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Veröffentlicht am 01.03.2021

Geeignet für alles und jeden :)

Seif dich ein, sagt das Schwein
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Diese Rezi werde ich diesmal etwas kurz halten, weil das Buch selber eben auch eher kurz gehalten ist, was ich aber nicht negativ auslege.

Das Buch selber ist sehr stabil und gut aufgebaut. Die Seiten ...

Diese Rezi werde ich diesmal etwas kurz halten, weil das Buch selber eben auch eher kurz gehalten ist, was ich aber nicht negativ auslege.

Das Buch selber ist sehr stabil und gut aufgebaut. Die Seiten sind dick und für kleine Grabbel-Finger demnach optimal. Gerade Babys und Kleinkinder können sich so nicht verletzen und sich an dünnen Seiten schneiden. Das Thema passt zum Titel und zieht sich komplett durch. Ich mag, dass die komplette Routine nacheinander darin aufgezeigt wird- Vom Zähne- putzen, über das Waschen und das Kämmen der Haare- und den Zwergen schon von Anfang an beibringt, wie eine gute Hygiene aussieht. Die Illustrationen dazu passen perfekt und sind niedlich. Der Text zur jeweiligen Szene ist kurz und verständlich. Weiterhin finde ich die abwechslungsreichen Farben, inkl. Symbole, die jede Szene aufweist, toll. Schließlich spricht es, meiner Meinung nach, auch wenn ich kein Profi bin in diesem Gebiet, entsprechende Reize an und lässt so auch noch mehr entdecken und die Beobachtungsgabe trainieren. Dass Tiere genutzt und Elemente spielerisch umgesetzt wurden (z.B. Pfütze= Spiegel), finde ich entzückend. Besonders auch, weil die Tiere immer zu zweit gezeigt werden- 1x Erwachsener, 1x Kind. Dass dabei keinerlei Rollenbilder oder Geschlechterspezifische Merkmale genutzt wurden, ist perfekt, meiner Ansicht nach. So kann die jeweilige Figur immer für diejenigen stehen, die gerade das Buch lesen. Sei es Mutter, Vater, Onkel, Tante, Schwester, Bruder, Tochter, Sohn, Oma, Opa oder wer auch immer. Es ist somit für alle gemacht.

Fazit: Im Großen und Ganzen ein tolles Buch für die Kleinen. Es macht Spaß, ist lehrreich und mit Sicherheit auch förderlich. Ich kann es nur empfehlen. Es geht nicht anders ;)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.02.2021

Super Kombi aus niedlich und lehrreich

Rabatz in Wabe 13
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Buch:
Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt, die nacheinander weg gelesen werden müssen. Jedes Kapitel steht für jeden Lebenstag der Made –vom Schlüpfen bis es zur Biene wird. Im Anschluss gibt ...

Buch:
Das Buch ist in mehreren Kapiteln unterteilt, die nacheinander weg gelesen werden müssen. Jedes Kapitel steht für jeden Lebenstag der Made –vom Schlüpfen bis es zur Biene wird. Im Anschluss gibt es noch einmal ein paar kleine Infos zu den Bienen.

Illustrationen unterstützen die Geschichte und stellen geschriebene Szenen bildlich dar.


Inhalt:
Der Klappentext ist da eigentlich ziemlich eindeutig, weshalb ich jetzt nicht mehr zum Inhalt verrate.


Fazit:
Ein super niedliches Buch, das zudem auch lehrreich ist. Es zeigt auf entzückende Weise auf, wie Bienen „geboren“ werden, sich entwickeln und leben (inkl. Bau von Waben) und was auch deren Lebenssinn ist.

Der kreative Einsatz von Dingen, die Bienen gerne ansteuern und von denen Bienen angelockt werden (z.B. Bienenstich), finde ich super. Ebenfalls das die kleinen Maden auch so typisches kindischen Verhalten hin und wieder aufweisen.

