Profilbild von Pandora2711

Pandora2711

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Pandora2711 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Pandora2711 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.05.2019

Spannender und gelungener Thriller aus Frankfurt

Lautlose Schreie
4

„Lautlose Schreie“ von Leo Burn ist bereits der zweite Fall von der etwas anderen Ermittlerin May Billinsky. Für mich persönlich ist es jedoch der erste Fall, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe. ...

„Lautlose Schreie“ von Leo Burn ist bereits der zweite Fall von der etwas anderen Ermittlerin May Billinsky. Für mich persönlich ist es jedoch der erste Fall, da ich den ersten Teil nicht gelesen habe. Allerdings hat man keine Verständnisprobleme dadurch. Ein Quereinstieg ist unbedenklich.
Das Cover des Buches ist schwarz zeigt eine Krähe und mit der roten Schrift ist es auf jeden Fall ein Hingucker und verleitet einen sich das Buch näher anzuschauen.
Leo Burn zeigt mit diesem Buch, dass ein guter und spannender Thriller nicht immer in Amerika spielen muss. Der Autor wählt für seine Geschichte Frankfurt und sein Umland als Schauplatz.
Durch seine atemberaubenden, realistischen und detaillierten Beschreibungen beschert Leo Burn den Leser regelmäßig Gänsehaut und lässt ihm den Atem stocken.
Der Plot des Buches ist zunächst in mehrere Erzählstränge geteilt. In recht kurzen Kapiteln werden abwechseln verschiedene Erzählstränge erzählt, was dem Leser jedoch hier und da verzweifeln lässt, da der Schnitt stets an überaus spannenden Stellen passiert. Dies bedeuten allerdings nur wiederrum, dass es nicht an einer Stelle im Buch an Spannung fehlt. Die wechselnden Perspektiven stören zu keiner Zeit den Lesefluß. Besonders gelungen wie sich ganz langsam und allmählich alles zu einem großen Ganzen zusammenfügt. Zwar ist relativ schnell klar in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt, jedoch tut auch dies der Spannung keinen Abbruch, denn über die Details bleibt der Leser bis zum Schluss in Unklaren. Für mich ist das Ende das eigentliche Highlight. An dieser Stelle werden ich es nicht näher benennen, aber es ist definitiv genau das richtige Ende für dieses Buches, denn dadurch wirkt alles noch authentischer.
Die gewählte Thematik des Buches ist sehr präsent und macht einen sehr traurig, denn die beschriebenen Dinge sind ganz klar nicht aus der Luft gegriffen, sondern passieren jeden Tag.
Die Charaktere sind, von den Hauptprotagonisten bis hin zu den Nebencharakteren, alle samt sehr liebevoll und authentisch erarbeitet und man findet ziemlich schnellen eine Beziehung zu den Charakteren.
Mein Fazit:
Ein durchaus gelungener und spannender Thriller, der einen jede Menge Gänsehaut beschert.

Veröffentlicht am 12.12.2016

Eine Ende und Neuanfang zu gleich

Der letzte Schwur
1

Im Rahmen einer Vorableserunde des Verlages durfte ich dieses Buch bereits 4 Wochen vor Veröffentlichung lesen, was keine Auswirkung auf meine Bewertung hat.

Ein Anfang und ein Ende zu gleich. Genauso ...

Im Rahmen einer Vorableserunde des Verlages durfte ich dieses Buch bereits 4 Wochen vor Veröffentlichung lesen, was keine Auswirkung auf meine Bewertung hat.

