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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.11.2016

Lesbar- Hat aber seine Schwachpunkte

Hardwired - verführt
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3,5 Sternchen

Das Buch:
Ich liebe das Cover des Buches. Es sah ja schon auf den Bildern online toll aus, aber live ist es noch viel schöner. Die Bilder im Internet können das Glänzen gar nicht richtig ...

3,5 Sternchen

Das Buch:
Ich liebe das Cover des Buches. Es sah ja schon auf den Bildern online toll aus, aber live ist es noch viel schöner. Die Bilder im Internet können das Glänzen gar nicht richtig wiedergeben. Auf jeden Fall kann ich es kaum erwarten alle 5 Teile (Ja, es sind 5, auch, wenn der Verlag momentan nur 4 bewirbt) zu besitzen. Im Regal sieht die komplette Serie bestimmt toll aus :)

Inhalt:
Collegeabsolventin Erica Hathaway ist ehrgeizig und verfolgt ihren Traum und ihre Ziele konsequent. Schon während des Studiums gründet sie ihre eigene Firma, die sich auf Mode spezialisiert und ausschließlich online präsent ist, und lässt ihr Privatleben dabei auf der Strecke. Jetzt fehlt ihr nur noch das Geld, um ihre Firma bekannter und erfolgreicher werden zu lassen. Ein Investor soll da Abhilfe schaffen und so kommt es, wie es kommen muss. Erica stellt ihr Unternehmen einer kleinen Gruppe Geschäftsmänner/Investoren vor. Wird sie es schaffen einen Investor an Board zu ziehen?

Blake Landon ist erfolgreich, gut aussehend, reich und doch mysteriös und geheimnisvoll. Er nimmt sich, was er will. Er liebt es zu kontrollieren und zu dominieren. Als er Erica erst zufällig begegnet und sie dann kurze Zeit später wieder sieht, während sie ihm und den anderen versucht eine Investition in ihre Firma schmackhaft zu machen, kann er nicht den Blick von ihr lassen. Dass sich beide zueinander angezogen fühlen ist unbestreitbar, und doch muss Blake um Erica kämpfen, die sich jedes Mal zurückzieht und vor ihm flüchtet, sobald die Anziehungskraft und sexuelle Spannung ihr zu viel wird. Wird es Blake schaffen Erica für sich zu gewinnen?

Wird Erica sich auf Blake einlassen können? Wird Blake sich öffnen können? Werden beide eine Zukunft haben? Werden ihre Geheimnisse und ihre Vergangenheit sie einholen und eine potentielle Beziehung schon von Anfang an zunichtemachen?

Ich verrate nichts :P


Fazit (ohne Spoiler):
Kann man lesen. Ist jetzt zwar nichts besonderes (meiner Meinung nach durchschnittlich gut) und etwas langatmig, aber das Buch hat mich irgendwie gefesselt (warum auch immer-habe ehrlich keine Ahnung) und ich habe es in einem Rutsch durchgelesen. Bin gespannt, wie die anderen Teile sind.

......

Fazit (Spoiler):
Meiner Meinung nach war die Leseprobe und der Anfang vielversprechend. Deshalb bin ich etwas enttäuscht, dass es nicht so weiter ging. Es gab keinen richtigen Handlungsstrang, keine Spannung. Alles war vorhersehbar. Die Szenen wechselten sich dann nur noch ab: Vertragen sich, streiten sich, haben Sex (nicht unbedingt in dieser Reihenfolge). Zu Beginn fand ich es ja noch toll, dass die beiden sich auf Trab hielten, weil Erica immer vor ihm geflüchtet ist, er sie aber nicht aufgeben wollte. Aber mit der Zeit wurde es etwas langweilig. Immer dieses hin und her. Als Mode-Designerin fand ich den Aspekt mit der Firma und der Website toll. Aber irgendwie wurde auch das nicht weiter verfolgt. Sie hat einen Investor- fertig. Arbeitet mal kurz hier und da- fertig. Das Hauptmerkmal bestand ganz klar auf der Beziehung der beiden Hauptprotagonisten und auf Sex. Etwas merkwürdig fand ich, dass Erica davon sprach verliebt in Blake zu sein, ohne ihn zu kennen. Über Blake hat man erst am Ende etwas mehr erfahren. Zuvor war er einfach, wie soll ich sagen?- Charakterlos? Man hat ihn nur als Millionär (oder Milliardär?) und Sexobjekt kennengelernt und sich in jemanden nur aufgrund der Anziehungskraft und der sexuellen Spannung zu verlieben ist in meinen Augen etwas dumm. Ich fand es schwierig zu beiden Protagonisten eine Beziehung aufzubauen. Sie waren beide irgendwie verschlossen und so richtig das "Gefühl" von Liebe zwischen den Charakteren, kam auch nicht rüber. Während Erica zudem wie eine Erwachsene rüberkam, wenn sie über ihre Firma sprach, so benahm sie sich, wie ein Teenager, wenn es um Blake ging. In dem Buch wurde zudem von Wochen gesprochen, die für mich aber eher wie Tage rüber kamen und habe mich dann gefragt, ob ich vielleicht etwas verpasst habe? Sind die Protagonisten sich in den Tagen, die nicht beschrieben wurden, näher gekommen, weshalb ich ihre Beziehung und Liebe nicht ganz nachvollziehen konnte? Abgesehen davon fand ich diese Wiederholungen nervig: seine muskulöse Brust, sein muskulöser Körper, seine muskelumspannte Haut, Muskelbla hier Muskelbla dort. Die Sexszenen waren zu Beginn auch "nett", aber die waren eigentlich bis zum Ende hin dann auch immer gleich /ähnlich. Ich hoffe, dass in den nächsten Teilen etwas mehr Spannung und Abwechslung reinkommt. Das Buch war natürlich nicht schlecht. Wie ich schon erwähnt hatte, hatte es irgendetwas an sich, das mich gefesselt und zum Weiterlesen animiert hat. Ich kann nur nicht sagen, was der Grund dafür ist. Früher oder später werde ich das Buch nochmal lesen. Vielleicht wirkt es beim 2. Mal anders auf mich. Mal sehen. Jedenfalls werde ich die Folgeteile auch lesen :)