Der Schreibstil war angenehm, auch wenn das Buch eher für ältere Kinder geeignet ist und nicht, wie ich ursprünglich und irrtümlich gedacht hatte, für junges Publikum. Denn auch, wenn natürlich Bilder/Illustrationen drin sind, ist es kein Bilderbuch und die Vorlesezeit wäre recht lang. Ich glaube nicht, dass Kleinkinder (Bis 3/4 Jahre?) da die nötige Konzentration und das nötige Durchhaltevermögen für das komplette Buch aufbringen können und ob man das Buch splitten kann ohne, dass die Kiddies etwas von dem vorigen Geschehen vergessen, kann ich nicht beurteilen. Mein Neffe ist auch erst 6 Monate alt, weshalb ich das Buch an ihm jetzt, aufgrund des langen Textes, nicht testen konnte. In der Zukunft wird das Buch aber auf jeden Fall in den Einsatz kommen.

Die Illustrationen sind alle total niedlich und richtig gut gelungen. Sie geben der Geschichte das Gewisse etwas und stellen auch die amüsanten Szenen bildlich dar.

Was die Charaktere angeht- Mir kamen sie recht authentisch vor. Wenn man das denn so sagen kann bei Bienen /Maden ;) Die kleinen Maden, die alle Maxi so ein wenig als Anführerin sehen und sie kopieren sind irgendwie putzig, zeigen aber auch, dass man nicht alles mitmachen sollte, was andere tun. Maxi, die ihren eigenen Kopf hat und „Anders“ ist, als alle anderen fand ich sympathisch. Auch, weil sie ihre eigenen Gedanken und Ideen hatte und neugierig war auf die Welt. Das zeigt Kindern auch, dass man selber das machen sollte, was man für richtig hält und Mitläufer zu sein, nicht immer von Vorteil ist. Andererseits zeigt das Buch aber auch auf, was Teamgeist und Zusammenhalt bedeutet…..Unteramme Anne und die Bienenkönigin waren ebenfalls sympathisch und gerade Unteramme Anne hat mit ihrer emphatischen, offenen und fürsorglichen Art geglänzt. Oberamme Zora- irgendwie typisch mit ihrer strengen und „eingestaubten“ Art, die irgendwie immer nur am Meckern war, wenn alles nicht so lief, wie sie es wollte und erwartete. So eine Figur braucht man aber auch :P

Das Thema „Geburtstag“ war für die kleinen Maden ganz groß, weshalb sich das Buch natürlich auch darum gedreht hat. Nichtsdestotrotz fand ich eben auch alles, was nebenbei passierte wichtig. Das Schlüpfen aus den Eiern, die Infos zur Entwicklung und was die Bienen benötigen und was ihre Aufgabe ist und wie sie überleben können. Bienen sind schließlich wichtig und Kindern schon früh aufmerksam darauf zu machen ist notwendig.

Gewünscht hätte ich mir vielleicht nur noch, dass noch einmal darauf eingegangen wird, was die Bienen für die Welt bedeuten und warum sie für alle Lebewesen so wichtig sind. Auch der Umgang mit dem Menschen (Imker wurde zwar erwähnt, aber ihn, als Experten, kann man ja nicht mit den anderen Menschen vergleichen) oder besser gesagt, wie der Mensch mit ihnen umgehen sollte, um ihnen nicht zu schädigen, wäre vielleicht ganz gut gewesen. Eventuell auch noch Infos darüber, wie sie sich von Wespen und Hornissen unterscheiden. Aber, das alles hätte sicherlich das Buch gesprengt. Man könnte vielleicht Folgeteile machen- wer weiß.

Grundsätzlich fand ich das Buch aber gut und würde es auch weiter empfehlen.

Danke an Lovelybooks, dem Tulipan Verlag und dem Autoren Kai Pannen, dass ich Teil dieser Leserunde sein und das Buch lesen durfte

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.02.2021

Wie entscheidest du dich?

Die Mitternachtsbibliothek
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4,5 Sterne

Buch:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und zum Titel. Dass Volt auch darauf zu sehen ist ein nettes zusätzliches Designelement.

Ein Bibliotheksausweis begrüßt einem beim Aufschlagen des ...

4,5 Sterne

Buch:
Das Cover passt perfekt zum Inhalt und zum Titel. Dass Volt auch darauf zu sehen ist ein nettes zusätzliches Designelement.

Ein Bibliotheksausweis begrüßt einem beim Aufschlagen des Buches, was mir gefällt. Ansonsten ist das Buch mit, unterschiedlich langen, Kapiteln, die jeweils auch einen Titel haben, ausgestattet. Geschrieben wird es aus der Sicht der Hauptprotagonistin.


Inhalt:
Ich denke man muss dazu nicht viel sagen. Der Klappentext ist recht eindeutig und den Rest sollte man einfach selber „erleben“ und in Erfahrung bringen. Es lohnt sich auf jeden Fall.


Fazit:
Matt Haig ist einer meiner Lieblingsautoren und mit diesem Buch hat er es wiederholt bestätigt.

Ich mag seinen Schreibstil und seine tiefgründigen Gedanken und wie er die Welt und die Menschen betrachtet und das eben durch seine Buchfiguren widergibt.

Dieses Buch… ich muss es ehrlich gesagt noch einmal lesen. Einfach um alles noch einmal richtig verinnerlichen zu können. Es ist ein Buch, das zum Nachdenken anregt und verarbeitet werden muss.

Abgesehen davon hat mir das Buch zum Teil auch Tränen entlockt, denn ich bin in gewisser Weise Nora Seed. Ich war und bin ihr recht ähnlich und habe nahezu identische Gedanken und Gefühle wie sie. Ich kann mich perfekt in sie hineinversetzen, weil ich in der gleichen Situation war und teilweise noch bin (einsam, hoffnungslos, depressiv, etc.) und wie sie hatte ich auch Selbstmordgedanken. Es gibt nur wenige Dinge, die uns unterscheiden. Im Gegenzug zu ihr, betreibe ich jedoch immer Selbstreflexion und weiß, dass ich an meiner Vergangenheit, obwohl sie nicht schön ist, nichts ändern würde. Denn ich wäre nicht die Person, die ich jetzt bin, wenn alles anders gelaufen wäre.

Die Mitternachtsbibliothek musste ich einfach lesen, weil ich zum einen natürlich Matt Haig- Fan bin und zum anderen mich einfach die Idee hinter dem Buch interessiert und fasziniert hatte. Ich hatte mir selber schon oft vorgestellt, was wäre, wenn ich dies oder jenes anders gemacht hätte und wollte natürlich sehen, wie Matt Haig dies in diesem Buch umsetzt.

Was die Charaktere angeht- da habe ich nichts groß auszusetzen. Jeder Protagonist hat seinen Teil zur Geschichte beigetragen. Mrs Elm war total sympathisch, Weise und neben Nora die Person, die dieser Story Tiefe gegeben hat. Noras Bruder und Ash mochte ich gerne und Volt war ein angenehmer Nebenprotagonist. Interessant war, dass man als „Slider“ (Ich glaube so heißen die) auch anderen begegnen kann. Das hätte potential für eine weitere Story.

Die Mitternachtsbibliothek und wie sie aufgebaut ist und funktioniert fand ich spannend. Ich hätte auch gerne die Option dort rumzustöbern ;) Die unterschiedlichen Bücher (Das Buch des Bereuens, die Bücher mit den verschiedenen Leben und schlussendlich das letzte Buch)- es passt einfach. Jedes Leben besteht schließlich aus unterschiedlichen Kapiteln, Abschnitten und ebenjenen Entscheidungen.

Was dann die verschiedenen Leben angeht- Irgendwie war ich etwas enttäuscht. Es war komplett vorhersehbar, wie sich das entwickeln würde. Es war klar, dass Nora mit den verschiedenen Leben nicht glücklich ist, weil das Buch ja sonst schnell zu Ende gewesen wäre. Aber irgendwie waren die Gründe (manche, nicht alle) für mich pillepalle. Zumal sie in den meisten Leben eher kurz verweilte und diesen Leben nicht einmal richtig eine Chance gab. Da kommt dann halt dieses „Was wäre wenn“ zum Einsatz und wieder das Kernthema/die Kernfrage- „Was wäre, wenn man eine Entscheidung anders gefällt hätte?“ Wie im Buch bereits erwähnt, gibt es Millionen von Möglichkeiten und Entscheidungen. Aber ich weiß nicht… irgendwas hat mich halt an der Umsetzung nicht so richtig zufrieden gestellt. Natürlich war es interessant Nora in den verschiedenen Leben zu sehen und sie besser kennenzulernen, aber auf mich wirkte es so, als suchte sie direkt nach einem Grund, diesen Leben nicht haben zu wollen. Und dass alles nicht wie im Ursprungsleben sein kann und man nicht alles haben und alles perfekt sein kann, hätte ihr bewusst sein müssen. Jedes Leben besteht halt aus Ups & Downs und alle Entscheidungen kommen mit Konsequenzen daher.

Der Gedanke, dass es Paralleluniversen geben würde/könnte, hatte ich auch oft. Besonders, weil man ja gerne mal von „früheren Leben“ spricht oder mal ein Déjà-vu. Generell war mir einiges, was im Buch erwähnt wurde schon bewusst, weshalb einiges jetzt nicht neuartig war. Vielleicht ist das einfach auch nur unter Depressiven so, dass die einen anderen Blick auf das Leben haben. Wer weiß?

Während des Lesens kamen hin und wieder Fragen und Gedanken auf. Ich denke, dass der Großteil mit dem Verlauf der Story beantwortet wurde. Und zum Glück ist das so gewesen. Sonst hätte mich das Buch verwirrt zurück gelassen ;)

Die Szene mit dem Eisbären fand ich ehrlich gesagt merkwürdig. Dass die Todesangst auf einmal in ihr Lebenswillen geweckt hat, war für mich unglaubwürdig. Wie ich bereits erwähnte, bin ich in ähnlicher Lage wie Nora gewesen (Ohne Selbstmordversuch, aber halt die Gefühls- und Gedankenwelt und ähnliche Lebensweise). An ihrer Stelle hätte ich eher gedacht: „Ich will nicht qualvoll sterben“. Wer will das schon? Das ist jedenfalls schon ein Unterschied. Und die Umstände, die zu den Selbstmordgedanken im Ursprungsleben geführt haben, haben sich ja nicht groß geändert. Außer, dass sie da halt Arbeit hatte, wovon sie aber (noch) keine Ahnung hatte zu Beginn. Aber Gedanken und Gefühle lassen sich halt nicht abstellen, nur weil man gerade in ein neues Leben und in eine neue Situation geworfen würde. Und Depressionen verschwinden auch nicht innerhalb von Sekunden. Für mich persönlich ist es unrealistisch, wie Nora da reagiert hat.

Was mich auch etwas stört, ist, dass alles etwas zu „leicht“ dargestellt wird. Dass man sein Leben und seine Zukunft selbst gestalten kann und sein Leben einfach leben soll… ist halt nicht ganz korrekt und einfach. Man ist immer abhängig von anderen Menschen und Institutionen und wenn diese nicht mitspielen, ist man aufgeschmissen. Man kann niemanden zwingen Kontakt zu einem aufzubauen, einem zu mögen oder zu lieben. Man kann nicht ohne Hilfe vom Staat (oder anderen Menschen) leben, wenn man arbeitslos ist und sonst keine Möglichkeiten hat an Geld zu kommen, um Miete und Rechnungen zu bezahlen. Man kann sein Leben demnach nur begrenzt so gestalten, wie man es möchte. Und gerade für kreative Leute, die gerne frei und unabhängig sind, ist das halt nicht so leicht, wenn es etliche Regeln und Gesetze gibt, die eher einschränken und schlussendlich den depressiven Gedanken weiter Nahrung geben. Wer wirklich mal für längere Zeit ohne jeglichen Kontakt zu anderen Menschen (Bei mir war es über ein Jahr) gelebt hat, wird wissen, was Einsamkeit (nicht vergleichbar mit „mal alleine sein“) bedeutet und wie sehr sich das auf die Psyche auswirkt. Aber ich schweife ab…

Die ganzen Philosophischen Aspekte sind natürlich hervorragend integriert worden. Und ich bin dankbar, dass Matt Haig eben verständnisvoll, tiefgründig und nachvollziehbar schreibt und erklärt. Ich finde es gut, dass er durch seine Bücher zum Nachdenken anregt und vor allem eine andere Sicht auf das Leben aufzeigt.

Beim Ende bin ich etwas Zweigespalten. Ich kann nachvollziehen, warum das Buch so geendet hat, aber Nora als alte Dame, die auf ihr Leben zurückblickt mit Happy End hätte mir irgendwie besser gefallen. Dass es mit dem Ursprungsleben endet, war schon früh klar. Jedoch ist mir hier alles zu schnell und es war für mich nicht glaubwürdig, dass sich ihr Leben innerhalb von wenigen Tagen um 180 Grad wendet. Naja…

