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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2020

Nur der Anfang war überzeugend

Mein Herz in deinen Händen
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Als erstes möchte ich auf das wirklich atemberaubende Cover eingehen, welches verspielt, romantisch und verträumt ist. Es ist die Art Cover, welches den Leser das Buch in der Buchhandlung in die Hand nehmen ...

Als erstes möchte ich auf das wirklich atemberaubende Cover eingehen, welches verspielt, romantisch und verträumt ist. Es ist die Art Cover, welches den Leser das Buch in der Buchhandlung in die Hand nehmen lässt und einen näheren Blick riskieren lässt. Und genauso ist es mir ergangen, als die neuen Leseproben bei der Lesejury.de veröffentlich wurden. Das Cover zu „Mein Herz in deinen Händen“ von Corinne Michaels hat mich sofort in den Bann gezogen und ich musste die Leseprobe einfach lesen. Und was soll ich sagen, sie hat mich umgehauen. Nicht allein der flüssige Schreibstil hat mich überzeugt, sondern das Thema und die damit verbunden tiefen Gefühle, die die Autorin auch zu 100% ehrlich umsetzen konnte. Die Leseprobe und somit der Anfang des Romanes hat mich zutiefst berührt – hat mich traurig gemacht und mitfühlen lassen.
Ich habe mich extrem darüber gefreut, als ich schließlich die E-Mail von Lesejury.de bekam, in der es hieß „Du bist dabei“. Meine Erwartung war enorm und leider bin ich gefallen, denn der weitere Verlauf des Buches hatte nichts mehr mit dem Anfang gemein. Zwar war weiterhin der Schreibstill unverändert gut – sehr bildlich und gefühlvoll, aber die Geschichte entwickelte sich leider in eine seichte Liebesgeschichte, in der die Protagonistin in ihrem Handeln und Tun einfach nicht überzeugen konnte. Ich konnte mich zu keiner Zeit mit Presley erwärmen. Sie ist erwachsen, hat zwei Kinder steht eigentlich mitten im Leben, als sie den Verlust ihres Mannes erleiden muss und damit alles verliert. Zurück in ihrer alten Heimat trifft sie auf ihre alte und eigentlich auch ihre einzige Liebe und da beginnt alles unwirklich zu werden. Nicht nur dass ich ihren Groll auf ihren Ex nicht verstehen kann und vor allem die daraus resultierende Distanz über all die Jahre von ihren Eltern. Für mich wirkt Presley unreif und nicht fähig ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Immer sind es die anderen die ihr Leben ruiniert haben. Für mich ist sie eher bedauernswert. Und während der wieder aufkeimenden Liebesbeziehung zu ihrer ersten Liebe ist ihr Mann und sein Tod vergessen. Sie verarbeitet seinen Tod nicht. Sie waren über Jahre verheiratet und dann taucht der Mann von damals auf, der ihr so sehr weh getan hat, wegen dem sie jahrelang nicht daheim war und sofort ist ihr Mann vergessen. Das ist für mich unrealistisch und traurig.
Mein Fazit:
Leider kann das Buch nach einem wirklich starken Anfang, das Niveau in kleinster Weise halten. Natürlich kann man und soll man sein Leben nach dem Tod eines geliebten Menschen weiterleben, aber die Art und Weise wie es in dem Buch dargestellt geht einfach nicht. Leider hilft der tolle Schreibstill, das wundervolle Setting nicht, dem Buch mehr als 2,5 Sterne zu geben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.11.2019

Brutal Schön

Bedlam Brotherhood - Er wird dich finden
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„Bedlam Brotherhood – Er wird dich finden“ ist wieder ein genialer Federstreich der Autorin T.M. Frazier. Seitdem ich das erste Buch der Autorin gelesen habe, bin ich ein riesiger Fan du auch hier hat ...