Veröffentlicht am 19.04.2018

Zeit zu lesen

Wie man die Zeit anhält
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Irgendwie ist -Wie man die Zeit anhält- ein Buch, das man nochmal lesen will, um es nochmal besser zu verstehen und vielleicht noch einmal Dinge zu entdecken, die man vielleicht verpasst bzw. überlesen ...

Irgendwie ist -Wie man die Zeit anhält- ein Buch, das man nochmal lesen will, um es nochmal besser zu verstehen und vielleicht noch einmal Dinge zu entdecken, die man vielleicht verpasst bzw. überlesen hat. Denn das Buch war voll von Infos, Menschen, Geschichte, Szenerien, etc., was es, zumindest bei mir, unmöglich machte, alles zu verinnerlichen.

Geschrieben ist das Buch aus der Sicht von Tom, der im Jahre 1581 geboren wurde, aber heute noch auf Erden wandelt. Eigentlich ist Tom auch nur der Spitzname seines 2. Vornamens, aber der Leser wird ihn hauptsächlich unter diesem Namen kennen und seine, über die Jahre angehäuften, Aliase lediglich nebenbei erfahren.

Die Erzählperspektive zieht sich durch das komplette Buch. Dabei reist der Leser durch die Zeit, da Tom sowohl aus seiner Gegenwart berichtet, als auch in Erinnerungen schwelgt, die bei ihm durch alles Mögliche ausgelöst werden können. Die Zeiten wechseln sich demnach ab und sind auch in einer unbestimmten Reihenfolge wiedergegeben. Es ist beinahe schon wie ein Tagebuch, nur, dass eben nicht Tage, sondern diverse Jahrzehnte/ Epochen im Mittelpunkt stehen.

Das Buch handelt sich hauptsächlich um Tom, sein Leben, seine Erfahrungen und Erinnerungen. Es geht darum, wie er mit seiner besonderen Situation versucht umzugehen und wie er sich durch das Leben kämpft. Es zeigt, wie Tom durch die Zeit wandelt auf der Suche nach sich selbst, nach dem Sinn des Lebens und der einen Person, die sein Herz besitzt, aber dessen Schicksal ihm unbekannt ist. Jene Person ist die, die seinen Lebenswillen noch erhält. Nach all der Zeit, dem Leid und seinem gebrochenen Herzen, scheint er depressiv, einsam, teilweise verzweifelt, unnahbar und nachdenklich. Denn mit diesem "Gen" zu Leben, mit der Gewissheit Jahrhunderte vorbeiziehen zu sehen, Veränderungen mitzumachen und geliebte Menschen und Freunde zu verlassen oder zu verlieren- das ist Segen und Fluch zugleich. Und bevor er sich all dem aussetzt und gegebenenfalls Menschen oder sich selbst in Gefahr bringt, schottet er sich lieber ab.

Im Verlauf der Geschichte, wird dann eine Organisation auf ihn aufmerksam und "rekrutiert" ihn, was sein Leben zumindest für eine Weile zu vereinfachen scheint. Dennoch hat dies auch einen Haken und nicht alles läuft legal ab. Es gibt Geheimnisse die gewahrt werden müssen und so manch einer, der diesem auf die Spur kommt könnte sich dadurch in Gefahr begeben. Wenn dann also Tom versucht ein neues Leben in London zu beginnen und dort auf seine Kollegin Camille trifft, fängt er an weiter alles in Frage zu stellen und zum 1. Mal seit Jahrhunderten keimt etwas in ihm auf, was ihn nicht nur Angst macht, sondern auch ein schlechtes Gewissen bereitet, ihn verunsichert und innerlich zermürbt und zerreißt. Kann die Zeit alte Wunden heilen? Was ist, wenn nicht alles so scheint, wie es ist?

Vieles in dem Buch hat die -Zeit- im Vordergrund. Was bedeutet Zeit? Welchen Einfluss hat sie? Wie wirkt sie sich aus? Was geschieht in ihr? Etc. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. All das spielt eine Rolle.

Ich muss deutlich machen, dass Tom kein Zeitenwandler ist- also nicht durch die Zeit reist. Zumindest tut er es nicht körperlich, sondern nur durch seine Erinnerungen. Er lebt tatsächlich Tag für Tag, Woche für Woche, Jahr für Jahr,..., Jahrhundert zu Jahrhundert. Aktuell ist er über 400 Jahre alt. Äußerlich wirkt er aber wie ein Mann mittleren Alters.

Sprachlich hat mir das Buch wirklich gut gefallen. Dazu gehe ich gleich mehr im Fazit ein.


Aufgeteilt ist das Buch in 5 Teile, die aber alle gleich aufgebaut sind und demnach von Zeit zu Zeit, von Gegenwart in die Vergangenheit und zurück springt.

Fazit:
Wie auch schon -Ich und die Menschen- , hat mich dieses Werk von Matt Haig begeistert. Es gab zwar ein paar Dinge, die mich gestört haben (Dazu gleich mehr), aber größtenteils hat mir das Buch gefallen.

