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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.06.2018

Mein Herz schlägt für TNT

Die letzte erste Nacht
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Inhalt


TNT. Trevor und Tate. Sie ist genervt, dass er sie andauernd vor allem beschützen will und er kann nicht verstehen, warum sie immer wieder Mist baut. Trotzdem landen die beiden miteinander im ...

Inhalt


TNT. Trevor und Tate. Sie ist genervt, dass er sie andauernd vor allem beschützen will und er kann nicht verstehen, warum sie immer wieder Mist baut. Trotzdem landen die beiden miteinander im Bett und haben eine wunderschöne Nacht zusammen. Doch während Tate diese Nacht nur zu gerne wiederholen möchte, versucht Trevor, dass alles zu vergessen und Tate auf Abstand zu halten. Nichts ist ihm wichtiger, als sein Geheimnis vor Tate zu bewahren, doch wird dies immer schwerer, wenn sie für ihn immer bedeutender wird.



Meine Meinung



„Der letzte erste Blick“ mit den Protagonisten Dylan und Emery und „Der letzte erste Kuss“ mit den Protagonisten Elle und Luke sind die ersten beiden Bände der „First-Reihe“. In diesen beiden Bänden lernte man bereits Tate und Trevor kennen, die nun ihre gemeinsame Geschichte in „Die letzte erste Nacht“ erzählt bekommen. Angefixt von den ersten beiden Teilen, wartete ich seitdem schon sehnsüchtig auf diesen Band, der am 25. Mai erschien, sofort gekauft und gelesen wurde.


Gewöhnlich sind Bücher mit Pärchen auf dem Cover, nicht gerade meine liebsten Covers, da meistens die Personen darauf, äußerlich gar nicht die Buchcharaktere wiederspiegeln. Die beiden Personen auf dem Cover von „Die letzte erste Nacht“ stellen jedoch Tate und Trevor ganz gut dar. Ich finde es sehr schön, dass die Cover alle nach dem gleichen Schema aufgebaut sind – schwarz-weißes, großes Pärchenbild, drei unterschiedlich große und pastell-farbige Kreise sowie der gleichen Schrift.


Der Schreibstil von Bianca Iosivoni war sehr bildhaft und gefühlvoll, so dass sich vor meinen Augen ein kleiner Film abgespielt hat, bei dem ich sehr mitfiebern musste. Besonders gut beschrieben, fand ich die Szene im Ring, die sehr authentisch rüberkam. Es gab sehr viele humorvoll geschriebene Stellen, aber auch welche die einen innehalten ließen. Die Sex-Szene zwischen den beiden Protagonisten fand ich außergewöhnlich schön beschrieben, denn es war nicht zu kitschig und auch nicht derb. Das Buch lässt sich insgesamt auch sehr flüssig lesen, so dass ich es an einem Tag locker durchgehabt hätte.


Die Charaktere Tate und Trevor sind zu meinen Lieblingsprotagonisten in der First-Reihe geworden. Beide Personen sind sehr authentisch und könnten Personen aus dem eigenen Umfeld sein. Tate ist sehr klug, humorvoll und ehrgeizig, aber auch verletzlich, was sie vor ihren Freunden versteckt. Den Tod ihres älteren Bruders Jaime hat sie noch nicht verkraftet und sucht immer noch nach der Ursache für seinen Tod.
Trevor hat ein Stipendium, für dass er sehr hart arbeitet und das rund um die Uhr. Er ist eine eher ruhige Person, die nicht viel redet und einen sehr stark ausgeprägten Beschützerinstinkt hat. Seine Familie ist ihm ungemein wichtig, weswegen er, um ihr zu helfen, damals einen dummen Fehler beging. (PS: Ich möchte bitte einen Trevor zum Mitnehmen )


