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Veröffentlicht am 06.10.2025

Zauberhafter Ausflug ins Schwanenhotel

Schwanentage
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„Schwanentage“ ist eine kleine, zauberhafte Geschichte, die uns einen Einblick gerät in ein eigentlich so geordnetes Leben, das aus den Fugen gerät. Die Protagonistin findet sich in einer nicht vorhersehbaren ...

„Schwanentage“ ist eine kleine, zauberhafte Geschichte, die uns einen Einblick gerät in ein eigentlich so geordnetes Leben, das aus den Fugen gerät. Die Protagonistin findet sich in einer nicht vorhersehbaren Situation wieder, in der sie all ihre Pläne einmal umwerfen muss. Ihren Job als Kindermädchen, den sie eigentlich aufgeben wollte und jetzt auf einmal aber die Alleinverantwortung über ihr Ziehkind hat. Ein kleiner Blick in ihr Leben und ein Peek auf die chinesische Gesellschaft. Einfühlsam und zart auf der einen Seite und mit ganz viel Reflexion auf der anderen wird sich diesem Thema gewidmet.
Der Schreibstil gefällt mir sehr gut - vor allem, dass die Autorin es geschafft hat, auf so wenigen Seiten so viel zu transportieren. Die Charaktere wirken nachvollziehbar, authentisch und nahbar. Einzig und allein durch meine Unwissenheit über das Gesellschaftssystem von China blieben bei mir manche Verweise und Metaphern unverstanden.

Leicht zu lesen, mit Tiefgang - für mich ein sehr gelungener Erstkontakt mit chinesischer Literatur. Gerne mehr davon.

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Veröffentlicht am 23.09.2025

Gelunges Mulan-Retelling

The Night Ends With Fire
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Ich fand das Buch sehr gelungen und mitreißend. Besonders spannend war für mich der Ansatz, die Geschichte von Mulan neu zu erzählen – diesmal mit einem stärkeren Fokus darauf, dass es nicht nur Gut und ...

Ich fand das Buch sehr gelungen und mitreißend. Besonders spannend war für mich der Ansatz, die Geschichte von Mulan neu zu erzählen – diesmal mit einem stärkeren Fokus darauf, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, sondern sich alle Charaktere in Graubereichen bewegen. Meilin verfolgt ihre eigenen Ziele und ist nicht einfach nur die selbstlose Tochter, die ihren Vater retten möchte. Dieser Perspektivwechsel macht die Geschichte vielschichtiger und tiefgründiger.

Auch die Figuren Tiantang und Lei fand ich interessant, sie haben für mich die Handlung zusätzlich bereichert. Vor allem aber bin ich gespannt, wie es weitergeht und für wen Meilin sich letztlich entscheiden wird. Bisher fand ich hat die Story überwiegt, was ich aber keineswegs als schädlich empfunden habe. Ein guter Kontrast zu den aktuellen Fantasybüchern, in denen kaum noch Story vorhanden ist. Wer also ein Fantasy Buch sucht, das den Plot im Fokus hat, ist hier richtig. Ich bin natürlich trotzdem gespannt, wie der Romance-Part in Buch 2 umgesetzt wird.

Erwähnenswert ist außerdem, wie wunderschön das Buch eingebunden ist – ein echtes Highlight! Ich habe mir bereits den zweiten Band bestellt, was wohl das beste Zeichen dafür ist, dass hier alles richtig gemacht wurde.

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Veröffentlicht am 15.09.2025

Interessanter Ansatz

WARDA
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Das Buch hat mich mit seiner Grundidee sofort neugierig gemacht: Die Frage, ob Liebe oder Hass stärker ist, finde ich total spannend – und auch wichtig, gerade in der heutigen Zeit. Der Einstieg war richtig ...

Das Buch hat mich mit seiner Grundidee sofort neugierig gemacht: Die Frage, ob Liebe oder Hass stärker ist, finde ich total spannend – und auch wichtig, gerade in der heutigen Zeit. Der Einstieg war richtig stark geschrieben, ich war direkt drin in der Geschichte und wollte wissen, wie es mit Warda weitergeht.
Leider hat mich die Umsetzung dann nicht ganz überzeugt. Zwischendurch wirkte die Sprache auf mich etwas unnatürlich, fast schon gestellt – das hat es mir schwer gemacht, wirklich in die Figuren einzutauchen. Vor allem zu Warda selbst konnte ich keine richtige Verbindung aufbauen. Ich hätte mir gewünscht, dass ihre Radikalisierung tiefer und nachvollziehbarer dargestellt wird. So blieb vieles eher an der Oberfläche, und ich habe oft nicht ganz verstanden, warum sie bestimmte Entscheidungen trifft.
Ein weiterer Punkt, der mich irritiert hat, war die Liebesgeschichte zwischen ihr und Tamer. Ich fand das ziemlich konstruiert – vor allem, weil Warda anscheinend sehr an Tamers verstorbene Schwester erinnert. Dass er sich dann ausgerechnet in sie verliebt, fand ich... ehrlich gesagt ein bisschen seltsam.
Trotz allem finde ich es gut, dass das Buch sich an so ein schwieriges und relevantes Thema heranwagt. Für mich war die Umsetzung aber nicht ganz rund – gute Ansätze, aber mit Luft nach oben.
Fazit: Starkes Thema und ein vielversprechender Anfang, aber sprachlich und inhaltlich leider nicht ganz stimmig für mich.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Die Endlichkeit der Unendlichkeit

Das Gefühl von Unendlichkeit
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Das Gefühl von Unendlichkeit erzählt die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier Biologiestudierender bzw. -forschender, die sich nicht nur emotional, sondern auch intellektuell schnell aneinander binden ...

Das Gefühl von Unendlichkeit erzählt die ungewöhnliche Liebesgeschichte zweier Biologiestudierender bzw. -forschender, die sich nicht nur emotional, sondern auch intellektuell schnell aneinander binden – vielleicht zu schnell. Gemeinsam jagen sie einer Idee hinterher - fast schon von der Endlichkeit getrieben - bis alles langsam, aber unaufhaltsam den Bach runtergeht.
Das Buch greift Themen wie jugendlichen Übermut, die Verklärung von Liebe und die Blindheit gegenüber Menschen, die wir lieben, sehr feinfühlig auf. Gleichzeitig schwingt immer eine leise, aber spürbare Auseinandersetzung mit dem Thema Endlichkeit mit – ein schöner Kontrast zum Titel.
Ich fand den Roman angenehm zu lesen, auch wenn mir nicht immer der Sprachstil oder thematische Fokus voll entsprochen hat. Trotzdem hat mich die Geschichte auf ihre ruhige Art beeindruckt und der kühle Kontrast der Wissenschaft zur Romantik überzeugt. Es ist definitiv keine klassische Liebesgeschichte, sondern eine, die mich überrascht hat, weil sie anders verlief, als ich erwartet hatte.
Ein lesenswertes Buch, das mit leisen Tönen und ungewohnten Wendungen überzeugt – nicht perfekt, aber eigenständig, angenehm zu lesen und mit ein paar Überraschungen gespickt.

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Gute Story, aber durchwachsene Übersetzung

Furye
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Das Cover war eines der Gründe, wieso ich mich für das Buch entschieden habe. Retro, ansprechend und ein Hingucker im Bücherregal und auch die ersten Seiten der Leseprobe waren vielversprechend. Die angeteaserte ...

Das Cover war eines der Gründe, wieso ich mich für das Buch entschieden habe. Retro, ansprechend und ein Hingucker im Bücherregal und auch die ersten Seiten der Leseprobe waren vielversprechend. Die angeteaserte Katastrophe, die Spannung versprach und dann aber im Verlauf sehr abnahm, bis sie in der Mitte eine ziemliche Durststrecke erreichte. Das Ende wiederum fand ich überraschend und gut gelungen. In meinem Gefühl hat die Übersetzung viel zum teilweise anstrengendem Leseerlebnis beigetragen. Gerade die Rückschau Kapitel empfand ich als zäh und teilweise zu kindlich formuliert. Die Charaktere wirkten manchmal überzeichnet und nicht immer ganz glaubwürdig, was das Leseerlebnis beeinflusst hat.
Gut gelungen ist der Autorin, den Handlungsort zu zeichnen. Sehr treffend und detailreich.
Insgesamt würde ich dem Buch drei von fünf Sternen geben. Es hat ein interessantes Konzept mit einem starken Anfang und Ende, doch die mittleren Passagen und die Charakterentwicklung haben mich nicht vollständig überzeugen können. Gerne hätte ich es im Original gelesen/lesen können.

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