Matt Haig hat so eine besondere Gabe, wie ich finde, die Wörter so aneinander zu reihen und sie so zu komponieren, dass sie wunderschön und teils poetisch klingen und den Leser einfach in seinen Bann zieht. Besonders in den ersten Teilen des Buches dachte ich öfters: "Wow. Das klingt toll/schön". Die Wortwahl ist einfach klasse, meiner Meinung nach. Und mehr als 1x regte mich das geschriebene zum Nachdenken und zum reflektieren an.

Die kleinen Gedichte zwischendrin- Hach....

Die jeweiligen Zeiten/ Epochen wirkten auf mich sehr gut recherchiert. Sofern ich das jedenfalls beurteilen kann. Überprüft oder nachgelesen habe ich davon jetzt nichts.

Mit dem Protagonisten konnte ich mich sofort anfreunden. Trotz des Faktes, dass Tom nicht "normal" war, wirkte das Buch bzw. die Geschichte und die Protagonisten echt auf mich. Sie waren einfach menschlich.

Von den Meisten Nebenprotagonisten hat man meist nur kurz etwas mitbekommen. So richtig warm wurde ich mit Rose nicht, aber ihre kämpferische Art gefiel mir.

Das Thema Zeit fand ich sehr spannend, aber auch recht komplex- genauso wie der Einbau von all den Infos zu den jeweiligen Zeiten, von denen Tom erzählte. Ich mag Geschichte, hatte sowohl Geschichtsunterricht, als auch Kostümgeschichte, Kunstgeschichte, Designgeschichte und Textilkunde (Was auch ein wenig Geschichte innehat) und konnte dennoch Dinge erfahren, die ich noch nicht kannte. Dass Tom Geschichtslehrer war und eben mit seinen Erfahrungen unterrichten konnte, machte ihn sympathisch, da er mich eine meine Dozentin erinnerte, die selber mit ihren eigenen Erfahrungen und Bildern (Sie reist sehr viel) den Stoff an uns vermittelte. Dennoch muss ich sagen, dass ich irgendwann auch den Kopf so leicht abschalten musste. Es gab einfach zu viele Infos, zu viel Geschichte. Es zog sich durch das ganze Buch, was nicht komplett negativ zu betrachten ist, aber mir fehlte etwas wesentliches. Emotionen und Zwischenmenschliches.

Dass Matt Haig Shakespeare und Co (ein paar berühmte und bekannte Menschen der Geschichte) mit eingebaut hat fand ich klasse. Auch, dass die Geschichte größtenteils in London stattfand (Ich war selber erst vor fast 2 Monaten dort und konnte mir so einiges gut bildlich vorstellen).

Hin und wieder gab es Momente, die mich schmunzeln ließen. Aber auch Momente, die mich innehalten ließen und nachdenklich stimmten.

Generell sollte man keine Lovestory erwarten, denn das ist sie nicht. Der Klappentext ist diesbezüglich irreführend. Natürlich kommt Liebe auch vor, aber im Falle von Tom gibt es diese in 3 Formen - Liebe der Mutter, Liebe der Frau- Liebe des Kindes. Und jede Form hinterließ seine Spuren bei ihm, die ihn Jahrhunderte lang haben leiden lassen. Das ist, bis Camille auftritt, aber kommt das eher kurz und flüchtig rüber und ist eigentlich kaum erwähnenswert. In diesem Punkte hätte ich mir mehr gewünscht. Weniger Geschichte und dafür mehr Tom und die Liebe. Tom, der glücklich ist/wird. Tom, der zum Leben zurück finden. Tom, der wieder zu sich selbst findet. Einfach mehr Tom von heute.

Persönlich fand ich, dass das Buch leider zum Ende hin schwächer wurde. Die Sache mit Hendrich, Omai und Marion. Es gab so einiges, dass ich irgendwie nicht so ganz nachvollziehen kann.

SPOILER:
Omai -> Hendrich verlangt von Tom ihn aufzusuchen und ihn als Alba zu "rekrutieren". Tom sagte, dass er Omai seit Jahrhunderten nicht gesehen hat. Aber dann kurze Zeit später hat er auf einmal Omais Handynummer. Wenn er diese die ganze Zeit hatte... warum "rekrutiert" er diesen nicht über Handy? Warum fliegt er deshalb extra nach Australien? Macht für mich keinen Sinn.

Hendrich-> Ich frage mich echt, warum Tom eigentlich nichts hinterfragt hat oder warum er nicht alles selber auf dem Grund gegangen ist, nicht nachgeforscht und keine Beweise z.B. für dieses Institut in Berlin, verlangt hat. Tom war, als er Hendrich kennenlernte, schon einige Jahrhunderte alt. Steht in der Blüte seiner Zeit- zumindest äußerlich. Er müsste doch schlau und weise genug sein, um Hendrich nicht alles zu glauben und ihm auch nicht komplett zu vertrauen. Klar war er einsam und hat sich sicher an jeden Strohhalm geklammert, der bedeutet hat, mit seinesgleichen Kontakt zu haben bzw. "Freunde" zu haben, aber ob das ausreicht, das Gehirn komplett abzuschalten- na ich weiß nicht.

Die Szene am Ende fand ich irgendwie unrealistisch und kann den Beweggrund auch nicht verstehen. Zum Ersteren glaube ich, dass jemand, der brennt, nicht noch etliche Meter Seelenruhig laufen kann. Zum Letzteren- Warum tat er das? Wozu zündete er sich selber an? Kann ich nicht nachvollziehen.

