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Veröffentlicht am 09.10.2019

Ein absolutes Highlight!

The Difference Between Us
1

„The Difference Between Us“ ist der zweite Band der „Opposites Attract“-Reihe von Rachel Higginson und erhält von mir - wie auch der erste Band - wieder volle 5 von 5 Herzen. Erst Vera und Killian, jetzt ...

„The Difference Between Us“ ist der zweite Band der „Opposites Attract“-Reihe von Rachel Higginson und erhält von mir - wie auch der erste Band - wieder volle 5 von 5 Herzen. Erst Vera und Killian, jetzt Molly und Ezra – eine Liebesgeschichte mit hitzigen Wortgefechten, berührenden Gesten und einer Tiefe, die unter die Haut geht. Ich habe mich wieder köstlich amüsiert. Wenn es um Humor geht, kann keiner Rachel Higgsinson das Wasser reichen! Ich habe gelacht, geweint, mitgefiebert und vor Wut geschäumt. Klasse! Ein Monatshighlight, das ich nur weiterempfehlen kann.

Story ♥♥♥♥♥/5
Charaktere ♥♥♥♥♥/5
Gefühle ♥♥♥♥♥/5
Spannung ♥♥♥♥♥/5
Schreibstil ♥♥♥♥♥/5
Ende ♥♥♥♥♥/5

„The Difference Between Us“ ist der zweite Band der „Opposites Attract“-Reihe von Rachel Higginson und eine Neuerscheinung, auf die ich mich besonders gefreut habe. Nachdem sich der erste Band „The Opposite Of You“ als Monatshighlight herausstellte, stand für mich fest, dass ich alle Liebesromane von Rachel besitzen, lesen und lieben werde – und ich wurde keineswegs enttäuscht!

Nach dem gefühlvollen Liebeschaos zwischen Vera und Killian konzentrieren wir uns im zweiten Band auf Veras quirlige Freundin Molly und Killians strengen „Bruder“ Ezra. Die beiden Persönlichkeiten haben wir zwar im ersten Band als Nebencharaktere mehr oder weniger kennengelernt, aber ihre Stärken und Schwächen, Ängste und Sehnsüchte erfahren wir jetzt endlich in „The Difference Between Us“. Da Rachel Higginson die Nebencharaktere – in jedem Band – sehr stark in die Geschichte miteinbezieht, habe ich die liebenswürdige Molly und den schroffen Ezra schon lange ins Herz geschlossen. Beide haben unterschiedliche Ansichten auf das Leben und die Arbeit – Molly ist sensibel und kreativ, Ezra hingegen das Ebenbild eines kaltherzigen Geschäftsmannes -, dementsprechend sind die beiden im ersten Band schon unangenehm aneinandergeraten. Natürlich zum Missfallen von Vera und Killian, die sich eine lockere und angenehme Atmosphäre im Freundeskreis wünschen. Zumal die Hochzeit der beiden bevorsteht, müssen Ezra und Molly endlich ihre Sturheit ablegen und sich als harmonische Trauzeugen behaupten. Schon allein dieser Punkt lässt mich Schmunzeln: Ezra und Molly, die Streithähne, sollen zusammenarbeiten? Unmöglich! Es kann nur witzig werden!

– Ich hingegen war auf Ezras Bewunderung und Respekt nicht angewiesen. […] Überhaupt gab ich mich nur wegen der Verlobungsparty mit ihm ab. Sobald die vorüber war, wollte ich nichts mehr mit ihm zu tun haben, und am liebsten wäre mir, er würde vergessen, dass ich existierte. – S. 31

Zu Beginn des Lesens war ich wahnsinnig gespannt auf die Lebensgestaltung der beiden Charaktere und ich wurde nicht enttäuscht. Wir begleiten die 27-jährige Molly dabei, wie sie ihren Job bestreitet, mit Vera lustige Dinge unternimmt und versucht, die Karriereleiter mit Selbstbewusstsein zu erklimmen. Außerdem versucht sie mit aller Macht, eine Begegnung mit Ezra zu vermeiden – die jedes Mal katastrophal endet! Ich habe oft Tränen gelacht, weil die Szenen so humorvoll gestaltet wurden und die beiden sich hitzige Wortgefechte liefern können! Gegensätze ziehen sich laut einer Volksweisheit in Liebesdingen bekanntlich an, aber ist diese Theorie auch auf die Beziehung zwischen Ezra und Molly übertragbar? Findet es heraus! Ich habe mich auf jeden Fall köstlich amüsiert.

