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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.05.2025

Definitiv den Hype wert

Der Gott des Waldes
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An diesem Buch kommt man 2025 einfach nicht vorbei. Es ist quasi seit Erscheinen auf der Bestsellerliste, gefühlt fast jeder hat es gelesen - und fast jeder lobt es. Und ich muss sagen: Ganz zurecht.
Vom ...

An diesem Buch kommt man 2025 einfach nicht vorbei. Es ist quasi seit Erscheinen auf der Bestsellerliste, gefühlt fast jeder hat es gelesen - und fast jeder lobt es. Und ich muss sagen: Ganz zurecht.
Vom Umfang und den wechselnden Perspektiven und Zeiten sollte man sich nicht abschrecken lassen, es ist sehr übersichtlich gemacht (am Anfang jedes Kapitels hat man die handelnde Person und Zeit aufgeführt) und man kann den Faden nicht verlieren. Zumal es so spannend ist, dass man sowieso dranbleiben möchte beim Lesen!
Inhaltlich ist es weder nur ein Krimi, noch nur ein gesellschaftskritischer Roman, sondern die perfekte Mischung aus beidem. Man hat die Spannung eines Kriminalfalls gepaart mit den Abgründen einer Familie und ihrer Geheimnisse. Und außerdem ein sehr schönes Natursetting, was das Buch auch noch zu einer guten Urlaubslektüre macht
Uneingeschränkte Empfehlung und volle 5 Sterne sowohl für die Spannungsleser:innen als auch für alle, die zeitgenössische Romane lieben.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Interessantes Konzept

Muffin und Tört! 1: Bei den Wikingern
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"Muffin und Tört" feiern mit diesem Band ihren ersten Auftritt - und es werden hoffentlich weitere Bände folgen.
Selber bin ich kein Comicleser, finde es aber sehr interessant, wie in diesem Buch Lesetext ...

"Muffin und Tört" feiern mit diesem Band ihren ersten Auftritt - und es werden hoffentlich weitere Bände folgen.
Selber bin ich kein Comicleser, finde es aber sehr interessant, wie in diesem Buch Lesetext und Bilder gemischt werden. Es ist comicähnlich, aber nicht nur. Dadurch können vermutlich auch Lesemuffel langsam an "richtige" Bücher gewöhnt werden. Und schon deutlich früher, denn diese Reihe hier ist empfohlen ab 7, während als Vergleich z.B. Gregs Tagebuch, das auch Comicelemente enthält erst ab 10 Jahren empfohlen wird. Was dann vielleicht ein bisschen spät ist, um Kinder zum Lesen zu bringen.
Außerdem sind die Hauptfiguren ein Kater und ein lebendig gewordener Cupcake, der an ein Häschen erinnert, weswegen das Buch für Jungs und Mädchen interessant ist. Auch wenn das Wikingerthema vermutlich erstmal eher Jungs anspricht, aber das kann sich in Zukunft ja noch mehr mischen.
Kleiner Kritikpunkt ist, dass es halt ein Fantasybuch ist, in dem neben einem Zauberer auch Trolle vorkommen, was jetzt vielleicht nicht für jedes Kind interessant ist.

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Veröffentlicht am 19.05.2025

Dick aufgetragen

Schmerz
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"Schmerz" ist einer dieser ziemlich unrealistischen Krimis, die sehr sehr dick auftragen.
Zwar fand ich es am Anfang ziemlich cool, dass man eine Ermittlerin hat, die mit ungewöhnlichen gesundheitlichen ...

"Schmerz" ist einer dieser ziemlich unrealistischen Krimis, die sehr sehr dick auftragen.
Zwar fand ich es am Anfang ziemlich cool, dass man eine Ermittlerin hat, die mit ungewöhnlichen gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, statt wie üblich einfach "nur" mit Depressionen oder einem Alkohlproblem.
Aber nachdem sie dann zweimal gerade so mit dem Leben davonkommt (nein, das ist kein Spoiler, immerhin ist Teil zwei schon bestellbar), war es mir dann doch zuviel des Guten.
Auch der Fall selber erscheint mir ein bisschen zu überkonstruiert. Hier kommen zuviele Zufälle zusammen, um noch sagen zu können: So hätte es wirklich passiert sein können.
Für einen isländischen Krimi fand ich ihn regelrecht reißerisch, die sind ja sonst eher ruhig und eher hintergründig spannend.
Außerdem finde ich es schwierig, dass sich die Namen so sehr ähneln. Die sind bei isländischer Lektüre sowieso eine Herausforderung, aber hier noch mehr.
Leider keine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Komisches Cover, gutes Buch