Marion-> Ihr komplettes Aussehen mag ja gut und normal sein für die heutige Zeit, aber sie ist nun mittlerweile auch schon einige Jahrhunderte alt und sollte wissen, dass Tattoos usw. nicht einfach so entfernt werden können. Sie würde in der Zukunft (in 1000 Jahren oder einem Jahrhundert) , wenn Tattoos out sind (wer weiß das schon) ein totaler Außenseiter sein. Sie würde die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Leute könnten sie für ein Alien oder sonstwas halten. Während ihr Vater sich also immer versteckt hat, hat sie alle Blicke auf sich gezogen. Hmm...

SPOILER ENDE

Wie bereits erwähnt hätte ich mir etwas mehr Lovestory, Emotionen und Zwischenmenschliches gewünscht. Sicherlich war Tom durch alles, was er durchgemacht und erlebt hat etwas abgehärtet, aber so richtig rüber kam z.B. der Schmerz bei einem Verlust bei mir nicht. Man merkte schon, dass er an der Vergangenheit zu knabbern hatte und einige Erinnerungen ihn plagten, aber irgendwie.... ich weiß auch nicht. Mir hat einfach dieser Funke gefehlt.

Das Ende war soweit Ok.

Im Großen und Ganzen würde ich das Buch empfehlen. Wer ein sprachlich gutes Buch möchte und Geschichte mag, wird an diesem Buch sicher Gefallen finden. Wer gerne zum Nachdenken angeregt wird und hier und da etwas neues entdecken will ebenso. Wer eine reine Liebesgeschichte sucht, könnte am Ende etwas enttäuscht sein.

Auf jeden Fall danke ich dem vorablesen Team für dieses Vorab-Leseexemplar ( Ich hatte meine Pünktchen eingelöst, da ich schon erwartet hatte, dass mir auch dieses Matt Haig Buch zusagen würde. Hehe)

Veröffentlicht am 04.04.2018

Komplett vorhersehbar. Bin enttäuscht

Cold Princess
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1,5 Sterne

Leider hat mir dieses Buch aus vielerlei Gründen nicht zugesagt. Ich liebe das Genre - Dark Romances- und habe schon sehr viele Bücher dieses Genres gelesen. Aber Cold Princess kann das "Dark" ...

1,5 Sterne

Leider hat mir dieses Buch aus vielerlei Gründen nicht zugesagt. Ich liebe das Genre - Dark Romances- und habe schon sehr viele Bücher dieses Genres gelesen. Aber Cold Princess kann das "Dark" kaum für sich beanspruchen.


Die Warnung vorne im Buch- es hat das Buch vielversprechender klingen lassen, als es dann tatsächlich war. Da aber viele Dark Romance Bücher Warnungen haben, habe ich dieser jetzt nicht viel Beachtung beigemessen.

Das Cover des Buches gefällt mir sehr gut. Hätte es noch vereinzelt geglitzert, wäre es perfekt.


Inhalt:
Geschrieben ist das Buch hauptsächlich aus der Sicht der beiden Hauptprotagonisten Saphira und Madox. Zwischendrin bekommt man aber auch vereinzelt noch die Sicht zweier Nebenprotagonisten zu lesen.

Saphira ist die Erbin und das Oberhaupt einer Mafiosi-Familie, die einen Teil Palermos beherrscht. Jeder fürchtet sie und jeder befolgt ihre Befehle. Ihr Wort ist Gesetz. Doch hinter dieser harten Schale verbirgt sich eine traurige Geschichte und die Mauer hinter der sich Saphira, die Eisprinzessin, versteckt, also jene, die sie selber errichtet hat beginnt zu bröckeln, je öfter sie von diesem einen Mann umgeben ist. Ein Mann, den sie nicht näher an sich heran lassen sollte. Ein Mann, der ihre Instinkte und Gefühle in Frage stellt. Ein Mann, der für sie arbeitet. Ein Mann, der ihr gefährlich werden könnte.

Madox ist ein ausgebildeter Auftragskiller, der nach dem Tod seines Vaters wieder zurück nach Palermo reist, um den Mörder seines Vater ausfindig zu machen und um Rache zu üben. Das Problem ist, dass er Saphira für die Mörderin hält. Nachdem er sich erfolgreich in ihre famiglia hineingeschmuggelt und sich zur guardia "hochgearbeitet" hat, ist er seinem Ziel sehr nahe. Aber zuerst will er Beweise. Umso mehr Zeit er mit Saphira verbringt, desto mehr Zweifel keimen in ihm auf. Hinzu kommt noch seine Begierde für sie und die Emotionen und Gefühle, die sich nach und nach entwickeln verwirren ihn nicht nur, sondern scheinen alles noch komplizierter zu machen.

Wird er seinen Plan weiterhin durchziehen können? Wird er die Beweise finden und Saphira zur Verantwortung ziehen? Was ist, wenn alles anders ist, als geglaubt? Welche Geheimnisse verbergen die beiden? Welchen Einfluss hat Guiseppe auf sie? Wird es Saphira möglich sein einen Krieg zwischen den famiglias zu verhindern? Wird die Eisprinzessin ihre kalte Schale tauen lassen? Was passiert, wenn die Wahrheit ans Licht kommt?

Fazit:
Wie bereits erwähnt, hat mir das Buch nicht zugesagt.
Der Schreibstil hat mir nicht sonderlich gefallen. Es war irgendwie trocken, lieblos und langweilig. Die Geschichte plätscherte vor sich hin. Mit den Protagonisten wurde ich erst am Ende minimal warm. Bis dahin waren mir aber alle eher gleichgültig.

Die komplette Geschichte war vorhersehbar. In der Leserunde auf Lovelybooks habe ich in jedem Abschnitt einen Verdacht geäußert und alles ist genauso eingetroffen. Selbst, die Vermutungen, die ich nicht niedergeschrieben habe sind genau so geschehen. Sehr schade.

Das Buch bot keinerlei Spannung. Es war weder düster, noch actionreich. Es gab kaum Mord und Totschlag oder gar Gewalt und das bisschen, was es gab, war kurz erzählt und das noch nicht einmal detailliert. Das Buch bot nichts interessantes und konnte auch nicht schockieren. Und gerade das sollte doch ein Buch über Mafiosos tun. Mafiosos leben davon. Aber Die Geschichte spielte sich leider größtenteils im Gebäude ab. Man hat hauptsächlich gelesen, wie Saphira von einen Raum in den nächsten stolzierte, vor ihrem Schreibtisch saß , aus dem Fenster starrte oder sich in Gedanken darüber beschwerte, dass sie sich nicht mit Madox einlassen dürfe. Nebenbei überlegte sie dann auch, wie sie heraus finden könne, wer ihre Familie umgebracht hat. Ähnlich ging es Madox. Er hat auch nicht viel mehr getan. Auf mich wirkten die Charaktere auch nicht kalt, angsteinflößend, schrecklich oder was weiß ich. Besonders Saphira wirkte auf mich nicht wie ein tougher Mafiaboss. Wäre nicht erwähnt worden, dass es sich um Mafiosos handelt, hätte das auch, bis auf wenige Szenen, ein Buch über ein CEO mit Leibwächtern sein können.

Die Lovestory zwischen Saphira und Madox- naja. Also so richtig geknistert hat es nicht. So kam es jedenfalls bei mir an. Zum Ende hin wurde es aber etwas besser. Generell war der letzte Abschnitt von allen am Besten. Nicht zufriedenstellend, aber die Geschichte hat sich bis dahin etwas gesteigert. Positiv fand ich dann auch, dass man etwas mehr von Saphiras verletzlichen Seite sehen konnte und wie der Druck, alles was geschehen war und auch die Sache mit Madox an ihren Nerven zerrte und auch ihre errichtete Mauer und ihren Eispanzer nach und nach immer mehr zum Bröckeln /Schmelzen brachte.

Was Guiseppe angeht - Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum die Autorin seine Perspektive so früh eingebaut hat bzw. warum sie sie überhaupt eingebaut hat. Sie hat schon früh in der Geschichte alles Preis gegeben und ans Licht kommen lassen. Warum hat die Autorin nicht einfach die Leser, die nicht so analytisch denken und lesen wie ich und nicht vieles vorhersehen können, bis zum Schluss im Dunkeln gelassen? Warum hat sie diese Leser nicht rätseln und alles bis zum Ende hinterfragen lassen? Wäre doch Spannender gewesen, wenn alles erst im Showdown aufgedeckt wird. Diese Form von Buchaufbau kann ich echt nicht nachvollziehen.

Die Erotischen Szenen waren am Anfang eher lachhaft. Am Ende wären sie gut gewesen, wenn der Schreibstil bzw. die Wortwahl sie nicht so zu Nichte gemacht hätte bzw. sie nicht so blass hätte wirken lassen. Irgendwie klang das alles so gestelzt und unnatürlich/ unrealistisch. Die deutsche Sprache ist so schon unsexy, da muss man doch nicht absichtlich noch so schreiben, als würde eine Anstandsdame eine Sexszene kommentieren / beschreiben. Autoren/Editoren/ Verlage sollten dahingehend etwas mehr Mut beweisen. Mich würde es auch nicht stören das ein oder andere Englische Wort zu lesen ( wie z.B. F ... ck, Sh ... t, etc). Einfach mal umhören, wie die Leute tatsächlich sprechen und was die für Wörter nutzen und diese dann gegebenenfalls im Buch einbauen. Die Amis schaffen es ja auch und das obwohl man diese für prüde hält. Sollte also machbar sein, dass deutsche Bücher das irgendwann auch mal hinbekommen.

Es gab einige Ungereimtheiten in diesem Buch. Mich wundert es echt, dass dies weder der Autorin noch der Editorin aufgefallen ist. Scheinbar fällt es aber auch vielen Lesern nicht auf.

SPOILER START:
1) Am Anfang hieß es, dass Saphira sich von Rabia NUR von der Größe und von der Augenfarbe her unterscheidet. Rabia ist groß, hat kurzes blondes Haar und braune Augen. Dementsprechend hätte Saphira auch Blond sein und hätte grüne, blaue oder graue Augen haben müssen. Kurz danach wurde jedoch geschrieben, dass sie dunkelbraune Augen hat. Braun ist Braun. Also unterscheidet sie sich dahingehend eben nicht von Rabia. Später dann im Buch, wenn sie im Club sind, trifft Madox auf dieses Mädel und denkt sich: "Warum muss sie Saphira auch so ähnlich sehen?" (Kein Wortlaut) . Blöd nur, dass gleich daraufhin folgt, dass die Dame dunkle Haare hat. Dadurch widerspricht sich die Aussage , dass sie sich ähnlich sehen, da Saphira ja eigentlich blond ist. Später wurde dann noch ein paar Mal erwähnt, dass Saphira dunkelhaarig ist, was dann wohl bedeutet, dass das wohl schlussendlich auch die Haarfarbe ist auf die sich die Autorin festgelegt hat.

