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Nariah

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Veröffentlicht am 09.06.2018

Märchenhaft

Die Grimm-Chroniken (Band 1)
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Zur Geschichte
 
1575 gab es einen harten Winter und viele Menschen mussten schrecklichen Hunger erleiden. Der Gutsherr von Ramersdorf, war einer der wenigen, der sein Korn mit dem gewöhnlichen Volk teilte. ...

Zur Geschichte
 
1575 gab es einen harten Winter und viele Menschen mussten schrecklichen Hunger erleiden. Der Gutsherr von Ramersdorf, war einer der wenigen, der sein Korn mit dem gewöhnlichen Volk teilte. Zum Dank bekam er von Mutter Natur einen einzigen Wunsch und da seine Frau keine Kinder bekommen konnte, wünschten sie sich ein Kind. Als das Mädchen auf die Welt kam, erblühten wunderschöne blutrote Äpfel, die alle versorgten und den Hunger beendeten. Sie bekam den Beinamen die Apfelprinzessin. Doch ihr Schicksal wird sich noch ändern?
 
Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an, die Jacob und Wilhelm in die Welt gesetzt haben. Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte. Es ist meine Geschichte. 
 
Taschenbuch, Seite 7
 
Zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort. Will Zimmer hat ein nicht so schönes Leben hinter sich und er ist noch nicht mal so alt. Er hasst Freitage, weil er da immer seinen Vater in der Psychiatrie besuchen muss und das ist ihm über die Jahre zur Bürde geworden. Sein Vater fantasiert über die Märchengeschichten der Gebrüder Grimm, doch er will und kann ihm einfach nicht glauben. Es ist einfach zu abstrus, was er da hört und er kann dies nur ertragen, weil seine beste Freundin Maggy ihn begleitet. Diese ist fasziniert von den Geschichten und liebt es ihm zuzuhören. Als eines Tages ein seltsamer, kleiner Mann vor ihrer Tür steht und ihm einen Brief von Königin Mary überreicht, macht er sich mit Maggy und deren Bruder auf den Weg, um herauszufinden was dieser zu bedeuten hat.
 
Meine Meinung
 
Maya Shepherd ist bekannt durch den Roman "Märchenhaft erwählt", die ich noch nicht gelesen habe, aber mir jetzt definitiv auch zu Gemüte ziehen werde. Sie hat sich diesmal wieder für eine märchenhafte Geschichte entschieden, diesmal aber in mehreren Teilen, die monatlich erscheinen sollen. Die Bücher haben im Schnitt 150 Seiten und lassen sich sehr gut lesen, außerdem gefallen mir die Äpfel um die Seitenzahlen, die Kapitelbilder und die schönen Zeichnungen zwischendurch sehr gut. Passt sehr gut zu Schneewittchen.
 
Ich bin absoluter Märchenfan, ob nun die Originale, die Verschönerungen und die Disney-Varianten. Gerade Schneewittchen ist eines meiner liebsten Geschichten der Gebrüder Grimm. Tatsächlich hat mir diese auch sehr gut gefallen. Ich empfand den Wechsel, zwischen 1575-1590 mit der Geschichte von Mary sehr gelungen, als auch in der Neuzeit 2012 mit Will und seinen Freunden. So viele schöne Anspielungen und auch die leichte düstere Stimmung, sind genau mein Ding. Wer möchte nicht auch eine erwachsenere, alternative Variante der Märchen hören.
 
Schade das Will seinem Vater nicht glaubt, was dieser erzählt, aber irgendwann fühlt er sich zu alt und hält diesen für verrückt. Dann wird alles auf einmal anders, ein kleiner Mann namens Rumpelstein taucht auf und der hat wirklich Ähnlichkeit mit Rumpelstilzchen. Die Königin Mary schreibt einen seltsamen Brief, in dem sie erklärt, dass nicht sie die Böse ist, sondern Schneewittchen. Was soll er nur davon halten? Wird er jetzt auch verrückt wie sein Vater oder ist doch alles wahr, was dieser erzählt hat?
 
Meine Tochter wird in sieben Tagen aus dem Schlaf erwachen, der sie für zweihundert Jahre in einem Glassarg gefangen hielt. Sobald sie die Augen aufschlägt, ist das Ende der Welt gewiss.
 
Taschenbuch, Seite 44
 
Schon sehr faszinierend und mysteriös geschrieben, aber die Geschichte hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Ich habe mir sofort den 2. Band geholt und freue mich schon, wie es weiter geht. Wer Märchenadaptionen mag, der wird "Die Grimm-Chroniken" lieben.

