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Veröffentlicht am 28.04.2026

Definitiv keine "epische Fantasy Romance mit magischem Worldbuilding".

Empire of Burning Shadows (Magical Fate 1)
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Optisch wurde sich bei „Empire of Burning Shadows“ wirklich viel Mühe gegeben, aber dies tröstet nicht über die inhaltlich schwache, nichtssagende Story hinweg.

Joslin macht sich auf die Suche nach ihrem ...

Optisch wurde sich bei „Empire of Burning Shadows“ wirklich viel Mühe gegeben, aber dies tröstet nicht über die inhaltlich schwache, nichtssagende Story hinweg.

Joslin macht sich auf die Suche nach ihrem Zwillingsbruder, der von den Schattenläufern entführt wurde. Auf ihrer persönlichen Mission begegnet sie zwei mysteriösen Männern. Zu beiden fühlt sich die Protagonistin sogleich hingezogen, dabei könnten Lanir und Khiran nicht unterschiedlicher sein. Während ein Krieg den fragilen Frieden zwischen Licht und Schatten zum Bröckeln bringt, erkennt Joslin, dass auch sie Magie in sich trägt …

Es tut mir wirklich leid, aber zwischen Stereotypen-Figuren und einem Plot, der nichts hergibt außer Klischees und Fragen, wartet hier echt nicht viel, über das es sich zu sprechen lohnt.

Joslin ist naiv, weder besonders willensstark noch fokussiert und hinterfragt nichts. Obwohl die Handlung einige Hürden bereithält, an denen die junge Magierin hätte wachsen können, stagniert diese, trifft kaum eine sinnige, zielführende Entscheidung und unterliegt dem Einfluss anderer. Lanir und Khiran tragen, trotz ihres Wissens, wenig zur Antwortfindung oder einem spannenden Vorankommen bei, bleiben oberflächliche Loveinterests, die einzuordnen schwerfällt.
Maxime Herbord legt ein ziemliches Tempo vor, sodass Ereignisse ebenso rasend schnell kommen wie sie vorbeigehen. Insgesamt hinterlässt die komplette Romantasy den Eindruck, dass kaum etwas zu Ende gedacht wurde. Manche Vorkommnisse scheinen willkürlich platziert worden zu sein, Hauptsache, am Ende steht das angestrebte Ergebnis. Und dies war zu spüren. Wenn es auch das Einzige war, was mensch hier fühlen konnte. Denn „Empire of Burning Shadows“ ist emotional ziemlich flach.

Abgesehen von dem unausgereiften Plot und den austauschbaren Charakteren erfreut sich auch das Worldbuilding an maximaler Oberflächlichkeit.
Hier existieren Licht- und Schattenläufer neben den Menschen, es kommt zu einem Konflikt – aber wieso? Was können, was sind die magisch Begabten? Und wo liegen Joslins wahre Wurzeln?
Greifbare Informationen über die Gegebenheiten? Fehlanzeige. Dafür gibt's im gesamten Verlauf immer wieder halbherzig aufgeworfene Stränge und mysteriöse, schwammige Andeutungen, die Frustration bringen. Fantasy ohne eine durchdachte, logische Welt, ohne Zeit, um diese mit Details aufzubauen, funktioniert in meinen Augen nicht. Vor allem, da wir doch auf eine epische Geschichte gewartet haben.

Auch die Art, wie erzählt wurde, konnte mich nicht überzeugen: Wenn wir von den hochtrabenden, schwülstigen Floskeln und dem oft bemüht poetischen, unpassenden Ton absehen, ist der Stil plump, einfach und bietet wenig Abwechslung. Die Romance-Komponente wurde als "Slow Burn" vermarktet, dabei waren die romantischen „Entwicklungen“ sehr abrupt und für die LeserInnen nicht nachvollziehbar.

Ein sehr schwacher Auftakt, der nichts anderes als Desinteresse für die Fortsetzung hinterlässt.

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Veröffentlicht am 10.04.2026

Dark-Academia meets YA Suspense-Romance

Nightshade
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Vier Jahre ist es her, seit Ophelia ihre Eltern auf tragische Weise verloren hat. Noch immer kämpft die junge Frau tagtäglich mit ihrer Trauer. Und ihrer Wut. Denn Ophelia glaubt nicht an einen Unfall ...

Vier Jahre ist es her, seit Ophelia ihre Eltern auf tragische Weise verloren hat. Noch immer kämpft die junge Frau tagtäglich mit ihrer Trauer. Und ihrer Wut. Denn Ophelia glaubt nicht an einen Unfall und genau deswegen ist sie nun hier, an der Sorrowsong University. Dem Ort, an dem die beiden wichtigen Menschen ihres Lebens gearbeitet haben und an dem der Nachwuchs der gefährlichen Elite umher schwadroniert.
Statt auf einen Abschluss hofft Ophelia auf Antworten – und auf Rache …
Als sie mit Alex Green Bekanntschaft macht, dem Sohn des CEOs, den die Stipendiatin im engeren Kreis der Verdächtigen sieht, ahnt sie nicht, dass es gerade dieses Rich Kid sein wird, der ihr hilft und sie zu beschützen versucht, als ein Stalker ihre Spurensuche gefährdet und das sowieso schon unangenehme Treiben in den abgelegenen Highlands für Ophelia noch düster erscheinen lässt.

Autumn Woods schuf mit „Nightshade“ eine mitreißende Dark-Academia Story, die weniger durch die Überraschungsmomente glänzt als durch die emotionale Zerrissenheit, zahlreiche Intrigen und die dadurch angespannte, erdrückende Stimmung. Die Frage, wer FeindIn ist und wer nicht, durchdringendes Misstrauen und eine schwer deutbare Art der Melancholie erstrecken sich über die Seiten hinweg.
Die Protagonistin ist weder eine klassische Heldin noch begleitet sie eine Opferrolle. Ophelias Verlust leitet sie, verführt sie zu Impulsivität, lässt sie verschlossen und kalt wirken. Ihr Ziel sind weder Bestnoten noch Freundschaften, schon gar nicht die Liebe, sondern einzig die Wahrheit. Für mich war diese Schülerin, mit ihrem Schmerz, dem Drang nach Gerechtigkeit und ihrem gleichzeitigen Sehnen nach Nähe, durchweg authentisch.
Alex nimmt den Posten als überheblicher Bad Boy ein, dabei versteckt sich hinter Arroganz und Berechnung so viel mehr. Als Sohn eines einflussreichen und mächtigen Mannes lasten Erwartungen, Druck und Verantwortung auf ihn.
Nur langsam entsteht zwischen den beiden ein greifbares Mehr und trotz der Inszenierung einer schön zu lesenden, prickelnden Slow Burn-Romance bleibt Argwohn bestehen, anhaltende Vorsicht.

Woods überstürzt nichts, verliert sich nicht in hitzigen Diskussionen, setzt auf gezielte Blicke, Heimlichkeit und das Wissen, dass ein Miteinander für beide Gefährlich werden könnte. Während Ophelia Hinweisen und Ahnungen nachgeht, sich durch den Schulalltag schlägt und dabei Alex' und sein oft ambivalentes Verhalten nicht aus dem Kopf bekommt, wird sie von einem Stalker ins Auge gefasst. Unter anderem durch diese Komponente ist das Vorhanden sein einer subtilen Spannung, dem Hauch Bedrohung, nicht von der Hand zu weisen. Ich mochte die Atmosphäre, die malerische und dichte Inszenierung des Akademie-Settings, wenn mir auch die schottische Umgebung fehlte. Mit einem klaren, einfachen Stil, dem es dennoch gelingt die Emotionen zu umschmeicheln, vergeht die Handlung, die stimmig zwischen Ereignis, Information und Tempo balanciert, wie im Flug. Zwar sind manche Reaktionen gen Ende nicht gänzlich authentisch, doch das Finale lässt mich nun gebannt auf Teil zwei warten.

