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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.03.2024

Ganz nett

Loreley - Die Frau am Fluss
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Am Anfang war ich wirklich begeistert von dem Buch. Es wird ein Mysterium um Julie (die Protagonistin) geschaffen, was schon mit einem super spannenden und geheimnisvollen Prolog losgeht. Ich habe durch ...

Am Anfang war ich wirklich begeistert von dem Buch. Es wird ein Mysterium um Julie (die Protagonistin) geschaffen, was schon mit einem super spannenden und geheimnisvollen Prolog losgeht. Ich habe durch den Prolog richtig Lust bekommen, den Roman zu lesen und bin anfangs nur so durch die Seiten geflogen. Leider ebbte dieser Übermut ab ungefähr der Mitte ziemlich ab und die letzten Seiten habe ich nicht mehr mit so ganz viel Interesse gelesen. Vor allem das Ende war für mich ein großes Problem.

Rollen wir das Pferd mal von hinten auf: Das Ende hinterlässt viel zu viele Fragen. Ja, es gibt offene Enden und auch Enden, die Fragen offen lassen, aber dieses Ende hat mich wirklich unzufrieden zurückgelassen. Warum? Weil quasi keine einzige Frage, die im Laufe des Buches aufkam, beantwortet wurde. Es wurden sehr viele Dinge angerissen und keine einzige davon wurde zufriedenstellend beantwortet. Die meisten wurde nur angerissen und Antworten lediglich angedeutet.

Die Figuren bleiben recht statisch. Julie wird komplett auf ihr Äußeres reduziert und dabei bleibt es auch so ziemlich. Sie versucht ein etwas moderneres Denken an den Tag zu legen, doch sind ihre Handlungen entweder völlig überstürzt und überdramatisiert oder sie passen einfach überhaupt nicht zu ihren Charakterbeschreibungen zuvor.

Aber nicht nur Julie, auch andere Charaktere handeln teilweise seltsam und für den Leser völlig unnachvollziehbar,

Die Handlung schwappt so ein bisschen vor sich hin, sehr spannend ist sie eigentlich nie.

Was mir sehr gut gefallen hat, waren die Beschreibungen des Rheins und die historischen Hintergründe. Ich habe den Rhein und die Landschaft wirklich vor mir gesehen und hatte große Lust ihn zu besuchen (zum Glück wohne ich nah am Rhein :))

Leider kann ich dem Buch nicht mehr als drei Sterne geben. Der Schreibstil war zwar flüssig und man konnte das Buch sehr gut lesen, doch bleiben mir die Figuren und auch die Handlung zu oberflächlich und nicht nachvollziehbar.

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Veröffentlicht am 31.03.2024

Starke Charaktere

Malnata
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Ich habe das Buch auf einer längeren Zugfahrt in einem Rutsch durchgelesen. Ich war regelrecht gefangen von der Handlung und von den Charakteren, ich wurde in den Bann des Buches gezogen. Als ich dann ...

Ich habe das Buch auf einer längeren Zugfahrt in einem Rutsch durchgelesen. Ich war regelrecht gefangen von der Handlung und von den Charakteren, ich wurde in den Bann des Buches gezogen. Als ich dann eine Weile über die Geschehnisse und die Figuren nachgedacht habe, sind mir doch ein paar Dinge aufgefallen, weswegen ich 4 statt 5 Sterne vergebe.

Die Figuren sind zwar sehr stark, doch manchmal wirken sie etwas plakativ und zu einseitig. Sie verändern sich wenig bis gar nicht bis zum Ende des Buches und das ist etwas schade. Dennoch gefielen mir die beiden Protagonistinnen sehr gut, sie sind konträr aufgebaut und haben ihre Eigenheiten, was ich super fand. Dennoch wirken die Nebenfiguren wie in eine Schublade gesteckt, aus der sie nicht mehr hinausgehen.

Die Handlung war interessant und zeigt das faschistische Italien. Man bekommt beim Lesen einige Einblicke der damaligen Zeit und ich war des Öfteren geschockt und konnte ganz oft nur den Kopf schütteln und war froh, dass wir heutzutage in einer anderen Zeit leben (auch wenn wir andere Probleme haben). Der Fokus lag jedoch weniger auf der Handlung und dem historischen Hintergrund als auf eben den beiden Protagonistinnen, was an manchen Stellen etwas schade war, da ich mir dort mehr gewünscht hätte.

Dennoch hat mich das Buch gefangen und bewegt. Ich habe es regelrecht verschlungen und auch wenn es hie und da Kleinigkeiten gibt, die nicht perfekt waren, habe ich das Buch sehr gerne gelesen und kann es definitiv weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 26.03.2024

Leider immer das gleiche

Iron Flame – Flammengeküsst
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Ich fand den ersten Teil richtig cool und wollte dementsprechend unbedingt den zweiten Teil lesen. Leider muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht wurde.

Die Handlung wird sehr in die Länge gezogen, ...

Ich fand den ersten Teil richtig cool und wollte dementsprechend unbedingt den zweiten Teil lesen. Leider muss ich sagen, dass ich etwas enttäuscht wurde.