– Ezra Baptiste war einer der unerträglichsten Männer, die mir je begegnet waren. Arrogant, herablassend und verschämt gut aussehend, besaß er all die Wesenszüge eines Menschen, mit dem ich nichts zu tun haben wollte. – S. 33

Ezra hingegen scheint mit seinem Erfolg im Leben sehr zufrieden zu sein: zahlreiche Geliebte und eröffnete Restaurants, Geld, Macht und eine Attraktivität, der die meisten Frauen erlegen sind. Da wir die Geschichte nur aus Molly Sicht erleben, wissen wir zunächst nicht, ob mehr hinter dem hochmütigen Ezra steckt. Doch eine Frau wie Molly mit einem so großen Herz, die für ihre Liebsten kämpft und im Notfall Paroli bieten kann, scheint er nicht gewohnt zu sein. „The Difference Between Us“ würde keine fünf von fünf Herzen erhalten, wenn mich die emotionale Tiefe nicht so berührt hätte. Wir erfahren, wie es um Ezra steht: eine schwierige Vergangenheit. Auch Molly hat ihre Päckchen zu tragen. Es wird ein wichtiges Thema angesprochen, das sehr sensibel behandelt wird – dank Ezra, der im zweiten Band die eiskalte Maske fallen lässt! Ich bin durch und durch begeistert! Ezra ist eine Wundertüte, Molly ist die Güte in Person und es hat unheimlich Spaß gemacht, die beiden im zweiten Band zu begleiten. Nicht nur Molly hat sich Hals über Kopf in Ezra verliebt.

– Er lächelte breit und aufrichtig, auf ungewohnte Weise sanft, und setzte sich mir gegenüber. Das mag der Moment gewesen sein, in dem ich mich in ihn verliebte. Und wenn es nicht Liebe war, dann auf jeden Fall Begehren. Ziemlich heftiges Begehren. – S. 271

Der Schreibstil von Rachel Higginson ist wieder locker, leicht und sehr angenehm zu lesen. Es gibt wie im ersten Band wieder viele gefühlvolle Szenen – nicht nur zwischen Molly und Ezra! Ich konnte das Buch nicht aus den Händen legen. Mollys Wortgefechte, Ezras Sturheit, Wyatts humorvolle Sprüche, Veras Freundlichkeit, Killians Fertigkeiten: Ich habe alle Charaktere wieder ins Herz geschlossen, mit ihnen gefiebert, geweint und gefeiert! Zusätzlich werden wir auf den dritten Band „The Problem With Him“ vorbereitet. Wyatt und Kaya. Ich kann es kaum erwarten.

– Ezra Baptiste. Unternehmer, Gastronom, Wetterfrosch. […] Die Anreden „Lieber Ezra“, „lieber Mr. Baptiste“ und „Blödmann“ verkniff ich mir und beschränkte mich auf ein einfaches „Ezra“. – S. 52

Veröffentlicht am 06.09.2019

Liebe? Spannung? Unterhaltung?

Cherish Love
3

„Cherish Love“ von Nalini Singh erhält von mir 2 von 5 Herzen. Der erste Band der neuen New Adult Reihe von Bestseller-Autorin Nalini Singh hat in kurzer Zeit schon viele Leser für sich eingenommen, leider ...

„Cherish Love“ von Nalini Singh erhält von mir 2 von 5 Herzen. Der erste Band der neuen New Adult Reihe von Bestseller-Autorin Nalini Singh hat in kurzer Zeit schon viele Leser für sich eingenommen, leider gehöre ich nicht dazu. Unsichere Hauptprotagonisten, unangenehme Kosewörter, das stets gleichbleibende Gedankenkarussell, eine ungeduldige und hektische Romanze sowie eine Leserin, die einfach keinen Bezug zur Geschichte herstellen konnte. Leider hat mich „Cherish Love“ eher enttäuscht, freue mich aber über jeden Fan, der sich für diese Reihe begeistern kann. Geschmäcker sind eben verschieden.