Edit: Offenbar habe ich mir da etwas falsches zusammen gelesen. Keine Ahnung, wie das geschah, aber Nr. 1 fällt dadurch weg. Sorry


2) Früher im Buch wurde erwähnt, dass Guiseppe Madox bei Saphira eingeschleust hat und alles dafür getan hat, damit Madox Saphira tötet. Aber dann beschwert er sich plötzlich, dass sein Neffe zurück gekommen ist und meint, dass er besser in Amerika hätte bleiben sollen? Ist er Schizophren? Widerspricht sich doch total. Ein paar Seiten später erwähnt Maddox auch nochmal genau das- Sein Onkel hat ihn bei Saphira eingeschleust, damit er sie tötet.


Nachtrag zu Nr. 2, um klar zu stellen, warum es für mich widersprüchlich ist (Kann auch überlesen/ausgelassen werden ;) ) :
Mir ist bewusst, dass Madox selbstständig zurückgekehrt ist und Rache nehmen wollte und auch, dass Guiseppe dies sehr gelegen kam. Dennoch ist die Aussage, dass er weniger Probleme gehabt hätte, wenn Madox in Amerika geblieben wäre, meiner Meinung nach Schwachsinn und widerspricht sich. Wenn Madox nicht zurück gekehrt wäre und den Job übernommen hätte, hätte es jemand anderes getan oder Guiseppe hätte Krieg begonnen. Er wollte Saphira tot haben-egal wie. Und Probleme gab es nicht wirklich durch seine Rückkehr. Guiseppe ist der capo- er hätte mit nem Fingerschnippen und unter Drohung mit dem Tod, Madox dazu zwingen können mit dem Plan voranzuschreiten und sie zu töten. Hat er aber nicht. Er hat lieber 2 Jahre zugesehen, wie Madox da nach Beweisen sucht und wurde dann mit der Zeit ungeduldiger, obwohl er ganz genau wusste, dass es keine Beweise und kein Geständnis geben würde. Dass Madox und Saphiras Affäre ihm gegen den Strich ging war klar, aber ein Problem war auch das nicht, weil er hier wiederum dafür hätte sorgen können, dass beide umgebracht werden. Den Versuch hatte er ja auch gestartet. Dass Madox die Wahrheit erfahren würde, wäre nur ein Problem für ihn, wenn er Angst vor Madox gehabt hat und in seiner famiglia als Verräter gegolten hätte. Nichts davon wurde aber im Buch erwähnt. Und jetzt schiebt er die Schuld auf Madox, obwohl er derjenige war, der jahrelang einfach nur zugeguckt und nicht gehandelt hat. Ihn stört einfach nur, dass er Madox nicht im Griff hat und dass dieser nicht nach seiner Nase tanzt. Ihn stört, dass Madox alles hinterfragt, nachforscht und ihn damit in die Ecke treibt. Guiseppe könnte das aber alles ganz schnell beenden. Warum tut er das also nicht? Ich persönlich denke, dass ein machthungriger, kalter, selbstsüchtiger und skrupelloser capo, der über Leichen geht (selbst in der Familie), in Madox und dessen Verhalten keine Probleme sehen sollte, eben weil er diese als capo schnell beseitigen kann. Demnach widerspricht sich einfach die Aussage, dass er weniger Probleme gehabt hätte, wenn Madox nicht zurück gekehrt wäre. Denn nicht Madox und seine Rückkehr machen Probleme, sonder Guiseppe erschafft sich diese, weil er einfach nicht durchgreift. Jeden anderen hätte er sofort ermorden lassen, Madox ließ er aber alles durchgehen und dreht es so, als würde Madox seine Pläne zunichte machen. Zudem hat er zugelassen, dass Madox zurückkehrt. Er hätte es ihm ja auch verbieten können. Demnach sollte es auch heißen: "Warum habe ich ihn nur zurückkehren lassen" und nicht "Warum hatte er nicht in Amerika bleiben können?" Das einzige Problem, das Guiseppe hatte, war mit Saphira. Nicht nur wollte er sie tot sehen, sondern er wollte auch nicht, dass sie erfährt, dass er für den Tod ihrer Familie verantwortlich ist. Denn dann hätte es def. Krieg gegeben. Aber dieses Problem hatte auch nichts mit Madox zu tun, da dieser bis zum Ende, als er den Brief von Damiano las, nichts davon wusste. Deshalb hätte er Saphira ja auch nicht davon berichten können und war für Guiseppe in dieser Hinsicht auch keine Bedrohung. Dadurch ist das für mich widersprüchlich und nicht ganz einleuchtend.

SPOILER ENDE

Bei der Szene, wo Damiano angegriffen wurde, hatte ich mich auch gefragt, warum Madox nicht nachgehakt hat, warum dieser angegriffen wurde, wo und von wen. Mafiosos hätten mit Sicherheit diesem Angriff nachgehen wollen würden und Rache nehmen wollen. Deshalb verstehe ich nicht, warum das so offen gelassen wurde. Auch was Leando betrifft- dessen "Vorfall" wurde auch nicht komplett aufgelöst. Was Damiano betrifft- in den Leseabschnitten in der Leserunde hatte ich bereits erwähnt, weshalb ich denke, warum seine Szenen eingebaut wurden. Hat sich dann auch bestätigt.

Generell haben mir auch Emotionen gefehlt. Klar sind Saphira und Madox äußerlich kalt und unnahbar, dennoch haben sie ja auch Emotionen. Wut, Abscheu, Trauer, Liebe, etc. das alles fühlten sie ja dennoch, nur kam das nur nicht so richtig rüber. Besonders die Szene am Grab hätte etwas emotionsreicher sein können.

