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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.07.2026

Lebe deinen Traum

Au revoir und tschüss
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Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, ...

Caro träumt schon lange davon, eine Sprachreise nach Frankreich zu unternehmen und endlich einmal nur etwas für sich zu tun. Obwohl ihr Ehemann gar nicht begeistert von der Idee ist, bucht sie die Reise, auf die ich sie begleiten darf.

Für mich war dieses Buch wie ein kleiner Urlaub. Gudrun Lochte schreibt wunderbar bildhaft, sodass ich sofort das französische Flair spüren konnte. Ich habe mich direkt in die malerische Kleinstadt Uzès mit ihren verträumten Gässchen und den einladenden Restaurants am Marktplatz verliebt.

Caro verbringt dort vier ereignisreiche Wochen und findet dort auch zu sich selbst. Sie lernt wunderbare Menschen kennen und der französische Lebensstil tut ihrer Seele gut.

Die Handlung verzichtet zwar auf die ganz große, dramatische Tiefe und bedient hier und da ein paar Klischees, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Dank der kurzen Kapitel und des flüssigen, personalen Erzählstils bin ich nur so durch die Seiten geflogen und habe die Welt ganz nah durch Caros Augen gesehen.

Nachdem ich das Buch beendet habe, steht für mich fest: Ich muss unbedingt einmal selbst nach Südfrankreich reisen! Aber vorher werde ich noch die beiden Rezepte ausprobieren, die es als Bonus ganz am Ende gibt!

Fazit: Leichte, atmosphärische Sommerlektüre mit viel französischem Flair und einer Prise Herzschmerz und Selbstfindung!

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Veröffentlicht am 14.07.2026

Ungewöhnlicher Thriller

Beth is dead
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„Beth is Dead“ von Katie Bernett hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist einer dieser Thriller, bei denen man sich eigentlich nur kurz hinsetzen möchte – und plötzlich sind Stunden vergangen. ...

„Beth is Dead“ von Katie Bernett hat mich von der ersten Seite an gepackt. Es ist einer dieser Thriller, bei denen man sich eigentlich nur kurz hinsetzen möchte – und plötzlich sind Stunden vergangen. Ich hatte durchgehend das Gefühl, unbedingt wissen zu müssen, was wirklich passiert ist.

Little Women kannte ich bisher tatsächlich nur dem Namen nach. Umso spannender fand ich, wie Katie Bernett die Geschichte in die heutige Zeit überträgt. Dabei wirkt das Buch keineswegs wie ein moderner Thriller-Aufguss, sondern wie eine eigenständige, spannende Geschichte mit starken Figuren, Social Media, Geheimnissen und toxischen Dynamiken. Besonders gelungen fand ich, dass die enge Verbindung und die tiefe Liebe zwischen den March-Schwestern trotz all des Misstrauens und der Verdächtigungen jederzeit spürbar bleiben.

Erzählt wird aus den Perspektiven der Schwestern – und sogar Beth selbst kommt zu Wort, obwohl sie nach einer Party tot aufgefunden wurde. Statt der Profis von der Polizei machen sich ihre Schwestern auf die Suche nach der Wahrheit. Mit jedem Kapitel kommen neue Details ans Licht, sodass irgendwann wirklich jeder verdächtig erscheint. Die wechselnden Perspektiven und die Zeitsprünge zwischen Vergangenheit und Gegenwart haben dafür gesorgt, dass die Spannung konstant hoch blieb. Gerade wenn ich dachte, den Mörder endlich entlarvt zu haben, hat mich der nächste Twist wieder komplett aus der Bahn geworfen.
Fazit: Ein emotionaler, wendungsreicher Thriller mit einer fesselnden Familiengeschichte, der zeigt, dass die gefährlichsten Geheimnisse manchmal in der eigenen Familie verborgen liegen. Mich hat die Geschichte bis zur letzten Seite begeistert – und gleichzeitig neugierig auf Little Women gemacht.

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Veröffentlicht am 10.07.2026

Eine emotionale Zeitreise voller 90er-Nostalgie

You and Me - Die zweite erste Liebe
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„You and Me“ wurde von einem Ehepaar geschrieben und das habe ich beim Lesen immer wieder gespürt. Josie Lloyd und Emlyn Rees erzählen die Geschichte von Jules und Adam mit einer Ehrlichkeit und Wärme, ...

„You and Me“ wurde von einem Ehepaar geschrieben und das habe ich beim Lesen immer wieder gespürt. Josie Lloyd und Emlyn Rees erzählen die Geschichte von Jules und Adam mit einer Ehrlichkeit und Wärme, die zeigt, dass sie wissen, wie sich eine langjährige Beziehung anfühlen kann. Aus der einst großen Liebe ist ein gemeinsamer Alltag geworden – voller Vertrautheit, aber auch geprägt von Routinen und den kleinen Dingen, die sich im Laufe der Jahre zwischen zwei Menschen ansammeln.

Die Idee, dass Adam und später auf Jules mithilfe ihrer alten Mix-Tapes und eines Sony-Kassettenrekorders in die Vergangenheit reisen können, hat mich sofort begeistert. Was für ein wunderschöner Gedanke, noch einmal zu den Momenten zurückzukehren, die eine Liebe geprägt haben! Besonders die Mix-Tapes haben mein Herz berührt. Ich bin selbst mit diesen Kassetten aufgewachsen und viele der Songs haben sofort Erinnerungen an meine eigene Jugend geweckt. Immer wieder musste ich schmunzeln und fühlte mich in die 90er zurückversetzt.

Besonders gelungen fand ich auch die wechselnden Perspektiven von Jules und Adam. Beide erzählen ihre Sicht auf die gemeinsame Geschichte, wodurch ihre Gefühle, Hoffnungen und Enttäuschungen besonders greifbar werden.

Im weiteren Verlauf verlor die Geschichte für mich leider etwas von ihrem Zauber. Die spannende Grundidee nutzt sich mit der Zeit ein wenig ab und es fehlten neue Impulse. Das Ende hatte ich mir zwar anders vorgestellt, letztlich passte es aber sehr gut zur Geschichte und ihren Botschaften.
Fazit: You and Me ist keine kitschige Liebesgeschichte, sondern eine emotionale, charmante Zeitreise mit viel britischem Esprit, liebenswerten Figuren und einer großen Portion 90er-Nostalgie.

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Veröffentlicht am 05.07.2026

Interessanter Einblick, aber wenig Spannung

Dunkelmann
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Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ...

Mit Dunkelmann liefert Lars Findsen zwar einen interessanten Einblick in die Arbeit eines Geheimdienstes, als spannender Thriller konnte mich das Buch jedoch nicht überzeugen.

Über weite Strecken habe ich den roten Faden vermisst. Die Handlung wirkte auf mich oft sprunghaft und eher verwirrend als fesselnd. Statt Spannung aufzubauen, verlor ich immer wieder den Überblick, wodurch es schwerfiel, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Zu Ende gelesen habe ich das Buch letztlich nur, weil ich wissen wollte, wie alles ausgeht. Leider konnte auch das Ende meine Erwartungen nicht erfüllen und hinterließ bei mir eher Enttäuschung als Begeisterung.

Wer sich für die Arbeitsweise von Geheimdiensten interessiert, findet hier sicherlich einige interessante Aspekte. Wer jedoch einen packenden Thriller mit einer klaren Handlung erwartet, könnte – so wie ich – enttäuscht werden

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Veröffentlicht am 04.07.2026

Ein Thriller, der wachrüttelt und lange nachhallt

EDEN - Wenn das Sterben beginnt
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Vor vielen Jahren hat mich Blackout von Marc Elsberg vollkommen begeistert. Umso gespannter war ich auf Eden – und die große Frage war natürlich: Kann mich dieses Buch genauso fesseln? Meine Antwort lautet ...

Vor vielen Jahren hat mich Blackout von Marc Elsberg vollkommen begeistert. Umso gespannter war ich auf Eden – und die große Frage war natürlich: Kann mich dieses Buch genauso fesseln? Meine Antwort lautet ganz klar: Ja!

Eden ist weit mehr als ein spannender Thriller. Dieses Buch geht unter die Haut, macht nachdenklich und hinterlässt ein beklemmendes Gefühl. Das Erschreckende daran ist, dass vieles gar nicht so weit entfernt wirkt. Wir befinden uns längst in einer Zeit, in der Desinformation, Manipulation und digitale Einflussnahme unseren Alltag prägen – und trotzdem hoffen wir oft noch, dass „schon alles gut gehen wird“.

Marc Elsberg zeigt eindrucksvoll, wie schnell unsere Umwelt ins Wanken geraten kann, wenn der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen bringt. Dabei erzählt er die Geschichte in vielen, oft sehr kurzen Kapiteln und wechselt ständig zwischen unterschiedlichen Schauplätzen und Figuren. Das erforderte anfangs etwas Konzentration, und ich musste immer wieder gedanklich umschalten. Die ausführliche Figurenübersicht am Ende des Buches war dabei eine große Hilfe. Zwar stehen der Influencer Linus und der IT-Experte Piero Manzano im Mittelpunkt, doch auch die zahlreichen Nebenfiguren tragen entscheidend zur Vielschichtigkeit der Geschichte bei.

Besonders beeindruckt hat mich, wie lebendig und packend Marc Elsberg die verschiedenen Szenarien schildert. Die Spannung reißt nie ab, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Noch mehr beeindruckt mich jedoch der Mut, dieses hochaktuelle und komplexe Thema aufzugreifen. Eden ist ein Buch, das nicht nur hervorragend unterhält, sondern wachrüttelt und lange nachhallt. Für mich ein absolut wichtiges Buch, über das man nach dem Lesen unbedingt sprechen möchte.

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