Story ♥♥♥/5
Charaktere ♥♥,♥/5
Gefühle ♥♥/5
Spannung ♥♥/5
Schreibstil ♥♥♥,♥/5
Ende ♥,♥/5

„Cherish Love“ ist der heiß ersehnte erste Band der neuen New Adult Reihe von Nalini Singh und ein Spin-Off um die aus „Rock Kiss“ bekannten Bishop-Brüder. Eine Bestseller-Autorin, ein wunderschönes Cover und eine Leseprobe, die mir außerordentlich gut gefallen hat. Jedoch muss ich mit Ernüchterung feststellen, dass ich einfach zu viele Probleme mit diesem Liebesroman habe. „Cherish Love“ hat viele Leser für sich eingenommen und ich freue mich sehr über die große Fanbase, aber leider muss ich das Resümee ziehen, dass es mich eher enttäuscht hat.

In „Cherish Love“ geht es um die erste Schwärmerei und den Mut, für den gemeinsamen Traum zu kämpfen. Die kurvenreiche, rothaarige junge Frau Ísa Rain hatte vor sieben Jahren Sailor Bishop gehörig den Kopf verdreht. Sailor ergriff nicht die Chance, seinen ersten Schwarm kennenzulernen und erfuhr nicht einmal ihren Namen. Wie es das Schicksal so will, erhält der 23-jährige Jungunternehmer nach sieben langen Jahren eine zweite Chance! Das Problem: Der große Altersunterschied und Isas desaströse Beziehungserfahrungen. Seine Traumfrau ist 28 Jahre alt, millionenschwer, steht mit beiden Beinen fest im Leben und das Ticken ihrer biologischen Uhr wird immer lauter…

Obwohl mich die ersten Kapitel der Leseprobe überzeugen konnten und ich mich wahnsinnig auf die Liebesgeschichte gefreut habe, habe ich nach fünfzig Seiten recht schnell gemerkt, dass „Cherish Love“ nicht für mich geschrieben wurde. Das größte Problem hatte ich mit den Charakteren und der Erzählperspektive. Der Roman ist in der dritten Person geschrieben und ich brauchte immer viel Zeit, um nach einer kurzen Lesepause wieder einzusteigen. Ich konnte zu beiden Hauptprotagonisten keinen Bezug aufbauen, es war zum Verzweifeln. Wir haben zwar viel Zeit, die Figuren ausgiebig kennenzulernen, aber Isa und Sailor blieben in meinen Augen durchweg eher blasse und hektische Charaktere, die sich ständig wiederholten, inkonsequent/unsicher waren und meine Nerven strapazierten. Wir lernen beide Großfamilien hinter den Figuren kennen - Irrungen und Wirrungen -, aber ich habe alle Szenen sehr distanziert wahrgenommen. Es werden sowohl negative als auch positive Emotionen vermittelt, aber irgendwie haben beide Figuren immer die von mir gewünschte Verbindung zur Geschichte gestört, indem sie wieder und wieder unangenehme Kosewörter wie „sexy Rotschopf“ verwendeten, das stets gleichbleibende Gedankenkarussell nicht stoppen können oder für mich nicht nachvollziehbare Handlungen vollzogen. Ich mag es außerdem nicht, wenn eine Figur sich selbst als reife und konsequente Person wahrnimmt und im Nachhinein doch durch naive und kindliche Äußerungen/Handlungen das Gegenteil beweist.

„Wir werden uns nicht wiedersehen“, sagte sie mit Nachdruck und überhörte den lauten Protest ihrer Teufelin.„Ich lasse mich nicht mit Kindern ein.“
„Oh, ich bin schon eine ganze Weile keins mehr.“ – S. 123

Ein weiteres Problem mit „Cherish Love“ ergibt sich dadurch, dass ich mir die Liebesgeschichte mit ganz anderen Erwartungen vorgenommen habe. Enttäuschungen entstehen immer nur durch falsche Erwartungen. Die Leseprobe vermittelte mir, dass ich eine romantische, vielleicht zarte Liebesgeschichte erwarten kann. Isa und Sailor sind jedoch eher ungeduldige, fieberhafte Menschen, die, wenn sie aufeinander losgelassen werden, nicht mehr kontrolliert werden können. Im wahrsten Sinne des Wortes: Hungrige Blicke, hektische Küsse, Anzüglichkeiten. Zu rasant für mich. Mir fehlen lange und intensive Gespräche und vor allem Figuren, die zuhören und vor allem eine Isa, die ihre Zickigkeit ablegt und einen gestandenen jungen Mann mit 23 Jahren ernst nimmt. Zusätzlich wird der Fokus auf viele Probleme der beiden Hauptprotagonisten gelenkt (Familie, Freunde, Job), die zwar äußerst interessant sind und die Geschichte auflockern, aber auch für den langsamen und chaotischen Handlungsverlauf verantwortlich sind.