Sorry, falls meine Rezension negativ klingen sollte. Das ist nicht beabsichtigt. Das Buch ist wirklich toll und lesenswert und ich würde und werde es empfehlen. Bin halt immer noch dabei das Buch zu verarbeiten und meine eigenen Erfahrungen spielen beim Lesen natürlich auch eine Rolle. Das bedeutet nicht, dass andere gleiche Erfahrungen gemacht haben. Meine Rezi spiegelt nur meine Meinung und meine Sicht wider. Da zudem mein Hirn gerade Matsch ist und ich mich nicht richtig konzentrieren konnte beim Lesen, wird meine Meinung eventuell beim 2. Mal anders ausfallen. Bitte nochmal andere Rezis lesen, die sich eventuell näher auf den Inhalt und das Philosophische konzentrieren. Schriftstellerisch ist das Buch jedenfalls Top. Wie bereits mehrfach erwähnt- Ich bin Fan von ihm und seinen Büchern. Bislang gab es keines, das mir nicht gefallen hat.

Die Mitternachtsbibliothek ist auf jeden Fall eines der Bücher, das mir am Herzen liegt und das einen wertvollen Inhalt bereithält. Es ist def. Ein lohnenswertes Buch.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2020

Ein Buch voller Schätze in Bild-und Schriftform

Memento Monstrum
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4,75 Sterne

Buch:

Dass das Buch ein wunderschön gestaltetes Cover hat, sieht man auf Anhieb. Wer die Printausgabe besitzt, kann aber die Schönheit noch viel besser erkennen, da die goldfarbenen Ornamente ...

4,75 Sterne

Buch:

Dass das Buch ein wunderschön gestaltetes Cover hat, sieht man auf Anhieb. Wer die Printausgabe besitzt, kann aber die Schönheit noch viel besser erkennen, da die goldfarbenen Ornamente im Licht glänzen und zudem noch spürbar sind, wenn man mit dem Finger darüber streicht (Heben sich vom Untergrund ein wenig ab). Das ist jedoch nur auf der Vorderseite der Fall. Grundsätzlich zeigt das Cover das Wesentliche- Die Hauptfigur in der Mitte und die Nebendarsteller in den jeweiligen Ecken.

Das Buch ist beinahe durchgängig mit Illustrationen versehen, mal kleiner und mal über eine ganz Seite oder gar Zwei verteilt. Diese Illustrationen sind sehr gut gelungen und stellen, zum Teil, die ein oder andere Szene, visuell dar.

Aufgeteilt ist das Buch in mehrere Teile, die entweder alle am Stück oder auch einzeln gelesen werden können. Ich denke nicht, dass man unbedingt alles der Reihe nach lesen muss, aber ich empfehle es (Manch eine Figur wird in dem vorigen Abschnitt/Kapitel erwähnt). Man hat jedenfalls den Anfang, in dem man die Hauptfigur kennen lernt und dann die 4 Geschichten, die sich um Wesen handeln, die die Hauptfigur im Verlauf seines Lebens mal getroffen und zu denen er eine gute Freundschaft aufgebaut hat. Das Ende ist nicht separat, sondern in der letzten Geschichte inkludiert.

Der Schreibstil ist wirklich gut. Mir war am Anfang nicht bewusst für welche Altersgruppe das Buch empfohlen wird, aber nachdem ich das dann doch noch in Erfahrung gebracht habe, kann ich dem Zustimmen. Bei jüngeren könnte das ein oder andere Wort eventuell zu fragen führen, was ja aber, meiner Ansicht nach, nicht so schlimm ist.

Charaktere, die vorkommen sind Familie Dracula, die Yeti, das Fischmonster, der Werwolf und die Mumie. Eine besondere Rolle hat auch Van Helsing ;)

Das komplette Buch wird aus der Perspektive von Opa Vlad Dracula erzählt.



Inhalt:
Memento Monstrum handelt sich um Opa Vlad, der zum 1. Mal alleine auf seine 3 Enkel aufpassen muss und zuerst in Panik verfällt, aber die 3 Rabauken schnell mit seinen wahrheitsgemäßen Geschichten/ Erinnerungen fesseln und zur Ruhe bringen kann.

Mehr möchte ich auch nicht verraten, weil man das Buch selber "erleben" und entdecken sollte :)



Fazit:

Empfehlenswert!

Die ersten paar Wörter und Zeilen haben mich verzaubert. Die erste Seite hat mich begeistert und in 0 Komma nix zum Fan gemacht.

