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Veröffentlicht am 04.11.2019

Ganz bezaubernder Roman!!!

Waschen, Schneiden, Melken
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In dem Roman „Waschen, Schneiden, Melken“ lernt man den chaotischen, liebenswerten Koch Tom kennen, der um der Liebe willen plötzlich auf einer Kuh-Farm landet und völlig neue Seiten und Talente an sich ...

In dem Roman „Waschen, Schneiden, Melken“ lernt man den chaotischen, liebenswerten Koch Tom kennen, der um der Liebe willen plötzlich auf einer Kuh-Farm landet und völlig neue Seiten und Talente an sich entdeckt.

Schon der Titel hat mich neugierig gemacht und als ich den Klappentext gelesen hatte, war ich vollends neugierig. Was für eine interessante Idee für einen Roman. Und ich wurde nicht enttäuscht: Der Roman war genauso gut wie die Idee, die dahinterstand. Ein lebhafter, lockerer Schreibstil voller Humor; ich musste sehr oft schmunzeln und lachen! Gerade über Tom. Zunächst war er mir nicht wirklich sympathisch, aber das hat sich schnell geändert. Er ist wirklich ein sehr spezieller Charakter, der mit vielfältigen und interessanten Phobien zu kämpfen hat und sehr impulsiv ist. Letzteres bringt ihn mehr als einmal in eine unmögliche Situation! Catherine lernt man über ihre Tagebucheinträge kennen – ein interessantes Stilmittel, das sich gut in die Story einfügt. Auch die anderen Charaktere sind liebevoll gezeichnet und sehr facettenreich. Toll fand ich auch die Entwicklung, die man bei einigen Personen mitverfolgen konnte.

Ich mochte es, dass man einen Einblick in das schöne Irland und in die interessante Welt einer Kuh-Farm erhält. So weiß ich jetzt, worauf es bei einem Kuhwettbewerb ankommt und was ein Cowfitter für einen Job hat. Man erfährt auch viel über den Charakter von Kühen und diese wachsen einem genauso ans Herz wie die menschlichen Protagonisten.

Bei allem Humor kommt auch die Romantik nicht zu kurz! Besonders gut gefallen hat mir, dass dieser Roman ohne ausführliche Bettszenen ausgekommen ist! Das Ende war genau nach meinem Geschmack und hat das Buch perfekt gemacht!!! Ich hatte größte Freude beim Lesen und war total traurig, als ich den Roman fertig gelesen hatte. Ich würde mich wahnsinnig über eine Fortsetzung freuen, sind mir doch die vielen liebenswerten Charaktere wahnsinnig ans Herz gewachsen!

Veröffentlicht am 04.11.2019

Tolle Liebeserklärung an die Bienen

Bienenleben
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In dem Buch „Bienenleben“ von Sarah Wiener geht es um ihr großes Hobby, die Imkerei und viel Wissenswertes rund um das Thema Bienen.

Ich kenne Sarah Wiener aus dem Fernsehen als Köchin. Dass sie Imkerei ...

In dem Buch „Bienenleben“ von Sarah Wiener geht es um ihr großes Hobby, die Imkerei und viel Wissenswertes rund um das Thema Bienen.

Ich kenne Sarah Wiener aus dem Fernsehen als Köchin. Dass sie Imkerei als Hobby betreibt und einen wunderschönen Naturgarten besitzt, war mir nicht bekannt. Insofern hat mich dieses Buch sehr neugierig gemacht, zumal mich das Thema „Bienen“ überaus interessiert.

Und ich bin nicht enttäuscht worden. Durch das Buch lernt man sehr viel über Bienen, die Imkerei früher und heute und auch etwas über die Autorin selbst. Der Schreibstil ist total flüssig und macht das Lesen angenehm und aus jeder Seite spricht die Liebe der Autorin zu ihren Bienen, der Imkerei und der Natur. Das ist super sympathisch! Und man lernt sehr viel dazu; einiges über die Bienen war mir schon bekannt, anderes war mir völlig neu. So war mir klar, dass Bienen intelligente kleine Tierchen sind, aber wie intelligent sie wirklich sind, war mir nicht bewusst.

Das Thema Imkerei finde ich extrem faszinierend, ich hatte vor dem Lesen des Buches nicht viel Ahnung davon. Nach der Lektüre muss ich sagen: Hut ab vor allen, die sich damit beschäftigen; es steckt wirklich viel mehr dahinter, als ich vermutet hätte.

Besonders schön und hilfreich fand ich die vielen hochwertigen Bilder, die viele beschriebene Details verdeutlichen und durch die man noch mehr Einblick in die Welt der Bienen erhält.

Die Einstellung der Autorin zur wesensgemäßen Haltung der Bienen und zur Natur hat mir sehr gut gefallen. Tragisch, dass es auch hier leider viele Imker gibt, die das anders sehen und für die die Bienen und ihr Honig nur eine Einnahmequelle sind. Auch dieser Aspekt wurde im Buch sehr deutlich.

Ich liebe es, wie die Autorin sich mit ihren Bienen verbunden fühlt und was sie alles unternimmt, damit sie sich wohlfühlen. Das wird z.B. an folgender Aussage deutlich: „Ein eigener Garten musste her. Die eigene Ernte ist doch das allerbeste. Das sehen die Bienen und ich ganz gleich.“

Dieses Buch ist wirklich eine Liebeserklärung an „die kleinen dunklen Knubbel“ und die Imkerei und es hat mir viel Freude gemacht, es zu lesen.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Ganz toller Ratgeber

Wo die wilden Nützlinge wohnen
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Der Ratgeber „Wo die wilden Nützlinge wohnen“ ist eine Hommage an den wilden Nützlingsgarten und bringt dem Leser nicht nur die wilden Nützlinge näher, sondern erklärt auch, wie wir ihnen in unseren Gärten ...

Der Ratgeber „Wo die wilden Nützlinge wohnen“ ist eine Hommage an den wilden Nützlingsgarten und bringt dem Leser nicht nur die wilden Nützlinge näher, sondern erklärt auch, wie wir ihnen in unseren Gärten oder auf unseren Balkonen einen perfekten Lebensraum bieten können!

Das Buch ist in 3 Teile gegliedert: Teil 1 bringt dem Leser näher, was eigentlich ein wilder Nützlingsgarten ist und was genau ihn auszeichnet. Die Vorteile dieser Gärten sowohl für Wildtiere als auch für den Menschen werden klar aufgezeigt. Teil 2 stellt die bekanntesten „Gäste“ in unseren Gärten vor. Man erhält eine Art Portrait von ihnen und erfährt auch, welche Bedingungen sie vorfinden müssen, damit sie sich bei uns heimisch fühlen. Teil 3 gibt dann Tipps und Anleitungen für eine Gartengestaltung; er beinhaltet eine Liste von geeigneten Pflanzen für jeden Standort und auch Anleitungen für Nistkästen, Behausungen etc. Dieser Teil ist sehr praxisnah.

Der Schreibstil des Buches hat mir sehr gut gefallen. Er ist sehr flüssig und man merkt aus jeder Zeile die Liebe der Autorin zur Natur und zu den vielen verschiedenen Nützlingen. Ihre Einstellung zur Natur kommt in den Worten: „...lasst uns wilder werden!“ klar zum Ausdruck. Auch die liebevolle und aufwendige Gestaltung des Buches und die vielen wunderschönen und anschaulichen Bilder sind einfach nur ansprechend und lassen den Leser von einem wilden Nützlingsgarten träumen. Man bekommt Lust, alle Tipps und Ideen auszuprobieren und den eigenen Garten oder Balkon umzugestalten.

Einiges aus dem Buch war mir schon bekannt, aber ganz viele Details über die Nützlinge oder über die Gestaltung eines Gartens waren mir neu. Ich habe dadurch einen ganz neuen Blick auf die Dinge erhalten. Etliche Tipps haben mich inspiriert und ich möchte sie gern umsetzen.

Veröffentlicht am 04.11.2019

Sehr netter Krimi

Schatten der Provence
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Im Kriminalroman „Schatten der Provence“ von Pierre Lagrange geht es um den misslungenen Überfall auf einen Kunsttransporter, um Nazi-Raubkunst und um den ehemaligen Commissaire Albin Leclerc, der sich ...

