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Veröffentlicht am 06.02.2026

Willkommen in den Highlands

A Spark of Time - Ein Treffen in den Highlands
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Achtung! Rezension könnte Spoiler zu Band 1 und 2 enthalten!

Endlich wieder Lesefutter von Kira Licht. „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ ist der dritte Band der „A Spark of Time“ Reihe ...

Achtung! Rezension könnte Spoiler zu Band 1 und 2 enthalten!

Endlich wieder Lesefutter von Kira Licht. „A Spark of Time – Ein Treffen in den Highlands“ ist der dritte Band der „A Spark of Time“ Reihe und spielt ein Jahr nach Band 2. Es lag einige Zeit zwischen Band 2 und 3, dennoch hatte ich keine Probleme wieder in die Geschichte einzutauchen.

Ein Jahr ist vergangen seit Damien und Lilly Grayson Belmont in der Vergangenheit zurückgelassen hatten. Seitdem ist Damien auf der Suche nach Spuren von seinem Vater in der Vergangenheit. Er ist fest davon überzeugt, dass sein Vater einen weiteren Plan hat, den er auch in der Vergangenheit ausführen kann, um die Weltherrschaft an sich zu reißen. Er verliert sich so sehr in der Suche, dass er alles um sich herum vernachlässig, auch seine Beziehung zu Lilly, die kurz davor ist zu zerbrechen. Dann taucht plötzlich Collin im Laden von Lillys Vater auf, der Damien und Lilly dazu zwingt ihn in die Vergangenheit zu begleiten. Ins Jahr 1745 mitten in den Highlands.

Nach den ersten zwei Bänden war ich ein riesiger Fan von der Beziehung von Lilly und Damien, umso mehr hat mich Damiens Verhalten im dritten Band erschreckt. Ich konnte Lillys Schmerz um die verlorene Liebe gut nachempfinden und gewisse Dinge kamen für mich daher nicht ganz unerwartet, aber sie waren schmerzhaft. Lilly hat Damien mehrere Chancen gegeben sein Verhalten zu verändern, welche er alle ausgeschlagen hatte. Nach dem Auftauchen von Collin schien Damien Lilly wieder wahrnehmen zu können, dennoch gerieten beide immer wieder aneinander.

Collin fand ich am Anfang unglaublich unsympathisch, doch je mehr man über ihn erfuhr, desto mehr konnte ich mein Herz für ihn öffnen. Collin ist der Typ „Harte Schale, weicher Kern“, allerdings ist die Schale sehr, sehr hart. Man merkt deutlich, wie er sich immer mehr in Lilly verliebt, obwohl er es so gar nicht in seinen Plan eingebaut hatte. Im Großen und Ganzen bleibt Collin allerdings ein Mysterium. Einige Fragen sind immer noch offen nach Band 3, was mich umso neugieriger auf den letzten Band macht.

Im Grunde bin ich kein Fan von Liebesdreiecken, weil die meisten echt nicht gut gemacht sind. Daher war ich am Anfang auch nicht so sehr davon begeistert, als ich gelesen hatte, dass im dritten Band ein Liebesdreieck kommt. Allerdings muss ich gestehen, dass es hier wirklich gut gemacht ist. Obwohl ich in den Vorgängerbänden ein riesiger Damien Fan war, musste ich mir im Laufe des dritten Bandes eingestehen, dass ich bereit bin, dass Damien Vergangenheit ist und Collin sehr viel besser zu Lilly passt. Sie hat Damien so viele Chancen eingeräumt, die er alle nicht akzeptierte. Nun wird es meiner Meinung nach Zeit für Lilly, dass sie sich von ihrer ersten großen Liebe löst und sich in eine neue (hoffentlich gesündere) Beziehung begibt. Einige Situationen zwischen Lilly und Collin deuteten jedenfalls daraufhin, dass zwischen ihnen eine solche Beziehung entstehen könnte.

