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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.09.2025

Autobiografisch, authentisch, absolut lesenswert

Sputnik
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Christian Berkel ist mir natürlich als Schauspieler aus zahlreichen Serien und Filmen bekannt. Dass er auch als Schriftsteller tätig ist und mit diesem Werk bereits seinen dritten Roman vorlegt, war mir ...

Christian Berkel ist mir natürlich als Schauspieler aus zahlreichen Serien und Filmen bekannt. Dass er auch als Schriftsteller tätig ist und mit diesem Werk bereits seinen dritten Roman vorlegt, war mir bis vor Kurzem nicht bewusst. Ehrlich gesagt habe ich nur aufgrund seiner Bekanntheit zu diesem Buch gegriffen. Das Cover sprach mich nicht besonders an, und auch der Klappentext verriet mir persönlich zu wenig, um echtes Interesse zu wecken. Umso erfreulicher war die Überraschung, die mich beim Lesen erwartete: Schon nach den ersten Seiten war ich überzeugt. Berkels Schreibstil entspricht genau meinem Geschmack – flüssig, bildhaft und sprachlich sehr gelungen. Die Geschichte entfaltet sich lebendig vor dem inneren Auge, die Formulierungen sind treffend und atmosphärisch dicht. Inhaltlich blickt Berkel autobiografisch auf seine frühe Jugend zurück. Besonders faszinierend ist, wie er die Welt aus seiner damaligen Perspektive beschreibt – mit all den Eindrücken und Wahrnehmungen. Ein eindrucksvolles, feinfühliges Buch über das Erwachsenwerden und die Suche nach Identität. Gut geschrieben und absolut lesenswert!

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Natur als Vorbild

Mit Pflanzen die Welt retten
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Die Menschheit hat sich für zahlreiche Innovationen von der Natur inspirieren lassen, denn sie bietet oft überraschende Lösungen für komplexe Probleme. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, ...

Die Menschheit hat sich für zahlreiche Innovationen von der Natur inspirieren lassen, denn sie bietet oft überraschende Lösungen für komplexe Probleme. Vor diesem Hintergrund drängt sich die Frage auf, ob wir uns auch im Kampf gegen die Klimakrise noch stärker von natürlichen Prinzipien leiten lassen können. Bernhard Kegel gibt in seinem Buch einen fundierten Einblick in aktuelle Forschungsansätze und kreative Ideen, die sich die Natur zunutze machen. Dabei wird deutlich, dass die Natur zu Erstaunlichem fähig ist – doch in den letzten Jahrzehnten sind wir nicht sonderlich sorgsam mit ihr umgegangen. Neben dem steigenden CO₂-Ausstoß durch unsere Lebensweise haben wir wertvolle Ökosysteme zurückgedrängt: Wälder wurden gerodet, Moore trockengelegt, Küsten verbaut. Dieses Buch hat mir viele bereits bekannte Ansätze wieder ins Bewusstsein gerufen, aber auch völlig neue Perspektiven eröffnet. Es ist hervorragend geschrieben, äußerst informativ und bietet einen fundierten Überblick über die Thematik. Die Natur allein wird uns wohl nicht retten können – doch ohne einige der vorgestellten Konzepte werden wir die Klimakrise kaum bewältigen.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein leiser Dialog mit der japanischen Kultur

Kokoro
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Da ich mich derzeit intensiv mit der japanischen Kultur beschäftige und gerne Werke japanischer Autorinnen und Autoren lese, kam mir dieses Buch gerade recht, um noch tiefer in diese faszinierende Welt ...

