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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.05.2021

Knisternd, authentisch, Hach

The way to find hope: Alina & Lars
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Rezension „The way to find hope: Alina & Lars“ von Carolin Emrich



Meinung

Lars und Alina - nach meinem Highlight um Mareike und Basti musste ich umgehend erfahren, welche Geschichte hinter den beiden ...

Rezension „The way to find hope: Alina & Lars“ von Carolin Emrich



Meinung

Lars und Alina - nach meinem Highlight um Mareike und Basti musste ich umgehend erfahren, welche Geschichte hinter den beiden steckt. Mit Lars entstand nämlich ein düsterer, geheimnisvoller Mann, dessen Seiten ich ergründen musste um hinter jede Mauer zu blicken. Schon im ersten Band hat er mich in den Bann gezogen und immerzu wollte ich wissen, warum Lars so ist, wie er war. Alina war im ersten Band zwar nicht unbedingt mein Top Favorit für ihn, doch musste ich meine anfängliche Meinung über sie schnell ändern.

Zwar habe ich die Reihe mit den Bänden 4&5 kennengelernt, und in sich ist jeder Band auch abgeschlossen, für sich lesbar, doch bin ich unendlich froh, nun endlich die ersten drei gelesen zu haben um jedes Geheimnis der Figuren entdeckt und aufgeklärt zu haben. Die Geschichte der Protagonisten lebt nämlich in jedem Teil weiter und allein deshalb ist es ein Fakt, jeden gelesen haben zu müssen. Wieder lernen wir die beiden Akteure in wechselnden Perspektiven kennen. Alina kannte man aus dem ersten bereits mit einem wandelnden Päckchen auf den Schultern.

Komisch und nicht so recht einordnend erschien Alina mir im Auftakt, nun sollten mich bereits die ersten Seiten eines besseren belehren und zeigen, dass ich sie ins Herz schließen musste. Alina trägt das Herz auf der Zunge, zeigt offen ihre Emotionen, kämpft für das, was sie will und strotzt vor Selbstbewusstsein. Doch hinter jedem Menschen liegen Schleier, die das offensichtliche verbergen und Seiten zeigen, die meist nur wenigen vorherbestimmt sind. Alina war eine Person, deren Gedanken und Gefühle ich direkt folgen konnte.

Ich habe mich durch ihre Schichten tragen lassen. Liebe, Angst, Wut, Verrücktheit.
Lars hingegen war wie die Bombe, kurz vor der Detonation, besonders nach den ersten Enthüllungen seiner Vergangenheit. Zwei Seiten einer Medaille in einer Person. Sanft und gutmütig, aggressiv und abweisend. Welcher Seite man begegnete wusste ich als Leser so gut wie nie. Es war wie ein Kampf um Himmel und Hölle. Wer würde gewinnen. Nur die Sterne hätten es sagen können. Der Kontrast der beiden hat mich um den Finger gewickelt, wahnsinnig gemacht, ausgezogen um umgehauen.

Das knistern war in Form von elektrischen Funken überall zu sehen und spüren. Auf meiner Haut, in meinen Venen, in meinem Herzen. In Punkto Beziehung überstiegen Alina und Lars sogar Mareike und Basti. Auch Hochspannung und Nervenkitzel suchten ihresgleichen, wenngleich beide Worte nicht unbedingt zu diesem Genre passen. Höhen und Tiefen fanden sich wie Sand am Meer. Intensive, intime Momente sorgten für ein Feuerwerk, das mich um den Verstand brachte.

Alina und Lars sind nicht Mareike und Basti, aber genau das ist auch gut so. Beide Geschichten haben einen tiefen Kern und ließen mein Herz Purzelbäume schlagen.


Fazit

Carolin Emrich zeigt auch hier meisterlich eine lebendige, knallharte, ehrliche, direkte Story. In Punkto Bomben Thematik und heißer Intensität übertrifft diese Geschichte sogar seinen Vorgänger. „The way to find Hope“ ist bewegend und fesselt ab der ersten Seite. Die Emotionen waren authentisch, greifbar und packend. Alina und Lars bringen ganz viel „Hach“ „Awwwww“ und „Rarrrrrrrrr“ mit. Diesem Feeling und dieser Atmosphäre erliegt jeder!

Liebesgeschichten von Carolin Emrich gehören fortan zu meinen absoluten Gold Schätzen.


🌟🌟🌟🌟🌟 5/5 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.05.2021

Mein Sorgenkindchen

The way to find trust: Lara & Ben
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Rezension „The way to find trust: Lara & Ben“ von Carolin Emrich



Meinung

Ehrlichkeit, Echtheit, Authentizität - Das steht in jedem Band für diese Reihe und auch nach Ben und Lara gab es keinen Zweifel ...

Rezension „The way to find trust: Lara & Ben“ von Carolin Emrich



Meinung

Ehrlichkeit, Echtheit, Authentizität - Das steht in jedem Band für diese Reihe und auch nach Ben und Lara gab es keinen Zweifel daran. Carolin Emrichs Bücher machen süchtig und man spürt hinter den Seiten die Liebe und Hingabe, mit der sich die Autorin den Protagonisten und Themen widmet. Realität und Normalität sind ein großer Kern des dritten Bandes, der mir aber so manche Probleme bereitete und bisher von allen gelesenen Teilen am meisten aus der Reihe hüpft.

Laras und Bens Geschichte ergibt zusammen mit den anderen das große Ganze und wird in der Gegenwart fortgeführt. Beide konnten wir schon in den Vorgängern kennenlernen. Die beiden leben, ebenso wie Basti und Lars im betreuten wohnen. Jeder dort hat sein eigenes Paket zu tragen, aufgrund einer Vergangenheit, die aus Dunkelheit und Abgründen besteht. Nicht ohne Grund sind Lara und Ben dort. Während Ben der in sich gekehrte Junge ist, entdeckt Lara sich selbst. Die beiden sind beste Freunde und ihr Zusammenhalt war beispiellos. Doch es gab Facetten an ihnen, mit denen ich nicht konform ging.

Charakterzüge in ihren Persönlichkeiten, mit denen ich nicht umzugehen wusste machten die beiden nicht unsympathisch, aber auch nicht greifbar im Bereich der Emotionen und Gedanken rund um sie herum. Es fiel mir schwer mit ihnen mitzufühlen, obgleich ich mich in sie hineinversetzen und ihre Charaktere verstehen konnte. Immerzu kratzten die Gefühle nur an meiner Oberfläche und gingen für mich nicht Tief genug. Vielleicht fehlte mir auch der spektakuläre Fokus, welcher gerade in Band 1&2 so hoch zu finden war. Besonders Lara strapazierte meine Nerven oft und manche Momente waren mir einfach zu sehr von Ruhe umgeben.

Ich liebe den Stil der Autorin und gewiss war dieser nicht das Problem. Ihre Worte lassen den Leser treiben und sind durchzogen von zahlreichen Nuancen. Ben hat mein Herz deutlich mehr in Beschlag genommen und seine Entwicklung war für mich spannend, ehrlich und so wunderschön. Lara lief zwar neben mir her, doch zu ihr finden konnte ich kaum. Was aus Lara und Ben wird bleibt offen und hat nicht unbedingt das typischen Happy End Feeling. Brauchte ich auch nicht, denn wie es war, war es gut. So bleibt dem Leser, in den weiteren Bänden zu entdecken, was aus ihnen geworden ist.

Für Überraschungen sorgten Ben und Lara zwar nicht, doch taten es alt Bekannte, deren Leben nicht unbedingt verkaufen ist, wie ich es mir gedacht habe. Dieser Fakt macht die Reihe so einzigartig besonders und vor allem wertvoll.


Fazit

Nicht immer können wir nach einem Buch himmelhoch Jauchzen und so wird „The way to find Trust“ mein kleines Sorgenkindchen. Lara war für mich ein Teenager, deren Gefühle ich nicht greifen und Handlungen teils nicht verstehen konnte. Mir fehlte die Verbindung zu ihr, was gewiss nicht am Alter lag, sondern an dem, wie sie war. Ben hingegen erreichte mich mehr, wenngleich seine Ruhe manchmal zu trostlos für mich war. Ja, wir reden hier über Realität und Normalität, doch wollte mich beides nicht erfassen. Die Nebenhandlung brachte allerdings Freude und Überraschungen, in eine ansonsten flache Haupthandlung.


