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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2026

Nette Geschichte mit Verwechslung

Die ungewollte Braut des Viscounts
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In Ihrer zweiten Saison hat Kate sich vorgenommen unbedingt einen Mann zu finden und zu heiraten. Als ihr auf einem Ball ein sympathisch wirkender Mann auffällt, möchte sie ihn kennenlernen. Dadurch bringt ...

In Ihrer zweiten Saison hat Kate sich vorgenommen unbedingt einen Mann zu finden und zu heiraten. Als ihr auf einem Ball ein sympathisch wirkender Mann auffällt, möchte sie ihn kennenlernen. Dadurch bringt sie sich in eine fatale Situation. Es handelt sich, wie sich später herausstellt um einen Viscount. Um ihre Ehre zu retten macht er ihr am nächsten Tag einen Heiratsantrag. Kate bittet um etwas Bedenkzeit, weil sie den Viscount erst einmal kennenlernen möchte. Nach einigen Verabredungen nimmt sie den Heiratsantrag schließlich an, ohne zu ahnen wen sie wirklich heiratet …
Die Handlung war vorhersehbar und die Protagonisten waren weitgehendst sympathisch. Neben den beiden Hauptfiguren sind die Nebenfiguren sehr blass geblieben. Der Pfarrer und seine Ehefrau hätte man sich in der Geschichte sparen können. Sie passen nicht in die Geschichte …, sind völlig weltfremd.
Das Cover passt gut zur Geschichte und zu den Vorgänger-Romanen.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und der Schreibstil war locker und leicht zu lesen. Jedoch vermisste ich auch bei diesem Band die geschwollene / gestelzte Sprache, die zu der Zeit und den Kreisen der Gesellschaft üblich war. Auch passten manche Handlungen nicht zu der Zeit, wie z. B. Die Untersuchungen des Arztes während Kates Schwangerschaft. In dieser Zeit hätte es sicher eine Hebamme übernommen, Kate während ihrer Schwangerschaft und der Geburt des Babys zu begleiten. Die vielen Übersetzungsfehler störten den Lesefluss.
Trotz der Schwächen fühlte ich mich gut unterhalten und empfehle den Roman als leichte Lektüre weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.12.2025

Langatmige Geschichte ohne weihnachtlichen Tiefgang

Good Spirits
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Nolan Callahan ist ein Geist vergangener Weihnacht. Seine Aufgabe besteht darin, in der Weihnachtszeit Menschen aufzusuchen und ihre Fehler aufzudecken. Es soll dazu dienen bessere Menschen aus ihnen zu ...

Nolan Callahan ist ein Geist vergangener Weihnacht. Seine Aufgabe besteht darin, in der Weihnachtszeit Menschen aufzusuchen und ihre Fehler aufzudecken. Es soll dazu dienen bessere Menschen aus ihnen zu machen. Dieses Jahr ist es Harriet York. Doch bei Harriet läßt sich nichts aufdecken. Sie versucht immer so zu sein, wie andere Menschen es von ihr erwarten und führt ihren Antiquitätenladen mit viel Einsatz. Harriet und Nolan haben bis zum Weihnachtsabend Zeit das Problem zu lösen. Mit Reisen in ihre Vergangenheit suchen sie nach Erklärungen. Doch so sehr sie dem Geheimnis auch auf die Spur kommen möchten, es lässt sich nicht finden ...
Der Klappentext und die Idee zu der Geschichte hat mir gut gefallen. Leider entpuppte sich die Geschichte als reine Liebesgeschichte mit vielen Liebesszenen. Weihnachten und die Adventszeit gibt es in der Geschichte nur am Rande. Auch andere Protagonisten der Geschichte bleiben unscheinbar und sehr blass. In der Geschichte stehen Harriet und Nolan sehr stark im Fokus. Die Geschichte hatte keine Tiefe, dafür aber umso mehr Längen und es plätscherte vor sich hin. Das Ende hat mich dann nochmal mehr mit vielen Fragen zurückgelassen. Aus der Idee hätte man sicher mehr machen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2025

Liebe lässt sich nicht planen

Mayfair Ladys - Drei Junggesellen für Lady Beatrice
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Beatrice ist 27 Jahre alt und schon einige Jahre auf dem Heiratsmarkt. Aufgrund einer Narbe, die sie sich bei einem Unfall zugezogen hat, ist sie entstellt. Da die heiratsfähigen Herren in der Regel nur ...