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Veröffentlicht am 27.03.2026

Geheimnisumwobener Auftakt voller Spaß, Spannung und Magie

Born of Salt and Storm
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„Born of Salt and Storm“ ist der Auftakt der Seakissed-Trilogie, die uns in eine Welt der Sagen und Legenden entführt, in eine Geschichte, in der Vorurteile und Hass überwunden werden müssen, um Gefahren ...

„Born of Salt and Storm“ ist der Auftakt der Seakissed-Trilogie, die uns in eine Welt der Sagen und Legenden entführt, in eine Geschichte, in der Vorurteile und Hass überwunden werden müssen, um Gefahren zu bannen …

Das Print ist wunderschön aufgemacht und enthält eine Karte, die der Orientierung dienlich ist. Sophia Reynard lässt sich Zeit, um den Lesenden ihre hier geschaffene Welt mit all den Missständen, Mythen und dem Magischen offenzulegen, was ein greifbares und detailreiches Eintauchen in die Gegebenheiten garantiert. Das Setting kam bildlich, gar faszinierend zur Geltung – maritime oder auch fantastische Geschichten, die sich um das Meer und deren Wesen drehen, sind meiner Ansicht nach viel zu selten. Dass die Autorin es geschafft hat, selbst dem unergründlichen Nass Lebendigkeit einzuhauchen, hat mich schnell an die Handlung, durch die wir mit Tavi gleiten, gefesselt.

Die junge Speerfischerin hat es in ihrer Heimat, der Hafenstadt Vindermer, nicht leicht, gilt sie doch als „Verrätertochter“. Als ihr ein Artefakt in die Hände fällt, gerät ihr einsames, oft unverstandenes Dasein vollkommen aus dem Lot. Denn nicht nur weckt das Seeglas unvorstellbare Kräfte in ihr, sondern zieht auch die Aufmerksamkeit von allerhand Feinden und Bedrohungen an. Und bürdet ihr eine tonnenschwere Aufgabe auf. Dass ihr gerade jemand wie Eero – für dessen Art ihr seit jeher Abneigung eingeimpft wurde – beisteht, wenn sie vor Meeresbestien flüchten und gegen Widrigkeiten kämpfen muss, ihr durch Stürme hilft, irritiert sie. Denn sind er und seinesgleichen nicht fürchterliche Bestien? Doch je mehr Schwierigkeiten Tavi und Eero zusammen überstehen, je mehr Rätsel sie lösen und sich Hintergründen uralter Legenden nähern, umso stärker wird das Band, das sie teilen. Umso größer werden ihre Gefühle, während die Mauern schwinden …

„Born of Salt and Storm“ hebt sich von den 0815-Romantasy-Storys, die den Markt überschwemmen und deren Ähnlichkeit unübersehbar ist, deutlich ab. Nicht nur stehen die „Mission“ und das Worldbuilding samt der verschiedenen Völker und deren Konflikte sowie die Erkundung der Charaktere und ihrer Veränderungen klar im Fokus, auch kreierte die Autorin eine einnehmende, dichte Atmosphäre und einen unterhaltsamen Plot.
Tavi ist nicht die Art Protagonistin, die binnen eines Kapitels von 0 auf 100 schwenkt, sondern eine, die Fehler macht, impulsiv handelt, sich durch Neugier in brenzlige Situationen manövriert und aus Misserfolgen und fatalen Entscheidungen, von denen einige warten, lernt. Lange bleiben ihr wahres Wesen und ihre wirklichen Empfindungen auch vor den LeserInnen verborgen, doch sobald die unnahbare Fassade fällt, zeigt sich ihre Verletzlichkeit. Eero sorgt hingegen für nie gänzlich abflachendes Misstrauen, sind die Motivationen des mythischen Wesens doch schwierig einzuordnen. Tatsache ist, dass beide Schatten mit – in – sich tragen. Wie ihre Beziehung entwickeln sich Tavi und Eero im Verlauf weiter, hinterfragen die ihnen eingeschärften Glaubenssätze und Vorurteile und offenbaren damit ungeahnte Vielschichtigkeit, während eine gewisse (An)Spannung bleibt. Mit den Nebenfiguren bereichert Reynard ihre Handlung zusätzlich. Diese sind keine blassen Schemen, sondern präsent integriert und wunderbar eigensinnig. Es war interessant, einzelne Wesen und Personen kennenzulernen und zu versuchen, sie zu durchschauen. Überrascht zu werden. Mehrfach wankt die Stimmung zwischen bedrohlich und euphorisch, zwischen gefährlich und spaßig, ernst und leicht – kurzum: Im Auftakt der Trilogie ist kein Platz für Monotonie oder Stillstand.
Ebenfalls gelungen war die Ausarbeitung der Sagenwelt, die mit Überlieferungen und Liedern Authentizität erhielt. Stilistisch bewegen wir uns einerseits in einem einfachen, klaren Terrain, andererseits sind es malerische Beschreibungen, nahegehende Emotionen, die der ereignisreichen Geschichte einen Feinschliff verleihen.