Ein Anfang und ein Ende zu gleich. Genauso kann man das neuste Werk aus der Psy Changeling-Reihe von Nalini Singh bezeichnen. „Der Letzte Schwur“ ist der mittlerweile 15. Band aus der Gestaltenwandler-Reihe und man kann ihn als Zwischenband bezeichnen. Denn wie die Autorin in ihren Newslettern, den Auftritten in den sozialen Netzwerken und in Interviews immer wieder betont hat, ist der erste große Handlungsstrang abgeschlossen und es wird eine Art 2. Staffel geben, in dem es neue Probleme, Feinde und Verstrickungen geben wird. Und vor allem in dem die bereits bekannten Gestaltenwandler Rudel der Dark-River Leoparden und Snow Dancer Wölfe nicht mehr die erste Geige spielen. Und genau dies spiegelt dieses Buch wieder. Es gibt noch einmal ein Wiedersehen mit allen, bisher so lieb gewonnen, Charakteren – alle Paare, die wir in den vorangegangenen Bänden kennengelernt haben, spielen in diesem 15. Band ein mehr oder weniger große Rolle. Es werden Handlungsstränge abgeschlossen, aber zeitgleich wird der Weg für neue freigegeben und es werden neue Rudel und Charaktere eingeführt, auf die die Leser sehr gespannt sein dürfen. Wie immer sind auch diese sehr liebevoll und geheimnisvoll dargestellt und man fiebert schon den Tag entgegen, an dem man endlich mehr über sie lesen darf. Durch die Vielzahl an Charakteren die in diesem Teil eine Rolle spielen, verzichtet Nalini Singh darauf sich auf nur ein Paar zu konzentrieren, was mir persönlich sehr gefallen hat und diesen Teil auch von den anderen abhebt.

Der Schreibstil ist wie immer flüssig, mitreisend und gefühlvoll. Man kommt ziemlich schnell voran. Ist ganz schnell drin in der komplexen Welt und fiebert und fühlt mit den Charakteren mit. Allerdings muss ich sagen, dass durch die Vielschichtigkeit einige Aspekte zu kurz gekommen sind und zu schnell abgehandelt waren, obwohl sie wunderbar und spannend aufgebaut und ausgearbeitet wurden. Daher muss ich zum ersten mal für ein Buch der Reihe einen Stern abziehen.
Aber dennoch habe ich es wieder genossen in diese Welt abzutauchen, die Nalini Singh so liebevolle geschaffen hat. Auch hat sie mir wieder die eine oder andere Träne entlocken können und vor allem am Ende hatte ich wieder einmal das Gefühl mittendrin zu sein. Im letzten Kapitel des Buches wird mit einem großen Fest die Geburt der Wolfs-Leoparden gefeiert, an dem wirklich alle Charaktere aus den vorangegangenen Bänden daran teilnehmen – egal ob Wolf, Leopard, Ratte, Mensch oder Medialer. Es ist der Beweis, dass ein miteinander möglich ist, wenn man sich nur genügend vertraut. Als Lucas dann am Rande des Festes steht und sich all seine Freunde anschaut – zufrieden mit der Entwicklung, fühlt es sich so an, als wenn man neben ihm steht, den Geruch des Waldes einatmet, die vielen frohgelaunten Stimmen wahr nimmt und einfach glücklich und tief berührt ist. Und dann wird es Zeit sich ganz leise zurück zuziehen – sich zu verabschieden und sich auf den Weg zu machen, um neue Abenteuer zu erleben. Und auf diese bin ich sehr gespannt und freue mich darauf.

In einer Lesung der Autorin wurde deutlich, dass Nalini Singh sehr nervös war, wie dieser Teil bei ihren vielen begeisterten Lesern ankommen würde, da sie sich bewusst war, dass es anders ist als die anderen zuvor. Wenn man es liest weiß man warum. Aber ich bin zufrieden und ich liebe auch wieder diesen 15. Band der Reihe und freue mich nun darauf auf neue Abenteuer mit hoffentlich wieder vielen lieben neuen und interessanten Charakteren. Für mich eine absolute Leseempfehlung für Fans dieses Genre und vor allem der Reihe. Aber Achtung! Die vorangegangenen Bände sollten gelesen werden, um die Komplexität der Geschichte besser verstehen und begreifen zu können.

Veröffentlicht am 04.03.2019

Tolle und emotionsgeladene Geschichte

Loveless - Eine Liebesgeschichte
0

Bereits der Titel „Loveless – Eine Liebesgeschichte“ von Katy Regnery beschreibt zu 100% was einem erwartet – eine Liebesgeschichte, die das Herz berührt ohne Ecken und Kanten – ohne seitenlanges Hin und ...

Bereits der Titel „Loveless – Eine Liebesgeschichte“ von Katy Regnery beschreibt zu 100% was einem erwartet – eine Liebesgeschichte, die das Herz berührt ohne Ecken und Kanten – ohne seitenlanges Hin und Her. Die Geschichte nichts Neues und bedient sich auch diverser Klischees.,Aber ganz ehrlich, was soll man bei der Fülle an stetigen Neuerscheinungen auch immer neues Erfinden

Brynn trauert um ihren, vor zwei Jahren bei einem Amoklauf, ermordeten Verlobten. Noch immer hat sie seinen Tod nicht verkraftet und noch immer hat sie den Weg zurück ins Leben nicht gefunden. Doch dann schaltet sie nach zwei Jahren sein Handy wieder ein und sieht, dass er in dem Moment gestorben ist, als er eine Nachricht an sie verfasst hat und dies bringt sie auf eine Idee, wie sie sich endgültig von ihm verabschieden kann. Doch ihr Vorhaben endet jäh, als sie von einem Unbekannten angegriffen wird. Als sie mit ihrem Leben schon abschließt, taucht ein weiterer Mann auf, der sie nicht nur vor dem allerschlimmsten bewahrt, sondern sie auch medizinisch versorgt und Brynn gesund pflegt. Doch dieser schöne Fremde hat ein dunkles Geheimnis.

Bereits von der ersten Zeile war ich in der Geschichte gefangen. Die Autorin hat einen grandiosen Schreibstil – sehr einfach, doch gefühlvoll und detailliert. Man fliegt nur so durch die Zeilen. Die Geschichte und die Charaktere entwickeln sich nach und nach und nichts wird überstürzt. Die Emotionen der Beiden, die Verwirrtheit über das Geschehene und die Art und Weise, wie es die Beiden immer mehr zusammenbringt, kommt sehr gut beim Leser an. Die detaillierte Beschreibung der Landschaft hat mir sehr gut gefallen und ich konnte mir die Umgebung sehr gut vorstellen.
Von den Charakteren gefiel mit Cassidy um Längen besser gelungen. Er verbrachte den größten Teil seines Lebens in absoluter Isolation, fern von der Zivilisation, ohne fließend Wasser, ohne Elektrizität, ohne Internet, ohne sonstige technische Errungenschaft und immer im Glauben, dass in ihm ebenfalls ein Monster steckt. Ich fand es sehr schön zu sehen, wie ein gestandener Mann, so fasziniert von Brynn ist. Sie Handlungen sind so rein und regelrecht unschuldig. Ich hatte immer das Gefühl ihn in den Arm nehmen zu müssen.

Brynn dagegen hat bei mir immer ein Gefühl hinterlassen, dass sie mit ihrer leichtgläubigen Art eher jemand ist, der alles als Gegeben hinnimmt. Für mich war die Person nicht ganz rund, wobei ich das nicht näher erklären kann, aber ich war nicht überzeugt von Brynn.

Fazit:
Das Buch hat nicht nur ein tolles Cover, sondern es steckt auch eine richtig schöne und gefühlvolle Geschichte dahinter. Trotz diverse Ecken und Kanten ist es sehr spannend und lesenswert.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Interessanter Reihen-Auftakt

True Crush
0

Nachdem die junge Kate Mosely aus einem beschaulichen Städtchen nach einem tragischen Unfall ihren Ehemann verliert, bringt sie ihre Gefühle zu Papier und schreibt ungeplant einem Bestseller. Ganz plötzlich ...

Nachdem die junge Kate Mosely aus einem beschaulichen Städtchen nach einem tragischen Unfall ihren Ehemann verliert, bringt sie ihre Gefühle zu Papier und schreibt ungeplant einem Bestseller. Ganz plötzlich findet sie sich im Rampenlicht wieder, in dem sie sich nicht zu hundertprozentig wohl fühlt. Als sie in der schillernden Metropole L.A. in einer Talkshow auf den berühmt berüchtigten Rockstar Trax trifft ändert sich ihr Leben plötzlich und sie bemerkt langsam dass ihre Gefühle wieder erwachen auch wenn sie sich zunächst noch dagegen währt. Trevor – so sein bürgerlicher Name – findet auch sofort Gefallen an Kate und lädt sie zu einem Essen ein. Bei gemeinsamen Essen, Spaziergängen und Jogging-Runden lernen sie sich nach und nach besser kennen. Nur immer wieder fragt sie sich, ob es wirklich eine Zukunft mit Trevor geben kann.