Beatrice ist 27 Jahre alt und schon einige Jahre auf dem Heiratsmarkt. Aufgrund einer Narbe, die sie sich bei einem Unfall zugezogen hat, ist sie entstellt. Da die heiratsfähigen Herren in der Regel nur auf das Äußere sehen, scheint es für Beatrice unmöglich zu sein je einen Ehemann zu bekommen. Sie ist jedoch von ihrem Vater abgesichert und kann ihr Leben selbst finanzieren. Unter anderem hat sie schon einige Ehen im Bekanntenkreis arrangiert, nur selbst bleibt sie dabei immer im Hintergrund.
Lady Bayne macht sich Sorgen um ihre Söhne Walter, Hugh und Francis. Alle drei sind auch schon im fortgeschrittenen Alter und nicht verheiratet. Sie hört davon, dass Beatrice im Vermitteln von Ehen gut ist. So beschließt sie Beatrice zu fragen, ob diese nicht etwas nachhelfen könnte, um ihren Söhnen zu einer Ehefrau zu verhelfen.
Beatrice lernt die drei Herren kennen und kann in kurzer Zeit erkennen, welche Frauen wohl zu Walter und Hugh passen könnten. Aus Francis wird sie jedoch nicht schlau. Er hält sich zurück und lässt sich vom Typ her nicht einordnen. Seine Persönlichkeit bleibt für Beatrice im dunkeln. Wird sie für ihn je ein Frau finden ...
Der Roman hat mir gefallen. Ich war sofort, von Anfang an, mitten in der Geschichte. Das Cover fand ich sehr gut gelungen. Die Protagonisten waren authentisch dargestellt, sie waren rundherum sympathisch.
Der Schreibstil ist leicht, flüssig und mit einer Portion Humor garniert.
Die Geschichte kam ohne Bösewichte aus, was mir gut gefiel. Auch die Liebesszene von Beatrice und Francis gefiel mir, da sie nicht zur Sexszene ausgeschmückt wurde.
Der Roman hat mich gut unterhalten. Er entsprach voll und ganz meinen Erwartungen.
Mit Spannung erwarte ich nun den nächsten Band der Geschichte. Vielleicht trifft man dort Beatrice und Francis wieder.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 21.09.2025

Vernunftehe in den besseren Kreisen

Die büchersüchtige Braut des Earls
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Andrew, der Earl of Longley hat den größten Teil seines Vermögens verloren. Er hat sich selbst nicht um seine Finanzen gekümmert, und so konnte es dazu kommen, dass sein Verwalter ihn um hohe Summen betrogen ...

Andrew, der Earl of Longley hat den größten Teil seines Vermögens verloren. Er hat sich selbst nicht um seine Finanzen gekümmert, und so konnte es dazu kommen, dass sein Verwalter ihn um hohe Summen betrogen hat und damit verschwunden ist. Um seinen Lebensstandard, und auch den seiner Mutter und Schwester, zu halten, sieht er nur den einen Ausweg: Er muss eine Frau mit einer hohen Mitgift ehelichen. Dabei stößt er bei einem Ball auf Miss Amelia Hart. Sie hat den Ruf eines Mauerblümchens und ist nicht gerade außerordentlich hübsch, aber würde eine hohe Mitgift erhalten. Amelia liest gerne Bücher und verfasst auch selbst gerne Geschichten und Texte, was ihrer Mutter sehr mißfällt. Das läßt sie Amelia auch bei jeder Möglichkeit spüren. Außerdem bestimmt die Mutter Amelias Leben auch in anderen Dingen stark. Von ihrem Vater bekommt sie keine Unterstützung, da er ihrer Mutter in jeder Hinsicht verfallen ist und er Auseinandersetzungen gerne aus dem Weg geht. Als Andrew um Amelia wirbt sieht sie die Chance ihrer dominanten Mutter zu entkommen und stimmt einer Vernunftehe zu. Doch wie das Leben manchmal so spielt, kommt am Ende alles anders als man denkt …
Die Protagonisten waren weitgehendst sympathisch, haben sich jedoch nur schleichend und wenig weiterentwickelt.
Die Verfolgung des Verwalters wurde ab einem bestimmten Moment gar nicht mehr erwähnt. Die Idee hinter der Geschichte ist schön, aber es fehlte ihr an Tiefgang und Weiterentwicklung. Die Liebesszenen waren dafür umso detaillierter beschrieben.
Ich vermisste die geschwollene / gestelzte Sprache, die zu der Zeit und den Kreisen der Gesellschaft üblich war.
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht und der Schreibstil war locker und leicht zu lesen. Das Cover passte zu der Geschichte.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Authentisch beschriebene Geschichte

Schlehengrund
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1950: Die vertriebenen Familien aus Wollseifen haben überwiegend in den umliegenden Orten ein neues zu Hause gefunden. Albert Lintermann findet in Embken einen Bauernhof, der ihm sofort zusagt. Die Entscheidung ...

1950: Die vertriebenen Familien aus Wollseifen haben überwiegend in den umliegenden Orten ein neues zu Hause gefunden. Albert Lintermann findet in Embken einen Bauernhof, der ihm sofort zusagt. Die Entscheidung des Kaufes möchte er keinesfalls über den Kopf seiner Schwiegertochter hinweg treffen, denn sie soll den Hof eines Tages zusammen mit ihrem Ehemann Karl übernehmen und führen. Nachdem auch Johanna von dem Projekt begeistert ist, packen alle gemeinsam an um das Haus wohnlich zu gestalten und den Hof zu bewirtschaften. Johanna strengt sich ganz besonders an und beschäftigt sich intensiv mit der Landwirtschaft. Als ihr Mann Karl dann aus dem Krieg zurückkehrt will er sein Leben zurück und die Entscheidungen auf dem Hof alleine treffen. Für die selbstbewusste und tatkräftige Johanna brechen ihre Träume zusammen. Sie fühlt sich ausgeschlossen und alleine gelassen.
Die Familie wächst und die ältere Generation stirbt nach und nach. Man spürt den sozialen Wandel und den wirtschaftlichen Aufschwung.
Durch die Tagebucheinträge von Emil Schlösser werden kulturelle und geschichtliche Ereignisse in die jeweils aktuelle Zeit gut eingebaut.
Die Geschichte ist authentisch und emotional geschrieben. Der Schreibstil ist flüssig. Das Cover passt gut zu der Geschichte.

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