend geschrieben und gibt euch die wichtigsten Informationen, die ihr wissen müsst.

Veröffentlicht am 28.07.2019

Mein absoluter Lieblingsteil der Reihe

Redwood Love – Es beginnt mit einer Nacht
0

Wie ihr es von mir schon gewohnt sei, vergleiche ich dieses Buch erneut mit einer Rezension von Amazon. Ich lese gerne negative Rezensionen auf Amazon um herauszufinden ob ich genauso bei einem Buch empfunden ...

Wie ihr es von mir schon gewohnt sei, vergleiche ich dieses Buch erneut mit einer Rezension von Amazon. Ich lese gerne negative Rezensionen auf Amazon um herauszufinden ob ich genauso bei einem Buch empfunden habe oder nicht. Ich habe mir dieses Mal eine sehr schöne herausgesucht.

Zu aller erst wird in dieser Rezension bemängelt, das Zoe ihre Mutter mit Alzheimer nicht in ein Heim gegeben hat. Ganz ehrlich, manchmal habe ich mir auch gedacht, dass es für sie einfacher wäre. Aber es ist nicht verantwortungslos. Zoe wollte es ihrer Mutter so schön wie möglich machen. Sie fühlt sich nun mal für sie verantwortlich und hat ihr auch das Versprechen abgenommen, das sie ihre Mutter in kein Heim bringt. In meiner Ausbildung als Sozialassistentin bin ich oft mit dem Thema Demenz in Kontakt gekommen, nicht nur theoretisch sondern auch praktisch. Ich habe selbst in einem Seniorenheim gearbeitet. Wenn alles routiniert abläuft, sollte es wenige Probleme geben. Zoe ist leider keine Fachkraft gewesen und ein wenig hatte ich auch das Gefühl, dass sie sich nicht richtig mit der Krankheit auseinandergesetzt hat, weil sie sonst ein wenig anders auf ihre Mutter reagiert hätte. Sie hätte auch sehr viel früher nach dem Unfall akzeptieren müssen, dass ihre Mutter in dieses Pflegeheim gehört. Aber für niemanden ist es leicht seine eigene Mutter in ein Heim zu stecken. Ich konnte sie daher sehr gut verstehen.

Dann wird, was ich nicht ganz verstehe, in der Rezension Heather bemängelt. Ich finde die Freundschaft zwischen Heather und Zoe außergewöhnlich und ich würde mir auch Geschichten wünschen über Heather und Drake, einfach nur um diesen Unterschied zu sehen. Ich würde Heather wirklich gerne kennenlernen. Nicht alle Freundschaften sehen aus wie Freundschaften, das habe ich selbst schon festgestellt. Eine Freundschaft erkennt man nur daran, wenn es einem schlecht geht. Da wir Heather nur aus den Erzählungen kennen, wissen wir nicht wie sie wirklich war, also dürfen wir uns über sie auch kein richtiges Urteil erlauben und schon gar nicht über diese Freundschaft.
Kommen wir dann zu Drake. Auch er wurde kritisiert. Zugegeben, ich habe mich in Drake mehr verliebt als in Flynn und Cade. Ich weiß wie schwer es ist einen geliebten Menschen zu verlieren. Kritisiert wird in der Rezension, dass sich Drake von allen zurückzieht und nichts mehr mitbekommt. Sagen wir es mal so: Er hat Heather über alles geliebt. Sie war sozusagen sein gesamtes Leben und auf einmal ist sie weg. Das ist nicht leicht und wenn wirklich alles an einen erinnert, dann wird es immer schwerer. Letztes Jahr ist eine Freundin mit nur 19 Jahren verstorben. Ich kannte sie den Großteil meines Lebens, wir sind zusammen zur Schule gegangen, haben im gleichen Ort gewohnt, waren gemeinsam auf Klassen- und Konfafahrten. Nun ist sie nicht mehr da und es ist still geworden und diese Stille tut weh. Ich kann also komplett nachvollziehen, warum Drake sich zurückgezogen hat. Warum er nicht mehr ausgehen wollte, warum er nichts mehr mitbekommen hat. Wenn man in der Trauer gefangen ist, dann ist der Weg heraus ein schwerer. Ich finde das Drake es gut gemeistert hat wieder aus dieser Trauer herauszufinden und das begann nicht in diesem Band, sondern schon im ersten. Avery hat ihm immerhin sehr geholfen und manchmal braucht man einen Außenstehenden, der einem zuhört. Jemanden die Geschichte neu zu erzählen ist leichter als jemanden die Geschichte zu erzählen, die derjenige selbst kennt.
Zoe und Drake sind für mich sehr starke und fürchterliche sture Menschen, die für immer einen Platz in meinem Herzen haben. Es soll ja noch zwei Redwood Love Teile geben und auf die bin ich schon mega gespannt. Ich denke zwar, das nichts besser werden kann als die Geschichte von Zoe und Drake, aber ich lasse mich überraschen. Für mich gibt es jedenfalls eine klare Kaufempfehlung und falls ihr die ersten Teil noch nicht gelesen habt, lest er die Geschichten von Avery und Cade, sowie auch Flynn und Gabby. Es sind einfach wundervolle Geschichten.