Manche Szenen wirkten auf mich auch eher wie flüchtig erzählt und dann abgehakt.

Dass das Buch in einem Cliffhanger enden würde, hatte ich auch erwartet.

Wie bereits erwähnt, war das Buch komplett vorhersehbar. Spannung und interessante Szenen fehlten mir. Teil 2 werde ich dennoch lesen, da ich Serien immer abschließen will und wer weiß- vielleicht überrascht mich Teil 2 ja auch indem es besser ist.

Jedenfalls weiß ich auch, dass viele nur oberflächlich lesen und demnach das Buch auch eher mögen werden. Geschmäcker sind zudem auch verschieden. Für mich persönlich war das Buch jedoch enttäuschend. Und das ist echt schade.

Veröffentlicht am 29.08.2017

Hat mir leider nicht zugesagt

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt
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1,5 Sterne

Also das Buch hätte auch den Titel haben können: "Das langweilige Leben der Bea Weidemann"

Das Buch konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Das Einzig Gute an dem Buch ist das Cover, dessen ...

1,5 Sterne

Also das Buch hätte auch den Titel haben können: "Das langweilige Leben der Bea Weidemann"

Das Buch konnte mich überhaupt nicht überzeugen. Das Einzig Gute an dem Buch ist das Cover, dessen Design und Schriftart wirklich super ist. Die goldenen Punkte erinnern mich an ein paar Kleidungsstücke aus meiner Abschlusskollektion.

Der Schreibstil hat mir überhaupt nicht gefallen. Irgendwie trocken und emotionslos. Manche Passagen animierten mich zum Augen rollen. Einfach...schlecht. Mit den Protagonisten konnte ich mich weder identifizieren noch anfreunden. Ich war einfach nicht in der Lage eine Beziehung zu ihnen aufzubauen, was sicherlich auch daran lag, dass die Autorin ihr Augenmerk auf das drumherum gelegt zu haben schien. Dabei sind gerade Charaktere, deren Persönlichkeit, Beziehung und Gedankengänge besonders wichtig. Es gab keinerlei Entwicklung dieser. Abgesehen davon kam es mir vor, als würde es in diesem Buch nur ums Essen und Auto fahren gehen. Alle paar Seiten wurde beschrieben, was und wie die Charaktere essen ( Kekse, Schokolade, Brötchen, Croissants, usw, Kaum etwas blieb aus) . Ständig gab es Szenen im Auto. Und am Ende wurde nur noch darüber geschrieben, dass Bea andauernd müde ist und einschläft.

Das Buch war, leider, langweilig. Alles war vorhersehbar. Es gab keine Überraschungen. Es ist nichts wirklich passiert. Ich habe einfach nur noch gehofft, dass das Buch endlich zu Ende geht... und wie war ich froh, als ich gemerkt habe, dass am Ende noch eine Leseprobe vorhanden ist und ich das Buch schneller fertig gelesen haben würde, als geglaubt (Leseproben lese ich nicht).

Wie ich schon geschrieben habe, mir fehlten die Emotionen. Die Charaktere waren nervig, und selbst, als es dann dazu ging, dass die sich ihren Gefühlen bewusst wurden, passierte nichts. Ein paar Küsschen, 2x (langweilig, einfach und kurz beschriebene) Sex Szenen und das war´s. Bis zum Ende haben die sich nicht einmal gesagt, dass sie sich lieben. Es gab kein Epilogue. Über die Beziehung der beiden erfährt man also nichts weiter.

Das Buch sehe ich definitiv nicht als Lovestory an. Das Buch, welches aus der Sicht von der weiblichen Protagonistin Bea Weidemann, geschrieben ist, erzählt halt von deren Leben und ihrem Versuch ihr Verlag zu retten.

Es gab einen Moment, bei dem ich schmunzeln musste. Und das ist einem Schreibfehler zu verdanken (Es gab hier einige wenige). Anstelle von Schreibtisch wurde nämlich Schreitisch geschrieben. Die Vorstellung eines Schreitisches hat mich dann doch etwas belustigt.

Die Szene am Ende mit dem Apfelkompott war niedlich. Aber auch nur für 2 Sek.

Also... Im Großen und Ganzen ist es ein Buch, dass ich als Zeitverschwendung ansehe und auch nicht aktiv empfehlen werde oder kann. Geschmäcker sind jedoch verschieden, also sollte jeder schlussendlich selber entscheiden.

Veröffentlicht am 28.08.2017

Besser als Eversea

Deep Blue Eternity
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3,25 Sterne

Ein Buch über Liebe, Leid, Ängste, Zerissenheit und Heilung. Ein Buch über das verstecken und fliehen vom Leben und das suchen und finden von sich selbst. Ein Buch über 2 Personen, denen das ...

3,25 Sterne

Ein Buch über Liebe, Leid, Ängste, Zerissenheit und Heilung. Ein Buch über das verstecken und fliehen vom Leben und das suchen und finden von sich selbst. Ein Buch über 2 Personen, denen das Schicksal übel mitgespielt hat und 2 Personen, die nun versuchen zu leben, lernen und einander zu helfen.

Nach all den Jahren der Qualen, haut Livvy von zu Hause ab. Sie will frei sein von diesem Albtraum und ihrer Familie und geht an den Ort, von dem sie weiß, dass dort niemand sie erwarten und suchen würde- Das Cottage ihrer Grandma. Nur findet sie dort nicht nur das Cottage, sondern auch einen jungen Mann, der das Cottage ebenfalls für sich beansprucht.