Die Charaktere sind absolut liebenswert und sympathisch. Vor allem Opa Vlad und seine Enkel haben mich verzückt. Ich musste beinahe durchgängig Lächeln und schmunzeln. Die kleinen Vampire sind auch ziemlich realitätsnah, was deren Alter und entsprechenden Eigenschaften angeht (Kleinkind, Kind, Teenager).

Die Bösewichte, wie z.B. Van Helsing kamen sehr gut als solche rüber. Zum Teil erinnerte er mich an Gargamel (Schlümpfe) Hehe.

Die Kombination aus gutem Schreibstil, wunderschönen Illustrationen, liebenswürdigen Charakteren, ein wenig Humor und Herzlichkeit, sowie wichtigen Botschaften, ist einfach perfekt und sehr gut gelungen meiner Meinung nach. Botschaften waren z.B.: Der Schein trügt/ Das Äußere sagt nichts über Person, Talent und Charakter aus und wenn man jemanden gut behandelt, kann es einem großes Glück bescheren (z.B. eine tolle Freundschaft). Zudem hat das Buch auch aufgezeigt, dass man manchmal über Ängste springen, Vorurteile ablegen und immer erst jemanden kennen lernen sollte, bevor man sich eine Meinung bildet. Was Traditionen und andere sagen/vorschreiben sollte keine Rolle spielen. Zudem sollte man sich nicht unterkriegen lassen und entmutigt sein, wenn mal Träume und Ziele platzen und vielleicht sogar nie in Erfüllung gehen. Man wird immer seinen Weg gehen und sein Glück finden. Nebenbei lehrt dieses Buch auch etwas über Empathie, Handlungen und deren Konsequenzen,falsche Beschuldigungen und dass Drogen schlecht sind.

Es wurden so einige Elemente, bekannte Figuren und Plätze eingebaut, die ich ziemlich cool fand und die zudem auch helfen können, Kiddies ein wenig Wissen zu vermitteln (z.B. kann man mit Hilfe einer Weltkugel die erwähnten Orte zeigen). Shakespeare, Beatles und Dr. Jekyll- die ganzen Anspielungen, dass Vlad oder einer der Nebenfiguren da in gewisser Weise ihre "Finger" im Spiel hatten, unterstützend wirkten oder in anderer Hinsicht der Geschichte ein gewisses etwas gaben (z.B. Jekyll & Hyde ->Hide-Mumie) fand ich äußerst clever und amüsant.

Mit der ein oder anderen Figur konnte ich mich nicht so richtig anfreunden (z.B. Spinne), aber dass alle ihr Happy End bekommen haben, hat mir natürlich gefallen.

Das Ende und die Überraschung für Opa Vlad, dank Rhesus- besser hätte es nicht sein können :)

Memento Monstrum ist ein wunderbares Buch für groß und klein. Es macht Spaß, berührt, lehrt und ist inhaltlich voller wunderschöner Schätze in Bild- und Schriftform.

Absolute Leseempfehlung meinerseits :)

Danke an Lovelybooks und dem Autoren Jochen Till für die Leserunde und das bereitstellen des Buches :)

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.09.2020

Zauberhaft- Vor allem die Illustrationen

Einstein
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4,25-4,5 Sterne

Das Buch:
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Text und zauberhaften Illustrationen, welche die Geschichte sowohl bildlich darstellen, als auch visuell erzählend unterstützen.

Geschrieben ...

4,25-4,5 Sterne

Das Buch:
Das Buch ist eine wunderbare Mischung aus Text und zauberhaften Illustrationen, welche die Geschichte sowohl bildlich darstellen, als auch visuell erzählend unterstützen.

Geschrieben ist das Buch im Erzählerstil, was ich selber ganz angenehm finde. Es gibt keine direkten Kapitel, aber einige Überschriften, die ein wenig auf den entsprechenden und folgenden Inhalt hinweisen.

Während das Buch hauptsächlich die Hauptfigur, die kleine Maus, begleitet, bekommt der Leser am Ende noch ein paar zusätzliche Infoabschnitte zu Herrn Einstein, sein Leben und seinen Theorien. Das Buch mischt demnach Fiktion mit ein wenig Realität.


Inhalt:
Ich möchte nichts groß zum Inhalt sagen, weil das Buch jetzt nicht allzu lang ist und ich nicht spoilern möchte. Jeder sollte selber heraus finden, was geschieht.

