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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2022

Kommt Cinder und Ella sehr nahe

Das Libby Garrett Projekt
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Zuerst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Im Rahmen einer Leserunde durfte ich es mit weiteren lieben Mitlesenden vorablesen. Dies beeinflusst natürlich ...


Zuerst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Im Rahmen einer Leserunde durfte ich es mit weiteren lieben Mitlesenden vorablesen. Dies beeinflusst natürlich auf keinster Weise meine Meinung.

ACHTUNG: „Das Libby Garrett Projekt“ ist der zweite Teil der Science Squad Dilogie.

Seit „Cinder & Ella“ ist Kelly Oram eine meiner Lieblingsautorinnen, doch bisher hat es kein Buch von ihr nur in die Nähe von ihrem atemberaubenden Debüt geschafft. Bis jetzt. „Das Libby Garrett Projekt“ ist das siebte auf deutsch erschienene Buch von Kelly Oram.

Das Cover ist für mich jetzt nicht so ansprechend, genauso wie der vom ersten Teil. Sie passen zwar gut zusammen, aber es war einer der Hauptgründe, weshalb ich so lange gebraucht habe, um den ersten Teil zu kaufen und zu lesen. Da ich eine Coverkäuferin bin, kaufe ich meistens nur Bücher, die mich optisch mega ansprechen und das war hier nicht der Fall. Wäre es eine andere Autorin hätte ich es vermutlich nicht gekauft.

Schon im „Avery Shaw Experiment“ lernt man Libby Garrett als beste Freundin von Avery Shaw kennen. In dem Buch mochte ich Libby nicht so sehr. Sie war zwar selbstbewusst, aber sie kam mir zu kalt und emotionslos vor. „Das Libby Garrett Projekt“ spielt ein Jahr nach dem „Avery Shaw Experiment“. In diesem einen Jahr konnte Owen Jackson sehr viel Schaden anrichten. Denn Libby ist in einer toxischen Beziehung gefangen und merkt es nicht. Sie verliert ihr Selbstwertgefühl und ist für Owen quasi abrufbereit. Dadurch verletzt und versetzt sie ihre Freunde. So sehr, dass ihre Freunde sie aus dem Wissenschaftsclub werfen. Mithilfe von dem Barista Adam soll Libby ihr Selbstbewusstsein wiederherstellen und zu ihren Freunden zurückfinden.

Libby ist ein verrücktes katzenliebendes Mädchen mit einem sehr seltsamen Humor. Dennoch ist sie sehr liebenswert. Wenn sie nicht gerade in einer toxischen Beziehung steckt. Sie liebt es zu skaten, auch wenn sie von den anderen Skatern aufgrund ihres Übergewichts ausgelacht wird. Der Wissenschaftsclub ist ihre Passion, auch wenn sie ihn mit ihrer Beziehung zu Owen verärgert hat. Sie ist am Anfang schnell zu verunsichern, aber es ist wirklich sehr schön zu beobachten, wie sie sich verändert und wieder zu sich selbst findet.
Adam ist für mich der absolut unperfekte perfekte Protagonist. Er arbeitet als Barista in einem Café, wo Libby regelmäßig ihre Apfel Karamell Cider trinkt. Der „Kaffeemann“ hat in seinem jungen Leben schon sehr viel erlebt und kümmert sich um seine kleine Schwester. Obwohl er meistens als Spaßbremse und Griesgram rüberkommt, ist er eigentlich ein sympathischer, liebevoller Kerl. Ich mochte ihn sogar mehr als Libby.

Kelly Orams Schreibstil ist wie immer sehr weich und leicht zu lesen. Die Seiten flogen wie immer einfach nur so dahin und eh man sich versieht ist das Buch dann plötzlich zu Ende und man wird zurückgelassen mit vielen tollen Gefühlen. Es ist auch sehr wichtig. Es behandelt das Thema toxische Beziehung und ich musste selbst darüber nachdenken. Es ist noch gar nicht allzu lange her, da hatte meine Mutter so eine Beziehung und daher kann ich verstehen, was Libbys Umfeld fühlt. Es ist als „Zuschauer“ sehr schmerzhaft. Die Person selbst merkt es vielleicht nicht mal, dass sie alle Menschen um sich herum verletzt. Das hat meine Mutter auch erst nach einem knappen Jahr festgestellt. Und selbst dann hat es ewig gedauert, bis sie akzeptiert hat, dass der Typ wirklich ein Arsch war. Sowas braucht seine Zeit, aber jeder der es schafft aus so einer Beziehung rauszukommen, hat meinen höchsten Respekt verdient, denn es ist nicht leicht.

