Profilbild von Patricia_Wolkenspringerin

Patricia_Wolkenspringerin

Lesejury-Mitglied
offline

Patricia_Wolkenspringerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Patricia_Wolkenspringerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.07.2020

Ein sexy, mürrischer Kommissar und eine starke, liebevolle Heldin

Blind Date – Tödliche Verführung
0

Blind Date – Tödliche Verführung ist ein packender Thriller mit einem wirklich spannenden Konzept: Was ist, wenn man Blind Dates mit drei verschiedenen Männern hat und einer sich als kaltblütiger Serienmörder ...

Blind Date – Tödliche Verführung ist ein packender Thriller mit einem wirklich spannenden Konzept: Was ist, wenn man Blind Dates mit drei verschiedenen Männern hat und einer sich als kaltblütiger Serienmörder entpuppt?

Ich liebe Thriller, die einem atemlos machen und man das Buch am liebsten sofort auslesen möchte, weil diese gewisse Spannung einem packt. Wenn dann auch noch die Hauptcharaktere zerrissen sind, Ecken und Kanten haben und ein gewisser Sexappeal mitspielt, dann hat man meine Begeisterung sicher. All diese Kriterien konnte Blind Date von Becca Foster leider nicht erfüllen.

Das Cover mit den Rosenblättern ist wunderschön und es war auch eines der Gründe, warum ich es in die Hand genommen habe.

Die Handlung ist vorhersehbar und es gibt bis zum Schluss keine einzige schockierende Wendung, die man meiner Meinung nach aber sehr wohl hätte einbauen können. Die Handlung hat enorm viel Potenzial, das leider nicht genutzt worden ist.
Der Spannungsaufbau ist gut und konstant, da sich dieser bis zum Schluss halten konnte. Becca Fosters Schreibstil ist flüssig, da sich die Seiten wie von selbst lesen. Jedoch hatte ich das Gefühl, dass man als Leser sofort in die Hauptgeschichte hinein geworfen wird, ohne vorher die Chance zu bekommen die Hauptprotagonisten und das Setting näher kennenzulernen. Denn schon nach den ersten 5 Seiten ist Hartley bereits auf dem Weg zu ihrem ersten Blind Date.

Ich hätte mir hier viel mehr Details aus Hartleys Leben gewünscht, wie zum Beispiel was sie charakterlich ausmacht, was liebt/hasst sie, hat sie Familie, woher kennt sie ihre beste Freundin Taylor, etc. Kleinigkeiten, die dem Leser helfen eine Bindung zum Charakter aufzubauen, als auch sich mit diesen besser identifizieren zu können. Manche Dinge wurden erst in der Mitte des Buches geklärt, andere wiederum nie. Mir hat einfach der charakterliche Tiefgang gefehlt und dies umfasst nicht nur Hartleys Charakter, sondern alle die in diesem Buch vorkommende.

Hartley ist ein liebevoller, frecher Charakter, die ihren Mann verloren hat. Jedoch hat sie sich niemals davon unterkriegen lassen, obwohl sie dieser Verlust noch immer sehr schmerzt. Sie ist stark und arbeitet immerzu an sich selbst. Sie gibt anderen Menschen so viel und das bewundere ich an ihr. Sie war mir von der ersten Seite an sympathisch und daher fand ich es schade, dass man als Leser nicht mehr von ihr kennenlernen konnte.

Kommissar Ace war von allen Charakteren mein Favorit. Er hatte Ecken und Kanten, war mürrisch, sexy und sanftmütig. Gerne hätte ich noch viel mehr von ihm gelesen, da er für mich sehr interessant war.

Die Freundschaft zwischen Hartley und Taylor hat mir richtig gut gefallen, da sie sehr innig ist und mich Taylor ein wenig an meine beste Freundin erinnert hat.

Dieser Thriller ist für jeden, der einen spannenden Lesestoff für einige kurzweilige Stunden sucht ohne große Erwartungen zu haben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein Beziehungsratgeber, der etwas anderen Art

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
1

Das Cover ist in wunderschönen rosa Tönen gehalten und was es für mich so besonders macht ist das glänzende Material, dass hierbei verwendet worden ist. Normalerweise bin ich niemand der ein Buch wegen ...