Im Kriminalroman „Schatten der Provence“ von Pierre Lagrange geht es um den misslungenen Überfall auf einen Kunsttransporter, um Nazi-Raubkunst und um den ehemaligen Commissaire Albin Leclerc, der sich zum Ärger der Polizei in die Ermittlungen einmischt.

Dies ist der 4. Fall für Commissaire Leclerc und seinen Mops Tyson und der erste Band, den ich aus dieser Reihe gelesen habe. Aber ich bin sehr gut in den Roman gekommen und es war zum Verständnis nicht schlimm, dass ich die vorangegangenen Romane nicht gelesen habe. Leclerc ist sehr speziell, aber überaus charmant und ich liebe die inneren Dialoge, die er mit seinem Mops führt. Der ist meist mit von der Partie, was ich als Tierliebhaber echt super fand. Auch die ehemaligen Kollegen von Leclerc fand ich sympathisch und schnell war ich mit ihnen allen vertraut.

Kunstraub ist eigentlich kein Thema, mit dem ich mich auskenne, aber ich finde gerade die geschichtlichen Details zur Raubkunst der Nazis wahnsinnig interessant. Diese hat der Autor auch sehr geschickt in den Roman mit eingebaut, sodass man während des Lesens auch noch etwas über die Geschichte dazugelernt hat.

Der Schreibstil war flüssig und die kurzen Kapitel und der schnelle Perspektivwechsel haben mir sehr gut gefallen. Auch den Humor des Autors mochte ich; er hat den Roman bereichert und aufgelockert. Der Showdown war sehr passend und spannend, die Auflösung war interessant und schlüssig. Auch der Schluss war befriedigend und hat zum Geschehen gepasst.

Ein toller Kriminaloman über einen schrulligen, aber sympathischen Ex-Ermittler und seinen intelligenten Mops, der Lust auf eine Fortsetzung macht!

Veröffentlicht am 04.11.2019

Gemütlicher Ostseeroman

Inselküsse
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In dem Roman „Inselküsse“ von Evelyn Kühne geht es um Marie, die es als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern nicht leicht hat und erst alles verlieren muss, um ihr Glück zu finden.

Das Cover lädt zum ...

In dem Roman „Inselküsse“ von Evelyn Kühne geht es um Marie, die es als alleinerziehende Mutter von 3 Kindern nicht leicht hat und erst alles verlieren muss, um ihr Glück zu finden.

Das Cover lädt zum Träumen ein und vermittelt gleich ein schönes Urlaubsfeeling. Das stimmt einen schön auf den Roman ein. Für mich war die Geschichte um Marie und ihre Familie dann auch in der Tat ein gemütlicher Urlaubsroman – vorhersehbar, aber sympathisch und unterhaltsam.

Der Anfang des Romans ist gleich sehr unterhaltsam – alles scheint schief zu gehen und dann hat es Marie auch noch mit einer pubertierenden Tochter zu tun. Gut, dass es die freundliche Nachbarin Ruth gibt, die gleich eine Lösung parat hat. Also geht es für alle ab nach Rügen. Auch das scheint erst eine total Katastrophe zu sein, aber nach und nach verlieben sich alle in die ruhige, naturbelassene Insel. Diese wird von der Autorin mit schönen Worten beschrieben; man bekommt gleich Lust, seine Sachen zu packen und auch auf die Insel zu ziehen – oder wenigstens seinen Urlaub dort zu verbringen.

Die Protagonisten sind teilweise sehr klischeehaft beschrieben und reagieren manchmal etwas unverständlich. Das fand ich zum Teil etwas anstrengend. Dafür hat mir besonders gut gefallen, dass Kater Felix immer wieder im Roman vorkommt und kleinere Auftritte hat. Das Ende finde ich sehr passend und lässt keine Wünsche offen.

Alles in allem ein gemütlicher Ostseeroman mit kleinen Schwächen, der einem die Insel Rügen mit ihrer malerischen Natur näher bringt.