Die Geschichte war im Gegensatz zu den vorigen Bänden einen ticken lebendiger und düsterer. Das erste Mal zwischen den beiden ist schon passiert und es geht nun, um die unterschiedlichen Meinungen der Protagonisten, ob es wiederholt werden sollte oder nicht. Tate wird immer wieder nach kurzen Annäherungen an Trevor, von diesem abgestoßen, was sie ziemlich aufwühlt. Die Beziehung zwischen Tate und Trevor baut sich dennoch recht zügig auf, was der vorigen Bekanntschaft, den gleichen Interessen und der Chemie zwischen den beiden verschuldet ist. Wichtige Themen in diesem Buch sind der Missbrauch von Alkohol und Drogen, auch wenn nicht ganz so tiefgreifend ausgebaut, als auch illegale Boxkämpfe, die wiederum sehr gut beschrieben waren.
Auch wenn es für mich recht offensichtlich war, was nun hinter dem Geheimnis von Trevor steckt, war das Buch sehr spannend.
Das Ende allerdings war mir dann etwas zu schnell und hätte meiner Ansicht nach, noch mehr ausgebaut werden können.


Fazit



„Die letzte erste Nacht“ von Bianca Iosivoni ist eine wunderschöne Fortsetzung zu den zwei anderen Bänden. Die Stimmung ist im Gegensatz zu den vorigen Teilen düsterer und auch die Beziehung zwischen den Protagonisten unterscheidet sich zu den anderen. Die Geschichte von TNT hat mich sehr mitgenommen und ich freue mich schon riesig auf „Der letzte erste Song“.

Veröffentlicht am 30.05.2018

Hallo New York, ich bin Lou!

Mein Herz in zwei Welten
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Inhalt


Nachdem Lou im zweiten Teil ihren Halt wiedergefunden hat und Sam kennenlernte, reist sie nun im dritten Band der Lou-Trilogie nach New York. Sie befolgt Wills Ratschlag, die Welt zu entdecken ...

Inhalt


Nachdem Lou im zweiten Teil ihren Halt wiedergefunden hat und Sam kennenlernte, reist sie nun im dritten Band der Lou-Trilogie nach New York. Sie befolgt Wills Ratschlag, die Welt zu entdecken und sich selbst zu fordern und nimmt das Jobangebot der Familie Gopnik an, auch wenn ihr die Trennung von Sam sehr schwerfällt. In Amerika angekommen betreut sie Agnes Gopnik – stinkreich, wunderschön und depressiv. Doch nicht nur die Arbeit mit Agnes ist eine Herausforderung, sondern auch die Distanz zwischen ihr, ihrer Familie und Sam, als auch der Prozess der Selbstfindung in einer fremden Welt, in der man sich gerne mal verirren lässt.



Meine Meinung


Vor ein paar Jahren hatte ich den ersten Band aus Langeweile angefangen zu hören und am Ende weinend vor dem Spiegel meine Haare geglättet. Ein sehr ulkiges Bild, was mir heute noch im Kopf bleibt und ich gerne bei Empfehlungen so erzähle. Nachdem ich das Buch dann auch nochmal vor dem Film gelesen habe, wollte ich dann dieses Jahr weiterlesen, auch wenn ich einer Fortsetzung von Lou‘ s Geschichte erst skeptisch gegenüberstand. Doch auch der zweite Band konnte mich fesseln, weswegen ich jetzt nun auch zum dritten Teil gegriffen hatte. Und da das Buch in jeder Bibliothek vergriffen war, wurde es dann doch die Audio-Version.


Das Cover von „Mein Herz in zwei Welten“ passt wunderbar zu den ersten zwei Bänden. Die schwarze Silhouette, die orangefarbenen Blüten, die einen Rahmen bilden und eine schön geschwungene schwarze Schrift. Die Blumen auf dem Cover zeigen vielleicht keinen direkten Bezug zur Geschichte des Buches, jedoch kann man anmerken, dass die Silhouetten Lou und ihre persönliche Entwicklung darstellen könnten.


Der Schreibstil von Jojo Moyes war, wie schon bei den anderen zwei Bänden, sehr bildhaft, beschreibend und gefühlvoll. Ich finde es großartig, wie authentisch Lou’ s Gedanken rübergebracht werden und wie berührend so manche Szenen beschrieben wurden. Moyes wechselt häufiger zwischen einem lebhafteren, sowie ruhigen Schreibstil und passt diesen der Situation, in der sich die Protagonisten befindet, an.


