Überzeugt nicht ganz
Dire BoundIch bin ehrlich gesagt hin und hergerissen: Auf der einen Seite habe ich den flüssigen und mitreissenden Schreibstil sehr genossen, der es mir wirklich leicht gemacht hat, durch die recht langen Kapitel ...
Ich bin ehrlich gesagt hin und hergerissen: Auf der einen Seite habe ich den flüssigen und mitreissenden Schreibstil sehr genossen, der es mir wirklich leicht gemacht hat, durch die recht langen Kapitel zu kommen. Außerdem mochte ich die Dynamik zwischen Meryn und ihrer Schattenwölfin Anessa sehr. Ihre Beziehung durchlebte eine tolle Entwicklung, die gut ausgearbeitet wurde, und die Dickköpfigkeit der beiden brachte mich oft zum Schmunzeln.
Doch auf der anderen Seite ist „Dire Bound“ voller Klischees, absolut vorhersehbar und wirkte auf mich zu konstruiert. Man merkt deutlich, dass die Geschichte von der „Fourth Wing“ -Reihe inspiriert wurde, ohne jedoch deren Tiefe und Originalität auch nur ansatzweise zu erreichen. So verliert sich die Protagonistin Meryn in den immer gleichen Gedankengängen, fasst die Ereignisse der letzten Kapitel (unnötigerweise) zusammen und trifft Entscheidungen, die nicht nachvollziehbar waren. Am meisten hat mich jedoch der immense Spice-Anteil gestört, der nichts für die Handlung getan hat und einfach deplatziert wirkte…
Mein Fazit:
„Dire Bound“ war mir persönlich zu vorhersehbar, hatte einige Längen und war insgesamt recht oberflächlich. Die Autorin hätte sicher mehr daraus machen und eigene Ideen entwickeln können, denn ihr Schreibstil ist wirklich klasse.