Das Cover ist in wunderschönen rosa Tönen gehalten und was es für mich so besonders macht ist das glänzende Material, dass hierbei verwendet worden ist. Normalerweise bin ich niemand der ein Buch wegen dem Cover in die Hand nimmt, aber bei diesem konnte ich nicht anders. Spätestens als ich die Inhaltsangabe gelesen habe (Männer, die einen Buchclub gründen!), war es um mich geschehen und ich musste es haben.

Der Schreibstil von Lyssa Kay Adams hat mich von der ersten Seite an in ihrem Bann gezogen und ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte von Gavin und Thea ausgeht. Für mich war die Handlung so besonders, da die Beziehungsprobleme der beiden so authentisch waren und diese mit viel Kreativität angekämpft worden sind. Ich konnte mir regelrecht vorstellen, wie Männer versuchen Frauen mit Hilfe von Liebesromanen besser zu verstehen. Dieser Buchclub hat mich so oft zum Lachen gebracht, dass mir regelrecht Tränen gekommen sind, weil ich mich nicht mehr einkriegen konnte.

Thea ist ein sehr verschlossener Mensch, die sich im Laufe der Beziehung verloren hat, da sie alles daran gesetzt hat von außen wie die perfekte Baseballer-Frau zu wirken. Dadurch, dass Gavin aufgrund seines mangelnden Selbstvertrauens selbst nie versucht hat Beziehungsprobleme anzusprechen und Thea durch ihre Verschlossenheit auch ihren Beitrag daran geleistet hat, haben sie sich auseinander gelebt. Während Thea alles daran setzt Gavin los zu werden, probiert Gavin alles um seine Frau wieder zurück zu bekommen. Chaos ist natürlich vorprogrammiert.

Dieses Buch hebt sich nicht nur durch seinen Witz von anderen Büchern ab, sondern durch seine Aussage, dass Beziehungen aller Art Arbeit von beiden Parteien benötigen und wenn man das vernachlässigt, kann auch die wundervollste Beziehung in die Brüche gehen. Heutzutage ist es wichtiger denn je mit dem Partner zu kommunizieren, sowohl wenn es um Wünsche als auch um Ängste geht. Intelligent und mit Witz geht die Autorin dem auf den Grund.

Ich habe mich keine Sekunde lang bei diesem Buch gelangweilt. Die Seiten sind nur dahin geflogen. Ich bin schon gespannt, wie die Reihe weitergehen wird und freue mich riesig über die jeweiligen Buchclub-Mitglieder mehr zu erfahren! Absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Unglaublich fesselnd und voller Gefühle!

Der Kuss des Kjer
0

Wenn ich für den Rest meines Lebens genau ein Buch lesen dürfte, dann wäre es dieses hier. Ich habe es schon so oft gelesen, weil "Der Kuss des Kjer" ein außergewöhnlich packendes Buch für mich ist.

Die ...

Wenn ich für den Rest meines Lebens genau ein Buch lesen dürfte, dann wäre es dieses hier. Ich habe es schon so oft gelesen, weil "Der Kuss des Kjer" ein außergewöhnlich packendes Buch für mich ist.

Die Handlung ist spannend, dramatisch, leidenschaftlich, lustig und magisch. Egal wie oft ich es auch lesen mag, ich kann es nicht aus den Händen legen und bin jedes Mal ein klein wenig enttäuscht, wenn es dann endet.

Lijanas ist eine talentierte Heilerin des Volks der Nivard. Sie ist temperamentvoll, dickköpfig aber auch führsorglich und verständnisvoll. Ebenfalls besitzt sie eine Gabe, die sie sehr wertvoll macht. Lijanas ist alles was eine starke Heldin so besonders macht.

Mordan ist ein Kriegsherr der Kjer, der sogar von seines gleichen gefürchtet wird. Er hat mehr überlebt und überwunden, als sich ein Krieger vorstellen kann. Dadurch ist sein Herz kalt und hart geworden. Lijanas und er kämpfen zuerst heftig gegeneinander an. Je mehr sie erleben, desto mehr entsteht ein Verständnis der beiden füreinander und sie entwickeln zärtliche Gefühle.