Veröffentlicht am 23.08.2019

MUST-HAVE der Reihe!

DARK LOVE - Ohne dich bin ich verloren
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-> Marens Bücherwelt (Blog)
-> xxmissletterxx (Instagram)

„Dark Love – Ohne sich bin ich verloren“ von Estelle Maskame erhält von mir 4,5 von 5 Herzen. Ein Must-Have für jeden Fan der „Dark Love“-Trilogie! ...

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„Dark Love – Ohne sich bin ich verloren“ von Estelle Maskame erhält von mir 4,5 von 5 Herzen. Ein Must-Have für jeden Fan der „Dark Love“-Trilogie! Der Leser erfährt endlich, wie es um Tylers Innenleben steht, denn dieser Band aus Tylers Perspektive setzt genau hier an! Endlich fügen sich die Puzzleteile zusammen. Wir erhalten einen exklusiven Einblick in Tylers Gedanken- und Gefühlswelt und lernen mit ihm die Dämonen kennen, die ihn jeden Tag quälen. Das Monster hat einen Namen: Peter Bruce. Ein absolutes Lesehighlight! Eine Achterbahn der Gefühle: Trauer, Wut, Angst, Scham, Ekel, aber vor allem auch Liebe – die Liebe zu Eden, seiner Stiefschwester!

Story ♥♥♥♥,♥/5
Charaktere ♥♥♥♥♥/5
Gefühle ♥♥♥♥♥/5
Spannung ♥♥♥♥,♥/5
Schreibstil ♥♥♥♥,♥/5
Ende ♥♥♥♥/5

„Dark Love – Ohne dich bin ich verloren“ schildert die Geschehnisse des ersten Bandes aus der Sicht des männlichen Hauptprotagonisten Tyler Bruce. Tyler Bruce, ein Name, mit dem ich nach drei Bänden viel verbinde: „aufopferungsvoll“, „zerbrechlich“, „erzürnt“ und „einsam“. Zunächst muss ich gestehen, dass ich kein Fan von zusätzlichen Bänden bin, die die Geschichte aus einer anderen Perspektive schildern, aber „Dark Love – Ohne dich bin ich verloren“ stellt eine absolute Ausnahme dar. Wer die Geschichte des ersten Band verfolgt hat, weiß, dass Tyler ein sehr zurückgezogener junger Erwachsener ist, der vor allem im ersten Band unter Stimmungsschwankungen leidet und auch seiner schrecklichen Vergangenheit bestimmt Handlungen vollzieht, die für den Leser zunächst nicht nachvollziehbar erscheinen. Zwar wird in „Dark Love – Dich darf ich nicht verlieren“ Tylers Vergangenheit aufgedeckt, aber wir erfahren nicht, wie es um Tylers Innenleben steht und genau hier setzt dieser Band an! Endlich fügen sich die Puzzleteile zusammen! Wir erhalten einen exklusiven Einblick in Tylers Gedanken- und Gefühlswelt und lernen mit ihm die Dämonen kennen, die ihn jeden Tag quälen.

„Dark Love – Ohne dich bin ich verloren“ hat dieses Mal einen besonderen Erzählstil. Zum einen springen wir in die Vergangenheit, in der Tyler circa. 6-12 Jahre alt ist und erfahren endlich, wie grausam die dunkle Seite seines Vaters in Wirklichkeit gewesen ist. Beleidigungen, Liebesentzug, körperliche Misshandlungen, seelische Quälerei, Traumatisierungen und viele weitere tief erschütternde Erlebnisse, die Tyler jetzt mit dem Leser durchlebt. Haltet die Taschentücher bereit, denn wenn es Monster gibt, dann dieser einen Namen: Peter Bruce. Ich musste mich seelisch immer auf die Kapitel über Tylers Vergangenheit vorbereiten, denn es gibt zahlreiche Szenen, die mich schockiert und tief berührt haben. Die Autorin schafft es allemal, dass der Leser jegliche Emotionen durchlebt: Von Wut, Angst, Ekel bis hin zu Traurigkeit, Scham und Verzweiflung ist alles dabei. Ich war sprachlos, dann hilflos, unglaublich wütend und konnte mich endlich in Tylers Situation hineinversetzen und seine von Eden wahrgenommen Handlungen im Kontext nachvollziehen. Eine spannende und dramatische Lesereise, die mich durchweg unterhalten konnte!