„Bedlam Brotherhood – Er wird dich finden“ ist wieder ein genialer Federstreich der Autorin T.M. Frazier. Seitdem ich das erste Buch der Autorin gelesen habe, bin ich ein riesiger Fan du auch hier hat sie mich nicht enttäuscht.
Finster, düster und brutal und doch gleichzeitig herzzerreißend emotional und witzig. Beim Lesen erlebt man ein Wechselbad der Gefühle - von himmelhochjauchzend, zu Augen verschließen, NEIN ich will nicht mehr weiterlesen, aber doch wissen wie es weitergeht - ist alles dabei. T.M. Frazier schreibt gewohnt locker, flüssig und vor allem nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie zeigt eine Welt auf, die so real ist, aber von der keiner etwas wissen will. Dabei beschreibt sie alles sehr bildlich, so dass es einen leicht fällt sich die Umgebung vorzustellen und sich in die Protagonisten einzufühlen.
Emma Jean (Tricks) und Tristan (Grim) sind die Protagonisten in ihrer neuen Reihe. Zwei Kinder, die im System leben und um die sich keiner schert. Als Kinder treffen sie sich nur kurz und dennoch hinterlassen sie gegenseitig einen bleibenden Eindruck. Fünf Jahre müssen vergehen ehe sie sich wiedersehen: als Mitglieder verfeindeter Banden. Passend hierzu wird der Vergleich zu „Romeo und Julia“ gezogen. Beide sind einen sofort sympathisch und ihrer Geschichte fesselt einen, so dass man nur so durch die Seiten fliegt. Und nicht nur diese Beiden haben ein starker Eindruck bei mir hinterlassen, sondern auch Grims „neue“ Familie und auch Tricks beste Freundin. Auch gab es ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus der Grim-Reihe. Ich liebe Preppy, King und Co.
Das Buch endet viel zu schnell und vor allem mit einem richtig bösen Cliffhanger, der mich bis ins Mark erschüttert hat. Ich konnte gar nicht glaube, was ich gelesen habe. Leider erscheint Band 2 erst im Januar und Band 3 dann im März. Viel zu lange, um zu erfahren wie es weitergeht, daher habe ich mir kurzentschlossen die Reihe in Originalsprache geholt und bin weiterhin restlos begeistert.
Fazit:
Mir hat das Buch wieder gefallen, auch wenn es etwas verhaltener ist – nicht ganz so düster wie die bereits erwähnte King-Reihe. Aber dennoch für Fans dieses Genre eine absolute Leseempfehlung. Jedoch Achtung! Dieses Buch ist der erste Teil einer Reihe. Die Geschichte ist nicht abgeschlossen und endet mit einen Cliffhanger.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.06.2019

Hinkt Band 1 total hinterher

Wild Souls - Mit dir für immer
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„Wild Souls – Mit dir für immer“ ist der 2. Teil von T.M. Frazier. Nachdem der erste Band mich total begeistert hat und das Ende einen richtig fiesen Cliffhanger hatte, habe ich diesen Teil wie verrückt ...

„Wild Souls – Mit dir für immer“ ist der 2. Teil von T.M. Frazier. Nachdem der erste Band mich total begeistert hat und das Ende einen richtig fiesen Cliffhanger hatte, habe ich diesen Teil wie verrückt entgegengefiebert. Daher war ich froh, als ich das Buch im Rahmen einer Leserunde gewonnen habe. Ganz schnell habe ich mich ans Lesen gemacht und wurde leider etwas enttäuscht.
Der zweite Teil setzt nahtlos an den ersten an. Und nachdem die erste Überraschung verdaut war, plätscherte die weitere Handlung nur so dahin. Für meinen Geschmack wurde alles ziemlich in die Länge gezogen. Es gab viele Stellen, die absolut überflüssig waren, da sie absolut keine Bedeutung für die Handlung hatten. Die Entwicklung von Finn und Sawyer fühlte sich falsch an. Finn war am Anfang der Bad Boy und nun nur noch ein weichgespültes Bürschchen. Sawyer ist ein naives, Duck Mäuschen, was allerdings auch etwas nachvollziehbar ist, wenn man ihre Herkunft sieht. Auch die Beziehung der Beiden ist einfach zu rosarot und viel zu kitschig. Es fehlen einfach die wirklich herausragenden und herzzerreißenden Momente, die einen Mitten ins Herz treffen. Vieles an der Handlung war zu offensichtlich oder unreal. Nach etwas mehr als Hälfte kam ein Moment der Spannung, als Richard wiederauftauchte und zack war es leider auch schon wieder vorbei.
Fazit: Nach all den Büchern, die ich von der Autorin gelesen habe und die mich total begeistert haben, hat mich dieses absolut enttäuscht. Vielleicht waren auch einfach meine Erwartungen zu hoch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 18.05.2019

Spannender und gelungener Thriller aus Frankfurt

Lautlose Schreie
4

„Lautlose Schreie“ von Leo Burn ist bereits der zweite Fall von der etwas anderen Ermittlerin May Billinsky. Für mich persönlich ist es jedoch der erste Fall, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe. ...