Am meisten mochte ich an dem Buch, dass die Gefühle der beiden sich so authentisch aufbauen. Lynn Raven hat es geschafft keine 08/15 Entführer-Opfer Geschichte zu schreiben, die von toxischen Gefühlen übergeht, sondern „Der Kuss des Kjer“ behandelt eine tatsächlich gesunde Liebesgeschichte, die auf Vertrauen und gegenseitigen Eingeständnissen beruht. Im Laufe der Geschichte entwickelt man sich mit den Hauptprotagonisten weiter und schließt sie mehr und mehr in sein Herz.

Die Nebencharaktere sind detailliert beschrieben und vor allem die fünf Krieger, die zu Mordans Gefolge gehören, habe ich geliebt.

Die Handlung ist rasant und spannend. Als Leser ist man die ganze Zeit über nur atemlos, weil ein unglaubliches Ereignis dem anderen folgt. Bis zum Schluss hat das Buch einem fest im Griff.

Irgendwie ist es schade, dass es nur ein Einzelband ist, denn ich würde so gerne mehr von dieser Welt lesen, die Lynn Raven bei „Der Kuss des Kjer“ erschaffen hat. Absolute Leseempfehlung!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Eine Liebesgeschichte mit Mut zu normalen Bindungen ohne toxisches Drama

Your Smile - Wie ein Strahlen in der Dunkelheit
0

Das Cover mit den verschwommenen Wasserfarben gefällt mir ganz gut, obwohl ich eine Abbildung der Skyline von Seoul passender gefunden hätte, was auch besser zum Inhalt gepasst hätte. So ist das Cover ...

Das Cover mit den verschwommenen Wasserfarben gefällt mir ganz gut, obwohl ich eine Abbildung der Skyline von Seoul passender gefunden hätte, was auch besser zum Inhalt gepasst hätte. So ist das Cover einfach hübsch anzusehen, ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.


Cheryl Kingstons Schreibstil ist gefühlvoll und detailliert. Sie versteht es die richtige Mischung zwischen Dialogen und Beschreibungen des Umfelds zu finden.


Die Handlung spielt im wunderschönen Seoul und das Hauptthema ist die aufkeimende Beziehung zwischen Riley und Park Jae-Joon, welcher ein anstrebender DJ und Reality-Show-Schauspieler ist. Stark wird auf die koreanische Kultur und vor allem auf das Leben als angehender Star in Korea (Vertragsrichtlinien und Konsequenzen bei Verstoße) eingegangen. Am Anfang findet man auch ein Glossar mit den wichtigsten koreanischen Begriffen, die im Buch vorkommen. Mich hat das Buch total gefesselt, weil man so viele kulturelle Unterschiede kennenlernt. Manchmal war ich richtig schockiert, wie gefangen die koreanischen Stars tatsächlich sind, da die Verträge kein Privatleben zulassen und wie fanatisch die Fans sein können.


Da es sich hierbei um eine Liebesgeschichte handelt, gibt es natürlich nicht viele Wendungen und auch keinen Spannungsaufbau. Im Vordergrund stehen die sich entwickelnden Gefühle zwischen Riley und Jae-Joon. Ich fand es sehr süß, wie sich ihre Gefühle füreinander entwickeln. Die Geschichte wird aus den Blickwinkel von Riley und Jae-Joon erzählt, was sehr hilfreich war die beiden besser kennenzulernen und zu verstehen.


Die Nebencharaktere sind gut beschrieben, jedoch wäre etwas mehr Tiefgang wünschenswert gewesen, da einige Geschichten von den Nebencharakteren zwar angeschnitten aber nicht aufgeklärt worden sind.


Riley ist ein liebenswürdiger, aufgeschlossener und strebsamer Mensch. Sie ist zwar am Anfang sehr unsicher und weiß nicht, ob sie Jae-Joon vollkommen vertrauen kann aber je näher sie sich kommen, desto mehr öffnet sie ihr Herz für ihn.


Jae-Joon ist so extrem fürsorglich, zärtlich, ehrgeizig und selbstbewusst. Er hat immer Rileys Wohlergehen im Sinn und nie würde er etwas über ihrem Kopf entscheiden. Riley und Jae-Joon stellen die Beziehung zueinander auf eine Ebene und keiner gibt/nimmt mehr als der andere.


Die Dynamik zwischen den Zweien war voller sexueller Spannung, wie auch total süß, sodass ich jede Leseminute genossen habe. Noch dazu würde ich sehr gerne mehr Bücher lesen, die Südkorea thematisieren, da ich die Kultur sehr faszinierend finde.


