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Patricia_Wolkenspringerin

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.02.2021

Pass auf was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen

Das Reich der Schatten, Band 1: Her Wish So Dark
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Das Cover
Es passt nicht nur wunderschön zur „One True Queen“-Reihe (die Geschichte spielt in der selben Welt, aber man kann es unabhängig davon lesen), sondern es fängt das Aussehen und den Kampfgeist ...

Das Cover
Es passt nicht nur wunderschön zur „One True Queen“-Reihe (die Geschichte spielt in der selben Welt, aber man kann es unabhängig davon lesen), sondern es fängt das Aussehen und den Kampfgeist der Protagonistin perfekt ein. Es ist düster, magisch und total anziehend. Das Buch ist ein perfekter Blickfang, der sich wirklich im Bücherregal sehen lassen kann.

Der Schreibstil
Wie man es als treuer Leser von Jennifer Benkau gewöhnt ist, ist der Schreibstil total packend, authentisch und gefühlvoll. Die Stimmungen der Protagonisten und die Gefahren der Welt werden einprägsam und einfallsreich beschrieben.

Die Charaktere
Laire, Desmond und Alaric stehen im Mittelpunkt der Handlung und diese wird aus ihren Blickwinkeln abwechselnd beschrieben.
Laire ist tapfer, mutig und klug. Sie denkt nach bevor sie handelt und ihre Freunde bedeuten für sie die Welt. Zusätzlich ist Laire bereit die Verantwortung für ihr Handeln zu tragen. Sie ist immer für andere da, jedoch kann ihre Hilfsbereitschaft Laire auch zum Verhängnis werden, da sie eine Spur zu naiv ist.
Desmond war mir weniger sympathisch, da der Großteil seiner Gedanken nur von ihm handelt und er für mich etwas unnahbar und kalt war.
Alaric war von allen Charakteren mein absoluter Liebling. Er leidet nicht nur an seiner tragischen Vergangenheit, er versucht ständig das Beste aus den schwierigsten Lebenslagen herauszuholen und er setzt auch sein Leben regelmäßig dafür aufs Spiel. Noch dazu lässt er seinen Mitmenschen nicht wissen, wie sehr er unter seinem eigenen Schmerz leidet. Alaric ist es gewöhnt eine gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Alaric ist mutig und ein willensstarker Charakter, der mich mit seinen frechen Sprüchen oft zum Lachen bringen konnte.
Jero und Vika – die zwei Freunde von Laire – sind sympathisch, geheimnisvoll und charakterstark. Ich habe beide in mein Herz geschlossen, wie auch die anderen Nebencharaktere.

Die Handlung
Der Spannungsbogen wird kontinuierlich gespannt und die Handlung nimmt langsam aber stetig an Fahrt auf. Teilweise hatte ich das Gefühl, dass die Reise ins Schattenreich etwas unnötig in die Länge gezogen worden ist, da manchmal Textpassagen vorkamen, die wirklich langatmig und in sich wiederholend waren. Dafür hätten dem Schlussteil ein wenig mehr Seiten nicht geschadet. Ich war sehr überrumpelt, wie schnell die Autorin den Schluss abgewickelt hat. Ich muss ebenfalls gestehen, dass ich mit dem Ereignis am Schluss recht unzufrieden zurückgelassen worden bin. Ich kann leider nicht genauer darauf eingehen, da dies sonst ein Spoiler wäre.
Immer wieder kommen im Laufe der Handlung Fragen auf, die teilweise beantwortet und teilweise unbeantwortet gelassen werden. Oft tappt man als Leser daher im Dunkeln. Dies machte die Handlung aber für mich noch viel interessanter. Umso gespannter warte ich dafür jetzt auf den zweiten Teil!

Das Fazit
Ich kann dieses Buch wirklich jedem empfehlen – sowohl den treuen Jennifer Benkau Lesern, als auch potenziell neue. Mir persönlich hat es sogar besser gefallen als One True Queen, da mich die Charaktere mehr überzeugen konnten und die Handlung emotionaler und nicht so konfus war.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Ein Roman, der leider wenig Eindruck macht

Das Einmaleins des Glücks
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Das Cover
Das Cover ist bei weitem das Highlight dieses Buchs. Es ist wunderschön und stimmungsvoll. Mich hat es wirklich sehr angesprochen, jedoch vermittelt es einen komplett falschen Eindruck vom Buch. ...

Das Cover
Das Cover ist bei weitem das Highlight dieses Buchs. Es ist wunderschön und stimmungsvoll. Mich hat es wirklich sehr angesprochen, jedoch vermittelt es einen komplett falschen Eindruck vom Buch. Ich hatte wirklich völlig andere Erwartungen und war schlussendlich umso mehr vom tatsächlichen Inhalt enttäuscht.

Der Schreibstil
Katherine Collette Schreibstil ist auf den Punkt gebracht und authentisch. Die Seiten sind nur so dahin geflogen, daher war das Buch schnell beendet. Die Autorin verzichtet auf jegliche Ausschweifungen und sie erzählt die Handlung in kurzen Sätzen, die trotzdem nicht simpel sind.

Die Charaktere
Germaine ist die Protagonistin und die Handlung wird nur aus ihrem Blickwinkel erzählt. Sie ist ein sehr rationaler Mensch, die sich selbst alles mit Hilfe von Zahlen erklärt. Ein wenig hat sie mich an Sheldon von The Big Bang Theorie erinnert. Germaine hält sich ausnahmslos für die Größte, zeitgleich empfindet sie sehr wenig Empathie oder Verständnis für andere. Germaine lebt total in ihrer eigenen Welt. Sie kann sich nicht wirklich gut ausdrücken und es ist ihr auch egal, wie sie auf andere Mitmenschen wirkt. Es ist nicht so, dass sie arrogant ist, es ist eher so, dass sie von einem starken sozialen und emotionalen Defizit geprägt ist. Ich konnte mich gar nicht in sie hinein versetzen und habe überhaupt nicht mit ihr mitfühlen können, weil sie mir einfach zu emotionslos war. Zum Ende hin hat sich das minimal gebessert, aber sie ist kein Charakter, der mir in Erinnerung bleiben wird.
Auch alle anderen Nebencharaktere sind eindimensional und flach. Leider bin ich mit keinem warm geworden, da alles gefühllos beschrieben wird.

Die Handlung
Schon von der ersten Seite an wird man regelrecht in die Handlung hinein geworfen. Ich musste mir am Anfang selbst zusammen reimen, wer der jeweilige Charakter sein könnte und in welchem Verhältnis dieser zu Germaine steht. Vieles wird nicht explizit gesagt, sondern nur angedeutet, wobei ich mich dann oft selbst während der Handlung gefragt habe, ob ich die Andeutungen jetzt richtig verstanden habe, oder nicht.
Die Handlung ist recht ereignislos und unspektakulär. Es gibt weder einen Spannungsbogen, noch ein Ereignis zu welchem ich hin gefiebert hätte.

Das Fazit
Mich konnten leider die Handlung und die Charaktere nicht überzeugen. Auch der Sinn für Humor in diesem Buch war nicht meines. Nur aufgrund des wirklich guten Schreibstils der Autorin habe ich das Buch nicht abgebrochen, sondern es bis zum Ende gelesen. Ich vergebe zwei Sterne weil mir das Cover so gut gefällt, der Schreibstil gut ist und ich die Idee der Autorin kreativ finde, auch wenn leider die Umsetzung nicht geklappt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.02.2021

Hautnah, mitreißend und dramatisch

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Das Cover
Ich finde das Cover außergewöhnlich. Die Blumen und die Vögel in Orange mit dem satten dunkelblauen Hintergrund sind nicht nur wunderschön, sondern sie veranlassen mich jedes Mal dazu das Cover ...

Das Cover
Ich finde das Cover außergewöhnlich. Die Blumen und die Vögel in Orange mit dem satten dunkelblauen Hintergrund sind nicht nur wunderschön, sondern sie veranlassen mich jedes Mal dazu das Cover genauer anzusehen. Es erinnert sehr stark an ein Gemälde und passt daher perfekt zum Buch. Genauso malerisch, wie das Coverbild, ist meiner Meinung nach auch der Titel des Buchs.

Der Schreibstil
Vom Schreibstil war ich ehrlich gesagt sehr überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass Alena Schröder so bildlich und mitreißend schreibt. Ich war nach nur 20 Seiten im Buch gefangen und ich wollte unbedingt mehr über die vier Frauen erfahren. Was mir bei weitem am besten gefallen hat, war, dass die Handlung durch den Schreibstil so authentisch und lebensecht rüber gekommen ist. Ich bin mir vorgekommen, wie als ob ich einer Freundin zuhören würde, die von ihrer tragischen Familiengeschichte und den Frauen, die diese geprägt hat, erzählt. Auch emotional konnte mich die Autorin wirklich treffen.

Die Charaktere
Wie bereits aus dem Klappentext lesbar geht es um vier Frauen, die aus verschiedenen Generationen ein und derselben Familie abstammen.
Die Geschichte wird aus den Blickwinkeln von Hannah, Evelyn, Senta und Trude erzählt. Jeder dieser Frauen hat mit ihrem Leben und den Erwartungen der in ihren Lebensjahren momentan aktuellen Gesellschaft zu kämpfen. Am meisten mochte ich Senta und Hannah, da ich mich mit diesen beiden am ehesten identifizieren konnte.
Die vier Frauen sind überaus faszinierende Charaktere, die Stück für Stück immer mehr von sich preisgeben. Ihre Leben haben mich auch wirklich sehr lange nicht los gelassen und gleichzeitig musste ich selbst über mein Leben und meine Entscheidungen nachdenken.

Die Handlung
Ich möchte hier nicht zu viel sagen, da jeder das Buch für sich selbst erleben sollte.
Die Gegenwart wird von Hannah erzählt, die durch Zufall erfährt, dass sie mit Juden verwandt ist und ihr Kunstwerke gehören, die jedoch von Nazis gestohlen wurden und daher schwer auffindbar sind. Im Zuge ihrer Recherche stößt sie auf Senta, die Mutter ihrer Oma Evelyn. Als sie Evelyn auf die Familiengeschichte ansprechen möchte, blockt diese total ab, was den Leser neugierig macht zu erfahren wieso.
Jede der vier Frauen erlebt unterschiedliche Hürden im Leben, die sie versuchen auf ihre Art und Weise so gut es geht zu überwinden. Durch Senta lernt man die Auswirkungen des 2. Weltkriegs auf die jüdische Bevölkerungsschicht besser kennen. Dieser Teil war für mich am schmerzhaftesten, da das Leid, die Angst und die plötzliche Diskriminierung so wahrheitsgetreu beschrieben worden ist.
Mit Hannah lernt man die Lebensfragen des 21. Jahrhunderts kennen, die sich wohl jede/r von uns immer wieder stellt. Die Handlung ist wirklich facettenreich und spannend.

Das Fazit
Ich hätte nicht gedacht, dass mich jemals eine Familiengeschichte so mitreißen würde, wie diese. Ich habe mitgelitten, mitgefiebert und musste unwillkürlich über mein eigenes Leben nachdenken. Die Geschichte ist unglaublich realitätstreu, schmerzhaft und gefühlvoll. Ich kann dieses Buch wirklich nur empfehlen!

Das beste Zitat
„Was sollte sie denen heute sagen, außer: Schau mich an, ich war genau wie du, keinen Plan von gar nichts, keine Idee von meiner Zukunft oder was mir Spaß machen könnte oder wo meine Stärken liegen. Keine Idee von mir selbst, außer dass ich gern lese, also studiert man halt Germanistik und dann noch Soziologie und Ethnologie im Nebenfach, weil man die Patschuli-getränkte Luft so mag und mal einen Salsakurs gemacht hat und glaubt, das habe irgendetwas miteinander zu tun. Und klar, das tut nicht weh, das machen viele, und du hoffst, dass irgendwann die große Idee kommt, was du mit deinem Leben eigentlich anfangen möchtest. Aber meistens kommt die eben nicht und dann studiert man, so lange es geht, und mogelt sich so durch und fängt dann an zu promovieren und plötzlich ist man nicht mehr neunzehn, sondern siebenundzwanzig und hat immer noch keine Idee.“ Buch Seite 48

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

Sexy, gefühlvoll aber ausbaufähig!

Ein Cowboy zum Anbeißen
4

Das Cover
Ich denke mir wird hier jeder zustimmen, wenn ich schreibe, dass das ein wirklich sehr sexy Cover ist. Vom ersten Moment an war ich hin und weg. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich immer ...

Das Cover
Ich denke mir wird hier jeder zustimmen, wenn ich schreibe, dass das ein wirklich sehr sexy Cover ist. Vom ersten Moment an war ich hin und weg. Während ich das Buch gelesen habe, hatte ich immer wieder diesen gutaussehenden Mann vom Cover vor Augen. Gleichzeitig weiß man bei so einem Buchcover sofort, was die Leser bei der Handlung erwarten können.