Veröffentlicht am 21.05.2018

Gerechtigkeit

Die Namen der Toten
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Zur Geschichte

Im Wald von Tunbridge Wells wird ein 15-jähriger Junge, brutal ermordet aufgefunden. Detectiv Sergeant Richard Vega und Detectiv Inspector Daria Rosen, werden zum Tatort gerufen. Doch was ...

Zur Geschichte

Im Wald von Tunbridge Wells wird ein 15-jähriger Junge, brutal ermordet aufgefunden. Detectiv Sergeant Richard Vega und Detectiv Inspector Daria Rosen, werden zum Tatort gerufen. Doch was sie vorfinden, bringt böse Erinnerungen und Zweifel mit sich. Denn vor 6 Jahren stand DS Vega schon einmal in diesem Wald über die Leiche eines Jungen gebeugt, mit ähnlichen Verletzungen. War es derselbe Mörder oder hat er damals den Falschen erwischt?

“Stimmst du mir zu, das Ähnlichkeiten zwischen diesem Jungen hier und Tom Healy bestehen? Er wurde getötet wie Healy. Hinterlegt wie Healy. Vielleicht ein paar hundert Meter von der Stelle, an der Healy damals gefunden wurde … Es gibt Übereinstimmungen, meinst du nicht?”
Taschenbuch, Seite 17

Das Team des Criminal Investigation Department setzt alles daran, den Mörder zu finden. Das Motiv ist noch nicht klar, genauso wie die Verbindung zu dem Toten vor 6 Jahren. War er in irgendetwas verwickelt und musste deshalb auf so grausame Weise sterben? DS Vega will um jeden Preis Gerechtigkeit für die Toten, denn der oder die Mörder sollen ihre Strafe bekommen.

Meine Meinung

“Die Namen der Toten” ist das erste Buch von Sarah Bailey. Ihr Schreibstil ist leicht und angenehm zu lesen und bringt das Zwischenmenschliche der Protagonisten gut zur Geltung.

DS Vega ist ein ehemaliger Padre vom Militär, doch er selbst hat nur den Soldaten geholfen, mit ihren Taten klar zu kommen. Seit er beim Criminal Investigation Department ist, sieht er wirklich schlimme Dinge, die schon mal für Alpträume sorgen können. Er hat eine junge Frau bei sich aufgenommen, um sich um sie zu kümmern und dafür zu sorgen, dass sie nicht auf der Straße lebt. DS Vega ist ein sympathischer Charakter, auch wenn er eine Affäre mit einer verheirateten Frau hatte.

Sein noch recht neuer Kollege DC Khan ist auch sehr sympathisch, sportlich und loyal ihm gegenüber. Wie er sich um Vega kümmert und zu ihm steht, ist wirklich toll.

“Ich erkläre mich selbst zu Ihrem Personal Trainer, Bruder.” Als Vega den Mund öffnete, brachte sein Untergebender ihn mit erhobenem Finger zum Schweigen. “Ah-ah. Wir haben zwei Stunden bis Dienstbeginn. Also erzählen Sie mir nichts von Hierarchien und holen Sie Ihre Laufschuhe. Wir werden eine Runde joggen.”
Taschenbuch, Seite 162

DI Rosen dagegen denkt nur an sich und gefällt mir nicht so gut. Aber man kann nicht alle Charaktere einer Geschichte mögen, oder?

Die Kriminalgeschichte, war wirklich spannend und interessant. Wie viele Menschen beteiligt sein könnten und wer nun wirklich der Mörder ist, hat sich erst spät herauskristallisiert. Damit hätte ich nicht gerechnet.

Die “Liebesgeschichte” hätte nicht unbedingt sein müssen. Das war mit zu viel hin und her, was von der eigentlichen Story zu sehr abgelenkt hat. Zum Zwischenmenschlichen hat es aber wieder gepasst. Auch im wahren Leben, spielt das private in den Alltag mit hinein und dass ist nicht immer Friede, Freude, Eierkuchen.

Fazit

“Die Namen der Toten” ist ein sehr interessanter Krimi. Ich habe die Lesestunden sehr genossen.

Veröffentlicht am 06.05.2018

Süße Weihnachtsgeschichte

13 Weihnachtstrolle machen Ärger
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Zur Geschichte

Eines Nachts hat die kleine Mila einen Alptraum und huscht bei ihrem Bruder mit unter die Decke. Jonas ist genervt, hört dann aber ein Geräusch und sieht einen Wichtel in seinem Adventskalender ...