Mir hat das Buch persönlich sehr gut gefallen. Generell die ganze Dilogie hat mir sehr gefallen, aber ich hätte gerne noch die Geschichten von den anderen aus dem Wissenschaftsclub gelesen. Diese Reihe ist die erste seit Cinder & Ella, die mir von Kelly Oram wieder richtig gut gefällt, weil sie mich überzeugt hat. Daher gibt es eine große Empfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 07.12.2021

Ein toller Auftakt

City of Love – Hunter & Josie
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Zuerst ein riesiges Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Dies beeinflusst natürlich auf keinster Weise meine Meinung.

"City of Love - Hunter & Josie" war mein erstes ...

Zuerst ein riesiges Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars.
Dies beeinflusst natürlich auf keinster Weise meine Meinung.

"City of Love - Hunter & Josie" war mein erstes Buch von der Autorin Layla Hagen und es wird auch nicht das letzte von ihr sein. Die Geschichte ist der grandiose Auftakt der "New York Nights" - Serie und schon jetzt haben Hunter und Josie einen großen Platz in meinem Herzen. Die Reihe wird insgesamt 5 Bücher enthalten, die vier Folgebände erscheinen allesamt nächstes Jahr im Januar, März, Mai und Juli. Ihre Serien "Flowers of Passion" und "Diamonds for Love" habe ich noch nicht gelesen, aber ich denke, dass es nicht mehr lange dauern wird bis ich auch diese Bücher verschlungen habe.

Josie Gallagher ist seit der Highschool in ihren besten Freund Hunter Caldwell verliebt. Obwohl, nein, sie kann nicht in ihn verliebt sein. Er ist immerhin ihr bester Freund und um nichts auf dieser Welt würde sie diese Freundschaft aufgeben wollen. Nicht mal für die Liebe. Schon gar nicht für die Liebe, denn, was würde passieren, wenn die Beziehung zwischen ihr und Hunter schief läuft und sie dann gar nichts mehr hat? Doch als Hunter ihr schließlich erzählt, dass sein Visum nach etlichen Jahren nicht verlängert wurde, entschließt sie sich schweren Herzens Hunter zu heiraten und eine Scheinehe zu führen. Aber ist es wirklich eine Scheinehe, wenn jeder Blick und jede Berührung ein wildes Kribbeln in ihr auslöst? Und ist es falsch, wenn sie sich wünscht, dass diese drei Jahre nie vergehen würden?

Josie Gallagher ist ein wundervoller Charakter, den ich gleich vom ersten Moment in mein Herz geschlossen hatte. Sie ist eine warmherzige, ehrgeizige und sehr quirlige Person. Sie hat mir sehr häufig ein Lächeln in Gesicht gezaubert und ich hatte mich richtig wohl mit ihr Gefühl. Teilweise war sie auch ziemlich unsicher, was ihre Beziehung zu Hunter anging, aber ich denke, das ich an ihrer Stelle auch so wäre. Immerhin ist Hunter ihr bester Freund und wenn die Liebesbeziehung dann nach hinten los geht, dann ist auch die Freundschaft dahin. Daher konnte ich ihre Sorgen und Ängste sehr gut nachvollziehen.

Hunter Caldwell ist ein Traummann. Er ist reich, attraktiv und single. Obwohl er eigentlich je Frau haben könnte, will er nur Josie und die Scheinehe ist für ihn der perfekte Grund sie dauerhaft um sich zu haben. Naja, jedenfalls für die nächsten drei Jahre. Dennoch hatte er sich in den Kopf gesetzt, dass die kommenden drei jahre ihrer Ehe, die schönsten in Josies Leben werden sollten, weshalb er ihr sämtliche Geschenke macht. Egal ob es ein Urlaub auf den Malediven ist, der schönste Ring von Tiffany´s oder einfach mal ihre Familie zu Weihnachten nach New York einfliegen lassen. Hunter ist ein sehr einfühlsamer Mensch und versucht alle Menschen um sich herum glücklich zu machen. Ganz besonders Josie. Er würde für sie sterben, wenn er es müsste. Er liebt sie wirklich von seinem ganzen Herzen und das war mit jeder Zeile der Geschichte zu greifen. Das Knistern zwischen den Beiden war fast dauerhaft da und das hat mich immer wieder in einen Bann gezogen.

Der Schreibstil von Layla Hagen war einfach traumhaft. Schon von der ersten Seite an war ich mitten in der Geschichte gefangen. Ich konnte allem sehr gut folgen und alle Charaktere, Protagonisten wie Antagonisten, waren unfassbar gut ausgearbeitet und greifbar. Ich freue mich wirklich schon sehr darauf die Geschichten von Hunters Cousins und Cousinen zu lesen, das wird bestimmt genauso wundervoll wie diese Geschichte. Die Seiten flogen einfach nur so dahin und jedes Mal, wenn ich das Buch weglegen musste, konnte ich es einfach kaum erwarten es wieder in die Hand zu nehmen und weiter zu lesen. Egal an welcher Stelle man aufgehört hatte, man findet sofort wieder in die Geschichte hinein, selbst wenn man mehrere Tage lang nicht zum Lesen kommt. Das hatte ich noch nicht bei vielen Autoren und das gibt schon mal einen großen Pluspunkt. Auch die Erotik kam nicht zu kurz. Es war eher sinnlich und gar nicht überspitzt. Ich habe schon einige erotische Geschichten gelesen und habe auch schon welche dabei gehabt, wo es wirklich dauerhaft nur um das eine ging und dies ist hier zum Glück nicht der Fall. Die Menge an Erotik ist optimal und hat mit der Handlung nicht so viel zu tun bzw. steht nicht so extrem im Vordergrund.

Mein Fazit
Es ist eine wunderschöne Friends-to-Lovers Geschichte und für jeden etwas, der es auch mal erotischer mag. Die Erotik ist sinnlich und nicht aufdringlich in den Vordergrund gedrückt. Die Autorin hat sich die Zeit genommen ihren Charakteren das Happy End zukommen zu lassen, was sie auch verdient haben ohne, dass es hektisch wurde und man das Gefühl bekam, dass sie es nur noch fertig bringen wollte. Alles im allem ein wunderbarer Auftakt einer neuen Reihe und ich kann es kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen, der im Januar 2022 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 09.11.2021

Zu viel Fantasy für Romance

The Love That Lies Within
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Zuallererst ein riesiges Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wird dadurch natürlich nicht beeinflusst.


"The Love that lies within" ist mein erstes ...

Zuallererst ein riesiges Dankeschön an Netgalley.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wird dadurch natürlich nicht beeinflusst.


"The Love that lies within" ist mein erstes Buch von Mia Sheridan gewesen und vermutlich auch vorerst mein letztes. Es ist ihr erster auf deutsch erschienener Roman. Ich hatte klare Vorstellungen von einem jungen Mädchen, die eine riesige Leidenschaft für Ballett hat und sich quasi blind in einen Mann verliebt, den sie noch nie gesehen hat, denn das verspricht der Klappentext, doch da ist mehr. Da war etwas, was mich wirklich sehr gestört hat und ich hoffe, dass ich euch davon berichten kann ohne großartig zu spoilern.


Clara verlässt ihr sicheres Zuhause um eine Ballettkarriere in New Orleans zu beginnen. Dort erfährt sie von der Legende eines schwarzen Sklavenmädchens, die sich in einen weißen wohlhabenden Mann verliebt. Auf beiden lastet ein Fluch, der seit 1861 auf den beiden liegt und nie gebrochen werden konnte. Clara fasst also den Entschluss diesen Fluch zu brechen und trifft dabei auf Jonah.

Jonah lebt seit 8 Jahren hinter den Mauern seines Anwesens Windisle Manor. Seit einem Unfall ist sein Gesicht fast komplett entstellt und er gibt sich die Schuld an diesem Unglück. Er schottet sich von der gesamten Welt ab bis eines Tages Clara vor der Mauer seines Anwesens steht und seine Welt in wanken bringt.


Ich mochte Clara am Anfang. Ihre Leidenschaft für Ballett war ziemlich greifbar, doch nachdem die Legende mit dem Fluch auftauchte, wurde die Leidenschaft darauf umgelagert. Clara ist eine offene, liebenswürdige Person, allerdings ist sie sehr aufdringlich ist. Sie bemerkt nicht unbedingt, wenn sie ein Grenze übertritt und ist teilweise auch ziemlich naiv. Nach meinem Gefühl macht sie in dem Buch kaum eine Wandlung durch. Auch ihre Leidenschaft für Ballett war ab der Mitte des Buchs nicht mehr so greifbar wie am Anfang, sondern wirkte auf mich wie ein lästiges Anhängsel. Bei Clara drehte sich irgendwann alles nur noch um die Legende und den Fluch, was mich nicht zufrieden stellen konnte.