Auf der anderen Seite, und das macht circa. 50% des Buches aus, springt der Leser wieder in die Gegenwart. Hier konnte mich besonders die Beziehung zu seinen „Freunden“ überzeugen: Tiffani, Declan, Dean, Kaleb, Rachel, Jake, Meghan. Fragen wie „Wie stehen sie zu Tyler?“, „Wie ist er mit Tiffani zusammengekommen?“, „Wie fängt Tyler mit dem Dealen an?“ werden beantwortet und wir lernen den „idiotischen“ Tyler kennen, als den er sich ausgibt. Sehnsüchtig wartet der Leser auf die erste Begegnung mit Eden! Eden ist die einzige Person, die den „echten“ Tyler erreicht.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Malerisch! Enttäuschende Liebesgeschichte!

Show me the Stars
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„Show Me The Stars“ von Kira Mohn erhält von mir 3,5 von 5 Herzen. Ein Buch, das durch den malerischen Schreibstil lebendig wird: das Rauschen ...

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„Show Me The Stars“ von Kira Mohn erhält von mir 3,5 von 5 Herzen. Ein Buch, das durch den malerischen Schreibstil lebendig wird: das Rauschen des Meeres und schreiende Möwen am bewölkten Himmel. Kira Mohn hat es geschafft, dass ich mich Hals über Kopf in Irland verliebt habe. In "Show Me The Stars" begleitest du Liv auf eine mutige, nachdenkliche und außergewöhnliche Reise, bei der Liv neue Kraft für die Zukunft tanken soll. Eine entzückende junge Frau! Jedoch konnte mich die Liebesgeschichte keineswegs berühren, fesseln und mitfiebern lassen. Der äußerst ruhige, zurückgezogene Ire Kjer ist mir aufgrund verletzendes und unverschämtes Verhalten gegenüber Liv unsympathisch geworden. Ein Leckerbissen für das Auge, mehr nicht. Ich hoffe, dass mich die Liebesgeschichte im zweiten Band mehr ergreifen wird.

Story ♥♥♥,♥/5
Charaktere ♥♥♥♥/5
Gefühle ♥♥/5
Spannung ♥♥♥,♥/5
Schreibstil ♥♥♥♥,♥/5
Ende ♥/5

Erschöpft, ausgelaugt, gestresst, aussichtlos. Egal wie viel Energie die 22-jährige Liv Baumgardt in ihre journalistische Arbeit steckt, sie muss sich weiterhin mit Apothekenbeiträgen und Promi-Klatsch zufriedengeben, da sie keinem gerecht werden kann. In diesem Fall klingt eine bezahlte Auszeit als Housesitterin für einen Leuchtturm auf einer kleinen unbewohnten irischen Insel nach einem interessanten und außergewöhnlichen Abenteuer. Raus aus dem Arbeitstrott! Raus aus der Komfortzone! Liv freut sich auf das ungewöhnliche Jobangebot und erhofft sich neue kreative journalistische Ideen, die sie beruflich weiterbringen werden. Als sie dann auch noch auf den jungen Mann Kjer trifft, der sie regelmäßig mit Nahrungsmitteln beliefern soll – attraktiv, ruhig, talentiert -, freut sich Liv umso mehr. Die einheimischen Bewohner der Nachbarsinsel können es kaum glauben, dass eine junge hübsche Frau wie Liv ein halbes Jahr auf den alten einsamen Leuchtturm „Matthew“ aufpassen soll, aber Liv überzeugt sie vom Gegenteil!

Das absolute Highlight des Romans ist Livs Entwicklung und der malerische Ort bzw. die unglaublich ausdrucksstarke Atmosphäre der irischen Insel, die mich in den Bann gezogen hat. Da die Autorin auf den ersten 60 Seiten Livs kompliziertes und karges Leben vorstellt und wir in Ruhe diese entzückende junge Frau kennenlernen können, baut der Leser schnell eine enge Beziehung zur weiblichen Hauptprotagonistin auf. Ich habe Liv nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen und mich sehr gefreut, sie auf ihrem irischen Abenteuer zu begleiten. Wir erhalten durchgehend einen detaillierten Einblick in Livs Gefühl und Gedankenwelt, lernen ihre Ecken und Kanten kennen und fühlen auf einer sehr intensiven Art mit der Figur mit. Liv ist zwar auf einer einsamen Insel mit einem Leuchtturm namens Matthew, aber ihre Gedanken sind schrill, laut und aufregend!

