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Veröffentlicht am 31.07.2020

Wie wäre mein Leben als Mann/Frau?

Die andere Welt
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Dieses Buch habe ich mir aufgrund des Covers als Rezensionsexemplar beim Bloggerportal angefragt. Das Cover ist so wunderbar knallig und mit den Libellen und Goldaspekten, hat es mich einfach sofort in ...

Dieses Buch habe ich mir aufgrund des Covers als Rezensionsexemplar beim Bloggerportal angefragt. Das Cover ist so wunderbar knallig und mit den Libellen und Goldaspekten, hat es mich einfach sofort in den Bann gezogen, ohne das ich genau wusste was mich erwartet, denn ich habe den Klappentext nur teilweise überflogen.

Ich mochte den Schreibstil von Julie Cohen wirklich ganz gerne. Sie schreibt flüssig und obwohl einige historische Elemente in die Geschichte mit einspielen, war es nie langweilig. Die Autorin hat es immer geschafft eine gewisse Lockerheit zu halten. Im Buch wurden wichtige Aspekte, wie auch Selbstmord, Vergewaltigung und Gewalt in der Familie behandelt und aufgezeigt, inwiefern diese den einzelnen Menschen und sein Leben beeinflussen können. Auch wurde gezeigt, dass auf die jeweiligen Probleme unterschiedlich reagiert wird und es auch keine "Masterlösung" gibt um diese anschließend richtig zu verarbeiten.

Anfangs brauchte ich ein wenig um in die Geschichte hineinzukommen, denn es handelt sich im Grunde um zwei Geschichten über den gleichen Menschen, nur einmal wurde dieser als Frau geboren und einmal als Mann. Dementsprechend gibt es einige Parallelen aber in einigen Punkten laufen die zwei Stränge auch in komplett unterschiedliche Richtungen und durch die stetigen Sprünge zwischen den beiden Personen, brauchte ich immer erst wieder ein wenig um mich in die jeweilige Person und deren Gefühle hineinzufinden.

Ich fand es jedoch unglaublich spannend zu sehen, wie die Geschichten jeweils verlaufen und vor allem inwiefern es auch die Mitmenschen beeinflusst, ob Mann oder Frau. Nicht nur das Leben der Protagonisten, sondern auch das derer Freunde, Familie und Bekannten, verläuft in einigen Aspekten komplett unterschiedlich und es lässt sich ableiten, an welchen Punkten die Geschichten sich aus welchem Grund zweigten.

Louise und Louis, Hauptprotagonist der Geschichte, war mir leider an sich nicht so sehr sympathisch. Er/Sie ist eine Person, die gerne vor Problemen wegläuft, anstatt sich ihnen zu stellen und sich möglicherweise auch mit Freunden darüber auszutauschen. Er/Sie macht lieber alles mit sich selbst aus, was sich leider auch negativ auf ihre Mitmenschen auswirken kann.

Fazit:
Mir hat das Buch von Julie Cohen ziemlich gut gefallen. Es war interessant zu sehen wie unterschiedlich ein Leben und auch das Leben der Freunde/Familie/etc. verläuft einfach nur durch das Geschlecht. Es regt zum Nachdenken/Überdenken des eigenen Lebens, sowie der getroffenen Entscheidungen an und ermutigt uns ein bisschen offener mit unseren Problemen umzugehen.

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Veröffentlicht am 26.06.2020

Perfekt durchdacht aber falsche Schwerpunktsetzung

Sisu
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Nachdem ich bei einem Instagram-Takeover des Accounts vom "Drachenmondverlag" Isabel Kritzer kennenlernte, wollte ich unbedingt ihre Bücher lesen. Ich habe mir dann sofort ein paar Bücher von ihr bestellt, ...

Nachdem ich bei einem Instagram-Takeover des Accounts vom "Drachenmondverlag" Isabel Kritzer kennenlernte, wollte ich unbedingt ihre Bücher lesen. Ich habe mir dann sofort ein paar Bücher von ihr bestellt, welche mir interessant erschienen und darunter war auch "Sisu - Älter als die Erde".
Das Cover von "Sisu" ist ein absoluter Traum! Es zeigt eine nächtliche Stadt, welche, durch die Lichter der Fenster oder Straßenlaternen, glitzert wie der Nachthimmel. Außerdem ist noch eine Person in einem wunderschön ausschweifenden Kleid, abgebildet, bei welcher es sich beispielsweise um Iva, der Hauptprotagonistin, halten könnte.

Iva, die bis zu ihrem 16. Lebensjahr denkt sie sei ein ganz "normaler" Mensch, wird in einen Unfall verwickelt und daraufhin ist nichts mehr so wie es war. Sie erfährt zum Beispiel, dass sie in Wirklichkeit eine "Sisu" ist, ein "außerirdisches" Wesen. Außerdem, dass die ganze Welt, wie sie sie bisher kannte, mit ihren Geschichten und Legenden, nur ein Teil der Wahrheit ist.
Ich mochte Iva ganz gerne, sie war mir allerdings ein bisschen zu viel mit ihren eigenen Gefühlen und Gedanken beschäftigt und da man die Geschichte hauptsächlich aus ihrer Sicht aus liest, fand ich das etwas anstrengend und teilweise sogar langweilig. Es fanden dadurch generell wenig richtige Gespräche statt, sondern ich bekam viel mehr von den Gedankenspielen von Iva zu lesen.

Die Geschichte an sich ist richtig gut durchdacht und perfekt geplant. Isabel hat eine komplett eigene und neuartige Spezies erschaffen, die die Welt aus einem anderen Blickwinkel sehen. Da die "Sisu" nur sterben, wenn sie es selbst wollen oder komplett zerstört werden, haben sie einige Dinge auf der Erde hautnah miterlebt und es hat sich tatsächlich alles etwas anders abgespielt, als das den "normalen" Menschen erzählt wird. Beispielsweise waren die Dinosaurier die "Haustiere" der Sisu, die sich aber auf dem neu besiedelten Planeten nicht gut zurechtfanden und deshalb ausstarben.
Ich muss hier wirklich ein RIESIGES Lob an die Autorin aussprechen: Ich habe selten eine so gut durchdachte Hintergrundgeschichte erlebt! Da passte einfach alles zusammen!

Der Nachteil war jedoch: Durch die Erklärung der ganzen Hintergründe, war das Buch am Anfang etwas kompliziert und auch wieder langwierig und ich habe wirklich lange gebraucht um mich wirklich in die Geschichte versinken zu lassen und habe es tatsächlich bis zum Ende aber leider nicht geschafft, komplett darin einzutauchen.

Der Kampf der "Sisu" gegen die Antagonisten, eine andere Spezies, die "Kifu", war spannend gestaltet, wurde aber meiner Meinung nach ein wenig zu schnell abgehandelt.
Das Ende war dagegen wieder sehr schön erzählt und hat mich richtig glücklich zurückgelassen.


Fazit:
Obwohl ich mir am Anfang so schwer getan habe, komplett in der Geschichte zu versinken, hat es sich ab der Mitte richtig gut und spannend entwickelt. Meiner Meinung nach, wäre es besser gewesen, den Anfang etwas zu kürzen und dafür das Ende (das Zusammentreffen "Sisu" vs. "Kifu" mehr auszuführen. Trotzdem kann ich das Buch sehr empfehlen, da die Geschichte absolut perfekt durchdacht und dennoch schön zu lesen war!

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Veröffentlicht am 17.02.2020

Eine abenteuerliche Reise an den Nordpol

His Dark Materials 1: Der Goldene Kompass
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Ich habe mir dieses Buch im Schuber der ganzen Reihe bei Medimops gebraucht bestellt, da ich es als Kind nie gelesen habe und dies unbedingt nachholen wollte.

Es gibt bei diesem Buch tatsächlich viele ...

Ich habe mir dieses Buch im Schuber der ganzen Reihe bei Medimops gebraucht bestellt, da ich es als Kind nie gelesen habe und dies unbedingt nachholen wollte.

Es gibt bei diesem Buch tatsächlich viele verschiedene Covervariationen, von welchen ich einige auch sehr schön finde. Das Exemplar aus dem Schuber welches ich habe, finde ich allerdings nicht ganz so atemberaubend. Auch wenn es dennoch sehr liebevoll gezeichnet ist.

Die Geschichte spielt an verschiedenen Orten auf der Welt, wie zu Beginn in Oxford oder zu Ende am Nordpol. Die Kulisse hat mir immer gut gefallen. Sie wurde immer ausführlich und anschaulich erklärt und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen und mich dorthin versetzen.

Den Schreibstil fand ich zu Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, denn das Buch ist, passend zu der Zeit in der es wohl spielt, sehr außergewöhnlich geschrieben. Eher ein bisschen "hochgestochen" oder auch "altbacken", was gut in die Szenerie passt, ich mich jedoch erst etwas einfinden musste.

Die kleine Lyra ist ein wirklich mutiges Mädchen, die bisweilen ein bisschen aufmüpfig rüber kommt. Ich fand oft, dass sie sich ein wenig weit aus dem Fenster lehnt und dann erst merkt, was sie angerichtet hat. Ab und an fand ich war sie auch etwas naiv, was jedoch sehr gut daran legen kann, dass sie einfach noch sehr jung ist. Ich muss jedoch bewundernswert anerkennen, dass sie für alle die sie liebt kämpft wie eine Große.
Die beiden Charaktere Lord Asriel und Mrs Coulter, finde ich momentan noch etwas verwirrend und ich bin sehr gespannt, wie sich das in den nächsten Bänden noch entwickeln wird. Beispielsweise mochte ich Anfangs Lord Asriel sehr gerne und Mrs Coulter gar nicht, gegen Ende hin hat sich das jedoch sehr gedreht.

Ich fand das Buch für ein Kinderbuch sehr schön geschrieben, jedoch wahrscheinlich für ein wirkliches Kind etwas anspruchsvoll. Es hatte jedoch eine spannende Geschichte, barg oft Wendungen und man war häufig gespannt darauf, wie Lyra aus dem nächsten Unglück wieder entkommen wird.

Fazit:
Ich fand es eine schöne Geschichte, die ich gerne gelesen habe. Ich werde natürlich auch die anderen beiden Bände lesen und bin gespannt die Geschichte um Lyra weiter zu verfolgen. Außerdem liebe ich den kleinen Pantalaimon sehr! Durch den etwas schwierigen Erzählstil und weil mich das Buch nicht komplett fesseln konnte, gibt es einen kleinen Punktabzug.

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Veröffentlicht am 16.01.2020

Wichtiges Thema schön verpackt!

The Dinner List
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Dieses farbenfrohe Buch habe ich als Rezensionsexemplare vom Random House Bloggerportal erhalten. Es war mein erstes Buch der Autorin aber auch mein erstes Buch des btb-Verlages.
Ich bin auf dieses Buch ...

Dieses farbenfrohe Buch habe ich als Rezensionsexemplare vom Random House Bloggerportal erhalten. Es war mein erstes Buch der Autorin aber auch mein erstes Buch des btb-Verlages.
Ich bin auf dieses Buch aufgrund der auffälligen Farbe aufmerksam geworden und es ist auch tatsächlich mein erstes richtig gelbes Buch. Mir hat die Gestaltung mit den kleinen Emoticons sehr gut gefallen. Diese haben alle etwas mit der Geschichte zu tun und kommen im Laufe des Geschehens vor. Außerdem sind sie auch bei den Kapitelnummern nochmal aufgegriffen, was ich sehr schön fand.
Das Setting ist in der Geschichte nicht ganz so wichtig und wird dementsprechend zwar beschrieben aber nicht vollkommen ausgeschmückt. Dieses rückt eher in den Hintergrund, da die Gespräche und die Gefühle der Personen für den Verlauf der Geschichte um einiges bedeutender sind. Diese werden sehr gut beschrieben und ich fand die Schreibweise der Autorin an sich sehr ansprechend und gut verständlich.
Ich fand den Einstieg etwas verwirrend und habe etwas gebraucht in das Geschehen hineinzukommen und den kompletten Zusammenhang zu verstehen. Dies ist aber auch teilweise gewollt, da im Laufe des Romans immer wieder neue Erkenntnisse hinzukommen, welche den Hintergrund und die Sichtweise des Lesers auf das Geschehen verändern.

Der Leser liest immer abwechselnd einen Teil des Geburtstagsessens und der Gespräche des besagten Abends im Restaurant, sowie dann wieder einen Teil der Lebens- und Liebesgeschichte von der Hauptperson Sabrina.
Sabrina ist eine Person, mit welcher ich mich nicht zu 100 Prozent identifizieren konnte. Sie war mir persönlich ein wenig zu naiv für eine erwachsene Frau. Dies ist auch ein großes Thema in der Geschichte. Sie lässt ihren Freunden und Partnern viel durchgehen und denkt selten nur an sich. Und ihr größtes Problem ist wohl, dass sie schwer loslassen und von Personen, welche ihr wichtig sind, Abschied nehmen kann.
Die anderen Gäste des Abendessens, sind alle wichtige Personen in Sabrinas Leben und jeder ist für sich ein Lehrmeiste für ihr Leben.

"The Dinner List" war kein Buch, welches einen richtigen Spannungsbogen hat (das hat es aber auch nicht gebraucht), sondern eher eine Lebensgeschichte, welche aufrütteln und zum Nachdenken anregen soll.
Dies ist definitiv gelungen und ich war an gewissen Stellen auch traurig und musste ein paar Tränchen verdrücken.
Dadurch, dass in dem Buch auch Personen vorkommen, welche schon tot sind, ist dieses Thema ein stetiger Begleiter der Geschichte und ich als Leser habe ich automatisch mit der Trauer um die Verlorenen konfrontiert gefühlt. Ich schätze, dass dies auch ein wichtiger Grund für die Autorin war dieses Buch zu schreiben.



Fazit:
Es war ein außergewöhnliches Buch, welches ich in so einer Art noch nicht gelesen hatte, weshalb ich mir etwas schwer tat. Jedoch hat es eine wichtige Botschaft und ich bin deshalb sehr froh, dass ich es gelesen habe.

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Veröffentlicht am 22.10.2019

Traurig-Schön

Postscript - Was ich dir noch sagen möchte
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Ich habe schon wirklich viele Bücher der Autorin Cecelia Ahern gelesen, da sie sehr lange Zeit meine Lieblingsautorin war. Ich finde sie hat einen sehr schönen Schreibstil, welcher sich sehr flüssig und ...

Ich habe schon wirklich viele Bücher der Autorin Cecelia Ahern gelesen, da sie sehr lange Zeit meine Lieblingsautorin war. Ich finde sie hat einen sehr schönen Schreibstil, welcher sich sehr flüssig und "weich" lesen lässt. Außerdem lässt sie häufig Zitate oder andere weise Worte mit einfließen und ich finde der persönliche Lerneffekt aus ihren Büchern ist sehr hoch. Dies konnte ich auch in diesem Buch wieder feststellen und bezüglich der Schreibweise und des Leseflusses, kann ich hier keinen negativen Aspekt finden. Die Bücher sind immer aus Sicht der Hauptperson erzählt und dadurch bekommt man die Gedanken, Gefühle und inneren Kämpfe dieser sehr gut mit. In diesem Buch hat man beispielsweise sehr gut das Hadern von Holly mit nachverfolgt, als sie sich fragte ob sie den kranken Menschen bei ihren Briefen helfen soll oder nicht. Holly kannte ich schon aus dem vorherigen Buch relativ gut aber auch in diesem Buch lernt man sie immer wieder in neuen Facetten kennen. Sie wächst regelmäßig an ihren auferlegten Aufgaben und den sich ihr bietenden Herausforderungen. Ich fand sie zu Anfang sogar etwas anstrengend mit ihrer Sturheit und ihrer Verschlossenheit, so dass sie immer alle Probleme allein mit sich ausmachen will ohne Hilfe zu akzeptieren. Im Laufe der Geschichte hat sich das aber etwas gebessert und ich konnte mich besser mit ihr identifizieren. Gerade ihre Beziehung mit Gabriel finde ich in dieser Hinsicht sehr schwierig, da beide nicht miteinander über ihre Probleme reden, sondern alles mit sich selbst ausmachen, kommt es häufig zu Unstimmigkeiten und Problemen. Die Geschichte an sich fand ich etwas dünn und ich hatte leider das Gefühl, dass die Autorin dieses Buch nur geschrieben hat um an den Erfolg des vorherigen anzuknüpfen. Dies zeigt sich vor allem dadurch, dass die Vorgeschichte immer wieder mit aufgenommen wird und auch die Gefühle dieser. Viel hat sich wiederholt und war ähnlich zum Vorgängerbuch. Das fand ich etwas schade, da das Thema Tod und auch der Umgang mit diesem aus Sicht des Sterbenden auf jedenfall ein Thema ist mit dem man eine gute eigene Geschichte hätte schreiben können. Dieses "Eigene" hat mir in diesem Buch etwas gefehlt und zu viel Aufgreifen & Kopieren, des ersten Bandes vorhanden. Es wurde beispielsweise wieder viel mit Gerrys Tod und den Gefühlen die Holly in direktem Anschluss empfand gespielt und weniger auf Hollys Zukunft und deren neues Leben mit neuen, weiterentwickelten Gefühlen bezüglich des Todes ihres Mannes eingegangen.



Fazit:

An und für sich war das Buch wieder gut geschrieben und auch lehrreich aber mir einfach von der Geschichte nicht ausreichend genug. Ich hätte mir eine eigenständige, neue Geschichte gewünscht und nicht ein leichter "Abklatsch" des Vorgängers. Jedoch empfehle ich allen Cecelia Ahern Fans trotzdem das Buch zu lesen und sich seine eigene Meinung zu bilden. Das Buch war trotz allem wieder traurig-schön und ich habe, wie so häufig bei Cecelia Ahern, ein paar Tränchen verdrücken müssen.