„Born of Salt and Storm“ endet mit einem Cliffhanger, der Band 2 auf jeden Fall auf der Must-Read-List platziert.

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Veröffentlicht am 11.03.2026

Spannender Jugendthriller mit überraschendem Twist

Liars all around me
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Sheila Parker wird erschossen und für Ryle Caldwell, den Außenseiter der Harborview High, ist sofort klar, wer hinter dem heimtückischen Mord steckt: Vorzeigeschülerin Avery Lee-Whitmore. Immerhin hat ...

Sheila Parker wird erschossen und für Ryle Caldwell, den Außenseiter der Harborview High, ist sofort klar, wer hinter dem heimtückischen Mord steckt: Vorzeigeschülerin Avery Lee-Whitmore. Immerhin hat sie vor wenigen Wochen erfolglos versucht, von ihm, dem berüchtigten Kleinkriminellen, eine Waffe zu kaufen. Aber Avery hält an ihrer Unschuld fest und überzeugt Ryle, ihr dabei zu helfen, diese zu beweisen. Sie will herausfinden, was wirklich geschah und wieso Sheila zum Ziel eines derartigen Angriffs wurde.
Je weiter die beiden den Hinweisen und Spuren, ihren Ahnungen folgen, umso tiefer geraten sie in ein Netz aus Lügen und Intrigen, aus Gerüchten und Geheimnissen, welches sich über die Mauern der Schule hinauserstreckt und eine ganze Kleinstadt zum Verdächtigen macht …

Ich habe schon andere Bücher von Clara Blais gelesen und war sehr auf ihren Jugendthriller „Liars all around me“ gespannt, der aufgrund allerhand potenzieller TäterInnen und verschiedener Motive bis zuletzt fesselt und zum Miträtseln animiert. Erzählt wird aus wechselnder Perspektive von Avery und Ryle, was nicht nur Einblicke in die beiden unterschiedlichen Teenager und in ihre Gedankenwelt, ihre Probleme, gibt, sondern uns auch an ihren Vermutungen, den Veränderungen und dem Misstrauen teilhaben lässt.

Aufgrund der kurzen Kapitel und der einen oder anderen Überraschung ist ein kontinuierliches Vorankommen und ein gewisses Tempo gegeben. Interessant war, wie die Autorin das Thema „Schubladendenken“ & „Vorverurteilung“ samt der daraus entstehenden Gefahren in ihre Story, die klar und schnörkellos geschrieben wurde, einbettet. Auch fand ich die Gegenüberstellung der konträren Charaktere gelungen – Ryle, der allein wegen seiner Herkunft/sozialen Situation abgestempelt wird, und Avery, die unter enormen (Leistungs)Druck steht. Diese Dynamik war feurig und konfliktreich, entwickelt sich zu einem verständnisvollen Miteinander und einem bittersüßem Mehr.
Blais zeichnete zudem das typische Bild einer Kleinstadt-Gemeinschaft, spickt den Verlauf mit Ungereimtheiten und Hürden und lässt ihren Jugendthriller mit einem unvorhergesehenen Twist enden.   