Mein einziger, aber stärkster Kritikpunkt ist die Liebesgeschichte. Kjer und Liv - eine Konstellation, die es mir schwergetan hat, den Roman ins Herz zu schließen. Einzeln betrachtet sind beide Figuren unheimlich interessante Persönlichkeiten: Liv ist aufgeweckt, trotz vieler Ängste mutig, sehr herzlich, aber etwas naiv (sie verknallt sich trotz vieler doch sehr nervigen Warnungen der Inselbewohner Hals über Kopf in Kjer). Kjer hingegen ist eher verschlossen, ruhig, teilweise kühl und unverschämt, wenn man ihm zu nahe kommt. Liv ist bereit, ihr Herz zu öffnen. Kjer hingegen ist nur an Affären interessiert und weist tiefere Gefühle rigoros ab, sodass Livs Gefühle nur verletzt werden können. Der Leser weiß recht schnell, dass es in eine Katastrophe enden wird. Ich habe Kjer leider durchgehend als unsympathische Person wahrgenommen: Er achtet nicht auf die Gefühle anderer Menschen; wird von der gesamten weiblichen Inselbevölkerung nur auf das Äußere reduziert und als „Toyboy“ abgestempelt, mit dem man nur im Bett Spaß haben könne; hat für meinen Geschmack zu viele konstruierte Schicksalsschläge hinter sich, die ich als überdramatisiert und unrealistisch empfunden habe, die dann noch „rechtfertigen“ sollen, dass er sich so fies gegenüber Frauen benehmen darf. Nein. Kjer war mir durchgehend ein Dorn im Auge und ich glaube, diese negative Wirkung auf mich ist definitiv kein beabsichtigter Aspekt der Autorin. Ein Punkt, der mich bezüglich der Liebesgeschichte auch gestört hat, ist die knappe Kommunikation unter den Protagonisten. Kjer ist ein äußerst zurückgezogener, wortkarger Mann, mit man sich – so erschien es mich - nicht unterhalten kann. Es gibt nur wenige lange, intensive, aufschlussreiche Gespräche zwischen Kjer und Liv. Somit hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte nicht tiefgründig werden kann.

Der Schreibstil von Kira Mohn ist locker, leicht und sehr angenehm zu lesen. Mich haben vor allem die realistischen und atmosphärischen Naturbeschreibungen fasziniert. Das Buch wird regelrecht lebendig: das beruhigende Rauschen der Wellen, die schreienden Möwen am bewölkten Himmel, der stürmische Wind, der knirschende Kiesweg zum Leuchtturm, die funkelnden Sterne und das reflektierende Mondlicht. Nicht nur Liv fühlt sich wahnsinnig wohl in Irland, sondern auch der Leser entwickelt eine Bindung zu diesem besonderen Land. Klasse!

Es gibt einige ungeklärte Leerstellen in der Geschichte, die mich enttäuscht zurückgelassen haben. Zum einen interessiert mich der Ausgang der problematischen Mutter-Tochter-Beziehung und die emotionale Geschichte des alten Leuchtturmbesitzers. Beide Aspekte werden in meinen Augen viel zu intensiv behandelt, um später nicht wieder aufgegriffen zu werden. Schade. Vielleicht erhalten wir in den Folgebänden mehr Informationen.

Veröffentlicht am 23.08.2019

Einfach nur enttäuschend...

ELFENKÖNIG
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„Elfenkrone 2 - Elfenkönig“ von Holly Black erhält von mir 2 von 5 Herzen. Leider muss ich mich dafür entscheiden, die Reihe mit dem zweiten Band ...

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„Elfenkrone 2 - Elfenkönig“ von Holly Black erhält von mir 2 von 5 Herzen. Leider muss ich mich dafür entscheiden, die Reihe mit dem zweiten Band abzubrechen. Ich freue mich trotz meiner durchgehend negativen Rezension wirklich sehr, dass die Reihe mittlerweile eine große Fanbase erreicht hat und viele Leser Spaß an Judes Geschichte haben. Ich persönlich hatte jedoch viele Probleme mit den Charakteren; mich konnte der Fortgang der Geschichte nicht fesseln; die Intrigen und Dramen sind uninteressant geworden, die „Liebesgeschichte“ hat mich völlig verwirrt zurückgelassen und das Ende kann mich auch nicht überzeugen, die Reihe fortzusetzen. Leider eine riesige Enttäuschung.