Da ich mich derzeit intensiv mit der japanischen Kultur beschäftige und gerne Werke japanischer Autorinnen und Autoren lese, kam mir dieses Buch gerade recht, um noch tiefer in diese faszinierende Welt einzutauchen. Schon das schlichte, zurückhaltende Cover hat mir sehr gut gefallen – es passt hervorragend zur Atmosphäre des Buches. Inhaltlich jedoch muss ich gestehen, dass meine Erwartungen nicht ganz erfüllt wurden. Der Verlag ordnet das Buch unter anderem der Kategorie „zeitgenössische Lifestyle-Literatur“ zu – eine Einordnung, die nicht ganz leichtfällt. Durch die spürbare Auseinandersetzung der Autorin mit einem persönlichen Verlust wirkt das Werk stellenweise fast biografisch. Die kulturellen Impulse und Gedanken aus Japan sind zweifellos bereichernd und regen immer wieder zum Innehalten und Nachdenken an. Doch dieses Nachdenken über das eigene Leben wurde für mich häufig durch die sehr persönliche Perspektive der Autorin unterbrochen. Zwar ist es schön, manche Gedanken weiterzuspinnen und über sich selbst zu reflektieren, doch am Ende fehlte mir ein gewisses Etwas – vielleicht ein klarerer Fokus. Oder ist genau das die Absicht? Uns Leser:innen Raum zu lassen, um in der Stille unsere eigenen Gedanken zu entfalten?

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Veröffentlicht am 30.09.2025

eine schöne Einladung

Einfach Literatur
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Ich habe Klaus Willbrand auf Tiktok verfolgt und seine profunde Sachkenntnis über Literatur sehr genossen. Nach seinem Tod hat es mich erfreut, als ich hörte, dass dieses Buch erscheinen wird. Wer sich ...

Ich habe Klaus Willbrand auf Tiktok verfolgt und seine profunde Sachkenntnis über Literatur sehr genossen. Nach seinem Tod hat es mich erfreut, als ich hörte, dass dieses Buch erscheinen wird. Wer sich mit Weltliteratur beschäftigen will, soll und kann gerne zu diesem Buch greifen. Besonders wertvoll für mich war das Kapitel über französischsprachige Literatur, weil ich hier noch die meisten lesetechnischen Defizite aufweise, die ich jetzt auch ausgleichen möchte. Das Buchcover ist sehr schlicht, natürlich mit Foto von Klaus Willbrand um auf den Social-Media-Wiedererkennungswert zu setzen. Inhaltlich hat mir dieser Literaturführer viele Ideen gegeben, meine Liste an Büchern, die ich noch lesen möchte, hat sich sehr stark vergrößert. Ich kann dieses Buch nur empfehlen - außer denjenigen, die keine neuen Inspirationen für Bücher wollen. Ein schönes Werk, schade dass Klaus Willbrand die Veröffentlichung nicht mehr erlebt hat.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

unterhaltsam, aber mehr erwartet

Der Barmann des Ritz
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Zugegeben, das Cover des vorliegenden Buches von Philippe Collin spricht mich nicht wirklich an. Der Klappentext wiederum verspricht eine interessante Geschichte im Paris der Jahres 1940. Die Geschichte ...

Zugegeben, das Cover des vorliegenden Buches von Philippe Collin spricht mich nicht wirklich an. Der Klappentext wiederum verspricht eine interessante Geschichte im Paris der Jahres 1940. Die Geschichte und der Protagonist beruht auf eine echte Figur: Franz Meier, Barkeeper im Hotel Ritz, das während der deutschen Besetzung von Paris al Hauptquartier für NS-Würdenträger diente. Und als Barkeeper bekommt man natürlich einiges - auch geheimes - mit. Die grundsätzliche Geschichte ist spannend, der Roman selbst war für mich eher ein Unterhaltungsroman. Die Geschichte liest sich flüssig und eingängig, plätscherte aber quasi einfach so dahin. Ich hätte mir hier noch ein wenig mehr Tiefe gewünscht, so blieb es für mich zu sehr an der Oberfläche. Wer historisch gut unterhalten werden will, macht mit diesem Buch sicher nichts falsch, ich hatte mir wohl im Endeffekt "noch mehr" erwartet.

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