Ein Weg aus der Trauer
Grünes LichtGesa existiert nur noch, seitdem sie ihren Mann plötzlich verloren hat. Erst die Freundschaft zur 50 Jahre älteren Therese lässt sie wieder Mut fassen. Therese wird nicht nur zu Gesas Lebensmittelpunkt, ...
Gesa existiert nur noch, seitdem sie ihren Mann plötzlich verloren hat. Erst die Freundschaft zur 50 Jahre älteren Therese lässt sie wieder Mut fassen. Therese wird nicht nur zu Gesas Lebensmittelpunkt, sondern schenkt ihr auch das Tagebuchschreiben. Als dann ihr Tagebuch verschwindet und Therese immer schwächer wird, droht Gesas Leben erneut auseinanderzubrechen.
„Grünes Licht“ von Corina Minzlaff kann ich nicht objektiv bewerten. Ich kenne diese beeindruckende Autorin und durfte sie auf ihrem Weg zum fertigen Roman und der Verlagssuche begleiten. Es ist also nicht verwunderlich, dass „Grünes Licht“ sofort den Weg in mein Herzen gefunden hat. Er vermittelt nicht nur die große Liebe und den Nutzen des Tagebuchschreibens, welches in meinem Leben ebenso einen Fixpunkt bildet, sondern zeigt auch einen Weg heraus aus der Trauer, die einen zu zerreißen droht und den Wert von Freundschaften, so ungewöhnlich diese sein mögen. Und gerade die Tagebucheinträge ließen mich oft schlucken, weil sie so direkt, pur und schmerzhaft waren. Trotzdem verliert Gesa die Hoffnung nicht und wenn, dann nur kurz, obwohl sie es wirklich nicht leicht hat.
Neben dem Thema Trauer und dessen Bewältigung spielt das Pflegesystem in Deutschland eine zentrale Rolle. Etwas, was wir oft von uns wegschieben. Auch das packt Corina Minzlaff behutsam und eindrücklich an.
Ein Roman der Hoffnung schenkt, und Mut für all jene die gerade am Hadern und Verzweifeln sind.