„Lautlose Schreie“ von Leo Burn ist bereits der zweite Fall von der etwas anderen Ermittlerin May Billinsky. Für mich persönlich ist es jedoch der erste Fall, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Allerdings hat man keine Verständnisprobleme dadurch. Ein Quereinstieg ist unbedenklich.
Das Cover des Buches ist schwarz zeigt eine Krähe und mit der roten Schrift ist es auf jeden Fall ein Hingucker und verleitet einen sich das Buch näher anzuschauen.
Leo Burn zeigt mit diesem Buch, dass ein guter und spannender Thriller nicht immer in Amerika spielen muss. Der Autor wählt für seine Geschichte Frankfurt und sein Umland als Schauplatz.
Durch seine atemberaubenden, realistischen und detaillierten Beschreibungen beschert Leo Burn den Leser regelmäßig Gänsehaut und lässt ihm den Atem stocken.
Der Plot des Buches ist zunächst in mehrere Erzählstränge geteilt. In recht kurzen Kapiteln werden abwechseln verschiedene Erzählstränge erzählt, was dem Leser jedoch hier und da verzweifeln lässt, da der Schnitt stets an überaus spannenden Stellen passiert. Dies bedeuten allerdings nur wiederrum, dass es nicht an einer Stelle im Buch an Spannung fehlt. Die wechselnden Perspektiven stören zu keiner Zeit den Lesefluß. Besonders gelungen wie sich ganz langsam und allmählich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Zwar ist relativ schnell klar in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt, jedoch tut auch dies der Spannung keinen Abbruch, denn über die Details bleibt der Leser bis zum Schluss in Unklaren. Für mich ist das Ende das eigentliche Highlight. An dieser Stelle werden ich es nicht näher benennen, aber es ist definitiv genau das richtige Ende für dieses Buches, denn dadurch wirkt alles noch authentischer.
Die gewählte Thematik des Buches ist sehr präsent und macht einen sehr traurig, denn die beschriebenen Dinge sind ganz klar nicht aus der Luft gegriffen, sondern passieren jeden Tag.
Die Charaktere sind, von den Hauptprotagonisten bis hin zu den Nebencharakteren, alle samt sehr liebevoll und authentisch erarbeitet und man findet ziemlich schnellen eine Beziehung zu den Charakteren.
Mein Fazit:
Ein durchaus gelungener und spannender Thriller, der einen jede Menge Gänsehaut beschert.

  • Cover
  • Charaktere
  • Spannung
  • Geschichte
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 04.03.2019

Tolle und emotionsgeladene Geschichte

Loveless - Eine Liebesgeschichte
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Bereits der Titel „Loveless – Eine Liebesgeschichte“ von Katy Regnery beschreibt zu 100% was einem erwartet – eine Liebesgeschichte, die das Herz berührt ohne Ecken und Kanten – ohne seitenlanges Hin und ...

Bereits der Titel „Loveless – Eine Liebesgeschichte“ von Katy Regnery beschreibt zu 100% was einem erwartet – eine Liebesgeschichte, die das Herz berührt ohne Ecken und Kanten – ohne seitenlanges Hin und Her. Die Geschichte nichts Neues und bedient sich auch diverser Klischees.,Aber ganz ehrlich, was soll man bei der Fülle an stetigen Neuerscheinungen auch immer neues Erfinden

Brynn trauert um ihren, vor zwei Jahren bei einem Amoklauf, ermordeten Verlobten. Noch immer hat sie seinen Tod nicht verkraftet und noch immer hat sie den Weg zurück ins Leben nicht gefunden. Doch dann schaltet sie nach zwei Jahren sein Handy wieder ein und sieht, dass er in dem Moment gestorben ist, als er eine Nachricht an sie verfasst hat und dies bringt sie auf eine Idee, wie sie sich endgültig von ihm verabschieden kann. Doch ihr Vorhaben endet jäh, als sie von einem Unbekannten angegriffen wird. Als sie mit ihrem Leben schon abschließt, taucht ein weiterer Mann auf, der sie nicht nur vor dem allerschlimmsten bewahrt, sondern sie auch medizinisch versorgt und Brynn gesund pflegt. Doch dieser schöne Fremde hat ein dunkles Geheimnis.

Bereits von der ersten Zeile war ich in der Geschichte gefangen. Die Autorin hat einen grandiosen Schreibstil – sehr einfach, doch gefühlvoll und detailliert. Man fliegt nur so durch die Zeilen. Die Geschichte und die Charaktere entwickeln sich nach und nach und nichts wird überstürzt. Die Emotionen der Beiden, die Verwirrtheit über das Geschehene und die Art und Weise, wie es die Beiden immer mehr zusammenbringt, kommt sehr gut beim Leser an. Die detaillierte Beschreibung der Landschaft hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mir die Umgebung sehr gut vorstellen.
Von den Charakteren gefiel mit Cassidy um Längen besser gelungen. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in absoluter Isolation, fern von der Zivilisation, ohne fließend Wasser, ohne Elektrizität, ohne Internet, ohne sonstige technische Errungenschaft und immer im Glauben, dass in ihm ebenfalls ein Monster steckt. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie ein gestandener Mann, so fasziniert von Brynn ist. Sie Handlungen sind so rein und regelrecht unschuldig. Ich hatte immer das Gefühl ihn in den Arm nehmen zu müssen.

Brynn dagegen hat bei mir immer ein Gefühl hinterlassen, dass sie mit ihrer leichtgläubigen Art eher jemand ist, der alles als Gegeben hinnimmt. Für mich war die Person nicht ganz rund, wobei ich das nicht näher erklären kann, aber ich war nicht überzeugt von Brynn.

Fazit:
Das Buch hat nicht nur ein tolles Cover, sondern es steckt auch eine richtig schöne und gefühlvolle Geschichte dahinter. Trotz diverse Ecken und Kanten ist es sehr spannend und lesenswert.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
  • Gefühl