„True Crush: Rockstars lieben heißer“ ist der Auftakt einer neuen Rockstar-Reihe aus der Feder von Liora Blake, der wirklich überzeugt und den Leser neugierig auf das kommende macht. Bereits nach den ersten Zeilen ist man in der Geschichte gefangen und durch den flüssigen, gradlinigen Schreibstil fliegt man geradezu durch die Zeilen. Die Autorin schreibt sehr emotional und leidenschaftlich, aber auch humorvoll, was den Roman zu einem kurzweiligen Lesevergnügen macht.
Negative aufgefallen ist, dass das Lektorat keine hundertprozentig Arbeit geleistet hat, denn es gab doch sehr vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler. Vielleicht sollte, da noch einmal drüber gelesen werden.

Die Protagonisten Kate und Trevor / Trax sind sehr sympathisch und vor allem wirken sie sehr real. Kate ist sehr bodenständig, trotz ihres überraschenden Erfolges und bleibt bis zum Ende das Mädchen aus einer Kleinstadt in Montana. Trevor hat nach den ausschweifenden Jahren als Rockstar für sich selbst beschlossen, dass es nicht alles ist, wilde Partys zu feiern und sich daneben zu benehmen. Beide sind nicht auf den Mund gefallen. Dies hat mir besonders gefallen, da es sich bei dem weiblichen Protagonisten sich einmal nicht um ein kleines Mäuschen handelt, sondern um eine Frau, die bereits gelebt hat und weiß was sie vom Leben will. Zwar sind einige ihrer Handlungen nicht ganz nachvollziehbar, was mich persönlich an der einen oder anderen Stelle genervt hat.

Die Handlung hat mir super gefallen, jedoch fand ich die zweite Hälfte des Buches schwächer als die erste. Man hatte so kurz vor Schluss das Gefühl dass unbedingt noch etwas passieren müsste, was das Glück der beiden zerstören muss und genau dieses Etwas geschah auch. Ein an sich großes Drama, welches sich viel zu schnell wieder auflöste und letztendlich überflüssig war.

Für mich sind es gute 3,5 Sterne – aufgerundet 4. Es ist ein toller Reihenauftakt mit tollen Protagonisten und Nebencharakteren – die man in den weiteren Folgen noch näher kennenlernen wird. Zwar gibt es einige Ecken und Kanten, dennoch ist es ein kurzweiligen Roman und für mich eine klare Leseempfehlung für alle Liebhaber dieser Genres.

Veröffentlicht am 08.02.2018

Interessante Geschichte, der die notwendige Tiefe fehlt

Hot Heroes: Burning
0

„Hot Heros: Burning“ von Inka Loreen Minden ist der erste Teil einer Trilogie rund um Helden in Uniform. Das Cover ist auf jeden Fall ein Blickfang und regt dazu an sich, dass Buch näher anzuschauen. Auch ...

„Hot Heros: Burning“ von Inka Loreen Minden ist der erste Teil einer Trilogie rund um Helden in Uniform. Das Cover ist auf jeden Fall ein Blickfang und regt dazu an sich, dass Buch näher anzuschauen. Auch der Klappentext klingt sehr vielversprechend. Daher habe ich mich sehr gefreut, als ich die Gelegenheit erhalten habe, dieses Buch vorabzulesen. Voller Spannung und Erwartung habe ich mich daran gemacht, dieses Buch zu lesen und abzutauchen in eine spannende und gefühlvolle Lovestory. Doch kaum war es mir gelungen mich in die Geschichte einzulesen und zu fühlen, war es (leider) auch schon vorbei, dabei hätte man die Geschichte noch vielmehr ausschmücken und vertiefen können. Die Protagonisten Milla und Evan sind sehr sympathisch und interessant. Auch der Grundgedanke der Geschichte ist vielversprechend, aber durch die Kürze des Buches wirkt alles gedrungen, gehetzt und oberflächlich, denn es wollte zu viel in zu kurzer Zeit erzählt werden.
Der Schreibstil ist sehr flüssig und liest sich schnell weg, aber das Gefühl und die wirkliche Spannung kann nicht rüber gebracht werden.

Fazit:
Eine tolle Grundidee – mit sympathischen Charakteren welche leider viel zu kurz ist.
Ich würde dem Buch 3,5 Sterne geben und da man keine halben verteilen kann, bewerte ich die Geschichte dennoch mit 4 Sternen. Denn zum einen konnte man den Buchdetails bereits entnehmen, dass das Buch „nur“ ca. 100 Seiten umfasst (leider hatte ich das übersehen und war daher überrascht) und letztendlich habe ich mich doch unterhalten gefühlt – auch wenn die Tiefe der Geschichte gefehlt hat.