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Veröffentlicht am 26.01.2026

Atmosphärisch, spannend und düster

The Ordeals
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Sophia De Winter setzt all ihre Hoffnungen auf die geheimnisumwobene Killmarth-Akademie. Denn nur wenn sie in den elitären Hallen ein Zuhause findet, kann sie ihrem tyranischen Onkel, dem Käfig, der ihr ...

Sophia De Winter setzt all ihre Hoffnungen auf die geheimnisumwobene Killmarth-Akademie. Denn nur wenn sie in den elitären Hallen ein Zuhause findet, kann sie ihrem tyranischen Onkel, dem Käfig, der ihr Leben ist, entfliehen … Selbst das Wissen, sich vorab in den potentiell tödlichen „Ordeals“ beweisen zu müssen, hält die junge Illusionistin nicht davon ab, den Versuch zu wagen. Ebenso wenig wie die Tatsache, dass ihre eigenen Fähigkeiten zu schwach sind – und sie ihr Vertrauen einem nicht ganz fremden Rivalen schenken muss. Aber Alden Locke kann kein schlechteres Los sein als der „Sammler“ …

Rachel Greenlaw entführt uns in eine Dark-Academia-Story, deren dichte, bedrückende Atmosphäre die LeserInnen sogleich umfängt. Zu Beginn bekommen wir einen kleinen Eindruck von Sophias Situation, ihrer Gefangenschaft und der Aufträge, zu denen sie gezwungen wird, sind Teil von Verlust und Wahrheiten, die Fragen in der 20-Jährigen aufwerfen.

Voller Details kam das Setting – mit besonderem Augenmerk auf die Prüfungen, die Hallen der Killmarth und deren Umgebung – zur Geltung, während die Storyline durchweg von Mystik, Ehrfurcht und einer subtilen Bedrohung, von Misstrauen und Vorsicht begleitet wird. Das Worldbuilding, die verschiedenen Arten der Wirker und die Gegebenheiten dieser Welt, insbesondere der Universität, werden nach und nach aufgegriffen und verständlich dargelegt.
Zwar waren die wenigsten Figuren nahbar eingebunden, doch der Umstand, dass jedeR eigene Intentionen verfolgt, nie sicher, wer die Wahrheit spricht, gibt der Geschichte einen gewissen Reiz. Sophia war in meinen Augen eine Frau, die sich sowohl ihrer Schwächen als auch ihrer Stärken, ihrer Reize und Ziele bewusst ist, die ihre Fesseln unter allen Umständen lösen und nichts mehr wollte als ein Leben in Freiheit. Dass die Ordeals und ihre Ausbildung an der Killmarth-Akademie nicht das Schwierigste sind, das in den kommenden Wochen auf Sophia wartet, ahnt die ehemalige Jägerin noch nicht.

Im Verlauf lässt De Winter langsam ihre Mauern fallen, lässt von Gedanken, die sie seit ihrer Kindheit begleiten, ab, wächst über sich hinaus und schöpft Hoffnung … eine, die sie zerstören könnte. Sophias Hintergründe bewegen, doch manch ausschweifende, hochtrabende Analyse ihrer Erkenntnisse zerrte die Story unnötig in die Länge. Hingegen hätte der romantischen Entwicklung zwischen ihr und Alden mehr Zeit – mehr Argwohn – gutgetan. Nichtsdestotrotz mochte ich die Protagonistin und den Botaniker, ihre Gespräche und das hier und da spritzige Geplänkel. Stilistisch hält Greenlaw an einem eindringlichen Ton fest, an klaren Worten und greifbaren Beschreibungen, die uns an das düstere Geschehen fesseln.

„The Ordeals“ ist eine Dark-Romantasy, in der Spannung und Konkurrenzkämpfe, Verrat, Magie, Angriffe und etliche Wendungen, Blut und Action samt Gefühl zugegen sind – und ein Ende, das auf die Fortsetzung fiebern lässt.

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