Nach diesem einen tragischen Ereignis und dem fehlenden Rückhalt seiner Familie, verschwindet Tom und sucht Zuflucht in dem Cottage, das nun zum Teil auch ihm gehört. Schuldgefühle plagen ihn tagein und tagaus. Als ausgerechnet Livvy auftaucht und er sieht, wie gebrochen sie ist, schwört er sich, alles zu tun, um ihr zu helfen. Das ist er ihr schließlich schuldig.

Zu Beginn versuchen sich beide noch aus dem Weg zu gehen, mit der Zeit werden sie jedoch warm miteinander und Dinge passieren, die beide weder erhofft, noch sich gewünscht
haben. Umso Näher sie sich kommen, desto stärker versucht Tom dagegen anzukämpfen. Denn Livvy weiß nicht, wer er wirklich ist. Livvy weiß nicht, dass er die Person ist, die sie in Wirklichkeit und seit Jahren hasst.

Mit Tom geht es Livvy immer besser. Er ist derjenige, der ihr hilft und sie heilt. Doch kann auch er geheilt werden? Kann er seine Dämonen bekämpfen und beginnen die Vergangenheit zu verarbeiten und sie vergessen?

Warum ist Livvy abgehauen? Welche Rolle spielt ihre Schwester und welche ihr Onkel und ihre Mutter? Warum ist Tom geflüchtet und wer ist er wirklich? Weshalb haben es die bekannten Drogendealer der Insel auf Livvy und Tom abgesehen? Und warum schwebt Livvy auf einmal in Lebensgefahr?

Werden Livvy und Tom in der Lage sein schlussendlich die Vergangenheit ruhen zu lassen? Werden sie von den Geistern und Dämonen befreit werden und heilen? Wird Livvy Tom verzeihen können? Wird es ein Happy End geben?

Viele Fragen, viele Geheimnisse und viel Drama- Lese, entdecke und finde die Antworten in diesem Buch :)


Fazit:

Ehrlich gesagt bin ich etwas unsicher an dieses Buch heran gegangen. Die Eversea Reihe hatte mich nicht ganz überzeugt und dementsprechend wusste ich nicht, ob das Buch nun gut oder enttäuschend sein würde.

Der Schreibstil- naja. In meinen Rezensionen zu Deutschen Büchern schreibe ich immer wieder, dass mir die Übersetzungen nicht gefallen. Das war hier ebenfalls der Fall. Dementsprechend gebe ich nicht Natasha Boyd die Schuld, sondern der Übersetzerin für diesen eher schlechten und platten Schreibstil (Sorry). Einige Stellen waren offenbar auch nicht ordentlich in deutsch formuliert. Manches war unlogisch und etwas verwirrend, was die Handlungsfolge angeht (z.B. Livvy hat in Toms Bett geschlafen in Shirt und Slip und am Morgen hatte sie auf einmal ne Jeans an?).

Die Charaktere waren soweit gut ausgearbeitet. Ich konnte deren Hintergrund, Gedankenweise und Beweggründe nachvollziehen.

Livvy und Tom- Wie sie litten und die Entwicklung beider war gut. Besonders bei Tom konnte ich merken, wie zerrissen er war und wie er sich quälte. Wie er versuchte gegen seine Gefühle anzukämpfen, Bei ihm war es ein regelmäßiger Kampf von Kopf gegen Herz.

Die Nebencharaktere waren ebenfalls sympathisch. Big Joe (Ich glaube er hieß so) und JJ waren toll. Am Wochenende habe ich Disneys "Küss den Frosch" im TV gesehen. Big Joe erinnerte mich an das/den Krokodil/Alligator, was die Sprachweise anging. Ich hatte die Stimme von ihm die ganze Zeit im Kopf, wenn er "geredet" hat :) Pete war auch toll und eine richtige Vaterfigur.

Ich mochte die Erklärung vom Titel- Deep Blue Eternity- und den Handlungsort der Geschichte.

Originell war die Story jetzt nicht. Ich habe bestimmt schon ein paar Mal eine ähnliche gelesen oder gesehen. Aber gestört hat es mich nicht allzu sehr.

Das Thema - Vergewaltigung und dessen emotionale, psychische Folgen-...Hmm. Es ist immer gut dieses Thema anzusprechen und zu bearbeiten. Hier jedoch wurde es nur Ansatzweise angegangen.

Generell war es ein gutes Buch. Ich mochte es auf jeden Fall eher, als die Eversea Reihe. Dennoch bin ich mit dem Ende nicht zufrieden. Für mich war es so abrupt und hat immer noch Fragen hinterlassen. Einen richtigen Epilog gab es ebenfalls nicht, was ich sehr schade finde. Man will ja wissen, wie es mit den Charakteren weiter geht :/ Ich, persönlich, möchte einen richtigen Abschluss.
Fragen die offen blieben: Was ist danach passiert? Was geschah mit Livvys Mutter und ihrem Onkel? Was war mit Pete? Lebten Livvy und Tom weiterhin im Cottage? Hat Livvy ihren Abschluss gemacht? usw. usw.

Ich weiß nicht, ob es einen Folgeband geben wird oder eine kleine Novella oder so, aber wie ich schon erwähnte- mit dem Ende bin ich nicht Happy...

Auch, wenn das Buch 2 kleine (und im Grunde genommen harmlose) Sexszenen hatte, würde ich es dennoch als Jugendbuch bezeichnen und es Teenager ab 15 empfehlen.

Im Großen und Ganzen ist es ein gutes Buch für Zwischendurch :)