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Veröffentlicht am 30.09.2025

Martin Mittelmeiers Roman über Thomas Mann im Exil

Heimweh im Paradies
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Thomas Mann ist eine vielschichtige und interessante historische Persönlichkeit. Nicht umsonst steht er in Mittelpunkt mehrerer Romane. Zuletzt legte Tilo Eckhardt im Buch Gefährliche Betrachtungen sein ...

Thomas Mann ist eine vielschichtige und interessante historische Persönlichkeit. Nicht umsonst steht er in Mittelpunkt mehrerer Romane. Zuletzt legte Tilo Eckhardt im Buch Gefährliche Betrachtungen sein Hauptaugenmerk auf Manns "Deutsche Ansprache", jetzt bei Martin Mittelmeiers Roman blicken wir auf Thomas Manns Zeit im Exil. Dieses Thema Exil wurde - meiner Wahrnehmung nach - bisher wenig Beachtung geschenkt, daher war mir das Buch sehr willkommen. Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, es beleuchtet viele Dinge und Fragen, die einen - zusammen mit Thomas Mann - zum Nachdenken anregen: Exil, temporäre Heimat, Krieg. Alles Themen, die leider derzeit auch sehr aktuell sind. Martin Mittelmeier schreibt das Ganze mit einem klaren, leicht zu lesenden Stil, der es einfach macht, sich auf die Geschichte und die Thematik einzulassen. Schönes Buch, empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Filmgeschichte, aber etwas zäh

Von Stufe zu Stufe
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"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht ...

"Von Stufe zu Stufe" ist der Titel des mutmaßlich ersten österreichischen Spielfilms, den Louise Kolm 1908 realisiert haben soll. Leider ist dieser Film - wie auch vieles andere von Louise Kolm - nicht mehr erhalten. Um diese Tatsachen spinnt Felix Kucher in seinem Roman mit dem ebengleichen Titel "Von Stufe zu Stufe" eine Geschichte. Der Plot ist auf zwei Ebenen aufgeteilt: Einerseits verfolgen wir im Jahr 2021/22 Marc, dem ein Bild von verschollen geglaubten Filmrollen in die Hände fällt. Auf der anderen Ebene erleben wir Louise und die Anfänge der österreichischen Filmindustrie. Mir hat das Cover und der Klappentext sehr gut gefallen, mit dem gesamten Buch habe ich mir aber leider schwer getan. Marc ist mir leider - wahrscheinlich aufgrund seiner Antriebslosigkeit - einfach unsympathisch. Die Geschichte der Filmindustrie ist zwar durchaus interessant, war für mich aber zu zäh als dass ein "Romanfeeling" in mir aufgekommen wäre. Der Stoff ist sicher spannend, doch hätte man meiner Meinung nach mehr tun können, um mich als Leser an den Roman zu fesseln.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Ein innerer Dialog voller Poesie

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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"Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken" - nur der Buchtitel allein hat mich schon sofort überzeugt. Ein wunderschöner Satz, wenn man mal darüber nachdenkt, gefällt mir außerordentlich gut, dafür ...

"Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken" - nur der Buchtitel allein hat mich schon sofort überzeugt. Ein wunderschöner Satz, wenn man mal darüber nachdenkt, gefällt mir außerordentlich gut, dafür ist das Cover für mich eher unauffällig. Wir befinden uns im Zug von Zürich nach Hamburg und begleiten Elisa in ihrem inneren Dialog mit Mascha Kaléko, der Dichterin, die sie über alles liebt und verehrt. Durch diesen inneren Diskurs lernen wir die Geschichte der Protagonistin kennen, sie denkt zurück an ihre Mutter, das Jugendheim und den Jugendheimleiter, den "Onkel", an die erste Liebe usw. Jedes Kapitel beginnt mit einem Gedicht jener verehrten Lyrikerin, auf das der innere Dialog aufbaut und referenziert. Ein Konzept, das hervorragend funktioniert und die Liebe der Protagonistin zu Mascha sehr deutlich hervorhebt und ausdrückt. Das Buch ist gut strukturiert, leicht zu lesen und führt den Leser in die Gedichte von Mascha Kaléko ein. Ein tolles Buch, das ich nur empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

gesellschaftsrelevante Themen sind herausfordernd

Cinema Love
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Manche Bücher wollen einfach unterhalten und eine gute Geschichte erzählen, andere halten uns durch präzise Beobachtungen einen Spiegel vor, und wieder andere möchten gesellschaftsrelevante Themen in den ...

Manche Bücher wollen einfach unterhalten und eine gute Geschichte erzählen, andere halten uns durch präzise Beobachtungen einen Spiegel vor, und wieder andere möchten gesellschaftsrelevante Themen in den Fokus stellen. Das Buch "Cinema Love" von Jiaming Tang versucht, all dies gleichzeitig zu tun, was manchmal zu viel sein kann. Homosexualität, Immigration, queere Themen – all diese gesellschaftlich relevanten Aspekte werden behandelt. Es ist erfreulich, dass es immer mehr Literatur zu diesen Themen gibt, und auch gut, dass dieses Buch existiert. Der Text ist durchweg gut geschrieben und hat mich teilweise sehr gefesselt. Leider hat mich das Buch immer wieder verloren, besonders durch einige Zeitsprünge, die mich verwirrt zurückließen und meinen Lesefluss störten. Insgesamt finde ich, dass der Autor für meinen Geschmack zu viele Themen mit unterhaltendem Charakter in ein Buch einbauen wollte, was den Fluss der Geschichte beeinträchtigt. Insgesamt ist es ein gutes Buch mit wichtigen Themen, verliert sich für mich aber leider immer wieder, sodass ich keine große Lesemotivation verspürte.

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Veröffentlicht am 30.09.2025

Zwischen Sternenstaub und Leerlauf

Stars
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Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und war der Grund, warum ich neugierig wurde und einen genaueren Blick auf den Roman geworfen habe. Der Klappentext verspricht einen unterhaltsamen Roman ...

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und war der Grund, warum ich neugierig wurde und einen genaueren Blick auf den Roman geworfen habe. Der Klappentext verspricht einen unterhaltsamen Roman in dem es sich um Clara Mittmann dreht, die erfolgreich ins Astrobusiness einsteigt - eine schöne Idee, die mich sofort begeistert hat. Leider konnte das Buch meine Erwartungen beim Lesen nicht ganz erfüllen. Katja Kullmann hat hier neues versucht, für mich persönlich ist es aber nicht aufgegangen. Besonders der erste Teil des Romans zieht sich ohne erkennbaren roten Faden. Es fiel mir schwer am Ball zu bleiben. Romane, in denen die Gedanken schweifen, können durchaus sehr unterhaltsam sein, in diesem Buch war es aber für mich zu viel und nicht passend. Ein Spannungsbogen war für mich kaum erkennbar, die Geschichte plätscherte dahin, ohne mich wirklich zu fesseln. Insgesamt blieb der erhoffte Lesespaß leider aus, auch wenn ich die Idee hinter dem Buch nach wie vor interessant finde.

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