Der Schreibstil von Kira Licht ist wie gewohnt weich und fluffig. Die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Aufgrund von persönlichen Problemen musste ich für einige Wochen das Buch abbrechen, fand aber trotzdem schnell wieder in die Geschichte hinein. Auch jetzt geht es mir mental nicht sonderlich gut, dennoch hat mich das Buch erstaunlich gut aufgefangen. Jedes von Kira Lichts Bücher fühlt sich für mich wie nach Hause kommen an. Das Buch spendet Trost in dunkleren Stunden. Ich hatte das Gefühl verstanden zu werden, obwohl es mit meiner aktuellen Situation wenig zu tun hatte. Gerade Lilly und Collin gaben mir Geborgenheit und Wärme, wenn die Welt sich um mich herum kalt anfühlte. Etwas das nur Kira Licht mit ihren Büchern für mich schafft.

Fazit
Für mich ist der dritte Band unglaublich gut gelungen und kam zu der Zeit, wo ich ihn am meisten gebraucht habe. Es wird, wie im ersten Band auch, wieder Lillys Mutter angesprochen, häufiger als es im zweiten Band der Fall war. Das Ende war abrupt, aber unglaublich spannend und hat den perfekten Cliffhanger für den letzten Teil der Reihe. Im Großen und Ganzen fühlte sich das Buch an wie nach Hause kommen und einer großen warmen Umarmung, wie nur Kira Licht sie einem geben kann.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Perfekter Auftakt

Crimson Sky – Die Seelenjägerin
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` „Wir sind ein Experiment“, erwiderte ich nüchtern. Elvy schüttelte den Kopf. „Nein, Remy. Ihr seid eine Chance.“ ` (S.364)

Kira Licht goes Piper – Verlag! Und das mit einer neuen Fantasy - Reihe, die ...

` „Wir sind ein Experiment“, erwiderte ich nüchtern. Elvy schüttelte den Kopf. „Nein, Remy. Ihr seid eine Chance.“ ` (S.364)

Kira Licht goes Piper – Verlag! Und das mit einer neuen Fantasy - Reihe, die uns von Atlanta in die Anderswelt führt. Wer regelmäßig die Bücher von Kira liest, weiß, dass sie im Jugendfantasy Genre zuhause ist. Dieses Mal ist es zwar Fantasy, aber zu empfehlen ab 16 Jahre. Ich verfolge Kira Licht schon seit ein paar Jahren und muss sagen, dass mir ihre Fantasy Geschichten immer am besten gefallen.

„Gartenhäuser, Kobolde und Eintopf-Abend. Irgendjemand da draußen musste mich so richtig hassen.“ (S. 60)

Remy hatte so ziemlich alles, was sie sich gewünscht hatte: ein Sportstipendium, Sponsoren und den Beginn ihrer Karriere als Triathletin. Bis zu einem Unfall, der ihre Karriere plötzlich beendete und sie an den Rand ihrer Existenz stößt. In der Halloweennacht wird sie von zwei Reitern entführt und findet sich in der Anderswelt wieder, die jetzt gegen ihren Willen ihr Zuhause geworden ist. Und dann ist da auch noch Kronprinz Keon, der unglaublich attraktiv ist und keine Widerworte duldet. Nur leider, hat Remy kein Interesse daran in der Anderswelt zu bleiben und auf seine Befehle zu hören missfällt ihr auch sehr, wodurch sie ihn regelmäßig an den Rand des Wahnsinns treibt.