Der Schreibstil
Der Schreibstil von Joya Ryan hat mir richtig gut gefallen. Sie bringt alles gut auf den Punkt und es kommt zu keinen beschreibenden Ausschweifungen. Nach nur wenigen Seiten war ich gut im Buch angekommen und ich habe es dann tatsächlich innerhalb eines Tages ausgelesen, da es sich so flüssig gelesen hat.

Die Charaktere
Charlotte ist ein richtiges Citygirl, die es gewohnt ist nur für sich selbst da zu sein und auf sich aufzupassen. Sie ist taff und lustig. Zeitgleich ist sie sehr verunsichert was Männer und Beziehungen angeht und daher nicht auf der Suche nach etwas festem.
Tripp hingegen ist ein Rancher durch und durch. In seiner Dorfgemeinschaft ist er bekannt und das nicht nur weil er so gut aussieht, sondern da er auch ein echter Gentleman ist. Wenn Hilfe benötigt wird, dann ist er sofort zur Stelle und tut alles um den- oder diejenigen tatkräftig zu unterstützen. Er ist ein ehrlicher Mensch, der es nicht leiden kann, wenn man unehrlich ist. Zeitgleich hat er ein massives Vertrauens- und Frauenproblem, seitdem die Mutter seiner Tochter ihn und Gracie verlassen hat.
Gracie ist Tripps Tochter und sein ganzer Stolz. Gracie steht bei Tripp an erster Stelle und er liebt sie über alles. Sie ist ein gut erzogenes und sehr süßes Kind, welches man als Leser sofort in sein Herz schließen musste.
Bo und Cash sind die besten Freunde von Tripp und beide haben mir am besten von allen Nebencharakteren gefallen. Sie waren geheimnisvoll, interessant und facettenreich.

Die Handlung
Die Handlung beginnt gleich mit der Begegnung von Charlotte und Tripp, dabei wurden beide noch rasch grob dem Leser vorgestellt. Die Handlung dreht sich dann anschließend wirklich nur um die Gefühle zwischen Tripp und Charlotte. Die Chemie zwischen den beiden ist sehr sexy und gefühlvoll. Ich habe jeden Lesemoment mit ihnen genossen.
Im Laufe der Handlung tauchen immer wieder knappe Hintergrundinformationen über die beiden auf, die bis zum Schluss nie aufgeklärt werden. Und das ist mein massivster Kritikpunkt: Nichts wird von der Vergangenheit aufgedeckt. Man erfährt somit keine Details über die Charaktere. Alles bleibt grob angesprochen und oberflächlich. Die Tiefgründigkeit im Buch fehlt mir komplett, was wirklich schade ist. Ich weiß nicht, ob die Autorin einfach vergessen hat gewisse Details wieder aufzugreifen, oder ob sie diese nicht als wichtig eingestuft hat.
Ein zusätzlicher Kritikpunkt ist, dass interessante und packende Andeutungen auf Bo und Cash im Laufe der Geschichte gemacht worden sind, die dem Leser zeigen, dass es sich bei dem Buch eigentlich um den Start einer Reihe handeln sollte. Umso enttäuschender ist es, dass die geplanten Folgebänder nie von der Autorin aufgegriffen worden sind. Daher wird man als Leser auch bei Bo und Cash die offen gebliebenen Fragen nie beantwortet wissen.

Das Fazit
Ich habe wirklich sehr lange überlegt, wie ich dieses Buch bewerten sollte, denn einerseits war es ein romantisches Lesevergnügen, andererseits gab es inhaltlich wichtige Kritikpunkte, die ich nicht ignorieren kann. Leider kann ich dem Buch nicht mehr als 3 Sterne geben. Trotzdem sollte jeder für sich entscheiden, ob man charakterliche Tiefgründigkeit in einem Liebesroman sucht oder eben nicht.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
  • Cover
Veröffentlicht am 17.01.2021

Die Passion eines wahren Schneiders

Ein Kleid aus Seide und Sternen (Ein Kleid aus Seide und Sternen 1)
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Das Cover
Ich bin wirklich froh, dass sich immer mehr Verlage trauen kreativer und mutiger zu werden im Hinblick auf die Covergestaltung. Dieses Cover ist ein wahres Juwel unter den Covers. Ich habe es ...

Das Cover
Ich bin wirklich froh, dass sich immer mehr Verlage trauen kreativer und mutiger zu werden im Hinblick auf die Covergestaltung. Dieses Cover ist ein wahres Juwel unter den Covers. Ich habe es bereits des Öfteren einfach so in die Hand genommen um es zu betrachten. Dieses Kleid ist ein wahrer Traum und gleichzeitig vermittelt es eine Art Magie, welches dem Kleid Leben einhaucht. Die glitzernden Elemente begeistern zusätzlich. Durch den dunklen Hintergrund sticht das Kleid noch viel mehr heraus. Einfach WOW und ein großer Applaus an die Illustratoren!

Der Schreibstil
Elizabeth Lims Schreibstil ist angenehm, charmant und bildlich. Jeder Charakter und jede örtliche Begebenheit ist eindrücklich und besonders beschrieben. Ich konnte gar nicht genug davon bekommen und am liebsten wollte ich noch viel mehr über die Welt erfahren, die Elizabeth Lim mit diesem Buch erschaffen hat.

Die Charaktere
Die Handlung wird aus der Sicht von Maia Tamarin erzählt, die sich am kaiserlichen Palast als Junge verkleidet um der neue Schneider des Kaisers zu werden. Dabei erlebt der Leser hautnah die charakterlichen Entwicklungen von Maia von einer unsicheren und eingeschüchterten Heldin zu einer mutigen und überaus starken Frau mit. Maia war mir ungemein sympathisch, denn sie selbst erkennt am Anfang gar nicht was sie ausmacht und besonders macht. Gleichzeitig bürgt sie sich alle Lasten auf um ihre Familie glücklich und zufrieden zu machen. Trotz der herben familiären Verluste verliert sie nie den Mut und bleibt sich selbst treu. Die Beschreibung ihres Talents im Umgang mit Nadel und Faden war unglaublich mitreißend. Ich selbst wurde während des Lesens von so einer kreativen Lust gepackt, dass ich selbst direkt wieder mit dem Häkeln begonnen habe. Maias Liebe zum Schneidern reißt einfach total mit und macht zeitgleich richtig gute Laune.
Der Magier Edan ist so viel mehr als er auf den ersten Blick zu erkennen gibt. Bis zur Hälfte des Buchs tappt man als Leser bei ihm total im Dunkeln, aber seine Gefühle für Maia sind gefühlvoll, intensiv und authentisch. Je mehr ich von ihm und seiner Geschichte kennengelernt habe, desto stärker habe ich ihn im mein Herz geschlossen.
Am kaiserlichen Hof treten sowohl Intrigen, politische Machtspiele, als auch treue Seelen auf, die den Leser noch viel mehr in die Geschichte hinein ziehen.
Die Nebencharaktere sind interessant beschrieben und als Leser möchte man noch viel mehr von diesen erfahren, aber der Hauptfokus der Handlung liegt definitiv auf Maia und Edan.

Die Handlung
Der Handlungsrahmen umschließt einmal das Geheimnis von Maia und ihr Versuch die beste Schneiderin im ganzen Reich zu werden und das obwohl es ihr als Frau nicht gestattet ist. Die Bedrohung entdeckt zu werden hängt konstant warnend über Maia. Zum anderen werden die politischen Konflikte des Reichs und der überaus zerbrechliche Waffenstilstand zwischen dem Kaiser und seinem Feind angesprochen. Als Leser erfährt man immer nur Bruchstücke über den Grund des Kriegs, sodass man nach einer gewissen Zeit immer mehr erfahren möchte um die ganze Situation besser verstehen zu können. Ich hätte nie gedacht, dass das Buch so mysteriös und geheimnisvoll ist, wie es dann tatsächlich war. Da Maia nicht wirklich etwas von der Magie wissen möchte, erfährt man auch hier als Leser nie genug darüber. Der Spannungsbogen steigt langsam aber intensiv an. Ich kann den zweiten Teil gar nicht mehr abwarten um alle Geheimnisse des Reichs zu erfahren!

Das Fazit
Ein außergewöhnliches und gefühlsstarkes Buch mit einer dynamischen und einfühlsamen Geschichte, die mich einige Tage danach noch immer nicht los gelassen hat. Ich kann das Buch jeden empfehlen, der neben einer geheimnisvollen und magischen Handlung auch nach einer Liebesgeschichte sucht, die märchenhaft und zeitgleich feurig ist.

Das beste Zitat
Ich drückte den Brief an mein Herz. „Flieg mit dem Wind“, flüsterte ich. „Werde nicht der Drache, der niemals fliegt."
- Buch Seite 160

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