Das Hörbuch wurde von Luise Helm vorgelesen, deren Stimme ich bereits schon aus dem Hörbuch zum ersten Lou-Teil kannte. Meiner Meinung nach hat sie eine sehr angenehme, ruhige Stimme. Sie betont die Wörter an den richtigen Stellen und pausiert auch nicht willkürlich beim Sprechen. Die Charaktere unterscheidet sie mit leichten Änderungen ihrer Stimme, die zwar nicht sehr auffällig sind, aber dennoch gut zu unterscheiden.


Jojo Moyes beschreibt ihre Charaktere sehr realistisch mit Ecken und Kanten. Schnell konnte ich Lou wieder in mein Herz schließen und erleben wie sie an sich wächst, wo sie Fehler begeht und Probleme bewältigt. Oft habe ich mich selber in Lou wiedergefunden und zusammen mit ihr gelacht, sowie geweint. Obwohl ich Sam sehr sympathisch in „Ein ganz neues Leben“ fand, habe ich seine Handlungen in diesem Buch nicht so ganz verstanden. Vor allem Lou gegenüber hat er sich sehr häufig unmöglich aufgeführt. Des Weiteren konnten mich auch neue Charaktere begeistern. Da wäre zum Beispiel die etwas spitze und modebewusste Nachbarin Margot, die ihren Hund über alles liebt. Oder der freundliche Concierge Ashok und seine Frau, die sich mit viel Herzblut für den Erhalt der Bibliothek in ihrem Viertel einsetzen.


Die Geschichte und die Atmosphäre in diesem Buch waren wirklich sehr schön. Ich habe die New-Yorker-Luft quasi schnuppern können und Lou’ s Eindrücke mit eingefangen. Der Geschichtsverlauf ist sehr angenehm und wechselt zwischen ruhigen und spannenden Momenten, wodurch die Geschichte sehr lebhaft wird. Außerdem gibt es auch ein paar sehr unerwarteten Wendungen, die einen stark mitfiebern lassen. Auch die Nebenstränge über Agnes Gopnik und der Nachbarin Margot sind sehr ergreifende Geschichten, die auch zum Denken anregen.




Fazit


„Mein Herz in zwei Welten“ ist für mich eine perfekte Fortsetzung zu den vorigen zwei Bänden, rund um die Geschichte über Lou. Ich musste mit ihr lachen, grübeln und weinen. Die Geschichte ist nicht oberflächlich und übersendet meines Erachtens wichtige Werte. Louisa’ s Entwicklung spielt hier die größte Rolle und der Band ist ein gelungener Abschluss.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Mein Herz erobert von isländischen Wikingern

Feuer und Wind
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Inhalt

Jen ist Sprachkünstlerin in einer Welt, wo kaum noch Natur existiert und diese nur in einer künstlichen Illusion erlebt werden kann. Sie ist für die isländische Sprache zur Zeit der Wikinger ...


Inhalt

Jen ist Sprachkünstlerin in einer Welt, wo kaum noch Natur existiert und diese nur in einer künstlichen Illusion erlebt werden kann. Sie ist für die isländische Sprache zur Zeit der Wikinger spezialisiert und bei einer historischen Simulation, wird sie ausversehen in das 10. Jahrhundert katapultiert. Dort entdeckt der Clan-Führer Heirik, die halberfrorene Jen im Meer und nimmt sie in sein Langhaus als Gast mit. Schnell fühlt sie sich dort sehr wohl und entwickelt starke Gefühle für den Clan-Führer, der jedoch von seinem Clan auf Grund seines verfluchten Blutmals gefürchtet und gemieden wird. Wird Jen es schaffen durch seine kalten Mauern durchzubrechen und sein Herz zu erobern?

Meine Meinung

Nach einigen Buchrezensionen auf Youtube stand Feuer und Wind schon seit 2017 auf meiner Wunschliste und ich war sehr gespannt auf diese Wikinger-Geschichte. Zu Weihnachten konnte ich das Buch dann endlich in meinen Händen halten, doch durch so einige andere Bücher geriet das Buch etwas in Vergessenheit und ich nahm es erst im April zur Hand. Gott sei Dank, denn danach wollte ich am liebsten noch ein Buch über Wikinger oder ein Buch von Larissa Brown lesen.

Das Cover ist ein wunderschöner Hingucker. Die Farben sind sehr schlicht gehalten, harmonieren wunderbar miteinander und erschaffen eine gemütliche Atmosphäre. Auch die Wikinger Elemente, wie die Flechtfrisur, die Schiffe an einer Bucht und die leichten Knotenapplikationen in der Ecke, spiegeln den Inhalt des Buches sehr gut wieder.

Der Schreibstil von Larissa Brown ist im Allgemeinen sehr schön flüssig und angenehm zu lesen. Sie nimmt sich viel Zeit die Natur in Island so zu beschreiben, so dass man selber das Gefühl hat, Vorort zu sein. Auch legt sie großen Wert darauf, einem die Protagonisten so gut wie möglich nahezubringen und ihre Entscheidungen und Charakterzüge zu verstehen.

Die Charaktere sind alle sehr unterschiedlich und sehr authentisch. Die Protagonistin Jen ist eine sehr starke Frau und lässt sich nicht so schnell die Butter vom Brot nehmen. Sie entscheidet lieber selber was gut für sie ist und steht auch hinter ihren Entscheidungen. Dennoch ist sie auch warmherzig sowie einfühlsam und schleicht sich durch ihre Hartnäckigkeit in so einige Herzen. Im Gegensatz dazu erscheint Heirik eher kühl und grober, doch kann man sehr schnell seinen weichen Kern kennen lernen, denn Heirik tut alles Mögliche, damit es seinem Clan an nichts fehlt. Dadurch das er seit Jahren wegen seines Blutmals nicht angerührt und keine Zuneigung erfahren hat, ist er so reserviert und zurückhaltend. Ein weiter Charakter, den ich noch erwähnen möchte, ist Betta, die mir sehr ans Herz gewachsen ist. Betta kann durch eine Art Gabe spüren, was andere gerade denken und fühlen. Sie wird eine sehr gute Freundin von Jen und hält stets zu ihr. Die Freundschaft, wie sie Larissa Brown hier beschreibt, ist wirklich sehr innig und intensiv und wunderschön festgehalten. Besonders großartig fand ich außerdem, dass die Liebe zwischen Jen und Heirik keine sehr schnelle Verliebtheit war, sondern sich langsam mit der Zeit entwickelte.

Die Geschichte ist am Anfang noch sehr verwirrend und ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich nicht viel verstanden habe, was dort von statten ging. Die Handlungen waren alle sehr schnell, stressig und unklar formuliert. Jedoch denke ich, dass dies gewollt war, um eine gewisse Antipathie gegenüber der zukünftigen Welt zu entwickeln, was ihr meiner Meinung nach eindeutig gelungen ist. Danach war die Geschichte anfangs etwas entspannter zu verfolgen und man wurde sehr wirklichkeitsnah an die Welt der Wikinger herangeführt. Man erfährt alles über den Tagesablauf der Menschen zu dieser Zeit und wie abhängig sie von den Jahreszeiten sind. Dadurch konnte ich mir ein viel besseres Bild und vor allem neues Bild erschaffen, in welchem es nicht nur um Kämpfe und Schlachten ging. Mit der Zeit tauchten dann immer wieder einige spannendere Momente auf, die bei mir Herzklopfen verursacht haben. Egal ob es um Auseinandersetzungen mit einem feindlichen Clan, den Problemen zwischen Heirik und Jen oder Streitigkeiten im eigenen Clan ging. Das Ende war noch bis zum Schluss sehr spannend erzählt und nicht unbedingt vorhersehbar.


Fazit

Die Geschichte ist nicht nur für Leser, die Wikinger-Interessierte sind, sondern für jeden der eine authentische Liebesgeschichte verfolgen möchte, mit einer großartigen Freundschaft, wunderschönen Naturbeschreibungen und eine Kultur kenne lernen möchte, die einem sehr realistisch nähergebracht wird.