` „Dieses Leben ist eine zweite Chance. Vielleicht siehst du es jetzt noch nicht, aber irgendwann wird es dir klar werden. (...) Wir sind eine Familie. Wir sterben füreinander. Und unsere Aufgabe in dieser Welt und der der Menschen ist verantwortungsvoll und wichtig. Wir sind Jäger, Beschützer, Hüter. Sieh es als ein Privileg an.“´ (S. 64)

Ich muss gestehen, ich brauchte etwas um Remy kennenzulernen. Sie war mir sympathisch, aber gerade in dem Moment, wo sie in die Anderswelt kommt, brauchte ich etwas um wirklich mit ihr warm zu werden. Was daran lag, dass ich wusste, dass es sich um einen Fantasyroman handelt. Remy weiß das (ganz überraschend) nicht, dementsprechend verhält sie sich auch, was ich so gut nachempfinden kann. Jeder von uns hätte vermutlich so gehandelt wie sie und daher konnte ich mich dennoch mit ihr anfreunden. Ich mag ihre unerschrockene, zielstrebige Art und auch, dass sie sich von Keon nicht einschüchtern lässt. Immer wieder haben mich ihre Worte zum Schmunzeln oder Lachen gebracht. Sie trifft halt genau meinen Humor.

`„(...) Schlimme Dinge passieren. Sie passieren, obwohl man gut vorbereitet ist, obwohl man monatelang trainiert, obwohl man die modernste Technik besitzt. (...) Manchmal passieren schlimme Dinge einfach. (...) Und von einem Moment auf den anderen ist nichts mehr so, wie es war.“` (S. 192/193)

Keon fand ich ganz am Anfang ziemlich arrogant, aber sehr schnell hat sich heraus kristallisiert, dass er wirklich mega Potenzial als Protagonist hat und dass es mit ihm sehr interessant werden kann. Remy ist für ihn ein Rätsel und, obwohl sie sich ihm immer wieder widersetzt, fühlt er sich von ihr angezogen. Oder vielleicht genau deswegen? Keon ist für mich ein Charakter nach dem Schema „Harte Schale, weicher Kern“. Ich mochte ihn wirklich sehr und freue mich schon sehr auf seine Entwicklung in Band 2.

` „Er will mich umbringen“, hauchte ich. „Vermutlich ist das deine Strafe für all das, was du in seiner Hütte angestellt hast.“ „Ich habe gar nichts angestellt. Er hat etwas mit mir angestellt.“ „Hat er nicht, dann wärst du nämlich tot.“` (S. 139/140)

Der Schreibstil ist wieder einmal grandios. Der Text ist sehr flüssig zu lesen und die Seiten flogen einfach so dahin, während ich mich immer mehr in die Geschichte verliebt habe. Kira Licht schafft es jedes Mal aufs Neue, so bildlich zu schreiben, dass man das Gefühl hat, dass man mittendrin steht und selbst in der Anderswelt lebt. Ihre Fantasie ist grenzenlos und sie schafft es einen komplett an die Geschichte zu fesseln. Es war spannend, romantisch, spicy und humorvoll um nur ein kleinen Teil zu nennen. Die Charaktere, Protagonisten sowie auch Nebencharaktere, waren jederzeit greifbar und die Handlungen immer nachvollziehbar. Selbst nach ein paar Tagen Pause habe ich ohne Probleme wieder zurück in die Geschichte gefunden und mich darin verloren.

„Ich sah ihn immer noch gebannt an. Jetzt wirkte er jung, fast verletzlich und auch enttäuscht. Ich hatte ihn enttäuscht. Und es machte mir etwas aus.“ (S. 166)

„Crimson Sky – Die Seelenjägerin“ konnte mich komplett abholen und es war, obwohl es sich um Fantasy handelt, komplett anders als man es sonst von Kira Licht gewohnt ist. Alles ist etwas mehr: Mehr Fantasy, mehr Spice und auch deutlich mehr Blut. Es ist also nicht wie gewohnt für ab 14 – Jährige geeignet, sondern eher für etwas ältere LeserInnen. Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, die Anderswelt kennenzulernen und ich freue mich nach diesem Cliffhanger auf den zweiten Band, der ebenfalls bald erscheint. Von mir gibt es auf jeden Fall eine riesige Kauf- und Leseempfehlung.