Russische Spezialitäten
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Dieses Buch ist wahrscheinlich keins, das man sich wegen des Covers kaufen würde ... (obwohl es zum Inhalt passt, die Fische haben ihre eigene Rolle)

Allerdings ist die Geschichte nah am Puls der Zeit ...

Dieses Buch ist wahrscheinlich keins, das man sich wegen des Covers kaufen würde ... (obwohl es zum Inhalt passt, die Fische haben ihre eigene Rolle)

Allerdings ist die Geschichte nah am Puls der Zeit und aus einer sehr spannenden Perspektive geschrieben:
Der Erzähler ist ein junger Mann, der zwar in der Ukraine geboren wurde, aber in Deutschland aufgewachsen ist. Seine Mutter ist in Russland geboren, aber in der Ukraine aufgewachsen. Während des Krieges hält die Mutter zu Russland, der Sohn zur Ukraine - was macht das mit einer Familie?
Ein Thema mit viel Konfliktpotential, aber auch mit viel Fingerspitzengefühl und Humor erzählt. Wobei man sagen muss (und deswegen war es für mich kein 5 Sterne Buch), dass der Humor durchaus gewöhnungsbedürftig war. Hier kommen wieder die Fische ins Spiel: diese gehören nämlich zu den russischen Spezialitäten und dienen in der Kühltheke als Gesprächspartner für unseren Erzähler. Ein erzählerisches Mätzchen, das meinem Geschmack nicht entsprochen hat. Der Rest ist aber ein durchaus empfehlenswerter Denkanstoß für alle, die gerne gesellschaftskritische, zeitgenößische Romane mögen.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Großes Gesellschaftspanorama

Ginsterburg
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Bei Arno Frank weiß man, dass man hohe Literatur bekommt, egal zu welchem Thema er schreibt. Hier bekommt man ein besonders anspruchsvolles Buch, das sowohl vom Thema, als auch vom Schreibstil fordernd ...

Bei Arno Frank weiß man, dass man hohe Literatur bekommt, egal zu welchem Thema er schreibt. Hier bekommt man ein besonders anspruchsvolles Buch, das sowohl vom Thema, als auch vom Schreibstil fordernd ist.
Durch die verschiedensten Erzählperspektiven erschließt man sich nach und nach ein großes Gesellschaftspanorama einer kleinen Stadt während der NS-Zeit.
Dabei verknüpft der Autor geschickt einen fiktiven Ort (der stellvertretend für viele kleinere Städte in Deutschland stehen könnte) mit real existierenden Personen (z.B. Lothar Sieber). Für uns im Nachgang liest sich dabei das Grauen aus den Dingen, die wir heute wissen, während für die Leute damals ihr ganz normaler Alltag vor sich ging und sie sich bei vielen Dingen gar nichts Schlimmes dachten.
Schade fand ich, dass es kein Vor- oder Nachwort des Autors gibt, in dem er erklärt, was nun in seinem Buch auf Fakten beruht und was nicht. Dass es Lothar wirklich gab, habe ich zufällig durch Google herausgefunden, aber ich hätte es gerne direkt im Buch erfahren.
Ein zweiter kleiner Kritikpunkt ist, dass es sehr viele handelnde Personen gibt und manche deswegen untergehen, z.B. der Zirkus, der nur zweimal kurz erwähnt wird. Das hätte ich mir persönlich runder gewünscht, also weniger Personal insgesamt und dafür mehr Auftritte der einzelnen Personen. Andererseits bekommt man so viele verschiedene Blickwinkel auf die selbe Sache...
Fazit: Bis auf kleinere Kritikpunkte ein durch und durch empfehlenswerter Roman.

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