🌟🌟🌟 3/5 Sterne

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.05.2021

Grandioser Abschluss

Secret Academy - Gefährliche Liebe (Band 2)
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Rezension „Secret Academy: Gefährliche Liebe. Band 2“ von Valentina Fast



Meinung

Nervenaufreibend, hoch spannend und voller überraschender Twists ging das erste Finale der Dilogie von Valentina Fast ...

Rezension „Secret Academy: Gefährliche Liebe. Band 2“ von Valentina Fast



Meinung

Nervenaufreibend, hoch spannend und voller überraschender Twists ging das erste Finale der Dilogie von Valentina Fast zu Ende. Nach dem spektakulären Agenten Blockbuster Auftakt brauchte mein Verstand ne ordentliche Abkühlung, um das Geschehen zu verarbeiten, zeitgleich aber sehnte ich mich so sehr nach der Fortsetzung, dass ich glaubte in der Wartezeit zu zerreißen. Wie würde es für Adam, Alexis und Dean weitergehen? Mehr Fragen als Wörter im Duden tummelten sich in meinem Kopf.

Es war nicht mein erstes Rodeo, welches mich atemlos und völlig fassungslos nach einem Buch zurück ließ, aber es war mein erstes dieser Art von Valentina Fast. Kannte ich zwar ihre Royal Reihe, aber im Gegensatz zu dieser, wirkt Secret Academy wie ein Vorschlaghammer. Wie in drei Teufels Namen waren dieser Autorin nur so viele Ideen und Twists eingefallen, dass es wirkte, als habe der Plottwists vom Plottwists noch einen eigenen Twist. Versteht man das? Von den vielen Richtungswechseln in dieser Fortsetzung hätte man ein Schleudertrauma bekommen können. „Nachhaltige Schäden an Kopf und Herz nicht auszuschließen“!
Diese Warnung sollte zweifellos im KT stehen, LOL.

Valentina Fast greift unmittelbar die Ereignisse des ersten Bandes auf und legt sofort mit Vollgas los. Doch dieses Mal erwartete mich eine weitere Überraschung. Gab ja noch nicht genug. In Band 2 erleben wir die Geschichte nicht mehr nur aus Alexis Sicht, sondern in wechselnden Perspektiven mit Dean, der immer wieder kurze Kapitel bekam, wodurch wir Einblicke in den zweiten Handlungsstrang erhielten. Alexis im Gefängnis, Dean in der Akademie. Diese Vorgehensweise hat mir wahnsinnig gut gefallen, blieb es doch gerade deshalb erneut so hoch spannend.

Zudem vertiefte es die Bindung zu beiden Protagonisten noch einmal um ein Vielfaches. Und auch wenn mein Herz nicht vollends für Dean schlug, so konnte es nach und nach erweicht werden, da ich ihn nun tiefer kennenlernte. Zudem traten schnell neue Mitspieler auf den Plan, alte Bekannte aus Band 1 bekamen mehr Raum, und ich wusste bald nicht mehr, wo oben und unten war. Mit Grace erhielt ich eine neue weibliche Book Heldin a la Harley Quinn, die ich gern gepackt und adoptiert hätte. Das Zusammenspiel der Figuren, aber auch ihre Schattenseiten suchten seinesgleichen.

Band 2 lebte ebenso von Geheimnissen, Rätseln, Überraschungen, bahnbrechenden Emotionen und nervenaufreibenden Geschehnissen wie sein Vorgänger. In diesem Punkt steht das Finale der Dilogie dem Auftakt in nichts nach. Wenngleich manchmal zu vieles auf einmal auf mich einprasselte und nicht mal mehr Luft holen möglich war, sodass es ein wenig gedrückt wirkte. Besonders im mittleren Teil war dies der Fall und hier hätte ich mir gern etwas mehr Ordnung und Ruhe gewünscht. Versteht mich nicht falsch, ich liebe dieses atemlose, aber mein Kopf kam teils gar nicht mehr hinterher mit verarbeiten.

Nicht nur die Handlung bot eine stürmische Naturgewalt, auch die Figuren zeigten, warum sie echte Helden waren. Ihre Ecken und Kanten traten noch stärker hervor, aber das machte sie eben so unfassbar realistisch, menschlich und Echt. Ihre Entwicklungen waren rasant und absolut irre teilweise, es schuf ein solch starkes Band zu ihnen, dass sie zu verlassen, schwerer viel als alles andere. Ein wenig fehlte mir hier der gefühlvolle, knisternde Part zwischen Alexis und Dean, da die beiden einfach aufgrund des enormen Handlungs Paketes auf der Strecke blieben. Ich hätte gern mehr Momente zwischen ihnen gehabt, die das Feuerwerk des ersten Bandes fortgeführt hätten.

In einer rasanten, actionreichen Spirale drehte ich mich immer weiter dem Ende zu, welches mit einem Bomben mäßigen Aufschlag seinen Höhepunkt fand. Und schon wieder muss ich es sagen, noch nie habe ich so viele Twists in einer Geschichte erlebt. Doch auch hier gab es einen kleinen Funken, der mich noch mehr begeistert hätte. Besonders in einem Agenten Roman erwarte ich irgendwie, dass auch der ein oder andere auf der Strecke bleibt. Mancher Charakter hätte, um es gelinde zu sagen, ruhig das zeitliche segnen können. Ja, hört sich komisch an wenn man den Figuren den Tot wünscht, aber es führte dazu, dass das Ende auf mich zu perfekt wirkte.

Zu sehr Happy End, wenngleich ich nichts dagegen habe. Aber um es mit meinen Worten zu sagen „auch etwas unperfektes kann perfekt sein“. Wenn jeder quasi sein Glück findet, ob gut oder böse, ist es in meinen Augen ein wenig zu rund. An dieser Stelle fehlte mir etwas die Andersartigkeit, womit sich die Geschichte auch noch mal von der breiten Masse abgehoben hätte. Doch möchte ich unbedingt betonen, dass „Secret Academy 2“ mich ansonsten vollständig begeistert und zufrieden gestellt hat. Hinter diesen beiden Bänden steckt ein Inferno, dass ich nie vermutet hätte. Eine Oscar Reife Story, deren Inhalt wie ein Urknall wirkte.


Fazit

Mit „Secret Academy“ schuf Valentina Fast das reinste Hollywood Spektakel, in dem es zugeht, wie auf einem Höllen Tripp. Rasant, emotional, nervenzerreißend, absolut unvorhersehbar und mit mehr Twists, als der Duden Wörter besitzt. Diese Dilogie ist nicht bloß ein heißer Ritt, sie ist ein Inferno, das seinesgleichen sucht. Meine Finger klebten an den Seiten und lechzten unentwegt nach mehr, wenngleich die Fortsetzung nicht ganz an den Highlight Status des ersten Bandes ran reicht. Im gesamten ist „Secret Academy“ ein unvergessliches Erlebnis, deren Ende bloß etwas zu perfekt gestaltet war.

Schnallt euch an und gebt acht auf euer Herz. Es könnte während der Höllen Fahrt aus eurer Brust springen.


🌟🌟🌟🌟 4/5 Sterne

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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 30.04.2021

Märchenhaft, mystischer Auftakt

Das versunkene Reich Nysolis (Band 1)
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Rezension „Das versunkene Reich Nysolis (Band 1)“ Regina Meißner



Meinung

In einem idyllischen, malerischen Örtchen in Irland liegt an der Küste, in den Weiten der Meere, das Reich Nysolis. Zweifelsohne ...

Rezension „Das versunkene Reich Nysolis (Band 1)“ Regina Meißner



Meinung

In einem idyllischen, malerischen Örtchen in Irland liegt an der Küste, in den Weiten der Meere, das Reich Nysolis. Zweifelsohne teile ich Regina Meißners Faszination für die Ozeane und ganz besonders den Mythos Atlantis. Wenn je Magie in meinen Adern fließen würde und ich die Möglichkeit hätte, die Tiefen der Meere zu erkunden, ich würde keine Sekunde zögern. Denn auch dieser Sog war verantwortlich, dass ich diese Geschichte lesen musste.

Zudem blickte ich auf ein atemberaubendes Cover, dass mich schier umhaute und geradezu dazu einlud, in den Seiten zu schwelgen. Regina Meißner wählte ein Setting, in dem ich mich verlieren und träumen konnte. Irland schuf eine unbändige Faszination und ich wollte jeden Stein, jedes Blatt, jeden Zentimeter erkunden. Die malerische Idylle ließ mich nicht mehr los und die Seiten verwandelten sich in einen lebhaften Film vor meinen Augen. Wie hätte ich jemals das Buch zur Seite legen können?

Doch begann das Abenteuer und die Geheimnisse um Nysolis ruhig, mit einer friedlichen Sanftheit, die mir Zeit gab, alles in mich aufzunehmen und den Zauber wirken zu lassen. Diese Ruhe ist auch ein Teil meines Herzens, weshalb ich mich sofort damit identifizieren konnte, wenngleich mir zu Anfang ruhig noch ein paar mehr Ereignisse hätten entgegen gebracht werden können. Regina Meißner wehrte sich wohl vehement dagegen, dem Leser zu viel preiszugeben, was dazu führte, dass ich nur noch neugieriger wurde.

Meine Fragen nahmen kein Ende und ich war doch schon längst verzaubert. Nysolis ist eine traumhafte Welt mit bunten Facetten, die zwar an Atlantis angelehnt sein mag, jedoch erfrischend neu gestaltet wurde. So kannte ich ein Reich der Meere definitiv nicht. Und es warteten zudem allerhand Gefahren, Mystik und Rätsel auf mich, die ich jedoch noch nicht vollständig lösen konnte. Beim Schach würde ich sagen, dass Regina Meißner ohne jeden Zweifel die besten Schachzüge noch für sich behielt. Immer diese fiesen Autoren, die uns in den Wahnsinn treiben. Tz

Zu Anfang schlug mein Herz noch nicht vollends für die Figuren und emotional konnten sich mich erst so richtig packen, je mehr Seiten vergangen waren. Regina Meißner zeichnet Charaktere mit Ecken und Kanten die im Laufe des Buches eine starke Entwicklung hinlegen. Diese Echtheit und Authentizität hat mir wahnsinnig gut gefallen und schlussendlich kann ich sagen, dass Finlay und Aurora wirklich wundervolle Persönlichkeiten sind, die man gerne auf ihrem Weg begleitet. Zudem wurde ich von einer sanften, hauchzarten Liebesgeschichte ergriffen, die mein Herz zum überquellen brachte.

Nysolis verbindet Märchen mit Mythos und Legende und ich hätte noch stundenlang in dieser traumhaften Blase verweilen können. Der Spannungsbogen nahm immer mehr an Fahrt auf, je tiefer das Geschehen vonstatten ging. Auch überraschte mich Regina Meißner mit Wendungen, die ich nicht kommen sah. Einzig ein winziger Funke mehr hätte meine Faszination und Begeisterung in ein Highlight verwandelt, aber dies hält sich die Autorin wohl für den Abschluss vor. *zwinker


Fazit

Mythos, Legende und Märchen, in einem idyllischen Örtchen, umgeben von einem Reich voller Zauber, Gefahren und Geheimnisse. „Das versunkene Reich Nysolis“ strotzt vor malerischen Bildern, einer atemberaubenden Atmosphäre und Kulisse, die mich binnen Sekunden im Bann hatte. Zudem bekommt diese Geschichte einen Hauch Krimi mit auf den Weg, denn an der irischen Küste geschieht so allerhand seltsames. Eine abenteuerliche Reise, in der viele Rätsel stecken und die mich mit sich gerissen hat, obwohl Regina Meißner ein winziges Quäntchen mehr hätte preisgeben können.


🌟🌟🌟🌟 4/5 Sterne

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.04.2021

Hoch Tief für Herz und Seele

Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch
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Rezension „Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch (Chances-Reihe)“ von Brittainy C. Cherry



Meinung

Wenn jemand im New Adult Bereich zu meinen festen Größen gehört, deren Bücher ich immerzu lesen ...

Rezension „Wie die Stille vor dem Fall. Zweites Buch (Chances-Reihe)“ von Brittainy C. Cherry



Meinung

Wenn jemand im New Adult Bereich zu meinen festen Größen gehört, deren Bücher ich immerzu lesen muss, als wären die Seiten mein rettender Sauerstoff, dann ist es BC Cherry. Noch lange habe ich ihr volles Repertoire und Talent an Emotionen und Gefühlen nicht in mich aufgenommen, sodass jede Geschichte den Anschein erweckt, als müssen Herz und Seele darum kämpfen, diese Flut auszuhalten.

Wie die Stille vor dem Fall Buch Eins war ebenjener Strudel, wie ich es von der Queen of NA gewohnt bin. Zudem lernte ich Shay und Land auf viele unterschiedliche Weisen in ihren jungen Jahren kennen und war gespannt, wie sehr mich ihre bewegende Geschichte im Alter mitreißen würde. Buch Zwei geht tiefer und zeugt von noch größerer Intensität im Bereich Emotionen und Gefühle, als es bereits Band 1 schon tat. Der tiefe Schmerz, die Zerrissenheit, die Abgründe, BC Cherry zeigt wieder einmal, wie Echt, ehrlich und authentisch ihre Geschichten sind.

Jedes Wort traf mich wie ein Pfeil mitten ins Herz und drohte es bei jeder Wendung auseinander zu reißen. Ich konnte kaum Atmen bei dieser Flut. Landon zeigte sich einmal mehr als geheimnisvoller, faszinierender Charakter, jemand, in den man sich voll und ganz hineinversetzen kann, wenngleich nicht jeder solch eine Vergangenheit hinter sich hat. Mit Shay hatte meine Seele stark zu kämpfen denn ihre Entwicklung war nicht leicht und ging mir unter die Haut.

BC Cherry liebt es mit Sanftheit, Tiefgründigkeit, Vielschichtigkeit und großen Gefühlen zu spielen, was mich jedes Mal tief beeindruckt. Ich war ihren Worten auf Gedeih und Verderb ausgeliefert und musste mehr als einmal innehalten, um meine Tränen zu trocknen. Erneut greift BC Cherry hoch aktuelle, aber auch sensible Themen wie Mobbing, Suizig, Depressionen, Angststörungen auf. Wenngleich in ihren Werken eine regelrechte Sintflut an Themen herrscht, schafft BC Cherry es, jedem Thema genügend Raum zu geben.

Den Leser wach zu rütteln, oder einfach Hoffnung zu schenken, das ist es, was ihre Werke so beispiellos und besonders macht. Jedes Kapitel ließ mich mehr und mehr in eine endlose Tiefe stürzen, immer mit dem Drang, den Figuren zu helfen, alles zu erleben, was sie erlebt haben und am Ende das Licht zu finden. Obschon mir in Band 2 die Neckereien und teilweise knisternden Schlagabtauschs fehlten, kann ich nicht sagen, dass mein Herz nicht ebenso im Bann ist wie in Teil 1. Die vielen Jahre mit Shay und Land waren prägsam, intensiv und eine unendliche Berg und Talfahrt.

Nie habe ich mehr wilde Fahrten für mein Herz erlebt, als in BC Cherrys Werken. Bitte hör nie auf zu schreiben.


Fazit

Wenn Herz und Seele sprechen könnten, dann würden ihre Worte einer epischen, Sinfonie gleichen, nur um zu erklären, welch harten Stürmen sie ausgesetzt waren. Ich fand einst eine Autorin, die mit dem Herzen und der Seele sprach, ließ sie nie wieder los und das obwohl ich wusste, wie allumfassend diese Worte sein können. Brittainy Cherry schreibt jedes Buch mit der gewaltigen Kraft eines Urknalls und hinterlässt tiefe Eindrücke, die sowohl das Herz, als auch die Seele auf Ewig in sich tragen. Kein Wort der Welt könnte einen Juwel ausreichend beschreiben. Für mich sind ihre Werke und ihr Talent genau das: Ein seltener Juwel.


🌟🌟🌟🌟🌟 5/5 Sterne

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