` „Ich hatte keine Familie, nie echte Freunde, war nie jemandem verpflichtet. Ich glaube, ich kenne das Gefühl gar nicht, bedingungslos zu jemanden zu gehören.“ Die Art wie er mich betrachtete, war neu. Die ehrliche Neugier, die ich darin fand, überraschte und berührte mich.` (S. 167/168)

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Veröffentlicht am 26.09.2024

Endlich geht es weiter

A Spark of Time - Ein Date mit Mr Darcy
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Zuallererst ein großes Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich in keiner Weise meine persönliche Meinung.



ACHTUNG: FOLGE BAND! SPOILERGEFAHR! ...

Zuallererst ein großes Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Dies beeinflusst natürlich in keiner Weise meine persönliche Meinung.



ACHTUNG: FOLGE BAND! SPOILERGEFAHR!



Endlich ist es so weit: Die Geschichte um Lilly und Damien geht weiter! Im Frühjahr entführte uns Kira Licht mit „A Spark of Time – Rendezvous auf der Titanic“ mit Lilly und Damien ins Jahr 1912. Das Buch hatte mir das Herz gebrochen und seitdem habe ich sehnsüchtig auf den zweiten Teil gewartet, der nun endlich erschienen ist.



Nachdem Lilly von der Titanic zurückgekehrt ist und herausgefunden hat, das Ray in Wahrheit Damien heißt und gar nicht der Sohn von Thomas Andrews ist, sondern nur auf der Titanic war, um das Zahnrad ihrer Familie zu stehlen und sie auf der Titanic sterben zu lassen, zerbricht ihr Herz zum zweiten Mal. Zu allem Überfluss lässt Damiens Vater den Vater von Lilly entführen und schickt sie und Damien in das Jahr 1809, wo sie das Zahnrad der Familie Austen stehlen sollen.



Schon im ersten Band war mir Lilly unglaublich sympathisch und auch dieses Mal fand ich sie einfach wunderbar. Ihr Gedanken und Handlungen waren für mich total nachvollziehbar. Auch das sie Damien nicht direkt verzeihen konnte, war für mich total einleuchtend. Ich mochte es sehr zu lesen, wie Lilly sich mit Jane Austen angefreundet hatte und mein Herz schmerzte sehr, als sie sich von ihr verabschieden musste.



Damien war wieder ein Traum. Er war nahbar und seine Gefühle für Lilly konnte man förmlich greifen. Es fiel ihm sehr schwer zu akzeptieren, dass Lilly ihm nicht direkt verzeihen konnte. Aber er hat ihr den Freiraum gegeben, den sie brauchte, um sich auf ein klärendes Gespräch einzulassen.



Der Schreibstil von Kira Licht war wieder einmal grandios. Wer mich schon länger verfolgt, weiß, wie sehr ich ihre Bücher liebe und, obwohl ich schon so viel von Kira Licht gelesen habe, bin ich jedes Mal aufs Neue davon überwältigt, wie vielfältig ihre Kreativität und Fantasie ist. Sie schafft es immer wieder mich komplett umzuhauen. Ihre Fantasie ist so grenzenlos und ich bewundere ihre Fähigkeit, Geschichten, wie die von Jane Austen oder auch der Titanic so nah an der Realität spielen zu lassen und gleichzeitig ihre eigene Geschichte daraus zu machen. Sie schafft es, Menschen, die seit langer Zeit nicht mehr leben wieder aufleben zu lassen, so als wären sie nie gestorben. Kiras Bücher zeigen mir immer wieder, weshalb ich so gerne lese und warum ich vor allem ihre Bücher so gerne lese. Sie schafft es einfach immer wieder, dass ich von ihren Geschichten überwältigt bin.



Mein Fazit

Nachdem ich „A Spark of Time – Rendezvous auf der Titanic“ beendet hatte, schrieb ich in der Rezension, dass Kira es vermutlich nicht schaffen wird, jemals wieder ein so gutes Buch zu schreiben und tatsächlich muss ich sagen, dass mich der zweite Band nicht ansatzweise so sehr begeistert hat wie Band eins. „A Spark of Time – Ein Date mit Mr Darcy“ ist im Ganzen ruhiger als sein Vorgänger, gleichzeitig weiß man auch nicht, was einen erwartet im Gegensatz zu der Titanic, wo jeder weiß, was mit dem unsinkbaren Schiff passiert. Dennoch finde den zweiten Band nicht schlecht. Ich habe die Zeit bei Jane Austen sehr genossen und ich habe das Gefühl gehabt, Jane besser kennenlernen zu dürfen. Es war einfach wunderschön. Allerdings bereue ich es etwas, dass ich das Buch nicht etwas eher beendet habe, denn kurz vor Ende des Buches, wurde ein weiterer Teil der Reihe angekündigt. Die Reihe, die vorher als Dilogie galt, bekommt einen weiteren Band und das Wissen um das weitere Buch hat meine Wahrnehmung der letzten 80 Seiten verändert. Ich habe angefangen darauf zu achten, ob man es merkt, dass ein dritter Band schon geplant war oder ob das Buch einen Cliffhanger hat. Das ist tatsächlich nicht der Fall. Daher bin ich wirklich gespannt auf das, was uns noch erwartet und hoffe, dass wir demnächst weitere Infos zum dritten Teil bekommen.

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Veröffentlicht am 26.04.2024

Auf nach Maui

Taking Chances
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Mein zweites Buch dieses Jahr von Kira Licht und tatsächlich habe ich mich mit dieser Rezension sehr schwergetan. Das lag aber nicht daran, weil ich das Buch nicht gut fand. Ich fand superschön, aber mein ...

Mein zweites Buch dieses Jahr von Kira Licht und tatsächlich habe ich mich mit dieser Rezension sehr schwergetan. Das lag aber nicht daran, weil ich das Buch nicht gut fand. Ich fand superschön, aber mein Kopf war einfach nur leer. Da waren keine Worte, keine Gefühle, die ich greifen konnte in meinem Kopf. Ich habe keinen Anfang gefunden. Ich wusste nicht, wie ich das, was ich gelesen habe, aufschreiben sollte. Ich weiß es auch nicht, während ich jetzt diese Worte eintippe. Denn mein Kopf ist immer noch leer. Wie soll ich euch davon überzeugen, dass ihr dieses Buch unbedingt kaufen müsst, weil es so wunderschön ist, wenn ich keine Worte für die Schönheit finde? Es ist für mich schwerer eine Rezension für Bücher zu schreiben, die ich toll finde und die ich liebe als für Bücher, die ich nicht mochte. Aber let´s go! Versuchen wir es mal!



„Ich lachte und konnte mich nicht daran erinnern,

wann ich mich das letzte Mal so unbeschwert gefühlt hatte.

Lila machte etwas mit mir. In ihrer Gegenwart wurde ich ein anderer.

Das Düstere, Grüblerische fiel von mir ab und

die Stacheln in meinem Herzen lösten sich.“

(S.213)



Lila mochte ich wirklich sehr. Sie ist eine starke Persönlichkeit und ihre Tierliebe ist einfach riesig. Ich konnte ihren Entschluss Maui zu verlassen und in Florida zu studieren gut nachvollziehen, genauso wie ihre Zweifel, die sie wegen des Studiums hat. Jeder ist irgendwann an dem Punkt, wo er oder sie sich fragt, ob diese oder jene Entscheidung wirklich richtig war oder ist. Ich habe in den letzten Jahren viel gezweifelt. An mir selbst, an Menschen, die ich liebe, an Entscheidungen. Ich bin dadurch sehr stark an meine Grenzen gegangen und weiß daher, wie Kräfte zehrend sowas sein kann. Das tolle an Lila: Sie gibt nicht auf! Auch wenn sie sich in Gefahr begibt.



„Ich bin kaputt, von innen und von außen.

Beschädigte Ware.

Ein Mängelexemplar.

Und du verdienst so viel mehr.

Du verdienst jemanden, der mit dir zusammen kämpft.

Nicht jemanden, der in erster Linie gegen sich selbst kämpft.“

(S.251)



Mit Ace habe ich mich sehr verbunden gefühlt. Er wurde in einem Einsatz traumatisiert und seine Familie kann seine Gefühle nicht nachvollziehen. Er wird nicht ernst genommen. Seine Familie versucht ihn unter Druck zu setzen. Dinge, die ich gut kenne und seine Gefühle nachempfinden kann. Seine Panikattacken waren gut dargestellt. Ich habe mit ihm gelitten, weil ich weiß, wie kacke diese Attacken sind. Rationales Denken setzt aus und daher konnte ich seine Handlungen gut nachempfinden, auch wenn man selbst es vielleicht in dem Moment als übertrieben empfindet. In Lila hat er seine perfekte Verbündete gefunden. Beide ergänzen sich wirklich sehr gut.



„Du bist eine Naturgewalt, Lila. Eine Lawine,

ein Wirbelsturm und du hast mich komplett überrollt,

mitgerissen und völlig aus den Angeln gehoben.

Das mit dir ist einzigartig und ich habe so etwas noch

nie erlebt. Ich kann nur noch an dich denken.

Du bist das Bild vor meinem inneren Auge.

Und nachts träume ich von dir. Das, was ich für dich fühle,

ist überwältigend, roh und ungeschliffen, brutal und fordernd.

(...) Aber es ist das Schönste, das ich je erlebt habe.

Und ich will nicht, dass es endet.“

(S. 253)



Seit guten 5 Jahren lasse ich mich schon von den wunderschönen Büchern von der lieben Kira Licht berieseln und jedes Mal aufs Neue schafft sie es mich mit ihren Geschichten umzuhauen. Ich liebe ihren Schreibstil und die wundervollen Charaktere, die sie erschafft. Für dieses Buch habe ich gute eineinhalb Tage gebraucht und ich habe jede einzelne Sekunde von der Geschichte geliebt. Schon lange habe ich kein Buch mehr so schnell gelesen. Diese Geschichte hat meinen Tag unglaublich versüßt und Ace wird vermutlich einer der Gründe sein, weshalb ich für immer single bleiben werde. Mit jedem Buch von Kira Licht wird mein Anspruch an einen Partner immer größer und so perfekte Menschen gibt es halt leider nicht. Aber hey, ich werde dann einfach weiter ihre Bücher lesen und glücklich sein.


„Ich will nicht, dass du dich vor mir versteckst. (...)
Das bist du. Deine Narben sind deine Geschichte. Diese Haut ist deine Rüstung.
Und sie kann deine Geschichte erzählen, weil du überlebt hast. (...)
Wir haben alle unsere Narben“, wisperte sie.
„Manche sind für jeden sichtbar, andere bleiben für immer verborgen.“

(S.272)



Die Geschichte war einfach wundervoll und hat mich mit einem entspannten Gefühl zurückgelassen. Allerdings sollte man sich im Klaren sein, dass einige Situationen sehr detailliert beschrieben wurden, die Panikattacken triggern könnten. Da mich Bücher selten bis gar nicht triggern, haben mich die Momente, wo Ace von seinem Trauma gesprochen hat, nicht in eine Panikattacke versetzt, obwohl ich selbst Angst vor Feuer habe. Aber nicht jeder Mensch ist da so abgestumpft wie ich. Auch muss man als sensibler Mensch darauf gefasst sein, dass es um verletzte Tiere geht, auch das kann extrem triggern. Dennoch war dieses Buch richtig toll und ich empfehle es wirklich jedem.

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Veröffentlicht am 13.03.2024

Lieblingsbuch

A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic
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Dieses Jahr habe ich noch nicht viel gelesen. Das hat viele verschiedene Gründe, aber das neue Buch von Kira Licht musste gelesen werden. Egal, wie viele Bücher auf meinem Sub liegen oder wie viele Rezensionsexemplare ...

Dieses Jahr habe ich noch nicht viel gelesen. Das hat viele verschiedene Gründe, aber das neue Buch von Kira Licht musste gelesen werden. Egal, wie viele Bücher auf meinem Sub liegen oder wie viele Rezensionsexemplare offen sind, alle müssen sich hintenanstellen, wenn die liebe Kira Licht ein neues Buch herausbringt. Ihre Bücher haben bei mir grundsätzlich immer Vorrang. Seit die neue Dilogie bei ONE gedroppt wurde, wusste ich, dass ich es lesen und lieben werde. Es gab bisher noch nie ein Buch von Kira, das ich nicht geliebt habe und doch war dieses Buch anders. Ich liebe es von ganzem Herzen, auch wenn es mich emotional komplett zerstört hat. Schon lange hat mir ein Buch nicht mehr das Herz so sehr gebrochen und dennoch liebe ich es über alles.



„Wir sagen, dass wir die Stunde des Todes nicht voraussagen können.

Aber wenn wir das sagen, dann stellen wir uns vor,

dass diese Stunde in dunkler und ferner Zukunft liegt.

Es kommt uns nie in den Sinn, dass es etwas mit dem

schon begonnenen Tag zu tun haben könnte.“

(S.66)



Lilly deGray war mir von der ersten Seite an sympathisch. Alles an ihr war einfach nur authentisch und ich konnte all ihre Gedanken und Gefühle vollkommen nachempfinden. Gerade Lillys Gefühle in Bezug auf ihre Mutter fand ich wundervoll. Ich konnte sie sehr gut nachempfinden, weil ich, als ich in ihrem Alter war auch fast meine Mutter verloren hatte. Bei meiner Mutter war es ein Wunder, dass sie überlebt hatte. Normalerweise hätte sie es nicht überleben dürfen, aber meine Mutter ist nicht normal. Aber das wusste ich schon vorher. Lillys Mutter hat es nicht geschafft und nun lebt sie mit ihrem Papa alleine. Ich liebe ihren Familienzusammenhalt, auch wenn ihr Dad sie ziemlich enttäuscht hat. Lilly selbst ist eine unglaublich starke und mutige junge Frau, die ich nur bewundern kann für ihr Selbstbewusstsein und Stärke. Ich hätte mich das sicherlich nicht getraut alleine auf die Titanic zu reisen.



„Kein Foto dieser Welt war ihrem Anblick gerecht geworden.

Sie war schön, aber sie hatte etwas an sich,

das ihr Aussehen noch überstrahlte. Etwas von Grund auf Gutes

und ich war seit dem ersten Moment fasziniert davon.“

(S.125)



Damien liebe ich einfach über alles. Ich möchte auch einen haben! Obwohl sein Vater ein (bitte hier beliebiges Schimpfwort einfügen) ist, ist Damien wirklich Zucker und das vom ersten Moment an. Ich verstehe seinen Zwiespalt und warum er seine Entscheidungen so trifft, wie er sie trifft. Seine Schwester geht ihm über alles, auch wenn er sein Herz an Lilly verloren hat. Die Art wie er für Lilly fühlt und wie er sie behandelt, hat mich wirklich sehr sentimental werden lassen. Allerdings ist er nicht für meine emotionale Zerstörung zuständig. Ich hoffe wirklich sehr, dass Damien es schafft sich von seinem Vater lösen kann, aber das erfahre ich leider auch erst in Band 2.



„Ich würde sie nur einmal küssen. Nur einmal.

Danach würde ich genug haben, das sagte ich mir zumindest.

Nur einmal wissen, wie es ist. Nur einmal ihren Nacken streicheln

und dabei meinen Mund ganz sanft über ihren gleiten lassen.

Nur einmal. Und dann würde ich vergessen. Ich würde sie aus

meinem Herzen reißen, aus meinen Gedanken,

aus meiner Seele.“

(S. 245)



Obwohl ich Kiras Schreibstil schon lange kenne, hauen mich ihre Geschichten jedes Mal aufs Neue um. Ihr Schreibstil ist so locker und fluffig, dass man quasi nur von Seite zu Seite fliegt und dann ist es plötzlich vorbei. Ich merke von Buch zu Buch, wie sich Kiras Schreibstil ändert, noch besser wird und wie es mich jedes Mal aufs Neue so tief in eine Geschichte zieht, dass ich mir wünsche, in ihr zu leben. Dieses Mal war es aber anders. Es ist schwer in Worte zu fassen, aber das Buch, die Geschichte, hat etwas sehr tief in mir getriggert.



Der Grund meiner emotionalen Zerstörung.



Jeder kennt die Titanic. Jeder weiß, was mit dem großen unsinkbaren Schiff passiert ist. Oft habe ich das Gefühl, dass die Menschen vergessen, dass Titanic mehr ist als ein langer romantischer Film mit Jack und Kate als Hauptfiguren. Im Buch wird sehr gut auf das Leid der Menschen aufmerksam gemacht, die auf der Titanic ihr Leben gelassen haben. Der Triggerpunkt: Reale Menschen. Es ist mehr als nur Fiktion und das kann man spüren. Man merkt die Menge an Recherchearbeit in dem Buch und es wurde so gut umgesetzt, dass man wirklich glauben könnte, dass es sich nur für das Buch ausgedacht wurde. Das es Fiktion ist. Aber nur wenige Dinge sind wirklich Fiktion und der Anhang führt das alles ordentlich auf. Es war nicht das Ende, weil ich schon mehr wusste als Lilly, was mich emotional auseinandergenommen hat, sondern der Anhang. Personen, die wirklich gelebt haben, die auf der Titanic waren. Menschen, die überlebt und jemanden, den sie geliebt haben, verloren und Menschen, die ihr Leben gaben. Kinder, die ihre Väter verloren hatten. Frauen, die ihre Männer zurücklassen mussten. Mütter, die ihre Söhne nicht mehr wieder in die Arme schließen konnten. Reale Menschen, die vor über einhundert Jahren großes Leid verspürten. Sowas kann mich scheinbar triggern.



„Kommst du nicht mit, Vater?“ Er schüttelte den Kopf.

„Dieses Schiff und ich, wir sind Teil eines Ganzen. Schon

als ich als junger Lehrling bei Harland & Wolff angefangen habe,

habe ich von so einem Schiff geträumt. Irgendwann,

das nahm ich mir damals vor, würde ich so einen Giganten der Meere bauen.

Ich würde das schönste Schiff erschaffen,

das es zu dieser Zeit geben würde.“ Er lächelte, doch es war ein trauriges Lächeln.

„Titanic, das Schiff der Träume.“ (...) „Sie und ich, wir sind eine Einheit“, sprach er dann leise weiter.

„In der Titanic steckt ein Teil meiner Seele. Und sie hat mir

etwas von der Aufmerksamkeit und dem Ruhm abgegeben,

der ihr bisher zuteilwurde. Wenn das Meer sie sich jetzt holt,

dann gehe ich mit ihr.“

(S.375)



Auch wenn mich das Buch wirklich traurig gestimmt hat, ist es bisher das Beste, was ich je von Kira Licht gelesen habe und (Sorry, Kira) ich vermute kein weiteres Buch von ihr wird, aus meiner Sicht, besser sein können. Auch nicht Band 2. Und wenn doch, dann höre ich einfach nicht mehr auf zu weinen und heule einfach durch. Dieses Buch hat mich an einem emotionalen Punkt im Herzen getroffen, wo mich schon lange kein Buch mehr erreicht hat. Ich werde auch Kiras zukünftigen Bücher lesen und lieben, aber ich gehe davon aus, dass mich keines ihrer weiteren Bücher jemals wieder so extrem emotional an sich bindet wie dieses.



Kauft dieses Buch. Lest dieses Buch. Liebt mit Damien und Lilly. Lasst euer Herz zerbrechen. Und zum Schluss, liebt diese Geschichte von ganzem Herzen. So wie ich.

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