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Veröffentlicht am 11.07.2020

Magisches Flüstern in Edinburgh

Das Flüstern der Magie
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Nachdem ich von Someone New leider gar kein Fan bin, sieht es bei DFDM schon besser aus.

Das Konzept ist interessant und die Schauplätze super. Edinburgh, seine Gassen und das Archiv werden wirklich ...

Nachdem ich von Someone New leider gar kein Fan bin, sieht es bei DFDM schon besser aus.

Das Konzept ist interessant und die Schauplätze super. Edinburgh, seine Gassen und das Archiv werden wirklich magisch beschrieben, sodass man gleich selbst hin will, um im Sorcerer zu stöbern.

Leider bin ich aber nicht wirklich mit den Charakteren warm geworden. Vor allem die Beziehung zwischen Fallon und Reed kam mir überstürzt vor.

Es gibt ein softes Magie System, das wirklich sehr, sehr soft ist. Ich persönlich mag das eigentlich lieber, aber ein paar Erklärungen hätte ich schon gerne. Leider war die einzige Erklärung: Es gibt keine. Magie ist einfach da. Was sie genau kann, was sie nicht kann, wo ihre Grenzen liegen oder wo sie herkommt weiß man nicht. Vor allem bei einer Sache hat mich das sehr gestört. Ich will das jetzt nicht spoilern, aber es ist eine Frage, die vor allem gegen Ende immer wieder aufgeworfen wird und die unbeantwortet bleibt. Gut einige mögen ja offene Enden, aber mir war das zu offen 😅

Und wo wir schon beim Ende sind, das empfand ich ebenfalls als etwas überstürzt. Die Auflösung kam plötzlich ohne wirkliche Hinweise. Zwar war es schlüssig, doch ein paar Teaser hier und da mehr hätten nicht geschadet.

Insgesamt denke ich, dass wer YA Romance und Urban Fantasy mag, gefallen an das Flüstern der Magie finden wird. Auch wenn ich persönlich es nicht als must-read bezeichnen würde, unterhaltsam war es trotzdem.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Schrulliger, biritscher Humor auf dem höchsten Ber der Welt

Die Besteigung des Rum Doodle
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Die Besteigung des Rum Doodle von William E. Bowman ist schon ein merkwürdiges Buch, nicht nur wenn man die Geschichte selbst betrachtet. 1956 ist es erschienen und dabei weitgehendst unbekannt geblieben ...

Die Besteigung des Rum Doodle von William E. Bowman ist schon ein merkwürdiges Buch, nicht nur wenn man die Geschichte selbst betrachtet. 1956 ist es erschienen und dabei weitgehendst unbekannt geblieben - trotz durchaus positiver Rezensionen! Trotzdem hatte Rum Doodle eine sehr spezifische Fangemeinde gefunden, nämlich Bergsteiger und scheinbar auch Mitglieder einer australischen Antarktisexpeditionen, die einigen Orten dort Namen aus dem Buch verpasst haben. Unter anderem dem Mount Rumdoodle.


Die Geschichte selbst ist eine Parodie auf die damals beliebten Erzählungen von Bergsteigern, die die Gruppe rund um Binder übertrumpfen will, in dem sie auf den höchsten Berg der Welt klettert: den 40000 1/2 Fuß hohen Rum Doodle. Dadurch, dass der Navigator sich ständig verirrt, der Arzt dauernd Krank ist und die Teammitglieder sich eigentlich lieber mit Champagner die Zeit vertreiben wollen, geht aber einiges schief.


Es ist absurd, voll mit trockenem britischen Humor und Slapstick. Wen das anspricht, der ist wahrscheinlich bei "Die Besteigung des Rum Doodle" genau Richtig 😁


Wer Tiefe, ausführliche Beschreibungen von Landschaften und Charakteren oder auch nur einen Funken Ernsthaftigkeit sucht, wohl eher falsch. Ob man das einer Parodie zu lasten halten kann weiß ich nicht, mir hat es aber schon ein wenig gefehlt 😅.

Was mich auch etwas gestört hatte, war das man gleich zu Anfang mit sehr vielen Charakteren überschwemmt wird, ich glaube erst gegen Mitte des Buches konnte ich mir Merken wer wer ist und das auch nur ziemlich grob 😅. Insgesamt also auf jeden Fall unterhaltend und lustig, man darf nur nicht zu viel darüber nachdenken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.07.2020

Viel Action - wenig tiefe

Secret Protector, Band 1: Tödliches Spiel
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Als eines Tages in dem Zoo, in dem Lukas Crowe arbeitet, ein neues Videospiel präsentiert wird, lernt er zufällig die Gamerin Una Britcross kennen. Sie unterhalten sich kurz und dann bricht die Hölle los.

Während ...

Als eines Tages in dem Zoo, in dem Lukas Crowe arbeitet, ein neues Videospiel präsentiert wird, lernt er zufällig die Gamerin Una Britcross kennen. Sie unterhalten sich kurz und dann bricht die Hölle los.

Während die beiden draußen stehen fallen im Gebäude Schüsse. Nur am Klang erkennt Lukas um welche Waffe es sich handelt – natürlich tut er das, er war ja schließlich ein paar Mal auf Schießanlagen – und nach dem Una ihn darum bittet, rennt er augenblicklich ins Gebäude um nach ihrem Bruder zu sehen. Warum auch nicht? Schließlich kennen sie sich seit zehn Minuten, da kann man sowas ja mal eben tun. Es folgt eine wilde Verfolgungsjagd mit etlichen Verletzungen, die aber im Endeffekt egal sind und schließlich zu einer Reise, die um die halbe Welt führt um Unas Bruder wiederzubekommen – wie gesagt, man kennt sich ja schließlich schon seit zehn Minuten.

Okay, das war jetzt vielleicht etwas zynisch formuliert, aber mich hat das schon echt gestört, dass Lukas, obwohl er eigentlich als ganz klug daherkommt, sich bereitwillig in jede Gefahr stürzt, um Una zu helfen, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, obwohl er nichts – wirklich rein gar nichts bis auf ihren Beruf – über sie zu dem Zeitpunkt weiß. Na ja, vielmehr Informationen bekommt man bis zum Schluss auch nicht über sie… oder über Lukas selbst…

Lukas war für mich das größte Problem. Ich fand ihn unglaublich unsympathisch und vor allem unnahbar. Er kann einfach alles, weiß so ziemlich alles (mal abgesehen von Dingen aus der Popkultur) und scheint kaum Emotionen zu haben.

Kommen wir mal zum Schluss zum Positiven:
- Der Schreibstil ist wirklich angenehm. Es liest sich schnell und flüssig.

- Die Actionszenen waren super umgesetzt! Man kann sich wirklich gut vorstellen was gerade passiert, ohne das lange Erklärungen die Action verlangsamen oder es so hektisch wird, dass man gar nicht mehr weiß, wo oben unten ist.

- Es gibt viele interessante Nebencharaktere, die aber leider schnell wieder fallen gelassen werden.

- Jede Menge interessante Fakten!

- Wirklich faszinierende Schauplätze.

Insgesamt hatte ich also nur ein Problem mit der Geschichte, doch da der Protagonist nun mal die Handlung trägt, fällt das schon ziemlich zu lasten. Trotzdem gibt es von mir 3 Sterne, die vor allem den Schauplätzen und den Actionszenen gewidmet sind und wenn wir Mal ganz ehrlich sind, bieten Hollywood Blockbuster Actionfilme wirklich mehr als das?

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere