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Veröffentlicht am 13.06.2025

Ganz nett

Hier draußen
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"Hier draußen" wird gerne mit Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann" verglichen, kommt aber für mich nicht ganz an dieses Buch heran.
Abgesehen davon, dass in beiden Bücher ein seltenes Tier ein ...

"Hier draußen" wird gerne mit Mariana Lekys "Was man von hier aus sehen kann" verglichen, kommt aber für mich nicht ganz an dieses Buch heran.
Abgesehen davon, dass in beiden Bücher ein seltenes Tier ein Vorzeichen für den Tod sein soll, habe ich jedenfalls keine Gemeinsamkeiten feststellen können.
Martina Behm fängt zwar nordische Schrulligkeiten ganz gut ein (z.B. die geschrumpfte und gealterte Öko-WG, die mir gut gefallen hat), jedoch waren mir einige Personen doch zu stereotyp (z.B. der völlig überarbeitete Städter, der schrecklich zu seiner Familie ist und dann mit dem Jäger einen neuen Best Buddy findet und seine Liebe zur Natur entdeckt). Und zwar wie man sieht sowohl in der ursprünglichen Charakterdarstellung als auch in der Charakterentwicklung. Das ist sehr schade, denn dadurch wird das Buch ziemlich vorhersehbar. Alles tritt genauso ein, wie man es sich denkt.
Kann man schon mal zur Unterhaltung zwischendurch lesen, aber es wird nicht so hängenbleiben, wie andere Titel, zu denen es als Referenz vermarktet wird.

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Veröffentlicht am 13.06.2025

Stark angefangen...

Flusslinien
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... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick ...

... aber auch stark nachgelassen.
Zu Beginn startet man mitten hinein ins Geschehen und man ist auch sofort drin, wie es bei einem guten Roman sein sollte.
Man bekommt nach und nach einen guten Überblick über die verschiedenen Figuren und ihre Schicksalsschläge, was das Buch zu einem guten gesellschaftskritischen Roman macht.
Leider ist dann alles auch genauso plötzlich zu Ende, wie es begonnen hat. Man hat sich gerade so richtig schön eingelebt, da ist das Buch auch schon zu Ende und ich frage mich immer noch, was uns die Autorin jetzt vermitteln wollte, denn auf mich wirkt es so, als hätte irgendjemand beschlossen, dass es jetzt gut sei und das Buch beendet werden müsse, obwohl noch nicht alles erzählt war. Sowas kann ich gar nicht leiden, es fühlt sich danach immer so an, als wäre man zu dumm für die Lektüre gewesen, selbst wenn es - wie hier - ein Buch war, das einem eigentlich gefallen hatte.

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Veröffentlicht am 04.06.2025

Ungewöhnlich in Thematik und Stil

Shark Heart
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"Shark Heart" ist sowohl vom Thema als auch von der Art, wie es geschrieben ist, ein absolut ungewöhnliches Buch.
Ich würde es schon fast als Dystopie klassifizieren, da es in dieser Welt anscheinend oft ...

"Shark Heart" ist sowohl vom Thema als auch von der Art, wie es geschrieben ist, ein absolut ungewöhnliches Buch.
Ich würde es schon fast als Dystopie klassifizieren, da es in dieser Welt anscheinend oft vorkommt, dass Menschen in die verschiedensten wilden Tiere mutieren. Ein grausames Schicksal sowohl für die Bedroffenen, als auch für alle, die ihnen nahestehen und sie ggf. dabei pflegen müssen; so wie es Wren ergeht, die ihren frisch angetrauten Ehemann Lewis an das Dasein als weißen Hai verliert. Hierbei kann man viele philosophische Gedanken der beiden nachverfolgen, was das Ganze noch tragischer macht. Man fühlt sich richtiggehend mitbetroffen.
Besonders interessant macht das Ganze der Schreibstil, der zwischen Theaterstück und Prosa schwankt und dabei das Beste beider Welten mischt.
Hier fand ich es nur schade, dass das Buch in einen ersten und zweiten Teil geteilt wurde, was für mich ein ziemlicher Bruch beim Lesen war. Der experimentelle Erzählstil hätte es für mich erlaubt, dass man die beiden Teile enger miteinander verknüpft und die Erzählstränge stärker durchmischt.
Aber sonst ein literarisches Vergnügen für alle, die sich auf das Besondere einlassen können.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Perfekt für den Sommerurlaub

The Island - Auf der Flucht
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"The Island" ist ein Thriller, der zu jedem Sommerurlaub passt. Der Handlungsort in einem Luxusresort auf einer Karibikinsel lädt sowohl auf Balkonien zum Träumen ein, wertet aber auch jede Strandtasche ...

"The Island" ist ein Thriller, der zu jedem Sommerurlaub passt. Der Handlungsort in einem Luxusresort auf einer Karibikinsel lädt sowohl auf Balkonien zum Träumen ein, wertet aber auch jede Strandtasche an jedem Ort auf.
Was ich besonders mochte, war das hintergründige Grauen, mit dem gearbeitet wurde. Es ist alles eigentlich viel zu schön, um wahr zu sein, aber es gibt Misstöne im Unterbewusstsein, die auf schlimme Dinge hindeuten. Man hechelt also nicht von einer Actionszene zur nächsten, sondern entspannt, aber in falscher Sicherheit mit Gänsehaut. Genauso wie es ja auch das sommerliche Cover verspricht, bei dem man erst später die dezenten Blutspritzer wahrnimmt.
Zum Wegträumen ist es also ein richtig gutes Buch, wobei man als klitzekleinen Kritikpunkt natürlich dazusagen muss, dass die Geschichte nicht sonderlich realitätsnahe ist. Aber da man Thriller in den seltensten Fällen wegen ihrer Wahrheitsliebe liest, ist das zu verschmerzen ;D

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Krimi für Politinteressierte

Echokammer
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Echokammer ist wahrscheinlich der perfekte Krimi für politisch interessierte Personen - Plottwist: Ich bin keine. Also ist das Buch gar nicht mein Beuteschema und entsprechend fand ich es auch nur mittelprächtig.
Für ...

Echokammer ist wahrscheinlich der perfekte Krimi für politisch interessierte Personen - Plottwist: Ich bin keine. Also ist das Buch gar nicht mein Beuteschema und entsprechend fand ich es auch nur mittelprächtig.
Für mich waren die verschiedenen Handlungsstränge leider ziemlich langatmig und verworren. Die eigentliche Haupthandlung mit dem Rizinanschlag ist zwar spannend, verkommt aber unter der Vielzahl an handelnden Personen und ihrer gegenseitigen politischen Intrigen eher zur Nebensache. Zwischendrin gibt es zwar immer mal wieder spannende Szenen rund um das Thema Terrorismus, aber dann muss man sofort wieder umdenken, wer in welcher Partei gerade mit wem aus welcher anderen Partei (oder noch schlimmer wer mit oder gegen wen in der gleichen Partei) Stress hat. Und das dann auch noch mit norwegischen Namen. Und - zugegeben - Protagonisten, die ich nicht wirklich sympathisch fand.
Es war für mich eine echte Herausforderung dranzubleiben, aber ich würde es trotzdem empfehlen, nur dann an die richtige Zielgruppe. Wer sich für politische Ränkespiele interessiert, wird mit diesem und den zwei Folgebänden sicherlich gut unterhalten werden. Aber man muss sich halt wirklich sehr für Politik interessieren!

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