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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.04.2026

Helenas Geschichte ist ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Doch der Schreibstil konnte mich nicht überzeugen.

Gin Boom
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Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber ...

Kurz zum Inhalt: Helena ist dem Alkohol verfallen, doch sie kämpft dagegen an. Nach einem Entzug kehrt sie wieder in ihren Alltag und dem Job in der Medienwelt zurück. Sie tut sich schwer, setzt sich selber unter Druck, unterdrückt die Schatten der Vergangenheit, setzt ihre Liebelei mit Can mehr schlecht als Recht fort und versucht so gut wie möglich weiterzumachen. Ganze 9 Monate hält sie durch, bis zu einer Silvesternacht, die alles auf den Kopf stellt. Und plötzlich steht sie wieder ganz am Anfang.

Fazit: Mir ist schon lange keine Bewertung so schwer gefallen.
Die Themen, die in diesem Buch behandelt werden, wie die Alkoholkrankheit und dass Männer kein Gespür für Konsens haben, sind so wichtig. Hier sind sie ehrlich, brutal und ungeschönt. Sie haben mich zum Nachdenken angeregt und auch angesprochen.

Der größte Kritikpunkt für mich ist der Schreibstil, mit dem ich persönlich nicht zurechtkam. Es war mir zu abgehakt, zu wenig rund und las sich eher wie ein Theaterskript, mit seinen sehr kurzen Sätzen, übertriebenen Satzzeichen in der wörtlichen Rede und durch die Einteilung in die vier Jahreszeiten, wie Akte. Es sind sehr kurze Kapitel, wobei es eher Abschnitte als wirkliche Kapitel sind. Fast jeder Abschnitt wechselt zu einer anderen Perspektive, der vielen Personen, die in der Geschichte vorkommen. Die Menschen haben teilweise ähnliche Namen, sodass es mir schwer viel sie auseinander- oder den Überblick zu behalten. Die Geschichte ist sehr schnell und man springt von einem Geschehen ins nächste. Ein paar Handlungsstränge oder Personen weniger wären vollkommen in Ordnung gewesen und dafür den Fokus mehr auf das wichtige. All das sind Gründe weswegen ich kaum einen Bezug zu den einzelnen Charakteren hatte, es war schlichtweg zu wenig Zeit.

Helenas Geschichte mit all ihren Hochs und Tiefs war ehrlich, brutal und gleichzeitig hoffnungsbringend. Ich bin dankbar das Buch gelesen zu haben, denn es hat mich trotz meiner Schwierigkeiten beim Lesen zum Nachdenken angeregt und wird mich noch eine Weile begleiten.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Mäßige Fortsetzung

Immortal Longings
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Dieser Band war wesentlich politischer als der erste Teil, dafür leider auch weniger fantasiereich. Bei der Politik habe ich nicht ganz durchgeblickt. Es gab viele Namen und ich habe den Überblick über ...

Dieser Band war wesentlich politischer als der erste Teil, dafür leider auch weniger fantasiereich. Bei der Politik habe ich nicht ganz durchgeblickt. Es gab viele Namen und ich habe den Überblick über die einzelnen Personen verloren, außerdem waren es für mich, zu viele „Böse“. Die Story an sich war okay, aber für mich eher eine in die Länge gezogene Suche nach der Krone ohne richtige Spannung. Gleichzeitig hatte ich das Gefühl, dass das Buch mit unnötigen Informationen überladen war.

Emotional haben mich die Charaktere kalt gelassen. Ich konnte keine richtige Bindung mehr aufbauen. Anton hat sich ganz anders als König verhalten, als er es noch in den Spielen getan hat und häte auch einfach ein neuer Charakter sein können.
Die Liebesbeziehung konnte ich hier noch weniger spüren als im ersten Band.
Die Magie mit dem Springen konnte mich im ersten Teil komplett überzeugen, hier wird eher alles bereits darüber gelernte über den Haufen geworfen und die Sigillen haben einige logische Schwachstellen.

Das Buch endet mit einem großen Cliffhänger, doch leider war es das an dieser Stelle für mich. Das ist tatsächlich kein Grund für mich weiterzulesen.

Insgesamt war das Buch eine gute Unterhaltung, aber wie oben bereits genannt, reicht es nicht zum Weiterlesen.

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Veröffentlicht am 29.03.2026

Was würdest du in Kauf nehmen, um die Anarchie zu stürzen?

Immortal Longings
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Kurz zum Inhalt: Prinzessin Calla Tuoleimi lebt im Verborgenen in der dystopischen Stadt Sin-Er, da sie ihre Eltern ermordet hat. Für ihren Plan die gesamte Königsfamilie auszulöschen und somit der Anarchie ...

Kurz zum Inhalt: Prinzessin Calla Tuoleimi lebt im Verborgenen in der dystopischen Stadt Sin-Er, da sie ihre Eltern ermordet hat. Für ihren Plan die gesamte Königsfamilie auszulöschen und somit der Anarchie ein Ende zu setzen, fehlt nur noch der Tod ihres Onkels Kasa. Dafür muss sie als eine der 88 Teilnehmer die jährlichen Todesspiele gewinnen. Der Hauptpreis für den einzigen Überlebenden: Reichtum, eine Begegnung mit dem König und ein Ticket aus der Stadt. Nur so kann Calla dem König nahe genug kommen, um ihn umzubringen. Die Spiele sind für die Bewohner die einzige Hoffnung auf ein besseres Leben, denn in der Hauptstadt stehen Armut, Gewalt und der Überlebenskampf an der Tagesordnung. Eine Besonderheit in dieser Welt ist das Qi, das die Seele von Körper zu Körper springen lässt und den eigentlichen Besitzer des Körpers in den Hintergrund drängt. Das einzige äußerliche Merkmal das mitspringt, ist die Augenfarbe.
Während der Spiele geht Calla sowohl mit ihrem Cousin und Thronanwärter August, als auch mit Anton eine Ally ein. Antons Intention zu gewinnen, ist das Geld mit dem er die Krankenhauskosten seiner Kindheitsfreundin bezahlen kann, die im Koma liegt. Calla und Anton kommen sich im Laufe des Kampfes näher, doch bald gibt es mehr (magische) Gefahren als die Kontrahenten. Wem kann Calla noch trauen?

Fazit: Ich bin in die Reihe gestartet, dass es sich um eine YA-Fantasy- Dilogie handelt. Jetzt weiß ich, dass es sich 1. Um eine Erwachsenenreihe handelt und 2. Eine Trilogie ist :D Ehrlicherweise liest sich das Buch auch komplett wie eine YA-Geschichte, denn für Erwachsene ist die Story zu seicht. Es fehlt Charaktertiefgang und das Magiesystem ist zwar interessant, aber es gibt nicht genug Alltagserklärungen dahingegen. Mir hat die Welt sehr gut gefallen, die Kampfszenen waren wirklich gut geschrieben, stellenweise ist überhaupt nichts passiert, die Liebe zwischen den Protagonisten kam schnell und irgendwie unpassend, die Umgebungsbeschreibungen waren lang, was ich sehr mag. Die Geschichte ist aus unterschiedlichen POVs geschrieben, manche davon waren meiner Meinung nach unnötig.
Die Magie ist etwas neues, hat Spannung rein gebracht und alles etwas Interessanter gemacht. Genauso wie die Intrigen im Palast und die Gefahr von außen durch den Sichelbund.
Insgesamt hat mir das Buch gefallen unter dem Aspekt, dass ich es für mich in YA einstufe. Trotz Mängel hat es mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Ein einziges Auf und Ab der Gefühle

Limerence
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Kurz zum Inhalt: Die einzelgängerische Stipendiatin Poppy hat es an der Eliteschule nicht leicht. Sie kommt aus schweren Familienverhältnissen, kämpft mit ihren Noten, hat keinerlei Anschluss zu den reichen ...

Kurz zum Inhalt: Die einzelgängerische Stipendiatin Poppy hat es an der Eliteschule nicht leicht. Sie kommt aus schweren Familienverhältnissen, kämpft mit ihren Noten, hat keinerlei Anschluss zu den reichen Mitschülern und konzentriert sich zu 100% auf ihre Bewerbungsmappe für eine Kunsthochschule. Vollkommen unerwartet wird ihr vorheriges Leben auf den Kopf gestellt, als sie ihren Mitschüler Mickey tot auf findet und ausgerechnet den Schulliebling Adrian vom Tatort fliegen sieht. Doch anstatt sich von einem vermeintlichen Mörder fernzuhalten, bringt Poppys Suche nach der Wahrheit beide immer wieder zu einander und die Funken fangen nur so an zu fliegen. Adrian gibt sich nach außen als den Sunny Schwimmerathlet, aber Poppy entdeckt nach und nach seine dunklen, einnehmenden Charakterzüge.

Poppy musste sich meine Zuneigung ein wenig verdienen. Ich hatte zu Beginn meine Probleme mit ihr, da sie ihre Vergangenheit ausnutzt, darüberhinaus dreist lügt, um ihr Stipendium zu behalten anstatt es sich anständig zu verdienen. Durch ihre forsche, mutige und vielleicht auch leichtsinnige Art und Weise Adrian gegenüber hat sie sich Schritt für Schritt in mein Herz geschlichen. Ihr Charakter macht eine tolle Entwicklung durch und sie fängt an für sich selber einzustehen, die ungenehme Wahrheit zu sagen und für ihre Träume zu kämpfen.
Adrian ist ein sehr kontrollierter Mensch: Sich selbst gegenüber und auch in Bezug auf Poppy. Jede Bewegung, jede sichtbare Emotion und jedes Wort sind gut überlegt. Er weiß genau wie er sich zu verhalten hat, um beim gegenüber die gewünschte Reaktion zu erzeugen. Das ist sowohl beängstigend, als auch sehr beeindruckend, gleichzeitig ist es psycho und grenzüberschreitend. Es gab im Wechsel Füße kicken, weil er wirklich süß sein kann und dann hatte ich wieder das Bedürfnis ihm eine reinzuhauen.

Der sehr bildhafte Schreibstil gefiel mir richtig gut!

Fazit: Die Geschichte zeigt vortrefflich das Highschool-Drama der Superreichen mit all ihren Klischees, wie die Cliquenbildung, die Sportlerverehrung, das Spitzenpaar, schlechtes Mensaessen, Gossip, Partys und Geld im Überfluss.
An einigen Stellen konnte ich nicht still sitzen, hatte Herzklopfen vor Angst, war fasziniert von Poppys Kühnheit und dem Ignorieren sämtlicher Alarmglocken. Die Beziehung der beiden ist toxisch, vor allem Adrian. Die Tension ist kaum auszuhalten. Seine Besitzansprüche waren gleichzeitig beängstigend und leider auch wirklich süß. Eine sehr gefährliche Kombination. Man kann so aber irgendwie nachvollziehen warum Frauen sich immer wieder toxischen Beziehungen aussetzen.
Das Buch ist mein erstes DARK Romance Buch, von daher kann ich nicht abschätzen in wie fern es tatsächlich in das Genre passt. Für mich fühlte es sich zu Beginn eher wie Romance Suspence an mit dem Fokus auf die Aufklärung des Mordes, doch ab der zweiten Hälfte spielt dieser keine Rolle mehr und die toxische Beziehung steht im Fokus. Für erfahrene DARK Romance Leser auf der Suche nach einer langen Triggerliste, ist Limerence vermutlich die falsche Wahl, wer aber nach einer ehrlichen, ungeschönten, grenzwertigen Liebesgeschichte ist, wird sicherlich eine gute Zeit mit dem Buch haben.

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Veröffentlicht am 22.02.2026

Eine Tür, die mehr als eine fantastische Welt öffnet

Secrets of Black Manor (1). Die Gabe der Träumer
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Ein wirklich toller Einstieg in eine Fantasyreihe!

Ein absolutes Highlight für mich waren die komplett unterschiedlichen Welten hinter den Türen in Black Manor. Mal laden sie zum Verweilen ein, mal sollte ...

Ein wirklich toller Einstieg in eine Fantasyreihe!

Ein absolutes Highlight für mich waren die komplett unterschiedlichen Welten hinter den Türen in Black Manor. Mal laden sie zum Verweilen ein, mal sollte man sie schnellstens wieder verlassen. Doch jede ist einzigartig und gefüllt mit fantastischen, magischen, guten und mal eher feindlich gesinnten Tierwesen. Wer Marisa als Autorin schon etwas länger verfolgt, weiß was sie für ein Harry Potter Fan ist und diese Wesen erinnern sehr an das Potterversum. Leider kamen mir die Ausflüge in die anderen Atmosphären viel zu kurz. Ich hoffe sehr, dass man davon noch einiges in den weiteren Bänden zu lesen bekommt!

Auch die Traummagie ist wirklich eine klasse Idee!

Das Buch behandelt auch ein paar unschöne Themen, wie Mobbing und fehlende elterliche Akzeptanz. Mobbing unter Kindern ist ein sehr wichtiges Thema, das für mich hier gut umgesetzt wurde und Mut macht und auch wenn es schwer fällt, sich selbst treu zu bleiben.

Die Kinder in der Geschichte sind alle um die 13 Jahre. Sie wirken in meinen Augen älter. Ich hätte sie, wenn Luca nicht gerade seinen 13. Geburtstag gehabt hätte, auf 15 geschätzt. Es gibt immer wieder Anspielungen auf das Verliebt sein, die Jungs zeigen pubertäres Machtgehabe.

Einen leider etwas größeren Kritikpunkt habe ich Will gegenüber oder eher wie schnell Luca Vertrauen zu einem alten, weißen, im Dorf als komisch eingestuften Mann fasst. Da schrillen bei mir sämtliche Alarmglocken. Letztendlich ist Will einer von den Guten, er hat Luca gegenüber nur die besten Absichten, aber es ging mir hier zu schnell.

Die positiven Aspekte in dieser wunderschön geschriebenen und durch zauberhafte Illustrationen unterstützte Geschichte überwiegen und ich werde die Reihe mit Freude weiterverfolgen und auch empfehlen.

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