Zur Geschichte

Eines Nachts hat die kleine Mila einen Alptraum und huscht bei ihrem Bruder mit unter die Decke. Jonas ist genervt, hört dann aber ein Geräusch und sieht einen Wichtel in seinem Adventskalender verschwinden. Nun wird er neugierig. Obwohl noch nicht der 24. ist, macht er das größte Türchen auf und schwupp … sind er und Mila darin verschwunden.

Die 24 war eine Abteiltür der Lokomotive und gar nicht leicht zu öffnen. Jonas musste schließlich sogar seine Schere zu Hilfe nehmen. Es war sonderbar. Schon als er das Türchen nur einen winzigen Spalt geöffnet hatte, leuchtete das kleine Bild darin, als hätte man eine Kerze dahinter angezündet.
Hardcover, Seite 12

Im nächsten Augenblick sind sie nicht mehr in ihrem Zimmer, sondern ganz woanders. Wie sind sie nur hierher gekommen?
Sie versuchen einen Weg nach Hause zu finden und treffen auf Knecht Ruprecht, der sie ins Weihnachtsdorf bringt. Dort angekommen, sehen sie nicht nur Lebkuchenmänner, Wichtel, Nussknacker und Rentiere vor sich, sondern treffen auf den Weihnachtsmann … oder besser die Weihnachtsmänner. Jede Kultur besitzt einen eigenen und diese leben zusammen in einer WG!

Eigentlich wollen Jonas und Mila nur nach Hause. Aber als sie erfahren, dass die Rentiere krank sind, Väterchen Frost verschwunden ist und dadurch Weihnachten in Gefahr ist, begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise.

Meine Meinung

“13 Weihnachtstrolle machen Ärger” ist eine charmante und lustige Weihnachtsgeschichte, die ich gerne mit meiner Tochter gelesen habe. Meine Tochter hat an einer Mal-Aktion vom Bastei Lübbe Verlag mitgemacht und das Buch als Dankeschön erhalten. Hier noch einmal vielen Dank dafür, es hat uns sehr gefallen.

Sabine Städing hat eine lockere und einfache Erzählweise, sodass man nicht groß erklären muss. Alles ist Kindgerecht und mit tollen Illustrationen von Barbara Scholz gestaltet. Die Autorin ist bereits bekannt, durch ihre Bücher von “Petronella Apfelmus”. Diese haben wir zwar noch nicht gelesen, aber wir sind stark in Verführung gekommen, diese noch nachzuholen.

Mit offenen Mündern sahen sich die Geschwister um. Im Weihnachtsdorf herrschte ein gewaltiger Trubel. Die Straßen waren voller Weihnachtswichtel, und jeder von ihnen ging gut gelaunt seiner Arbeit nach.
Hardcover, Seite 55

Zwar ist jetzt nicht die passende Zeit für Weihnachtsgeschichten, aber es war ein tolles Kinderbuch, welches uns sehr viel Spaß gemacht hat zu lesen. Wir haben viel dabei gelacht und uns die Illustrationen genau angeschaut, ob wir alles entdecken aus der Erzählungen. Tatsächlich wurde dies sehr gut umgesetzt, wir haben alles gefunden aus der Geschichte. Die Kapitel hatten eine tolle Länge, somit konnten wir es auf die Tage sehr gut aufteilen.

Veröffentlicht am 11.03.2018

Wirklich tolle Fantasiegeschichte

Das Lied der Krähen
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Zur Geschichte

Die Droge Jurda Parem überschwemmt das Land. Die Grischa, welche magische Fähigkeiten besitzen, werden davon beeinflusst. Ihre Fähigkeiten werden ins unendliche gesteigert und sie werden ...

Zur Geschichte

Die Droge Jurda Parem überschwemmt das Land. Die Grischa, welche magische Fähigkeiten besitzen, werden davon beeinflusst. Ihre Fähigkeiten werden ins unendliche gesteigert und sie werden sofort abhängig davon. Mit einem einzigen Befehl, können sie die Menschen dazu bringen, dass diese tun was sie wollen. Jemand muss aufhalten und verhindern, dass die Droge sich weiter ausbreitet. Es wird sonst zu viele unschuldige Opfer geben.

„Tu, was man dir sagt, dann ist es bald vorbei, ja?“, murmelte Anya mit einem Lächeln. Ihre Augen waren schwarz und abgrundtief. Ihre Haut leuchtete, schimmerte, glühte weiß. Ein Gedanke flatterte durch Joosts Kopf – wunderschön wie der Mond. Anya verlagerte das Gewicht des Jungen auf ihrem Arm. „Sieh nicht hin“, flüsterte sie dicht an seinem Haar. „Und jetzt“, sagte sie zu Hoede gewandt, „nehmt das Messer.“
Taschenbuch, Seite 25

Kaz Brekker, der wahrscheinlich beste Dieb aller Zeiten, dessen Fähigkeiten und Verstand schon als dämonisch bezeichnet werden können, bekommt den Auftrag den Erfinder der Droge zu retten. Dieser wird aber in einem nicht zu bezwingenden Gefängnis gehalten, dem Eistribunal. Davon lässt er sich aber nicht abhalten, denn er bekommt 4 Millionen Kruge dafür. Kaz stellt ein Team zusammen, mit unglaublichen Fähigkeiten.

Inej, auch bekannt als Phantom, ist die beste Spionin und seine rechte Hand. Jesper, ein Scharfschütze der nie sein Ziel verfehlt. Wylan, ein Sohn aus gutem Hause, der es Leid ist und lieber seine eigenen Wege geht. Nina, eine Grischa (Entherzerin) die für den Kampf ausgebildet wurde und alles dafür tun würde, um ihre Fehler wieder gut zu machen. Und Matthias, der unschuldig verurteilt wurde und auf Rache sinnt. Gemeinsam werden sie sich, der unlösbaren Aufgabe stellen. Doch werden sie es auch schaffen?

Matthias kannte Monster, und ein Blick auf Kaz Brekker hatte ihm gesagt, dass er eine Kreatur war, die zu lange in der Dunkelheit gelebt hatte – und als er wieder zurück ans Licht gekrochen war, hatte er etwas mit sich gebracht.
Taschenbuch, Seite 148

Meine Meinung

Das Cover ist eher dunkel gehalten und passt mit der Krähe darauf, sehr gut zum Titel. Die Seiten sind rundherum in schwarz und dass sieht wirklich toll aus. Ich konnte an dem Buch nicht vorbei, wirklich alles an dem Buch gefällt mir sehr. Es musst bei mir im Regal einfach einziehen.

Leigh Bardugo hat mit „Das Lied der Krähen“ absolut meinen Geschmack getroffen. Die Schreibweise, hat bei mir zwar ein paar Seiten gebraucht, aber hat mich dann in seinen Bann gezogen. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Bisher hatte ich noch nichts von ihr gelesen, aber es war so toll, dass ich mir auch gleich „Wonder Woman“ von ihr holen musste.

Es ist aus der Sicht, der jeweiligen Protagonisten geschrieben und man erfährt die Hintergrundgeschichten, wie aus ihnen das geworden ist, was sie heute sind. Ich finde das sehr gut, wenn einem das auch aufgeklärt wird.

„Das Lied der Krähen“ ist eine faszinierende, ein wenig düstere Fantasiegeschichte, die ich am liebsten gleich weiter gelesen hätte. Ein bisschen Geduld muss ich aber noch haben, bis ich sie weiterlesen kann. Mein Lieblingscharakter ist definitiv Kaz Brekker. Seine Art und Weise an Dinge ranzugehen und niemanden vorher zu sagen, was er wirklich plant, damit auch wirklich alles funktioniert ist interessant. Er schafft es immer wieder, soweit vorauszuplanen und trotzdem alles zu bekommen was er will. Aber auch die anderen Charaktere haben tolle Eigenschaften, die man einfach nur Lieben kann.

Fazit

Eine wirklich tolle Geschichte, die man einfach nur lesen muss. Leigh Bardugo schreibt sehr angenehm und zieht einen ins Geschehen mit hinein. Das Jahr hat zwar erst angefangen, aber es ist jetzt schon mein absolutes Jahreshighlight.

Veröffentlicht am 26.02.2018

Kreuzfahrt auf die thrillerige Art

Woman in Cabin 10
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Zur Geschichte

Die Reise-Journalistin Laura Blacklock, auch genannt Lo, nimmt schon seit Jahren Antidepressiva. Wenn sie Schlafprobleme hat, ist sie nicht ganz abgeneigt, mit Alkohol nachzuhelfen. Dies ...

Zur Geschichte

Die Reise-Journalistin Laura Blacklock, auch genannt Lo, nimmt schon seit Jahren Antidepressiva. Wenn sie Schlafprobleme hat, ist sie nicht ganz abgeneigt, mit Alkohol nachzuhelfen. Dies wird ihr eines Morgens zum Verhängnis. Sie erwacht durch Geräusche in ihrer Wohnung, hat sie etwa vergessen die Wohnungstür zu schließen? Ein Mann mit Gummihandschuhen beraubt sie und schließt sie in ihrem Schlafzimmer ein. Als sie sich endlich befreien kann und sich Hilfe bei der Polizei holen kann, sind ihre wichtigsten Wertsachen schon weg. Ihr Freund ist auf einer Dienstreise und deshalb versteckt sie sich bei ihm in der Wohnung, denn sicher schlafen kann sie in ihren eigenen 4 Wänden nicht mehr. Da sie aber endlich die Chance hat sich in ihrer Redaktion zu beweisen, will sie ihre geplante Kreuzfahrt nicht verfallen lassen.

Lo soll für ihre Chefin einspringen und eine Jungfernfahrt mit dem Luxuskreuzfahrtschiff "Aurora Borealis" mitmachen. Trotz Trauma wegen des Einbruchs und Übermüdung durch ihre Schlafprobleme, tritt sie die Reise an. Sie ist schon ganz aufgeregt, Kontakte mit der Oberschicht zu knüpfen und begibt sich ins Getümmel. Da sie leider ihren Mascara vergessen hat, bitte sie die Unbekannte in der Nebenkabine, sich ihren ausleihen zu dürfen. Als Lo nach der Party, nur oberflächlich eindämmert, wird sie durch einen Schrei und ein aufklatschen ins Meer wach. Als sie nachsehen geht, ist sie davon überzeugt, einen Körper ins Wasser einsinken zu sehen. Doch niemand glaubt ihr, als sie davon berichtet und auch die Nebenkabine ist leer. Niemand kann mit der Beschreibung der Frau in Kabine 10 etwas anfangen und auch auf der Passagierliste ist niemand eingetragen. Hat sie sich das etwa alles eingebildet?

Meine Meinung

Ich hatte bisher noch kein Buch von Ruth Ware gelesen, aber der Klappentext hat mich überzeugt. Leider ging die Geschichte recht ruhig voran und ich habe eine Weile gebraucht, in die Story rein zukommen. Doch ab circa der Hälfte des Buches, ist die Geschichte dann doch noch in Fahrt gekommen und ich konnte sie dann doch nicht mehr aus der Hand legen. Ich wollte nach einer Menge Spekulationen, die Auflösung endlich wissen.

"Woman in Cabin 10" war ein interessanter Thriller. Die Protagonistin Lo, ist eine sehr verunsicherte Frau, die psychische Probleme hat und sich mit Medikamenten hilft. Das finde ich sehr gut, weil nicht jeder mit seiner Gedanken- und Gefühlswelt alleine klar kommt. Nicht so gut finde ich, dass sie alles mit Alkohol zu verbessern glaubt. Ob es nun Nervosität, Schlafprobleme oder sonstiges ist, wenn man Medikamente nimmt, sollte man keinen Alkohol trinken. Einerseits versucht sie alles aufzuklären, andererseits hat sie viel zu große Angst davor, auch was dies für ihre Karriere bedeutet. Bis sie sich wirklich entschieden hat, etwas zu tun und darüber zu stehen, was andere darüber denken, dauert es schon eine Weile. Aber das passt zu ihrem Charakterbild und damit kommt man klar. Schließlich will ihr auch niemand glauben und schiebt es auf den Einbruch in ihre Wohnung, ein paar Tage davor.

Ein sehr amüsanter Teil des Buches, beinhaltete E-Mail und Facebook Passagen, die man mitlesen konnte. Dadurch bekam man einen Eindruck, in die Geschichte mit eingebunden zu werden. Diese Parts habe ich schon am Liebsten gelesen. Das war definitiv eine gute Idee von der Autorin.

Fazit

Ein gelungener Thriller, der zwar ruhig beginnt, aber spannend und abschließend endet. "Woman in Cabin 10" sorgt für das absolute Gesamtpaket, einerseits bekommt man Urlaubsstimmung, andererseits will man das die Reise endet und alles gut ausgeht. Wenn ihr wissen wollt, welches Ende das Buch verspricht, dann lasst am besten gleich die Leinen los, mit dem Kreuzfahrschiff "Aurora Borealis".