Die Handlung wird sehr in die Länge gezogen, ich habe zum Schluss bestimmt 100 Seiten übersprungen und nur das Ende gelesen und ich habe einfach nichts verpasst. Violet ging mir das ganze Buch über nur noch auf die Nerven, ihre super konstruierte Dramatik und Streitereien mit Xaden, einfach nur anstrengend und nervig. Sie benimmt sich wirklich wie ein Teenager in der krassesten Pubertät, dabei ist sie dafür schon viel zu alt. Klar, immer noch jung, aber nicht für ihre super dramatischen Auftritte.

Ihr ganzes Handeln ist widersprüchlich, sie verlangt von Xaden Dinge, die sie selber nicht einhält. Nerv.

Bei diesem ganzen Drama gerät die eigentliche Handlung völlig in den Hintergrund, was schade ist, da es ziemlich zur Sache geht. Schade, aber deswegen 3,5 Sterne.,

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Veröffentlicht am 23.03.2024

Ein Meisterwerk

Trophäe
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Wow. Das erste Wort, was mir zu diesem Buch einfällt. Dicht gefolgt von heftig, krass und Wahnsinn.

Das Buch an sich ist relativ kurz mit knapp 250 Seiten, aber diese Seiten haben es definitiv in sich. ...

Wow. Das erste Wort, was mir zu diesem Buch einfällt. Dicht gefolgt von heftig, krass und Wahnsinn.

Das Buch an sich ist relativ kurz mit knapp 250 Seiten, aber diese Seiten haben es definitiv in sich. Die Handlung als solche ist nicht komplex, aber alles, was damit zu tun hat, damit zusammenhängt ist mehr als komplex.

Hunter (der Protagonist) liebt die Wildjagd in Afrika und scheut keine Kosten und Mühen, um sich eine Trophäe zu schießen und seiner Frau zu schenken.

Man erfährt immens viel über die Wildjagdkultur und ich war extrem geschockt. Viele Dinge sind makaber, schockieren und widerlich. Während des Lesens habe ich sehr oft den Kopf geschüttelt: vor Unverständnis, aber auch Ekel.

Das Buch enthält sehr viel Dichte, es ist super spannend und man möchte es überhaupt nicht mehr zur Seite legen. Der Autorin ist ein wahres Meisterstück gelungen, ich habe jede Zeile dieses Buches in mich hineingesogen und genossen. Die Geschichte hat mich sehr nachdenklich zurückgelassen und es ist auf jeden Fall kein Buch, das man mal so eben nebenbei liest.

Für mich persönlich steht die Handlung im Vordergrund und weniger die einzelnen Figuren, die wahrscheinlich eher Typen sind und stellvertretend für Gruppen stehen. Dennoch sind sie vielschichtig und zeigen verschiedene Einblicke in verschiedene Kulturen.

Ich möchte nicht spoilern, aber das Ende hat es noch einmal in sich,

Ich finde keine Worte um zu beschreiben wie gut mir das Buch gefallen hat. Ich fand es von der ersten bis zur letzten Seite spannend, die Erzählweise atemberaubend und insgesamt ist es für mich einfach ein grandioses Meisterwerk.

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Veröffentlicht am 06.03.2024

Mal etwas anderes

Das Mädchen mit dem Porzellangesicht
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Der Inhalt hat mir sehr gut gefallen. Es geht mal um etwas anderes, KI spielt eine große Rolle, aber nicht so angsteinflößend wie man vielleicht vermuten mag. Wenn man es genau nimmt, waren meine Lieblingscharaktere ...

Der Inhalt hat mir sehr gut gefallen. Es geht mal um etwas anderes, KI spielt eine große Rolle, aber nicht so angsteinflößend wie man vielleicht vermuten mag. Wenn man es genau nimmt, waren meine Lieblingscharaktere keine Menschen. Mir ist manchmal beim Lesen wirklich das Herz aufgegangen und musste total lächeln, weil ich es so schön fand.

Und genauso gibt es im Kontrast dazu so viele Grausamkeiten. Oft musste ich echt schlucken, vor Unverständnis den Kopf schütteln und Miyo (die Protagonistin) tat mir einfach nur wahnsinnig leid. Es ist so krass, was ihr widerfährt und eindrücklich dies auch geschildert wurde.

Nur leider wurde nicht alles so eindrücklich geschildert. An manchen Stellen wirkt das Buch wie eine Rohfassung, wie ein Entwurf, der noch nicht zu Ende geschrieben wurde. Manche Dinge werden - für mich - nur unzureichend erklärt und bleiben zu offen und einfach so dahingestellt. Das fand ich sehr schade, da für mich dadurch einige Ungereimtheiten entstanden, die nicht aufgeklärt wurden und mich unbefriedigt zurückgelassen haben.

Das Ende war zwar sehr schön und die Auflösung empfand ich auch als sehr logisch, aber zwischendurch fehlten mir tiefere und detailliertere Erklärungen und auch Emotionen. Deswegen gebe ich dem Buch 3,5 Sterne. Ich denke, dass 200 Seiten mehr der Geschichte gut getan hätten und das noch viel mehr hätte herausgeholt werden können.

Dennoch hat das Lesen Spaß gemacht und ich würde es dennoch empfehlen.

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