Jonah ist in gewisserweise ein Schatz. Er liebt Clara über alles, das spürt man mit jeder Seite aus seiner Sicht. Dennoch hatte ich ziemlich häufig das Gefühl ihn einfach nur schütteln zu wollen. Erst nach 80% des Buchs begann sein Wandel, vorher war kaum zu sehen, dass er an sich und seinen Ansichten arbeitet.



Der Schreibstil war ganz in Ordnung. Man konnte ihm gut folgen, doch ich lese am liebsten Geschichten aus der Ich-Perspektive. Dies war hier nicht der Fall. Ebenfalls gestört hat mich einfach die Geschichte in der Geschichte. Mir war alles mit den Legenden, Flüchen und Magie einfach viel zu viel. Es hat mich nicht so gecatcht. Mir hat das gewisse Etwas gefehlt. Zum Ende hin ist einfach alles viel zu schnell passiert. Es gab auf den letzten Seiten zu viele Einsichten und Lösungen, die ich mir vorher gewünscht hätte. Die Legende hätte ich am liebsten gar nicht gehabt, zu mal sie mir mit ihren eigenen Kapitel eher als Lückenbüßer vorkam. So als hätte die Autorin versucht dadurch auf eine höhere Seitenzahl zu erreichen. Die Kapitel um 1861 habe ich entweder grob überflogen oder direkt ganz übersprungen. Man braucht sie nicht um das Buch zu verstehen.



Mein Fazit

Für jemanden, der gerne über Legenden, Flüche, Magie und Voodoo liest, ist dieses Buch vermutlich ein riesiger Volltreffer. Ich allerdings war sehr enttäuscht, da ich mir eine Geschichte rundum Ballett und Liebe vorgestellt habe. Die Autorin hat einfach zu viel in die Geschichte rein gebaut, was sie am Ende abgehackt und zu schnell abgeschlossen hatte. Auf weitere Bücher dieser Autorin werde ich vorerst verzichten.

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Veröffentlicht am 03.11.2021

Mein Herz wurde brutal getötet

We don’t talk anymore
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"We don´t talk anymore" ist das siebte auf deutsch erschienene Buch von der amerikanischen Autorin Julie Johnson. Besondere Aufmerksamkeit gewann die Autorin in Deutschland im Jahr 2020 als ihre "Forbidden"- ...

"We don´t talk anymore" ist das siebte auf deutsch erschienene Buch von der amerikanischen Autorin Julie Johnson. Besondere Aufmerksamkeit gewann die Autorin in Deutschland im Jahr 2020 als ihre "Forbidden"- Reihe beim LYX-Verlag erschien. "We don´t talk anymore" ist für mich das erste Buch aus der Feder von Julie Johnson, doch die "Forbidden" - Reihe und "Like Gravity" stehen schon seit längeren auf meiner Wunschliste. Ich kann auf jeden Fall mit gutem Gewissen sagen, dass "We don´t talk anymore" nicht das letzte Buch der Autorin war.

Josephine Valentine ist alles andere als ein klischeebehaftetes reiches Mädchen. Sie ist sehr introvertiert, hat bis auf Archer Reyes keine Freund, liebt es zu designen und nähen und nichts geht über ihre Leidenschaft zu Backsendungen. Für sie ist schon lange klar, dass ihr bester Freund Archer, den sie schon ihr ganzes Leben lang kennt, die Liebe ihres Lebens ist. Doch auf einmal zieht er sich immer mehr von ihr zurück und sie fühlt sich darin bestätigt, dass er nichts für sie empfindet und sie einfach nur noch aus ihrem Leben streichen will. Was sie nicht weiß, ist, dass Archer nur versucht sie zu schützen, da die Dunkelheit in seinem Leben überhand nimmt.

Die Protagonistin Josephine konnte ich am Anfang schlecht einschätzen und ich war wirklich sehr skeptisch ihr gegenüber. Anfang des Buches ist sie 17 Jahre alt, doch in den ersten Kapiteln hatte ich eher das Gefühl, dass ihre Geschichte von einer verunsicherten 12-Jährigen erzählt wird, die vor Naivität nur so strotzt. Dennoch fand ich die Wandlung, die sie im Verlauf des Buchs durchmacht, total faszinierend. Sie baut Selbstvertrauen zu sich auf, genauso auch ein gewisses Maß an Selbstbewusstsein und zwar genauso, dass es nicht erzwungen wird. Immer wieder merkt man ihre Introvertiertheit gepaart mit dem leichten Selbstbewusstsein. Sie lernt auch sich nicht immer auf Archer zu verlassen und einfach selbstständig zu sein, was ihr am Anfang echt schwerfiel, meiner Meinung nach. Sie wächst über sich und ihre Ängste hinaus. Sie ist eine warmherzige liebevolle Person, die alles für Archer und seine Familie tun würde.

Archer Reyes ist ein wundervoller Protagonist und genau die Person, die an Josephines Seite gehört. Er weiß das auch, doch die Dunkelheit in seinem Leben lässt nicht zu, dass er glücklich mit ihr sein kann. Dank Josephines Eltern darf er auf die gleiche Privatschule gehen wie sie und hat im letzten Jahr der Highschool einen riesigen Erfolg im Baseballteam. Sämtliche Colleges buhlen um seine Aufmerksamkeit und hoffen, dass er sich für sie entscheidet. Wie auch bei Josephine hatte ich am Anfang des Buches das Gefühl, dass es sich nicht um einen 17 Jahre jungen Mann handelte, sondern um ein unreifes 12-jähriges Kind, doch mit der Zeit wandelt sich das Bild und man merkt wie viel Last er auf seinen Schultern trägt. Ich hätte mir bei ihm einfach sehr viel mehr Offenheit und weniger Lügen gewünscht. Dennoch kann ich viele Handlungen von ihm nachvollziehen und sein Schicksal am Ende hat mir so unglaublich das Herz gebrochen. Er ist ein so wundervoller sanfter Kerl, so einen würde ich mir auch wünschen. Er trifft eine sehr schwere Entscheidung und ich hoffe einfach, dass es eine gute Wendung geben wird für ihn und Josephine.

Der Schreibstil der Autorin hat mir so semi gut gefallen. Ja, er war locker luftig und recht leicht zu lesen. Dennoch gab es ein paar Dinge, die mich gestört haben, z.B. dass einfach mitten im Zeitgeschehen irgendwelche große Absätze gemacht wurde, die für mich in der Regel ein Zeichen für Zeitsprünge sind, doch man fand sich sehr häufig weiterhin in der selben Situation wieder wie vor dem Absatz. Es hat meinen Lesefluss regelmäßig ins Stocken gebracht und besonders in den ersten Kapiteln hat es mich sehr verwirrt. Was mich auch Anfangs ins Straucheln gebracht hatte, waren die vielen Erinnerungen an die Vergangenheit, da mir nicht immer sofort ersichtlich war, ob es gerade die Gegenwart oder die Vergangenheit war. Da hätte ich mir tatsächlich lieber eine Prolog mit einigen Zeitsprüngen gewünscht als so ein unübersichtliches Hin und Her zwischen Gegenwart und Vergangenheit. Zugegebenermaßen hatte ich nach den ersten paar Kapiteln ehrlich gesagt gar keine Lust mehr auf das Buch, weil ich diese häufigen Irritationen nicht mochte und es mich in meinem Lesefluss beeinträchtigt hat. Trotzdem war da dieses gewisse Etwas, das ich nicht benennen kann, was mich so dermaßen gefesselt hat, dass ich trotzdem einfach weitergelesen habe. Die Seiten flogen nach einigen Kapiteln einfach nur so dahin. Da ich das Buch als eBook gelesen hatte und ich auch nicht dauerhaft auf meinen Lesefortschritt geachtet habe, war ich einfach nur geschockt als das Buch einfach geendet hatte und damit meine ich gerade nicht die Kritikpunkte, die ich eben noch angebracht hatte. Ich rede hier von dem schlimmsten Cliffhanger in der gesamten Buchgeschichte!!! Ich empfehle euch sooooooo dringend eine Großpackung Tempos, wenn ihr die letzten drei Kapitel lest, weil es wird euch so sehr das Herz brechen. Ich wollte einfach nur noch schreien und weinen und verzweifeln, weil Archer eine so unfassbar schwere Entscheidung getroffen hatte und Josephine die Wahrheit nicht kannte. Jetzt will ich wieder weinen. Nur der Gedanke an das Ende macht mich seelisch schon fertig und ich kann es einfach kaum erwarten den zweiten Teil zu lesen, weil ich mit diesem Ende einfach so null einverstanden bin! Mit den letzten zwei Sätzen hat Julie Johnson es geschafft mir das Herz aus der Brust zu reißen und es zu zerschmettern, auch wenn es sich eher wie langsames Verbluten anfühlt. Mit der letzten Seite hat mich das Buch gekillt und fühle mich wohl gerade genauso kalt und taub wie Josephine. Ich hoffe soooo sehr auf ein Happy End im zweiten Teil, denn so können Archer und Jo nicht zurückgelassen werden. Sie haben ganz eindeutig ihr Happy End verdient und ich hoffe einfach nur, dass sich alles wieder zum Guten wendet.

Mein Fazit
Trotz anfänglichen Startschwierigkeiten habe ich mich mit der letzten Seite komplett in das Buch verliebt. Diese Geschichte ist gefüllt mit Herzschmerz, Gefahr, Angst und Liebe. Es ist voll mit sämtlichen Emotionen und man sollte sich ganz doll darauf vorbereiten, dass einem am Ende das Herz zerschlagen wird. Vertraut mir: Es kommt so brutal, dass ihr euch kaum darauf einstellen könnt (ganz besonders, wenn ihr dieses Buch als eBook lest und ihr nicht seht, wie die Seiten dahin verschwinden und ihr euch nur noch denkt: WTF?! WHAT HAPPEND HERE?! Und dann kommt als nächstes einfach eine Triggerwarnung und euer zweiter Gedanke ist dann nur noch: DAS KANN NICHT DAS ENDE SEIN!) Glaubt mir, es ist das Ende! Ich habe dreimal nachgesehen. Es endet genau so! Aber hey, bald erscheint Teil 2 "We don´t lie anymore". Für eBook Leser sogar noch früher als für Printleser. Das eBook von Teil 2 erscheint am 26.11.2021 und als Print am 25.3.2022. Eine riesige Zeitspanne, aber ich glaube mich kann niemand davon abhalten den zweiten Teil so schnell wie möglich zu lesen! Mein Herz will wieder zusammengesetzt werden und zwar bald!

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Veröffentlicht am 29.10.2021

Mein Lieblingsbuch der Reihe

Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt
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So Leute,
Taschentücher sind wieder weggepackt und ich bin startklar.

Zuallererst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wird dadurch natürlich ...

So Leute,
Taschentücher sind wieder weggepackt und ich bin startklar.

Zuallererst ein riesiges Dankeschön an die Lesejury für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars. Meine Meinung wird dadurch natürlich nicht beeinflusst.

"Kaleidra - Wer die Liebe entfesselt" ist der dritte Teil der Kaleidra Trilogie, daher, wenn du die ersten beiden Teile Kaleidra noch nicht gelesen hast, dann wäre es besser, wenn du nicht weiterliest. Diese Rezension wird Spoiler zu den ersten beiden Teilen enthalten.

»Ich hatte mit allem gerechnet, aber nicht mit jemandem wie dir.« (S. 193)

Für viele Leserinnen und Leser ist die Kaleidra Trilogie die erste Reihe aus der Feder von Kira Licht. Dies trifft nicht auf mich zu. Ich darf mich glücklich schätzen, dass ich schon seit Januar 2019, also seit dem ich blogge, die Geschichten der lieben Kira lesen durfte. Schon ihre Götter Dilogie, die ebenfalls beim ONE - Verlag erschien, hat mich mega überzeugt und in eine wunderschöne spannende Welt rund um die griechische Mythologie entführt. Seitdem habe ich vier weitere Bücher von ihr gelesen, bevor ich dann endlich die Möglichkeit hatte die Welt der Alchemistenorden kennen zu lernen. Die ersten beiden Teile habe ich als Hörbuch gehört, die ich ebenfalls über alles liebe, weil die Sprecherin für mich einfach Emilias Stimme ist. Ich hätte mir keine bessere Stimme für diese Reihe vorstellen können. Nun hatte ich die Möglichkeit den dritten Teil vorab zu lesen und freue mich darüber euch endlich meine Meinung mitzuteilen.

„Wir lösten uns voneinander, und in dem Blick, den wir uns gegenseitig
schenkten, lag still das Versprechen, dass wir das hier überleben würden.“ (S. 212)

Ben und Emilia sind aus Kaleidra zurück. Doch es ist nichts mehr so wie es einmal war. Nicht nur, dass die Ur-Alchemistin und Hohepriesterin Ishtar aus ihrer Verbannung fliehen konnte, zu allem anderen Übel hat Professor Avalanche, Meister der Quecksilberloge von Washington D.C., eine riesige Meute Crux auf die Welt losgelassen, die nun Chaos und Zerstörung hervorrufen. Zusammen mit den Crux und seinen Klonen, versucht er die gesamte Macht über die Logen an sich zu reißen und der Alleinherrscher zu werden. Dazu kommen die immer stärkeren Gefühle zwischen Emilia und Ben, die sie aber aufgrund der Regeln der Orden nicht zulassen dürfen, auch wenn es ihnen schwerfällt. Doch was ist, wenn sich eine andere Lösung findet? Und wie sollen sie den größenwahnsinnigen Professor und seine Crux Armee aufhalten, die dabei sind alle Städte zu zerstören? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt für Emilia und die Goldloge von London.

»Und was ist ...«, setzte Larkin an, da hob Thereza ihren Finger an den Mund.
Er verstummte sofort. »Schätzchen, du bist mein Blätterhalter.
Blätterhalter reden nicht.« (S. 426)

Zu allererst muss ich sagen, dass der finale Teil offiziell mein Lieblingsband ist und ich bin traurig, dass wir uns jetzt von der Truppe verabschieden müssen bis wir das nächste Mal diese wunderbaren Bücher aus dem Regal nehmen um noch einmal in die aufregende Welt der Gold-, Silber- und Quecksilberorden einzutauchen. Wenn wir wieder zurück gehen in die Welt, wo wir den besten Scriptor der Welt finden, der am liebsten ohne Kleidung herum laufen würde. Zurück in die Orden, die jetzt drei Bände lang unser Zuhause waren. Vielleicht sollte ich die Taschentücher doch nicht soooo weit weglegen. Ich vermisse jetzt schon alle. Am liebsten hätte ich es gerne, dass es niemals enden würde...

„Wir waren beide nicht dafür gemacht,
großartig mit Worten um uns zu werfen.
Wir waren beide keine Freunde großer Gesten. Aber das,
was wir füreinander empfanden, das war roh und ungeschliffen und nicht perfekt,
aber es war echt. Und das war alles, was zählte.“ (S.166)

In diesem Buch passiert einfach so unglaublich viel. Die Spannung ist fast durchgehend vorhanden und es war für mich einfach unglaublich schwer, aber gleichzeitig auch sehr leicht dieses Buch zur Seite zu legen. Schwer, weil du einfach erfahren willst was passiert. Du willst unbedingt die Antworten auf die Fragen, die schon von Anfang an bestanden und auf die Fragen, die im Laufe von Teil 3 noch hinzu kamen. Glaube mir, das sind echt nicht wenig Fragen. Immer wenn sich ein kleines Puzzleteil an eine Stelle gelegt hat, fehlen dir gefühlt 20 andere Teile. Und leicht war es für mich, weil ich immer wieder eine Pause brauchte, weil mich das Buch emotional immer wieder sehr mitgenommen hatte. Manchmal war es einfach zu viel und ich musste ein paar Mal tief durchatmen um wieder bereit zu sein. Es gibt viel zu lachen, sehr viel Spannung, aber auch Herzschmerz und das nicht nur in Sachen Liebe, sondern auch in Sachen Menschlichkeit, Mitgefühl und Trauer. Mein Herz war immer voll mit dabei. Von der ersten Seite in Band 1 bis zur letzten Seite, zum letzten Satz, der der beste Satz und das beste Ende der Welt ist, war ich von der Geschichte überzeugt und hatte mich verliebt. Ich hatte gefühlt, dass diese Reihe ein enormes Potential hat und ich wurde nicht enttäuscht. Als ich die ersten Seiten von Teil 3 gelesen hatte, war ich wieder komplett in der Geschichte drin und es fühlte sich an wie nach Hause kommen. Ich kam in meine liebste Familie zurück, die mir im kompletten letzten Jahr total wichtig geworden ist.

»Habe ich dir eigentlich schon gesagt, wie schön es ist, wenn du ›uns‹ sagst?
Ich weiß, wir gehören unterschiedlichen Orden an,
aber für mich hast du von Anfang an dazugehört, zu uns gehört.« (S. 424)

Ich liebe die Entwicklung von Emilia, dem mutigen Mädchen, die sich einfach in eine neue Welt gestürzt hat, obwohl sie alle für verrückt gehalten hat. Sie stand für sich und ihre Liebsten ein. Sie ist einfach eine traumhafte Protagonistin mit ihren realen Ängsten und Träumen. Mit ihren Fehlern und ihren Stärken. Sie lässt sich niemals unterkriegen, egal wie schlecht es aussieht. Emilia ist meine persönliche Heldin.
Ben ist wohl mein Bookboyfriend No.1, besonders nach diesem Teil. Im ersten Teil hatte ich häufig das Bedürfnis ihm einfach eine runter zu schlagen, doch auch er hat in allen drei Büchern eine enorme Wandlung hinter sich gebracht und das ist der Wahnsinn. Ich liebe den neuen Ben, der knallhart und unfassbar sanft zugleich sein kann. Er würde Emilia über alles stellen, sogar über seine eigene Loge und das war am Anfang überhaupt nicht denkbar. Ben und Emilia sind mein liebstes Traumpaar überhaupt.
#AlleLiebenLarkin Ein Hashtag, der zu unserer Freude sogar im Buch vorkam und es ist ein Hashtag voller wahrer Worte, denn, wer liebt Larkin und seine sehr erfrischende und charmante Art denn nicht? Er ist doch DER Scriptor aller Logen und aller Orden. Ohne ihn wäre dieses Buch nur halb so toll. Er lockerte die Stimmung immer auf und es entstehen immer so unterhaltsame Konversationen, wenn Larkin mit von der Partie ist. Er ist einfach der Kleber, der alles zusammen hält.

"»Erinnerungen sind Erinnerungen«, sagte ich.
»Egal, ob sie gut oder schlecht sind,
sie haben ein Recht dazu, zu existieren." (S.413)

Ich finde es ja immer wieder faszinierend wie Kira es schafft, so viele Fragen aufzuwerfen und sie zum Ende der Reihe alle aufzulösen ohne dass es sich anfühlt, dass sie einfach nur noch fertig werden will. Sie spinnt immer so viele kleine feine Fädchen, die am Ende einer Reihe einen dicken festen Strick ergeben. Das ist etwas was ich an ihrem Schreibstil so mega liebe und einer der größten Gründe, weshalb ich ihre Bücher immer und immer wieder lesen möchte. Ihre Bücher haben einfach einen Suchtfaktor und bisher wurde mir am Ende jeder Reihe das Herz gebrochen, weil ich wieder eine wundervolle Familie gefunden habe, die ich wieder verlassen muss. Meiner Meinung nach ist Familie keine Sache der Genetik. Familie ist eine Sache des Gefühls und die Goldloge von London, zusammen mit Kyle, Emilia, Newton, Aurora, Matti und Davine, dass ist eine Familie. Eine sehr große Familie und ich finde es wirklich schade sie gehen zu lassen, weil sie meine liebste Buchfamilie ist, die ich je hatte. Vielleicht schreibt Kira ja irgendwann mal eine Geschichte über die Kinder von Ben und Emilia. Das wäre einfach unfassbar cool, zumal ich auch gerne wissen würde ob Larkin und Annmary ihr Glück finden und wenn ja, mit wem...

"Es ist einfach, in Schwarz und Weiß zu unterteilen,
wenn man immer nur mit denen zu tun hatte,
die sich durch schlechte Schlagzeilen hervorgetan haben." (S. 511)

Von mir bekommt ihr auf jeden Fall eine sehr klare Leseempfehlung! Es ist ein würdiges Ende für diese grandiose Reihe. Es ist vollkommen egal, ob man sehr bewandert ist in Naturwissenschaften oder nicht, es macht trotzdem unfassbar viel Spaß diese Reihe zu lesen. Es lässt dich mitfiebern und es gibt diese faszinierende Plottwist, die immer dann kommen, wenn du sie am wenigsten erwartest und dann haut Kira Dinge raus, auf die du nicht mal in deinen kühnsten Träumen kommen würdest. Der finale Band von Kaleidra hat mich mehr als nur überrascht und ich freue mich schon unglaublich auf weitere Projekte von Kira Licht.

„Noch mehr Rufe und Gejohle. Bens Schrei übertönte sogar die Wellen.
»Larkin! Du ziehst jetzt sofort wieder deine Hose an!«“ (S.549)

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