Story ♥♥♥/5
Charaktere ♥♥/5
Gefühle ♥,♥/5
Spannung ♥♥/5
Schreibstil ♥♥♥♥/5
Ende ♥/5

Nach den dramatischen Ereignissen des ersten Bandes, hat das Menschenmädchen Jude die Krone der Elfen fest im Griff. Der aktuelle Elfenkönig Cardan ist durch einen listigen Schwur an Jude gebunden: Er sitzt zwar auf dem Thron, aber Jude gibt die Befehle an. Doch mit anderen machgierigen Elfenherrschern, die ihr gefährlich werden könnten, hat Jude nicht gerechnet. Sie muss herausfinden, wer Freund und Feind ist – immer mit Cardan im Nacken, ihrem größten Feind. Intrigen, Verrat, Geheimnisse – aber ich warte sehnsüchtig auf eine Szene, die mich überrascht und fesselt. Vergeblich.

Hier ein ereignisloser Kontrollgang von Jude; da eine lästige Bemerkung von Cardan, der ihr ganz selten über den Weg läuft. Hier ein lüsterner Locke, der - meiner Meinung nach - eine sehr nutzlose Rolle im Buch erhält; da ein eine Liebesgeschichte, die Fans begeistert, mir aber äußerst suspekt erscheint. Ich muss leider gestehen, dass mich „Elfenkönig“ zutiefst enttäuscht hat.

Der Beginn der Geschichte ist zäh. Gleich auf der ersten Seite erfahren wir, wie es um Jude steht. Sie möchte Kampfgeist und Mut ausstrahlen, aber mir erscheint sie eher störrisch, kindlich und bockig, die nichts unter Kontrolle hat. Ich habe circa 120 Seiten gebraucht, um den Faden nicht ständig zu verlieren. Ich bin auf viele "gesichtslose" Nebencharaktere gestoßen, die ich zwar im ersten Band kennengelernt habe und in Judes Intrigen verstrickt sind, im zweiten Band aber keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Geist, Bombe, Nicasia, Locke, Judes Stiefvater und ihre Schwestern: Die Gespräche sind kurz und knapp, keiner vertraut dem anderen, niemand zeigt Gefühle – blasse Figuren, die gähnende Leere hinterlassen haben. Vor allem Locke und Taryn, die im ersten Band für die große überraschende Wendung verantwortlich waren, haben mich zutiefst enttäuscht. Beide führen nichtssagende Handlungen aus. Der eine vergnügt sich durchgängig mit dem anderen Geschlecht, der andere tut so, als hätte es den ersten Band nicht gegeben. Traurig. Was ist mit Oak, Judes Ziehbruder? Dem geht es gut, oder? - Naja, dann ist doch alles gut... Nein.

Mein eigentliches Problem ist jedoch die "Romanze", die das Fass letztendlich zum Überlaufen gebracht hat: Jude und Cardan. Ich habe mich wahnsinnig auf die Annäherung der Charaktere gefreut, da ich Sätze gelesen habe wie: „Wow. Ein tolles Paar“, „meisterhafte Hass-Liebe“, „sexuelle Anziehung“, die Chemie, die zu hundert Prozent stimmt“. Für mich ist das, was zwischen den beiden Hauptprotagonisten abgelaufen ist, eine emotionslose, oberflächliche, von Hormonen gesteuerte Szene, die über drei Seiten geht und mich einfach nur verwirrt hat. Keine Liebe, keine Anziehung. Keine Chemie! Wenn man sein Gegenüber nur auf das attraktive Äußere reduziert, aufseufzt, rot wird, ihm wortwörtlich die Kleider vom Leib reißen möchte, um danach wieder die „Ich hasse dich immer noch“-Maske aufzusetzen, dann ist das in meinen Augen nichts, das mich in irgendeiner Weise fesseln oder begeistern kann. Die Krönung des Ganzen ist jedoch das letzte Gespräch zwischen Cardan und Jude, bevor das Buch endet. Eine Überraschung, die ich als unfassbar naiv und plump aufgenommen habe.