Was ich sagen kann ist, dass es hier um eine Maus geht, die ein Käsefest besuchen möchte, dieses aber verpasst und nun versucht heraus zu finden, wie das geschehen konnte, wie sie die Zeit zurück drehen und doch noch das Fest besuchen kann. Dabei lernt sie so einiges über Raum und Zeit und alles was dazu gehört. Zudem erlebt sie so einiges, reist durch die Zeit und begegnet ein paar Charaktere, die ihr helfen zu verstehen. Ob sie aber mit dem Wissen etwas anfangen kann und es schafft zurück zu reisen und am Käsefest teilzunehmen... Tja.. wer weiß? Lesen und herausfinden.


Fazit:
Ich bin verliebt in die Maus und die Illustrationen. Die komplette Gestaltung des Buches ist wunderschön und putzig. Zum Teil musste ich schmunzeln, was die Maus und ihre Aktionen angeht (z.B. alle Uhren zurück stellen und die Menschen durcheinander bringen...hehe). In den Illustrationen kann man sich verlieren. Es macht Spaß sie zu begutachten, Details auszumachen und zu entdecken und die Geschichte, die wie erwähnt, teilweise nur durch Bilder erzählt wird, zu verstehen und nachzuvollziehen. Es ist mein 1. Buch dieses Autors, weitere werden sicher folgen.

Der Schreibstil hat mir zugesagt. Kleinigkeiten, wie Sprüche und Rätsel fand ich besonders toll.

Die Mäuse fand ich alle niedlich- sei es die Hauptfigur, die kleine dicke, der Uhrmacher oder die Großeltern. Die Katze war gruselig, aber zum Charakter passend und Einstein war cool, wobei ich irgendwie erwartet hatte, dass er eine größere Rolle im Buch einnimmt.

Die Story selber... Die Maus, deren Abenteuer, Neugierde und Zeitreise finde ich super. Auch, dass man mehr über Raum und Zeit erfährt und alles drum herum. Jedoch war besonders das Zeitspezifische für mein Empfinden zum Teil etwas zu oberflächlich und könnte zu einige Fragen führen (besonders der Abschnitt "Die Geschichte der Zeit" wo lediglich erwähnt wurde, wie Zeiten erfasst wurden in verschiedenen Jahrhunderten und welche Hilfsmittel dafür genutzt wurden. Gerade dort hätte man ein wenig mehr darauf eingehen und Wissen vermitteln können. Das verstellen der Uhren hat im Vergleich viel mehr Platz im Buch eingenommen, obwohl es, meiner Meinung nach, weniger wichtig ist). Das Ende des Buches führt noch einmal nähere Infos aus (zumindest zu Albert Einstein), aber können 5-7 Jährige Kinder, für die das Buch gedacht ist, damit etwas anfangen? Vermutlich eher weniger. Die Maus zu begleiten auf ihre Erkundungstour, ihrer Suche nach Antworten und Lösungen, sowie ihren Reisen hat jedenfalls Spaß gemacht. Zu sehen, dass sie sich nicht von Rückschlägen unterkriegen lässt und ihre Ziele weiterhin im Auge hat und verfolgt, ist beachtenswert.

Das aufeinander treffen bzw. die Art und Weise, wie die Maus und Albert Einstein kommunizieren hat mich begeistert. Auch, die Idee, dass die Maus Herrn Einstein zu seinen Forschungen/Theorien geholfen hat, finde ich originell.

Was ich besonders toll finde ist, wie Zukunft und Vergangenheit miteinander verwoben wurden. Das merkt man am Uhrmacher. Die Uhr, die er von seinen Großeltern hat, kann nur jene sein, die die Maus verloren hat. Der Kreis schließt sich also ;)

Wie die Geschichte für die Maus ausgegangen ist...konnte man sich denken.

Auf jeden Fall ist es eine Geschichte mit liebenswerten Charakteren, wunderschönen Illustrationen und ein paar wissensvermittelnden und informativen Textinhalten. Alleine wegen der Maus und der Illustrationen lohnt sich das Buch schon :)

Danke an Vorablesen.de, dass ich ein digitales Vorabexemplar bekommen und lesen dufte. Ich freue mich schon auf das Printexemplar und darauf die Zeichnungen, noch einmal ohne Bildschirm bewundern zu können.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere