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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2019

Absolutes Lesehighlight

Asklepios
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Die Autorin Charlotte Charonne schildert in ihrem Thriller Asklepios auf bedrückende und gleichzeitig eindringliche Art und Weise, wie sich das Leben einer Familie verändert nachdem die fünfjährige Emma ...

Die Autorin Charlotte Charonne schildert in ihrem Thriller Asklepios auf bedrückende und gleichzeitig eindringliche Art und Weise, wie sich das Leben einer Familie verändert nachdem die fünfjährige Emma einem abescheulichen Verbrechen zum Opfer fällt.

Nach 15 Jahren wird der damalige Täter aus dem Gefängnis entlassen und verschwindet kurz darauf spurlos. Damit verstößt er gegen sein Bewährungsauflagen und es entsteht der Verdacht, dass er wieder ein Kind in seiner Gewalt hat. Dabei wird er von Asklepios einer "heilsamen" Therapie unterzogen.

Die Ermittler Ruby und Spike werden sehr ausführlich charakterisiert und es macht Spass mit ihnen zu ermitteln und sie und ihre Eigenarten näher kennen zu lernen.

Von der ersten Seite an hat mich die Autorin, durch ihren fantastischen Schreibstil der in keinster Weise Thriller typisch ist und trotzdem eine enorme Spannung aufbaut, gefesselt.

Beim Lesen des Thrillers wird der Leser in eine rasante Achterbahn der Gefühle gesetzt: Gibt es Gerechtigkeit, Vergeltung, Rache und dadurch auch eine gewisse Art von Wiedergutmachung an den Opfern?
Wie sehe ich es als Leser, wenn der Täter auf einmal zum Opfer wird. Was sagt das eigene Gerechtigskeitsempfinden, bis zu welcher Stufe tolerieren wir dann Selbstjustiz.

Dieser Thriller war ein absolutes Lesehighlight für mich als Thriller Fan und hatte einen excellenten Spannungsbogen, der es mir nicht ermöglichte das Buch aus der Hand zu legen. Was gibt es Besseres.
Ich hoffe auf weitere Bücher dieser sprachgewandten Autorin.

Veröffentlicht am 06.06.2019

Spannend und vielschichtig

Schneewittchensarg
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Schneewittchensarg des Autorenduos Voosen und Danielsson ist der siebte Fall für das Ermittlerteam um Nyström und Forss.
Die anderen Bände habe ich nicht gelesen und hatte das Gefühl, dass mir zu den Teammitgliedern ...

Schneewittchensarg des Autorenduos Voosen und Danielsson ist der siebte Fall für das Ermittlerteam um Nyström und Forss.
Die anderen Bände habe ich nicht gelesen und hatte das Gefühl, dass mir zu den Teammitgliedern entscheidende Informationen fehlen, auch wenn es einige Rückblenden gab.

Die Charaktere der Figuren sind sehr vielschichtig und differenziert beschrieben, so dass man auch einen guten Einblick in das Seelen -und Privatleben bekommt. Dies stört die eigentliche Handlung in keinster Weise, sondern macht die Handlung des Buches komplexer.

Bei einer Jubiläumsaustellung zu 250 Jahre Glasreich steht in der Austellung ein gläserner Sarg, in dem anscheinend die Überreste der vor 50 Jahren verschwundenen Berit, der Braut des Besitzers der Glashütte.
Wer hat ein Interesse daran, den original Sarg auszutauschen? Handelt es sich wirklich um Berit, die bei ihrer Brautentführung verschwand?Gibt es einen Zusammenhang zu alten Fällen? Warum weichen die Beschreibungen von Freunden und Familie über Berit so massiv voneinander ab?
Für Nyström und Forss eine verzwickte Ermittlung zumal der Tod der Schwiegertochter Nyströms zwischen ihnen steht.

Mir hat der das Buch spannende Lesestunden bescherrt, es wäre jedoch besser gewesen die anderen Bände gelesen zu haben um ein besseres Bild über das Team zu bekommen.


Veröffentlicht am 02.06.2019

Kurzweiliger Krimi

Was die Gottlosen planen
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Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz ...

Was die Gottlosen planen von Magnus Mahlmann erschienen im J.P. Bachem Verlag ist der Einstieg in eine in Köln und Umgebung spielende Krimireihe.

Passend zu Köln zeigt das Cover den gespiegelten Dom.
Laurenz Broich ist seiner Heimatstadt Köln entflohen und arbeitet als Gefängnisseelsorger in Wuppertal. Als er zurück in seine Heimatstadt vesetzt bzw. berufen wird zeigt er sich alles andere als begeistert, dass er seine Heimatgemeinde St. Magdalena übernehmen soll.
Leben doch dort sein schrulliger Opa und seine Schwester die ein Detektei betreibt.
Kaum in Köln angekommen bricht auch schon Unheil über ihn herein.

Dem Autor ist es sehr gut gelungen den Lokalkolorit und den kölschen Klüngel hervorragend in das Buch zu integrieren. Nach Einführung der einzelnen Figuren, die von schrullig, etwas wirr im Kopf und knallhart, alle menschlichen Charakterzüge bergen, begibt man sich als Leser auf eine trotz Mord und Intrigen herrlich humorvolle Kriminalgeschichte.

Mir sind Laurenz, seine Schwester, der Opa und nicht zuletzt Olek regelrecht ans Herz gewachsen und ich freue mich schon heute auf den zweiten Band, da ein altes Familiengeheimnis noch gelüftet werden möchte.

Eine klare Leseempfehlung für diese wunderbare Mischung

Veröffentlicht am 29.05.2019

Ein wahrlich heimeliges Buch

heimelig
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Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare ...

Heimelig, schon der gewählte Titel hat mich in Verbindung mit dem wunderschönen Cover angesprochen.
Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil. Alleine der humorvolle und trotzdem klare Schreibstil ließ mich nur so durch die Seiten fliegen.

Nelly, 77 Jahre alt landet auf Drängen ihrer Tochter im"heimelig" einer Seniorenresdenz. Nelly, die noch völlig fit ist fühlt sich dort völlig fehl am Platz und verloren indieserWelt die so gar nicht ihre ist. Einziger Lichtblick von Nelly ist ihre geliebte Enkelin, die auf der Seite ihrer Oma steht.
Eines Tages ensteht eine Idee, wie sie dem Alltag im Altenheim wenigstens für eine Weile entfliehen kann. Sie möchte Orte nach dem ABC bereisen. Was sie auf diesen Reisen erlebt sollte jeder selber lesen, darum nicht mehr dazu.

Der Autorin ist es auf excellente Weise gelungen, Bedüfrnisse der älteren Generation, Pflegenotstand, Einsamkeit, Sterbehilfe, aber vor allem eine Geschichte über Lebenslust und Lebensfreude zu schreiben. Alleine die Charakterisierung der Bewohner des "heimelig" ist fatastisch.
Auch wenn das Buch zum Nachdenken anregt, war es doch ein pures Lesevergnügen.
Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 20.05.2019

Gelungene Zusammenarbeit

Auris
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Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich ...

Sehr gespannt war ich auf die Umsetzung der Zusammenarbeit von Vincent Kliesch und Sebastian Fitzek, die ich beide sehr gerne lese.

Das Cover mit den erhabenen Tonwellen und der roten Schrift finde ich sehr ansprechend und haptisch sehr angenehm.

Der anscheinende Serienauftakt um Jula eine True-Crime Podcasterin und Matthias Hegel war spannend von der ersten bis zur letzten Seite.
Matthias Hegel hat die seltene Gabe des absoluten Gehörs und arbeitet als akustischer Profiler bei der Polizei. Als er einen Mord gesteht, der äußerst suspekt vonstatten gegangen sein muss, wittert Jula ihre Chance für den langersehnten Durchbruch. Sie ahnt nicht in welchen Sumpf und perfiden Plan sie hinein gezogen wird. Durch ihren Ehrgeiz bringt sie sogar ihre eigene Familie, die sowieso nur noch rudimentär besteht, in Gefahr.

Vincent Kliesch versteht es hervorragend von Anfang an eine hohe Spannung aufzubauen und diese auch bis zum für mich überraschenden Ende aufrechtzuerhalten und sogar noch zu steigern.

Der Schreibstil ist detailliert genug um dem Leser die einzelnen Szenen vor Augen zu führen.

Zum Ende hin bleiben allerdings einige Fragen offen, die es nahelegen, dass es sich um den Start zu einer neuen Thriler Reihe handelt, was ich sehr begrüßen würde. Da ist noch eine ganze Menge Stoff der verabeitet werden kann.