Dies ist ein Buch für jeden der eine liebevolle, sexy und gleichgestellte Beziehungsgeschichte sucht, die sich ohne künstliches Drama entwickelt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

Ein großartiger Fanatasyroman, den jeder mal gelesen haben sollte

Das wandelnde Schloss
0

Zuerst einmal möchte ich über dieses wunderschöne Cover sprechen. Ich bin so froh, dass sich der KNAUR Verlag dazu entschlossen hat dem Buch einen neuen Anstrich zu verpassen. Das Cover ist mystisch, gleichzeitig ...

Zuerst einmal möchte ich über dieses wunderschöne Cover sprechen. Ich bin so froh, dass sich der KNAUR Verlag dazu entschlossen hat dem Buch einen neuen Anstrich zu verpassen. Das Cover ist mystisch, gleichzeitig farbenfroh und drückt eine Welt voller Zauber aus. Der Zeichenstil ist wunderschön und das Cover ist dadurch unglaublich ansprechend und passt zeitgleich perfekt zum Inhalt.

Inhaltlich sollte erwähnt werden, dass die Handlung des Buchs anders ist als die des Films von Studio Ghibli. Für mich sind das Buch und der Film durch die maßgeblichen Unterschiede in der Handlung und der Protagonisten nicht vergleichbar, aber beide Medien haben ihren eigenen Charme.

Das Buch wurde im Jahr 1986 veröffentlich. Für mich war es daher klar, dass man dem Schreibstil gegenüber aufgeschlossen sein sollte, da er natürlich nicht mit den heutigen Standards verglichen werden kann. Bei einigen Rezensionen konnte ich herauslesen, dass viele meinten, dass man etwas Zeit braucht um in die Geschichte hinein zu kommen, da der Schreibstil eine gewisse Distanz wahrt. Ich habe mich also darauf eingestellt. Ich war dann aber ganz überrascht, als ich von der ersten Seite an ohne Mühe in die Geschichte eintauchen konnte. Zum Vergleich: Bei den Büchern von Jane Austin habe ich wirklich etwas gebraucht um mich an den Schreibstil zu gewöhnen um die Geschichten dann genießen zu können. Das war bei „Das wandelnde Schloss“ wirklich nicht der Fall. So speziell ist der Schreibstil nicht. Es stimmt, dass eine gewisse Distanz gewahrt wird, bei welchem man die Charaktere nicht so gut kennenlernt bzw. auch nicht so leicht durchschaut, wie es heutzutage der Fall ist. Ich habe das genossen, weil es einen frischen Wind in meinem Lesemonat gebracht hat. Ich werde daher Band 2 und Band 3 der Howl-Saga definitiv kaufen!

Negativ ist mir nur aufgefallen, dass bei der Übersetzung ein paar Fehler unterlaufen sind (Wörter kamen doppelt vor, Tippfehler).

Sophie ist die älteste von drei Kindern und denkt daher, dass sie – egal was sie auch tut - zum Scheitern verurteilt ist, daher handelt sie ohne zuerst über die Konsequenzen nachzudenken. Sophie ist neugierig und stur, hat aber ihr Herz am rechten Fleck. Sie liebt ihre Familie über alles und hat ihr Wohlergehen über ihr eigenes gestellt, aber durch den Fluch der Hexe ist sie gezwungen ihren eigenen Weg abseits der Familie zu gehen um sich selbst zu finden.

Howl ist ein eitler Kerl, der sich gerne herumtreibt und alles Mögliche versucht um gut auszusehen. In ihm steckt aber eine Person, die sich stark nach Liebe sehnt und das wiederrum beeinflusst sein Handeln.

Calcifer ist sarkastisch und auch ein klein wenig hinterhältig. Ich fand ihn toll, denn er hat gut in die Dynamik des Haushalts des wandelnden Schlosses gepasst. Er und Howl haben eine innige Freundschaft, auch wenn diese auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.

Auch die anderen Nebencharaktere wurden authentisch beschrieben. Die Handlung möchte ich nicht näher beschreiben, da in der Inhaltsangabe alles steht, was man wissen sollte.

Ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der sowohl Fantasyromane als auch Klassiker mag.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere