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Veröffentlicht am 27.03.2026

Eine Geschichte voller Magie

Mr. Saitos reisendes Kino
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„Mr. Saitos reisendes Kino“ von Annette Bjergfeldt ist ein außergewöhnlicher und poetischer Roman, der mich auf eine bewegende Reise mitnimmt. Es beginnt in den 1920er Jahren in Buenos Aires wo Lita mit ...

„Mr. Saitos reisendes Kino“ von Annette Bjergfeldt ist ein außergewöhnlicher und poetischer Roman, der mich auf eine bewegende Reise mitnimmt. Es beginnt in den 1920er Jahren in Buenos Aires wo Lita mit ihrer extravaganten Mutter lebt. Eines Tages müssen die beiden ihre Heimat verlassen und landen auf einer windigen Insel vor Neufundland. Dort treffen sie auf eine bunte Gemeinschaft liebenswerter Außenseiter.
Die Geschichte, erzählt aus der Perspektive von Lita, entfaltet sich opulent und detailreich, fast wie ein farbenprächtiger Film vor dem inneren Auge. Es ist eine dieser Erzählungen, die einen sofort hineinziehen und für lange Zeit nicht mehr loslassen. Die Figuren wirken lebendig, die Welt ist reich und atmosphärisch dicht – und ich habe mich gerne in ihr verloren.

Besonders gelungen finde ich die Darstellung von Litas Entwicklung, ihrer Freundschaft mit Oona und die geheimnisvolle Figur des Mr. Saito, der mit seinem Wanderkino Geschichten und Nachrichten in die abgeschiedene Inselwelt bringt. Die Sprache ist bildhaft und voller kluger Gedanken und Sätze, die mich immer wieder überraschen und inne halten lassen. Über allem schwebt eine magische Atmosphäre, die das Buch zu einer Ode an das Leben, die Familie und die Liebe macht. Annette Bjergfeldt gelingt es, mich zum Träumen zu bringen und gleichzeitig mit berührenden, manchmal auch melancholischen Momenten zu fesseln. Sie versteht es, mit Leichtigkeit Tiefgang zu erzeugen und Emotionen einzufangen, ohne dabei schwer zu wirken.

Insgesamt ist „Mr. Saitos reisendes Kino“ ein Roman, der durch seine fantasievolle Handlung, die liebevoll gezeichneten Charaktere und die stimmungsvolle Sprache überzeugt. Die ganz eigene Magie hat mich gefangen genommen und gehalten und ich muss lächeln, wenn ich an das Buch denke.

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Veröffentlicht am 22.03.2026

Kalt

Moosland
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Die Sprache hat mir nicht gefallen, viel zu distanziert und konnte mich daher nicht berühren. Auch die Personen, vor allem Elsa sind mir sehr fremd geblieben. Dabei war ich so gespannt auf die Geschichte ...

Die Sprache hat mir nicht gefallen, viel zu distanziert und konnte mich daher nicht berühren. Auch die Personen, vor allem Elsa sind mir sehr fremd geblieben. Dabei war ich so gespannt auf die Geschichte der Esja-Frauen. Aber Katrin Zipse hat sich eine „besonders schweigsame junge Frau ausgesucht. Sie ist gefangen in der Trauer um ihre Freundin Sola und bemüht sich nicht wirklich, sich mit den Bauersleuten zu verständigen.

Die Landschaft hat Katrin Zipse sehr eindrucksvoll beschrieben, die Menschen leider nicht. Ich hatte bis zum Schluss kein Bild von Elsa oder den Bewohnern des Hofes.

Es ist oft kalt in Island und genau so ging es mir auch beim Lesen. Die Geschichte hat mich leider kalt gelassen und die erhofften Einblicke in das Inselleben habe ich nicht so bekommen wie erhofft.

Das Buch wird mit Sicherheit begeistern können, aber leider nicht mich.

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Veröffentlicht am 14.03.2026

Masken, Geheimnisse und Träume

Die Welt in Meran - Walzerblut
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Ich habe „Die Welt in Meran“ mit einem Lächeln begonnen, denn die Geschichte startet an meinem Geburtstag. Angela Marina Reinhard entführt mich das faszinierende Meran des ausgehenden 19. Jahrhunderts. ...

Ich habe „Die Welt in Meran“ mit einem Lächeln begonnen, denn die Geschichte startet an meinem Geburtstag. Angela Marina Reinhard entführt mich das faszinierende Meran des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Hier begegne ich dem geheimnisvollen Korsen Benedetti, der ambitionierten Engländerin Helen, dem jüdischen Dr. Hirsch, der sich der Seelenheilkunde verschrieben hat und der Waisen Rosa, deren Leben von Ausbeutung geprägt ist. Geschickt verbindet Angela Marina Reinhardt das Gesellschaftsportät mit diesen individuellen Schicksalen.

Es gibt Momente intensiver Spannung, gefolgt von ruhigeren Passagen, die Raum für Reflexion lassen. Die Autorin erfreut mich mit einer bildhaften, detailreichen und der damaligen Zeit angepassten Sprache, die das Flair der Kurstadt und das bunte Treiben des Faschings ebenso lebendig macht wie die inneren Konflikte ihrer Protagonisten. So konnte ich tief eintauchen in eine längst vergangene Zeit. Angela Marina Reinhardt erzählt sehr lebendig und ich musste schmunzeln, als auch in dieser Geschichte kurz ein Lanteri auftauchte.

Vor der historischen Kulisse erlebe ich moralische Konflikte und persönliche Leidenschaften. Die Autorin hat den Flair der Kurstadt perfekt eingefangen und mein Kopfkino war durchgehend eingeschaltet.
Den Aufbau fand ich besonders gelungen. Den Kapiteln ist jeweils ein Zeitungsartikel passend zum Tag voran gestellt und ich erlebe den Tag immer aus verschiedenen Perspektiven der vielschichtigen Charaktere.

„Die Welt in Meran“ hat mich mit seinen vielschichtigen Figuren, der historischen Tiefe und den fein erzählten Dramen überzeugt. Ich warte sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Faszinierend, emotional und spannend

Rabenthron
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Ich liebe die Bücher von Rebecca Gablé und „Rabenthron“ ist wieder ein äußerst beeindruckender historischer Roman. Rebecca Gablé lässt die Zeit von 1013 bis 1041 im mittelalterlichen England lebendig werden. ...

Ich liebe die Bücher von Rebecca Gablé und „Rabenthron“ ist wieder ein äußerst beeindruckender historischer Roman. Rebecca Gablé lässt die Zeit von 1013 bis 1041 im mittelalterlichen England lebendig werden. Sie schafft es mit viel Liebe zum Detail, die niemals langweilig wird, ein authentisches und lebendiges Bild der politischen Umwälzungen und Machtkämpfe jener Epoche zu zeichnen. Es war eine wilde und spannende Zeit!

Die Autorin hat mit Ælfric of Helmsby einen faszinierenden, mutigen und liebenswerten Helden geschaffen, der in jungen Jahren auf Emma von der Normandie trifft. Zusammen mit dem Dänen Hakon und dem abenteuerlustigen Bruder Eilmer(der mein heimlicher Lieblingscharakter ist) entsteht eine lebenslange Verbindung und Freundschaft mit Königin Emma und die Schicksale sind untrennbar miteinander verbunden.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt und wer sich die gebundene Ausgabe gegönnt hat, wird vor jedem Abschnitt mit passenden Darstellungen belohnt und allein der Buchschnitt ist wunderschön. Die Einteilung in Abschnitte geben der komplexen Geschichte Struktur. Jedes Kapitel hat Ort und Jahreszahl als Überschrift und das ermöglicht mir einen guten Überblick über die historischen Ereignisse. Rebecca Gablé schildert gewohnt flüssig, spannend und auch emotional. Es ist ein gelungener Mix aus Abenteuer, Romantik und Intrigen. Rebecca Gablé lässt mich tief in die Geschichte des Mittelalters eintauchen.

Besonders faszinierend ist die Darstellung von Königin Emma, die als außergewöhnliche und starke Frau in Erinnerung bleibt. Auch die Entwicklungen rund um die englische und dänische Thronfolge, die politischen Intrigen und die persönlichen Beziehungen der Figuren werden nachvollziehbar und spannend geschildert.

Ich liebe dieses Buch und war richtig traurig, als es zu Ende war!

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Veröffentlicht am 16.02.2026

Düstere Dystopie mit starker Heldin

To Cage a Wild Bird
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„To Cage a Wild Bird“ ist der Auftakt zur Divided Fates-Reihe und entführt mich in eine gut dargestellte dystopische Welt, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch geprägt ist. Die 23-jährige ...

„To Cage a Wild Bird“ ist der Auftakt zur Divided Fates-Reihe und entführt mich in eine gut dargestellte dystopische Welt, die von Gewalt, Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch geprägt ist. Die 23-jährige Kopfgeldjägerin Raven riskiert alles, um ihren Bruder Jed aus dem berüchtigten Gefängnis Endlock zu befreien – ein Ort, an dem Reiche Gefangene jagen dürfen und der Überlebenskampf zum Alltag gehört. Schon zu Beginn wird eine bedrückende Atmosphäre geschaffen, Erinnerungen an „Die Tribute von Panem“ kommen hoch.

Die Handlung ist von Wendungen und Überraschungen geprägt, der Schreibstil von Brooke Fast überzeugt durch kurze Kapitel und eine klare Sprache, die das Buch zu einem echten Pageturner macht und den Spannungsbogen hoch hält. Besonders gelungen ist die Darstellung von Raven: Sie ist eine starke, glaubwürdige Heldin, deren emotionale Motivation – die Rettung ihres Bruders – nachvollziehbar ist. Ihre Entwicklung innerhalb von Endlock sowie die Beziehungen zu anderen Figuren sorgen für Tiefe und Dynamik.

Auch die romantischen Elemente kommen nicht zu kurz: Zwischen Raven und Vale entwickeln sich Gefühle. Die Frage, wem Raven wirklich vertrauen kann, zieht sich als roter Faden durch den Roman und sorgt für eine weitere Ebene der Unsicherheit und Dramatik.

Das offene Ende macht mich neugierig auf den nächsten Band und lässt hoffen, dass die Wartezeit nicht allzu lang wird. Insgesamt bietet „To Cage a Wild Bird“ eine packende Dystopie mit emotionaler Tiefe, glaubwürdigen Charakteren und einer Atmosphäre, die Fans von Panem begeistern dürfte.

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